Wann es Zeit ist, mit einer App Schluss zu machen

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Und die, die davon blingeln und tröpfeln und knistern, das ist Properta.
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Und nein, Prozpera, Entschuldigung, mit DR Dreaming.
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Radio Stadtspichter.
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Und da haben wir gerade den Digi-Chris runtergebeamt. Hallo.
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Hello, hello. Vom neuen Bürostuhl.
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Vom neuen Bürostuhl. Ah, der klingt so knackig. Sehr gut. Ich bin,
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glaube ich, zu laut. Der Kevin ist ja schon da.
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Ich würde ihn mal einschalten, wenn er da wäre. Würde man ein Hühnergegackern
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hören wahrscheinlich. Aber ich würde sagen...
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Ich monitore das Freemam auch.
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Das ist sehr gut. Das ist eine verantwortungsbewusste Aufgabe, die du da hast.
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Sagen wir mal, müssen wir jetzt eigentlich noch über das Virus reden,
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das ich nicht habe wollen.
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Über das eine, das man fast nichts anderes mehr gehört hat in letzter Zeit.
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Also, ihr wisst ja, wo ich am Sonntag am 4 Uhr bin.
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Und ja, aber schau, dort hat es noch ein bisschen mehr Leute auf dem Schiff. Aber nein.
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Der Kiel hat die Viren ab, also keine Sorge.
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Ach so, du tust von innen desinfizieren. Okay, aber wenn du den Ratten siehst, was machst du dann?
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Ja, ich gehe sie nicht gerade streicheln.
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Sehr gut, sehr gut. Also ich würde sagen, mehr vorbereiten kann man nicht. Und dann, ja, genau.
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Aber ihr geht ja nicht dort, woher ist das gekommen? Irgendwie Südamerika?
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Ja, nein, das ist ganz normal Europa, ja.
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Ach so, ja, genau, genau. Und ja, dann hoffen wir das Beste.
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Ja. Also auch keine Strasse von Hormuz und so.
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Nein, Lien. Wobei eben das Schiff, das ich mal auf der Norwegenkreuzfahrt war, die sind da durch.
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Die sind dann auch durch sogar den Sueds-Kanal, die sollten jetzt wieder in Kiel sein.
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Alles gut, aber schnell jetzt noch zum Feedback.
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Ah, genau.
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Genau, weil ich gerade eigentlich das gegenteilige Feedback habe,
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aber du hast ja gesagt, dass...
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Die Hörerin sagt, Vibe-Coding interessiert mich nicht.
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Nein, Matthias, er hört uns auch schon ewig. Ich glaube, er ist einer von denen,
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die schon seit dem Digi-Talk dabei sind.
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Und Digi-Talk, das ist jetzt in einem halben Jahr, 20 Jahre her. Ich sage es nur.
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Da müssen wir dann vielleicht Sausen machen.
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Vielleicht machen wir eine Sausen. Vielleicht tun wir es auch verschwiegen und
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so tun, als ob es erst ein Jahr her wäre. Also er sagt, ich höre regelmässig
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den Nerdfunk, aber mit Vibe Coding konnte ich nichts anfangen.
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Das ist gut, dann haben wir ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten können.
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Und dann sagt er, kürzlich hatte ich auf der Apple App Podcast iOS 26 beim Nerdfunk
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auf dem Bildschirm ein negatives E. Andere Podcasts haben das nicht.
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Weisst du, was dieses E bedeutet? Ich habe eine Ahnung, was das bedeutet.
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Aber Digi Chris, weisst du...
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Explicit.
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Ja, ich glaube es ist...
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Wir haben zu viel geflucht.
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Irgendjemand von uns hat unanständige Wörter gebraucht.
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Das kann nicht ich sein, nein. Aber schnell wegen dem Vibe-Coding.
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Ich habe jetzt tatsächlich ein kürzlich mal irgendein WhatsApp überholt von
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einer Kollegin, die also nicht in der IT ist.
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Also klar, sie benutzt einen PC jeden Tag und sagt irgendwo was gelesen über
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das Vibe-Coding, ob ich das auch brauche.
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Da habe ich ihr erklärt, ja, eben zum Beispiel so ein Script,
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also habe ich auch gesagt, von SOP mache ich mit ChatGPT und so.
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Und sie hat da wirklich interessiert gefragt, wie testest du die?
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Ja, Logo, ich bricht die auseinander. Wir schauen jetzt zum Beispiel mal,
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ich will gesperrte Benutzer im Active Directory finden.
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Vielleicht schreibst du mir die mal nach C-Temp und ich schaue mal das File an.
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Weil wenn du merkst, dass das erste Query irgendwie 12'000 User zurückgibt,
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was so irgendwie praktisch jeder SOP-User ist, nein, da ist glaube ich etwas falsch.
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Ja, genau. Das ist sicher ein guter Ansatz.
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Und sie hat sich dann wirklich gefragt, wie machst du das, wie testest du das?
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Und also ja, wir haben halt unterschiedliche Interessen und wir versuchen ja,
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glaube ich, jetzt seit wir den Podcast machen,
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zu berücksichtigen, wenn wir jetzt mal irgendwie über irgendwie, weiss ich, was unsere,
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wenn wir wieder mal eine Kochsendung machen, sagen die einen,
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aber ihr seid doch ein Nerd-Podcast und sonst heisst es wieder,
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wenn wir jetzt irgendwie keine Ahnung über das JGPT 6.0 redet,
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heisst es wieder, ihr seid zu technisch.
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Ja, ich glaube, ich würde immer noch sagen und was ich auch aus dem Feedback
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von der Familie höre, wir treffen den Mix relativ gut.
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Ich hoffe, das bleibt so. Ich bin gespannt, wie das mit der heutigen Sendung ist.
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Ich glaube, eine Vermutung, Kevin sei aufgetaucht. Hallo Kevin, bist du da?
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Nein. Irgendetwas schlägt aus, aber hören tu ich nicht.
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Also das müssen wir noch klären, das Problem. Und eben noch mal zu dem E,
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das Matthias gesehen hat.
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Ja, das Explicit, ich bin gar
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nicht sicher, das hätte man wahrscheinlich ursprünglich eintragen müssen.
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Kevin, das hat übrigens, er gehört uns.
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Ah, er gehört uns. Wieso gehöre ich ihn denn nicht?
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Auf zwei, ja.
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Kevin, gehörst du mich jetzt? Nein. Ganz seltsam. Das haben wir jetzt,
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glaube ich, noch nie gehabt.
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Vielleicht spiele ich noch ganz schnell Musik und dann schauen wir,
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ob wir das Problem klären können, das wir dann in der Sendung richtig loslassen können.
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Also wenn das nicht das richtige Stück ist als Einstimmung für den Nerdfunk.
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No but, there are no buts. Yes heissen die.
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Und die Message ist überkommen, glaube ich, an dieser Stelle.
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Man kann mit dem Nerdfunk anfangen.
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Es kommt ja vor, dass sich User und Apps auseinander leben.
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Und das kommt gerade in letzter Zeit bei mir relativ häufig vor,
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dass ich so alte Apps über Bord wirfe, weil sie schlechter werden,
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weil sie mir nicht mehr so gefallen oder vielleicht auch, weil meine Bedürfnisse andere sind.
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Und darum möchten wir heute darüber reden, was passiert, wenn man einen Schlussstrich
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ziehen muss über eine lange Beziehung.
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Und eben, das geht nicht im menschlichen Bereich, sondern es geht in den Bereich
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von unseren digitalen Werkzeugen.
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Digi-Chris, ich frage direkt auf los, welches ist die letzte App,
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die du den, unhöflich formuliert, den Schuh gegeben hast?
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Es hat mit meiner nächsten Ferien zu tun und es ist, glaube ich,
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sogar auch eine App, die den Meg benutzt, eben Marine Traffic,
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wo du halt kannst schauen, was für Schiffen auf den Flüsse und auch auf den
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Weltmeeren herumfahren.
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Die haben irgendein neues User-Interface da.
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Es ist einfach irgendwie, ich finde es einfach total, ja, eben Punkt,
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Punkt, Punkt, sonst sind wir wieder explizit.
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Also sie haben irgendwie gefunden, jetzt ist eine neue Experience da,
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ungefragt und nicht auch nach dem Motto, du könntest noch zu den alten zurückgehen.
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Also ich habe die App abgeschmissen, halt mein Abo. Ich meine,
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die kostet irgendwie 12 Euro pro Jahr. Also ist ja nichts.
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Aber ja, habe ich gesagt, tschüss. Und jetzt habe ich halt eine Alternative,
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wo einfach besser, also wieder einfach, wenn ich irgendwo sage,
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zum Beispiel in Genua, wie heisst die Fähre?
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Wie heisst die neue App?
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Die heisst Wessel Finder Pro.
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Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich habe, glaube ich, auch schon ausprobiert,
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wo ich irgendwann mal an der Ostsee oder an der Nordsee oder so Ich wollte wissen,
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was für Schiffe da vorbeifahren. Das ist ja noch lustig.
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Kevin, ich frage dich. Ich hoffe, wir haben dich und deinen Kanal erfolgreich debattet.
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Hast du eine grosse App, die du jahrzehntelang gebraucht hast,
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irgendwann mal gefunden?
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Wir passen nicht mehr zusammen. Wir müssen aufhören. Ich brauche etwas Neues.
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Ich brauche einen Neuanfang in meinem Leben.
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Also, ich habe nie radikale Schnitt gemacht. Ich bin nie in anger mit einer
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App auseinander, glaube ich. Sondern es ist immer...
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Gefadet. Das habe ich jetzt gemerkt, als wir das Thema aufgriffen haben.
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Dass mich so langsam regt mich eine App auf und dann fade ich langsam in eine
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andere App und dann vergisse ich die andere App einfach.
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Das Einzige, was ich so benennen könnte, etwas, was ich jahrelang schon kämpfe
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damit und nicht wegkomme, ist Adobe.
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Adobe.
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Das ist so ein Ding, wo ich zwar merke, ich regt mich ein bisschen auf,
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Ich kann nachher noch mehr dazu erzählen, aber weg davon komme ich auch nicht.
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Ich finde gerade, wir könnten gerade bei Adobe bleiben, weil das ist natürlich
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eines der dicken Bretter, die wir vielleicht gerade am Anfang bohren müssen.
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Das habe ich auch aufgeschrieben, ja.
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Ich bin auch mal dem Ding begegnet.
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Und ich brauche es jetzt, ich habe tatsächlich noch einen uralten Photoshop
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auf meiner Festplatte, noch einen, glaube ich, der CS6 oder so,
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der noch der letzte war, den du nicht hast abonnieren müssen.
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Aber der ist natürlich schon nicht mehr so tauffrisch.
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Und es ist schon so, oder? Häufig muss man sagen, sonst sagt man bei den Beziehungen
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häufig, du Schatz, es liegt an mir und nicht an dir.
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Aber in dem Fall muss man schon recht häufig sagen, es liegt im Falle an dir und nicht an mir, oder?
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Kevin, es liegt schon ein bisschen an dem Atombe, eigentlich.
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Es kommen verschiedene Sachen zusammen. Also das eine ist, dass man,
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also ich komme ja aus der grafischen Welt und da kommt man relativ schnell,
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oder vor 15 Jahren bist du mit zwei Programmen in Berührung gekommen.
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Das ist eins jetzt Adobe bzw.
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Photoshop gewesen und die Alternative wäre Quark gewesen.
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Genau.
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Quark war aber nur Mac-kompatibel gewesen und das ist so eine elitäre Gruppe
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gewesen und nur Quark ist mega gut.
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Also bist du irgendwann bei Photoshop gelandet bzw.
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Bei Adobe gelandet und was sie dann gemacht haben, was haben sie gut gemacht,
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sind die Schnittstellen zu diesen Programmen.
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Die Programmpakete haben einfach Monatslöhnen gekostet, also es hat dort schon
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aufgeregt, dass du für so ein Paket einfach mal schnell 1500 Franken gezahlt hast,
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aber das hast du nicht mehr brauchen können, das heisst, das ist nicht nach
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zwei Jahren einfach aufgegeben, sondern man hat das auch 5-6 Jahre brauchen
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können, das hat relativ lange auch funktioniert.
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Und dann, ich würde jetzt wirklich sagen, Adobe war die erste Firma,
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die aktiv das mit diesen Monatsabos umgesetzt hat.
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Sie haben einfach gesagt, du kannst die Software jetzt nicht mehr kaufen,
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du musst jetzt monatlich mieten.
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Genau, es war lustig, Microsoft und Adobe sind gleichzeitig oder fast gleichzeitig auf die Idee gekommen.
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Nur hat Microsoft dann gefunden, wir bieten immer noch eine Kaufversion an vom
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Office. Die gibt es bis heute.
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Man kann das bis heute in einer mehr oder weniger, einigermassen nicht allzu
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veralterten Version kaufen, wenn man es nicht mieten will.
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Aber Adobe hat gerade radikal gesagt, es ist uns gleich, was ihr findet.
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Wir schaffen die Kaufversionen ab und man kann nur noch mieten.
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Und das ist auch heute noch, glaube ich, also Ziggy Chris,
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auch dein Eindruck, das kann man nur machen, wenn man so einen Marktmacht hat
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und findet, wir können das durchdrucken, weil ein Grossteil von den Leuten geht
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es wie um Kevin und die können einfach nicht so richtig weg.
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Ich glaube, es ist so, was Kevin gesagt hat, ich meine, wenn ich jetzt halt
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so eine Fotobiarbeitung brauche, will ich vielleicht irgendein Foto ein bisschen
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heller, ein bisschen dunkler machen, weiss ich noch was, ja, who cares.
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Aber ich sage jetzt, wenn Kevin für einen Kunden irgendwie einen Flyer macht
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und dann schickt es irgendwie an die Druckerei und dann sagt der Kevin,
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hey, ich habe es da im Affinity-Foto gemacht, dann wird wahrscheinlich die Druckerei
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sagen, Ja, der kann schon.
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Also, ja, ist so. Und eben das, wie nennt man das, der Lock-In-Effekt.
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Genau, Lock-In.
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Und da hat Adobe...
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Wahrscheinlich das ja, Monopol. Ich muss auch sagen, für mich ist der Photoshop, wo ich angefangen habe,
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und jetzt kommt er wieder einmal, Hallo Uncle Martin, wo ich bei ihm mal den
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Photoshop auf dem Mac gesehen habe, ich glaube auf dem ersten Farben-Mac,
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wo du nur wenn du, ich sage jetzt, weisst du, also vor 30 Jahren,
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irgendwie hast du, keine Ahnung, etwas verpixelt, weisst du,
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ein Mosaic-Effekt, der hat den Filter zwei Minuten geändert,
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aber dann ist es verpixelt gewesen oder hast du ein Strudel gehabt.
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Hey, das ist für mich die Software, obwohl ich kein Grafiker bin,
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das ist so faszinierend gewesen.
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Irgendwann hatte ich auch mal einen Photoshop gehabt. Spoiler!
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Ich habe ihn nicht wie Sackgelder genutzt.
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Ja, es ist ja über 30 Jahre her, es ist verjährt.
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Man kann übrigens, ich habe in meinem Blog einen schönen Beitrag,
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wenn man kann, wenn man will, den allerersten Fotoshop, also nicht ganz der
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allererste, aber Version 1.0.7 ist das, glaube ich, gewesen,
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wenn man die wieder zu laufen bringt und sogar aktuelle Bilder importieren kann.
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Das geht also, es ist ein bisschen aufwendig, ehrlich gesagt.
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Ich würde es euch nicht empfehlen, außer das ist auch langweilig.
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Aber ja, genau, das gibt es wirklich häufig so.
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Mir ist der jüngste Fall.
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Und man hat einfach das Gefühl, manchmal geben sich die Softwareunternehmen keine Mühe mehr.
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Also das ist tatsächlich so, dass sie, wie der Digi Chris das gesagt hat,
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dass sie einfach finden, jetzt tun wir ein fancy neues Interface übers Ganze einbückeln.
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Oder wir bauen, und das ist wahrscheinlich einer von den häufigsten Faktoren,
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Wir bauen immer mehr Features ein.
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Ich würde sagen, ich schaue ein bisschen in Richtung Dropbox,
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falls euch das noch etwas sagt.
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Ist auf der Liste. Richtig Evernote. Es gibt immer mehr Features.
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Das Ding wird immer dicker.
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Dadurch sagen die Unternehmen dann natürlich auch ein Kostmeet. Tut uns leid.
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Wir haben jetzt halt da all die Features, die vielleicht niemand danach gefragt
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hat, aber die uns einen guten Grund geben, um den Preis zu erhöhen.
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Kevin, wie würdest du das beurteilen? Hast du da ein gewisses Verständnis dafür,
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dass jedes Unternehmen irgendwie versucht, einfach mehr Geld zu verdienen oder
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findest du, es ist halt am Thema vorbei?
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Ich weiss halt nicht, wie so gross Unternehmen denken.
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Das habe ich halt wie noch nicht herausgefunden, was dort der Schlüssel ist,
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weil ich glaube, jetzt gerade so Dropbox, da hat man mal viel gratis gegeben
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und dann ist ein bisschen
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kostenpflichtig geworden und nachher hat man das Programm einfach so fest verschnitten,
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dass man es eigentlich wie fast nicht mehr gratis nutzen kann.
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Und was mich eben mega Wunder nimmt, wäre dann, wie verändert sich die Benutzerzahlen?
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Ich meine, die müssen ja Wert haben, wie viele Benutzer springen uns ab.
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Und wenn du das erste Mal sagst, okay, jetzt ist es gratis auf allen Geräten
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und dann sagst du, jetzt noch noch auf 5, jetzt noch noch auf 3,
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jetzt noch noch auf 2, dann werden die ja unmittelbar gesagt,
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okay, wie viele springen jetzt ab und verlängern dir das Abonnent.
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Und ich glaube, die Zahl ist eben zu tief, dass sie irgendetwas ändern würden,
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weil darum machen sie es immer wieder.
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Also es ist so Hypothese 1, die Zahl ist zu tief, die Leute sind einfach faul
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und sagen dann ok dann zahl ich halt.
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Hypothese 2 ist sie haben es schon immer gezahlt und wissen es nicht mehr.
0:16:00–0:16:00
Genau.
0:16:00–0:16:05
Und dann kommt einmal im Jahr die Abrechnung und dann geht die einfach unter
0:16:05–0:16:07
und dann zahlst du das einfach 15 Jahre lang.
0:16:09–0:16:12
Ich habe das Gefühl, es läuft die Richtung zwei. Also viele Leute haben die
0:16:12–0:16:16
Dienste abonniert, wo es Jahre später, merke ich, hat es jetzt fünf Jahre gezahlt.
0:16:16–0:16:18
Und ich glaube, von dem profitieren die Grosser.
0:16:18–0:16:23
Ich glaube, gerade bei den Abos in diesem Bereich kann ich mir das sehr gut vorstellen.
0:16:23–0:16:29
Und das andere funktioniert aber auch. Also eben Netflix ist doch so ein Fall. Oder Spotify oder so.
0:16:29–0:16:30
Spotify, ja.
0:16:30–0:16:35
YouTube Premium und so. Die machen das alle. Und irgendwie ist das schon ein
0:16:35–0:16:38
Beweis dafür, dass die Salami-Taktik funktioniert.
0:16:38–0:16:43
Und sogar auch, wenn du dann relativ häufig und relativ happige Aufschläge bringst,
0:16:44–0:16:49
dann gibt es doch einen Anteil davon, von Leuten, die einfach weiterzahlen,
0:16:49–0:16:53
weil es ihnen zu mühsam ist, ihr Leben umzustellen. Und mir geht es ehrlich gesagt schon so.
0:16:53–0:16:58
Das Leben ist in vielen Fällen dann anstrengend genug, wenn du jetzt am Abend,
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am Feierabend, nicht einfach das Netflix anlassen und dann musst du irgendwie
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wieder etwas Neues einfallen lassen. Das ist mühsam.
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Digi Chris, wie ist es denn bei dir? Was sind so typische Momente,
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wo es dir der Nucke raushält, wenn du findest, jetzt geht es nicht mehr,
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jetzt muss ich trotz allem Konsequenzen ziehen?
0:17:19–0:17:23
Also ich glaube, gerade bei der Dropbox einhaken, da hat es eben,
0:17:23–0:17:26
was Kevin gesagt hat, da haben sie mal die Anzahlgeräte runter.
0:17:27–0:17:31
Das ist bei mir auch, jetzt mache ich die Dropbox nicht mehr auf dem iPad und
0:17:31–0:17:35
so, und weisst du was, ich zügele halt sonst woher.
0:17:35–0:17:39
Und ich habe das Familienmitglied da ist er mit dem Speicher gewesen,
0:17:39–0:17:42
du hast schon, und bei der Dropbox ist ja noch krass, glaube ich,
0:17:43–0:17:47
wie sagen wir, Freedier, also gratis ist 2 Giga und dann geht es aber erst zu
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1 oder 2 Tera nicht 50 Giga und ich habe dann auch bei dem Familienmitglied gesagt, so,
0:17:54–0:18:00
jetzt tun wir all deine Daten, zügeln wir auf eine Nextcloud und dann musst
0:18:00–0:18:03
du halt sagen, jetzt sitzen wir halt am Nachmittag an, dann musst du halt deine
0:18:03–0:18:07
Desktop-Verknüpfung, oder wenn und irgendetwas hast, musst du halt ändern,
0:18:07–0:18:08
aber ich sage einfach ja.
0:18:09–0:18:12
Es wäre egal, wenn du jetzt halt irgendwie... Und sie so, ja,
0:18:12–0:18:16
aber es kostet ja... Nein, wie sagen wir, es heisst, es kostet ja nur 8 Franken.
0:18:17–0:18:21
Nein, denen... Nein, Betrugern, da werden wir uns schon wieder explizit,
0:18:21–0:18:25
aber denen Halunke, oder ist das... Oder Schlabiner, oder wie viele haben wir da?
0:18:25–0:18:26
Schlabiner ist gut, ja.
0:18:26–0:18:31
Schlabiner, geben wir nicht die 8 Franken. Jetzt tun wir das umziehen.
0:18:31–0:18:35
Und dann hast du sogar in Deutschland gehostet. Ich bin der,
0:18:35–0:18:36
der es auch mein Passwort hat.
0:18:37–0:18:43
Und alles ist gut. Also es ist eine Kombination von 1 und 2 von Kevin, würde ich sagen.
0:18:44–0:18:48
Ich habe die Vermutung, dass es bei Dropbox wahrscheinlich nicht aufgegangen ist,
0:18:49–0:18:57
die Absicht, dass man eben mit Preiserhöhungen und Einschränkungen von der Gratisnutzung
0:18:57–0:19:02
mehr Leute zum Zahlen bringen kann.
0:19:02–0:19:07
Ich habe versucht herauszufinden, wie sich die Nutzerzahlen entwickelt haben.
0:19:07–0:19:12
Also es ist, glaube ich, noch schwierig zu sagen.
0:19:12–0:19:18
Also wenn das stimmt, was mir da Google angezeigt hat, dann ist es erstens beachtlich,
0:19:18–0:19:23
dass immer noch nur wirklich ein Bruchteil der Anwender wirklich zahlt.
0:19:24–0:19:32
20, 25, angeblich etwa 18 Millionen zahlende Nutzer versus über 700 Millionen registrierte Nutzer.
0:19:32–0:19:42
Aber die 700 Millionen sind seit 2017 nur noch minim angestiegen.
0:19:43–0:19:48
Dropbox war vorher ein Thema, das haben viele Leute benutzt.
0:19:48–0:19:53
Und jetzt ist es eigentlich weg vom Fenster. Niemand spricht mehr über Dropbox.
0:19:53–0:19:58
Niemand nutzt mehr. Ich weiss mal im Studium, mein Dropbox-Account ist noch
0:19:58–0:20:04
aktiv. und es gibt immer noch den Ordner Wirtschaftsinformatik vom MAS-Studium, aber das ist auch...
0:20:04–0:20:07
Und vielleicht was man auch muss sagen, wenn du jetzt, und auch wieder,
0:20:08–0:20:11
die Person, die mich über das Vibe-Coding gefragt hat, habe ich sie auch mal
0:20:11–0:20:15
gefragt, ja, die hat ein iPhone, hast du den Speicherplan bei Apple?
0:20:16–0:20:19
Ja klar, der für, glaube ich, einen Franken, oder was ist es, 1,50?
0:20:20–0:20:21
Ja, genau.
0:20:21–0:20:25
Ja, sie so, ja, 1 Franken ist ja nichts, das ist ja nicht einmal ein Kaffee,
0:20:25–0:20:30
aber dann irgendwie, eben bei Dropbox, 8 Franken ist dann vielleicht schon ein bisschen mehr.
0:20:30–0:20:34
Und wahrscheinlich macht das Apple halt logischer, wenn Dropbox sagen würde, hey,
0:20:35–0:20:40
für 1 Franken 50, lass es sein, kannst du halt anstatt 2 GB,
0:20:40–0:20:46
50 GB über und hast 4 Geräte, hätte es wahrscheinlich ein bisschen mehr zahlende Nutzer.
0:20:46–0:20:52
Reden wir doch darüber, welche Apps das bei euch vielleicht langsam in die Gefahrenzone
0:20:52–0:20:56
nie laufen, wo man sagt, was könnte passieren, dass ihr als nächstes findet,
0:20:56–0:21:01
hey, jetzt ist vorbei, Jetzt ziehe ich den Stecker, jetzt ist meine Geduld am Ende.
0:21:01–0:21:05
Und ich habe wirklich gerade ein paar, ich erzähle mal ein paar auf.
0:21:05–0:21:12
Also Spotify, einfach weil ich diese in recht vielen Bereichen unangenehm finde,
0:21:12–0:21:15
wie die mit uns Nutzerinnen und Nutzer umgehen.
0:21:15–0:21:18
Ich bin nicht sicher, ob ich das in dieser Sendung auch schon erwähnt habe.
0:21:18–0:21:21
Also Spotify zum Beispiel, wo dann ...
0:21:25–0:21:30
Zu gewissen Künstlern hingeht und sagt, wenn ihr auf einen Teil von euren Tantiemen
0:21:30–0:21:35
verzichtet, dann kommt ihr dafür ein kleines Schöpfchen im Algorithmus hinüber,
0:21:35–0:21:37
dass ihr mehr gespielt werdet.
0:21:38–0:21:39
Das heisst, dass wir euch mehr
0:21:39–0:21:45
in Playlists ziehen oder nach automatischen Vorschlägen mehr vorschlagen.
0:21:46–0:21:51
Und das finde ich ein ganzes dreckiges, mieses Geschäft. Jetzt haben wir wieder das E-Verdient.
0:21:52–0:21:56
Nein, es waren ja eigentlich haarblose umgangssprachliche Begriffe.
0:21:57–0:22:00
Nein, ich finde es wirklich einfach, das geht nicht. Du kannst nicht deinen
0:22:00–0:22:05
eigenen Algorithmus korrumpieren, um gleichzeitig deine Künstlerinnen und Künstler
0:22:05–0:22:08
dazu zu bringen, auf einen Teil von ihrem Lohn zu verzichten.
0:22:08–0:22:13
Das finde ich wirklich ein mieses, und ich sage es nochmal, blödes Geschäftsmodell.
0:22:14–0:22:18
Das geht gar nicht. Also da denke ich, ich sage es an so einen billigen Italo-Western,
0:22:18–0:22:23
wo halt irgendjemand von der Mafia kommt. hey, schönes Restaurant haben sie hier. Ja, genau.
0:22:24–0:22:29
Es wäre schon blöd, wenn jetzt plötzlich da ihre Türe irgendwie oder also wenn
0:22:29–0:22:30
da ein Unfall passieren würde.
0:22:30–0:22:33
Also das würde ich jetzt sagen, ja. Ich habe das Wort nicht gesagt,
0:22:33–0:22:36
aber ich glaube, ihr wisst alle, welches Wort ich habe sagen wollte.
0:22:36–0:22:40
Ja, genau. Und Netflix, wie gesagt, wer antwortet, ich finde,
0:22:40–0:22:46
die schlönen auch irgendwie gefühlt ständig auf und der Katalog wird aber nicht unbedingt besser.
0:22:46–0:22:50
Aber Kevin, hast du auch so einen Abschusskandidat inne.
0:22:51–0:22:57
Ich habe Adobe herausgefunden, ich kann nicht weg. Das ist einfach so.
0:22:57–0:22:59
Das ist jetzt einfach, ich muss mit dem leben.
0:22:59–0:23:03
Was jetzt gerade so auf der Kippe ist, ist meine To-Do-App.
0:23:03–0:23:03
Ui.
0:23:04–0:23:08
Weil ich habe To-Do-Ist. Die kann alles, was ich kann.
0:23:09–0:23:12
Die kann alles, was ich brauche. Die kann alles, was ich möchte.
0:23:12–0:23:16
Jetzt habe ich aber das Problem, dass wenn ich einen Termin...
0:23:16–0:23:20
Man kann Termine, also nein, ich kann Aufgaben setzen, dass die erst an einem
0:23:20–0:23:22
bestimmten Termin erscheinen.
0:23:22–0:23:25
Das heisst, die Aufgabe trage ich heute ein, sagt er, die ist am Donnerstag
0:23:25–0:23:26
fällig, dann bekommt die am Donnerstag.
0:23:27–0:23:31
Das ist kein Sexenwerk. Jetzt möchte ich den Termin, den am Donnerstag kommt,
0:23:31–0:23:35
jetzt klicke ich den an, sage ich komme heute eh nicht, ich verschiebe den auf den Freitag.
0:23:35–0:23:40
Dann kann ich den anklicken, ich kann das Datum verschieben und das geht drei bis vier Sekunden.
0:23:41–0:23:42
Oh ja, das nervt.
0:23:43–0:23:47
Das nervt. Jetzt habe ich denen geschrieben und gesagt, ist das ein Problem,
0:23:47–0:23:50
habe nur ich das, kennt ihr das?
0:23:50–0:23:52
Und dann haben die gesagt, du hast zu viele Aufgaben drin.
0:23:53–0:23:57
Und dann habe ich gesagt, das kann ja nicht sein, weil ich habe ja,
0:23:57–0:24:01
also wahrscheinlich 27 Milliarden Aufgaben sind erledigt.
0:24:02–0:24:03
Die brauche ich nie mehr.
0:24:04–0:24:06
Löscht doch die einfach. Das geht nicht.
0:24:07–0:24:08
Das ist wahr.
0:24:08–0:24:15
Und jetzt ist wahrscheinlich, mein ganzer Backlog von 5-6 Jahren mit dieser
0:24:15–0:24:20
App arbeiten und jeden Tag 10-15.000 das ist jetzt so gross geworden,
0:24:20–0:24:21
dass die ganze App laggt.
0:24:24–0:24:29
Was mache ich jetzt? Ich hole ein neues Konto ein, das schiesst mich an.
0:24:29–0:24:32
Jetzt bin ich wirklich am rumschauen, gibt es einfach Alternativen.
0:24:32–0:24:37
Wenn ich wechsle, kann ich vielleicht eine App nehmen, die ein bisschen mehr bietet als das.
0:24:37–0:24:43
Wo ich dann sage, okay, dann denke ich meine Abläufe noch mal anders und integriere
0:24:43–0:24:43
vielleicht etwas anderes.
0:24:45–0:24:50
Das ist auch eine wirklich lustige Reaktion, dass sie dann eigentlich dir die Schuld geben.
0:24:50–0:24:52
Ich habe das Bild auch erledigt.
0:24:52–0:24:56
Genau. Als dass man würde das zum Anlass nehmen, zu überlegen,
0:24:56–0:25:00
wenn man vielleicht irgendwie könnte, ja, so ein Archivierungsmodul einbauen
0:25:00–0:25:02
oder was weiss ich was. Da gäbe es eine Möglichkeit.
0:25:02–0:25:06
Und anhand von der Reaktion habe ich das Gefühl, sie kennen den Bug.
0:25:06–0:25:11
Also die wissen, dass sie das Problem haben, weil er mir zu klar antworten konnte,
0:25:11–0:25:17
hey, in deiner App, in deinem Benutzer hat es zu viel
0:25:17–0:25:22
Erledigte Tasks, das ist das Problem. Dann denke ich so, das ist jetzt technisch,
0:25:22–0:25:25
nicht so eine Sache. Vibe Coding, zwei Minuten.
0:25:25–0:25:27
Und das läuft, ich schwöre.
0:25:27–0:25:31
Ich würde auch sagen, heute haben wir irgendwie, wir haben KI-Modelle,
0:25:31–0:25:38
wo irgendwie 5 Terabyte gross sind, also ich nehme an, du hast nicht so viel so viel.
0:25:39–0:25:41
Ich habe ein ähnliches Ding.
0:25:42–0:25:45
Ich brauche in meinem Blog oder nein, nicht in meinem Blog, wenn ich schreibe,
0:25:46–0:25:49
in meinem Browser, Hier habe ich ein Plugin, das heisst «Languagetool»,
0:25:49–0:25:54
das schreibt, dass ich richtige Sätze schreibe.
0:25:54–0:25:56
Früher hat es einfach die Rechtschreibung korrigiert.
0:25:57–0:26:00
Heutzutage kann es auch recht gut die Grammatik sein und man sieht,
0:26:00–0:26:02
dass die Sätze vollständig sind.
0:26:02–0:26:05
Aber seit etwa drei Monaten geschlagenen drei Monate ist es einfach so,
0:26:06–0:26:10
wenn du es im Browser hast, dass es irgendwie, wenn du ein wenig reingetroffen hast,
0:26:11–0:26:15
dann fängt es an, den Browser immer auszubremsen und irgendwann einmal hangt
0:26:15–0:26:20
er und dann kannst du ihn abschiessen und dann musst du wieder von vorne anfangen.
0:26:20–0:26:24
Ich habe ihm das x-fach geschrieben, per E-Mail und so.
0:26:24–0:26:28
Dann schreibt jedes Mal so ein KI-Bot zurück, der sagt, wunderbar,
0:26:28–0:26:31
danke vielmals, dass du uns die Meldung gemacht hast.
0:26:31–0:26:35
Könntest du uns bitte noch mehr Details dazu schicken, was hast du für ein Betriebssystem,
0:26:35–0:26:38
was für einen Browser, was hast du sonst noch für Erweiterungen installiert,
0:26:39–0:26:42
dieses, jenes, schreibst du das alles und dann schreibt er wieder zurück.
0:26:42–0:26:45
Wunderbar, danke schön, könntest du mir noch dieses und jenes und das Gefühl,
0:26:45–0:26:50
das ist einfach ein abwimmeliges Ding und das hat nie, egal was ich dort an
0:26:50–0:26:54
Daten zusammensammle zu dem Fall, es sieht nie irgendwie ein Mensch,
0:26:54–0:26:58
der sich darum kümmern würde. Und dann findest du auch so, der Moment ist vielleicht,
0:27:00–0:27:05
Hat diese Software noch eine Zukunft, wenn sich niemand um so etwas kümmert,
0:27:05–0:27:07
was wirklich ein elementares Problem ist?
0:27:08–0:27:13
Dann gehst du bei Mozilla, also bei Firefox, in den Kommentaren zu dieser Erweiterung
0:27:13–0:27:16
und schaust, nein, du bist nicht der Einzige.
0:27:16–0:27:19
X andere Leute regen sich auch schon seit Monaten darüber auf und dann findest
0:27:19–0:27:23
du irgendwie so, okay, was macht ihr eigentlich beruflich da?
0:27:26–0:27:30
Dann hängt es mir irgendwann einmal aus. Das Dumme ist natürlich,
0:27:31–0:27:35
wenn du hier schauen kannst, was es als Alternative gibt, dann gibt es quasi keine.
0:27:36–0:27:41
Und da sind wir dann in dieser Situation, wo man, oder dich in Christa,
0:27:41–0:27:46
muss man einfach sagen, verzichte jetzt oder gehe ich auf eine schlechtere Lösung
0:27:46–0:27:50
zurück, weil es eigentlich nichts gleich Gutes gibt.
0:27:51–0:27:57
Der Grundentscheid für diese App war eigentlich ursprünglich gut, oder wie machst du das?
0:27:57–0:28:03
Bist du eher der, der die Faust im Sack macht oder auf irgendetwas wechselt,
0:28:03–0:28:05
das vielleicht nicht ganz so gut ist?
0:28:06–0:28:11
Also ja, wenn es halt so ist, dass einfach irgendeine App macht,
0:28:12–0:28:14
was sie will. Ich höre es momentan gerade keinen Fall.
0:28:15–0:28:21
Und eben, ich sage jetzt, oder auch irgendeine App bringt dir am Anfang ein 10-sekündiges Pop-Up.
0:28:22–0:28:27
Ja, also eben, vielleicht mit Vibe-Coding bauen wir selber schnell eine App.
0:28:27–0:28:30
Ja gut, aber nein, manchmal musst du halt einfach die Faust im Sack machen.
0:28:30–0:28:34
Jetzt wie gesagt, noch mal zum Adobe-Beispiel gekommen, für den Kevin,
0:28:35–0:28:38
wo halt eben für den Kunden Flyer macht, ist,
0:28:38–0:28:43
Affinity, keine Option für mich, ja, wo halt eben eben in einem Foto malen,
0:28:43–0:28:48
irgendwie ein Bücher wegreterstellt, wobei das kann auch die ChatGPT oder die
0:28:48–0:28:49
Gemini mittlerweile, aber ja,
0:28:50–0:28:53
also du bist halt ausgeliefert und eben schön wäre ja noch.
0:28:55–0:28:58
Gehen wir nochmal schnell zu Microsoft Money, das ist glaube ich so ein Running
0:28:58–0:29:01
Gag in dem Podcast seit 30 Jahre.
0:29:01–0:29:05
Ja. Ich habe noch angeschaut. Der Blogpost hat immer noch etwa so 70 Klicks
0:29:05–0:29:09
pro Monat, obwohl er schon er ist.
0:29:10–0:29:14
Er ist wie alt? Er ist zwölf Jahre alt und er ist schon von zwölf Jahren,
0:29:14–0:29:18
ist die Software schon 14 Jahre da gewesen.
0:29:21–0:29:25
Aber du könntest jetzt sicher Vibe-Coding Microsoft Money nehmen und das neu
0:29:25–0:29:26
bauen. Darf man das echt?
0:29:26–0:29:27
Ja, das darf man.
0:29:28–0:29:32
Das wäre wahrscheinlich nicht so eine Sache. Dann könntest du Schüsseler Money.
0:29:32–0:29:35
Schüsseler Money, genau, das wäre super. Aber unser Kollege,
0:29:35–0:29:39
also nicht Kollege, sage ich, unser Hörer hat er das genau gemacht.
0:29:39–0:29:43
Und jetzt muss ich schnell nachschauen, wie er heisst.
0:29:44–0:29:47
Der Martin ist das gewesen, den wir in der letzten Sendung, der hat genauso,
0:29:48–0:29:51
das ist quasi ein Money-ersatz, den er programmiert hat.
0:29:51–0:29:53
Nein, es müsste genau gleich aussehen.
0:29:53–0:29:57
Ah, mit der gleichen Optik. Eine 1-zu-1-Kopie. Genau.
0:29:57–0:29:57
Oldschool.
0:29:58–0:30:04
Das wäre es dann. Aber wie habt ihr es denn, liebe Leute, mit Adobe ist der Eint-Elefant?
0:30:04–0:30:06
Aber wir haben noch einen zweiten.
0:30:06–0:30:10
Wir haben jetzt mit dem zweiten Elefanten im Raum und das ist das Microsoft
0:30:10–0:30:11
Office, das ich schon erwähnt habe.
0:30:12–0:30:16
Ich habe jetzt Anfangsjahr wieder einmal gefunden, okay, ich zahle jetzt noch
0:30:16–0:30:23
mal so ein Abo von irgendjemandem so einem leicht nach Unterwelt schmuckenden
0:30:23–0:30:26
Dealer von Seriennummern.
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Entschuldigung.
0:30:28–0:30:31
Ich habe mir eine Seriennummer noch günstig besorgt und so.
0:30:31–0:30:35
Aber ich finde eigentlich jedes Jahr, ich will das gar nicht mehr brauchen und
0:30:35–0:30:38
ich brauche eigentlich das Word sowieso nicht mehr, ich schreibe alles,
0:30:38–0:30:43
wie gesagt, in Browser oder in Google Docs, wenn es unbedingt muss sein oder
0:30:43–0:30:45
natürlich in meiner Markdown-App,
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die finde ich grossartig, die brauche ich auch gerne, aber das Word brauche ich nicht mehr.
0:30:49–0:30:52
Das Excel brauche ich ab und zu noch, und eigentlich nur wegen dem,
0:30:53–0:30:58
und dann findest du so, ich habe keine Lust, mir einen Ersatz für das Excel
0:30:58–0:31:01
zu suchen, aber ich habe keine Lust mehr, alle Jahre wegen dem zu zahlen.
0:31:02–0:31:04
Was wäre da der richtige Weg für das?
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Kevin, wie würdest du mit so einem Dilemma umgehen?
0:31:09–0:31:18
Geduld. Ich glaube, der Moment, wo Microsoft Office verschwinden wird,
0:31:18–0:31:19
ist nicht mehr so weit weg.
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Man muss vielleicht ein bisschen unterscheiden zwischen Firmen und Privaten.
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Ich glaube, in privaten Infrastrukturen kann man es relativ clear setzen.
0:31:28–0:31:31
In Geschäftsinfrastrukturen, wo es verhängt ist mit Exchange,
0:31:31–0:31:36
SharePoint und Teams und so, dort hat es sich positioniert. da bringst du es fast nicht raus.
0:31:37–0:31:41
Ja. Aber im privaten Bereich habe ich wirklich das Gefühl, da kann man gleich
0:31:41–0:31:44
mal den Sprung machen auf eine andere Software.
0:31:44–0:31:48
Ich habe einfach das Gefühl, all die Alternative mit LibreOffice und was es
0:31:48–0:31:50
alles gibt, ist für mich immer so ein bisschen...
0:31:51–0:31:55
Ich finde es nicht so cool. Es ist einfach, es sieht nicht so lässig aus.
0:31:55–0:31:58
Es ist ein bisschen von der Bedienung her so ein bisschen, ah.
0:31:58–0:32:02
Und ich habe dann nicht so Lust, mit so etwas zu arbeiten, wo ich so finde,
0:32:03–0:32:08
Microsoft Office ist jetzt auch nicht super, aber es sieht einfach schon besser
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aus als die anderen Sachen. Und dann ist es für mich wie so.
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Es ist wirklich, bei den anderen Softwaren habe ich teilweise gefühlt,
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die sind jetzt wie von 2004.
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Ja, das LibreOffice ist wirklich, ich höre das auch jedes Mal,
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wenn ich das schreibe und ich könnte mir vorstellen, dass auch dann auf diese
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Sendung jemand schreibt, ja LibreOffice, aber mir geht es genau wie dir.
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Ich meine, das Ding sieht aus wie 1995.
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Ich gehe noch, ich gehe noch zehn Jahre abziehen von dem, was du gesagt hast.
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Es sieht wirklich alt aus und dann funktioniert es in den Details dann doch
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ein bisschen anders und dann möchte ich eigentlich nur das Excel,
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aber bei dem LibreOffice steckt alles irgendwie in einer Anwendung.
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Aber ich möchte eigentlich lieber nur eine schlankere Variante für das Excel eigentlich.
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Aber dann in der Cloud gibt es ja heute Airtable und all das Zeug,
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kannst du ja alles machen.
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Aber ich möchte eigentlich lieber doch etwas, ich möchte eigentlich etwas so
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Markdown-mässig, also das gleiche Markdown-Prinzip, also absolut radikal vereinfacht
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und aufs Wesentliche konzentriert, aber für Tabellenkalkulation.
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Und wenn es so etwas gibt und ihr mir so etwas könntet empfehlen,
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dann machen wir in der nächsten Sendung.
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Und die nächste Sendung ist, ich verrate es jetzt, das ist die Ausgabe 800.
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Dann werdet ihr in unserer Ausgabe 800 lobend erwähnt. Wir widmen ihr euch die
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ganze Jubiläumsendung.
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Apropos, haben wir eigentlich ein Thema für die nächste Sendung, die Nummer 800?
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Ich habe keine Ahnung.
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Ich überlege mir noch was. Aber schnell, was ihr jetzt gesagt habt, wegen dem...
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Office in den Geschäften. Und es gab ja das berühmte Projekt Limux in der Stadt München.
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Und ja, Microsoft hat einen Sitz in Ismaning, wo in Bayern ist.
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Und dort anscheinend hat es halt irgendwie sogar eine grüne Politikerin gegeben,
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die dann am Schluss am Linux den Stecker gezogen hat.
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Und sie hat dann gesagt, und das muss man halt einfach verstehen,
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wir drei sind alles Nerds.
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Es sind praktische Leute, damals ist es glaube ich noch Open Office war brühlend
0:34:13–0:34:17
an mich gekommen, weil du kannst ja, also ich verstehe es ja,
0:34:17–0:34:18
wenn jetzt jemand vielleicht,
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Irgendwie halte ich jetzt im Steueramt, ja, ich mit Steuererklärungen einscannen.
0:34:25–0:34:28
Wenn du demnächst sagst, so, ja, das ist jetzt Linux, es sieht so aus,
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da seien die Leute berührend gekommen, die überfordert gewesen.
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Verstehe ich also, da sage ich jetzt nicht, die sind dumm. Und ja,
0:34:35–0:34:39
man kann ja denken, dass, nein, ich habe vielleicht zwei, drei Makros zu Hause.
0:34:39–0:34:43
Ich nehme jetzt an, die Stadt München wird 250 Millionen Makros haben.
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So was. Und ich muss auch sagen, wegen Microsoft, nein, ich bin einfach zu faul. ganz einfach.
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Ich bin zu faul, weil wie Kevin gesagt hat, im Büro hast du Microsoft Office
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und wenn ich zu Hause auch mal etwas mit dem XM mache,
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ob es jetzt eine Budgetplanung ist oder so, habe ich echt keinen Bock und ich
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sage, ach, die, was ist es, 10 Std.
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Pro Monat, ist ein Kaffee und ein Gipferei.
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Also wir tun das positiv und sagen, Treue ist doch auch etwas Gutes.
0:35:13–0:35:19
Das ist auch ein Wert an sich und sind Treue eure Gegenseitigung und eurer Software gegenüber, oder?
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Und dann schickt uns lustige Vorschläge, was wir nächste Woche in der 800.
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Sendung machen sollen und dann machen wir es. Vielleicht. Bis dann.
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Macht's gut. Ahoi.
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Besuchen Sie uns auch im Netz auf

Es ist wie im richtigen Leben: Mit der Zeit lässt das Feuer nach. Aus dem kribbeligen Gefühl wird Alltag, Leidenschaft mutiert zur Routine. Und irgendwann fragen wir uns: Ist das noch das, was ich will? Wir fangen an, uns klammheimlich nach Alternativen umzusehen. Vielleicht werden wir fündig. Womöglich kommen wir auch zum Schluss, dass die Beziehung zwar nicht mehr perfekt ist, aber den Zweck erfüllt – und wir sie aus pragmatischen Gründen aufrechterhalten. Doch wenn wir dem Schriftsteller Thomas Meyer glauben sollen, dann gibt es nur einen richtigen Weg – «Trennt euch!» heisst sein Buch für diese Fälle.

Aber keine Angst: Wir wollen euch nicht dazu bringen, eure Ehe, Beziehung oder Situationship zu überdenken. Bei uns im Nerdfunk geht es nicht um die Liebe fürs Leben, sondern nur um die Apps für bestimmte Aufgaben. Und die auszutauschen, sollten in den wenigsten Fällen mit Herzschmerz verbunden sein. Dafür aber, unter Umständen, mit der mühseligen Aufgabe, Dokumente in ein neues Format zu konvertieren, oder dann doch einen Neuanfang zu wagen.

Und wir werden versuchen, die Analogie nicht überzustrapazieren. Stattdessen gehen wir ernsthaft darauf ein, welche Gründe dafür sprechen, von einer alten auf eine neue App zu wechseln: Wie evaluiert man den Nachfolger? Was ist beim Umstieg zu beachten? Und braucht es ein Abbruch-Szenario, für den Fall, dass die neue App die Erwartungen nicht erfüllt? „Wann es Zeit ist, mit einer App Schluss zu machen“ weiterlesen

Vibe-Coding: Softwareentwicklung als Jekami

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:12–0:00:16
Radio Stadtfilter ist da. Hallo miteinander. Wollen Sie einen Jingle hören?
0:00:16–0:00:18
Ich würde sagen, wahrscheinlich ja.
0:00:18–0:00:19
Radio Stadtfilter.
0:00:19–0:00:20
Ist das gut, Mami?
0:00:21–0:00:23
Gut. Es ist das Beste, was es gibt.
0:00:24–0:00:29
Klasse, toll. Das Beste, was es gibt. Und die, die dazu beitragen,
0:00:29–0:00:34
dass das wirklich hervorragend wird, sind am Draht. Da ist zum einen der Digi Chris.
0:00:35–0:00:36
Hello, hello.
0:00:36–0:00:43
Und nachher der andere, der Master der heutigen Sendung, der Mr. Sir Kevin Rechsteiner.
0:00:44–0:00:48
Hello. Und eigentlich muss ich dich auch vorstellen. Du bist Radio Schüßler,
0:00:48–0:00:49
weil das vergessen wir immer.
0:00:50–0:00:55
Ja, das stimmt, aber ich weiss es nicht. Ist es egal. Kevin,
0:00:55–0:00:58
darf ich dir eine indiskrete Frage stellen?
0:00:58–0:00:59
Immer.
0:01:00–0:01:05
Ich habe letztes Mal auf SRF diese Sendung geschaut, mit den beiden Typen,
0:01:05–0:01:08
die in der Weltgeschichte herumreisen. Sagt ihr die etwas?
0:01:09–0:01:12
Sie heisst, glaube ich, Zwei Reisen.
0:01:14–0:01:16
I don't know. Nein, weiss nicht.
0:01:17–0:01:20
Zwei Reisen. Ich habe mal... Ah, genau.
0:01:20–0:01:24
Und die eine ist so eine Frau, die noch charmant ist.
0:01:24–0:01:28
Aber die andere... Ich weiss auch nicht, vielleicht kennt Digi Chris die Sendung.
0:01:29–0:01:34
Weil der Mann, der Typ, der dort vorkommt, der heisst Johnny irgendetwas.
0:01:34–0:01:36
Johnny Fischer. Und der erinnert mich...
0:01:36–0:01:37
Johnny? Ja.
0:01:37–0:01:38
Kennst du den? Der erinnert...
0:01:38–0:01:41
Das ist der freite Teil von Divertimento.
0:01:42–0:01:46
Ja, genau. Und der erinnert mich... Ich weiss nicht, warum. Der erinnert mich
0:01:46–0:01:50
wahnsinnig an dich. Wenn du einen Seelenverwandten hast, dann könnte das der sein.
0:01:51–0:01:53
Ist das eine Beleidigung für dich oder ein Kompliment?
0:01:54–0:01:59
Ich habe Joni einmal kennengelernt. Ganz schnell. Ich kenne Manu.
0:01:59–0:02:00
Ah, du kennst den anderen.
0:02:00–0:02:04
Sein Gegenpart. Den Joni kenne ich nicht. Ich weiss es nicht.
0:02:06–0:02:09
Aber ich kann das abklären mit Manu.
0:02:12–0:02:17
Wir sind unterstellt worden, Johnny ist mein grösserer Früher, ob das kann sein.
0:02:17–0:02:22
Ja, bitte klär das ab, ich weiss es einfach nicht, ich kann es nicht so konkret
0:02:22–0:02:24
festmachen, aber von der White...
0:02:24–0:02:29
Also der Mann ist dir einfach unsympathisch, das ist wie der Kevin.
0:02:30–0:02:36
Nein, im Gegenteil, ich finde ihn recht sympathisch und er ist so begeisterungsfähig
0:02:36–0:02:40
und er kann irgendwie im grössten Loch rausschauen, wo er herreisen muss und
0:02:40–0:02:44
dann findet er es doch immer noch cool und so und hat eine positive Ausstrahlung.
0:02:45–0:02:47
Und das bringe ich schon mit dir in Verbindung.
0:02:47–0:02:53
Also ich glaube, wenn wir zusammen herumreisen würden, wenn ich quasi die Frau
0:02:53–0:02:56
wäre, also sie reisen ja nicht zusammen herum, sondern der eine geht dort,
0:02:56–0:02:57
der andere, der andere dort.
0:02:58–0:03:03
Aber ich wäre dann der, der schon mal sagen würde, hey, das ist ein Scheiss
0:03:03–0:03:07
und ich finde es nicht lustig und ich könnte mir nicht etwas anderes machen
0:03:07–0:03:10
und so. und du wärst immer der, der die Stimmung hochhalten würde.
0:03:11–0:03:13
Das ist im Falle nicht so.
0:03:13–0:03:14
Ist das nicht so?
0:03:15–0:03:21
Nein, das ist im Falle nicht so. Ich bin, ich bin, wenn wir auf Reisen wären, wahrscheinlich schon.
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Aber das sagt mir meine Frau oft. Das ist jetzt eine Wahrheit.
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Das ist jetzt indiskret.
0:03:29–0:03:30
Ja.
0:03:30–0:03:32
Ich werde verrückt auf der Welt.
0:03:33–0:03:34
Ah, okay. Das habe ich.
0:03:34–0:03:41
Wenn Sachen nicht so sind, wie ich das Gefühl habe, sie müssten sein.
0:03:41–0:03:45
Wenn ungerechte Zeug passiert, dann bin ich hässig, da kannst du mich nicht mehr brauchen.
0:03:46–0:03:50
Es ist nie, stundlicherweise ist es nie auf Personen, es ist immer auf Sachen.
0:03:50–0:03:54
Wenn ich finde, irgendetwas ist scheisse, angeschrieben, oder einfach nicht,
0:03:54–0:03:59
es ist nicht gut, man hat sich da keine Mühe gegeben, dann kann ich frustriert sein.
0:03:59–0:04:02
Und dann braucht es jemanden, der es hält, schnurren.
0:04:03–0:04:07
Und dann ist es wieder gut. Es geht so schnell, geht es. Ja.
0:04:08–0:04:12
Ja, ich glaube, Aber hingegen kenne ich das schon auch von mir.
0:04:12–0:04:16
Vielleicht, Digi Chris, kennst du den Joni Fischer? Kannst du meine Beobachtung
0:04:16–0:04:21
bestätigen oder würdest du sie komplett verneinen, negieren?
0:04:21–0:04:25
Ich habe ihn schon gesehen, aber könnte es keinen Vorteil über ihn bilden.
0:04:26–0:04:30
Also, dann müssen wir da auf die Recherche warten.
0:04:32–0:04:38
Aber ja, nein, ich finde, ich glaube, es ist auch so die Art,
0:04:38–0:04:43
Irgendwie glaube ich, ist es die Art, wo mich am meisten ähnlich sind.
0:04:43–0:04:49
Aber dass ihr im gleichen Raum gewesen seid, ist das nicht so gewesen, dass ihr gefunden habt,
0:04:49–0:04:53
Hey, ich habe nicht einmal mit ihm gesprochen. Ich kenne ihn so nicht.
0:04:53–0:04:55
Ich kenne wirklich nur den Manu so ein bisschen.
0:04:56–0:04:58
Von daher, ich weiss es nicht.
0:04:59–0:05:03
Ja, wir klären das ab. Und Digi Christen, wir haben also etwa
0:05:05–0:05:11
75 Sekunden Zeit. Welche TV-Persönlichkeit bist du am ehesten?
0:05:11–0:05:13
Was wurde dir da schon unterstellt?
0:05:14–0:05:18
Huff, gute Frage, aber ich weiss es nicht.
0:05:18–0:05:22
Aber ich müsste sagen, wenn wir das so über das Reisen gehen,
0:05:23–0:05:27
also die TV-Persönlichkeit, die mir am sympathischsten ist, wenn man das sagen
0:05:27–0:05:29
darf, ist die Mona Fetsch mit ihrer Reisesendung.
0:05:29–0:05:33
Also jetzt einfach, wenn man das mal so sagen darf, also ich bin wahrscheinlich
0:05:33–0:05:37
absolut konträr zu Mona, aber einfach,
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ich weiss noch, was angefangen hat mit HDTV, hat sie irgendwann eine Reisesendung
0:05:44–0:05:48
gehabt und das war einfach so genial, also für sie immer Head's up,
0:05:48–0:05:51
also auch wenn ich nicht von SRF bezahlt bin.
0:05:51–0:05:58
Nein, ich bin da absolut einverstanden, ich würde auch für Mona Vetsch allein die Gebühren zahlen.
0:05:58–0:06:01
Und ich habe sie mal, also sie ist die, die ich mal kennengelernt habe,
0:06:01–0:06:03
oder kennengelernt ist jetzt ein bisschen zu viel gesagt.
0:06:03–0:06:08
Sie war ja mal im Dings, in dem Stadttag, den es dann noch gab, in Albani.
0:06:08–0:06:14
Und dort ist sie sie und dann bin ich dort auch gewesen. Und das ist ein sehr netter Abend gewesen.
0:06:14–0:06:19
Und jetzt fangen wir aber an mit unserer Hauptsendung. Und darum haben wir keine
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Zeit mehr, um über das grösste Problem zu sprechen, nämlich die Ratten auf diesen Kreuzfahrtschiffen.
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Aber darüber reden wir ein anderes Mal.
0:06:52–0:06:56
Wir sind heute voll auf KI, Kevin, und warum sind wir das?
0:06:56–0:07:02
Wir sind voll auf KI. Wir haben lange, lange immer über KI geredet und irgendwann
0:07:02–0:07:06
habe ich gemerkt, wir haben eigentlich Vibe-Coding nur so angeschnitten und
0:07:06–0:07:09
wir haben es immer noch so geschrampt.
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Ich glaube, wir haben im Jahresrückblick mal über Vibe-Coding gehabt.
0:07:12–0:07:17
Aber wirklich eine Sendung über Vibe-Coding haben wir nie gemacht und darum
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habe ich gefunden, wir müssen heute über Vibe-Coding reden. und ich möchte nicht nur sagen,
0:07:25–0:07:30
was es ist, sondern ich möchte auch vielleicht erzählen, wie wir es nutzen können
0:07:30–0:07:32
oder was solche Möglichkeiten sind.
0:07:32–0:07:39
Das finde ich sehr gut. Ich würde an dieser Stelle gerade mal den Martin ins
0:07:39–0:07:41
Spiel bringen, Martin Betschardt.
0:07:41–0:07:44
Wir sagen normalerweise den Nachnamen nicht, aber jetzt habe ich es gesagt.
0:07:45–0:07:47
Es ist auch nichts Verwerfliches, was du gesagt hast.
0:07:47–0:07:53
Er ist eigentlich Er war, glaube ich, der Allerste, der mit dem Thema überhaupt angefangen hat.
0:07:53–0:07:58
Und er hat uns einmal erklärt, dass er so eine Finanz-App entwickelt.
0:07:58–0:08:01
Und er hat dann uns im März nochmal geschrieben.
0:08:02–0:08:05
Er ist dann fertig gewesen. Der Babyboomer meldet sich nochmals.
0:08:05–0:08:07
Ich habe meinen Finanzplaner beendet.
0:08:08–0:08:11
Ursprünglich war es ein webbasiertes Programm mit JavaScript.
0:08:11–0:08:18
Mit Hilfe von Anti-Gravity und Claude Sonnet konnte ich den HTML-Code in eine
0:08:18–0:08:21
Exe-Datei umwandeln. Es fühlt sich irgendwie komisch an.
0:08:21–0:08:27
Sonnet ist wie ein Programmierer, der einem zuhört, akribisch meine Wünsche
0:08:27–0:08:30
aufführt, auch wenn ich immer wieder was zu meckern hatte.
0:08:30–0:08:36
Ich glaube, da kommt noch eine massive Lawine auf uns zu, welches das Programmieren
0:08:36–0:08:38
radikal verändert, also die Lawine.
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Wie bereits gesagt, ich habe vom Programmieren keine Ahnung,
0:08:42–0:08:47
aber Kevin, als Zusammenfassung ist das ganz gut, man hat es ja seinen Privatprogrammierer,
0:08:47–0:08:53
man gibt dem Anweisungen und der macht das in Programmcode, den man selber nicht kann.
0:08:54–0:09:02
Das ist eigentlich die Idee. Und eigentlich ist das Vibe-Coding relativ schnell
0:09:02–0:09:06
ein Bestandteil von allen KI-Diensten.
0:09:09–0:09:11
Programmierer haben schon schnell gewusst und IT-Leute haben auch schon schnell
0:09:11–0:09:12
gewusst, dass es das gibt.
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Aber ich glaube, in der breiten Masse hat man das nicht so wahrgenommen,
0:09:16–0:09:21
weil viele Leute sich gar nicht so klar sind, was kann ich denn überhaupt machen
0:09:21–0:09:25
oder was würde mir das jetzt bringen oder wie kann ich das nutzen und ich glaube
0:09:25–0:09:30
darum ist das wie so ein bisschen bei Nicht-IT-Leuten unter dem Radar gewesen
0:09:30–0:09:33
und mittlerweile merken nur schon Leute,
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die so ein bisschen, ich sage jetzt affin sind hey,
0:09:36–0:09:38
das gibt mir irgendeine Möglichkeit,
0:09:39–0:09:46
irgendetwas Cooles zu machen, weiterentwickeln, ändern oder ausprobieren und
0:09:46–0:09:47
das finde ich auch recht spannend.
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Mir geht es auch so. Und Digi Chris, können Sie, dass die Leute das nicht merken,
0:09:53–0:09:59
weil die KI so viele Aspekte hat, dass das irgendwie ein von vielen Aspekten
0:09:59–0:10:02
ist, der dann halt ein bisschen untergegangen ist?
0:10:02–0:10:07
Ja, was ich jetzt muss sagen, ich habe ja in der Pre-Show gesagt,
0:10:07–0:10:08
ich könnte jetzt mal als Experiment
0:10:10–0:10:18
mal Gemini und Claude Ischna am Rechnen, machen wir eben Gorillabuzz als Website.
0:10:18–0:10:22
Das hast du nicht in der Pre-Show gesagt, sondern bevor wir auf Sendung sind.
0:10:23–0:10:24
Das ist in der Pre-Pre-Show.
0:10:24–0:10:24
Ja, genau.
0:10:25–0:10:31
Also ich habe es gemacht und was Gemini gemacht hat, ja, das kommt irgendwie an.
0:10:31–0:10:37
Also krass, weil, ja, ich muss auch sagen, ich kann gut lesen,
0:10:37–0:10:41
eben gerade auch im SOP, im ABAP, ja, ich weiss einigermassen,
0:10:41–0:10:45
was da passiert, aber ich könnte es wahrscheinlich nicht selber schreiben.
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Das ist schon krass, wenn du jetzt einfach jemanden hast und dann gerade PowerShell
0:10:51–0:10:59
von Microsoft und du einfach sagst, ja mach mal, kopier mal alle Daten von dort und dort.
0:11:01–0:11:08
Ja, das ist schon noch deftig und klar, du musst halt doch noch einigermassen schauen,
0:11:10–0:11:14
Du dreht es vielleicht nicht gerade vor dem AC-Doppelpunkt oder eben Droptable-Morrow.
0:11:14–0:11:16
Genau, auf das kommen wir.
0:11:17–0:11:23
Aber ja, es ist schon krass. Da müssen sich wahrscheinlich Leute,
0:11:23–0:11:26
ich sage jetzt die einfachen Coders, ja.
0:11:27–0:11:28
Warm anlegen.
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Ja, sehr.
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Auf das kommen wir, glaube ich, auch noch. Ich würde zuerst mal noch schnell
0:11:32–0:11:34
erzählen, wie ich dazu gekommen bin.
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Und es ist wirklich bemerkenswert, was man fangen kann.
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An diesem Wochenende hatte meine Tochter eine Aufzugung in der Schule,
0:11:45–0:11:49
wo sie vielleicht drei Kübel haben, die unterschiedlich gross sind.
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In einem hat es so viel Wasser drin, im anderen so viel.
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Und dann musst du dich umleeren, bis du eine bestimmte Menge hast.
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Und dann musst du das mit diesen Kübeln...
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Die H3, ja.
0:11:59–0:12:05
Ja, und dann habe ich gefunden, hey, ich gehe hin und habe im Google-AI-Studio
0:12:05–0:12:09
gefunden, du mir bitte einen Simulator machen, der das zeigt.
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Und dann hat es so zwei, drei Anläufe gebraucht. Ich würde sagen,
0:12:13–0:12:17
so in einer Viertelstunde habe ich einen funktionierenden Simulator gehabt,
0:12:17–0:12:20
wo meine Tochter ihre Aufzüge hat damit lösen können.
0:12:20–0:12:24
Und das ist schon wirklich, wirklich unglaublich.
0:12:24–0:12:30
Und ich meine, für mich hat es vor zwei Jahren angefangen. Im Februar,
0:12:30–0:12:36
ich habe zum ersten Mal gemerkt, man kann sich ein bisschen ein Script machen
0:12:36–0:12:38
lassen. Ich habe als allererstes
0:12:39–0:12:43
ein Skript gemacht, wo mir dann ein wenig die Dateien herumgeschoben hat.
0:12:43–0:12:44
Ein wenig ähnlich wie du, Diggy Chris.
0:12:45–0:12:51
Und dann im Juni habe ich dann gefunden, ich probiere mal eine Webversion von Claude.
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Dann ist Claude 3.5 rausgekommen. Ein grosser Schritt gewesen.
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Claude macht mir eine Webversion von Click-O-Mania, von meinem Spiel,
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wo ich in den 90er Jahren stundenlang und tagelang daran gearbeitet habe.
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Und dann hat er einfach so in 5 Minuten das gehabt, wo ich irgendwie eine Woche
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daran hatte. Und dann findest du zuerst eigentlich,
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Hey, das ist scheisse. Meine Fähigkeit, wo ich mir etwas darauf eingebildet
0:13:19–0:13:21
habe, ist eigentlich nichts mehr wert.
0:13:22–0:13:29
Von einem Moment auf den nächsten ist sie auf null geschrumpft als Fähigkeit,
0:13:29–0:13:31
die man damit bluffen könnte.
0:13:32–0:13:37
Das ist, also es geht, glaube ich, allen so, wo man mit dem arbeitet.
0:13:38–0:13:42
Also, vielleicht nicht Programmieren selber, aber die Geschwindigkeit, die es hat.
0:13:43–0:13:51
Weil das ist extrem schnell hat es dir etwas in einer recht guten Qualität.
0:13:51–0:13:54
Und ich glaube, dort kommt halt kein Programmierer mehr mit.
0:13:54–0:13:57
Weil man könnte dann schon gut optimieren. Also ich meine, das habe ich auch
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selber erlebt bei mir in der Firma.
0:13:59–0:14:05
Ich habe schon was geschrieben, ich habe PHP, ich habe Plitzi C und so Sachen
0:14:05–0:14:12
und Python, und ich kann etwas annehmen, aber schlecht. Und wir hatten einen Programmierer.
0:14:12–0:14:18
Und der hat mir dann oft gesagt, das läuft schon, ist einfach scheisse.
0:14:18–0:14:19
Ja, das habe ich auch gehört.
0:14:19–0:14:26
Und hat dann das noch in schön gemacht. Und die KI kann das aber schon in viel, viel schöner machen.
0:14:27–0:14:30
Also das Resultat ist schon einiges besser innerhalb von zwei Minuten.
0:14:32–0:14:35
Und das ist das, was sich mega verändert hat.
0:14:36–0:14:46
Dass man wirklich gute Resultate bekommt, die wirklich für den Moment verheben.
0:14:46–0:14:49
Wir kommen wahrscheinlich dann schon auf Sicherheitsprobleme und Zukunft.
0:14:49–0:14:53
Das ist ein grosses Thema, das man anschauen muss. Aber ich glaube,
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für so schnell etwas machen, ist mega cool.
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Ich würde gerne schnell zurückgehen. Vielleicht am Anfang für alle,
0:15:02–0:15:05
die jetzt gar nicht wissen, was man mit Vibe-Coding machen kann.
0:15:07–0:15:14
Wo setzt man überhaupt ein? Also ich komme natürlich aus einer Webentwickler-Welt,
0:15:14–0:15:19
das heißt für mich ist relativ schnell dann der Versuch da gewesen zu sagen,
0:15:19–0:15:23
hey ich lasse mir einfach schnell irgendeine App oder irgendeine Funktion,
0:15:23–0:15:25
programmiere mir das schnell,
0:15:25–0:15:29
die ich sonst hätte von Hand irgendwie programmiert und dann hätte ich wieder
0:15:29–0:15:32
googlen, wie man das jetzt genau macht und irgendwelche Bibliotheken geholt.
0:15:33–0:15:35
Dann sage ich jetzt einfach, hey, programmiere wir schnell.
0:15:37–0:15:41
Ich habe jetzt aber, spannenderweise, beim KV, den ich Schule gebe,
0:15:41–0:15:47
habe ich Schülern und die wollen sich jetzt so Vokabellern-Dinger programmieren.
0:15:47–0:15:54
Also auch, sie wollen etwas lernen, das ist so mal der Ursprung,
0:15:54–0:15:57
und überlegen sich dann, was muss ich jetzt genau haben, um zu lernen.
0:15:58–0:16:01
Und dann gehen sie hin und sagen, hey, ich hätte gerne die und die Funktion,
0:16:01–0:16:04
ich hätte gerne das und das, baue mir das.
0:16:05–0:16:09
Genau, genau, das ist grossartig wirklich. Und so bin ich ja auch eigentlich
0:16:09–0:16:12
über mehrere Etappen von dem Skeptiker,
0:16:12–0:16:15
den ich am Anfang geschildert habe, dass ich am Anfang wirklich gefunden habe,
0:16:16–0:16:21
hey, der macht mir da mein Terrain streitig und habe ihn eher ein bisschen gehasst dafür, den Claude.
0:16:22–0:16:26
Aber dann habe ich natürlich trotzdem nicht die Finger davon lassen.
0:16:26–0:16:32
Und genau, ich glaube, das Webdesign und WordPress und das ganze Ding ist einfach
0:16:32–0:16:36
wirklich ein Tummelfeld, Weil du kannst,
0:16:36–0:16:40
wenn du so eine Idee hast, dann hättest du früher stundenlang dich einschaffen
0:16:40–0:16:44
und heute kannst du mit KI, eben ich habe dann angefangen, halt so Sachen,
0:16:44–0:16:47
die mich an meiner Webseite anfangen gestört haben, einfach flicken,
0:16:48–0:16:54
verbessern und dann habe ich zum Beispiel mal eine kleine, die gibt es übrigens,
0:16:54–0:16:58
die gibt es schon im Store, das hat sie glaube ich nur einfach noch nie jemanden runtergeladen.
0:16:58–0:17:03
Für Firefox gibt es eine Erweiterung von mir, die heisst «Social Media Stress
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Reliever». Und die schreibt automatisch per KI Antworten auf dumme Posts bei
0:17:09–0:17:11
Facebook und Twitter und BlueSguys und so.
0:17:12–0:17:14
Da kannst du einfach mal finden, ist das eine lustige Idee?
0:17:15–0:17:19
Statt dass du einfach dir denkst und stundenlang daran hinschust oder findest
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du, es ist mir zu viel Arbeit, gehst du mal hin und machst einen Prototyp und
0:17:25–0:17:30
schaust du schauen, was aus dem wird. Und das ist schon recht cool.
0:17:30–0:17:33
Und ich bin inzwischen tatsächlich auch so, dass ich in meinem Job so
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Prototypen, so einen Prototyp, ich glaube, ich darf jetzt nicht genau verraten,
0:17:39–0:17:44
was der macht, aber so einen Prototyp entwickelt habe, der jetzt in echt von
0:17:44–0:17:47
richtigen Entwicklern dann schön gemacht wird.
0:17:47–0:17:49
Und das ist auf eine Art schon auch noch cool, weil ich meine,
0:17:50–0:17:54
das ist halt eine völlig andere Art von Schaffen.
0:17:55–0:18:00
Und Digi Chris, du machst aber vor allem einfach lässt du all die Basic-Spiele
0:18:00–0:18:02
wieder aufleben, dank Vibe Coding.
0:18:03–0:18:08
Nein, nicht mal unbedingt. Es kann sein, dass du halt irgendwie in PowerShell
0:18:08–0:18:14
musst Active Directory Extracts machen und ja, da hast du vier,
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fünf Prompts und dann läuft's.
0:18:16–0:18:21
Und besonders PowerShell, jetzt habe ich, ich habe es auch mal gepostet,
0:18:22–0:18:27
eben die SAP Promiersprache, da habe ich noch wirklich gar keine Ahnung,
0:18:28–0:18:34
es läuft irgendwie, also es dampft irgendwie, aber eben nach dem Motto,
0:18:34–0:18:37
wenn ihr so gut laufen könnt, vielleicht nicht unbedingt,
0:18:38–0:18:42
wenn ihr nicht absolut Ahnung habt auf dem Produktivsystem, das könnte ziemlich
0:18:42–0:18:46
ins Auge gehen also ja, ich kann es auf einer Sandbox laufen,
0:18:46–0:18:51
aber ich glaube ja etwas und fragst halt mal einen Entwickler
0:18:52–0:18:53
Das läuft schon.
0:18:54–0:18:54
Ja.
0:18:56–0:19:02
Also wie der Kevin gesagt hat, ja, in schön, aber es läuft, es macht was es soll.
0:19:02–0:19:04
Man könnte es wahrscheinlich sicher noch schöner machen.
0:19:05–0:19:08
Und ich finde es auch noch lustig, was ich manchmal mache.
0:19:09–0:19:13
Ich sage jetzt, ich sage Claude, ja, machen wir mal das. Also ob jetzt ABAP
0:19:13–0:19:17
Pause ist und dann haust du noch in die Gemini rein und sagst,
0:19:17–0:19:18
ja, machen wir auch mal das.
0:19:19–0:19:24
Korrigiert mich und dann auch wenn ich irgendwie gehe, was jetzt nicht so ganz schlimm ist.
0:19:25–0:19:31
Kevin, in welchen Umgebungen bist du denn unterwegs? Also in welchen Entwicklungsumgebungen?
0:19:32–0:19:35
Was heisst, in welchen Entwicklungsumgebungen?
0:19:35–0:19:41
Also was für KI-Tools brauchst du, um deine Projekte zu einsetzen?
0:19:41–0:19:49
Vor allem Claude ist so ein bisschen meine Hauptanlaufstelle geworden für vieles.
0:19:49–0:19:50
Einfach was es so ein bisschen,
0:19:53–0:19:58
was schnell muss gehen und ich schaffe noch viel mit GitHub Copilot.
0:19:58–0:20:01
Heisst das Copilot? GitHub KI.
0:20:02–0:20:05
Ja, Copilot. Heisst auch Copilot. Ich habe ein bisschen überlegt, was das ist Copilot.
0:20:06–0:20:11
Das ist der KI von GitHub, wo muss man jetzt auch wieder ein bisschen ausholen.
0:20:11–0:20:18
GitHub ist eigentlich ein Tool für Programmierer, wo man kann Programmiercode
0:20:18–0:20:21
herunterladen und dann versionieren.
0:20:21–0:20:25
Ist ein wenig abstrakt, braucht man wahrscheinlich, wenn man nicht programmiert, nie.
0:20:27–0:20:30
Wenn man programmiert, arbeitet man wahrscheinlich mit dem.
0:20:30–0:20:36
Ja, und dann kann man auch mit anderen Tools andocken, zum Beispiel mit dem
0:20:36–0:20:37
Chat-Shit-Pity-Codex.
0:20:37–0:20:41
Der kann dann einfach das holen und damit arbeiten. Das ist wirklich recht angenehm.
0:20:43–0:20:47
Und ich glaube, was ich halt noch wichtig finde zu erwähnen ist,
0:20:48–0:20:51
wir sagen jetzt immer eben, man kann irgendwelche Programme schreiben und Dienste
0:20:51–0:20:54
und da ist auch wieder die Frage, wo kann ich denn das überhaupt einsetzen oder
0:20:54–0:20:59
wo bringt mir das jetzt als, ich sage jetzt normaler Mensch, etwas.
0:21:00–0:21:05
Und ich glaube, dort muss man sich schnell in Programme eindenken.
0:21:05–0:21:10
Man muss schnell so ein bisschen ein Verständnis bekommen, was gibt es für Arten
0:21:10–0:21:15
von Programmen, Welche Programme können was und was brauchen die?
0:21:15–0:21:22
Also ich kann mir jetzt zum Beispiel mit Claude oder so eine einfache Homepage programmieren.
0:21:22–0:21:25
Also nicht nur eine einfache, ich kann mir eine Homepage programmieren lassen.
0:21:26–0:21:29
Und dann muss ich die aber irgendwie auf den Server aufladen,
0:21:29–0:21:31
dass die im Internet sichtbar ist.
0:21:31–0:21:36
Und wenn ich jetzt irgendeine bestimmte Funktion möchte, die ich in eine Datenbank
0:21:36–0:21:38
schreibe, dann brauche ich wieder PHP.
0:21:38–0:21:42
Wenn ich etwas machen möchte, das auf dem PC läuft, ist es wieder etwas anderes.
0:21:42–0:21:48
Wenn ich eine App für ein iPhone möchte, ist es wieder etwas anderes als für ein Android-Telefon.
0:21:48–0:21:53
Also ich glaube, man muss sich in die Welt der Programmierung,
0:21:53–0:21:58
dort muss man sich schnell ein paar Stunden hinein denken, dass man ein Verständnis
0:21:58–0:22:01
bekommt, was läuft jetzt wo und.
0:22:02–0:22:03
Welchen Zweck brauche ich?
0:22:04–0:22:09
Und was würde ich jetzt wählen? Ich glaube, dort scheitert es im Moment noch,
0:22:09–0:22:10
dass das noch nicht so bei den Leuten angekommen ist.
0:22:11–0:22:15
Dass dieser Einstieg, was brauche ich überhaupt und was brauche ich,
0:22:15–0:22:17
um das Laufen zu bringen? Das ist noch schwierig zu verstehen.
0:22:18–0:22:22
Genau, also die technischen Rahmenbedingungen muss man schon verstehen, glaube ich.
0:22:23–0:22:28
Man muss grundsätzlich, wenn du dein WordPress, also dein Web-CMS,
0:22:28–0:22:33
die Software, die die Webseite betreibt, Wenn du an dem herumbasteln willst,
0:22:33–0:22:38
musst du eine gewisse Ahnung haben, wie das funktioniert und wo musst du einhaken
0:22:38–0:22:43
und was du verändern darfst und wo vielleicht doch gescheitere Finger davon lässt.
0:22:44–0:22:49
Und das ist natürlich auch bei den anderen, dass du weißt, was die Möglichkeiten
0:22:49–0:22:51
sind und was die Anforderungen sind.
0:22:51–0:22:55
Kevin hat es gesagt, es sind recht unterschiedlich, ob du jetzt etwas machen willst,
0:22:55–0:23:01
das im Web läuft oder ob du eine App auf dein Handy bringen willst oder einfach
0:23:01–0:23:06
den Finanzplaner, den wir anfangs erwähnt haben,
0:23:07–0:23:12
wenn du den lokal auf deinem Computer laufen willst, ist es natürlich auf eine
0:23:12–0:23:17
Art einfacher, wenn du eine Software machen willst, die für das ganze Web zuständig
0:23:17–0:23:19
ist und dann musst du eine Datenbank dran hängen.
0:23:19–0:23:28
Ich glaube, ganz die technische Hürde räumt die KI nicht aus dem Weg oder noch nicht.
0:23:28–0:23:32
Man kann sich ja vorstellen, dass das vielleicht eine Entwicklungs-KI gibt.
0:23:33–0:23:38
Oder ja, vielleicht ist in Zukunft, in fünf Jahren oder so, ein App-Store eigentlich
0:23:38–0:23:45
kein App-Store mehr, sondern einfach ein KI, der dir deine Apps nach deinen Vorgaben entwickelt.
0:23:45–0:23:50
Du sagst, ich hätte gerne eine To-Do-App, die so funktioniert wie diese hier,
0:23:50–0:23:54
aber sie muss noch zusätzlich das haben und all diese Funktionen auf dieser
0:23:54–0:23:55
Seite brauche ich alle nicht.
0:23:56–0:23:59
Also das könnte man sich schon vorstellen, oder Digi Chris?
0:24:00–0:24:04
Ja, und ich hätte dann noch einen Request, jetzt wenn ich mal aus dem,
0:24:05–0:24:09
ja, darf einen Aufruf starten, ich habe es schon auf Twitter gepostet,
0:24:09–0:24:14
es hat mal vor Jahren auf iOS eine Ciao-Sep-App gegeben, die ist irgendwann,
0:24:16–0:24:19
ja, ich liebe Ciao-Sep, ist jetzt einfach eine Kindheitserinnerung,
0:24:19–0:24:25
die ist irgendwann, wo es eben mal der Cut gekommen ist bei iOS von 32 bis 64
0:24:25–0:24:28
Bit, haben wir auch mal den Entwickler geschrieben, komponiert nicht mehr.
0:24:28–0:24:33
Wenn jemand die Entwickler kennt, bitte kontaktieren zu mir.
0:24:34–0:24:39
Ich nehme jetzt an, wenn man den Code in eine KI schmeissen würde,
0:24:39–0:24:44
würde man es wahrscheinlich auf einem modernen iOS zum Laufen bringen.
0:24:44–0:24:46
Das wäre vielleicht ein lustiges Experiment.
0:24:47–0:24:50
Könnte man probieren, aber ich habe genau das natürlich probiert.
0:24:50–0:24:57
Ich habe einem Chat-Codex meinen Code von meinem Windows-Spiel in Clickomania vorgesetzt
0:24:59–0:25:03
Ich habe ein bisschen harmloser gefragt, wie gross wäre der Aufwand,
0:25:03–0:25:06
aus der iOS- und iPhone-App zu machen.
0:25:06–0:25:09
Dann haben sie gesagt, man müsste eigentlich von vorne anfangen.
0:25:12–0:25:16
Die Programmlogik ist so unterschiedlich zwischen Windows und so, wie ich es gemacht habe.
0:25:16–0:25:22
Ich habe dann sehr direkt die grafischen Elemente mit der Spiellogik verknüpft.
0:25:22–0:25:27
Heute unter iOS würde man das viel stärker trennen. Dort würdest du die Spiellogik
0:25:27–0:25:33
separat haben und das verknüpfen mit der grafischen Ausgabe.
0:25:33–0:25:37
Vor allem wenn du noch ein Engine oder ein Sunreel oder wie die immer heissen
0:25:37–0:25:41
willst, dann musst du das natürlich sowieso machen.
0:25:43–0:25:47
Ich würde sagen, iOS 32-Bit vs.
0:25:48–0:25:53
IOS 64-Bit sind ein bisschen zu. Das würde schon noch vielleicht gehen.
0:25:53–0:25:59
Ich meine, wenn die App sowieso wegschmeissst, wenn jemand zuhört, gibt es immer den Code.
0:26:00–0:26:06
Ich würde niemals Geld dafür verlangen, aber ich würde gerne mal damit umspielen,
0:26:06–0:26:11
ob es irgendwie das Ding schafft, weil ich habe echt keine Ahnung von iOS-Coding,
0:26:11–0:26:13
aber ob es irgendwie würde schaffen,
0:26:13–0:26:15
das Ding zum Laufen zu bringen.
0:26:16–0:26:19
Und wenn nicht, dann spiele ich auch du noch.
0:26:19–0:26:25
Finde ich einen sehr guten Ansatz. So alte Programme zum Leben wieder erwecken.
0:26:25–0:26:31
Aber Kevin, so das Problem, dass man gewisse Rahmenbedingungen schon verstehen
0:26:31–0:26:33
muss, ist natürlich vorhanden.
0:26:33–0:26:37
Und du musst auch, glaube ich, so analytisch denken können, dass du in der Lage
0:26:37–0:26:43
bist, deine Prompte so klar zu formulieren, dass die KI auch versteht,
0:26:43–0:26:47
was du willst und sonst kommt irgendetwas Komisches dabei heraus.
0:26:48–0:26:55
Ich glaube, da hilft die KI auch, dass man vielleicht einen Schritt vorher anfängt
0:26:55–0:26:58
und mal den Rahmen festlegt und sagt,
0:26:58–0:27:03
hey, ich hätte jetzt gerne eine Möglichkeit zum, keine Ahnung,
0:27:04–0:27:06
Vokabeln lernen auf Französisch ist schon gleich.
0:27:07–0:27:10
Und ich möchte das gerne,
0:27:11–0:27:14
auf meinem PC mit Windows laufen lassen.
0:27:16–0:27:20
Und anhand von dem würde dann KI ja sagen, okay wenn du das möchtest,
0:27:20–0:27:22
dann musst du so und so das machen.
0:27:22–0:27:25
Also man fängt eigentlich nicht an und sagt, ich möchte das Programm haben,
0:27:25–0:27:28
das KI gar nicht weiss, das willst du jetzt genau und dann irgendetwas macht,
0:27:28–0:27:32
sondern vorher schon sagt, hey ich habe eigentlich keine Ahnung,
0:27:32–0:27:36
ich würde aber gerne und jetzt zeig mir wie ich dort hin komme und dann wird
0:27:36–0:27:37
man eigentlich durchgeführt.
0:27:37–0:27:44
Also ich habe ein Schüler am KV, der hat sich eine komplette Webseite entwickeln
0:27:44–0:27:50
lassen mit relativ coolen Animationen,
0:27:50–0:27:53
Abfragen auf PHP-Basis mit Kontaktformularen,
0:27:53–0:27:57
hat vorher noch nie irgendetwas gemacht und hat das zu Lauf gebracht.
0:27:58–0:28:01
Aber wirklich, ich möchte gerne Webseiten machen und jetzt brauche ich ein Hosting,
0:28:01–0:28:02
dann macht man das Hosting.
0:28:02–0:28:05
Okay, wie bringe ich jetzt die Webseite drauf und dann muss man eine FDP,
0:28:05–0:28:08
dann muss man es aufladen und jetzt brauchen wir eine Datenbank.
0:28:09–0:28:12
Also es ist ein bisschen Hürdenlauf, wenn man keine Ahnung hat,
0:28:12–0:28:15
aber man wird durchgeführt. Machbar.
0:28:15–0:28:18
Aber das klingt schon sehr spannend, dass man sagen könnte,
0:28:19–0:28:26
heute im Moment ist das Web recht uniform, weil die Hälfte der Welt verwendet
0:28:26–0:28:30
WordPress für die Webseiten und die andere Hälfte in ein paar andere Sachen,
0:28:30–0:28:32
aber es ist ein Fänger recht uniform geworden.
0:28:32–0:28:37
Und wenn man sich vorstellen kann, dass man nicht mehr so Tools von den Stangen
0:28:37–0:28:41
nimmt, sondern die selber anpasst, selber vielleicht von Grund aufgebaut,
0:28:41–0:28:46
wenn es eher einfach soll sein oder anpasst, wenn es ein bisschen komplizierter soll sein.
0:28:46–0:28:49
Das könnte schon wieder interessanter werden. Was meinst du,
0:28:49–0:28:51
Kevin? Für dich auf jeden Fall.
0:28:52–0:28:56
Also vieles geht auch um Prototyping. Ich habe jetzt gerade einen Schüler,
0:28:56–0:28:59
ich muss mit dem jedenfalls eine Radio-Ausendung mal machen,
0:28:59–0:29:01
den muss ich mal einladen. Das ist wirklich entspannend.
0:29:02–0:29:08
Macht jetzt gerade das KV. der hat jetzt gerade einen coolen Dienst entwickelt, wo ich,
0:29:09–0:29:15
ich sehe Potenzial in dieser Idee, was er da gemacht hat. Und das hat er sich
0:29:15–0:29:17
alles mit K.O.I. einfach zusammengehängeln.
0:29:18–0:29:21
Und es ist jetzt wahrscheinlich, er hat mir das erklärt, er hat mir das gezeigt,
0:29:21–0:29:23
das verhebt in den Grundzeugen.
0:29:23–0:29:28
Es ist nicht perfekt, aber für einen Prototyp zum Starten und einfach mal herausfinden,
0:29:29–0:29:33
funktioniert es, funktioniert es nicht, ist es vom Handling her machbar oder
0:29:33–0:29:35
nicht, ist es natürlich genial.
0:29:35–0:29:38
Weil vorher habe ich irgendeinen Entwickler gebraucht, der mir dann irgendein
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Software gemacht habe, wo mich irgendwie 5, 6, 10, 15 Tausend Franken gekostet hat.
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Und nachher hat man gemerkt, ja, es funktioniert gleich nicht.
0:29:46–0:29:46
Genau.
0:29:47–0:29:50
Und jetzt kann ich irgendetwas schnell anbengeln, sagen, okay,
0:29:50–0:29:54
es läuft und nachher gehen verbessern.
0:29:54–0:29:58
Und ich glaube, das ist eben ein wichtiger Punkt, wo ich glaube,
0:29:59–0:30:05
die ganzen KI Apps und so, wo man jetzt programmiert, die fliegen da unsere 5 Jahre am Toren.
0:30:05–0:30:08
Weil es irgendwelche Sicherheitslücken drin ist. Jetzt.
0:30:08–0:30:11
Ja, das wird passieren.
0:30:11–0:30:14
Ich könnte mir auch vorstellen, wir waren jetzt recht positiv,
0:30:14–0:30:17
wenn wir in den letzten fünf Minuten vielleicht noch ein bisschen negativer
0:30:17–0:30:22
werden oder kritischer oder vorsichtiger, dann würde ich sagen,
0:30:22–0:30:28
das ist ja das eine, die Sicherheitslücken, die schwierig sind, zu abschätzen.
0:30:28–0:30:31
Aber das andere ist vielleicht schon, dass irgendwann mal einfach gar niemand
0:30:31–0:30:37
mehr hat, der das richtig gut kann, weil alle sich daran gewöhnt sind,
0:30:37–0:30:41
auch die richtigen Software-Entwicklerinnen und Entwickler, dass sie gar nicht
0:30:41–0:30:42
mehr so genau hinschauen müssen.
0:30:42–0:30:46
Wenn es läuft, dann läuft es. Sie sind nicht mehr die, die das herstellen,
0:30:46–0:30:48
sondern die, die prüfen.
0:30:49–0:30:53
Also den Chef statt der Koch, habe ich mal als Vergleich gelesen,
0:30:54–0:31:00
es gibt gar keine gute Einstiegsrolle mehr, also wie klassischerweise.
0:31:00–0:31:04
Wenn du in einen Job bekommst, musst du am Anfang die einfache Sachen machen
0:31:04–0:31:10
und die harmlosen Projekte in Angriff nehmen, grundlegende Geschäfte erledigen.
0:31:11–0:31:15
Aber wenn die alle von der KI gemacht werden, dann hast du gar nicht mehr die
0:31:15–0:31:17
Möglichkeit, das Handwerk überhaupt zu lernen.
0:31:19–0:31:22
Es gibt die Jobs nicht mehr und niemand zahlt mehr etwas dafür.
0:31:22–0:31:27
Und wie sollte dann überhaupt jemand Erfahrung aufbauen, auf was es darauf ankommt?
0:31:27–0:31:32
Ich sehe da schon auch ein recht grosses Risiko. Geht es dir das auch so, Kevin?
0:31:33–0:31:40
Also ich sehe einerseits das Risiko und andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn man,
0:31:41–0:31:46
eine neue Programmiersprache entwickelt oder auch eine neue Version und so gibt,
0:31:46–0:31:51
dann gibt es ja nicht es gibt ein Handbuch, das eigentlich sagt,
0:31:51–0:31:54
was kann das und wie kann man das nutzen.
0:31:54–0:31:56
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass oft Programmierer,
0:31:56–0:32:01
die finden halt Workarounds, die finden Möglichkeiten, wo man sich gar nicht
0:32:01–0:32:03
überlegt hat, könnte man das machen.
0:32:03–0:32:07
Und das waren einfach kreative Köpfe, die gut programmieren konnten.
0:32:07–0:32:12
Und ich glaube, wenn man auf KI geht, die nimmt einfach, was im Internet ist
0:32:12–0:32:18
und dort fällt das kreative Programmieren, wo halt nicht alle Leute konnten,
0:32:18–0:32:22
aber es gibt so Menschen, das fällt dann halt ein wenig weg, das gibt es nicht mehr.
0:32:22–0:32:29
Und es hat die Programmierer gegeben, die einfach mega kreativ haben irgendetwas entwickeln können.
0:32:30–0:32:32
Das gibt es dann halt wie nicht mehr.
0:32:33–0:32:37
Und ich glaube, ein Aspekt ist da schon auch noch, dass wir natürlich eben lange
0:32:37–0:32:42
Jahre haben dann die Tech-Konzern gesagt, hey, wir brauchen Leute,
0:32:42–0:32:44
die Software entwickeln können.
0:32:44–0:32:50
Sie haben Schulen lobbyiert, dass dort die Studenten und Schülerinnen und Schüler
0:32:50–0:32:54
so eine Karriere in das Auge fassen. Sie haben es gemacht.
0:32:54–0:32:57
Und heute sieht man ja schon, z.B.
0:32:58–0:33:01
Meta hat ja ganz vor kurzem gesagt, sie wollen
0:33:04–0:33:11
etwa 10% von ihrer globalen Belegschaft abbauen. Das sind etwa 8'000 Stellen.
0:33:11–0:33:16
Es hat nicht nur allein mit der KI zu tun, dass die KI jetzt selber Software
0:33:16–0:33:20
produziert, sondern es hat auch damit zu tun, dass sie unglaubliche Summen an
0:33:20–0:33:25
Geld in die KI investieren und irgendwo müssen sie das Geld herhaben.
0:33:25–0:33:31
Und ja, aber das ist schon irgendwie auch ein bisschen das Problem, oder?
0:33:31–0:33:34
DigiChrist, da hat man den jungen Leuten versprochen, hey, da habt ihr einen
0:33:34–0:33:39
Job, der ist gut gezahlt, der ist pressteisträchtig, wir brauchen da,
0:33:39–0:33:43
kommen und dann ändert sich der Wind, zugesagt, Kai ist es
0:33:44–0:33:48
eine grosse Veränderung, aber dann ist das plötzlich nicht mehr gefragt und
0:33:48–0:33:49
dann lässt man die Leute im Regen stehen.
0:33:50–0:33:55
Ja, ist ein bisschen so, aber vielleicht noch was Kevin vorhin noch gesagt hat,
0:33:55–0:33:57
Also ich habe mal einen Fall gehabt,
0:33:59–0:34:04
Ich habe eine Anforderung, sage halt wirklich unseren menschlichen Entwicklern, ja, schaue mal.
0:34:05–0:34:08
Und dann kommt der Entwickler eben sogar zu mir an den Schreibtisch.
0:34:09–0:34:14
Hast du eigentlich die Active Directory-Berechtigung bedenkt,
0:34:14–0:34:18
dass da jeder auf das Source-File Schreibzugriff hat?
0:34:19–0:34:19
Ja, ja.
0:34:20–0:34:24
Hoppla. Also einfach so. Und eben, ein KI wird das nicht können sagen,
0:34:24–0:34:31
aber der denkt, der schaut gut an und sagte, aber da hast du und das
0:34:32–0:34:38
kann bei allen von euch sein, da hast du aber einen Überlegungsfehler gemacht und ich, vielen Dank.
0:34:39–0:34:42
Der Kai wird das in fünf Jahren noch nicht können. Weisst du,
0:34:43–0:34:47
was haben wir die grossen Zusammenhänge können, in komplexen Systemen?
0:34:47–0:34:51
Ja, also ich habe das Spiel gemacht, ich habe mir von JetGPT etwas entwickeln
0:34:51–0:34:55
lassen, dann habe ich den Code genommen, dann habe ich ihn vorgesetzt und gesagt,
0:34:55–0:34:59
du musst «Du musst nichts daran ändern, du einfach eine Sicherheitsbeurteilung
0:34:59–0:35:02
vornehmen.» Und dann haben sie gefunden, «Oh, ich habe da eine kleine Sicherheitslucke
0:35:02–0:35:07
gefunden und dort ist es nicht so sauber.» Das könnte ein Problem werden.
0:35:07–0:35:09
Das ist recht lustig.
0:35:11–0:35:15
Wenn ein Mensch darauf schauen würde, der noch weiss, wie ein Hacker tickt,
0:35:15–0:35:21
was hier alles eine Bandbreite ist beim Bereich Social Engineering,
0:35:21–0:35:24
würde er vielleicht noch ganz viel mehr sehen. Das glaube ich sofort auch.
0:35:25–0:35:30
Aber Kevin, wie kriegen wir jetzt trotzdem noch Kurven? Was ist so das famous
0:35:30–0:35:32
last word in dieser Sendung zu diesem Thema?
0:35:32–0:35:37
Oder was erwarten wir? Was kommt auf uns zu?
0:35:37–0:35:42
Das weiss ich nicht, was auf uns zukommt. Aber ich glaube, ich wünsche mir für
0:35:42–0:35:45
die Menschheit, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzt.
0:35:45–0:35:50
Dass man diesen Anschluss nicht verpasst. Ich merke, jetzt hängen viele Leute mit der KI schon ab.
0:35:51–0:35:56
Und da auch mit Vibe-Coding oder Programmieren nicht abhängen,
0:35:56–0:35:58
das ausprobieren. Vielleicht könnt ihr ein kleines Programm machen.
0:35:59–0:36:01
Einfach, dass ihr wisst, wie die Welt funktioniert.
0:36:01–0:36:03
Ich glaube, das ist mein Wunsch.

Mit der KI kam sehr schnell die Möglichkeit von Vibe-Coding. Es wird nicht mehr «händisch» programmiert. Stattdessen gibt man der künstlichen Intelligenz den Auftrag, eine Software herzustellen.

Wir geben einen Einblick, wie das funktioniert, wozu man das brauchen kann – und was die Auswirkungen sein werden, wenn sich die Entwicklungszyklen massiv beschleunigen, und sich Softwareprojekte einfacher – aber mit tendenziell viel weniger Kontrolle – realisieren lassen. „Vibe-Coding: Softwareentwicklung als Jekami“ weiterlesen

Zenit überschritten, Apple?

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:08–0:00:11
Stella Donnelly mit Feel It Change.
0:00:21–0:00:25
Radio Stadtfilter. Stadtfilter. Stadtfilter. Radio.
0:00:27–0:00:31
Radio Stadtfilter. 96,3 MHz. Hoi, Digi, Chris.
0:00:32–0:00:36
Es tut mir leid, ich habe wieder einen von diesen Twingles verwischt.
0:00:36–0:00:40
Jetzt kommt der SRF sowieso zurück auf UKW, als kommt es eigentlich mehr drauf an.
0:00:41–0:00:43
Aber wir ja nicht mehr, oder? Soviel ich weiss.
0:00:44–0:00:50
Ich glaube, Kai hat den Sender höchstpersönlich angebaut. Genau. Wahrscheinlich nicht.
0:00:51–0:00:54
So ist es. Aber im Grunde genommen ist es egal.
0:00:54–0:01:00
96,3 Megahertz, das ist einfach unsere Frequenz von unseren Schwingungen,
0:01:00–0:01:05
während wir reden hier, von unserer Liebe für euch alle.
0:01:05–0:01:10
Aber ich glaube jetzt ganz so, was wir heute in den Medien sehen haben,
0:01:10–0:01:16
dass man ja bei SRF 2 Kultur will sparen und die eigenen Zuhörer verloren.
0:01:16–0:01:21
Ich muss jetzt auch sagen, ich glaube jetzt bei SRF 2 Kultur liegt es nicht
0:01:21–0:01:27
an UKW, weil ich glaube jetzt kaum, dass jemand, der von Zürich nach Baden pendelt, SRF 2 hört.
0:01:27–0:01:34
Also es ist natürlich sicher, man kann sagen, ein hochqualitatives Radio und
0:01:34–0:01:36
ich lasse das relativ wenig.
0:01:36–0:01:40
Und wenn es natürlich irgendwie, irgendwo hat mal jemand gesagt,
0:01:40–0:01:43
sie hätten nur noch Weigspülerkulturen Inhalte.
0:01:44–0:01:46
Irgendwo habe ich das mal auf Twitter gelesen.
0:01:47–0:01:51
Ja, ich glaube, dort liegt es tatsächlich nicht an UKW und vermutlich, ja.
0:01:52–0:01:57
Wirst du zuerst bei den Kultursparen bevorteilt, beim Bum-Bum-Bum-Bum-Bum-Musik sparsch?
0:01:57–0:02:03
Nein, das ist absurd. Also ehrlich, ich weiss nicht, ob wir die Diskussion jetzt
0:02:03–0:02:05
führen können. Ich habe das auch gelesen.
0:02:05–0:02:09
Ich finde, absolut, das sollen wir nicht machen. Weil eben klar,
0:02:09–0:02:13
wer denn ausser SRF kann so einen Kulturuftrag ausführen?
0:02:13–0:02:20
Ja, absolut. Das würde ich auch zum Kern zählen, was sie machen sollten.
0:02:21–0:02:29
Von mir aus könnte man dann eher DRS3 abschalten, weil dort finde ich die Musik, die dort läuft.
0:02:29–0:02:33
Sorry, aber auf Radio Stadtfilter ist ja nicht immer alles Gold,
0:02:33–0:02:34
was glänzt und musikalisch an.
0:02:35–0:02:39
Wenn ich das so sagen darf, aber im Schnitt, also bitte, hallo.
0:02:39–0:02:43
Da würden wir noch eher all die Frequenzen des DRS3 übernehmen dürfen.
0:02:44–0:02:50
Aber ich würde sagen, eben Stadtfilter und nach der Sendung Feedback aus der
0:02:50–0:02:54
Familie, aber eben wenigstens hast du bei Stadtfiltern Dinge,
0:02:54–0:02:56
die du sonst nie hörst. Ja, genau.
0:02:57–0:03:03
Was ich auch mal cool finde und irgendwie ich glaube, es hat irgendjemand mal,
0:03:03–0:03:07
auch wo wir später zu das iPhone gekommen ist, irgendeine App geschrieben.
0:03:08–0:03:15
Es gibt in London, gibt es glaube Capital FM, wie oft Robby Williams Titel,
0:03:15–0:03:21
ich sage jetzt mal Robbie Williams, Hauptminöd gespielt werden.
0:03:21–0:03:25
Das ist wahrscheinlich so, damals sind die Apps noch im Web gewesen.
0:03:25–0:03:26
Ja.
0:03:27–0:03:31
Und vielleicht auch noch eine Anekdote, bevor wir losgehen, die es überhaupt
0:03:31–0:03:33
nicht mit Nerd-Dum zu tun hat.
0:03:33–0:03:38
Ein Arbeitskollege, der war in Leipzig am Konzert von Michael Patrick Kelly.
0:03:38–0:03:39
Ja.
0:03:40–0:03:46
Und dann war er mit seiner Frau noch an der Bar und dann irgendwann im Lift.
0:03:46–0:03:51
Und plötzlich steht Michael Patrick Kelly mit dem Bodyguard. Und ja, welcher Stock.
0:03:52–0:03:57
Und natürlich Schnappatmung und dann eben Michael Patrick so.
0:03:57–0:04:01
Ja, wartet an meinem Konzert, ja, tut mir leid, wegen Entonproblemen,
0:04:02–0:04:03
aber ja, und dann natürlich Selfie und so.
0:04:04–0:04:04
Ah, sehr gut.
0:04:04–0:04:09
Ja, also er ist wirklich total locker, ja, und sie schauen dann und ja,
0:04:09–0:04:12
ja, sie kommen dann im Mai noch mal in die Schweiz und dann sollen es,
0:04:12–0:04:17
ja, also wirklich, also er ist echt ein total lockerer Typ gewesen und ja,
0:04:17–0:04:19
ich wollte wirklich wissen, wie,
0:04:19–0:04:21
haben sie das Konzert gefunden.
0:04:21–0:04:26
Es ist doch auch schön, dass die Leute auch wirklich, ja, realos sind.
0:04:26–0:04:31
So ist es. Und jetzt haben wir unseren Anekdotenfundus fast aufgebraucht, oder nein, auch nicht.
0:04:32–0:04:36
Aber wir schauen, was in der Hauptsendung passiert, was wir da noch zu bieten
0:04:36–0:04:37
haben. Und die geht jetzt los.
0:04:52–0:04:56
Wir versuchen ja immer tuendlichst den Eindruck zu vermeiden,
0:04:56–0:04:59
wir seien jetzt so ein Apple-Fanboy-Podcast.
0:04:59–0:05:03
Im Gegenteil, wir sind das absolute Gegenteil, falls es das gibt,
0:05:03–0:05:05
von einem Apple-Fanboy-Podcast.
0:05:05–0:05:10
Aber heute kommen wir nicht darum herum, über diese Firma, dieses Unternehmen zu sprechen.
0:05:11–0:05:15
Weil gerade aus zwei Gründen. Erstens ist es vor kurzem 50 Jahre alt geworden
0:05:15–0:05:18
und zweitens hat es einen neuen Chefberuf.
0:05:18–0:05:24
Tim Cook, wir haben schon darüber spekuliert, wenn dem sein Verfallsdatum erreicht
0:05:24–0:05:26
ist. Und das ist jetzt dann erreicht.
0:05:26–0:05:28
Er übergibt.
0:05:28–0:05:33
Er übergibt nicht sich, sondern den Stab an John Turnus.
0:05:33–0:05:38
Und wir fragen, wer ist der Mann? Was sind die grössten Baustellen bei Apple?
0:05:39–0:05:41
Welche Herausforderungen stellen sich?
0:05:42–0:05:46
Aber zuerst, Digit Chris, fangen wir schon damit an. Ein bisschen Lobhudeleiseg
0:05:46–0:05:51
erlaubt, Denn in diesen 50 Jahren hat das Unternehmen mit einem abbissenen Apfel
0:05:51–0:05:54
doch schon das eine oder andere richtig gemacht.
0:05:54–0:05:59
Was würdest du sagen, was war das grösste Produkt, das du je von diesem Konzern gesehen hast?
0:06:00–0:06:03
Ich muss zu schnell sagen, dass wir einen Fanboy-Podcast haben.
0:06:03–0:06:05
Ich glaube auch in unserem Realitätsabgleich.
0:06:05–0:06:11
Ich hatte mal die Services von Apple als negativ. Ich hatte die Apple Vision Pro als negativ.
0:06:12–0:06:14
Also wir sind neutral.
0:06:16–0:06:19
Neutral bis kritisch, würde ich sagen.
0:06:19–0:06:24
Ja, also ich glaube schon, das wichtigste Produkt, da sehe ich den iPod,
0:06:24–0:06:27
weil da ist Apple wirklich kurz vor dem, ich kann es nicht sagen,
0:06:27–0:06:29
Abserbeln gewesen und da ist
0:06:29–0:06:33
jetzt Steve Jobs mit so einer Zigaretten-Schachtel auf die Bühne gekommen,
0:06:34–0:06:36
und ich glaube, das hat alles gekehrt.
0:06:36–0:06:36
Ja.
0:06:37–0:06:41
Also einfach, es hat schon MP3-Player gegeben, aber...
0:06:42–0:06:48
Ja, die hatten teilweise nur 64 Megastorage und sind auch nicht viel billiger gewesen.
0:06:48–0:06:52
Ich glaube, einfach mit dem hat Apple gekehrt. Und klar, wir kommen auf die
0:06:52–0:06:56
Produkte noch. Ich sage jetzt nochmal schnell iMac, ja, auch natürlich das iPhone.
0:06:57–0:07:01
Ja, ich bin natürlich noch ein bisschen älter, das merkt man jetzt dann gerade.
0:07:01–0:07:08
Für mich ist schon der Original Mac das Kistchen da. Ihr erinnert uns mit einem winzigen Bildschirm.
0:07:09–0:07:11
Der Mac 128, ja.
0:07:11–0:07:15
Genau, 128k. Jemand hat den letzten lustigen Witz gemacht.
0:07:15–0:07:19
Heute hatten wir vier, aber dazu mal 128k.
0:07:20–0:07:24
Was natürlich nicht vergleichbar ist.
0:07:25–0:07:29
Übrigens, ich habe mir überlegt, wo habe ich das erste Mal einen Mac gesehen
0:07:29–0:07:33
und wahrscheinlich, ich höre es sogar zu, ich sage jetzt beim Onkel Martin.
0:07:34–0:07:37
Den haben wir auch schon gehört. Grüß gönnend aus dem Onkel Martin.
0:07:38–0:07:42
Ja, und ich glaube damals, wir hatten natürlich keinen Computer,
0:07:42–0:07:48
ich glaube mein Götti, der hatte irgendwie so einen IBM PC und wahrscheinlich
0:07:48–0:07:50
schon hat der damals ein Modem gehabt.
0:07:50–0:07:54
Das war irgendwie 6, 7, 8, also der Herr Reagan war noch im Weissen Haus.
0:07:55–0:07:59
Und der hat halt wahrscheinlich Finanzzahlen anprüfen können.
0:07:59–0:08:03
Das war nicht mit SAP, aber das haben wir halt schon können.
0:08:03–0:08:10
Und es ist irgendwie einfach der, wie haben die geheißen, die IBM PC mit der grünen Schrift.
0:08:11–0:08:13
Wie hat der geheißen, der erste IBM PC?
0:08:13–0:08:17
Der erste IBM PC hat IBM PC geheißen.
0:08:18–0:08:25
Ja, und dann eben irgendwann beim Onkel Martin, ob das jetzt ein Mac Plus oder
0:08:25–0:08:31
ein SE gewesen ist und eben die App, die mich total geflasht hat, ist Mac Paint gewesen.
0:08:32–0:08:32
Ja, genau.
0:08:32–0:08:37
Also eben, du hast mit dem Mäusli können ein Viereckli machen,
0:08:38–0:08:44
hast du können irgendwie mit den lustigen Gardens, die Füllungen irgendwie mit dem,
0:08:44–0:08:50
mit Carlos und so, hast du irgendwie Christian schreiben, hast du drücken können.
0:08:50–0:08:52
Ja, das hast du alles können.
0:08:53–0:08:56
Es gab dort schon Inkjets, es war nicht ein Alldrucker.
0:08:57–0:09:00
Und dann habe ich einfach gesagt, boah, schau mal, das Feili.
0:09:00–0:09:02
Das hat mich einfach so...
0:09:02–0:09:05
Der Cursor, der Bildschirmläufer, das er genannt hat.
0:09:06–0:09:07
Der Bildschirmläufer, nicht...
0:09:07–0:09:16
Um das noch zu sagen, Der IBM PC das erste, du meinst wahrscheinlich das Modell 5150, 1981, das war das.
0:09:16–0:09:22
Okay. Genau, aber bei den Verge habe ich gesehen, die haben zum 50.
0:09:23–0:09:28
Geburtstag von Apple eine Umfrage gemacht, wo sie gefragt haben,
0:09:28–0:09:30
welches das die wichtigsten Produkte sind.
0:09:30–0:09:33
Und dort konnte man sich beteiligen und ich habe mich auch beteiligt.
0:09:33–0:09:34
Und währenddessen das gelaufen ist,
0:09:35–0:09:45
sind dann so absurde Dinge wie Hypercard oder Quicktime oder so aufgeführt worden.
0:09:46–0:09:49
Oder was weiss ich was, Airdrop oder so Sachen.
0:09:50–0:09:55
Und, aber jetzt bin ich nochmal geschaut und jetzt ist doch die Ausmachung zu
0:09:55–0:09:58
Ende und auf dem Platz 1 ist das Original iPhone.
0:09:58–0:10:05
Ich bin nicht sicher, ob ich es wirklich gerechtfertigt finde.
0:10:06–0:10:09
Über alles war das iPhone sicher das einflussreichste Produkt.
0:10:10–0:10:14
Aber angefangen hat es natürlich mit diesen Sachen.
0:10:14–0:10:21
Du hast schon einen iPod erwähnt, aber auch die iMacs oder die Originalkomputer.
0:10:23–0:10:26
Also man sieht auch wirklich, es ist wahnsinnig schwierig.
0:10:26–0:10:34
Und der Laserwriter und der Imagewriter, also die beiden Drucker sind auf Platz 49 und auf Platz 50,
0:10:34–0:10:36
das finde ich noch vor dem Apple
0:10:36–0:10:42
TV oder so Sachen wie dem Apple Extended Keyboard 2, also bitteschön.
0:10:43–0:10:46
Oder Garageband, Garageband, über alles gesehen, auch wichtig.
0:10:46–0:10:52
Aber so ganz merkt man schon, dass da nicht nur Apple, wie soll ich sagen,
0:10:52–0:10:54
Insider abgestimmt hat.
0:10:56–0:11:01
Hypercard, ich habe dort gelernt zu programmieren. Ich habe irgendwo sogar noch
0:11:01–0:11:03
das Buch programmiert mit Hypercard.
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Das ist ja irgendwo im Elternhaus irgendwo in einer Schublade programmiert mit Hypercard.
0:11:10–0:11:11
Nein, Hypercard war ein lustiges Tool.
0:11:12–0:11:17
Das war natürlich eigentlich wegbereit. Das war das gleiche Prinzip,
0:11:18–0:11:21
wie im Web. Da stand ich drin, dass man mit Links arbeiten konnte.
0:11:22–0:11:27
Platz 2 M1-Chip. Ich weiss es nicht.
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Platz 3 original Macintosh. Platz 4 original iPod. Platz 5 Mac OS X.
0:11:35–0:11:41
Platz 6 iPhone 4. Platz 7 Bondi Blue iMac. Ich würde sagen, das muss sicher weiterführen.
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Aber eben. Gehen wir weg von dem? Oder ordnen wir es noch etwas grösser ein?
0:11:51–0:11:55
Es gibt, es haben drei, ich würde sagen, man kann die Geschichte von Apple in
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drei Phasen einteilen, eben die frühe Ära, so mit dem Apple 2 als ersten Computer,
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Macintosh, wo dann natürlich der Paukenschlag war,
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wo auch Desktop Publishing zusammen mit dem Laserdrucker, das hat mich ja wirklich
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in meiner früheren Jugend, in den 90er Jahren, bin ich ein Riesenfan gewesen
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von dem Desktop Publishing bis das bis heute, dass man selbst an deinem Computer konnte,
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Zeitschriften, Bücher und Zeitungen machen konnte.
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Vorher brauchte du eine Druckerei, Personal, einen Linotype,
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jemanden, der mit Playlettern umgehen kann.
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Jetzt hast du den Laserdrucker und den Bildschirm mit Visivica.
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Diese monochromen Bildschirme, die im Gegensatz zu den grünen IBM-Monitoren
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waren, die nur Schrift konnten.
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Du hattest eine super scharfe Typografie.
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Das war schon grossartig. Dann die zweite Phase.
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Apple darf man nicht vergessen, Ende 90er-Jahr gab es dort einen Manager wie
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Scully, der fast die Firma in den Grund und Boden geriet. Das ist der Pepsi.
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Genau, der ist von Pepsi gekommen. Er hat fast das Unternehmen in den Grund und Boden geriet.
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Wir erinnern uns vielleicht auch, es gab dort noch einen Clon.
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Es gab Apple-Hardware, die von Dritthersteller gekommen sind.
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Wo dann auch ein Konkurrenzkampf entstanden ist mit der Apple-eigeten Hardware.
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Und Apple ist es immer schlechter gegangen.
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Steve Jobs wurde vorher herausgerührt, wenn man gefunden hat,
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er passt nicht mehr so zu diesem Unternehmen als Gründer.
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Und er ist dann wieder zurückgekommen, hat von Next, er hat dann das Abenteuer
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gemacht mit seinem eigenen Betriebssystem und Computer, die Next Computer,
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ich habe sogar einen Bekannten, der so einen hatte, so einen Next Rechner.
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Und hat dann das Steuer herumgerissen.
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Wir erinnern uns, dann sind natürlich iMacs, die Plastik-Macs und iPod und all das,
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Der Music Store und dann ist natürlich die nächste Phase mit dem iPhone,
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das zu einer grossen globalen Plattform wurde.
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Und das mobile Internet und die Durchdringung vom Internet in allen Lebensbereichen losgelöst hat.
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Bist du einverstanden mit dieser Einordnung?
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Würde ich so sagen. Ich glaube eben auch gerade das iPhone war so ein Switch.
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Ich hatte relativ früh schon ein Symbian-Telefon, wo du ein Internet konntest.
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Ja, genau. Ich auch. Das war noch nicht so lange her.
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Das war 2003. war, du liest dir die E-Mails auf dem Handy, du spinnst doch.
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Ja, genau.
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Und ich bin heute, ich sage jetzt macht das unsere Oma und ja,
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das hat natürlich tatsächlich das iPhone, das hat wirklich...
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Und man muss ja sagen, das iPhone, das released wurde, ist ja technisch anderen
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Smartphones gegenüber unterlegen gewesen.
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Ich glaube, das hatte ja nur die Chip, das hatte glaube ich nicht einmal 3G gehabt.
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Nein, das erste iPhone 3G konnte, ja. Das, was dann bei uns ein Jahr später
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auf den Markt gekommen ist.
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Der charismatische Jobs hat das präsentiert und alle Leute sagten, boah, genial.
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Ja, genau. Und dann hat Steve Jobs das iPhone und das iPad auch noch auf den Weg gebracht.
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Er hat es, glaube ich, auch sogar noch präsentiert, falls ich mich richtig erinnere.
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Und dann ist er kurz darüber, ab 2011, gestorben.
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Steve Jobs, Tim Cook, hat übernommen als Chef. Und was ist dort?
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Mein Eindruck war, Tim Cook, ich habe gefunden, wie sind es bloß auf den gekommen?
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Also wo haben sie den ausgraben? Wir haben den herausgefunden,
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oder ich habe den herausgefunden, eigentlich erst jetzt, in dieser Retrospektive,
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dass der schon 1998 zu Apple gekommen ist.
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Er war ein Operations-Guy.
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Supply Chain hat er dort recht gut gemacht. Also er hat wirklich das ganze Radikal
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verbessert, die Lager- und Produktionslogistik.
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Aber da würdest du eigentlich denken, das allein mache ich jetzt noch nicht
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zum Chef von so einem Konzern, der sich immer als innovativ und als Speerspitze
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der digitalen Revolution sieht, oder?
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Ja, also ich glaube auch wegen Steve Jobs. der hat schon in einem relativ frühen
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Keynote mal gesagt, dass er eben an Krebs leidet und hat dann gesagt, er hätte,
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Nieren oder ich weiss nicht Lebertransplantation bekommen,
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und ich glaube, die erste iPad Keynote hat er noch einigermassen nochmal gut
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gemacht und dann glaube ich, beim zweiten iPad, mit dem Retina Display,
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da haben sie ihn einfach mit Medikamenten aufgebombt und ich weiss noch, ein Kollege,
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damals Als beim alten Arbeitgeber ein Arbeitskolleg, der Apple gehasst hat,
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das hätte mir jetzt einfach weh getan.
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Er würde nicht seinem schlimmsten Feind sowas wünschen. Du hast gesehen,
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der macht es nicht mehr lange. Das hat gesagt, das ist ein Tag im Leid.
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Er wird nie ein iPad kaufen, aber dass er jetzt wahrscheinlich den Job es nicht mehr lange macht, ja...
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Das war wirklich traurig.
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Es hat mich auch Leute gefragt. Steve Jobs würde ich sagen, man kann sagen, Genie.
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Man kann das Wort Genie beim Jobs verwenden.
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Ja, ich glaube, er war nicht so ein Managertyp, sondern er war wirklich der Gründer.
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Er ist er geblieben und er hatte seine Vorstellungen.
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Klar ging es ihm um Geld verdienen, ohne Zweifel. Aber ich glaube,
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er hatte schon immer auch das innere Feuer, das ich, ehrlich gesagt,
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bei Tim Cook nie so richtig gesehen habe.
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Aber eben, der Cook hat halt wichtige Sachen gemacht.
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Und wenn ich jetzt Aktien hätte, ich habe mir das jetzt nicht aufgeschrieben,
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wir müssen immer wegen der Zahlen aufpassen, glaube ich, von 350.
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Ich habe mir das aufgeschrieben, darum genau.
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Ich sage es in dem Fall, es ist immer ein Billion, Billion.
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Also, wo Tim Cook am 24.
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August 2011 übernommen hat in der Rolle als Chef, ist das Unternehmen Apple
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350 Milliarden US-Dollar wert gewesen und heute ist es über 4 Billionen Dollar wert.
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Also es hat seinen Wert verzehnfacht mindestens.
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Und das ich meine, das ist...
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Wie viel setzt die Schweiz um? Was ist so?
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Ich wüsste nicht, aber es ist schon eindrücklich. Eher als trocken, aber eben, wie gesagt,
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Ich meine, das habe ich ja schon im Studium gelernt, eben mit so Operations
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Management, Just-in-Time und so, der hat halt einfach die Prozesse optimiert
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und ja, da wird sicher einiges richtig gemacht haben.
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Also wird es nicht, da gibt es andere, die, ich muss sagen, jetzt nicht wären,
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die könnten sich da ein Schiebeln davon abschneiden.
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Ja, das ist absolut so. Was die Vermarktung von diesen Produkten angeht und was die Gewünne angeht,
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hat Tim Cook eigentlich vieles richtig gemacht.
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Er hat Geld verdient, die Marschen waren wahrscheinlich schon immer gut bei
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Apple, hat er richtig eingeschätzt, richtig vorantrieben.
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Er hat das Produktportfolio vernünftig gemanagt.
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Er hat auch, man muss sagen, Apple war ursprünglich ein Hardwarekonzern. Das hat sich verändert.
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Es gab schon erste Anzeige zu Jobszeiten mit dem Music Store und so,
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aber heute wird natürlich der Serviceaspekt mit den Abos, mit der Cloud, mit der iCloud und so
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ist es ein riesiges Geschäft und ein wichtiges Standbein geworden.
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Und ich glaube, das sieht man ja auch bei allen oder bei vielen anderen Tech-Konzernen.
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Das ist immer ein wichtiger Standbein geworden.
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Und da hat er die richtige Entscheidung getroffen. Er hat auch neue Produkte eingeführt.
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Mich würde interessieren, welches du das Wichtigste von diesen findest.
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Apple Watch, AirPods, HomePod, AirTags oder dann die Vision Pro vielleicht.
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Vision Pro, ja. Kann ich mal aus Flupken?
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Zu Recht, ich glaube auch. Aber Apple Silicon, da sind wir uns einig,
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das war eine Meisterleistung von diesem Konzern, von diesem Intel wegzukommen und die eigenen
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Chips zu bauen, die der Konzern
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technologisch nach vorne gebracht hat.
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Ja, ganz klar. Wenn wir zum Apple Silicon gehen, Also ich hatte ja ein M1,
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welches ich jetzt auch familiär weitervererbt habe.
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Einfach, ja, hat halt gerade jemand ein Notebook gebraucht, dann hole ich ein
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neues. Also schon das M1 war wahnsinnig schnell.
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Also ich sage jetzt, und eben, wir zwei sind vielleicht nicht repräsentativ,
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aber wenn ich sage jetzt, und es soll nicht despektierlich sein.
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Irgendein Student, der jetzt halt keine Ahnung, weiss ich noch was studiert.
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Da hast du einfach das kein BMW, also wenn es einigermassen einen sauber Akku
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hat, kommst du den ganzen Tag durchs Studium ohne zu laden.
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Und es ist schnell, du würdest wahrscheinlich jetzt im,
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Keine Ahnung, das Betriebsökonomie-Studium wird jetzt nicht gerade irgendwie,
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grosse Models renderern müssen.
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Schon das ist wirklich... Und wenn ich jetzt auf meinen M4 tatsächlichen Film,
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render, also im Handbrake, es wird handwarm, aber mehr nicht.
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Und eben das MacBook Air hat keinen Lüfter, ja, Air-Lüfter.
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Das hat mich schon, wie sagen wir, fasziniert.
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Und eben auch die alten Apps laufen zu 99%. Mittlerweile sind sie auch auf Arm
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geschrieben und da sind gewisse Notebook-Hersteller ziemlich alt verwischt worden.
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Also eben auch mit dem MacBook Neo jetzt, wo wir da schon genügend erwähnt haben.
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Ich glaube, das müssen wir nicht wiederholen.
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Aber ja, Konkurrenz wieder, glaube ich, wo die Laptop-Hersteller wieder aus
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dem Busch klopfen, das Jahr 2026.
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Aber ja, ich würde sagen, es ist Es ist so, wir haben gesagt,
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wir seien keine Fanboys und darum ist spätestens jetzt der Moment gekommen,
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wo wir Tim Cook auch ein bisschen müssen,
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Wie soll ich sagen, die Vision Pro haben wir gesagt, die müssen wir kritisieren.
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Das ist, glaube ich, wirklich ein Flop gewesen und da hat Apple den Markt völlig falsch eingeschätzt.
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Sie haben die KI verschlafen, die verschlafen es bis heute, finden viele Leute,
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also viele kritisieren, was Apple liefert oder nicht liefert.
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Es gibt jetzt den Deal mit Google.
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Sie tun Gemini, die Google KI, haben sie jetzt für sich besorgt und bauen dann
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die irgendwie ihre Produkte ein und dann sollte das ein bisschen vorwärts gehen,
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aber von dem sieht man wirklich noch nichts.
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Auch bei der Siri, die ist immer noch gleich dumm wie vor zehn Jahren.
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Also das ist wirklich ein Problem für viele. Ich finde jetzt eher,
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dass sie dort auch den Datenschutz hochhängen, finde ich eigentlich gut, aber
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Man kann sagen, der Datenschutz ist ein bisschen… In den USA haben sie die Privatsphäre
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ihrer Nutzerinnen und Nutzer verteidigt,
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wo mal die Geheimdienste gekommen sind und gesagt haben,
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wir wollen, dass ihr da das FBI gesagt habt, macht uns das iPhone auf.
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Ja, das San Bernardino-Attentat, ja.
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Genau, haben sie gesagt, nein, das machen wir nicht, wir bauen keine Hintertüre
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ein, das gibt es einfach nicht. Und das nehme ich ihnen ab.
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In China hingegen sind sie sehr kompromissbereit.
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Und jetzt auch mit der neuen Trump-Regierung, oder mit der nicht mehr ganz so
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neuen Trump-Regierung, hat man wirklich gesehen, was mich sehr gestört hat.
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Und im letzten Jahr, dort gab es so die Eis-Warn-Apps.
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Also da konnten Leute, die sich vielleicht nicht legal in den USA aufgehalten
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haben, oder sonst einfach den Eisbeamten nicht haben begegnen,
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da gab es diese Warn-Apps, die sie...
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Die sagten, Achtung, EIS-Agenten sind in einer Nähe nach Ausländern,
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wo sie zum Land ausrühren oder in ein Gefängnis stecken können.
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Und dann hat Apple die Apps zum Store ausgeworfen, weil sie gefunden haben,
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dass sie einfach dem Druck der Regierung nachgegeben haben. Google hat das auch gemacht.
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Aber sie haben sogar eine App rausgerührt, wo man dokumentieren konnte,
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was die Eisbeamten machen.
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Und wir haben gesehen, es gab Fälle, wo man gesehen hat, wie wichtig das ist,
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dass das dokumentiert wird.
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Das ist ein Recht, auch ein von der Verfassung garantiertes Recht in den USA.
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Ich finde, das stört mich wahnsinnig, so Sachen.
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Und Tim Cook selber ist homosexuell, hat das zugegeben.
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Oder was heisst zugegeben? Eine blöde Formulierung. Ich nehme die zurück.
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Er hat das öffentlich gemacht, er ist dazu gestanden, so wollte ich es formulieren.
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Entschuldigung, kein Shitstorm, nicht rausschneiden, man könnte das wunderbar
0:25:53–0:25:55
zum Kontext ausreissen.
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Also er hat das der Öffentlichkeit mitteilt, aber hat dann trotzdem mit einer
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Regierung sich sehr liebesdienerisch gezeigt,
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wo das Rab von der Zeit zurückdrüllen und nur Mann und Frau sind richtige Beziehungen.
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Stichwort Goldbarren.
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Ja, genau.
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Aber ich glaube, jetzt müsste ich die App ein bisschen machen,
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aber ich glaube, mein US-X gendert immer noch.
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Ich glaube, ich bin immer noch BenutzerInnen-Chris.
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BenutzerInnen-Chris hast du sehr gut.
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Also ich habe ja gesagt, ich glaube, du hast auch irgendwie mal mit irgendjemandem diskutiert.
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Ja, mir wäre jetzt Benutzer lieber, aber ich stirbe auch nicht dran.
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Und ja aber ich muss jetzt auch sagen, wenn du jetzt halt ein Unternehmen hast,
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ja, wenn ich jetzt Tim Cook werde,
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Bill Gates wie heisst er, Sunder Pinschei von Google und du einfach siehst,
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du kannst jetzt da halt Millionen oder hunderte Millionen machen jeder ist käuflich
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und wer das nicht weiss, leset mal Besuch der alten Dame vom Düramatischen Es
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ist schon damals irgendwie so,
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es ist irgendwie, es geht gerade ein bisschen um das.
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Also ja, wir sind alle irgendwie häufig so traurig es ist.
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Okay, das ist eine schwierige Diskussion.
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Achso, ich kann es jetzt einfach mal so sagen, wenn wir mal irgendwo in so einer Situation sind.
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Absolut, du hast absolut recht. Du bist voll in diesem Dilemma zwischen den
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Ansprüchen der Aktionäre, die ihre Renditen und Dividenden sehen wollen,
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und einem Konzern, der sich politisch durchnavigieren muss.
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Aber schon, weisst du, dass man dann sieht, Dann schreibt man sich das so gross
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auf die Fahnen vorher und nachher ist es so schnell wieder weg.
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Ich finde, dann soll man einfach vorher nicht die Schnur so weit aufreissen.
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Das sagen wir so. Aber ich sehe schon, es ist tatsächlich so,
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ich bin nicht in Tim Cooks Schuhe und darum kann ich mir einfach das Mund zerreissen.
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Das gebe ich schon zu. Aber andererseits würde ich es trotzdem finden.
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Da hat man ein bisschen... Ich meine, auch andere haben es gemacht.
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Aber ja. Bei Google habe ich gefunden, die sind nicht ganz so peinlich gewesen.
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Der Mark Zuckerberg und so. Wir haben auch schon darüber gesprochen,
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von Elon Musk, wenn wir jetzt in diesem Moment gar nicht anfangen. Aber ja, genau.
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Reden wir noch über den Neuling, den John Turnus. Wer ist denn der kennt?
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Ist der dir ein Begriff gewesen bis jetzt?
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So halb. Also jetzt natürlich, wo du die Videos gehst, Er ist glaube ich schon
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seit 25 Jahren bei Apple.
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Er ist der Hardwarechef, hat Maschinenbau studiert, also er weiss wahrscheinlich
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tatsächlich, wenn man jetzt für einen Apple aufschrauben möchte,
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was das genau macht.
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Er ist seit 25 Jahren dabei und das ist vielleicht auch etwas,
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was Cook und Jobs unterscheidet.
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Eben, Jobs hat einfach an einer Keynote drei Stunden lang Respekt,
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ohne irgendwie einen Spich zu durchgeschnurrt.
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Und Cook hat ja immer auch den Leuten übergeben. Und da haben wir den Ternes
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halt schon irgendwie gesehen, die gesagt haben, das ist eine neue Apple Watch
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und jetzt hat sie das und das und das. Also er ist ein absoluter Hardware-Guy.
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Und man fragt sich, wieso Turnus und nicht Craig Federighi,
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weil ich würde schon sagen, Apple hat sich mit der Software,
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weil Craig war ja Software-Chef, doch ein bisschen mehr Fit-Netflix geleistet als mit Hardware.
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Ja, und ich glaube, Turnus ist relativ, also ist 50.
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Ich, das weiss ich jetzt nicht, ehrlich gesagt. Ich kann nur einmal so kurz... Sag.
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Also ich glaube, er ist noch relativ jung und klar, also du willst natürlich
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in einem Konzern wie Apple Kontinuität und das heißt natürlich, wenn er jetzt,
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Behauptet mich nicht, 50 kann es nicht...
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75 ist auf die Welt kommen.
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Also ja, das würde etwas stimmen.
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Genau, so ist es.
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Wir sind ja kopfrecher Künstler.
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Und ja, ich nehme jetzt an, das ist sicher gut.
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Und eben der Kuck bleibt ja im Verwaltungsrat. Also ich glaube,
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das ist bei Ihnen relativ ähnlich.
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Und ich nehme an, der wird so viele Berater haben, der wird jetzt nicht einfach
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sagen so, ja, eben, jetzt tun wir das iPhone voll das Jahr und erst nächstes
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Jahr, dann wird es sicher noch andere Leute haben.
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Genau, wir müssen heute einigermassen pünktlich aufhören. Darum würde ich auch
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sagen, ich finde eigentlich, das hat mich positiv gestimmt, dass da ein Hardware-Guy kommt.
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Das teut für mich zumindest ein bisschen nach dem Operations-Guy von Tim Cook,
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dass da jetzt wieder einer wirklich,
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wie du sagst, glaube ich, richtig, der die Geräte von innen und von aussen kennt
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und weiss, wie sie funktionieren und auf was das ankommt, Und der muss sich
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jetzt halt auch irgendwie um die Software kümmern, klar.
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Ich hoffe, er versteht auch von diesem etwas, das weiss ich nicht.
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Aber ich glaube, zumindest besteht für mich so das Potenzial,
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dass sie sich auch mit dieser Hardware weiter beschäftigen und eben sich überlegen,
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vielleicht braucht es irgendwie ein KI-Gerät, das du in deiner Brille drin hast
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oder wo du an deinem Revers dreist.
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Also die KI, Appliances oder wie auch immer, der überlegt sich das sicher und
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auch eben aus der Perspektive vom Ingenieur heraus. Das finde ich sehr spannend.
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Und darum, zum Aufhören, vielleicht ganz kurz noch, unsere beliebten Prognosen am Schluss.
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Wie sieht Apple, ich glaube, in den nächsten 50 Jahren können wir nicht sagen, das ist unmöglich.
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Aber sagen wir vielleicht, um trotzdem jetzt den Ballen hoch zu rühren,
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in den nächsten 20 Jahren.
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Wo ist Apple? Ist Apple grösser, ist Apple kleiner, ist Apple gleich gross wie heute?
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Ich würde sagen, die Konsolidierung ist mehr oder weniger erreicht.
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Du hast Leute, die niemals ein Apple-Device haben, aber Leute,
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die halt ein iPhone hatten, werden immer ein iPhone haben.
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Ich glaube jetzt einfach nicht an das Next Big Thing.
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Wir haben es gesehen, mit Apple Vision Pro ist es grandios gescheitert.
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Klar, Apple Watch, ja, Leute, die vielleicht noch nie eine Uhr getragen haben,
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haben jetzt Apple Watch, aber das Ding ist auch ausgelutscht.
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Wenn dann vielleicht im September das iPhone ein Fold kommt,
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dann hat halt jemand statt das iPhone ein Fold.
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Ich glaube, es wird sicher nicht den Börsenwert massiv steigern.
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Das sehe ich auch so. Ich glaube, mit KI wird Apple so eine Bedeutung verlieren.
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Es wird immer noch gute Geräte brauchen, aber die Zeit von diesen grossen und
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inzwischen 50-jährigen Unternehmen Wir erinnern uns auch an IBM, Microsoft,
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HP, Intel vielleicht auch.
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Die Dinosaurier werden immer noch eine Rolle spielen.
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Aber ich hoffe, es wird auch noch eine neue Start-up auftauchen.
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Irgendein Start-up, wo wieder diese Konstellation ein bisschen aufbricht und
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es auch spannend gehalten für uns in dieser Sendung.
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Das würde ich mir eigentlich wünschen, oder? Sind wir uns einig?
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Ja, und dann denke ich, wenn ich noch das famous last word sage, think different.
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Nerdfunk.
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Wenn ich nicht ein Nerdfunk zu wenig nerdig sei, rekommiert es auf Nerdfunk.net statt finder.ca.
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Nerdfunk.

h zwei grosse Ereignisse aus Cupertino bringen uns dazu, uns in einem Schwerpunkt dem grossen Tech-Konzern zu widmen, der zusammen mit Microsoft, IBM, HP und vielleicht auch Intel zu den Urgesteinen der Branche zählt: Apple feierte vor kurzem den fünfzigsten Geburtstag und gab nur wenig später eine wichtige Weichenstellung bekannt: Steve Jobs Nachfolger Tim Cook tritt als CEO ab und übergibt an John Ternus – einen Mann, der zumindest den Nicht-Apple-Fanboys bislang unbekannt gewesen sein dürfte.

Was bedeutet das für den Konzern, der mit Macs und dem iPhone gross und unglaublich umsatzträchtig wurde? Dürfen die Leute hoffen, die sich mehr Innovation und überraschende neue Produkte wünschen? Oder geht es im gleichen Stil weiter – mit sturer Verteidigung der Vormachtstellung über den App Store und Bezahlschnittstelle, Verweigerung der EU-Regulierung, schlechter Reparierbarkeit und mangelnder Interoperabilität?

Wir fragen uns, wo die Grenzen des Wachstums liegen und ob es auf Dauer reicht, das Erbe von Steve Jobs zu bewirtschaften, wenn beim alles dominierenden Trend, der künstlichen Intelligenz, bislang keinerlei Zeichen gesetzt werden konnten. „Zenit überschritten, Apple?“ weiterlesen

Deepfakes: Wie uns die visuelle Realität abhandenkommt

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Deepfakes, das ist so ein Auswuchs vom Internet und der künstlichen Intelligenz.
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Das sind gefälschte Bilder, die, sagen wir jetzt, willkürliches Beispiel,
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Digi Chris auf einem Boot sitzt und er hat aber keine Kleider an,
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sondern sitzt zoberst Füllung Blut auf dem Mast und winkt den Leuten,
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die ihm zufällig sind. zuschauen.
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Also ein fiktives Beispiel, aber DigiChris, das Problem ist ganz real.
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Man kann mit so Deepfakes einfach beliebige Motive prompten und man findet auch Mittel und Wege.
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Auch wenn so klassische Kais jetzt würden sagen, hey, das ist eine Person,
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die ich nicht in eine verfängliche Pose einsetzen, findet man aber Kais, die das machen,
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zum Beispiel Grog von Elon Musk und man sieht in letzter Zeit sind eben auch
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die, das Internet ist geflutet worden von so künstliche Bilder,
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wo eben Leute ohne Zustimmung, ohne ihr Einverständnis irgendwelchen Szenen gezeigt worden sind.
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Hast du das beobachtet auf Twitter? Hast du selber so Bilder gesehen?
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Also ich hätte jetzt immer als Beispiel viel harmloser genommen.
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Ich hätte jetzt genommen Tom Hanks, alias Forrest Gump, der,
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glaube ich, in dem John F. Kennedy Ping-Pong spielt.
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Also das finde ich als harmloser Ding.
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Ich habe schon so Bilder gesehen teilweise, aber ich habe jetzt auch so die
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Rechts-Troll, die das wahrscheinlich postet,
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Meide ich eher auf die Wirkung.
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Ja, das ist eine sehr gute Entscheidung. Ich kann solche Sachen sehen,
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obwohl ich sie eigentlich auch probieren zu meiden.
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Vor einiger Zeit waren die wirklich fast omnipräsent.
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Du hast recht, man kann diese spielerisch brauchen. Es wäre eigentlich eine
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originelle Technologie, wo man künstlerisch kreativ tätig werden könnte.
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Auch wenn man nicht selber ein Kartonist ist, der das händisch,
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herstellen kann, würde das eigentlich das befördern, aber es ist tatsächlich,
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es hat wieder mal die, wie das in letzter Zeit im Internet häufig ist,
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es hat die schlimmste mögliche Wende genommen.
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Und Deepfake ist so ein Kofferwort, vielleicht am Anfang ein bisschen Theorie.
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Es besteht aus Deep Learning und Fake, also eben es können auch Videos sein,
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es sind einfach Inhalte künstlich generiert und man braucht sie neben dem spielerischen
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Bereich natürlich tatsächlich für politische Manipulationen.
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Für den Bereich der Sexualisierung.
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Die Deep Nudes ist ein grosser Bereich,
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dass Leute Bilder, sei es um sie selber anzuschauen, sei es um Leute bloßstellen,
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sei es um es teilen, das gibt ein riesiges Geschäft.
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Wir müssen trotzdem einen historischen Kontext machen. Es ist ja eigentlich
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nicht neu, dass Bilder gefälscht werden.
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Ich habe ein bisschen herumgesucht. Es gibt ja so Beispiele,
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die spannend sind, zu Stalins Zeiten, in Sowjetzeiten.
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Da gibt es doch die lustigen Fotos, die du siehst. Zuerst war es ein Gruppenbild.
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Stalin hat verschiedene von seinen Mitstreitern. Auf jeder neuen Version des
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Bildes war einer weniger drauf, weil er den einen nach dem anderen verschwinden lief.
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Auf eine Art auch noch lustig, aber man sieht schon diese Komponente.
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Der Unterschied ist natürlich, dass du dort noch etwas konntest.
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Und jetzt kann das heute eigentlich jeder mit so einem Prompt,
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wenn man das richtig macht, so ein Bild fälschen.
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Ja klar, wenn ich mich erinnere, da war ich wahrscheinlich in der Sekt,
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da gab es auch irgendwo im Industriepark im Dorf eine Führung.
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Und das war auch eben eine Grafikagentur und eben das ist auch einer gewesen,
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der hat noch die klassische Fotografausbildung und eben, der hat dann noch von
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Hand retuschiert und er hat damals gesagt,
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da bist du tiefer drin als ich eben, also das ist 30 Jahre her,
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ist das so vor allem bei Schwarz-Weiss-Bildern möglich gewesen eben,
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ich sage jetzt, wenn du neben mir stehst bist du plötzlich weg und eben, dann ist halt
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Photoshop gekommen und eben, jetzt können wir auch Farbenbilder zu manipulieren.
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Teilweise ist es halt nur zu optimieren. Er hat tatsächlich mal einen Auftrag
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bekommen, wo Familie-Foto, wo die einen
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Freundin weisst du halt abtrünnig geworden ist und dann ist sie weg sie hat gesagt, hey Gerne
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wahrscheinlich etwa 10 Minuten komme ich in Photoshop und heute geht es länger
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und es ist zwar kein Deepfake und er hat auch irgendwie erzählt was ich auch spannend finde
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wir haben ja schon über Photoshop geredet die hat irgendwie von jemandem den
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Auftrag bekommen, ich glaube sogar noch in der Lehre dass man,
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also eine Familie, die total harmonisch ist,
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du nimmst anscheinend wie Christbaumkugeln und tust das Gesicht drauf,
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vorhanden. Hast du keine Chance gehabt.
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Und eben mittlerweile mit Photoshop plutschen. Damals hast du halt noch kein
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M4 gehabt, hast du halt vielleicht noch einen 86040 Prozess gehabt,
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ist etwa 10 Minuten gerechnet und ist gegangen.
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Aber er hat schon damals gesagt, ja, ihr könnt an einem Foto in der Zeitung
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nicht mehr glauben. Das muss nicht echt sein.
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Genau das stimmt. Bei der Zeitung muss man sagen, dort sind die Fotos häufig echt. Auch heute noch.
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Immer noch, weil dort stehen auch journalistische Standards dahinter und ich glaube,
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Wenn man vielleicht die Quintessenz ein bisschen vorwegnehmen würde,
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dann wäre ich als Journalist, ich gebe zu, ich bin ein bisschen Partei in dieser
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Diskussion, wäre ich froh, wenn man nicht immer so derartig auf die Journalisten...
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Nein, das habe ich nicht will. Also nicht, dass man mich nicht falsch versteht.
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Nein, ich unterstelle dir das nicht. Ich unterstelle das aber vielen anderen,
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die ich weiss, dass eben, dann siehst du, ein Journalist macht einen Fehler
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und einen riesen Aufschrei.
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Erinnert man uns an den Fall vom ZDF vor einiger Zeit, wo sie ein Video gezeigt
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haben, wo eindeutig Kau generiert war.
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Es war sogar so deklariert. Es war nämlich ein Wasserzeichen drin.
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Sie haben es gesendet. Es war wirklich ein peinlicher Fehler,
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der nicht passieren darf.
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Aber man würde sagen, es ist doch trotzdem, finde ich, immer noch ein Unterschied,
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wenn du sagst, du hast ein Medium, das versucht, die Standards aufrechtzuerhalten
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und zu sagen, wir berichten das, was echt ist.
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Wir bringen echte Bilder und wir bringen nicht Fake-Bilder.
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Und dann passiert mal ein Fehler und dann müsste es eigentlich einem ja zum
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Schluss bringen, dass es in aller Regel doch immer noch funktioniert,
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die wahrheitsgetreue Berichterstattung.
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Und bei anderen im Internet, wo einfach, dort ist es irgendwie egal und dort
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schaut man überhaupt nicht an. Er erwartet null.
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Und ich finde, das müsste eigentlich eher uns dazu bringen, die klassischen
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Medien zu stärken und nicht immer von Systemmedien und von Legacy-Medien und
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von Mainstream-Medien und was sich alles einfallen lässt zu reden.
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Aber das war nur ein bisschen ein persönlicher Ausbruch im Moment.
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Also gehen wir zurück zu diesem Grog. Elon Musk war ein bisschen ein unrühmlicher Vorreiter.
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Oder nicht Vorreiter, aber er hat der Entwicklung noch einmal extrem Schub verliehen.
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Natürlich auch unter der Prämisse, dass er da die freie Meinungsäusserung stärkt,
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dass Fake-Bilder auch ein Ausdruck von Meinungsfreiheit sind.
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Darüber kann man schon mal geteilter Meinung sein.
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Aber es ist dann Anfang Januar der Bericht.
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In den Medien gewesen, glaube ich, bei Bloomberg habe ich das gelesen,
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eben innerhalb des Jahres, innerhalb der 24 Stunden, sind tausende so Fälle
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registriert worden mit Grog.
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Wo viele eben wirklich in sexualisierter Form, wo man gesagt hat,
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eben ziehen bitte diese Person ab, mach diese Blut oder steck sie in ein Backkleid
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oder in ein Bikini oder so.
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Solche sind mir wirklich auch begegnet und Und die Maske hat nichts dagegen gemacht.
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Und da müssen wir uns schon fragen, ist dann, also das,
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gehst du auch mit meiner Meinung, das ist nicht Meinungsfreiheit,
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wenn du einfach Leute objektifizierst und sie da auf eine Art zur Schau stellst,
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wie es eigentlich nicht geht.
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Überhaupt nicht. Und speziell da sind ja teilweise sogar Minderjährige gewesen. Genau, kommt dazu.
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Wenn wir jetzt gar nicht diskutieren, ich meine, ich sage jetzt,
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wenn es lustig ist wenn ich sage jetzt, ja, macht den Matthias keine Ahnung, wenn wir in die Kinn ja,
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Das wäre lustig das finde ich noch lustig.
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Aber eben gerade wenn es um mindere Jährige geht, also da müssen wir nicht diskutieren
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das ist strafbar und entsprechend auch würde ich hoffen dass Leute,
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die so Sachen gepostet haben sprechen zumindest mal
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ja, ich sage jetzt nicht, die müssen 10 Jahre in den Knast, aber vielleicht mal einfach
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wenn es mal vor einem Richter steht Und wenn es halt mal eben wie ...
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Tausendstutz Buss überkommt, dann machen sie den Scheiss nie mehr.
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Das Problem ist auch wirklich, es ist extrem einfach, die Bilder herzustellen
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und zu veröffentlichen.
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Und es ist extrem schwierig, sie aus dem Internet zum Verschwinden zu bringen.
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Das Ungleichgewicht zwischen den Täter und den Opfern, das stört mich auch.
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Ich habe mich ein bisschen damit beschäftigt, Und auch, weil das bei uns auf
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der Redaktion im Moment ein grosses Thema ist, was musst du denn machen,
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um so ein Bild wegzubringen?
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Also du musst es zuerst einmal sichern.
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Also du musst einen Screenshot machen oder eine Bildschirmaufnahme,
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dass du siehst, was da eigentlich passiert ist.
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Du musst irgendwie einfangen, wer das gepostet hat, also auch den Account.
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Und zum Beispiel auch bei dieser Kommunikations-App Telegram,
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wo häufig so Sachen geteilt werden, also die kann man eben auch so Beiträge natürlich löschen.
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Und wenn es wieder weg ist, dann heisst es, ist vielleicht nicht völlig weg.
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Ein anderer hat das gespeichert, bringt es wieder in Umlauf,
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aber am Originalort ist es weg.
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Und wenn du jemanden verklagen oder vor Gericht bringen oder Schadenersatz holen
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oder einfach den juristisch verfolgen, dass er nicht davor kommt,
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Dann hast du einen relativ grossen Aufwand, die Beweise sichern so,
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dass man sie auch vor Gericht nicht angreifen kann.
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Da ist so ein Video, es gibt auch Apps, die Bildschirmfotos sogar kryptografisch absichern.
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Das ist ein Riesenaufwand. Das kannst du eigentlich niemandem zumuten.
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Dann kannst du das melden bei diesen Plattformen. In aller Regel reagieren die
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nicht. Was machst du dann?
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Es ist extrem schwierig.
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Ich glaube, es braucht eine Rechtsprechung, die den Opfern hilft.
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Ja klar, aber ich sage jetzt, wenn ich jetzt, oder wenn du jetzt würdest,
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den Chris in den Unterhosen auf dem Schiffsmast posten.
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Ja, das mache ich sicher nicht.
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Und ja, dann, klar, könnte ich schon dagegen vorgehen und du bist IT-affin,
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dann heisst es, ja, der sitzt aber irgendwo auf den Bahamas.
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Da würde man vielleicht schon wissen, der Matthias, also nein,
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liebe Hörer, das macht er nicht, aber dann würde vielleicht irgendwann,
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und die VPN-Providere haben ja keine Logs.
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Also ja, vergiss es, hast wahrscheinlich keine Chance. Und wie gesagt,
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wenn es jetzt für mich ...
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Also als kleiner Dings, wie sagen wir, ja,
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Podcaster irgendwo ist, who cares, aber eben, wenn es dann vielleicht jemand
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aus dem öffentlichen Leben ist,
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wenn jetzt irgendwie, keine Ahnung, würde man die Meier bloßstellen oder so,
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das hätte dann vielleicht eine politische Folge.
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Ja, klar, klar, also das kann man aus politischen Gründen machen,
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man kann es machen, weil es geht, man kann es aus aus Bosenhaftigkeit machen
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oder weil man das Gefühl hat, man würde nicht verwünscht.
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Es ist wirklich ein Dilemma.
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Ich finde auf eine Art die Anonymität im Internet wichtig.
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Ich glaube, es braucht Leute, die anonym kommunizieren können.
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Da denkt man wieder natürlich an Whistleblower, an Dissidenten,
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an Leute, die sich gegen ein Regime auflehnen.
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Auf der einen Seite ist es wichtig, aber auf eine Art finde ich es schade,
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dass gewisse Leute ihre Standards nicht höher ansetzen und das aus purer Boshaftigkeit
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eine Trollerei braucht.
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Und es sind ja nicht nur ein paar, dass das so Ausmass annimmt.
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Natürlich sind es im Verhältnis wahrscheinlich immer noch wenige, die das machen.
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Aber eben gerade weil dann auch die Algorithmen, je nachdem von diesen Plattformen,
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das so befördert, wird es dann halt trotzdem zu einem riesigen Problem.
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Und ich frage mich schon, Ich meine, ich bin kein Jurist, aber wenn ich den
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AI-Act der EU richtig verstanden habe, dann schreibt er eigentlich vor,
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dass künstlich generierte Inhalte deklariert werden müssten.
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Also so ein Bild müsste eigentlich ein Label haben, ein KI-Label,
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und dann siehst du schon mal.
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Das ist künstlich generiert und dann könntest du eben auch, wenn du die Leute
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hast, die immer wieder Bilder posten, wo du anweisen kannst,
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dass die KI generiert sind,
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aber die nicht deklarieren, dann könntest du mal sagen, hey,
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du verstossest das ständig gegen unsere Richtlinien, jetzt musst du damit aufhören
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und sonst drehen wir die auseinander.
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Also man könnte das Problem schon lösen. Ich glaube, man kann es nicht verhindern,
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dass Leute auch unanständige Bilder oder verwerfliche Bilder produzieren.
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Das gehört wahrscheinlich dazu.
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Aber dass man dann greifige Massnahmen hat, dass die sich so verbreiten,
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das könnte man schon besser machen.
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Ja, aber ich glaube auch jetzt, der Videogenerator von Gemini,
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wenn es am Recht ist, hat unten recht zu tun, ein kleines Wasserzeichen.
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Aber eben, also schon vor 20 Jahren haben wir, ich sage jetzt halt auch Piraten,
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irgendwie eine Sendung vom RTL aufgenommen, haben das RTL-Logo irgendwie rausgebracht.
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Genau.
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Dann nimmst du halt das Gemini-Video, haust es halt zu whatever rauf, dann ist es auch weg.
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Also, du kannst Das ist ein Wasserzeichen. Du hast über das ganze Bild genommen.
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Das wirst du nicht können. Wenn ich anonym sage, Matthias
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läuft in den Unterhosen oder liegt auf dem Gleisenbahnhof Winterthur mit einem
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Bier. Nein, das mache ich nicht.
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Ja, was willst du dagegen machen?
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Ja, genau, das ist tatsächlich ein bisschen das Problem und ich glaube tatsächlich
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macht die KI von Google nicht nur ein sichtbares Wasserzeichen,
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sie markieren die Bilder auch unsichtbar, also mit einem digitalen Wasserzeichen
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und du kannst das Zünd-ID heisst das, Das kann man z.B.
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Mit Gemini gut feststellen.
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Sogar wenn du die Google-Rückwärtssuche, also die Bildersuche benutzt,
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zeigt die dir unter Umständen an, wenn sie so ein Wasserzeichen gefunden hat,
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zeigt an, das Bild ist keine eingeneriert.
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Da gäbe es schon Mittel. Natürlich gibt es auch Open-Source-Bildgeneratoren,
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wo dann überhaupt keine so Guardrails, also so Methoden, um sich ein bisschen eingrenzen zu haben.
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Aber dadurch kannst du das nicht ganz verhindern. Aber einerseits,
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glaube ich, ist es tatsächlich ein Problem, wie einfach das ist.
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Wenn man es nur ein bisschen erschwert, dann fallen, sage ich jetzt mal,
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die ganz Unfähigen schon mal weg.
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Und die Menge reduziert sich ein bisschen. Aber ich glaube, man könnte schon
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auf den Plattformen ansetzen,
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dass man halt erstens die KI-Bilder dann vielleicht auch nicht einfach so verbreitet
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und vielleicht die Leute schon auch massregelt, wenn sie verstossen,
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dass man wirklich volle Mechanismen hätte, um so Bilder zu melden.
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Man würde gerade meinen, dass du sagst, ich bin auf diesen Bildern drauf,
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dass du als Betroffener den Leuten helfen müsstest, das zum Verschwinden bringen.
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Das ist eigentlich selbstverständlich.
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Das müsste den Anstand gebieten.
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Und ich verstehe ehrlich gesagt, wenn ich jetzt da in diesem Studio sitze und
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mir darüber rede, verstehe ich schon nicht ganz, dass wir über eine solche Selbstverständlichkeit
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reden müssen und dass die Tech-Konzern,
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nicht von sich aus darauf kommen. Das ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.
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Kannst du dir das erklären?
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Ja, haben wir glaube ich vorhin schon geredet. Das sind börsenkotierte Unternehmen. Das kostet Geld.
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Es bringt dir nichts. Vielleicht ja.
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Bringt es mal Goodwill von ein paar Leuten, aber dann würde ich vielleicht als
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Aktienär von Google auch sagen, hey, ihr habt jetzt 100 Millionen, just an example,
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für nur Massnahmen gegen KI missbrauche ich aber die 100 Billionen,
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könnt ihr in eure Server investieren, also es ist wahrscheinlich,
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it's a capitalism thing.
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Ich glaube, das Problem ist auch wirklich, dass man das Gefühl hat, es ist so omnipräsent.
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Also die KI-Bilder in den sozialen Medien sind irgendwie jeder gepostet.
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Natürlich eben auch häufig, weil die, ich würde sagen, nicht unbedingt Deepfakes.
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Also wo man sagt, wenn man es jetzt im engeren Sinn nimmt, ist natürlich jedes
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KI-generierte Bild eigentlich ein Deepfake.
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Aber wenn wir das nehmen, für die, die wirklich eine Person plagiieren.
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Dann gibt es ja auch noch den Bereich des AI-Slops, der einfach künstlich generierte
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Motive sind und die sind so omnipräsent,
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dass man wirklich das Gefühl hat, das ist jetzt die neue Normalität und sich
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einem Schaden nicht bewusst ist.
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Ich habe heute zufälligerweise, oder gestern war es der schöne Begriff,
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für das gehört von den Liars Dividenden, also quasi Dividenden für den Lügner.
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Auf Deutsch könnte man vielleicht auch sagen, so Belohnung fürs Lügen oder der Gegenwert fürs Lügen.
0:19:30–0:19:38
Dass du eben, wenn so die Beweiskraft von Bildern durch die Omnipräsenz von
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diesen KI-generierten Motiven sinkt,
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dann können auch Leute herkommen, die sagen, eben als Politiker,
0:19:45–0:19:50
als krupelloser Politiker, du wirst gefilmt bei irgendeiner Korruption,
0:19:50–0:19:56
du nimmst Geld entgegen von irgendeinem industriellen, sagen wir von Mark Zuckerberg,
0:19:56–0:20:01
Achtung, fiktives Beispiel, Du nimmst Geld von Mark Zuckerberg entgegen und tust dafür.
0:20:02–0:20:06
Was weiss ich was, KI-Regulierung verschleppen oder so,
0:20:07–0:20:10
dann wirst du dabei gefilmt, dann kannst du hinzugehen und sagen,
0:20:10–0:20:14
hey, das ist ein KI-Bild oder ein KI-Video, das ist künstlich generiert,
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das ist nicht echt, das schwächt Beweiskraft und eben, wir haben es gesagt am Anfang,
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man hätte diesen Bildern nie so richtig glauben können, aber es hat schon sehr,
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sehr viele Bilder gegeben, die auch echt waren und die man eigentlich nicht
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hinterfragen musste und wenn das so weitergeht,
0:20:31–0:20:37
dann gibt es überhaupt nichts mehr, die man beweisen kann und das ist politisch wirklich kein Problem,
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dass dann halt, man sieht es ja beim Trump oder der KI generiert,
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das ist einfach alles alternative Realität und am Schluss beugt sich jeder das
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halt so zurecht, wie es ihm gerade passt und das ist schon keine Zukunft.
0:20:49–0:20:54
Ja, aber du hast, jetzt wenn ich ein bisschen zurückdenke, so an meine Anfangszeit,
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wo ich mal ein bisschen anfange am Fernsehen schaue, der Kurt Felix hatte ja
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auch unzählige Sendungen gehabt und er hat dann auch das Interview gefälscht.
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Da hast du jetzt irgendeinen Bundesrat gehabt und der hat halt irgendwie im
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Originalinterview, ich glaube es ist der Kurt Furgler, also behaftet mich nicht,
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ja was ist ihr liebste Dessert?
0:21:17–0:21:19
Er hat gesagt, Caramelköpfchen.
0:21:19–0:21:23
Und dann hat der Felix, ja wie nennt sie ihre Frau?
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Und dann Caramelköpfchen. Und das hast du schon damals, eben vor 40 Jahren,
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können Du hast natürlich gemerkt, wenn es der Kurt Felix ist, es ist Satire.
0:21:33–0:21:37
Aber ich habe das Gefühl, und wir müssen den Melzi wieder mal haben,
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wegen Medienkompetenz, dass die heutigen Jugendlichen, wenn du jetzt würdest,
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keine Ahnung, Karamell, nicht Karamell, Karin Krell, absolut zu fragen,
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dass die glauben, ja, ja, ihren Mann nennt sie Karamellköpfe.
0:21:52–0:21:57
Und ich glaube, das ist etwas, was unsere Generation, und gerade jetzt wir von
0:21:57–0:22:01
dem Podcast, wir sind vielleicht ein bisschen paranoider als andere.
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Ja, ich weiss es nicht, ehrlich gesagt.
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Leider sehe ich auch auf Facebook vor allem auch geheierte Alten schon auf ganz viele von diesen Fakes.
0:22:12–0:22:20
Und ja, das mit dieser Satire natürlich, das ist Satire darf Sachen eigentlich
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alles, aber umgekehrt ist nicht alles Satire, die vielleicht auch das behauptet.
0:22:27–0:22:30
Aber eben, dass man jetzt irgendwie bei der Karin Keller-Sutter oder wie man
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immer von der Karabellköpfle Versus jemand nackt auf dem Schiff ist dann doch noch etwas anderes.
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Also wenn es einfach so überzeichnet ist, dass man es merkt,
0:22:44–0:22:45
ist es in meinen Augen okay.
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Aber teilweise wirst du wahrscheinlich Leute haben, die sagen,
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oh was, der Herr Sutter nennt seine Karin Karamellköpfchen.
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Das hast du wahrscheinlich auch Leute, die das glauben.
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Jetzt müssen wir das investigativ recherchieren, wie sie eigentlich heisst.
0:23:05–0:23:09
Nein, aber was machen wir denn dagegen? Ich finde ganz klare Forderungen.
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Diese Plattformen müssen in die Verantwortung genommen werden.
0:23:13–0:23:15
Das geht einfach nicht mehr.
0:23:15–0:23:21
Das Label muss hin und sie müssen Leute sanktionieren, die ständig dagegen verstossen.
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Ich würde sagen, nicht beim ersten Mal, nicht beim zweiten Mal.
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Man muss den Leuten Gelegenheit geben, das zu lernen, dass sie das machen müssen.
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Aber beim fünften, sechsten oder zehnten Mal gibt es eine echte Strafe.
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Und wenn die Plattformen das nicht machen, dann muss der Gesetzgeber schauen,
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dass es diese Gesetze gibt.
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Ich bin, wie gesagt, kein Jurist, aber ich finde den dänischen Ansatz auf eine Art noch witzig.
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Witzig ist vielleicht der falsche Begriff, aber originell und auf eine Art auch einleuchtend.
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Du hast eigentlich ein Urheberrecht auf dein eigenes Gesicht,
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auf deine Stimme, auf deine Gesten oder wie auch immer, auf dein Äusseren,
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auf dein Aussehen, auf dein Verhalten.
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Und wenn jemand das einfach fälscht mit KI, dann begeht er eine Urheberrechtsverletzung
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und für das kannst du ihn zur Rechenschaft ziehen, wie früher die Leute zur
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Rechenschaft gezogen worden sind, die das MP3 noch immer durchgeladen haben,
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die sie nicht hätten dürfen.
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Und das Urheberrecht ist immer noch, mal abgesehen davon, dass sämtliche Inhalte
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aus dem Internet geklaut wurden, um KI zu trainieren.
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Aber wenn man mal über das wegschaut, dann würde das Urheberrecht,
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glaube ich, immer noch funktionieren.
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Und dann könnte man durch das, glaube ich, wirklich dagegen vorgehen.
0:24:43–0:24:48
Und dann müsste man wahrscheinlich auch den Mumm haben, sich mit diesen Tech-Konzernen anzulegen.
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Und du, Tiggy Chris, als unseren Politexperten, im Moment hat man schon das
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Gefühl, in der EU gäbe es eigentlich einige von diesen Gesetzen.
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Auch in Deutschland gibt es ja das Netzdurchsetzungsgesetz, wo es sagt.
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Fehlinformationen und missbrüchliche Informationen müssen entfernt werden.
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Man muss sie melden können und sie müssen in einer nützlichen Frist von den
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Plattformen verschwinden.
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Und wenn das nicht passiert, dann gibt es Bussen Im Extremfall werden die Plattformen
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sogar verboten, aber von dem sieht man weit und breit nicht.
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Könnte das etwas damit zu tun haben, dass man sich als Politiker in Europa nicht
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mit Donald Trump anlegen will?
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Das kann sicher sein. Du hast schon mal eine Richtung gehabt,
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dass es ein bisschen richtig
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Ich sage es jetzt mal so, Zensur. Ja, also du weisst, wie ich das meine.
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Das ist dann immer der Vorwurf, genau. Ja, ja.
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Gangen ist, aber eben, ich würde noch mal sagen, und jetzt auch,
0:25:48–0:25:53
wir haben, du bist, du hast eine Tochter und ich bin sicher, du,
0:25:54–0:25:59
wenn du deiner Tochter ein Tablet oder ein Smartphone hängst,
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wirst du mir erklären, was ich machen muss.
0:26:01–0:26:06
Und das wirklich die Eltern sagen, hey, also die Töchter, bevor du dein iPhone
0:26:06–0:26:07
überkommst, schau jetzt mal,
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da du nichts glauben, wo das steht, also es sind die Eltern,
0:26:13–0:26:18
ich würde auch sagen, dass man in der Schule tatsächlich viel mehr in das muss investieren.
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Gut, ich bin jetzt nicht mehr oft in einem Klassenzimmer gewesen,
0:26:22–0:26:25
dass man auch den Jungen, weil wahrscheinlich die verteilen das,
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Aber gut, du hast auch gesagt, ja,
0:26:28–0:26:31
dass Eltern sind, die das irgendwie verteilen, einfach, dass man gerade,
0:26:31–0:26:34
aber den Jungen mal erklärt, hey, nur weil jetzt du eben siehst,
0:26:34–0:26:40
dass der Matthias irgendwie Samba tanzt, natürlich der Matthias kann nicht tanzen.
0:26:40–0:26:41
Das ist tatsächlich so.
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Das ist ein Fake oder der Chris schneidet Zwiebeln, nein, der Chris, also so Sachen, ja.
0:26:50–0:26:55
Einfach, ich habe einfach das Gefühl, jetzt bei mir Und da sind wir nicht viel.
0:26:55–0:26:59
Wirklich bei jedem Video und Bild denke ich, hm, kann das sein?
0:26:59–0:27:06
Es hat ja schon, ich sage jetzt, legit-Stories gegeben, wo ich gar nicht zuerst geglaubt habe.
0:27:06–0:27:11
Ich dachte, das kann nicht sein. Es war sogar, dass Apple Intel rausgeknallt.
0:27:11–0:27:14
Das kann nicht sein. Und dann hast du natürlich schon gesehen,
0:27:15–0:27:17
ja, es ist Keynote, das wird schon stimmen.
0:27:18–0:27:23
Ja, es ist so. Ich glaube, wir brauchen verlässliche Quellen und du hast ganz recht.
0:27:23–0:27:29
Ich finde auch, Medienkompetenz müsste wahrscheinlich im Moment vielleicht nicht
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ganz absolut der wichtigste Fach in der Schule sein, aber eines der sehr wichtigen Fächern,
0:27:35–0:27:39
noch wichtiger als, wir haben ja schon darüber gesprochen, als Programmieren oder so,
0:27:40–0:27:43
aber dass wir auch… Ich kann es ja kombinieren.
0:27:44–0:27:48
Ich als Super-Kund-Sport ist es schon gut, wenn ich ein bisschen segeln gehe.
0:27:49–0:27:53
Ja, nein, segeln ist auch okay. Ich finde den Hochsprung und die Lichtathletik
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und so, die können wir wirklich verzichten.
0:27:55–0:27:59
Das Swingt-Urli, ja, weg, aber ich bin einfach laufen und so.
0:28:00–0:28:04
Kannst du dich vielleicht dispensieren vom Sport, wenn du mit deiner Garmin
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kannst sagen, ich habe 10'000 Schreie gemacht.
0:28:06–0:28:11
Ja, genau. Oder wenn du für die Medien kommst, wenn du von 10 Kau gefakten Bilder
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mindestens neun erkennst, dann musst du nicht Kugelstossen machen gehen.
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Da wäre ich absolut dafür.
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Aber noch ein bisschen ernsthaft abschliessend, kann man irgendwie Prävention betreiben.
0:28:24–0:28:28
Früher, noch vor ein paar Jahren oder vor wenigen Jahren haben wir einfach gesagt,
0:28:28–0:28:32
je weniger Bilder das so von einem im Umlauf sind, desto weniger Angst muss
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man haben, dass die irgendwie missbraucht werden oder so.
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Das ist heute leider wirklich ein bisschen fast verschwunden,
0:28:40–0:28:45
der Schutzmechanismus, weil es braucht im dümmsten Fall ein Foto,
0:28:45–0:28:50
das fälschig ist, wo jemand in ein blödes Licht rutscht und schon ist es passiert.
0:28:51–0:28:55
Und das ist halt auf eine Art wirklich fatal, aber ich glaube,
0:28:55–0:29:00
es hilft trotzdem, wenn man so seine Lebenssituation, also seine Wohnung zum Beispiel,
0:29:00–0:29:05
nicht allzu ausführlich dokumentiert, eben zum Beispiel sicher seine Kinder
0:29:05–0:29:11
aus dem Internet nicht fernhalten aus den sozialen Medien und einfach sehr datensparsam ist.
0:29:12–0:29:17
Hilft schon, man kann trotzdem so einen Deepfake herstellen,
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aber er ist natürlich weniger glaubwürdig, wenn das ganze Umfeld nicht auch
0:29:22–0:29:23
noch authentisch wirkt.
0:29:23–0:29:29
Also deine Wohnung oder deinen Arbeitsplatz oder wie auch immer.
0:29:30–0:29:35
Und darum wäre das als Servicebeitrag vielleicht noch das, dass man halt wirklich
0:29:35–0:29:39
einfach im Moment oder inzwischen sehr vorsichtig sein muss,
0:29:40–0:29:41
was man von sich preisgibt.
0:29:41–0:29:45
Und ich glaube, wir zwei müssen halt einfach unsere Stimmen verfreunden im Podcast.
0:29:46–0:29:46
Ja, genau.
0:29:47–0:29:52
Natürlich, also ich mache das jetzt auch schon ein paar Jahre im Hörbfunk,
0:29:52–0:29:56
also wenn deine Stimme willst klonen, ist es, glaube ich, nicht so schwierig.
0:29:56–0:30:02
Nein, das ist natürlich wirklich das Fiese daran, dass man, die Vorsichtsmassnahmen
0:30:02–0:30:08
sind jetzt möglich für die, die sie jetzt umsetzen, aber für die, die schon ihre,
0:30:10–0:30:13
Unvorsichtigkeiten begangen Wir haben vor fünf Jahren, wo die Gefahr noch nicht
0:30:13–0:30:16
absehbar war, die bringen das alles nicht mehr zum Internet aus.
0:30:16–0:30:20
Das ist so und darum braucht es, glaube ich, jetzt wirklich Mechanismen,
0:30:20–0:30:22
die uns alle auch schützen.
0:30:22–0:30:28
Weil ich glaube, potenzielle Opfer sind ganz viele und potenzielle Täter sind
0:30:28–0:30:30
doch relativ wenig im Vergleich.
0:30:31–0:30:35
Und darum müssen wir jetzt schauen, dass man da ein bisschen die Vernunft schützt.
0:30:35–0:30:39
Als Wort zum Sonntag abschliessend zu dieser Sendung von mir.
0:30:41–0:30:47
Wenn ich nicht ein Nerdfunk zu wenig nerdig sei, reklamieren Sie auf Nerdfunk.
0:30:51–0:30:51
Nerdfunk.

Deepfakes wirken echt, sind aber reine Fantasiegeburten: Videos und Bilder, die anhand eines Textprompts von einer generativen KI erzeugt wurden und lustig, originell oder auch verblüffend sind – zumindest in ihrer harmlosen Ausprägung.

Doch in vielen Fällen werden die Bilder zu manipulativen Zwecken eingesetzt: als Propaganda-Instrument, in Form von «AI Slop» zur Aufmerksamkeitsbewirtschaftung in den sozialen Medien und schliesslich auch bei Identitätsdiebstahl und «Deep Nudes» – das sind sexualisierte Deepfakes, die zu privaten «Vergnügen» verwendet oder auch veröffentlicht werden.

Spätestens seit Elon Musks KI Grok solche Bilder mit minimalem Aufwand via Twitter (X) erzeugt, ist eine eigentliche Deepfake-Epidemie zu beobachten.

Wir diskutieren über das Problem: Welche Handhabe haben wir als Betroffene, was können wir gegen solche Deepfakes tun? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? Und was müsste der Gesetzgeber tun, damit die Last, gegen solche Formen des digitalen Missbrauchs vorzugehen, nicht auf den Schultern der einzelnen Opfer liegt? „Deepfakes: Wie uns die visuelle Realität abhandenkommt“ weiterlesen

Konsumverzicht

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The honeybees, she don't deserve you. It's an energy field created by all living things.
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It surrounds us and penetrates us. It binds the galaxy together.
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Radio Stadtvita.
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Und da ist unser Physiker vom Dienst, der Digi Chris mit einem neuen Headset.
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Genau, ich hoffe es klingt besser als letztes Mal. Sorry für die Tonqualität,
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mir ist irgendwie ein Headset...
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Bist du draufgehockt?
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Lustigerweise, unter Windows, unter dem Geschäfts-Laptop läuft es.
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Ich war gestern in meinem Workshop, glaube ich, 1,5 Stunden, alles gut.
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Und jetzt habe ich das gleiche Headset wie Kevin, frage mich nicht nach dem
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Modell, ich muss die Schachtel holen, das ist jetzt Kabelbund,
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das andere ist mit Bluetooth gewesen.
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Und wenn ich 2 Meter oder vielleicht 30 cm neben dem Empfänger gewesen bin,
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hat es mich während der Sendung teilweise rausgerührt. Das haben wir ja mal
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dieses Jahr gehabt, wo ist der Chris?
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Ich habe keine Ahnung wieso, aber eben
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Wir kommen später noch dazu, man hätte jetzt halt doch noch mal Konsum gewagt.
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So richtig gut klingt das aber nicht, ehrlich gesagt. Das ist mehr so ein Headset,
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wo du so Konferenzen machst, aber kein Podcast. Das ist ja das Gleiche.
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Was der Kevin hat.
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Ja, das klingt auch nicht besonders gut.
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Ja, aber ich musste in eine Studie kommen, aber ich bin heute noch beim Waffen
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und ich hätte jetzt noch immer auf Winterthur gestanden.
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Ah, ich habe gemeint, er hätte so eine schlimme Frisur gemacht,
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dass die nicht mehr ins Radio getragen hat.
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Ich wäre schon gekommen, aber es wäre zu knapp geworden, aber ich weiss auch,
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was wir bei unserer lustigen Homeoffice-Policy haben, ja, man sollte vielleicht
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auch wieder mal physisch vor Ort sein.
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40 zu 60, 40 zu 60 ist die Regulierung bei uns. Ist die bei euch auch so?
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Also zwei Tage Home, drei Tage im Office einfach begründet.
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Wirklich, also nicht 100 Seiten, ein Satz, also wir hatten das bei jemandem, ja,
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er sei krank, seine Tochter sei krank von der Schule, er huscht ihn,
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es würde glaube ich nichts bringen, wenn er jetzt könnte.
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Ah, ja.
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Ein Satz ist schon okay.
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Also, ich bin trotz dem huscht, dann bin ich ins Studio gekommen.
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Also gut, hast du noch irgendeinen Schwank, den wir loswerden müssen oder sollen
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wir noch ein bisschen Musik hören?
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Also ich kann nur sagen, was halt lustig ist oder so.
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Doch ein Schwank, ok, ja.
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Schiffe und so. Momentan sind ja ein paar Schiffe, ich sage jetzt,
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gefangen dort im Nahen Osten.
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Und wenn ich jetzt denke, wäre das Zeug letztes Jahr passiert,
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dann wäre meine Norwegenkreuzfahrt nicht stattgefunden.
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Eine schweige Minute für die...
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Nein, also ich meine, ob du jetzt auf eine Kreuzfahrt gehst oder was auch immer,
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wenn dann wirklich die Ferien irgendwie ins Wasser fallen.
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Also ob du jetzt auch langläufeln gehst und wenn es dann halt irgendwie im Januar
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irgendwo in einem Schwoll 30 Grad ist und die Langlaufläupe nicht offen ist, dann ist das blöd.
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Also was du immer machst, wann halt die Ferien, da freust du dich drauf.
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Und ja, ich weiss, dass nicht jeder mit Kreuzfahrt, was ich anfange,
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aber ich freue mich jetzt auf die Mittelmeerfahrt in einem Monat.
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Und wenn halt irgendetwas dann kurzfristig abgesagt wird, dann ist es wahrscheinlich
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einer der grössten Früsten, die du haben kannst.
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Ja, wir hoffen, dass das nicht passiert. Und jetzt doch noch ein bisschen Musik,
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wenn du nichts dagegen hast.
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Und die, die hier lernen, sind die Lake mit Club Night.
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Die schenken wir uns heute, die Club Night. Dafür machen wir natürlich.
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Nerdfunk.
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Nerdfunk.
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Da ist der Nerdfunk mit Patch Tuesday. Wir machen wieder mal so ein Update zu
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den News aus der digitalen Welt.
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Und unser News-Chef ist wie immer der Digi Chris.
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Der Digi, was passiert so in der digitalen Welt?
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Ich habe so das Gefühl, und eben immer wenn wir eine Sendung vorbereiten,
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suchen wir ja einen Sendungstitel.
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Oft machst du das. und ich habe heute mal den Titel gewählt, Konsumverzicht.
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Und jetzt nicht, dass wir jetzt wollen, ihr solltet nichts mehr posten im Migrant und so.
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Es gibt einfach ein paar News, die tatsächlich, selbst wenn man etwas will kaufen,
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teilweise nicht so möglich ist.
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Und ich fange mir mal bei Apple an. Apple hat ja diverse Produkte.
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Wahrscheinlich wie die bekannt ist natürlich klar, die iPhones und die MacBooks,
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aber sie haben ja auch stationäre Computer also den Mac Mini, das kleine Ding,
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wo, ja es ist viel kleiner als ein bisschen zu schachten, du hast ein Mac Studio
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und die sind jetzt plötzlich nicht mehr lieferbar, also wenn du jetzt ein neues Gerät brauchst,
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Blöd gelaufen und man spekuliert natürlich, dass das allgemein damit zu tun
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hat, weil die Komponenten ein bisschen knapp werden.
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Es sind vor allem die Geräte, die eine höhere Speicherausstattung haben.
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Darum ist das... Also Apple hat nicht gesagt, warum das so ist.
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Aber man kann vermuten, dass sie dann lieber ihre Speicherchips in die Handys
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einbauen und in die billigeren Geräte oder in die Masse wieder die,
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die vielleicht ein wenig weniger gefragt sind. Oder hast du eine andere Theorie?
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Ich glaube es durchaus, weil grundsätzlich, würde ich jetzt auch sagen,
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die meisten Leute denken bei Apple-Computern eben an ein MacBook,
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an ein Air oder an ein Pro.
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Oder jetzt, ja, das haben wir ja auch schon gesprochen, an ein Nio.
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Und das sind, da wird auch irgendjemand an der Excel oder, wie heisst es, Numbers.
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Numbers, genau.
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Wir haben jetzt 16 Speicherchips, machen wir die alle in ein Mac Studio oder
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machen wir es in 8 MacBook Pro?
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Genau.
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Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Die Komponenten sind nicht verfügbar oder schwer verfügbar.
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Apple wird sicher langfristige Lieferverträge haben, aber auch irgendwann ist
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ihr Lager leer. irgendwann wird dann in einem Vertrag auslaufen und dann,
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ja, also ich kann es verstehen, was die da gemacht haben.
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Du findest das, ja.
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Also Apple ist nicht eine wohltätige Organisation, also wenn ich CEO wäre von
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einem börsenkompierten Unternehmen, ja.
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Darf ich jetzt da ein bisschen polemisch reinfahren? Wenn es so wäre wie früher,
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weisst du noch, was früher war?
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Dort hast du deinen Computer selber aufmachen, hast du reingeschaut,
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und gefunden, da hat es noch ein Bänkli frei, wo ich ein bisschen RAM könnte
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dreidrucken und dann bist du im Laden gepostet und hast ihn selber reingetan
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und dann ist der Kessel geflickt gewesen.
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Also das ist natürlich klar, also ja ich würde auch sagen, ein Mac Mini,
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okay, ich will den vielleicht nicht selber aufmachen, aber den Mac Studio vielleicht, warum nicht?
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Also, und da könnte man ja schon auch natürlich es hat schon auch ein bisschen
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damit zu tun, dass Apple an diesen RAM,
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Wenn du mehr Speicher haben wolltest, wie der Katalogmässig vorgesehen ist,
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hast du ja schon immer wahnsinnig draufgelegt bei Apple.
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Und das ist jetzt irgendwie halt noch die Steigerung davon.
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Dann hast du einen Kredit müssen aufnehmen, teilweise. Das ist einfach ganz klar.
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Aber eben, wenn es das noch gibt, und ich weiss auch noch, wie ich damals Anekdote
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bei Zulost und Martin irgendwie, weiss ich nicht, bei meinem 8.
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Geburtstag, wo wir meinen Mac LC von 4 auf 10 Mega Ram upgraded haben.
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Ja.
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Weil wir einfach zusammen diese Speicherriegel reingedruckt haben.
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Und ja, du müsstest nur die Speicher-Riegelchen noch irgendwo irgendwo kaufen
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können, ob es jetzt Digitec oder so ist.
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Genau, und das Problem ist dann natürlich, kaufen könntest du es vielleicht
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sogar noch, während auch dort wäre es teuer, wahrscheinlich bei Digitec oder
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so, aber du kämmst es schon über.
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Aber einbauen ist halt ein Problem, weil sie haben keine freien Bänkechen,
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gibt es eben nicht mehr. Das ist ein kleines Problem.
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Ja, und ist wahrscheinlich auch etwas, ja, wie sagen wir, eben mit Reparierbarkeit,
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was ist das Mac Rumors, wo da immer gute Übersichten gibt, wie du ein Gerät reparieren kannst.
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Ich habe bei mir das auch gesagt, ich rede jetzt mit dir an einem MacBook Air,
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da habe ich noch einen HP Tower PC und da ist das Netzteil halt mal kaputt gegangen.
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Also gut, ich habe es nicht selber geschafft, aber ich hatte halt einen guten
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Kollegen, der mir halt geholfen hat, aber jetzt nicht gerade ohne irgendwie
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wie sagt man das, nicht Leuchbistolen, weisst du, dass du das geliebte Zeug wegbringst?
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Ja, genau, es ist alles hingeliebt und dann musst du den Kleber lösen und so,
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das habe ich ehrlich gesagt, kein Bock.
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Ich habe mal tatsächlich probiert, ich glaube, mein 386er, der hat,
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Da hast du den Prozessor herausziehen können. Dann habe ich einen anderen Prozessor probiert.
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Ja, den hast du gesteckt?
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Genau, den war gesteckt und dann hast du einen anderen einstecken können.
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Und dann ging er allerdings nicht mehr.
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Blöd. Ich weiss nicht. Wahrscheinlich hätte man das dann... Heute würdest du
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natürlich zum Chat-Ship hineingehen und sagen, was muss ich noch beachten?
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Und dann hat er gesagt, du musst vorher im BIOS, oder ich weiss auch nicht,
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was man noch machen muss.
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Oder musst du dich ehrlich sagen, dass du die Heizung anbelangt hast?
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Ah, dass er durchbrannt ist, das wäre natürlich besonders glücklich.
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Ich sage mal wegen der Statik.
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Es ist doch doch sie.
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Du musst die Heizung anbelangen.
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Ja, mit denen musst du vorsichtig umgehen, sonst hast du es durchgeschmörert,
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bevor du es eingebaut hast.
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Ich habe auch ehrlich gesagt, dass ein paar von diesen Beinen dann ein bisschen
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abgeknickt haben. Und ich war froh, dass ich den Prozessor trotzdem zurückbringen konnte.
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Und er hat ihn, glaube ich, nicht so
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genau angeschaut. Sonst hätte er ihn wahrscheinlich nicht mehr genommen.
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Aber das ist auch inzwischen verjährt, kann man sagen.
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Also macht man heute nicht mehr, ist auf eine Art schade. Es geht ein bisschen
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ein Bastlertum verloren.
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Wobei, ich hätte heute auch genug Hobbys. Ich brauche nicht noch mal so eins.
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Aber es geht dann noch weiter. du hast eben gerade schon den Händler erwähnt,
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der uns nichts zahlt für die Sendung, nicht sponsert und darum wir auch seinen
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Namen jetzt nicht mehr erwähnen.
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Also der hat ja auch so Lieferprobleme und das hat dann tatsächlich mit den politischen,
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Situation zu tun, dass da natürlich eben ich glaube jetzt nicht unbedingt,
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dass die Komponente so richtig durch die Strasse von Hormus die meisten gefahren werden,
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aber mit dem Krieg muss man natürlich zum Teil auch einfach Umwege fliegen und die Lieferketten,
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vom fernen Oster bei uns da sind halt einfach nicht so einfach.
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Das finde ich immer noch überraschend eigentlich also eben wie es an ganz komischen
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Enden dann auch so Auswirkungen hat, die Geopolitik.
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Ja und teilweise wenn halt eben über die Strasse von Hormus der Treibstoff geht
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und nein der PC hat keinen Treibstoff, aber vielleicht irgendwie das Schiff
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oder das Flugzeug, wo er dann irgendwie Tram-Wrigel bringen würde,
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braucht Treibstoff, ja wenn man das vielleicht nicht hat, nehme ich jetzt auch
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an, dass man das halt irgendwie priorisiert und
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Ich weiss jetzt auch nicht, welche Produkte genau von denen kommen,
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aber ich sehe einfach, wie abhängig das Zeug ist.
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Die Kunden haben einfach noch Softwareprobleme gehabt.
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Weil wenn man auch denkt, was hat früher eben der PC-Eller, der hat vielleicht
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100 Produkte gehabt, wenn es hochkommt. 200?
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Ja, vielleicht 500, aber ja, heute sind es 20'000 und es kommt halt alles just
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in time, wie das angeliefert wird.
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Eben, und dann hat er halt noch ihren alten Prozessor gehabt,
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hat er halt vielleicht mal, ja,
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ich bin auch nicht der PC-Bauer, aber vielleicht ein älteres RAM-Regel gegeben,
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aber er kann schon halt RAM überkommen und ja, das ist natürlich alles hochkomplex
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und hochautomatisiert und wahrscheinlich hat der Filialleiter,
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gut, es gibt einen Händler, insofern darf man jetzt zu nehmen sagen,
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das Wiedig hat es einen Phobis gegeben, das kannst du vielleicht auch noch.
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Ja, ja, selbstverständlich.
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Und da hat wahrscheinlich der Filialleiter genau gewusst, ja wir haben noch
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3 GeForce, 2,56 Grafikkarten, ja die kann man einbauen und er hat auch gesagt,
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ja aber mit dem Mainboard darfst du keine Voodoo Karten nehmen,
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musst du eine GeForce nehmen,
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weil sonst bootet Windows nicht und so Sachen.
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Also ja ich weiss nicht, da bist du halt in der PC-Lade.
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Er hat natürlich entsprechend mehr gekostet und hat genau gesagt,
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nein, aber die Konfiguration,
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Die du willst, die wird nicht laufen. Also im Wobis sind schon nicht alle,
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die da mit gestanden sind, so gut informiert gewesen, weil ich mich richtig erinnere.
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Ich weiss nur, ich bin mit einem Kollegen und der eine, das ist wahrscheinlich
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der Filialeiter, der ist wirklich absolut top gewesen.
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Nein, es hat die schon gegeben, absolut, da hast du schon recht.
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Aber irgendwie haben wir nichts gelernt aus Corona, oder?
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Also irgendwie ist es genau immer noch gleich empfindlich wie vor fünf Jahren.
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Und ich meine, wir jammern jetzt da über die Komponenten und so,
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kann man vielleicht sagen «First-World-Problems».
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Aber ich habe dann auch gelesen, dass da natürlich eben ein grosser Teil von
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den Düngemitteln durch die Strasse von Horm ausgehen und das könnte dann vielleicht
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noch nicht dieses Jahr, aber dann so nächstes Jahr zum Problem werden,
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weil das sich auf die Lebensmittelproduktion auswirkt.
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Und das ist schon noch bemerkenswert, finde ich.
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Ja, ganz deftig und was mir auch mal aufgefallen ist, ich glaube sogar immer
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auf Facebook oder auf Twitter da eben bei uns, ich sage jetzt auch,
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Grossverteiler, ich wollte, wie gesagt,
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Frischkäse kaufen und es hat halt irgendwie den Frischkäse nachgebracht,
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da war einfach das ganze Gestell leer gewesen, den gleichen Hersteller,
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aber dann der mit irgendwie Promassal und die Kräuter, das habe ich jetzt auch dazu gerne voll.
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Und jetzt irgendwie muss ich auch sagen,
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Da hatte es auch noch Knobbeln und Zwiebeln dran, dann ist es durchgehebt im Digi-Crew.
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Wir haben das auch gesehen in den News, dass du teilweise, dass ich sage,
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jetzt ja, ein Grossverteiler mit Unilever, Nestle, ja, Franzschlösli Streit
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hat, aber dann hat es ja gar nichts mehr.
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Das frage ich mich einfach, wieso hast du teilweise einfach ein Produkt nicht?
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Hat einfach jemand im SAP den
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Falschen Knopf gedruckt? Ist das nicht bei den Migros letztlich auch so gewesen,
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glaube ich, nicht nur bei den Milchprodukten generell, vielleicht nicht nur
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bei den Frischkässen? Ich glaube, bei den Migros.
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Entweder Rüeblie oder Tomaten, könnte man es mal irgendwie nicht haben.
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Und es ist, glaube ich, wirklich nur einer, der am SAP ist geschult gewesen.
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Oder du hast das Ticket nicht gesehen.
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Nein, ich glaube, dort ist tatsächlich auch noch was gewesen wegen dem Wetter
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und so. Aber ja, trotzdem.
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Gut, das ist ja schon 20 Jahre her. Ich habe mal einen wirklich super Vortrag
0:16:15–0:16:22
gehört vom SAP-CC-Leiter von der Mikro, der erklärt, wie es mit dem Stillprozess geht.
0:16:23–0:16:24
Das ist hochinteressant.
0:16:25–0:16:29
Müssen wir vielleicht doch mal die SAP-Sendung, die du uns in zehn Jahren schwach
0:16:29–0:16:33
bist, machen? Aber du, nur kurz, was das angeht.
0:16:33–0:16:38
Wenn so ein Bug, wenn jetzt SAP von einem Tag auf den nächsten weg wäre,
0:16:38–0:16:42
weil irgendwie in einem zentralen Server wird ein falsches Update ausgeliefert,
0:16:42–0:16:46
und dann kippt eine von diesen Installationen nach der nächsten um.
0:16:46–0:16:48
Wie würde es dann aussehen bei
0:16:48–0:16:51
der Logistik? Was würde alles nicht mehr funktionieren am nächsten Tag?
0:16:52–0:16:55
Also er hat noch gesagt, im Mikro, sie hängen einen Fallback,
0:16:55–0:16:59
dass du so anscheinend in der Filiale hängen jetzt eine Grundbestellung.
0:16:59–0:17:01
Ja. Gut, das ist vor 20 Jahren gewesen.
0:17:02–0:17:02
Ja.
0:17:03–0:17:06
Aber also, du wirst dann sicher ein Brot haben, vielleicht hast du jetzt nicht
0:17:06–0:17:11
dein Brot mit Dinkelkörnchen, aber du kannst mindestens, ich sage jetzt, ein Pfünderli.
0:17:11–0:17:16
Und du kannst vielleicht, ja, jetzt nicht Hafermilch, gut, es wird veganer ein
0:17:16–0:17:17
bisschen blöd, aber du kannst sicher noch Milch.
0:17:18–0:17:23
Sie haben schon ein paar Fallbacks, wo das noch irgendwie funktionieren würde.
0:17:23–0:17:28
Aber ich finde das eine gute Idee. Vor etwa zwei Jahren hatte ich eine Phase,
0:17:29–0:17:37
in dem ich das Genre der Zivilisationen um Bücher, Thriller gelesen habe.
0:17:37–0:17:43
Dort gab es ganz viele Gründe, warum die Zivilisation zusammenklappt.
0:17:43–0:17:47
Es wird zu warm, es wird zu kalt, es wird Klimawandel.
0:17:47–0:17:55
Der Strom fällt weg, weil irgendein Terrorist da zugeschlagen hat.
0:17:55–0:17:57
Aber das wäre eigentlich noch eine schöne Prämisse.
0:17:57–0:18:02
SAP geht um und dann sind wir drei Wochen später, da herrscht Anarchie in der
0:18:02–0:18:07
Strasse, weil nichts mehr funktioniert in dieser Logistikwelt.
0:18:08–0:18:14
Du kannst es so sagen, momentan und viele Systeme noch, gibt es schon ein Wort
0:18:14–0:18:18
On-Prem oder zumindest beim Outsource, Es ist noch bei dir. Ja, genau.
0:18:18–0:18:22
Die SOP will jetzt halt, das nennt sich Surprise, das darf ich sagen,
0:18:23–0:18:25
und es gehen viele Firmen auf das.
0:18:25–0:18:31
Wenn dann natürlich das SAP-Rechenzentrum umkippt und diverse grosse Konzerne sind,
0:18:31–0:18:32
Ja, genau.
0:18:33–0:18:38
Also ob das jetzt ein Migros ist, ja. Ich glaube zum Beispiel bei der ZKB läuft
0:18:38–0:18:41
eigentlich ein Banking, also das Core-Banking läuft nicht auf SAP,
0:18:41–0:18:47
aber wenn jetzt die SAP mal wirklich das Rechenzentrum umkippt, ja, dann wird es lustig.
0:18:47–0:18:51
Also ich würde jetzt hoffentlich von unseren Banken erwarten,
0:18:51–0:18:55
dass die jetzt nicht alles würden in fremde Cloud sein schiefeln. Ich nehme schon an.
0:18:55–0:18:59
Die werben noch ein paar Backups an, but you never know. Ich habe auch schon
0:18:59–0:19:02
gesehen, Systeme, wo umkippt sind, wo du es nie gedacht hast.
0:19:02–0:19:04
Nicht nur bei uns, aber ich meine, eben...
0:19:05–0:19:09
Kann man auch sagen, ich bin auch eine SOP-Veranstaltung, du redest mit anderen
0:19:09–0:19:13
Kunden und ja, machst du ein Disaster-Recovery,
0:19:14–0:19:19
wie es einfach ein Power, ich kann nicht mehr reden, wie es einfach ein Powercut,
0:19:19–0:19:21
dass wenn du wirklich mal den Strom wegziehst.
0:19:21–0:19:23
Ja, zum schauen, ob es dann wieder startet.
0:19:24–0:19:29
Ja, und eben zuerst müsste der USV kommen, dann müsste der Generator kommen,
0:19:29–0:19:31
dann müsste der Vollback kommen, ja, wie meint der Kunde, ja.
0:19:32–0:19:35
Es ist gar nichts mehr gekommen. Oh, jetzt hat man noch den Storage geschnottet.
0:19:36–0:19:40
Oh, okay. Aber dann hat es sich wenigstens gelohnt, das mal ausprobieren.
0:19:40–0:19:44
Es war natürlich gut, weil es ein geplanter Disaster-Incovery war.
0:19:45–0:19:47
Es sind wenigstens ein paar Techniker und Zeit.
0:19:48–0:19:52
Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an Tschernobyl. Das ist ja eigentlich
0:19:52–0:19:56
auch passiert, weil sie so einen Test gefahren haben.
0:19:57–0:20:00
Ich habe letztens auf dem SRF einen schönen Podcast dazu gegeben.
0:20:01–0:20:05
Dann ist der, der dort am Schallpult Als er gehockt ist, war noch nicht ganz erfahren.
0:20:06–0:20:12
Generell war der Reaktor ein bisschen exzentrisch.
0:20:12–0:20:18
Dann wurde aus diesem Test ein Ernstfall. Wir erinnern uns vielleicht noch daran.
0:20:19–0:20:24
Aber wenn wir schon in diesem apokalyptischen Modus sind, lassen wir dann gerade
0:20:24–0:20:27
über das Anthropic sprechen. Es gibt ein neues Unternehmen.
0:20:29–0:20:33
Das auch eine KI herstellt.
0:20:33–0:20:38
Sie hatten sich vor ein paar Wochen etwas Ärger mit dem Pentagon und mit Matt Trump.
0:20:39–0:20:44
Jetzt haben sie aber ein neues Modell herausgezogen, das heisst Claude Mythos.
0:20:45–0:20:52
Oder klar, die Mythos Preview. Und da haben sie gesagt, das sei so gefährlich,
0:20:52–0:20:55
das können wir also nicht auf die Welt loslassen.
0:20:55–0:20:59
Das können wir jetzt nur ein paar ausgesuchte Unternehmen über,
0:20:59–0:21:06
weil das sei so gut im Auffinden von Sicherheitslücken, dass wenn man das jetzt
0:21:06–0:21:08
auf die Welt loslassen würde,
0:21:09–0:21:14
dann würden so viele Hacker mit diesem ganz viel Sicherheitslücken finden und sofort ausnutzen,
0:21:14–0:21:17
dass die Zivilisation wahrscheinlich zusammenkrachen würde.
0:21:18–0:21:24
Chris, wie schätzt du das ein? Ist das eine echte Gefahr oder ist das eine gute PR?
0:21:25–0:21:32
Sowohl als auch, würde ich sagen. Also eben, ich habe auch, und das habe ich
0:21:32–0:21:37
glaube auch in ein Dokument geschrieben, ich habe jetzt zum Beispiel die Kai,
0:21:38–0:21:40
wo wahrscheinlich keine Gefahr für die Menschen ist.
0:21:40–0:21:44
Suna habe ich jetzt wieder gekündigt, weil irgendwann, nicht dass es schlecht
0:21:44–0:21:45
wäre, aber nach einem Jahr...
0:21:45–0:21:47
Jetzt haben sie gerade ein neues Modell rausgetun, Five Five.
0:21:48–0:21:51
Aber weißt du, nach einem Jahr hast du wahrscheinlich den Tante,
0:21:51–0:21:56
den Gott, der Arbeitskollege am Chef, hast du jedem einen Song zum Geburtstag
0:21:56–0:21:58
gemacht und ein zweites Mal wäre es langweilig.
0:21:58–0:21:59
Ja, gut, das stimmt.
0:21:59–0:22:03
Dann habe ich auch gesagt, komm, die 5 Stutzen ist jetzt auch nicht viel, aber ja, weg damit.
0:22:04–0:22:09
Ich wollte dann auch mal etwas ausprobieren mit Claude, ich habe auch gerade wieder mit SAP zu tun.
0:22:10–0:22:14
Ich versuche ein Skript zu optimieren und ich kann mir schon vorstellen,
0:22:14–0:22:20
dass so eine KI so eine Sicherheitslucke ein bisschen schneller finden als mir.
0:22:20–0:22:26
Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Ich verspreche es, wir haben auch Hörer,
0:22:26–0:22:27
die schon gevibe-coded haben.
0:22:28–0:22:33
Wir machen eine Sendung zu diesem Thema, weil ich finde, das hat wirklich ein riesiges Potenzial.
0:22:33–0:22:39
Auch für Hobby-Bastler, wenn ich mich bezeichne. Ich habe schon einiges damit dargestellt.
0:22:40–0:22:45
Ich habe genau das gemacht. Ich habe einen Programmcode von mir,
0:22:45–0:22:52
den ich handisch fabriziert habe, noch aus der Prä-KI-Ära mal so einer KI vorgesetzt
0:22:52–0:22:54
und gesagt hat, beurteile mir mal,
0:22:55–0:23:01
die Qualität, also konkret ist es um meine Spiele gegangen, das Click-O-Mania.
0:23:01–0:23:06
Und dann hat er so gesagt, ja, man sehe da schön, dass es ein typisches Windows-Projekt sei.
0:23:06–0:23:12
Und darum können wir es auch nicht ganz einfach auf iOS portieren,
0:23:12–0:23:18
weil da ist natürlich die Logik für die Anzeige am Bildschirm und die Spiellogik
0:23:18–0:23:21
sei sehr eng miteinander verwoben.
0:23:21–0:23:25
Und heute wäre es natürlich der modernen Ansätze entsprechend,
0:23:25–0:23:27
dass man das ein bisschen mehr trennt und so.
0:23:27–0:23:31
Und dann hat er gesagt, hey, jetzt aber mal ganz ehrlich, wie beurteilst du das?
0:23:32–0:23:37
Was ist die Qualität? Was gäbe ich ihm für eine Note? Und dann hat er so eine
0:23:37–0:23:39
ganz knapp genügende Note gegeben gefunden.
0:23:39–0:23:43
Man merkt, es sei so ein bisschen ein engagierter Amateur am Berg gewesen,
0:23:43–0:23:48
aber es sei halt schon noch die eine oder andere Lücke drin.
0:23:49–0:23:54
Früher mussten wir den Speicher reservieren, dann mussten wir ihn wieder freigeben
0:23:54–0:23:55
und wenn du das nicht gemacht hast,
0:23:55–0:24:06
dann gibt es ein Speicherloch und dann anständige Fehlerbehandlung,
0:24:06–0:24:11
also Ausnahmebehandlung, wenn etwas unerwartetes auftritt und so.
0:24:11–0:24:15
Das sei auch ein bisschen rudimentär ausgebaut. Also sehr schön.
0:24:15–0:24:20
Darum kann ich mir das auf eine Art so sehr gut vorstellen, dass wenn du so
0:24:20–0:24:24
eine KI gut trainierst, dann find ich halt einfach Sicherheitslöcher,
0:24:24–0:24:28
die zum Teil schon seit Jahren oder Jahrzehnten,
0:24:30–0:24:35
in solche Projekte hineinstecken und wir haben es ab und zu gesehen,
0:24:35–0:24:40
wenn das irgendein Open-Source-Projekt ist, das dann halt einfach quer durch
0:24:40–0:24:45
das ganze Internet gebraucht wird, dann könnte das schon recht fatale Auswirkungen haben.
0:24:45–0:24:50
Von dem her gesehen, finde ich, kann man sich das vorstellen, dass das stimmt, oder?
0:24:51–0:24:55
Ja, aber eben auch, jetzt kann man auch sagen, man hat ja mal vor,
0:24:55–0:25:00
was ist das, zwei Jahre, im SSH-Themen hatte es ja ein Spector,
0:25:00–0:25:07
der ironisch einen Microsoft-Mitarbeiter gefunden hat. Damals hat er wahrscheinlich noch keine KI gehabt.
0:25:07–0:25:09
Nein, der hat das noch von Hand gefunden.
0:25:10–0:25:16
Er war ja ein Guter. Wenn wirklich der SSH-Themen offen gewesen wäre,
0:25:16–0:25:17
dann hätte es aber wirklich geklöpft.
0:25:18–0:25:21
Ja, genau. Dann wäre wahrscheinlich das Internet,
0:25:23–0:25:28
im Besitz von den Hackern. kann man sagen. Ja, das ist, ich finde das recht bemerkenswert.
0:25:28–0:25:31
Ich bin noch nicht sicher, ob die Strategie dann funktioniert,
0:25:31–0:25:35
wenn du sagst, du gibst das jetzt Zugang nur zu ganz wenigen,
0:25:35–0:25:39
du gibst den Guten den Zugang und die Bösen müssen noch ein bisschen warten
0:25:39–0:25:42
und so, bis die Guten dann die schlimmsten Löcher haben können flicken.
0:25:42–0:25:45
Aber eben, auch wenn du ein Guten bist, das kann ja auch ein Böse mit einem Guten schaffen.
0:25:45–0:25:49
Ja, ja, natürlich, das ist ja häufig so, dass genau so passiert es dann.
0:25:49–0:25:51
Und ich bin sehr gespannt.
0:25:52–0:25:55
Also das könnte auf eine Art noch unterhaltsam werden, werden.
0:25:56–0:26:02
Aber vielleicht hätte die Sendung heissen, das ist Konsumverzicht,
0:26:02–0:26:04
ja, oder vielleicht einfach Preppen.
0:26:04–0:26:09
Wir müssten vielleicht zum... Was müssen wir stapeln? Mineralwasser im Keller?
0:26:10–0:26:15
Mineralwasser, Bier, Töpfel, Powerbanks.
0:26:16–0:26:24
Ja, genau. Und ich würde sagen, tue noch, falls ihr eben... Ich habe ja letztens erzählt von dieser,
0:26:25–0:26:29
Als ich offline war, weil mein Internet nicht mehr ging, laden vielleicht noch
0:26:29–0:26:31
ein paar Torrents runter.
0:26:32–0:26:36
Das ist legal in der Schweiz. Einfach nicht wieder verteilen, das ist wichtig.
0:26:36–0:26:41
Wir dürfen sie nur ziehen und nicht stossen.
0:26:41–0:26:45
Und dann ist alles okay. Also genau das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.
0:26:45–0:26:48
Nein, ich glaube, so schlimm wird es nicht sein. Aber man sagt ja,
0:26:49–0:26:52
es könnte eine andere Sache machen, wie das Ding.
0:26:52–0:26:57
Es könnte biologische Waffen machen oder sowieso Cyberangriff und so.
0:26:58–0:27:03
Aber ich meine, das ist ja auf eine Art so ein bisschen ein Damoklesschwert,
0:27:03–0:27:05
wo wir ja schon länger damit rechnen.
0:27:05–0:27:09
Also es gibt ja die, die sagen, hey, irgendwann mal kommt das Quantencomputing
0:27:09–0:27:14
und dann gibt es kein Passwort mehr, das noch sicher ist und das Prinzip vom
0:27:14–0:27:16
Passwort ist dann sowieso obsolet.
0:27:18–0:27:25
Es ist noch lustig, aber bist du eher auf den Doomsday-Seiten oder denen,
0:27:25–0:27:27
die sagen, nein, es kommt dann sonst.
0:27:28–0:27:32
Also eben, ich habe noch irgendwo ein Screenshot, wo, glaube ich,
0:27:32–0:27:34
der Maggie, ich sage jetzt vor vielleicht zwei oder drei Jahren,
0:27:35–0:27:37
mal in unseren, da sind wir schon auf Freema gewesen,
0:27:41–0:27:45
chatopenai.com der Maggie hat mal den Link gepostet, ich sage es vor drei Jahren.
0:27:46–0:27:49
Und dann eben habe ich gefragt, ja, welche Flüsse fliessen durch Birnenstorf?
0:27:50–0:27:53
Und er so dilemmatisch, ja, sehr gut, ja.
0:27:53–0:27:57
Und dann ich irgendwie, ist 3, heisst 3,3,7 eine Primzahl. Und ja,
0:27:57–0:28:02
das ist eine Primzahl, weil es nur fünfteilbar war. Nur schon in zwei Jahren.
0:28:04–0:28:11
Und da ist so viel passiert. Und ich glaube, die Entwicklung steigert sich exponentiell.
0:28:11–0:28:12
Also wenn man dann vielleicht schon...
0:28:13–0:28:18
Ende Jahr wieder unser Realitätsabgleich. Keine Ahnung, vielleicht bin ich dann
0:28:18–0:28:23
gar nicht da, sondern kann hier ersetzen für diese Sendung.
0:28:23–0:28:29
Ja, übrigens, das habe ich erst letztendlich entdeckt, ich habe mal gemerkt,
0:28:29–0:28:35
dass ich zum allerersten Mal, als ich über OpenAI geschrieben habe, dass das schon 2021 war.
0:28:36–0:28:41
Und zwar, da haben sie, glaube ich, als allererstes, ich habe nur so auf einen
0:28:41–0:28:46
Artikel verlinkt, wo jemand über das DALI geschrieben hat.
0:28:46–0:28:51
Das war die Bilderkai und die ist herausgekommen.
0:28:51–0:28:54
Eben dort schon früher.
0:28:54–0:28:58
Und ich kann sogar einen Screenshot darstellen von solchen Bildern,
0:28:59–0:29:02
die man hier generieren konnte. Ist das nicht DALI das.
0:29:02–0:29:07
Was du lokal installieren musstest? Meine Grafikkarte, meine Hats, ja.
0:29:07–0:29:11
Ram-Krise, glaube ich, hat 12 Giga gehabt. Ist das nicht das,
0:29:11–0:29:16
was du mit 200'000 Python-Skript installieren musst?
0:29:16–0:29:20
Ja, doch, das kann gut sein, dass das noch so war.
0:29:20–0:29:27
Ich habe es nicht selber installiert, ich habe tatsächlich nur auf den Blogpost von OpenAI verwiesen.
0:29:27–0:29:32
Aber das ist schön am Blog, du merkst, dass dir so Sachen schon begegnet sind,
0:29:32–0:29:34
bevor du sie eigentlich begegnest. Und ich habe hier geschrieben,
0:29:34–0:29:40
faszinierend und interessant, aber man merkt dem Text an, dass ich nicht erwartet
0:29:40–0:29:42
habe, was da auf uns zukommt.
0:29:42–0:29:46
Also so gesehen, ja, vielleicht kommt jetzt tatsächlich mit dem Mythos,
0:29:46–0:29:48
mit dem Claude-Mythos auch die Apokalypse auf uns zu.
0:29:49–0:29:54
Aber wir haben noch ganz kurz Zeit für ein letztes Thema. Welches willst du auswählen, Digi Chris?
0:29:55–0:30:00
Ich frage dich einfach, liest du deine Bücher physisch oder auf dem Kindle? Und wie lange noch?
0:30:00–0:30:04
Hören sie meistens, aber ich habe tatsächlich einen von diesen Kindles,
0:30:04–0:30:09
die hier betroffen sind, wo du diese Meldung herausgesucht hast.
0:30:11–0:30:15
Also, deswegen ist es eben, bei Kindle kannst du Bücher natürlich,
0:30:16–0:30:19
du kannst sie runterladen, dann hast du kein Problem.
0:30:20–0:30:25
Und wenn du die je nachdem bei Amazon legal kaufst und du es als Gerät hast
0:30:25–0:30:31
und Kindle halten ewig, ich muss echt sagen, die sind wirklich stabil, auch der Akku hält,
0:30:31–0:30:34
dann heisst es irgendwann Amazon, ja, fuck you,
0:30:35–0:30:42
tschüss, Du kannst jetzt deine gekauften Bücher nicht mehr lesen und eben das
0:30:42–0:30:50
ist das Zeug, wenn du es online gut kaufst, also ich sage jetzt nicht so bei dem Handler,
0:30:50–0:30:52
wenn du ein Buch kaufst, eine Zeitschrift,
0:30:53–0:30:55
wenn halt der Handler Konkurs geht und es nicht mehr will,
0:30:56–0:30:59
dann ist es einfach Zugriff verweigert, blöd.
0:31:00–0:31:03
Aber ja, bei Amazon finde ich auch, dass sie das einfach abstellen.
0:31:04–0:31:06
Du kannst die Bücher manuell draufbringen.
0:31:07–0:31:12
Ich weiss nicht, ich glaube, der, wo ich mal einen hatte, der war der erste,
0:31:12–0:31:16
wo so einen Mobilfunk, einen versteckten drin hatte.
0:31:17–0:31:21
Entschuldigung, den man nicht direkt brauchen konnte, aber den man Bilder via
0:31:21–0:31:24
Flatrate abladen konnte. Das ging jetzt nicht mehr.
0:31:24–0:31:28
Dann könntest du ihn schon mit USB anschliessen und die Bücher noch manuell
0:31:28–0:31:32
transferieren. Allerdings nur solche ohne DRM.
0:31:32–0:31:36
Also die, die du gekauft hast, bei Amazon selber. Die bringst du,
0:31:36–0:31:38
glaube ich, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht mehr darauf.
0:31:39–0:31:45
Weil die DRM oder die Entsperrung findet quasi dann bei diesem Transfer statt.
0:31:45–0:31:47
Und das ist einfach schon idiotisch natürlich.
0:31:48–0:31:52
Dass man sagt, es zeigt wieder einmal, warum die Leute schon recht haben.
0:31:52–0:31:57
Dass man sagt, man muss die Geräte einfach unter eigener Kontrolle haben.
0:31:57–0:32:07
Also in der Theorie, wenn du jetzt Harry Potter 17 im Amazon-Store gekauft hast und das Tor ist weg,
0:32:07–0:32:13
dann könntest du natürlich Harry Potter 17 via Torrenten laden und dann läuft es.
0:32:13–0:32:19
Und das ist immer die Sache, dass du als ehrlicher Tipp bist und dass dir das
0:32:19–0:32:23
nicht schnallt, dass dann Leute sagen, ja, aber habe ich dann Garantie?
0:32:24–0:32:29
Ich weiss nicht mehr wie das Buch heisst. Bei meiner Oma liegt auch noch ein
0:32:29–0:32:34
uraltes Buch mit der alten Schriftart. Fraktur.
0:32:35–0:32:36
Fraktur, ja ja.
0:32:37–0:32:41
Ja, das kannst du heute noch. Kannst du lesen?
0:32:42–0:32:45
Oder Sütterlin, die kann ich nicht mehr richtig lesen.
0:32:45–0:32:48
Also du könntest es noch lesen. Gut, ich habe jetzt keine Kids,
0:32:49–0:32:50
aber ich könnte auch irgendwie...
0:32:51–0:32:55
Mein Briefungstext in der Kante ist der Hauptmann von Köpenick.
0:32:55–0:32:57
Das Buch ist auch noch irgendwo.
0:32:57–0:33:01
Also eben, könnte ich auch mal irgendwie oder meinem Urenk oder so geben und
0:33:01–0:33:02
dann kann er es noch lesen.
0:33:02–0:33:05
Und wahrscheinlich, wenn ich ihm dann würde, in 50 Jahren ein Kindle kann,
0:33:06–0:33:08
ja, so ein... Was ist ein USB?
0:33:09–0:33:12
Nein, der Kindle hat ein Micro-USB. Was ist ein Micro-USB-Charger?
0:33:12–0:33:17
Genau. Also, wir müssen aufhören und wir lernen, keine Kindle kaufen,
0:33:17–0:33:21
sondern nur offene E-Book-Reiter, die es auch gibt. Also, guten Abend miteinander. Tschüss miteinander.

Digichris hat zwar sein neues Headset rechtzeitig bekommen, doch ansonsten knarzt es in den Lieferketten. Apple kann Macs mit bestimmten Speicherkonfigurationen nicht mehr liefern und Galaxus warnt bereits, dass sich die Auslieferung von Produkten verzögern kann – rächt sich die «Just in Time»-Logistik jetzt?

In der heutigen Folge Patch Tuesday sprechen wir nicht nur über diese – von manchen vielleicht als First-World-Problems belächelte Schwierigkeiten. Wir diskutieren auch darüber, dass Amazon alte Kindle-Versionen nicht mehr unterstützt. Das führt dazu, dass funktionstüchtige E-Book Reader nur noch auf Umwegen mit neuem Lesestoff bestückt werden können.

Schliesslich geht es (womöglich) auch um Serien wie «Cobra 1» und «Fruit Love Island», die Risiken von Anthropics neuestem, extrem leistungsfähigen KI-Modell, das Sicherheitslücken findet und Waffen bauen könnte – und um die Frage, wie gut uns das neue «Trump-Phone» gefällt. „Konsumverzicht“ weiterlesen

Die unterschätzte Medienrevolution – Teil 2

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0:00:04–0:00:09
Laurie Anderson, sie rennt für einmal nicht den Hügel durch,
0:00:09–0:00:12
sondern sie malt so ein schönes Mandala.
0:00:13–0:00:15
Und jetzt haben wir einen Jingle, oder nicht?
0:00:22–0:00:27
Stadtvielder. Guten Abend, die Herren. Ich glaube, Kevin ist aufgetaucht.
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Anders kann ich die Geräusche nicht interpretieren, die ich hier höre.
0:00:31–0:00:33
Es ist fröhlich, ich spüre dich nicht mehr.
0:00:33–0:00:35
Oder hast du recht?
0:00:36–0:00:38
Ja, dreht völlig durch.
0:00:38–0:00:42
Gut. Geht es dir ähnlich?
0:00:42–0:00:43
Weißt du, ehrlich?
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Jetzt läuft noch jemand durch und dann müssen sie schimpfen,
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wenn jemand durchläuft, das regt sie auf.
0:00:51–0:00:54
Ich verträge es gerade nicht mehr. Es ist den ganzen Tag so.
0:00:54–0:00:57
Und jetzt ist Ostern, dann bin ich ein bisschen mehr zu Hause gewesen und dann
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hast du das den ganzen Tag gedreht.
0:01:00–0:01:01
Ehrewort, stresset es dich ein bisschen?
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Es ist wie ein Kind.
0:01:05–0:01:05
Ja.
0:01:05–0:01:11
Ich erlebe, ich habe mir das immer überlegt, wahrscheinlich so wie ich Hühner
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habe, ist etwa 5% von dem, wie es sich anfühlt, wenn man einen eigenen Mensch hat.
0:01:16–0:01:17
Ja.
0:01:17–0:01:21
Ich glaube, ich bin gestresst, wenn ich nicht rum bin und die Hühner allein
0:01:21–0:01:25
zu Hause sind, weil Fuchs kommen können. Aber mit einem Kind ist das noch crazier.
0:01:25–0:01:28
Und ich meine, sie machen da ein bisschen, dann jammern sie ein bisschen.
0:01:28–0:01:31
Aber ich kann sie ignorieren. Ein Kind kann sie nicht einfach...
0:01:31–0:01:33
Ja, genau. Nur eine gewisse begrenzte Zeit kannst du es nicht ignorieren.
0:01:33–0:01:38
Und wir langen die 5% lang. Es ist okay. Es ist gut. Ich muss kein Kind haben.
0:01:39–0:01:43
Gut, der Unterschied zum Kind ist, sagen wir, da kommt nur eins aufs Mahl.
0:01:43–0:01:47
Aber wenn du ja deine Hühner so die Eier ausbrüten lässt, dann hast du vielleicht
0:01:47–0:01:50
dann gerade irgendwie so eine ganze Armada, so eine Schwette von...
0:01:50–0:01:53
Aber jetzt sind sie wirklich voll in Fahrt, he?
0:01:53–0:01:57
Ja, jetzt drehen wir es durch. Ich weiss nicht, was heute los ist. Es ist Binnert.
0:01:58–0:02:01
Also ich würde dann ein bisschen mehr in den Regeln rauf und zu machen.
0:02:01–0:02:04
Ich kann nicht mehr versuchen, mich stumm zu schalten, wenn ich nichts sage.
0:02:06–0:02:11
Ja, das ist vielleicht generell eine gute Idee. Über das wollte ich mal noch reden wollte.
0:02:12–0:02:17
Aber nein, ich würde sonst den Regler runterziehen, wenn ich daran denke.
0:02:18–0:02:25
Und Digi-Chris, bei dir auch irgendwelche Tiere oder Wesen, sagen wir im weitesten
0:02:25–0:02:29
Sinn, die den Frühling spüren, die unter dem Eindruck von Hormonen stehen?
0:02:30–0:02:32
Nein, nicht wirklich. Soweit alles gut.
0:02:32–0:02:36
Bei dir höhlen zu viel mehr mit der Auschammung. Was ist passiert?
0:02:36–0:02:40
Ich weiss, mein Herz hat ein Streich und das Neue ist schon im Warenkorb im
0:02:40–0:02:43
Digitec. Also wir töten es das nächste Mal wieder besser.
0:02:44–0:02:47
Genau, jetzt haben wir einfach so ein bisschen... Man behauptet einfach,
0:02:47–0:02:51
du seist in der Tropfsteinhöhle oder so, live aus der Tropfsteinhöhle.
0:02:52–0:02:55
Oder eben auf dem Schiff, als ich erst in einem Monat wieder bin, aber gut, ja.
0:02:56–0:03:00
Auf dem Schiff, ja gut, aber dort würde es nicht so höhlen lassen, oder?
0:03:01–0:03:05
Nein, also ich bin jetzt tatsächlich auf dem MacBook-Mikrofon,
0:03:05–0:03:10
weil ich es nicht geschafft habe, mein Headset, das Mic anzubringen mit alles
0:03:10–0:03:13
Neustart. Also sorry, wenn es etwas blöd klingt.
0:03:13–0:03:16
Also wieder mal ein etwas mittelwelles Feeling.
0:03:16–0:03:18
Es war schon schlimmer, ehrlich gesagt.
0:03:18–0:03:22
Aber das neue HZ ist schon im wahren Korb von Digitech.
0:03:22–0:03:25
Heute sind sowieso, glaube ich, etwas erschwert in Bedingungen.
0:03:25–0:03:28
Ich hatte noch Aperot wegen Geburtstagen und so.
0:03:28–0:03:33
Und ich weiss nicht, gibt es ein Promillelimit, das man zum Radio machen darf?
0:03:34–0:03:38
Ich glaube, auf Radio Stadtfilter, wie ich jetzt mal behaupte,
0:03:38–0:03:41
ist es sicher höher, als beim SRF.
0:03:41–0:03:43
Wobei, keine Ahnung.
0:03:44–0:03:47
Ich glaube, beim Stadtbilder darf man nur im Studio nicht trinken.
0:03:47–0:03:50
Vorher hat es, glaube ich, keine Reglementierung wie viel.
0:03:50–0:03:51
Genau.
0:03:52–0:03:56
Ich sage nur, Jahresabschluss, Digitalität, äh, Realitätsabgleich,
0:03:57–0:04:00
ja, ja, da haben wir immer noch Mineralwasser, was uns die Menge bringt.
0:04:00–0:04:04
Genau, genau. Zwischen jeder Folge, die man an mich aufgenommen hat,
0:04:04–0:04:05
gab es eine runde Mineralwasser.
0:04:06–0:04:10
So ist das schon so gewesen. Nein, ich musste heute auf Geburtstag anstossen,
0:04:10–0:04:11
da hat man keine andere Wahl.
0:04:11–0:04:17
Das ist jetzt einfach so. Aber ich würde sagen, wir schaffen diese Sendung heute sowieso.
0:04:19–0:04:24
Abgesehen davon, Digi-Chris, etwas in deinem Leben sonst, was wir noch darüber reden müssen?
0:04:25–0:04:26
Nichts, was auf den Sender gehört.
0:04:27–0:04:28
Du machst immer so Andeutungen.
0:04:29–0:04:33
Nein, nein, es ist jetzt wirklich... Ich schreibe da in das Freemo dann noch.
0:04:33–0:04:33
Okay.
0:04:36–0:04:38
Eher positiv oder eher negativ?
0:04:38–0:04:40
Leider eher negativ.
0:04:40–0:04:45
Okay, also. Wir drücken dir schon mal die Daumen und ich fordere alle Hörerinnen
0:04:45–0:04:49
und Hörer darauf, dass es,
0:04:49–0:04:52
wir wissen jetzt nicht wie schlimm oder wie wenig schlimm, dass es ist,
0:04:52–0:04:58
aber so die esoterisch-spirituellen Wellen in Richtung Digi-Chris schicken.
0:04:59–0:05:02
Genau, und Kevin, sonst, abgesehen von den Hühnern, alles Palette,
0:05:02–0:05:06
heute ist es schön warm gewesen, ich bin gerade joggen und dann ist es ein bisschen
0:05:06–0:05:08
Frühling oder fast so Sommerfeeling aufgekommen.
0:05:08–0:05:13
Eigentlich gibt es schon auch Grund, um das Leben positiv zu sehen, oder?
0:05:13–0:05:18
Ich glaube schon. Also mir geht es wieder massiv besser, seit die Sonne da ist. Es tut mir schon gut.
0:05:19–0:05:23
Ich müsste mal irgendeinen Weg finden, um den Winter irgendwo anders zu verbringen.
0:05:24–0:05:28
Ja, du mit deiner Orientierung im Norden hast es natürlich besonders schwierig.
0:05:28–0:05:32
Es ist einfach suboptimal dort oben, weil ich gehe im Winter auch nicht hoch,
0:05:32–0:05:33
weil es ist wie nicht los.
0:05:34–0:05:39
Ich muss irgendwo... Es muss eigentlich gar nicht... Eigentlich würden die Berge
0:05:39–0:05:40
wahrscheinlich langen.
0:05:42–0:05:48
Wir hatten ja mal die Idee, im Winter, im Jahreswechsel, auf Island zu gehen.
0:05:48–0:05:50
Und das war schon noch speziell.
0:05:50–0:05:52
Wir haben dann auch gefunden, wir gehen nicht nur auf Island,
0:05:52–0:05:56
sondern wir gehen dann noch in den Norden von Island, auf Akureyri.
0:05:56–0:06:03
Und dort hast du dann so irgendwie... Am 11.30 Uhr ist dann mal hell geworden oder so.
0:06:03–0:06:07
Und dann am 2.30 Uhr ist schon wieder dunkel geworden. Und das ist schon noch
0:06:07–0:06:11
speziell. Also ich habe dann gemerkt, dass ich...
0:06:12–0:06:16
Umgekehrt habe ich auch schon erlebt, so einfach ein Tag hell,
0:06:16–0:06:20
also auch am Morgen, am 2 Uhr noch hell. Weil an das kann man sich schon eher
0:06:20–0:06:25
gewöhnen, weder nur noch so 2-3 Stunden Sonnen am Tag.
0:06:25–0:06:29
Man ist dann auch einfach immer müde. Das ist etwas, was ich immer merke im
0:06:29–0:06:32
Sommer in Norwegen, wo es immer hell ist, wenn ich viel mehr Energie habe,
0:06:32–0:06:34
am Feier am Morgen aufstehen. Ja, das stimmt.
0:06:35–0:06:38
Wenn es am 11 Uhr, hey, was willst du denn am 9 Uhr aufstehen?
0:06:38–0:06:42
Nein, dann ist es so easy, wenn du aufstehen. Ich habe viel mehr Mühe dann.
0:06:43–0:06:47
Wir sind dann auch auf die Idee gekommen, im Winter in Island in die blauen
0:06:47–0:06:48
Lagunen hineinzuschauen.
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Nachher waren wir so erbärmlich verkältert.
0:06:51–0:06:55
Aber gut, das gehört jetzt nicht an, weil wir ein ernsthaftes Thema haben.
0:07:10–0:07:15
Und Kevin, du hast gefunden, wir docken doch einfach da an, wo wir letzte Woche aufgehört haben.
0:07:15–0:07:20
Letzte Woche waren wir so ein bisschen analytisch und chronologisch,
0:07:20–0:07:22
aktualisch, historisch.
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Wenn ich so darf sagen, heute sind wir, glaube ich, eher ein bisschen emotional
0:07:26–0:07:27
unterwegs. Ist das richtig?
0:07:28–0:07:31
Heute habt ihr eigentlich mein Konzept, das ich mir gemacht habe,
0:07:32–0:07:34
über den Haufen gehört. Entschuldigung. Kann man eigentlich so sagen.
0:07:34–0:07:38
Ich habe mir da ein bisschen überleicht. Und dann sind wir gekommen und wir
0:07:38–0:07:41
sind ja dann einfach mal crazy gegangen, weil ich dachte,
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hey, wir könnten dir ja ein bisschen Podcasts vorstellen und dann könnten wir
0:07:45–0:07:47
noch ein bisschen Hörbücher machen und dann könnten wir noch ein bisschen KI
0:07:47–0:07:50
rein und dann haben wir angefangen.
0:07:50–0:07:52
Seht, jetzt siehst du mal, wie es mir immer geht.
0:07:53–0:07:54
Was ist mit euch?
0:07:55–0:07:57
Es war mit Matthias, ich bin zu früh gewesen.
0:07:58–0:08:02
Nein, ich knüpfe jetzt gerade bei der Frage, wo ich mich bei der letzten Sendung
0:08:02–0:08:05
gefragt habe. Wann hört ihr das? Was?
0:08:07–0:08:13
Wo? Wann? Und wie lange? Was ist mit euch?
0:08:13–0:08:18
Es ist eine berechtigte Frage. Man kann ja in diesem Pocket Cast,
0:08:18–0:08:20
den ich habe, reinschauen.
0:08:20–0:08:22
Da gibt es eine persönliche Statistik.
0:08:22–0:08:25
Ich finde sie jetzt wahrscheinlich gerade... Ah doch, da steht sie.
0:08:25–0:08:30
Also ich habe insgesamt seit ich die App brauche, also wahrscheinlich seit etwa
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15, 16 Jahren, habe ich 215 Tage Podcasts gehört nonstop. Das ist also bald ein Jahr.
0:08:39–0:08:44
Das ist ein jahrelang Podcast-Kloss. Also ein Arbeitsjahr, hast du?
0:08:44–0:08:48
Ja, genau. Wenn ich für das Geld überkämmte, wäre das recht gut.
0:08:49–0:08:53
Ich lasse wirklich zu recht vielen unmöglichen Gelegenheiten.
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Digi, Chris und ich haben es letzte Woche schon angedeutet, auch zum Hausarbeit,
0:08:59–0:09:03
zum Pendeln, zum Sport, zum Spazieren oder so.
0:09:03–0:09:07
Da habe ich viele Podcasts und ich pay... Also eben, ein Teil davon,
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wo ich würde sagen, nicht ein unbeträchtlicher Teil von diesen 215 Tagen sind
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natürlich einfach gepennt gewesen. Dann will ich dann mal eingeschlafen bei der Zuhö.
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Schlafst du auch ein, DigiCrystal Podcasts?
0:09:20–0:09:24
Ja, das habe ich glaube, sogar mal am, ja, auch am berühmten Podcast am Jean-Claude
0:09:24–0:09:26
Frick mal als Kompliment machen wollte.
0:09:27–0:09:30
Er schrieb ja, ich schlafe mit deinen Podcasts ein.
0:09:32–0:09:35
Er hat irgendwie vielleicht gesehen, dass, also, nein.
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Er hat mich schon geschnallt, also. Nein, sie sind nicht langweilig,
0:09:38–0:09:41
aber ich finde es einfach, sie sind in Stimme.
0:09:41–0:09:45
Ist einschlafen. Also nein, aber im positiven Sinn.
0:09:47–0:09:51
Also eben gerade zum Einschlafen, wenn du gehen kannst, wenn du arbeiten kannst,
0:09:52–0:09:55
nein, kann ich nicht, weil ich auch eh halb, fünf Minuten ein Teams-Call.
0:09:56–0:09:59
Aber ja, wenn ich halt ins Dessin gehe.
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Nein, zum Arbeiten geht es nicht. Das ist schon so.
0:10:02–0:10:06
Und auch die Reise hat in den Sinn, geht halt zwei Stunden und da ist halt so
0:10:06–0:10:08
ein Podcast schon nach Hause benettet.
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Wenn ich jetzt gar nicht arbeite, ich meine, das sind 10 Minuten S-Bahn,
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da kannst du jetzt vielleicht, ja, eben ein 100 Sekunden Wissen vom SRF hören,
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aber wahrscheinlich keine Ahnung, ja.
0:10:23–0:10:28
Ja, ich bin gerade so ein Laber-Podcast, wo du dich wirklich konzentrieren musst.
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Ja, genau. Aber Kevin, was machst du denn in dieser Zeit, wo du,
0:10:32–0:10:36
auf Englisch sagt man, Downtime hast, so eine Zeit, wo du einfach überbrücken musst?
0:10:37–0:10:39
Gibt es das gar nicht in deinem Leben wegen den Hühnern und so?
0:10:40–0:10:45
Also ich weiss aber nicht genau, wann das ist, diese Zeit zu überbrücken.
0:10:45–0:10:49
Das Ding ist, also ein Faktor, definitiv entscheidend, mein Arbeitsweg ist,
0:10:50–0:10:54
also jetzt mit dem Auto, mit dem Auto schon 3 Minuten.
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Ja gut, das ist ein bisschen kurz.
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Mit dem Velo 10. Also ich kann schon podcastlos, aber kommst du ja auch nicht vorwärts.
0:11:02–0:11:03
Nein.
0:11:03–0:11:10
Das ist so ein Punkt. Und dann, ich bin halt nicht so viel mit dem Auto unterwegs, merke ich halt schon.
0:11:11–0:11:15
Ich nutze es viel, aber für kurze Strecken. Also auch da wieder,
0:11:15–0:11:18
ich komme nicht auf eine gewisse Menge.
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Und dann, Podcasts zu hören und nebenbei etwas zu machen, das ist für mich recht
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schwierig, weil dann denke ich, ich komme ja in diesem Podcast nicht mitüber.
0:11:32–0:11:35
Also ich meine, wenn ich irgendetwas beim Auto am Werken bin,
0:11:35–0:11:39
wäre es eigentlich perfekt, aber dann mache ich irgendetwas und schraube irgendetwas
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rum und dann denke ich, ja gut, es hat 20 Minuten verpasst, weil ich irgendwie
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da an etwas rumgeschraubt habe und nicht so gehört habe.
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Das ist das, was mich so ein bisschen stresst. Und dann so zu Hause hören,
0:11:52–0:11:55
ich könnte ja über Laut sprechen, aber das mache ich irgendwie auch nicht.
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Ja. Also ich habe es nicht gefunden, wie ich das sinnvoll mache.
0:12:01–0:12:06
Ich glaube, das muss man wirklich in seinen Alltag einbauen können.
0:12:06–0:12:11
Und ich, also das, was du sagst, dass ich manchmal gewisse Teile verpasse, das geht mir genauso.
0:12:12–0:12:14
Und dann finde ich aber einfach, das ist so.
0:12:16–0:12:20
Bei den Hörbüchern passiert das manchmal auch und dort wird es ein bisschen schwieriger.
0:12:21–0:12:24
Wenn du die Handlung verpasst hast, dann fängt sie an zu schiessen und dann
0:12:24–0:12:27
musst du überlegen, gehst du jetzt zurück oder nicht.
0:12:27–0:12:31
Aber bei den Podcasts sage ich, wenn ich jetzt da ausgefadert bin zwischendurch,
0:12:31–0:12:33
dann ist es egal, das ist einfach, wie es ist.
0:12:34–0:12:38
Und damit habe ich wirklich hervorragend gelernt, leben. Und das ist so.
0:12:40–0:12:42
Ich muss mich ein bisschen entschuldigen, weil ich glaube, ich war vor allem
0:12:42–0:12:48
ich, der dieses ursprüngliche Konzept ein bisschen durcheinandergebracht hat.
0:12:48–0:12:53
Ich entschuldige mich auch gegenüber der Hörerschaft, weil die Shownotes,
0:12:53–0:12:57
die wir in der heutigen Folge haben, die sind ein bisschen abartig.
0:12:57–0:12:59
Ich habe Folgendes gemacht.
0:12:59–0:13:06
Ich bespreche ja schon seit ungefähr 15 Jahren mindestens, auch ab und zu in
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meinem Blog, in Podcasts.
0:13:07–0:13:12
Dann habe ich dem Chat-GPT gesagt, habe ich den in den Agenten-Modus versetzt
0:13:12–0:13:17
und gesagt, da, schau mal, unter dieser Adresse findest du ganz viele Podcast-Besprechungen.
0:13:17–0:13:21
Geh die mal durch, sammle die zusammen und du mir sie thematisch sortieren.
0:13:21–0:13:24
Und dann hat er das gemacht und es ist wirklich wahnsinnig viel zusammengekommen.
0:13:25–0:13:29
Aber es wäre doch schade, wenn wir jetzt nicht ein bisschen auf dem Fundus aufbauen
0:13:29–0:13:33
würden und ein bisschen mit Besprechungen operieren an dieser Stelle.
0:13:33–0:13:37
Nein, es ist mega cool. Also ich habe ja gar nicht gewusst, dass es so viele gibt.
0:13:37–0:13:41
Vor allem, dass man so viel auch durchhören kann, weil ich habe dann jetzt die
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Liste angeschaut und habe dann gedacht, ich kenne schon ein paar,
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aber ich habe in der ersten Folge schon wieder abgehängt.
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Ja, genau. Da muss man wahrscheinlich ein bisschen... Diggy Chris,
0:13:52–0:13:55
wie geht es dir, wenn du bei einem Podcast nicht reinkommst?
0:13:55–0:13:59
Wie schnell geht es, bis du abhängst und sagst, ich höre ihn,
0:13:59–0:14:00
ich höre ihn nicht mehr weiter?
0:14:01–0:14:05
Ich glaube, so analog Kevin, es kann schon wirklich ein paar Minuten dauern,
0:14:05–0:14:10
wo du einfach findest, vielleicht auch der Sprecher passt, dass ich weiss,
0:14:10–0:14:14
ja, meine Stimme passt vielleicht auch an jedem, dann bist du halt weg.
0:14:15–0:14:18
Dann vielleicht je nachdem giebe ich dir noch eine Chance, wenn sie irgendwie neu sind.
0:14:19–0:14:24
Aber ja, ich wäre auch schon relativ schnell wieder weg. Durchhunde ich allenfalls,
0:14:24–0:14:26
dann irgendwann wieder zurück.
0:14:26–0:14:29
Ja, ich habe schon auch so Podcasts. Ich habe auch das Gefühl,
0:14:29–0:14:33
wenn ich ihn mal abonniere, also ich bin zurückhaltend beim Abonnieren,
0:14:33–0:14:36
weil man findet, wenn ich ihn abonniert habe, dann muss ich ihn auch hören.
0:14:36–0:14:41
Und da musste ich eine Lernkurve beschreiten, dass man gefunden hat,
0:14:41–0:14:44
nein, man kann auch wirklich punktuell.
0:14:44–0:14:50
Also beim Tagesgespräch vom SRF, wo ich ab und zu höre, höre ich aber nur punktuell,
0:14:50–0:14:54
wenn ich finde, jetzt haben sie wieder so einen, was weiss ich was,
0:14:54–0:14:56
irgendwie den Chef der Swiss Seig geladen oder so.
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Der ist zwar eigentlich auf eine Art nicht schlecht gewesen,
0:15:00–0:15:05
aber er erzählt dann immer so, gehörst du den PR-Sprech durch und es geht eine
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halbe Stunde und nach fünf Minuten fängt es mich an, aber aufregen.
0:15:09–0:15:13
Dann höre ich auch auf oder suche mir die überhaupt nur punktuell aus.
0:15:13–0:15:17
Aber sonst in aller Regel lasse ich wirklich durch. Und wenn wir gerade vielleicht
0:15:17–0:15:20
einsteigen wollen, hätte ich gerade eine aktuelle Empfehlung.
0:15:21–0:15:25
Da ist ja die Artemis 2 Mission. Sind ihr da dabei?
0:15:26–0:15:32
Begeistert euch das, das kleine Raumschiff, das jetzt gerade um den Mond herumkreist
0:15:32–0:15:34
ist und jetzt dann wieder zu uns zurückkommt?
0:15:34–0:15:37
Ist das ein Thema für euch? Kevin?
0:15:37–0:15:41
Ich habe heute erfahren, dass ein Kunde von mir Teilung gemacht hat. Ah, cool.
0:15:41–0:15:42
Weisst du, wie geil.
0:15:42–0:15:46
Ja, mega. Und er hat es einfach so gesagt, ja, weisst du, vielleicht müssen
0:15:46–0:15:50
wir das mal auf die Homepage stellen, dass ich da etwas gemacht habe. Ja, voll.
0:15:50–0:15:53
Mega. Jetzt müssen wir jetzt Signatur und überall. Ja, weisst du,
0:15:53–0:15:57
sind wir jetzt etwa 10 Jahre dran gewesen und ja, sonst sind sie fertig.
0:15:57–0:16:01
Ja, also ich verfolge es nicht so, ich verfolge es so halbaktiv.
0:16:02–0:16:05
Ich komme es mit, über was passiert und gehe zwischendurch mal wieder schauen,
0:16:05–0:16:08
was passiert ist. Aber ich habe jetzt nicht den Podcast dazu gehört.
0:16:08–0:16:10
Und es gibt einfach einen Podcast dazu.
0:16:10–0:16:15
Ich habe den von der BBC. Der heisst 13 Minutes to the Moon.
0:16:15–0:16:18
Das ist eigentlich 2019 ist der rausgekommen.
0:16:18–0:16:22
Und hat dann die ursprünglichen Apollo-Missionen nochmal aufleben lassen,
0:16:23–0:16:26
die ich da wirklich sehr schön produziert gefunden habe.
0:16:26–0:16:29
Also wirklich enorm spannend, wie das gewesen ist.
0:16:29–0:16:35
Weil eben die erste Mission, wo sie ja dann gelandet sind, dann tatsächlich auch.
0:16:35–0:16:41
Dort war es ja spitz auf den Knopf, dass der Eagle dann wirklich am richtigen
0:16:41–0:16:43
Ort runtergekommen ist, weil sie dann geschaut und geschaut haben und keine
0:16:43–0:16:47
Landestellung gefunden haben und sind dem Mond immer näher gekommen, während 13 Minuten.
0:16:48–0:16:54
Dann ist vorher noch der Computer abgekackt, der ihnen eigentlich hätte helfen sollen.
0:16:54–0:16:59
Und es war dann eigentlich nur der Frau zu verdanken, die diese Software programmiert hat.
0:17:01–0:17:05
Er war eigentlich überlastet, aber er hat dann aber angefangen,
0:17:06–0:17:11
schlau mit dieser Programmierung richtig zu priorisieren. Darum kamen sie dann trotzdem ab.
0:17:11–0:17:17
Die haben diesen Podcast neu aufgelegt und machen jetzt jeden Tag eine Folge
0:17:17–0:17:22
mit viel Begeisterung, wo man erfährt, was alles an so einer Mission dahinge.
0:17:23–0:17:27
Ich habe gemerkt, ich mache seit
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knapp anderthalb Jahren auch ein Projektmanagement ab und zu und merke,
0:17:35–0:17:42
ich bin recht froh, Digi Chris, dass ich nicht an einer Mondlandung Projektmanagen muss.
0:17:42–0:17:48
Ja, ist so. Und ich würde sagen, natürlich, man weiss, ich bin schief begeistert,
0:17:48–0:17:51
aber natürlich, wenn du siehst, dass so eine Rakete hochgeht,
0:17:52–0:17:55
da bist du wahrscheinlich auch als kleiner Junge schon, hast du gesehen, boah, geil.
0:17:55–0:17:59
Ich würde es vielleicht nicht gerade so einen Podcast hören,
0:17:59–0:18:03
vielleicht mal eine Folge, aber klar, es ist eine riesige Faszination.
0:18:04–0:18:10
Und eben, du hast gesagt, es ist von der BBC, das wird sicher auch mit enormem
0:18:10–0:18:17
Aufwand produziert. Wird auch die Facts stimmen und 100% korrekt sein?
0:18:17–0:18:25
Man kann sich fragen, Journalismus sollte eine gewisse Distanz zu diesem Untersuchungsobjekt haben.
0:18:25–0:18:32
Aber man merkt schon, die sind alle begeistert und es ist ähnlich wie beim Sportjournalismus,
0:18:32–0:18:37
wo man manchmal auch die professionelle Distanz vermisst.
0:18:37–0:18:41
Aber hier kann man ja sagen, wenn man sagt, man ist pro Wissenschaft,
0:18:41–0:18:48
das kann man durchaus sein, dann kann man auch eigentlich das ein bisschen feiern, was die machen.
0:18:51–0:18:56
Das ganze Politische kann man wahrscheinlich schlecht ausblenden,
0:18:56–0:18:58
es wird ab und zu angesprochen.
0:18:59–0:19:07
Aber das war schon in den 1960er-Jahren, als die ersten Missionen zu dem Mond geflogen sind.
0:19:08–0:19:13
Das Rennen ins All war und der Kampf der Systeme, wer ist jetzt da zuerst,
0:19:13–0:19:16
du die SSR oder die USA, das ist schon spannend.
0:19:16–0:19:24
Sonst gerade jemand in die Runde einen aktuellen Podcast, welcher etwas aufgreift,
0:19:24–0:19:25
was gerade jetzt passiert?
0:19:26–0:19:29
Ich habe nichts, was jetzt gerade passiert. So, ein aktuelles.
0:19:30–0:19:32
Ich weiss nicht, was der letzte.
0:19:32–0:19:34
Ich glaube, der nächste, was du vorstellst, das ist auch wieder,
0:19:35–0:19:38
eben, es ist nicht ein aktuelles Thema, das ist jetzt aber gerade rausgekommen.
0:19:39–0:19:42
Und dort habe ich aber auch nur ganz kurz wieder einmal reingelassen.
0:19:43–0:19:45
Du meinst, welcher?
0:19:46–0:19:47
Riefenstahl.
0:19:47–0:19:51
Ja, genau. Den habe ich eher so ein bisschen verrissen, ehrlich gesagt.
0:19:51–0:19:53
Können wir vielleicht gegen Schluss dazu?
0:19:53–0:19:55
Ich frage noch schnell den Digi, Chris. Hast du gerade etwas,
0:19:56–0:19:57
das dich aktuell beschäftigt?
0:19:58–0:20:01
Ja, es geht halt wieder ums Schiff.
0:20:02–0:20:02
Okay.
0:20:03–0:20:07
Und jetzt halt, wir wissen ja, und das sehen wir vielleicht an der Zapfsäule,
0:20:07–0:20:12
ja, wir haben ja, glaube ich, leider ein bisschen Krieg im Iran.
0:20:12–0:20:17
Und es gibt einen Podcast, der wirklich gut produziert ist, Cruiserix.de,
0:20:17–0:20:19
das ist der Franz Neumeyer.
0:20:19–0:20:25
Er war mal beim Chip, also auch Journalist. Er hat auch schon unzählige Preise
0:20:25–0:20:28
bekommen für seine Reiseberichterstattung.
0:20:28–0:20:33
Und die haben vor zwei Folgen einmal die ganze Situation im Nahen Osten.
0:20:34–0:20:38
Das ist, wenn du mit einem Schiff bist. Also wirklich gut produziert,
0:20:38–0:20:39
gebe ich dir den Link noch.
0:20:40–0:20:44
Bist du dann auch mal in der Strasse von Hormuz unterwegs gewesen?
0:20:45–0:20:47
Ich habe das, aber das war im 19. Jahrhundert.
0:20:47–0:20:47
Ja.
0:20:49–0:20:53
Also es ist schön und ich muss sagen, die Region, also Oman,
0:20:55–0:20:57
Abu Dhabi, Dubai ist sicher schön.
0:20:57–0:21:01
Also ja, aber ich meine jetzt, ich habe es mir eben auch überlegt,
0:21:01–0:21:05
vielleicht sogar diese Saison runterzugehen. Ja, zum Glück habe ich es nicht gemacht, sonst.
0:21:05–0:21:06
Ja, genau.
0:21:06–0:21:13
Und ich finde auch dort, der Franz Neumeyer macht das so hochprofessionell,
0:21:14–0:21:18
recherchiert das gut, eben mir schwafelt, also ja, ich habe es auch schon als
0:21:18–0:21:22
Kompliment bekommen, Zitat, ihr schwafelt, aber ich finde es cool.
0:21:23–0:21:28
Und er halt eben als, gut, du hast einen journalistischen Background,
0:21:28–0:21:32
der Franz auch, und er macht das so gut, das finde ich toll.
0:21:32–0:21:36
Und eben auch er als Kreuzfahrer, Kreuzfahrer, er nimmt es durchaus auch mal
0:21:36–0:21:40
kritisch, eben weil so Schiffe die töten ja irgendwas ausstossen.
0:21:41–0:21:42
CO2 meinst du?
0:21:43–0:21:51
Also, was für Emissionen es auch immer sind, du hast halt ja mal 5000 Leute
0:21:51–0:21:54
plötzlich auf Santorini oder auf
0:21:56–0:22:00
jetzt ist mir gerade Traum gefallen, aber du hast halt ein Overtourism,
0:22:00–0:22:01
das ist ein generelles Problem.
0:22:01–0:22:04
Also den Overtourism hat ja nicht nur mit Schiff zu tun.
0:22:04–0:22:08
Ja, genau, aber du siehst ihn zum Beispiel mit Venedig oder so.
0:22:08–0:22:13
Genau, Venedig. Er macht das relativ gut und ich finde, ja...
0:22:14–0:22:20
Sie halten sich auch relativ kurz. Ich sage jetzt auch so etwa plus minus 30 Minuten.
0:22:20–0:22:22
Also jetzt musst du noch mal sagen, wie er heisst, der Podcast.
0:22:24–0:22:24
CruiseTrix.de
0:22:24–0:22:30
Okay, und dann kann man auch mehr aus politischem Interesse hören,
0:22:30–0:22:32
wenn man jetzt nicht unbedingt auf die Schiffe abfährt, oder?
0:22:33–0:22:37
Ja, es ist einfach interessant. Und wenn du vielleicht mal auf so ein Schiff willst,
0:22:38–0:22:44
und eben, die haben diverse Themen, Die Engelbäben hatten den Chefkoch,
0:22:44–0:22:48
der erklärt hat, wieso sie jetzt ein vegans Menü haben.
0:22:48–0:22:50
Ja, weil sonst die Veganer nicht mehr kommen.
0:22:51–0:22:55
Und solche Sachen ist durchaus sehr interessant.
0:22:56–0:23:00
Und wenn es einem nicht gefällt, dann schmeisst man halt den Podcast wieder weg.
0:23:00–0:23:04
Genau, genau. Das ist wirklich so. Man kann das auch ausprobieren.
0:23:04–0:23:07
Und man sollte es vielleicht nicht so machen, wenn ich am Anfang gesagt habe,
0:23:07–0:23:10
dass man sich verpflichtet fühlen muss, den Zendlosen zu hören.
0:23:10–0:23:13
Das gilt übrigens auch für euch jetzt gerade, zumindest diejenigen, die im Radio sind.
0:23:14–0:23:19
Wenn ihr im Radio hört, tut mir leid, es geht noch 14 Minuten bis es richtige Musik wiederkommt.
0:23:20–0:23:23
Aber ein Podcast könnt ihr natürlich problemlos weiterspringen.
0:23:24–0:23:26
Das soll aber keine Aufforderung sein.
0:23:27–0:23:29
Also ich würde sagen, ich kann übrigens,
0:23:30–0:23:34
Das widerspricht meinem Vorurteil, muss ich ganz ehrlich sagen.
0:23:34–0:23:39
Ich kann heute brühwarm berichten, dass ich aus erster Hand von Thomas Aschi
0:23:39–0:23:41
weiss, dass er auch Podcasts hört.
0:23:41–0:23:50
Mein Vorurteil wäre, dass in diesem politischen Bereich noch Zeitungslesen stattfindet.
0:23:50–0:23:54
Aber nein, er hört natürlich ein bisschen, und dass man vielleicht für uns keine
0:23:54–0:23:59
Unausgewogenheit vorwerfen kann, Er hört dann so Sachen wie «Weltwochendaily»
0:23:59–0:24:03
oder «Bern» einfach mit Markus Somm und Dominik Foisi.
0:24:03–0:24:07
Er hat sich schon ganz beunruhigt gefragt, was jetzt mit dem Podcast passiert,
0:24:07–0:24:10
wenn Dominik Foisi zu der NZZ wechselt.
0:24:11–0:24:18
Das kann ich immer so halb anfühlen. Ich höre Markus Somm in diesem Podcast mit Schawinski.
0:24:18–0:24:27
Und ich finde, wenn er sich ein wenig zügeln würde, dann wäre es manchmal noch recht interessant.
0:24:28–0:24:33
Aber er meint, mehr in diese Krawallecke zu gehen. Und das finde ich eher schlecht.
0:24:34–0:24:37
Gut, der absolute Krawallbruder, wahrscheinlich der Vorgänger,
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hatte mal einen Podcast gehabt, Roger gegen Roger.
0:24:40–0:24:43
Ja, genau. Also Roger Köppler, er ist ja winzig. Und ja,
0:24:44–0:24:46
Es weiss jeder, was ich vom Köppel halte.
0:24:47–0:24:47
Nein, sag es noch mal.
0:24:48–0:24:51
Er ist ein sehr sympathischer Mensch.
0:24:51–0:24:51
Sehr gut.
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Die haben sich so geprügelt. Ich habe es fast lustig gefunden.
0:24:57–0:25:03
Ich habe es genossen, wie die sich einfach eine halbe Stunde auf den Ring gegeben haben.
0:25:03–0:25:08
Ich finde, gerade was das angeht, finde ich die Idee dahinter,
0:25:08–0:25:14
dass man sagt, egal wie unterschiedlicher Meinung man ist, man spricht trotzdem miteinander.
0:25:14–0:25:18
Das finde ich eigentlich eine ganz gute Idee und ich finde, wir haben ja auch
0:25:18–0:25:21
schon in diesem Podcast mit Leuten gesprochen, die nicht der gleichen Meinung waren.
0:25:22–0:25:25
Und ich finde das wirklich ein gutes Prinzip. Und solange man miteinander redet,
0:25:25–0:25:30
ist es besser, wenn man dann anfängt, Raketen aufeinander zu schiessen und solche
0:25:30–0:25:32
Sachen. Also eben, das absolut.
0:25:32–0:25:38
Aber dort finde ich das Prinzip, vielleicht würde dort noch ein Moderator gut
0:25:38–0:25:41
tun, der versucht zu moderieren und zu sagen,
0:25:42–0:25:45
dass die nicht einfach aufeinander losgehen und sich nicht immer aufschaukeln,
0:25:45–0:25:50
sondern dass man auf die Argumente eingeht. Aber nur eine solche Idee.
0:25:50–0:25:55
Also ich meine, jetzt Philippe Leuterniger scheitert aus dem Stadtenrat aus,
0:25:55–0:26:00
Ex-Arena-Domateur vielleicht hat er ja Zeit und die anderen können dort noch irgendwas machen.
0:26:00–0:26:06
Ja, wobei er hat natürlich so seine politische Unschuld auch verloren. Ja, klar.
0:26:06–0:26:10
Aber ja, ist mir jetzt einfach so, eben, wo ich, glaube, angefangen habe und
0:26:10–0:26:15
ich sage jetzt, ja, im weitesten Sinn kannst du ja sagen, die Arena ist auch ein Podcast.
0:26:15–0:26:18
Ja, den kann man gut ohne Bild geniessen.
0:26:18–0:26:21
Und eben, der Leuterniger am Anfang, der Dompteur, also ja, ich meine,
0:26:22–0:26:25
ja, da bin ich noch, das klingt jetzt, ja, nein, ich bin wahrscheinlich,
0:26:26–0:26:30
was ich war, ja, das eine, also ich habe mich angefangen, politisch zu interessieren
0:26:30–0:26:34
und als ich angefangen, die Arena zu schauen, war halt der Leuterniger der Moderator gewesen.
0:26:35–0:26:39
Ja, ich habe den auch in Erinnerung, absolut. Und jetzt vielleicht noch,
0:26:39–0:26:42
um bei den Tipps ein bisschen weitermachen, das ist ein brandneuer,
0:26:43–0:26:49
den habe ich gerade vorher noch gehört, den ich da hinkam, der ist aus der Reihe «Zeit».
0:26:49–0:26:55
Also diese «Zeit» hat wirklich, finde ich, einige ganz gute Podcasts,
0:26:55–0:26:57
zum Beispiel der, der man aus Schweizer Sicht auch hören kann,
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«Servus, grüße, hallo», die eigentlich eine sehr schöne Idee dahintersteckt.
0:27:02–0:27:05
Und sie machen es auch gut, die drei Herren dort. dass sie finden,
0:27:06–0:27:13
wir haben ja da den Dachraum, wie man es so nennt, Deutschland, Österreich, Schweiz.
0:27:13–0:27:20
Und die versuchen uns über die Alpen weg die Verständigung dieser Länder zu
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vereinfachen. Und das finde ich recht gut.
0:27:22–0:27:24
Und das finde ich eine Stärke von Podcasts.
0:27:25–0:27:28
Aber ich wollte eigentlich von einer anderen Zeit Podcast rauswählen.
0:27:28–0:27:32
Das ist der, und jetzt sind wir beim True Crime angekommen, weil letzte Woche
0:27:32–0:27:35
angetreten ist. Das ist ein Zeitverbrechen.
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Und da hat es in letzter Zeit zu viel Familiendramen und zu viele Kinder,
0:27:41–0:27:43
die ermordet worden sind.
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Das höre ich manchmal auch nicht. Aber das mal eine spannende Sache von Madame
0:27:48–0:27:50
Macaron. Brigitte heisst sie, glaube ich.
0:27:51–0:27:57
Sie wurde auf das Übelste von gewissen Kreisen verleumdet. wurde,
0:27:57–0:28:02
indem man sagte, sie sei eigentlich ein Mann und so Sachen.
0:28:02–0:28:07
Und dann hat sie dann halt gefunden, jetzt ist genug und hat dann die Leute
0:28:07–0:28:09
angefangen an zu klagen und da findet jetzt so ein.
0:28:11–0:28:16
Prozesse statt strafrechtliche Prozesse, wo man dann Leute sagt, hey,
0:28:16–0:28:21
wo ist eigentlich die Grenze von Meinungsfreiheit und kann man auch behaupten,
0:28:21–0:28:25
dass das Satire war, wenn man einfach jemandem ständig sagt,
0:28:25–0:28:27
der sei eigentlich ein Mann und alles sei gelogen und so.
0:28:27–0:28:35
Das finde ich noch recht gut und das geht natürlich auch über den normalen True-Crime-Kützl heraus.
0:28:35–0:28:42
Da würde ich dich fragen, ob du True-Crime-Hörer bist und ob du findest,
0:28:43–0:28:45
ist es rein voyeuristisch oder
0:28:45–0:28:50
ist es besser, wenn es dann schon einen gesellschaftlichen Aspekt hat?
0:28:51–0:28:54
Ich habe am Anfang Zeitverbrechen gehört.
0:28:57–0:29:01
Und also ich habe nur Zeitverbrechen gehört, ich glaube, ich weiss nicht,
0:29:01–0:29:04
ob es der erste war, aber es war ein früherer, der mit dem gekommen ist.
0:29:04–0:29:06
Und ich weiss auch nicht, wer mir gesagt hat, ich muss das hören.
0:29:06–0:29:10
Und dann habe ich das gehört und irgendwann habe ich gefunden, ich muss es nicht mehr.
0:29:11–0:29:11
Ja.
0:29:11–0:29:18
Also es bringt für mich oft so ein destruktives Bild auf die Menschheit,
0:29:18–0:29:25
weil wir immer extremer in Fälle herausgenommen haben, wo Ausnahmen sind.
0:29:26–0:29:31
Und ich möchte nicht Mord und Totschlag hören, ich möchte positives Zeug hören,
0:29:31–0:29:34
weil auf dieser Welt, eben nochmal, wir haben so viel Scheisse,
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die gerade läuft und ich möchte jetzt nicht irgendeinen hören,
0:29:37–0:29:40
der dann die Kinder missbraucht und versagt und come on.
0:29:41–0:29:46
Und ja, spannend zum Zuhören, aber hat für mich irgendetwas gehabt,
0:29:46–0:29:50
was ich dann so gefunden habe, was nehme ich jetzt mit nach dem Podcast,
0:29:51–0:29:55
dass ich eigentlich davon muss ausgehen, dass jeder irgendein psychopatisch am Ende versagt.
0:29:56–0:30:02
Und dann habe ich einfach aufgehört zu hören und ich vermisse es null. Es ist mir wie gleich.
0:30:02–0:30:07
Ich muss es nicht mehr haben. Ich schaue wirklich auch keine Dokumentarfilme
0:30:07–0:30:11
und nichts mehr, weil ich merke, ich will es nicht wissen. Es ist okay.
0:30:12–0:30:15
Das verstehe ich sehr gut und mir geht es häufig ähnlich.
0:30:16–0:30:22
Trotzdem muss ich zugeben, so kleine Schwäche für so True Crime und ich lese ja auch,
0:30:23–0:30:31
Ich habe früher noch an Dirk geschaut, als er noch nicht entehrt wurde. Oder Horst Tappert.
0:30:33–0:30:37
Den Nazi-Vorwurf zum Opfer gefallen ist.
0:30:37–0:30:41
Ich höre gerne «True Crime», aber ich finde auch, wenn es einfach nur um das
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Verbrechen geht und um die Abgründe, um den Voyeurismus, dann finde ich es nicht so toll.
0:30:46–0:30:55
Aber wenn es noch ein bisschen mehr dran ist, eben zum Beispiel die wahre Weisskragenverbrechen,
0:30:55–0:31:00
so hat meine Besprechung geheissen über so einen Podcast von den Süddeutschen,
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die in 1,9 Milliarden lügen,
0:31:04–0:31:07
dann haben sie den Wirecard-Skandal aufgearbeitet.
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Und das ist dann natürlich etwas anderes.
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Da geht es nicht um Mord und Totschlag, obwohl der Typ, der dort war,
0:31:14–0:31:19
ist heute in Russland und ist dort Geheimagent und wer weiss, was er dort alles macht.
0:31:19–0:31:24
Aber dort war es eigentlich ein Wirtschaftskrimi. Und das ist natürlich dann
0:31:24–0:31:26
plötzlich schon spannend, Wenn man sieht,
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wie viel einfacher es ist, in diesem Bereich der Hochfinanz mit Verbrechern zu kommen,
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als wenn man eine Bank auszunehmen versucht hat, wie es letzte Tag in Winterthur
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bei der UBS eine probiert hat. für die, die das mitbekommen haben.
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Und darum, oder eben, so etwas wie «Klenk und Reiter» könnte ich empfehlen, das ist der Wiener.
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Gerichtsmediziner, der jahrelang halt dann erzählt, was er da für Leute auf
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dem Tisch gab und was er daraus gelehrt hat.
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Das ist auch noch eine recht interessante, spannende Perspektive auf das Ding
0:32:07–0:32:11
«True Crime». «Diggy Chris» ist das etwas, wo du etwas damit anfangen kannst
0:32:11–0:32:15
oder da die erste Hände ab bei Verbrechen.
0:32:16–0:32:24
Sehr, sehr selektiv. SRF hat einen True Crime Podcast, weil es einen gab, wegen Rupperswil.
0:32:25–0:32:28
Und jetzt hätte ich fast gesagt, den Fall habe ich fasziniert.
0:32:28–0:32:31
Ist das falsche Wort? Nein, schockiert wäre es ein richtiger Wort.
0:32:32–0:32:35
Zumal wir haben den Mitarbeiter gehabt, der hat dann den Täter,
0:32:35–0:32:41
ja, T.N, gekannt, weil beide sind anscheinend Fussballtrainer gewesen.
0:32:41–0:32:45
Und ich weiss noch, wo das rausgekommen ist, ist Stecher wieder, wie es ins Büro kam.
0:32:45–0:32:45
Ja.
0:32:46–0:32:50
Also, ja, da sei ich neben ihm gestanden und so.
0:32:50–0:32:53
Und den Fall hat mich jetzt einfach, ich sage jetzt, interessiert.
0:32:53–0:32:58
Aber dort habe ich jetzt wirklich selektiv, es gibt glaube ich drei Folgen, runtergeladen.
0:32:59–0:33:02
Du schaust halt mal im Podcatcher, ich habe auch Pocket Casts,
0:33:02–0:33:07
aber es ist jetzt nicht unbedingt was ich will, aber es gibt so viele andere
0:33:07–0:33:11
Podcasts und ich bin auch nicht jeden Tag 10 Stunden im Zug.
0:33:13–0:33:17
Ja, das geht mir dann doch auch so. Also reden wir noch über die Schar,
0:33:17–0:33:21
was für Schar es vielleicht sonst noch gibt, wo ihr findet, dass auch die Podcasts
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besonders gut funktionieren, oder wo Podcasts ein besonders gutes Medium ist.
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Und da hat Kevin das schon kurz angetönt. Ich finde Geschichte,
0:33:31–0:33:36
also ich tue recht gerne über Geschichte, da gibt es auch einige Geschichtspodcasts
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und eben in dieser Liste, in diesen Shownotes.
0:33:39–0:33:45
Wo ich euch schon angedroht habe, die heute besonders umfangreich geworden sind,
0:33:45–0:33:47
dann gibt es auch einige Geschichtspodcasts.
0:33:47–0:33:51
Und der, den Kevin schon angedeutet hat, das war zu der Leni Riffenstahl.
0:33:52–0:33:55
Da hat der WDR etwas gemacht, alles Geschichte.
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Eben die Leni Riffenstahl, Influencerin des Bösen, schon den Titel habe ich nicht so gut gefunden.
0:34:01–0:34:06
Und den würde ich jetzt sagen, den habe ich dann letztlich erst spannend gemacht,
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gut gemacht, mit vielen O-Tönen und so.
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Aber was mich dort am Schluss wirklich gestört hat, ist, dass die Frau, die das gemacht hat,
0:34:13–0:34:19
einfach wollte ihrem Posthum ein Geständnis abbringen, dass sie sagt,
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jawohl, ich habe mit diesen Nazis,
0:34:21–0:34:27
paktiert, ich habe für Adolf Hitler PR gemacht, ich habe die Inszenierungen
0:34:27–0:34:32
gemacht, die mit dazu beigetragen haben, dass am Anfang vielleicht die Leute für den,
0:34:33–0:34:37
Nationalsozialismus sich anfangen zu begeistern und so. Und das hat sie halt nicht gemacht.
0:34:37–0:34:41
Und das finde ich, das hat für mich den Blick zu sehr eingeengt.
0:34:41–0:34:46
Ich habe gefunden, eigentlich muss, es ist beides wahr, dass sie das natürlich
0:34:46–0:34:48
gemacht hat, aber es ist auch wahr.
0:34:48–0:34:53
Und Kevin, da docken man dann bei deiner Leidenschaft fürs Kino an.
0:34:53–0:34:57
Es ist halt auch wahr, dass sie bis heute noch das Kino beeinflusst.
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Ja, das ist so. Ich glaube, darum habe ich einerseits viel gehört,
0:35:03–0:35:07
Werke, Künstler, die Diskussion haben wir in den letzten Jahren mehrmals gehabt.
0:35:08–0:35:12
Kevin Spacey, was Filmen geht, Rammstein, also da gibt es die enste Frage.
0:35:12–0:35:15
Ja, genau. Der Derrick habe ich schon erwähnt.
0:35:15–0:35:20
Ja, genau. Ich habe aus dem Grund halt reingelassen, weil es mich wundert,
0:35:21–0:35:28
um was geht es jetzt in diesem Podcast? Und dann denke ich, es geht nur darum,
0:35:28–0:35:30
dass man jetzt sozusagen sie hat für die Nazis geschafft.
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Sie ist schuld, dass das Reich entstanden ist.
0:35:33–0:35:37
Und darum, ich glaube, ich habe zwei Folgen gewollt und nachher auch wieder
0:35:37–0:35:40
abgehängt, weil ich fand, ja, ist okay.
0:35:40–0:35:44
Ja, genau, ich habe dann gefunden, und das ist eben so die Andeutung,
0:35:45–0:35:50
dass wenn man sich bei Wirtschaft bei Artemis 2 ist, ist das völlig in Ordnung,
0:35:50–0:35:55
finde ich, wenn man so ein bisschen als Fanboy auftritt für Raumfahrtmissionen und so.
0:35:55–0:35:59
Da kann man dagegen sein, man kann dafür sein, aber man kann einfach das auf
0:35:59–0:36:02
eine Art feiern, dass wir Menschen jetzt wieder mal etwas anderes machen,
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wie der stupide Seich, wie wir sonst so zu tun haben.
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Aber jetzt in dem Fall, sie einfach nur wollen, das hat wirklich,
0:36:10–0:36:16
und es hat dann wirklich das verstellt, dass man Böse kann sein.
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Man kann sich für das Böse einsetzen, aber trotzdem Kunst schaffen.
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Das ist einfach eine Tatsache. Und wenn man sich auf die Eingelassen hätte,
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wäre wahrscheinlich der Podcast besser rausgekommen.
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Jetzt sind wir schon kurz vor dem Überziehen. Kevin, das ist eigentlich deine
0:36:35–0:36:38
Sendung. Ich habe sie jetzt weggesagt. Du hast mich schon geschultet.
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Wir machen dann Teil 3, weil du bist nicht einmal in einem Viertel.
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Es ist alles in den Shownotes. Ihr habt 218 Tage Material, wenn ihr all das durchhört.
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Es ist kein Aufzug. Vielleicht noch die Aufforderung in die HörerInnerschaft,
0:36:58–0:37:00
wenn ihr gute Podcasts habt.
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Das wäre cool. Dann können wir Teil 3 machen.
0:37:03–0:37:07
Würden wir sehr gerne machen mit euren Tipps. Aus Genre vielleicht auch,
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wo wir gar nicht so auf dem Schirm haben.
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Wenn ihr sagt, es gibt einen guten Sportpodcast, dann würde ich das da treuhänderisch
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weitergeben am Publikum.
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Und jetzt dürft ihr auf Radio Stadtfilter wieder Musik hören.
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Die, die uns per Podcast hören, geht es weiter an den Podcatcher,
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was auch immer als nächstes ansteht. Wir wünschen viel Spass.
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Schönen Abend.

Im zweiten Teil unserer kleinen Podcast-Serie schauen wir darauf, was aus der Medienrevolution geworden ist. Podcasts sind längst kein Nischenmedium mehr: Sie sind kommerziell etabliert, audiovisuell geworden und tief in Plattformen eingebaut. In den USA hat Youtube sich zur meistgenutzten Podcast-Plattform entwickelt und der Konsum wächst deutlich weiter.

Gleichzeitig bleibt die Frage offen, was vom ursprünglichen Podcast-Geist übrig geblieben ist: dem freien, abonnierbaren, unabhängigen Medium.

Daneben sprechen wir über eine benachbarte Audioform, die ebenfalls stark an Bedeutung gewonnen hat: das Hörbuch. Plattformen wie Spotify investieren gezielt in den Ausbau des Marktes. Das zeigt: Audio ist heute nicht mehr bloss Begleitmedium, sondern ein eigenständiger Teil der Medienlandschaft.

Und schliesslich fragen wir uns, was man mit Audio selbst machen kann: Kann man sich zum Lernen eigene Podcasts bauen? Vieles spricht dafür. Neuere Studien zeigen, dass Podcasts beim Verstehen, Behalten und bei der Selbststeuerung des Lernens hilfreich sein können.

Respektive: Kevin wollte über diese Dinge sprechen. Dann kam Matthias mit den längsaten (von KI zusammengetragenenen) Shownotes mit Podcast-Besprechungen und -Empfehlungen ums Eck, und der Plan war dahin. Wir versprechen aber hoch und heilig: Wir kommen auf das Thema und die hier angesprochenen Aspekte zurück!

„Die unterschätzte Medienrevolution – Teil 2“ weiterlesen

Die unterschätzte Medienrevolution

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

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Gies mit Opey du Cocaine Wo auch immer das könnte sein Ich weiss es nicht Ihr
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Hört die Radio-Stadtfilter.
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Und der Digi Chris ist da Weisst du wo das Opey du Cocaine ist?
0:00:19–0:00:20
Nein, nicht wirklich.
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Dort geht keine Kreuzfahrt hin, ist das richtig? Nein. Okay,
0:00:25–0:00:27
ich bin wahnsinnig laut. Ich hoffe, ich bin nicht mehr so laut.
0:00:28–0:00:32
Sonst kommt der Kai und reisst mir das Mikrofon weg. Hey, wie geht's dir so Digi Chris?
0:00:33–0:00:37
Wie gesagt, gewisse Sachen gehören auf den Sender. Du hörst nachher noch von
0:00:37–0:00:45
mir, aber ich glaube, wir müssen noch ein Feedback von Megi geben, wegen Mediatheken.
0:00:45–0:00:49
Und er hat eine App, eine App auf Windows,
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Linux, ja, sorry, Megge, natürlich gibt es auch auf Linux,
0:00:54–0:00:59
Mediathek View und das ist tatsächlich so eine Art Aggregator,
0:00:59–0:01:08
wo dir die Mediatheken von SRF, praktisch von den öffentlich-rechtlichen Sender zusammenbringt.
0:01:08–0:01:12
Das habe ich natürlich, ich habe sie gekannt, dass sie aber nicht offiziell
0:01:12–0:01:14
ist, habe ich sie nicht erwähnt. Also vielen Dank, Maggie.
0:01:16–0:01:20
Ich liebe die App. Und ja, eben, was wäre mir Ronny, der Maggie,
0:01:21–0:01:26
der so kleine Recherche-Lucken aufzeigt.
0:01:26–0:01:30
Mir, ich habe die auch schon gesehen, oder ein Vorgänger, ich glaube,
0:01:30–0:01:34
es hätte mal eine Windows-Version oder einfach so die als App sonst gegeben,
0:01:35–0:01:38
wo auch hast du Sachen daraus runterladen können. Aus dieser kannst du jetzt
0:01:38–0:01:39
nichts runterladen, oder?
0:01:40–0:01:45
Doch, doch. Ah, dann ist wahrscheinlich finde ich das einfach der Nachfolger
0:01:45–0:01:47
der App, die ich mal kennengelernt habe.
0:01:47–0:01:52
Und das ist sehr praktisch, es unterstreicht eigentlich meinen Punkt,
0:01:52–0:01:57
den ich am Schluss gemacht habe, dass wenn man diese öffentlich-rechtlichen
0:01:57–0:02:00
slash Service-Public-Angebote bündeln würde,
0:02:00–0:02:06
dass man dann da schon ein gutes Ding zusammenbrächt, in dem vielleicht auch
0:02:06–0:02:09
dem Netflix und so Parole bieten könnte.
0:02:10–0:02:13
In der Tat, und du könntest natürlich sogar noch weitergehen. Wie gesagt,
0:02:14–0:02:21
Mediatek View nimmt dir einfach die Streams zusammen und je nachdem hast du
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halt in Deutschland, ich sage jetzt überspitzt, da dort nicht,
0:02:24–0:02:25
musst du halt das VPN haben.
0:02:26–0:02:30
Aber theoretisch könntest du sagen, wenn jemand öffentlich-rechtlich ist,
0:02:30–0:02:35
ob das jetzt Schweiz, Deutschland, Schweden oder was auch immer ist,
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dass einfach die Sache frei verfügbar ist, ist immer ein schwieriges Wort.
0:02:40–0:02:42
Ja, ich weiss, was du meinst.
0:02:43–0:02:48
Aber einfach so, wenn jetzt halt jemand, ein Schweden in der Schweiz wohnt,
0:02:48–0:02:54
dass der halt auch vom, was ist das, SVT, ich kann nicht gut Schwedisch,
0:02:54–0:02:57
aber, you know, I mean, dass man das könnte haben.
0:02:58–0:03:04
Also, das funktioniert so weit gut. Und eben, du kannst im Mediathekenview auch sagen, willst du in
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geringer Auflösung oder halt in HD, also dann hast du halt auch für einen Kreuzfahrtok um 2 GB,
0:03:14–0:03:18
aber also oder halt da dort, was auch immer, Tagesschau,
0:03:19–0:03:24
das geht, also die App funktioniert super und eben du hast dann ein File,
0:03:24–0:03:29
wo du halt auf dieses Device kannst laden und eventuell halt mal irgendwo kein
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5G hast, läuft also so eine tolle App.
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Genau, genau. Also das mit dem Offline und wirklich runterladen,
0:03:36–0:03:38
das ist ein heisser Tipp.
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Also wenn er auch wieder mal ein bisschen… Eben, ich habe ja erzählt,
0:03:41–0:03:43
dass ich letzte Offline gewesen bin.
0:03:43–0:03:48
Und wenn man sich dort ein bisschen wie ein Eichhörnchen an so ein gewisses
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Lager anschafft, dann ist man auch nicht aufgeschmissen, wenn mal das Internet nicht geht.
0:03:53–0:03:58
Also ich bin im Fall kurz davor, mein Netflix jetzt wirklich… Ich finde,
0:04:00–0:04:05
Netflix wurde immer teurer und das Angebot wurde immer schlechter.
0:04:06–0:04:08
Jetzt ist bei mir der Moment ...
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Eintroffen, wo die Abwärtskurve quasi die anderen übersteuert.
0:04:18–0:04:23
Ja, also ich habe es jetzt halt noch in Ihrer Promo drin.
0:04:24–0:04:28
Ich sage jetzt so, weil ich der liebe Sohn bin, die Eltern haben es noch.
0:04:29–0:04:29
Verstehe.
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Ich sage hier, wie der Sohn im Mann finanziert Netflix, wenn man so schön sagt.
0:04:35–0:04:38
Also ja, ist lustig, das mache ich auch. Und solange ich noch höre,
0:04:38–0:04:42
ja, ich finde noch was dann, ja, eben, ich meine,
0:04:43–0:04:48
ja, als Sohn, hast du ein paar Sachen bekommen, sagst du, komm,
0:04:48–0:04:52
die paar Stutze dann zahlst du halt noch dann, gehst halt dem voucher,
0:04:52–0:04:57
geh posten und dass halt dann die Mutter oder der Vater noch irgendwas auf Netflix schauen können, ja.
0:04:57–0:05:00
Aber bei Netflix ist es so, dass die neuerdings anfangen zu motzen,
0:05:00–0:05:03
wenn du nicht am gleichen Ort immer schaust, oder?
0:05:03–0:05:08
Ich habe bei mir einen ganz eigenen Account, den ich noch als Promo habe.
0:05:08–0:05:15
Ich habe den Eltern auf ihren Account, den ich so gut habe und auflöte.
0:05:15–0:05:21
Das macht man als Sonnemann, der wahrscheinlich auch profitiert hat, als man klein war.
0:05:21–0:05:24
Also du bist ein sehr grosszügiger Sonnemann. Ich würde sagen,
0:05:24–0:05:30
wir hören nochmals ein Stück und dann geht es gleich los in drei Minuten mit der Hauptsendung.
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Ich habe hier Bond-Vibes erwartet, mit Spike von GoldenEye, aber nütisch gewesen.
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Nerdfunk Herzlich willkommen zu Nerdfunk.
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Ich habe ja oft über das Internet abgelästert in letzter Zeit,
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aber heute feiern wir eine Erfolgsgeschichte.
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Vor 20 Jahren, so ungefähr, sind die
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Podcasts so richtig in Schwung gekommen und trotz Vereinnahmungsversuch durch
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Spotify und vielleicht einer Überdosis an True Crime hält der Boom eigentlich
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bis heute an und als eigenständiges und ich würde sogar sagen als ehrliches
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Informations- und Unterhaltungsmedium.
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Digi Chris, bist du ein Podcast-Fan? Wenn ja, wann bist du eingestiegen?
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Ich weiss es nicht mehr ganz genau. Ich nehme an, einer der ersten Podcasts
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war sogar von dir wahrscheinlich, der noch beim Dagi war.
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Dann ist irgendwann ein Mass von, ich sage jetzt, Rechsteiner,
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also Martin Rechsteiner, Jean-Claude Fricco, die haben ja schon ewig angefangen.
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Ja, genau.
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Bits und so ist massiv später gekommen. Also ich kann nur sagen,
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Bits und so ist der Grund, dass ich da bin.
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Jetzt wundert uns dann wirklich mal der Timo. Heisst der Timo,
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gell? Der muss mal ein Bier an uns spendieren.
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Also ich kann übrigens an Basti das Mail schrieben, er hat auch geantwortet,
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aber er hat Zitat, ich habe nicht mal die Backups von meinem eigenen Podcast,
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weil ich jetzt wirklich denke...
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Und so etwas schimpft sich, Nerd.
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Ja, weil ich glaube auch, als ich noch lange da war, die ersten Podcasts hier
0:07:31–0:07:35
haben auch vielleicht weniger professionell getönt.
0:07:36–0:07:40
Ja genau, das war aber auch am Anfang ein Teil des Charmes natürlich.
0:07:40–0:07:47
Kevin Rechsteiner, du hast ja sogar auch deine eigenen Podcasts gemacht, zwischendurch.
0:07:47–0:07:51
Aber du hast mir gesagt, du siehst eigentlich dazu, selber zu hören,
0:07:51–0:07:55
bist du erst später gekommen, also nicht vor 20 Jahren, sondern wann?
0:07:57–0:08:00
Ich kann es nicht mehr genau sagen, aber ich bin mit der ganzen Podcast-Geschichte
0:08:00–0:08:02
relativ spät eingestiegen.
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Ich habe vorher wahrscheinlich Podcasts gehört, aber mehr so einzelne Episoden,
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die mich dann gerade interessiert haben.
0:08:12–0:08:19
Und nicht wirklich so durchgehend ganze Podcast-Reihen.
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Ich glaube wirklich eingestiegen vor zehn Jahren ungefähr.
0:08:25–0:08:57
Ja. Zeitung verzichten,
0:08:57–0:09:01
weder auf Podcasts, wobei eben mein Arbeitgeber macht ja auch Podcasts,
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also so gesehen ist es okay.
0:09:03–0:09:07
Aber für mich ist das wirklich wichtig und ich informiere mich breit,
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ich höre gerne Themen, wo ich in der Zeitung wahrscheinlich
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Artikel jetzt zu irgendeinem Thema, das mich so mässig interessiert,
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würde ich überblättern, aber wenn es ein Podcast ist, wo jemand
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das spannend und lebig erzählt, dann kann man mich damit einfangen,
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also ich glaube, es ist wirklich Und eben also die drei Thesen.
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Erstens vor 20 Jahren, 2006, ist es richtig losgegangen, obwohl es Podcasts
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als Technik und als Namen auch schon früher gegeben hat.
0:09:38–0:09:41
Zweite These-Podcasts sind heute kommerziell angekommen.
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Trotzdem ist es eigentlich eine unterschätzte Medienrevolution gewesen,
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weil man kann sagen, es hat eigentlich das lineare Radio auf eine nachhaltige
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und auch hörerfreundliche Art und Weise für eine digitale und nicht lineare Ära transformiert.
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Digi Chris, du als unseren Experten für lineare Medien, wirst du das unterschreiben?
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Also vielleicht auch, wenn wir noch... deinen Arbeitgeber redet,
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der hat ja einen täglichen Podcast, wo du auch öppendier bist,
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wo ich jetzt muss sagen, und wenn die zuhören, sonst gibst du dir das Feedback,
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ich finde den genial, also das nennt sich Apropos, oder?
0:10:22–0:10:22
Genau, ja.
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Und eben, das ist ein täglicher Podcast von der Thamedia Group oder der Takes Group,
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wo sie halt ein Thema nehmen, also es kann mal ein Nerd-Thema sein,
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es kann mal ein sozialpolitisches Thema sein,
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wo ich jetzt wirklich auch im Zug immer gerne los und es ist so wie wenn du
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wahrscheinlich in der NZZ den Leitartikel liest, wo halt ein wenig länger ist,
0:10:47–0:10:49
du gehst das Thema etwas tiefer ein,
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es wird gut kommentiert, eben wenn du da bist freut es mich immer noch mehr.
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Und ja, es ist halt teilweise, wenn du jetzt, ich sage jetzt eben,
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ich, wo ich halt viel im Zug bin, ist einfach das Medium Podcast,
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finde ich einfach sehr angenehm zu hören.
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Ja, ich finde auch den Podcast, also jetzt, ich fände ihn auch gut,
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wenn ich noch nie der gewesen wäre.
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Was ich sehr schön finde, ist, kannst du einfach dorthin gehen,
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irgendetwas erzählen und irgendjemand muss es dann schneiden und es klingt nachher
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super. Also das finde ich noch recht bemerkenswert.
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Das würde dieser Sendung da vielleicht auch gut tun.
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Aber genau. Dadurch, dass es nicht live ist, kannst du auch noch mal zweimal
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ansetzen, wenn du irgendeinen Mist erzählt hast.
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Das ist schon auch noch gut. Aber was ich eigentlich wollte sagen, ist,
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Wir haben bei dieser Tamedia auch natürlich all die Entwicklungen durchgemacht.
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Wir haben heute die riesige Webseite, wo eigentlich ein riesiger Umschlagplatz
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ist von Inhalt aus allen möglichen Quellen und auf dieser Webseite ist gerade
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im Sekundentakt fast schon die Artikel jagen und du kommst eigentlich nicht
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mehr hinein und hast das Gefühl,
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dass ein modernes Medienunternehmen eine industrielle Herstellungsfabrik von solchen Inhalten sei.
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Es geht für mich manchmal auch den Kontakt oder die Identifikation mit dem Medium verloren.
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Früher hast du in der Zeitung, wenn du die durchblättert, hast du eigentlich
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jeden einzelnen Artikel und jeden Journalist gekannt und beim Namen und hast
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gewusst, für was das steht.
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Und heute, wo du von ganz vielen Redaktionen Inhalte hast und von den Süddeutschen
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werden Sachen eingespielt, und es gibt auch noch andere Content-Kooperationen
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und natürlich auch inzwischen werden Sachen aus dem Welschland übersetzt und so.
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Das ist schön und finde ich eigentlich gut, aber es geht Identifikation oder
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Gefahr ist da, dass die verloren geht und ein Podcast stellt dir wirklich wieder
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her, weil du die Leute hörst, du hast die Stimmen im Ohr und so.
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Und ja, Kevin, das Podcast als Intims-Medium, das geht dir auch so oder was
0:13:10–0:13:12
schätzt du denn sonst so?
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Ich finde eigentlich spannend, dass wenn ich gerade früher Podcasts gelöst habe
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und dann habe ich oft die Leute nicht googelt.
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Ich habe denen einfach zugelöst und dann mit der Zeit hörst du dir die Stimme
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zu und wie sie erzählen und was sie für Haltungen haben und wie sie Sachen sehen.
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Und dann kannst du dir einen Mensch vorstellen und ich bin erstaunlich oft richtig
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gelegen, so vom Typ Mensch.
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Wenn du dann irgendwie ein Podcast los bist mit vier Leuten,
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viele Podcasts sind oft so, das sind vier, fünf, sechs Leute oder so,
0:13:45–0:13:49
die dann zusammenreden, und dann habe ich anhand von Podcasts die können sagen,
0:13:49–0:13:50
das ist jetzt die Person,
0:13:51–0:13:54
und habe dann das noch verifiziert, und es hat also oft sehr genau gestimmt.
0:13:55–0:13:59
Also ich glaube, ein Podcast bringt so ein bisschen das Persönliche rüber,
0:14:00–0:14:06
was bei einem geschriebenen Ding auch passiert, aber wahrscheinlich viel schwieriger
0:14:06–0:14:09
zu erkennen ist, wenn du nicht regelmässig die gleichen Leute liest.
0:14:10–0:14:14
Also auch beim Schreiben, haben die Leute einen Stil, den du gerne hast oder nicht?
0:14:15–0:14:15
Absolut.
0:14:15–0:14:19
Aber ich glaube, beim Podcast ist das wie so ein bisschen direkter.
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Man nennt das ja auch eine parasoziale Beziehung, weil man eigentlich das Gefühl
0:14:24–0:14:28
hat, man kenne diese Leute und mir ist es so zwei, drei Mal passiert,
0:14:28–0:14:32
dass ich Leute, die ich lange gelassen habe, in Form von Podcasts,
0:14:32–0:14:36
dann direkt kennengelernt habe oder auch Gespräche mit ihnen geführt habe.
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Und das war immer ein bisschen komisch.
0:14:38–0:14:40
Ich hatte inzwischen das Gefühl, ich könne jetzt einfach zuschauen.
0:14:41–0:14:46
Wenn ich mir das gewöhnt bin vom Podcast, bis mir wieder eingefallen ist.
0:14:46–0:14:50
Aha, nein, halt, die Person ist ja jetzt da in Echtzeit vorhanden und es geht
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nur weiter, weil ich wieder etwas sage.
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Also das ist doch ganz lustig. Und, aber eben, meine dritte These nach,
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ich würde sagen, in der Anfangsphase von 2006 ist das nicht absehbar gewesen.
0:15:01–0:15:11
Dort ist das eigentlich, ist das, der Podcast ist so ein Radio für eine digital-affine
0:15:11–0:15:16
Bubble für Nerds, die gerne von irgendwelchen Themen erzählten.
0:15:16–0:15:20
Und wir erinnern uns vielleicht, DigiChris, du, es gab auch so Sendungen,
0:15:20–0:15:26
die dann fünf Stunden lang gingen, weil die Leute über alles geredet haben und
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nie zum Punkt gekommen sind.
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Ja, und das ist ja bei uns so, also ich habe ja wirklich tatsächlich im Büro
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auch Leute, die uns gerne hören und die dann sagen, ja ihr solltet mehr als
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eine halbe Stunde machen,
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also das höre ich immer wieder und vielleicht noch sowas wegen digitaler Fin,
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wenn du denkst, damals im 06, hast du öfter zum Podcast schauen,
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gut, schau, dummes Zeug, hören, hast du dein iPod noch mit dem Lightning Connector
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und dem Mac anzuhängen, musst du das in iTunes schauen und heutzutage wird der
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Podcast, wenn es dann läuft,
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automatisch auf Android oder iPhone.
0:16:13–0:16:16
Es ist schon ein bisschen mehr Mainstream geworden.
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Das ist es absolut. Das ist eigentlich ein gutes Stichwort.
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Ich könnte in diesem Moment zu meiner Timeline übergehen.
0:16:23–0:16:27
Ich habe nämlich gefunden, ich teile das mal so in Meilenstein einteilen.
0:16:28–0:16:30
Und ich würde sagen, es sind vier
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Meilensteine dabei herausgekommen. 2006, was ist ein Podcast?
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Ihr findet dann auch in den Shownotes die Artikel, die ich dazu geschrieben
0:16:41–0:16:45
habe, weil ich habe ja dann da es passt wirklich das mal noch recht gut,
0:16:46–0:16:48
dass ich da das anhand von den Artikeln, die ich geschrieben habe,
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könnte das ein bisschen abklappern.
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2006 erklärte man, was ein Podcast ist, woher der Name kommt und wie man sie
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hört und wie man sie selbst macht.
0:17:04–0:17:07
Erklärt, auch für Leute, die das selber machen wollen. 2008,
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das ist so ein Zwischenmeilenstein, würde ich mal sagen.
0:17:11–0:17:15
Dort war es eben immer noch so, dass man wieder Tiggy Christus beschrieben hat.
0:17:15–0:17:23
Man musste es am Computer runterladen und dann übertragen via iTunes auf mobile
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Geräte, MP3-Player oder so.
0:17:26–0:17:30
Und dann konnte man das zusammenstellen. Und ich würde aber sagen,
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2015 war dann der nächste grosse Meilenstein.
0:17:35–0:17:44
Dort kamen die neuen Erzählformate. Und dort ist Serial, der Podcast, den viele kennen.
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Kevin hat mir gesagt, dass er hier «Astown» gelassen hat.
0:17:49–0:17:52
Das ist, glaube ich, aus der gleichen Küche wie das Serial.
0:17:52–0:17:55
Also dort sind eigentlich auch, und ich glaube, es war ein Teil davon,
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vom Erfolg, dass zwei Sachen zusammengekommen sind.
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«True Crime», die Bewegung oder die Leute, die sich dafür anfangen zu interessieren,
0:18:06–0:18:12
und der Podcast, der dann neu erzählt hat, dass er eigentlich fast eine literarische
0:18:12–0:18:14
Erzählform gewählt hat.
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Also journalistische Erzählung oder literarischer Journalismus,
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wie man das immer nennen will.
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Also es gibt einen Erzähler, der selber eine Figur ist in einer Geschichte,
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in denen er etwas erfährt und dann immer weitergrabbt.
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Es gibt die Atmosphäre, Interviewschnippsel, Feature-Elemente,
0:18:36–0:18:41
es klingt wie ein Hörspiel, mit Musik natürlich auch, mit Ambient,
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also mit Umgebungsgeräusche und so.
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Und das ist wirklich, glaube ich, für mich war das eine Erweckung.
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Ich könnte fast sagen, Kevin, ist es dir auch so gegangen mit «Astown»?
0:18:53–0:18:58
Es ist für mich einfach... Ich habe vorher schon This American Life gehört,
0:18:59–0:19:03
je nach dem Thema, das mich interessiert hat.
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Das waren eigentlich immer Hotcodes, die eine Person aus Amerika aufgriffen
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haben und dann mit Serial probierten sie mal etwas anderes und eine Geschichte erzählt,
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die über mehrere Folgen ging. ist.
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Ich finde S-Town einfach eine faszinierende Geschichte und von der Erzählung her gut.
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Aber dort geht es mir auch wirklich um die Figuren, die vorkommen und ich einfach
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spannend finde und spannend erzählt finde.
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Und ich komme jetzt wieder zurück zum Anfang, weil du hast gesagt,
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der Podcast ist eigentlich gross vor der 2006.
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Und ich widerspricht dem ein bisschen, Ich kann mich erinnern,
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dass ich S-Town wollte hören.
0:19:55–0:19:59
Da hast du irgendeine Podcast-App gebraucht. Da hast du mir gesagt,
0:19:59–0:20:02
irgendwelche RSS-Feeds integrieren.
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Es ist einfach... Der Podcast ist, glaube ich, zu einem Zeitpunkt,
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wo S-Town rauskam, vor 8-9 Jahren, ein Thema war.
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Es war Mainstreaming.
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Man hat den Podcast angefangen zu reden.
0:20:17–0:20:22
Aber die Implementierung für Laien ist schon noch kompliziert gewesen.
0:20:23–0:20:27
Ja, genau. Und darum habe ich das Gefühl, so die Verbreitung von Podcasts hat,
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eigentlich in den letzten vielleicht 5-6 Jahren nochmal Fahrt aufgenommen,
0:20:31–0:20:34
wo auch Spotify gesagt hat, so wir integrieren jetzt Podcast.
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Ich glaube, dort ist es dann wie so voll integriert worden für die Leute,
0:20:39–0:20:42
weil sie gar nicht mehr gecheckt haben, was ist jetzt ein Podcast,
0:20:42–0:20:45
was ist kein Podcast, was einfach in der App verfügbar war.
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Und vorher hat man halt wirklich in unserer Mittags-Podcast-App die Feeds abonnieren. Was...
0:20:51–0:20:55
Das war wahrscheinlich schon ein bisschen kompliziert, um das zu machen.
0:20:56–0:21:00
Ja, du hast absolut recht. Und es ist eigentlich kein Widerspruch zu meiner
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Timeline, weil das wäre, was du jetzt gesagt hast, das wäre eigentlich von mir
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aus gesehen der letzte Meilenstein.
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Der ist, würde ich sagen, wenn es so war, ich muss schnell nachschauen, ich blätter.
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2021, dort sind die grossen Plattformen aufgesprungen. Dort kam Apple an Bord mit Abos,
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wo man die Finanzierung, die Monetarisierung neu zu denken konnte.
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Aber ich glaube vor allem Spotify war dort wichtig, indem es das in die App gebracht hat.
0:21:35–0:21:41
Genau wie du sagst, Leute, die keine RSS-Feeds abonnieren wollen und denen das
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suspekt ist, Die konnten das auf eine einfache Weise machen.
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Das wurde von den Hardcore-Podcastern kritisiert.
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Man sagt, Spotify vereinnahmt hier ein Geschäft und steckt das in seine App.
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Dabei wäre ein Podcast ein offenes Medienformat.
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Das müsste es auch ausserhalb geben.
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Ich würde trotzdem sagen, das war ein bisschen die Sput. Aber inzwischen funktioniert
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es, denke ich, dass die beiden Welten gut aneinander vorbeikommen.
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Also wer mag, hört z.B. uns über Spotify.
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Aber natürlich die echte Art und Weise ist das,
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über einen Podcatcher zu machen, wie Pocketcast oder so.
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Und ja, genau. Digi Chris, du bist natürlich der Pocketcast-Mensch, oder?
0:22:36–0:22:44
Ja, und wir haben Leute, die tatsächlich sagen, wenn ein Podcast kein RSS-Feed
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hat, ist es kein Podcast.
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Also ja, da bin ich auch zweig gespalt, also wo ist jemand los,
0:22:51–0:22:52
das ist mir eigentlich egal,
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aber grundsätzlich ich habe schon ein bisschen den oben so das Gedanke,
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dass wir uns überall so können hören, also wir sind jetzt wahrscheinlich kein
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Böhmermann, wir sind nicht so sexy und so,
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dass wir jetzt uns wahrscheinlich über 20 Euro pro Monat rachen rühren.
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Es geht übrigens auch über Sienamal Bits und so, dass du ein Premium haben kannst,
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auch in einem Podcatcher.
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Hast du halt einfach einen lustigen URL, das geht auch.
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Genau, es geht eigentlich. Und
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Dass die halt sich, ja, tatsächlich, die müssen ja auch leben davon, das geht schon.
0:23:32–0:23:37
Aber also für mich ist der Podcast schon eher so ein bisschen was in Richtung
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RSS und nicht so plattformexkursiv.
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Das ist jetzt einfach, das ist nur meine Meinung.
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Nein, ist auch meine Meinung. Und ich würde gerade noch gerne über die Monetarisierung
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reden, aber an dieser Stelle,
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der Kevin hat es nämlich schon erwähnt, müssen wir vielleicht einem Mann ein
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Attribut zahlen, der eigentlich als Vater dieser modernen Form des Podcasts
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und vor allem auch dieser modernen Form von Erzählung gilt.
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Das ist eben der Mann, der für «This American Life» gearbeitet hat.
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Das ist eigentlich eine Radiosendung, öffentlich-rechtliches US-Radio,
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wenn man dem so sagen möchte.
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Es ist nicht genau vergleichbar mit dem öffentlich-rechtlichen Radio hier in Europa.
0:24:17–0:24:20
Aber es kommt dem einigermassen nach.
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Der heisst Ira Glass. Und der hat eben so die Erzählmethode entwickelt,
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wo eben eigentlich, und man fragt sich ein bisschen, dass das Radio selber auch
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zu Europa nicht selber früher gemerkt hat,
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dass das Radio, oder man hat es vielleicht schon gemerkt, man hat auch so intime
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Sendungen, sage ich jetzt mal, gemacht,
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aber die sind dann immer spät in der Nacht gekommen, ab dem Elf oder so,
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dann hat man vielleicht ein bisschen mäßig auf den...
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Und tagsüber hat man dann immer so sehr distanzierte Nachrichten vorgelesen.
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Wir sind das Radio, wir sind sehr seriös und distanziert und so.
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Und dass das Audio eigentlich ideal wäre für das, das hat man erst später gemacht.
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Aber Kevin, um nochmal auf deine... Ich weiss nicht, vielleicht hast du keine
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Lust darüber zu reden, aber du hast ja auch mal so eigene Podcasts gemacht,
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die dann auch relativ aufwendig sind.
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Produziert hast. Hast du das aus Experimentierfreude gemacht oder hast du das
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Gefühl gehabt, jetzt habe ich den Durchbruch?
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Ich habe das Gefühl jetzt nicht den Durchbruch, wie mit all meinen Sachen.
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Nein, das ist für mich wirklich ein rein Gewunderding gewesen,
0:25:42–0:25:47
um mal zu schauen, wie aufwendig ist so eine Geschichte zu machen,
0:25:47–0:25:50
wenn du so etwas mal durchdenkst.
0:25:50–0:25:54
Und ich glaube, das ist das, was ich auch beim Podcast S-Town halt spannend
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finde, was am Anfang eigentlich mit dieser Person, mit dem Protagonisten zu tun hat.
0:26:01–0:26:05
Und eigentlich aber das Projekt immer wieder weglecken, weil es findet,
0:26:05–0:26:08
das ist nicht spannend oder wir haben zu wenig Material und es ist nicht gut
0:26:08–0:26:13
und ich glaube, das ist halt mit diesen produzierten Podcasts ein grosses Thema,
0:26:13–0:26:17
das ich auch mal auf YouTube, ich habe eben das Video nicht mehr gefunden mit
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dem Ira Glass Fischlissound Podcast und er sagt, Sie fangen halt mega viele Geschichten an,
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die dann aber im Sand verlaufen, die unbrauchbar sind.
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Und ich glaube, das ist so ein Ding, dass vieles wird einfach so einen Stundenfriedhof
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und am Schluss hast du gar kein gescheites Resultat und dann verwirfst du es.
0:26:36–0:26:43
Und ich habe dann mehrere Podcasts ausprobiert, also wirklich so von Laber-Podcast
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über einen Podcast mit Christian Walti,
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mit einem Pfarrer zu aufwendig produziert, damit irgendwelche Einschnitte und
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Sachen aus YouTube und so.
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Für mich war es wirklich ein Probieren und dann halt wie ich es herausfinde,
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wenn du aufwendig produzieren willst, dann ist es eine Stunde für dich.
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Dann ist ein Podcast, der eine Stunde geht,
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wahrscheinlich 20 Stunden Arbeit, mindestens.
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Glaube ich auch. Und es ist ja wirklich verblüffend, was da heute bei so einem
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aufwendig produzierten Podcast, wie viele Leute das da beteiligt sind.
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Also da gibt es auch Komponisten, da gibt es Produzenten, da gibt es Leute, die schneiden und so.
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Ich habe es vorhin angedeutet, beim Apropos, dort gibt es einfach einen Produzent,
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aber immerhin, der macht die Arbeit.
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Und wir machen jetzt unsere Podcasts, das ist immer quasi live-to-tape,
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da gibt es nicht mehr viel Nachproduktionen.
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Aber es ist schon ein wahnsinniger Aufwand, würde ich jetzt sagen.
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Und was würdet ihr dann sagen, den Kritikern, die sagen, es ist aber auch ein
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bisschen etwas verloren gegangen von dieser Anfangszeit, zum Beispiel von dem
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Community-Gedanken und dem Gefühl.
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Ich erinnere mich, ich bin einmal 2013 in Zürich am HörerInnen-Treffen gewesen mit dem Team Pridloff.
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Der Name sagt euch vielleicht auch etwas, wenn er Podcast-Hörerinnen von der
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ersten Stunde sind. Der war hier in Zürich.
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Den habe ich ein bisschen aus den Augen verloren, weil seine fünf Stunden Podcasts
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irgendwann mal zu lang geworden sind.
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Und weil er manchmal gewisse Podcasts wie der CRE, die ich eigentlich sehr gerne
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damit gelassen habe, dann so unregelmässig gekommen sind, dass ich da den Faden verloren habe.
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Aber ist da aus der Anfangszeit ein bisschen etwas verloren gegangen oder gibt es das immer noch?
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Also ich meine, heute gibt es Laber-Podcasts, die das Hallenstadion füllen.
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Stichwort, wie heisst der Podcast, der Schweizer, der fast unaussprechlich ist?
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Zivi-Li-Ari-Di-Ring. Kevin, Digi-Chris, wisst ihr, ich schaue, wen er heisst.
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Zivi-Ari-Di-Ring.
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Bin ich richtig gewesen?
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Ja.
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Ah, das hätte man jetzt selber nicht zu. Also, ist etwas verloren gegangen aus der Anfangszeit?
0:29:15–0:29:20
Digi Chris, was meinst du, dass wir diese Laber-Podcasts heute nicht mehr so,
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oder fast ein bisschen untergehen in der Masse der Produktion?
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Ich meine, teilweise sind wir ja auch ein Laber-Podcast, kann man mal ganz ehrlich sagen.
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Da würde ich vehement widersprechen. Wir haben immer ein Thema,
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wir haben meistens Eine Idee, über was es gehen soll und wie es geht.
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Aber wir labern, ja.
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Wir labern und eben, wie gesagt, da habe ich auch Feedback und tatsächlich und
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nochmal, wenn einfach jemand zu dir an den Arbeitsplatz kommt,
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hey, das letzte Mal, ich habe nichts verstanden, wenn man, glaube ich, mal über Linux spricht,
0:29:59–0:30:02
aber hey, ich habe das cool gefunden, das finde ich jetzt,
0:30:03–0:30:06
also ja, darf ich mich als Podcast machen?
0:30:07–0:30:13
Ja, darf ich, ja, ich bin ja da dabei. das finde ich cool, wenn dir Leute in
0:30:13–0:30:19
Persona Feedback geben, das finde ich das schönste vom Podcasting,
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was es überhaupt gibt Kevin,
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Was meinst du aus deiner Sicht ist durch die Kommerzialisierung und dass man
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mehr Werbung hört heute und dass es also die dynamische Werbung gibt und dass
0:30:32–0:30:35
die Leute immer irgendwie dann doch noch werben dafür,
0:30:35–0:30:42
für ein Study oder was auch immer oder für ein Like irgendwo und ein Klick auf die Glocken im Spotify.
0:30:42–0:30:49
Ist es dir das nerviger geworden oder würdest du sagen, das ist der alte Lauf der Dinge?
0:30:50–0:30:54
Das ist der Lauf der Dinge, glaube ich. Das ist einfach so, das wird ja alles,
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professionalisiert und kommerzialisiert.
0:30:57–0:31:01
Ich habe einen kleinen Einschub, weil wir ja so gut recherchiert haben.
0:31:01–0:31:04
Zivadili-Ring hat sich gerade heute getrennt.
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Oh nein!
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Mal, das ist jetzt heute, ich kann es jetzt googeln, ob es wirklich Zivadili-Ring ist. Es ist so.
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Es ist, glaube ich, einer der erfolgreichsten Podcasts in der Schweiz.
0:31:15–0:31:17
Ja, die haben jetzt gerade auch nicht bekannt gegeben.
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Nicht, dass ich den gelost hätte,
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Aber Ich habe den auch nie gehört, aber ich habe viele Podcasts nicht gehört, das ist eben schon so.
0:31:27–0:31:31
Ich finde es schlimm, nein, ich finde es nicht schlimm.
0:31:32–0:31:37
Natürlich geht es auch auf YouTube, dort habe ich es eigentlich schlimmer gefunden,
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dass alles professionalisiert worden ist.
0:31:39–0:31:44
Es ist alles Mittel zum Zweck, es ist alles noch, eben dort noch Werbung,
0:31:44–0:31:46
dort noch eine Erwähnung, dort noch ein Like.
0:31:47–0:31:57
Ich glaube aber es hat mittlerweile so viele gute Podcasts die von öffentlichen oder eben so,
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halb öffentlichen Orten kommen die halt das Werbeding nicht haben, das ich so finde,
0:32:03–0:32:09
das stört mich eigentlich nicht, weil ich muss ja dann nicht hören, wenn ich nicht will Ja.
0:32:09–0:32:13
Es geht mir auch so, ich bin gut in die Werbung überspringen und das würde ich
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sagen, das wäre ein Fall für Kai.
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Wieso kann mir Kai nicht suchen in meinem Podcatcher, wenn die Werbung vorbei ist?
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Aber das gibt vielleicht die Möglichkeit demnächst mal. Und ich würde sagen,
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ich habe es noch lustig gefunden, wenn ich zurück schaue.
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Es gibt wirklich einige Podcasts, die recht lang laufen.
0:32:33–0:32:37
Und wo ich lange, lange dabei gewesen bin oder immer noch dabei bin.
0:32:38–0:32:43
Es ist tatsächlich so, wahrscheinlich «Bits und so», «Tiggy Chris» ist auch
0:32:43–0:32:47
der Podcast, den ich inzwischen wahrscheinlich am längsten höre.
0:32:47–0:32:50
Und dann gibt es solche, die ich aufgehört habe, sie zu hören,
0:32:50–0:32:53
weil sie sich zu fest weiterentwickelt haben.
0:32:54–0:32:58
Das ist, würde ich sagen, «This Week in Tech» von Leo Laporte.
0:32:58–0:33:02
Der ist ja auch so einer, der eigentlich zum Urgestein der Podcast gehört und
0:33:02–0:33:06
eben so einen Tech-Podcast, den es schon 2005 gab.
0:33:07–0:33:12
Und der ist dann aber, je mehr, dass er auch von dieser Werbung gelebt hat und so,
0:33:12–0:33:15
und je grösser die Operation geworden ist, also der hat dann wirklich so einen
0:33:15–0:33:21
Podcast-Verlag oder wenn man immer dem, ich will sagen, Produktionsstudio aufbaut,
0:33:21–0:33:24
dann sind die immer länger geworden, dass er mehr Werbung einpacken kann und so.
0:33:25–0:33:28
Und dann ist es irgendwann einmal mühsam geworden und dann habe ich aufgehört.
0:33:29–0:33:34
Und dann hat es aber auch die gegeben, die haben sich nicht so weiterentwickelt
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und darum aufgehört haben.
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Das sind die, die zum Teil ewig gegangen sind.
0:33:46–0:33:52
Wie heisst der eine Podcast? Das ist mir entfallen vom Tim Pritlove. Ah, Freakshow, genau.
0:33:53–0:33:57
Der ist nie unter vier Stunden fertig. Das geht einfach nicht.
0:33:57–0:34:01
Aber Holger Klein, In dem würde ich noch einen kleinen Shoutout machen,
0:34:02–0:34:06
was er mit seinem Freund macht, seit auch Uhrzeiten.
0:34:06–0:34:10
Das ist schon recht beeindruckend, auch von der Konstanz her.
0:34:10–0:34:16
Und ich würde sagen, wenn ihr noch einen Shoutout habt für die ganzen,
0:34:17–0:34:21
wie soll ich sagen, die Podcasts mit Durchhaltevermögen, dann machen wir das noch.
0:34:21–0:34:25
Und sonst würden wir auf jeden Fall mal dann aus moderner Sicht dann mal noch
0:34:25–0:34:28
unsere Lieblings-Podcasts vorstellen, oder? Was haltet ihr davon?
0:34:29–0:34:34
Also ich habe jetzt gerade meinen Podcatcher offen, wenn ich mal vorgreifen darf.
0:34:34–0:34:40
Und was jetzt im Feed ist, ist Datenschutzplaudere von Martin Steiger und von Andi von Gutten.
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Kann man auch sehr gut hören.
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Dann hast du den Digitec-Podcast, Bits und So, du hast Medientalk von SRF.
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Den höre ich auch, ja.
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Die Medienwoche von Christian Meier, Stefan Winterbauer. Du hast Holger Uftan,
0:34:55–0:34:56
Apfelfunk, Sprechkabine.
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Ja, eben, du hast, ich glaube, bei mir einen guten Mix.
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Sehr gut. Ich wollte eigentlich die aktuellen Tipps noch ein bisschen aufbewahren,
0:35:08–0:35:10
aber da fällt uns dann vielleicht trotzdem noch etwas ein.
0:35:10–0:35:17
Und Kevin, ein famous last word von dir oder ein Podcast-Tipp aus deiner tiefsten Vergangenheit?
0:35:18–0:35:21
Nein, ich möchte in der nächsten Sendung darüber reden, wie ihr Zeit habt,
0:35:21–0:35:22
so viele Podcasts zu hören.
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Ach, das erkläre ich dir gerne.
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Das nehme ich Wunder.
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Ich pende dich, Kevin.
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Ich pendle und ich mache Hausarbeit.
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Ich fahre viele Säsine.
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Nerdfunk. Nerdfunk. Nerdfunk.
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Nerdfunk.

Im Internet ging in den letzten Jahren alles den Bach runter. Alles? Nein, nicht ganz. Eine mediale Neuerung, die vor zwanzig Jahren auf dem Plan erschien, konnte sich nicht nur halten, sondern prosperiert bis heute. Und ja, auch hier gibt es Vereinnahmungstendenzen der grossen Tech-Plattformen, kommerzielle Auswüchse und inhaltliche Fehlentwicklungen – doch denen zum Trotz haben wir es mit einer Erfolgsgeschichte zu tun.

Podcasts sind eine Bereicherung unseres Medienmixes. Radio 2.0 ist nicht bloss Dudelfunk, sondern Unterhaltung, Information und eine neue Form des Journalismus. Und dank dieser abonnierbaren Sendungen erfuhr die Audiosparte eine beträchtliche Aufwertung und konnte sich gegenüber dem omnipräsenten Internetvideo nicht nur behaupten, sondern zu einer eigenständigen Medienform entwickeln.

Das ist für uns Grund genug, dem Podcast in diesem Jubiläumsjahr ein Kränzchen in Form einer mehrteiligen Serie zu widmen. Zum Auftakt schauen wir zurück: Wie war das damals, als 2006 unser iPod  plötzlich nicht nur Musik spielte, sondern auch zum Informationsvermittler mutierte?

Und ja, wir wissen schon, dass die Technologie bereits ganz zu Beginn der Nullerjahre erfunden wurde. Aber vor 2006 kamen sie in Schwung – nicht zuletzt, weil auch der «Digitalk» als Vorläufer des Nerdfunks auf Sendung ging. „Die unterschätzte Medienrevolution“ weiterlesen

Wie weiter mit der SRG und dem linearen Fernsehen?

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:05–0:00:09
«Suyono» mit «Lucid Dreams» Und ihr träumt nicht, ihr hört das hier.
0:00:09–0:00:11
«In der Stadt sind oft komisch.» «Das ist nur eine Frage der Zeit,
0:00:11–0:00:12
bis wir es rauskriegen.»
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«Stadtfilter» «Stadtfilter» und «Diggy Chris, ich habe einen Jingle gefunden,
0:00:20–0:00:22
ohne Megaherzangabe, ist das nicht toll?».
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«Fristig, ich glaube.»
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«Und, wie geht es dir so? Sagen wir mal, ich habe etwas herausgefunden,
0:00:28–0:00:32
weisst du was? Wie lange heisst du schon Digi-Chris?
0:00:33–0:00:37
Ui, das ist 07.
0:00:37–0:00:44
07. Wir sagen, nächstes Jahr feiern wir dein 20-jähriges Digi-Chris-Jubiläum.
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Ich habe herausgefunden, dass du ja topmodern bist.
0:00:48–0:00:53
Die Jugendlichen, die Jungen von heute, sagen genauso, wie du heisst. ist.
0:00:53–0:01:02
Sie sagen aber nicht, sie sagen nicht, sie sagen zum Beispiel Bro oder Alte oder so.
0:01:02–0:01:04
Oder sie sagen eben Digi für,
0:01:06–0:01:12
Digi ohne Chris für, ich weiss, ich glaube es ist Kürzel für Dicker oder so. Oder nicht?
0:01:12–0:01:17
Ja, bei mir ist ja damals, als ich gebloggt habe, um das Digital-TV gegangen.
0:01:18–0:01:22
Also nicht Digi. Was haltest du davon? Kevin ist Er ist leider noch nicht da,
0:01:23–0:01:24
sonst könnten wir das mit ihm besprechen.
0:01:24–0:01:29
Wenn wir dich jetzt Digi nennen müssen, voll jugendsprachlich. Digi, Jo. Jo.
0:01:30–0:01:35
Also, das war meine Idee. Aber sonst Digi. Digi.
0:01:37–0:01:39
Alles gut? Alles fit im Schritt?
0:01:40–0:01:43
Sowie gut und sonst Sachen, die nicht auf den Sender gehören.
0:01:43–0:01:48
Ach so, sehr gut. Genau, ich wollte noch ein paar Chuck Norris-Witze raus suchen,
0:01:49–0:01:50
aber da bin ich leider nicht mehr dazukommen.
0:01:51–0:01:52
Aber ist,
0:01:55–0:01:58
vielleicht auch besser. Oder soll man? Sag.
0:01:58–0:02:02
Ich weiss es gar nicht mehr. Ich glaube auch, ihr mit zwei, drei generieren
0:02:02–0:02:09
natürlich irgendwie glaube Ich glaube, im SOP-Bereich, Chuck Norris braucht
0:02:09–0:02:12
nicht S-Develop, die Tabellen passen sich selber an.
0:02:13–0:02:20
Das finde ich sehr gut. Ich habe mal Chuck Norris erwähnt, den ich über den
0:02:20–0:02:22
Internet Explorer geschrieben habe.
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Was ist Parallel von Chuck Norris und dem Internet Explorer?
0:02:26–0:02:31
Sie sind beide quasi unzerstörbar. Da habe ich eben den Witz gebracht,
0:02:32–0:02:36
Chuck Norris ist vor drei Tagen gestorben, aber jetzt geht es ihm wieder besser.
0:02:38–0:02:42
Nein, apropos Intertexplorer, also auch nicht viel intern, also jetzt muss ich sagen,
0:02:43–0:02:44
Es geht in SPKM.
0:02:45–0:02:52
Nein, nein, natürlich, wir sind schon lange Edge, aber im Edge gibt es einen Compability Mode.
0:02:52–0:02:53
Ja, ja, genau, ich weiss es.
0:02:53–0:02:58
Und wir haben auch die neue Abwendung vom BW läuft nicht.
0:02:58–0:03:04
Und dann... Oh, die läuft in der... Ähm, der Compability-Motor und da habe ich
0:03:04–0:03:05
halt auch jemanden vom...
0:03:06–0:03:06
Ja...
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Wie weiss ich was, 2017 rein...
0:03:10–0:03:13
Ich habe die Familie mal gelaufen, aber diese Neuanwendung nicht mehr.
0:03:14–0:03:17
Gut, es ist jetzt los, man hat ein braves Ticket gemacht, testet,
0:03:17–0:03:21
aber ich habe immer gewusst, dass es das überhaupt gibt.
0:03:21–0:03:24
Ja, den gibt es natürlich. Du, die Brösmel ist wahnsinnig. Ich hoffe,
0:03:24–0:03:27
du bleibst uns erhalten während dieser Sendung.
0:03:27–0:03:34
Hast du vielleicht eine Alufolie auf deinen Router gelegt, wie man das früher empfohlen hat?
0:03:34–0:03:39
Eigentlich nicht und ich sitze wirklich in 10 cm vom Dongle.
0:03:39–0:03:43
Ja, letzte Woche oder vorletzte Woche war ja mein Internet weg.
0:03:43–0:03:47
Und zwar ist dann wirklich etwas kaputt gegangen bei Init7.
0:03:47–0:03:53
Ich bin bei ihnen vorbeigegangen und habe herausgefunden, dass wir einen Stammhörer haben bei Init7.
0:03:53–0:03:55
Ich muss mich entschuldigen.
0:03:55–0:04:00
Felix heisst du, glaube ich, mein Namensgedächtnis lässt mich wieder im Stich.
0:04:00–0:04:04
Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber auf jeden Fall Felix oder allenfalls mit
0:04:04–0:04:05
einem anderen Vornamen.
0:04:06–0:04:10
Herzliche Grüße und ich bin froh, dass es wieder geht, weil Ohne Internet zu
0:04:10–0:04:15
Hause, fünf Tage lang, ist also recht eine Herausforderung, muss ich euch sagen.
0:04:15–0:04:17
Kevin, hallo. Ah, der Kevin ist da.
0:04:18–0:04:19
Hello. Hallo, grüß dich. Ja, ich bin jetzt auch da.
0:04:20–0:04:23
Also, sehr gut. Ich würde schnell sagen.
0:04:23–0:04:26
Wegen fünf Tagen ohne Internet, wahrscheinlich, deine Töchter,
0:04:26–0:04:28
die mir am meisten schreien, oder nicht?
0:04:28–0:04:31
Das ist tatsächlich ein bisschen ein Problem gewesen, natürlich.
0:04:32–0:04:33
Darf ich das jetzt erzählen?
0:04:33–0:04:39
Nein, wahrscheinlich darf ich das nicht erzählen. Aber ich wusste aus meiner
0:04:39–0:04:41
Vergangenheit als Computerjournalist,
0:04:42–0:04:49
wenn man Fernsehen schauen kann ohne einen offiziellen Kabel zu haben.
0:04:52–0:04:58
Aber ich habe das Kabel wieder abgezogen, für die, die mich jetzt anzeigen wollen, wegen...
0:04:58–0:04:59
Zeige ich es draus.
0:05:00–0:05:05
...Piraterie, ja. Also, wenn ihr das wissen wollt, von mir geheime Informationen...
0:05:05–0:05:08
Nein, schneide ich nachher raus, sonst wäre es noch schlimmer.
0:05:09–0:05:13
Kevin, wie läuft es bei dir so? Internet geht hoffentlich.
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Internet geht? Ich habe die Probleme nicht, die ihr habt. Ich habe 5G-Internet.
0:05:18–0:05:20
Das ist einfach sehr schwankend,
0:05:20–0:05:21
Aber es läuft.
0:05:22–0:05:28
Und was hast du da so für einen Datendurchsatz im Monat? Kannst du das dir anzeigen lassen?
0:05:29–0:05:30
Im Monat?
0:05:30–0:05:33
Oh mein Gott. Oder im Jahr oder im Tag oder so. Ich weiss nicht.
0:05:33–0:05:37
Ich kann schauen, glaube ich. Ich habe so eine App, die ich mir natürlich installiert habe.
0:05:37–0:05:42
Und der sagt mir, Datennutzung in diesem Monat ist 113 GB.
0:05:43–0:05:48
Naja, gut. Das ist fast noch im Rahmen. Aber das ist dann wirklich nicht gerosselt.
0:05:49–0:05:53
Sonst heisst es ja quasi Flatrate. Das ist nicht gerosselt. Aber irgendwann
0:05:53–0:05:56
wirst du drosselt, aber du wirst nicht. Das ist noch gut.
0:05:57–0:05:58
Ich kann crazy gehen.
0:05:59–0:05:59
Ja, sehr gut.
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Ich weiss, wie ein Stammhörer, der hat irgendwie etwa 10 Mal wie Kevin und wird auch nicht drosselt.
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Auch alles übers... Vielleicht müssen wir... Aber ein Terabyte im Monat,
0:06:14–0:06:18
das ist aber noch... Da musst du aber recht fleißig...
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Diese Person hat etwa 27'000 Smartphones und er ist sogar mal bei uns im Podcast
0:06:25–0:06:27
gewesen. Ich möchte dir denken, wer es ist.
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Ich muss jetzt nochmal scharf nachdenken.
0:06:32–0:06:37
Eigentlich ist es nicht so viel. Nein. Was ist ein guter Film?
0:06:38–0:06:43
Maximale Auflösung eines Films, die wir jetzt gerade runterladen können, Avatar vielleicht.
0:06:43–0:06:44
Ja, dann...
0:06:44–0:06:50
Ich gehe jetzt schnell in die Illegale-Tauschbörse, Avatar, etwas in der crazy
0:06:50–0:06:54
Grösse, hat, bei size natürlich, alles andere ist ja nicht spannend.
0:06:57–0:07:00
Also, wir müssen jetzt hier anfangen, aber sagst du es noch schnell.
0:07:01–0:07:04
Avatar Ultra HD hat 72,1 GB.
0:07:04–0:07:09
Ja gut, dann musst du 10 so Filme und dann noch ein wenig chatten und dann hast
0:07:09–0:07:11
du es geschafft. Also, und jetzt geht es los.
0:07:14–0:07:24
«Nerdfunk» Herzlich willkommen zum «Nerdfunk»
0:07:27–0:07:32
Hier ist der Nerdfunk mit Digi Chris und Kevin... Nein, ich hätte nicht Digi
0:07:32–0:07:35
sagen müssen. Mit dem Digi. Mit dem Digga.
0:07:35–0:07:40
Und Kevin Rechsteiner, wenn ihr die Pre-Show gehört habt, verstehen die Gag
0:07:40–0:07:42
und finden ihn wahrscheinlich immer noch nicht lustig.
0:07:42–0:07:45
Aber Digi, wir werden uns noch mal sehen. Wir haben heute über ein Thema gesprochen,
0:07:45–0:07:48
das du ausgesucht hast und warum müssen wir über das sprechen?
0:07:50–0:08:01
Ja, wir haben vor zwei Wochen zum dritten Mal in elf Jahren über die SRG abgestimmt.
0:08:01–0:08:11
Und das dritte Mal hat sich das Schweizer Stimmvolk für den Moloch ausgesprochen
0:08:11–0:08:14
und sogar relativ deutlich Und klar,
0:08:14–0:08:19
für viele ist das RG, du stellst den Fernseher an und schaust die Tagesschau,
0:08:19–0:08:22
du schaust die Landfrauenküche und ja,
0:08:22–0:08:28
irgendwann müssen wir uns schon fragen, wie geht es jetzt weiter mit dem Fernseher,
0:08:28–0:08:33
mit dem linearen Fernseher, wenn du einstellst und was ich übrigens jemanden
0:08:33–0:08:36
mache, einfach durchzählst auf irgendwelchen exotischen Kanälen.
0:08:36–0:08:39
Du machst das tatsächlich noch. Ich habe ja in der Pre-Show erzählt,
0:08:39–0:08:44
dass ich wieder mal aus technischen Gründen ganz normales Fernsehen schauen musste.
0:08:45–0:08:49
Und ich finde das fast unmöglich. Ich kann fast nicht mehr durchzappen.
0:08:49–0:08:54
Und dann kommt es noch dazu, wenn so ein smarter Fernseher mit dem digitalen
0:08:54–0:08:58
Fernseher... Also analog ist es wenigstens noch einigermassen zügig gegangen bei dem Zappen.
0:08:58–0:09:00
Aber mit dem digitalen Fernseher musst du ja je nachdem warten.
0:09:00–0:09:04
Du wirst zwei Sekunden, bis er noch den Sender gewechselt hat.
0:09:05–0:09:08
Das Zappen macht ja keinen Spass mehr digital, kann man das so sagen.
0:09:09–0:09:12
Kommt auf das Gerät an, ist es sicher besser geworden, also ich meine,
0:09:12–0:09:14
ich bin ja schon lange dabei, am Anfang ist es tatsächlich,
0:09:15–0:09:19
sie haben teilweise, ja, zum vielleicht ein bisschen technisch werden,
0:09:19–0:09:24
du hast auf einem Kanal, auf einer Frequenz, hast du im digitalen, ich sage jetzt,
0:09:25–0:09:31
acht Sender und die haben es dann so gemacht, dass die Frequenz immer gleich
0:09:31–0:09:35
bleibt, dass es den Tuner nicht neu tunen, synchronisieren, whatever,
0:09:35–0:09:39
aber es ist klar, es kann schon länger gehen Und ich glaube,
0:09:39–0:09:44
die UPC hat mal eine Box gehabt, wo es wirklich ein Zapp-Equal war.
0:09:44–0:09:47
Aber das konnten sie dann auch irgendwann mit Software-Updates fixen.
0:09:48–0:09:52
Kevin, tust du noch zappen? Oder anders gefragt, ich bin fast sicher,
0:09:52–0:09:55
dass du nicht mehr zappst. Anders gefragt, wann hast du das letzte Mal zappt?
0:09:56–0:10:00
Ich habe ja schon... Ich habe eigentlich nie einen Fernseher besetzt.
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Das ist eigentlich noch lustig.
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Aber hast du das nicht beruflich gemacht? Das mit dem Fernseher und so?
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Ich habe das beruflich gemacht. Ich habe das mal gelernt.
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Ich habe das mal auseinandergeschraubt und so. Nein, ich bin in einem Radio-Fernseh-Geschäft
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gross geworden und das war das war.
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98, 99, 2000, so dort.
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Ja.
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Das ist noch sehr lineares Fernsehen, das ist so knapp mal mit,
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mit, ui, jetzt wird das geheißen, du hast keine Zahlungen, und dann hat es dir
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irgendeine Sendung aufgenommen.
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Showview. Nein, Show. Showview, danke.
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Showview, crazy. Und dann habe ich so viel Fernsehen geschaut,
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und dann habe ich irgendwann gefunden, wenn ich dann mal eine Wohnung hatte,
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dann kaufe ich mir einen grossen Fernsehen, und das habe ich dann nie gemacht.
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Ich habe mir nie einen Fernsehen gekauft.
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Und dann habe ich glaube am Anfang, immer wenn ich in ein Hotel gekommen bin,
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habe ich den Fernseher geschaltet und habe durchgezappt. Das mache ich seit Jahren.
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Ja.
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Beim Zappen bin ich komplett draus. Ich bin beim Fernsehen eigentlich komplett draus.
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Ich bin eigentlich auch draus. Ich schaue noch, was ich mache.
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Ich mache es zeitversetzt, Tagesschau schauen oder so. Aber sonst eigentlich
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wirklich, dass ich jetzt wieder hinschauen und eine Sendung schaue,
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dann, wenn sie ausgestrahlt wird. das ist also seit Jahren nicht mehr vorgekommen
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und ohne Sport passiert glaube ich nicht mehr.
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Also Digi Chris du wolltest eigentlich sagen es wäre gescheiter gewesen,
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man hätte die SRG abgeschafft, weil wir brauchen sie ja nicht mehr,
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weil das macht niemand mehr so.
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Überhaupt nicht jetzt auch gerade Tagesschau, ich muss sagen wenn ich jetzt
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um halb acht nicht gerade mit euch würde reden, würde ich vermutlich einfach
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schnell, wenn ich jetzt zufällig zu Hause bin die Schlagzeile zumindest von
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der Tagesschau schauen, weil ich glaube immer noch
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von der Audi weil auch die visuellen Anbieter haben die SRG mit Abstand die
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beste journalistische Qualität.
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Das ist unbestreitend. Und wenn ich jetzt mit euch fertig bin,
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schaue ich schnell die Schlagzeile.
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Alles gut. Und dass ich tatsächlich etwas...
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Linear schaue. Also wenn ich jetzt vielleicht weiss, sie redet im Kassensturz,
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ja, ich mache mal wieder mein Liebesbeispiel,
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Kreuzfahrträder ein im Vergleich, dann bin ich sofort gesehen,
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dann würde ich es live schauen, aber klar, ich schaue auch das meiste,
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wie sagen wir, on demand und eben, wenn ich halt einfach mal,
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ich sage jetzt vor mein Bett gehe,
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Zep schalte auch mal eben beim Swisscom TV auf, weiss ich was,
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die arabischen Sender einfach mal zu schauen, was zeigen die,
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Das finde ich in der jetzigen Situation nicht unbedingt Bauchtanz oder Kamelrennen,
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das finde ich einfach noch exotisch.
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Da hast du früher keine Chance gehabt, weil du 20 Sender übertragen konntest.
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Du geniessst einfach die Weltreise in visueller Form. Das verstehe ich natürlich schon.
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Jetzt ist mir noch etwas eingefallen. Also den Tatort schaue ich manchmal in
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Echtzeit, weil früher konnte man auch so schön Twitteren dazu.
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Also man konnte lesen, was die Community so schreibt und sich selber daran beteiligen.
0:13:08–0:13:12
Das habe ich eigentlich noch nicht gefunden, aber das ist ja mit Twitter gibt
0:13:12–0:13:15
es ja in dem Sinn nicht mehr und darum gibt es auch das Erlebnis nicht mehr.
0:13:15–0:13:19
Aber ich glaube, aus Nostalgie hänge ich dem nachher so ein bisschen nahe.
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Aber es ist mehr so, weil ich sonst nicht weiss, was ich mit meinem Sonntagabend anfange.
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Was eben, was du jetzt auch erwähnt hast, bei Twitter und eben,
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ich weigere mich eigentlich X zu sagen, der Second Screen, das hat irgendwie
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auch, das ist ja schon vielleicht 10 Jahre her,
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und ESC gegeben, die haben auch Twitter und hast du Leute gehabt,
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die niemals einen ESC geschaut hätten, die haben dann halt auch gesagt,
0:13:44–0:13:47
sie hegt den Fernseher wahrscheinlich schon ewig nicht mehr eingegangen,
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das sind so geniale Tweeter und
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Du hast dann teilweise fast den Schweizer Egg verpasst, weil du all diese Tweets angeschaut hast.
0:13:56–0:14:01
Also wir stellen schon fest, es gibt diese Momente noch, oder vielleicht erinnert
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mich uns einfach noch daran, aber so die, wie nennt man die?
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Auf Englisch gibt es einen Begriff, wo mir jetzt nicht einfallen,
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so die Fireplace Moments oder irgend so etwas.
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Ich tue nachher noch schnell googeln, aber Kevin, hast du dann irgendeine Berührung
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mit der SRG oder gar nicht? spielt diese Rolle in deinem Leben?
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Ich glaube, ich habe ganz viele Berührungen mit der SRG.
0:14:29–0:14:31
Also ich habe jetzt gesagt, ich schaue nicht Fernsehen, das heisst aber nicht,
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dass ich nicht online nein, also ich schaue auf dem Laptop, so ich gehe in eine
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Mediathek oder irgendwie so
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aber man geht halt immer von dem ich sitze vor dem Fernsehen
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und schaue jetzt Fernsehen aus Und dort bin ich halt nicht der Kunde und ich
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glaube, auch bei dieser Abstimmung hat man ja genau die Leute wie mich geholt
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und gesagt, du brauchst das gar nicht, weil du hast ja gar keinen Fernseher.
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Und ich habe aber eigentlich die Idee vom linearen Fernsehen,
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finde ich eigentlich schon noch etwas Cooles.
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Also, wenn ich mich so an die Wetten, dass oder so erinnere,
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dann hat man sich auch darauf gefreut, dass die gekommen sind.
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Und dann habe ich jetzt einmal geschaut.
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Das ist halt wie so ein wenig verloren gegangen und ich glaube,
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ich habe auch wie schöne Erinnerungen gehabt,
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dass wir wie als Familie vor dem Fernseher gesessen sind und du hast Fernsehen
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geschaut und du hast nicht schnell Pause machen können,
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sondern du musst dann irgendwie die Werbung abwarten, dass du etwas trinken
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kannst oder irgendjemand musste schnell gehen oder so.
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Und das habe ich eigentlich noch witzig gefunden und finde es vielleicht ein
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bisschen schade, dass du das wie so nicht mehr erlebst.
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Ich weiss nicht, ob der Begriff Fireplace Moment ist, ich finde es aber ein
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guter Begriff und ich nehme den. Die Fireplace Moments, die gibt es nicht mehr.
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Nein, das ist nicht der richtige Begriff.
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Ich finde den super, den nehmen wir.
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Ich habe mehrere Kais gefragt inzwischen und keiner hat sie wirklich gewusst.
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Also vielleicht habe ich den jetzt auch erfunden.
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Du bist jetzt ein Shakespeare, du hast jetzt etwas zu sagen.
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Ah, sehr gut. Sonst nicht geschafft, aber immerhin alles. Nein, das nehme ich gerne.
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Also man kann sagen, dass egal wie, dass es mit der SRG weitergeht,
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aber so die Klammern, die Momente, wo alle sich damit identifizieren können,
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die sind schon wichtig, oder?
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Also eben, ich erinnere mich, dass ich in der Schule, in der Primarschule immer
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der Aussenseiter gewesen bin, weil ich als einziger nie das Wetten-Das gesehen
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habe und weil wir keinen Fernseher gesehen haben.
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Ich wüsste noch ein Wort. Strassenfäger?
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Ja, genau.
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Ich habe dir auch schon mal erzählt, eine Anekdote, dass meine Eltern geschäftlich
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sind, vielleicht am Wochenende weg gewesen, dann kam die Grossmami zu mir und
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man hat Wetten-Das geschaut.
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Jedes Mal, als der Gottschalk reinkam ist, hat sie sich fürchterlich über sein Outfit aufgeregt.
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Ja.
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Einfach so Sachen, ich weiss noch einmal
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ist David Hasselhoff gekommen. Ich war dort auch noch nicht so alt.
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Und da hat sogar mir jeder gesagt, ja, der Christian, er darf das schauen.
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Aber er muss dann, nachdem David Hasselhoff gesungen hat, ist logischerweise
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immer am Schluss gekommen, sofort ins Bett. Ja.
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Ich meine, das war auch legendär mit Überziehen und so, dass es halt eine halbe
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Stunde oder dreiviertel Stunde lang gegangen ist, diese Sendung.
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Und alle Kinder haben das toll gefunden, weil sie eigentlich länger aufbleiben konnten.
0:17:45–0:17:50
Aber jetzt im Ernst, das geht uns noch so, aber wenn du heute aufwachst,
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dann hast du das nicht mehr.
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Und dann gibt es auch diesen Moment nicht mehr. Oder dann gibt es vielleicht
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die, die zufälligerweise vom TikTok-Algorithmus das gleiche Video eingespielt
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bekommen haben und dann das so ein gemeinsamer Moment ist.
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Aber er hat schon nicht ganz die gleiche Flughöhe, oder Kevin?
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Es gibt es noch beim Sport. Ich glaube, das ist der einzige Bereich,
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wo sich halt rein von der, wie sagt man dem, Sport musst du live sehen,
0:18:20–0:18:21
wenn du ein Sportfan bist.
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Und ich glaube, dort entsteht für mich auch während der WM oder während der
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EM ein bisschen das Gefühl, ich schaue sonst nie die Spiele,
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das interessiert mich nicht, ich schaue keine Sportübertragungen, also
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Es ist noch wichtig, Superbowl ist wichtig, Formel 1 ist wichtig,
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das sind die grossen Sporteventen, wo viele Leute dann schauen,
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die sonst nichts mit Sport zu tun haben.
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Ich bin beim Fussball eigentlich nur, weil wir das Public Viewing im Kino machen, dabei.
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Aber dort habe ich so das Gefühl, wenn es dann so das Finalspiel ist und man
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ist dann schon irgendwie zwei Stunden vorher dort,
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dann finde ich so, es entsteht das kollektive Gefühl von, hey,
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jetzt schauen wir irgendetwas miteinander.
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Und das sind glaube ich die einzigen Momente, wo es noch gibt.
0:19:08–0:19:13
Ich glaube nicht einmal, dass man das reproduzieren kann im Sinn einer Familie,
0:19:13–0:19:19
die sagt, heute schauen wir jetzt einen Film zusammen, weil es halt wie so immer verfügbar ist.
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Netflix macht das nicht exklusiv, sondern du kannst den Film zu jedem Zeitpunkt
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starten, du kannst jede Zeit pausieren, du kannst nochmal schauen.
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Und das habe ich eigentlich immer spannend gefunden, auch beim linearen Fernsehen.
0:19:34–0:19:38
Du hast gewusst, der Film kommt dann, entweder du nimmst ihn auf,
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oder du musst nachher irgendwo in deinem Kollegenkreis irgendjemand suchen,
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wo den aufgenommen hat, oder du wartest vier Monate und dann kommt er nochmal
0:19:47–0:19:48
irgendwann im Fernsehen.
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Das stimmt. Wir haben auch schon darüber gesprochen, dass die Momente,
0:19:52–0:20:00
in denen das nicht ständig verfügbare Habe von allem, ein Wert an sich ist.
0:20:01–0:20:06
Die OSCAR-Verleihe ist mir eingefallen. Es gibt Leute, die dort wachgeblieben sind.
0:20:07–0:20:10
Ah ja, das stimmt. Die war erst gerade letzte. Aber es ist wirklich nicht mehr viel.
0:20:10–0:20:16
Und ich erinnere mich bis heute noch, dass ich die Twin Peaks angefangen habe zu schauen.
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Das war, glaube ich, Anfangs 90er Jahre wahrscheinlich.
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Und dann musste ich ins Militär einrücken.
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Und darum weiss ich bis heute nicht, wer die Laura Palmer umgebracht hat.
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Also das ist, das ist, das hat sich auch nicht mehr schliessen lassen und ich
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könnte jetzt natürlich heute das Twin Peaks nochmal schauen, aber es wäre irgendwie.
0:20:36–0:20:40
Hat irgendjemand noch Videokassetten von dem, wo man die irgendwie durchlehnen kann?
0:20:40–0:20:45
Oh ja, bitte. So mit Kassetten und also die fetten VHS, genau.
0:20:45–0:20:48
Du hast auch eine Serie gehabt, die wirklich ganz linear war,
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eben 24 mit Kiefer Sutherland, die ist ja eigentlich in Echtzeit abgelaufen.
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Und damals auch halt jede Woche eine Folge und ich weiss noch,
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dort hat es sogar ein Forum gegeben, wo irgendwie 24 Spoilers gehabt hat und
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dort sind wirklich Gerüchte rumgegangen,
0:21:05–0:21:11
dass ein Produzent tatsächlich so ganz ganz kleine Häppchen gesagt hat,
0:21:11–0:21:16
weil die Serie war immer fertig, dann hast du einen Trailer gehabt und dann
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sieht es aus, oh, ist jetzt Jack Bauer gestorben?
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Und er hat dann so ganz kleine Sachen, und es ist schon ewig gehört,
0:21:24–0:21:26
dass Charles Logan, also der Präsident,
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der Verbrecher ist, der hat das wirklich, wenn du all seine Hinweise zusammengestellt
0:21:32–0:21:33
hast, hat es dann gewusst.
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Und wahrscheinlich, ich könnte mir vorstellen, das ist ein Produzent von der
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Serie gewesen, aber der hat so viel Attraction für die Serie gemacht,
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dass die Leute dran geblieben sind.
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Also ja, das war auch noch lustig.
0:21:45–0:21:51
Aber man muss ja sagen, Kevin, durch das, dass Filme nicht mehr für ein,
0:21:51–0:21:55
oder auch Serien nicht mehr für ein riesen Publikum funktionieren müssen,
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ist es ja eigentlich erst möglich wurde, dass es erzählerisch ein bisschen komplexer
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geworden sind und auch anspruchsvoller und ohne.
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Das vergessen wir vielleicht, dass die Serie, also Magnum habe ich auch mit
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gern geschaut, aber jetzt erzählerisch
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ist es jetzt nicht ein wahnsinnig anspruchsvolles Ding gewesen.
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Aber dort gibt es jetzt auch schon wieder Gegenbewegung.
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Ja.
0:22:19–0:22:24
Wenn man neue Serien schaut, ich habe letzte irgendwas, was ist es für Serien?
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Ich habe es schon wieder vergessen, das hat mich aufgeregt. Ich habe einfach
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eine Folge von etwas geguckt, wo jemand gesagt hat, ihr müsst schauen, wegen Gründen.
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Und ich habe das geguckt und dort ist mir aufgefallen, das war eine Netflix-Serie.
0:22:36–0:22:40
Und ich habe dann so gedacht, wieso sagen die alles dreimal?
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Wieso? Ich sehe, was ihr macht, warum erzählert ihr mir das nochmal?
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Bin ich dumm? Also, hä? Und dann habe ich nachgeschaut, weil es hat mich dann
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ein Wunder gemacht. Ich habe gedacht, warum ist das so?
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Second Screen Phänomen. Die Leute schauen nicht mehr Netflix,
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sondern sie haben das Handy noch offen und dann verpasst es die Handlung.
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Also wird die Handlung mittlerweile so geschrieben, dass der Plot immer wieder nochmal erzählt ist.
0:23:15–0:23:19
Wie Teletubbies musst du es dreimal wiederholen, dass die Leute das checken.
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Wenn du das bewusst und aktiv schaust, dann denkst du, es ist richtig schlecht.
0:23:27–0:23:30
Weil ich bin ein Kinolüger. Genau.
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Ich gehe gerne ins Kino und dann schaue ich den Film und dann schaust du den
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Film mit vollem Bewusstsein.
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Und ich kann mega gerne, wenn du in einem Film etwas hast, wo du zwar, du nimmst es wahr,
0:23:42–0:23:47
aber nicht so bewusst, dass es ein Kameraschränk auf ein Bild ist,
0:23:47–0:23:53
Sondern du checkst das aus dem Kontext, was hat das jetzt für eine Bedeutung.
0:23:53–0:23:55
Und es ist nicht so zu offensichtlich.
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Und jetzt bei der Serie ist es so, dass man es dreimal offensichtlich machen
0:23:59–0:24:01
muss. Du musst zuerst das Familienbild zeigen.
0:24:02–0:24:05
Dann muss er noch sagen, dass er verlassen worden ist von seiner Frau.
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Und dann muss der Kollege noch reinkommen und ihm nochmal über sein Schicksal ausfragen.
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Und dann haben die Leute checkt. Das haben mich ein bisschen aufgeregt.
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Das verstehe ich. Früher war es wirklich ein Show-don't-tell,
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wenn man Geschichte im Film zeigt.
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Aber hey, Digi, Chris, hey Digi, müssen wir noch ein bisschen politisch werden.
0:24:28–0:24:32
Es hat jetzt die Abstimmung gegeben und dann kam unser Medienminister,
0:24:32–0:24:37
Herr Rösti, und fand, sie haben zwar die Initianten verloren,
0:24:37–0:24:40
aber trotzdem muss man ihnen ihre Anliegen ganz ernst nehmen.
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Und wir müssen jetzt schauen, dass das SRF ja keine Unterhaltung macht.
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Also wir haben ja genau über die Momente gesprochen, die wir eigentlich gefunden
0:24:48–0:24:52
haben, die wären ja noch wichtig oder die haben früher das Fernsehen ausgezeichnet,
0:24:53–0:24:55
so die Unterhaltungsmomente, die ja vielleicht doch...
0:24:56–0:25:04
Also ich würde sagen, das schafft das Fernsehen schon auch immer noch die Momente
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zu bieten, die alle anzudocken können, aber das ist halt häufig,
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nicht unbedingt jetzt die Unterhaltung, sondern wir,
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weil gerade heute oder gestern irgendwann einmal ist das Ritchie-Meme herumgeschleckt
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worden, aus der, Digi Chris, das sagt ja vielleicht etwas,
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aus der Fernsehsendung Auf und Davon heisst die, und die tatsächlich,
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die schaue ich an mich, und das ist der Richie,
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von fast zum Traktor aus, der Richie, genau, nicht der Richie,
0:25:31–0:25:33
obwohl es auf Kanada ausgewandert ist.
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Du siehst, sogar der Kemin kennt das. Und das sind doch die Momente,
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die sind eben schon noch wichtig.
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Und wenn jetzt gerade, wenn der Herr Rösti sagt, man darf keine Unterhaltung
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mehr machen, dann würde genau die tolle Fernsehsendung wegfallen.
0:25:45–0:25:47
Da sind wir eigentlich nicht einverstanden, oder?
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Nein, überhaupt nicht. Unterhaltung, man könnte darüber reden,
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es fällt jetzt SRF Hollywood Spielfilme zu zeigen.
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Da kann ich sagen, da kann man auch ein bisschen Budget sparen.
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Aber ich muss auch sagen, ich habe auch Leute in der Familie, die lieben den Juggler.
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It's not my thing, aber die Geschmäcker sind verschieden. Aber so eine Serie
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produzieren, ist wahrscheinlich für den Privaten verdammt schwer.
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Ja.
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Also jetzt einfach finanziell. Also klar, ich hätte die Schauspieler,
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aber das sind halt irgendwann Schauspieler X, X und X viel.
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Dann tut ihr meine CFO und sagt, nein, machen wir nicht.
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Jetzt, ja, auch irgendwie SRF bei der Eute und so Sachen.
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Das macht niemand. Das regelt den Markt nicht. Das kann sich nie refinanzieren.
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Das glaube ich auch nicht.
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Und klar, man kann sich jetzt fragen, soll jetzt halt irgendein Champions League
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Spiel soll das halt zu 3+. Wenn sie das Geld haben, tut dir ja nicht weh,
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auch wenn du vielleicht kurz vor dem Elfmeter Werbung hast.
0:26:51–0:26:54
Das würde ich jetzt nicht sagen, aber eine gewisse Unterhaltung.
0:26:55–0:27:00
Wie hat es geheiss, die Netflix-Initiative? Ach, jetzt ist es mir gerade entfallen.
0:27:00–0:27:05
Wir hatten doch das mit dem Anteil, dass Streaming...
0:27:05–0:27:06
Lex Netflix.
0:27:06–0:27:07
Lex Netflix, ja.
0:27:10–0:27:17
Dass man Schweizer Content hat und da hat die SRF die Mittel, das zu produzieren.
0:27:17–0:27:24
Wenn sich dann vielleicht mal ein 3 Plus beteiligen will, ist ja gut.
0:27:24–0:27:28
Also ich finde ja wirklich, es ist halt tatsächlich so, wenn das jeder zahlen
0:27:28–0:27:32
muss, dann muss man auch ein breites Spektrum an Inhalten anbieten.
0:27:33–0:27:39
Sonst haben die, die bis jetzt gesagt haben, ich schaue ja nie etwas,
0:27:39–0:27:44
und das, was ich schaue, trotzdem, das gefällt mir nicht. Da haben wir gefunden, nein.
0:27:44–0:27:48
Ich meine, mit diesem Argument kannst du nicht kommen. Aber wenn du das Angebot
0:27:48–0:27:54
jetzt radikal ausdünnen würdest, dann hätten die eben irgendwann mal doch recht.
0:27:54–0:27:58
Von mir aus gesehen müsste keine Sekunden Champions League dort laufen,
0:27:58–0:28:01
aber ich verstehe, dass es Leute gibt, die das sehen wollen.
0:28:01–0:28:08
Kevin, also sind wir uns einig, viel würde ich jetzt nicht weglassen.
0:28:08–0:28:10
Oder hast du irgendetwas auf dem Schirm, das man jetzt findet,
0:28:10–0:28:12
das ist jetzt absolut nutzlos?
0:28:12–0:28:19
Das hat es mit Sicherheit. Ich schwöre, es hat Sachen, wo ich das finde.
0:28:20–0:28:23
Ja, wo du das findest, aber wo man jetzt objektiv irgendwie sagen könnte.
0:28:23–0:28:29
Genau. Es geht ja dort um etwas anderes. Also es geht darum, dass
0:28:30–0:28:35
dass wir ein Angebot haben, das ich vielleicht nicht wahrnehme.
0:28:35–0:28:40
Und dann haben die Leute, die die Initiativen ergreifen, das Gefühl,
0:28:40–0:28:44
das ist jetzt so schlimm, dass wir jetzt eine Abstimmung machen müssen.
0:28:44–0:28:49
Ich bin ein Autokind. Ich bin immer mit dem Auto unterwegs.
0:28:49–0:28:54
Jetzt können wir eine Abstimmung machen, wo ihr sagt, wir streichen alle Parkplätze
0:28:54–0:28:56
in der Stadt, weil wir diese ja nicht brauchen.
0:28:57–0:28:58
Ja, genau.
0:28:59–0:29:03
Macht ja verdammt Sinn. Und das ist das, was mich aufgeregt hat,
0:29:03–0:29:07
dass ich so denke, können wir das nicht miteinander machen?
0:29:07–0:29:11
Nur weil ich keine Formel 1 schaue, heisst das ja nicht, dass man das streichen muss.
0:29:12–0:29:16
Nur weil ich nicht Samstag jass schaue, heisst das ja auch nicht,
0:29:16–0:29:19
dass man das streichen muss. Es hat ja irgendwelche Leute, die das gut finden.
0:29:20–0:29:25
Es wird irgendeine Gruppe Menschen geben, die entscheidet, wir machen die Geschichte
0:29:25–0:29:31
und dann wird man das machen und aus der Erfahrung kann man nachher sagen,
0:29:31–0:29:34
es hat funktioniert oder es hat nicht funktioniert.
0:29:35–0:29:39
Und darum regt mich so die Zeug manchmal auf, wo man so das Gefühl hat,
0:29:39–0:29:41
man kann über etwas entscheiden.
0:29:41–0:29:44
Nur weil ich jetzt der König von der Welt bin und das Gefühl habe,
0:29:44–0:29:47
ich brauche das nicht, und ich das entscheiden, finde ich so.
0:29:47–0:29:49
Nein, du kannst das nicht entscheiden.
0:29:50–0:29:55
Man kann ja, eigentlich könnte man ja aus der Beobachtung raus, die wir gemacht haben,
0:29:55–0:30:05
dass eben Dass die Welt immer mehr in einzelne Bubbles zerfällt und die Segmentierung viel grösser wird.
0:30:05–0:30:10
Dass man nicht mehr ein Wett'n'dass hat, das sicher nicht alle toll finden.
0:30:11–0:30:15
Früher haben die eine, Mireille Mathieu, wenn sie im Wett'n'dass kam,
0:30:15–0:30:17
dann waren nicht alle glücklich.
0:30:20–0:30:23
Man hat viel mehr die Fragmentierung und die Einzelinteressen,
0:30:23–0:30:24
da muss man doch eigentlich sagen,
0:30:25–0:30:31
da muss sich das SRF noch breiter aufstellen und es muss auch im Streaming oder
0:30:31–0:30:36
auf TikTok oder so Inhalte anbieten, die du jetzt im Fernsehen nicht machen könntest.
0:30:36–0:30:44
Aber dass trotzdem auch die Medienanstalt noch stattfindet im Leben von den Leuten,
0:30:44–0:30:48
die mit linearem Fernsehen und einmal einschalten und mit diesen Themen gar
0:30:48–0:30:53
nichts mehr anfangen können, weil sonst landen die dann bei irgendwelchen Inhalten
0:30:53–0:30:58
und so und werden überhaupt nicht mehr abgeholt von dieser Idee,
0:30:59–0:31:07
dass man jetzt da doch noch journalistisch sorgfältig mit unter Rahmenbedingungen
0:31:07–0:31:11
ein Programm produziert, das auch gewisse Qualitätsansprüche erfüllt.
0:31:12–0:31:15
Also Digikrismen müsste eigentlich verlangen, dass es noch viel vielfältiger
0:31:15–0:31:17
werden müsste, als es heute ist.
0:31:17–0:31:21
Eigentlich schon. Wenn man jetzt ein Zeug nimmt, was gerade im Iran passiert,
0:31:22–0:31:24
oder halt einfach dort im Orient.
0:31:24–0:31:27
Da könntest du einen Tagesschaubeitrag von drei Minuten machen.
0:31:28–0:31:31
Wir haben es gehört, Aufmerksamkeit, ich sage jetzt von einem Teenager.
0:31:32–0:31:36
Ist etwas kleiner. Die SRF hat einen Social-Media-Kanal und dann haben sie halt
0:31:36–0:31:39
jemanden, der das in 30 Sekunden erklärt.
0:31:39–0:31:44
Es ist natürlich klar, nicht so komplex, aber er weiss, was es ist.
0:31:44–0:31:48
Und eben auch, wer macht das ausser die SRF? Weil bei SRF glaubst du,
0:31:48–0:31:52
es sind Leute, die haben Journalismus studiert, die wüssten, was es ist.
0:31:52–0:31:56
Ja, da kannst du auch sagen, wenn du jetzt jemand anderes hast,
0:31:56–0:32:01
der das macht, in gleicher Qualität und damit gewinnen kann, Be my guest.
0:32:03–0:32:08
Sonst gibt es einen Ombudsman, den dich beklagen kannst, wenn du es nicht gut
0:32:08–0:32:11
findest. Oder es gibt einen Programmbeschwerden, den du machen kannst.
0:32:12–0:32:17
Probiere mal, bei einem TikToker einen Ombudsman zu finden. Oder einen Programmbeschwerden
0:32:17–0:32:20
zu machen. Es gibt auch einen Twitterer.
0:32:20–0:32:24
Der ein absoluter Tesla-Fan ist. Und wenn es irgendwo den Eilen nicht gerade
0:32:24–0:32:26
vergötet, macht er immer Beschwerden.
0:32:27–0:32:30
Und sie werden aber immer abgelehnt. Logisch. Also ich würde jetzt wirklich
0:32:30–0:32:33
sagen, ich habe es auch hier geschrieben,
0:32:34–0:32:38
ich würde jetzt sagen, SRF ist vielleicht ganz, ganz, ganz, ganz,
0:32:38–0:32:42
ganz leicht links, aber sicher nicht so rechts wie die Weltwoche. Also by far.
0:32:42–0:32:45
Ja, das ist eine schwierige Diskussion. Ich weiss nicht, ob wir jetzt,
0:32:46–0:32:49
wir haben eigentlich nur noch eine Minute, ob wir die aufmachen wollen.
0:32:49–0:32:55
Also tendenziell zeigt sich einfach, dass als Journalist wirkst du vielleicht
0:32:55–0:32:59
oft links, weil du auch natürlich dich um Veränderung kümmerst.
0:32:59–0:33:05
Und konservative Leute wollen, dass alles so bleibt, wie es ist.
0:33:05–0:33:10
Aber für den Journalismus ist nicht sehr interessant, wenn du schreibst,
0:33:11–0:33:13
es ist heute alles so geblieben, wie es schon immer gewesen ist.
0:33:13–0:33:17
Dann hast du nämlich deine Zeitung oder auch dein Fernsehprogramm nicht gefallen.
0:33:17–0:33:19
Dort ist es interessanter, wenn,
0:33:20–0:33:24
offen bist für Veränderung und über diese Berichte, musst du sie ja nicht immer gut finden.
0:33:24–0:33:31
Aber die Offenheit grundsätzlich, dass sich Sachen nicht gleich bleiben,
0:33:32–0:33:36
das ist inhärent bei diesem Journalismus, würde ich jetzt mal so sagen.
0:33:36–0:33:42
Aber zum Schluss noch ein kleiner Programm-Tipp oder ein Blogpost.
0:33:42–0:33:47
Ich habe einen interessanten Podcast zu diesem Thema gehört.
0:33:47–0:33:51
Ich habe ihn dann auch besprochen. Er ist eigentlich für den deutschen und den
0:33:51–0:33:56
österreichischen Raum gedacht, oder ist der Podcast gewesen.
0:33:57–0:34:00
Der sich dort Gedanken darüber gemacht hat, mit welchen Mitteln,
0:34:00–0:34:04
dass der öffentlich-rechtliche Raumfunk zukunftstauglich werden könnte.
0:34:04–0:34:08
Und eben eine Idee ist zum Beispiel, und das ist heute schon so,
0:34:08–0:34:15
dass die Mediatheken auf einer Open-Source-Lösung basieren und auch interoperabel sind.
0:34:15–0:34:19
Das heisst, dass man zum Beispiel in der Mediathek vom ZDF dann auch Inhalte
0:34:19–0:34:24
von der ARD und von ART und von der USAT einblenden und das ein bisschen mischen.
0:34:24–0:34:30
Und dadurch, dass man die Inhalte dann auf mehreren Plattformen ausspielen kann,
0:34:30–0:34:31
dass man dann eben auch einsteigt.
0:34:32–0:34:38
Ein grösseres Angebot hat. Und dass in so einer Mediathek, wenn man alle öffentlich-rechtlichen
0:34:38–0:34:39
Inhalte, man kann ja das gut ausdehnen,
0:34:40–0:34:46
man könnte auch Sachen aus der Schweiz und aus Frankreich und aus Italien und
0:34:46–0:34:50
wo es überall öffentlich-rechtliche Sender gibt, mit Untertitelung und wie auch immer drin,
0:34:51–0:34:55
dann hast du ein grösseres Angebot und dann wirkst gegenüber einem Netflix oder
0:34:55–0:35:01
einem YouTube oder einem TikTok eben nicht mehr so schmächtig als Inhaltsanbieter,
0:35:01–0:35:03
sondern du hast eben mehr zu bieten.
0:35:03–0:35:09
Und ich glaube tatsächlich, wir haben es heute mit so fetten Plattformen zu tun.
0:35:09–0:35:14
Und wenn man es schaffen würde, dass das, auch wenn sie natürlich nicht im Sinne
0:35:14–0:35:19
von so geschlossenen Plattformen sind, wie wir immer kritisieren bei den Tech-Konzernen und so,
0:35:20–0:35:26
aber wenn sie den Eindruck haben von einer geballten Inhaltsladung von so einer grossen Plattform,
0:35:26–0:35:30
dass sie dann auch die öffentlich-rechtlichen oder Service-Bubliquus,
0:35:30–0:35:34
wie es bei uns heisst, auch ein bisschen zukunftsträchtiger könnten wahrgenommen
0:35:34–0:35:38
werden, weil sie eben mit Netflix und so mithalten können.
0:35:39–0:35:46
Kevin, einen möglichen Weg oder hast du, was wäre so dein famous last word für das Thema?
0:35:46–0:35:49
Es braucht, glaube ich, Zeit und Geduld, um das zu verstehen,
0:35:50–0:35:53
weil öffentliche Medien sind nie, nie cool.
0:35:53–0:35:56
Ja. Sie brauchen immer eine Auseinandersetzung.
0:35:56–0:36:00
Ja, so ist es, finde ich. Und Digi Chris, du hast das ganz letzte Wort.
0:36:00–0:36:05
In Sachen Mediatheke, to quote Mr. Reagan, tear down that wall.

Die SRG hat den Kampf gegen die Halbierungsinitiative gewonnen. Auf diesem Sieg ausruhen kann sich der Service Public in der Schweiz nicht: Die Gebühren sinken dennoch, zwar nicht auf 200, aber auf 300 Franken. Ein rigides Sparprogramm mit Hunderten Entlassungen ist bereits angekündigt, und auch Medienminister Albert Rösti vertritt weiterhin eine harte Linie: Die Anliegen der Initiative müssten «ernst genommen» werden. Es drohen strengere Vorgaben bei der neuen Konzession mit weniger Sport und Unterhaltung und weniger Texte im Netz, um die Verleger gnädig zu stimmen.

Wir nehmen das zum Anlass, über die Zukunft der SRG zu diskutieren: Wie müsste sie sich aufstellen, um, wie während des Abstimmungskampfes gefordert, «dort zu sein, wo das Publikum heute ist»? Muss sie Abstriche beim Programm machen oder braucht es einen Schutz des Status Quo, wie es eine Online-Petition fordert?

Es gibt viel zu bereden: Müsste sich die SRG zu einer Plattform wandeln, um zukunftsfähig zu sein? Liegt der Schlüssel für den Erfolg in der Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland und Österreich – und wie lang schauen wir überhaupt noch lineares Fernsehen? „Wie weiter mit der SRG und dem linearen Fernsehen?“ weiterlesen

Schlepptop oder PC-Monster? Tipp für den Computerkauf

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0:00:03–0:00:07
Radio, Kulturradio, Kulturradio, Stadtfilter.
0:00:08–0:00:11
Ah, und jetzt weiss ich, warum ich mich nicht gehört habe. Haha,
0:00:11–0:00:13
also ich sage nochmal das, was ich gesagt habe.
0:00:14–0:00:19
Ich tue so, wie wenn nichts passiert wäre. Da ist «At the Races» von Massa und
0:00:19–0:00:22
da ist euer Kulturradio, sagen wir das da.
0:00:22–0:00:26
Man weiss selber nicht, warum das so cool ist. Also, das ist einfach cool.
0:00:26–0:00:29
Radio Stadtfilter. 96,3 Megahertz.
0:00:30–0:00:33
Digi Chris, auch cool unterwegs. Falscher Jingle. Ja, falscher Jingle.
0:00:33–0:00:36
96,3 Megahertz ist vorbei.
0:00:38–0:00:39
Was machen wir da?
0:00:40–0:00:44
Ja, irgendwann werden wir die Jingle aussortiert haben.
0:00:45–0:00:51
Oder es kommt auch zur UKWR-Ressource. Ich meine, wenn das SRF wieder nach der
0:00:51–0:00:54
gewohnen Abstimmung zurück will, ja, kommen wir vielleicht auch zurück.
0:00:55–0:00:59
Ich habe keine Ahnung. Vielleicht fangen wir mit Mittelwellen an.
0:01:00–0:01:05
Dann wäre das 530 kHz oder so.
0:01:05–0:01:08
531 kHz, das ist immer durch 9 teilbar.
0:01:10–0:01:14
Ah, jetzt sieht man hier. Das ist interessant.
0:01:14–0:01:18
So weit arbeiten wir uns heute nicht in die Materie einschaffen.
0:01:19–0:01:26
Du warst zwar letzte Woche nicht dabei, aber unsere Retrosendung hat das Feedback ausgelöst.
0:01:26–0:01:30
Ja, ich habe es gelesen, aber du kannst das besser.
0:01:31–0:01:37
Kurt hat geschrieben, weil ich habe ja schon hier eine Fairleistung fabriziert,
0:01:37–0:01:41
ich habe noch die Sendung, die es um Retro-Themen ging,
0:01:41–0:01:48
mit einer Schallplatte aufzuhören, wo wir die Möglichkeit hätten, hier hinten zu sehen,
0:01:48–0:01:52
etwas abzuspielen, aber ich war dann leider zu wenig gut vorbereitet.
0:01:53–0:01:57
Aber der Kurt tut mir aus der Bredouille helfen, er schreibt nämlich,
0:01:57–0:02:02
damit du bei zukünftigem ähnlichen Thema nicht in Schwierigkeiten kommst,
0:02:02–0:02:09
bezüglich Einsatz eines Musikstücks ab Vinyl Langspielplatten schicke ich dir drei solche zu.
0:02:09–0:02:12
Er hat mir diese geschickt. Ich spiele sie jetzt trotzdem digital,
0:02:12–0:02:17
aber ich glaube das zählt, weil es ursprünglich ab Vinyl kommt.
0:02:17–0:02:24
Er hat diese mit dem Revox-Plattenspieler B791 mit Tangential-Tonarm.
0:02:24–0:02:29
Wenn ihr den vor Augen habt, dann wisst ihr, das war wahrscheinlich das einzige Modell.
0:02:29–0:02:35
Vielleicht auch nicht. Jetzt erzähle ich etwas. Aber wo der Tonarm nicht so
0:02:35–0:02:40
diagonal schräg in die Rille kam, sondern der ist parallel zu der Rille.
0:02:41–0:02:45
Hast du das vor Augen? das Ding, über die Platte gefahren worden,
0:02:46–0:02:49
mit wahrscheinlich einem ganzen, einem komplizierten Mechanismus.
0:02:50–0:02:54
Also, klar, also meine Eltern haben natürlich so einen Plattenspieler gehabt,
0:02:55–0:03:02
und ich glaube, das von den besten, also wirklich wahrscheinlich den Rolls-Royce,
0:03:02–0:03:04
oder eben die Rolex unter den Plattenspieler.
0:03:05–0:03:08
Also, ich würde sagen, jetzt hören wir uns das Produkt an,
0:03:09–0:03:12
wahrscheinlich können wir es nicht mehr ganz hören, er hat mir drei verschiedene
0:03:12–0:03:17
Ich habe mich geschickt und ich habe jetzt das Letzte rausgesucht von Jennifer
0:03:17–0:03:20
Rush und das heisst Ave Maria.
0:03:31–0:03:36
Und die Musik, die Kurt digitalisiert, die knistert nicht und sie rauscht nicht,
0:03:37–0:03:38
auch wenn sie ab Vinyl kommt.
0:03:39–0:03:41
Du bist eigentlich fast ein bisschen schade.
0:03:41–0:03:47
Ja, ich habe auch das Gefühl. Das Retro-Gefühl stellt sich nicht so schnell
0:03:47–0:03:49
ein, wenn es knistert. Sollen wir das?
0:03:49–0:03:52
Wir nehmen den Refrain noch einmal mit.
0:03:54–0:03:55
Ave Maria
0:04:20–0:04:26
Und Ave Maria, könnte man sagen, wenn ihr Pre-Show gehört habt und wenn ihr
0:04:26–0:04:30
so einen grossen, dicken, alten, schweren Laptop oder so einen Computer habt.
0:04:31–0:04:35
Wir wollen uns DigiChris heute darum kümmern, wenn man den vielleicht ein bisschen
0:04:35–0:04:41
moderner und eleganter und leichter und so sich ausstattet.
0:04:41–0:04:46
Wir wollen darüber reden, wie man heute eigentlich einen Computer kauft.
0:04:46–0:04:49
Bist du zufälligerweise gerade in der Verlegenheit, dass du das machen müsstest?
0:04:50–0:05:01
Nein, ich bin auf einem M4 MacBook Air 60 RAM 512, der plus minus wirklich ein Jahr alt ist.
0:05:02–0:05:05
Weil eben unsere Podcast-Software Thailand läuft ja auf Mac.
0:05:06–0:05:13
Also der läuft noch perfekt. Und links von mir steht noch ein HP Tower.
0:05:13–0:05:17
Der ist jetzt etwa 5 Jahre alt. Also eine Windows-Maschine.
0:05:19–0:05:23
Jetzt bist du weg, hoffentlich nicht, sonst muss ich die Sendung alleine machen.
0:05:23–0:05:26
Du hast vorher schon ein bisschen geknistert und so, jetzt sind wir gespannt.
0:05:26–0:05:32
Ein Gamespielen, ja. Aber ja, nein, momentan brauche ich keine neue Pizza,
0:05:32–0:05:33
weil ich nicht im Lotto gewonnen habe.
0:05:34–0:05:38
Ah, ja, über das reden wir dann gerade noch. Wir müssen im Lotto gewinnen vorher,
0:05:38–0:05:43
weil der Auslöser ist eigentlich, das hast du vielleicht mitbekommen,
0:05:43–0:05:47
Digi Chris, das ist das Apple-Produkt, das es neuerdings gibt.
0:05:47–0:05:50
Die haben ein MacBook Neo herausgebracht.
0:05:50–0:05:55
Und überraschend und für Apple eher untypisch ist, dass es sehr günstig ist.
0:05:55–0:05:59
Also günstig, man bekommt es für ungefähr 600 Franken in den Läden.
0:06:00–0:06:06
Und das Gerät hat die Konkurrenz verunsichert. Der Asus-Chef hat behauptet,
0:06:06–0:06:08
das sei ein Schock für den ganzen Markt.
0:06:08–0:06:11
Und da wollen wir uns fragen, ist das jetzt nicht vielleicht ein bisschen übertrieben,
0:06:11–0:06:16
wenn ein Computer einfach so relativ günstig ist. Er ist günstig.
0:06:16–0:06:17
Darüber können wir sprechen.
0:06:17–0:06:22
Wir haben das aber als Steilvorlage genommen, um uns zu überlegen,
0:06:22–0:06:23
auf was man schauen muss.
0:06:23–0:06:26
Muss man einen KIP-PC kaufen?
0:06:26–0:06:31
Muss man, wenn man viel RAM möchte? Digi-Chris hat es auch schon erwähnt,
0:06:32–0:06:33
weil es teurer geworden ist.
0:06:35–0:06:41
Oder wie machen wir das am besten? Ich würde ganz am Anfang damit anfangen,
0:06:41–0:06:47
hast du das Gefühl, dass das MacBook Neo wirklich den Markt so wird durcheinanderwirbeln?
0:06:47–0:06:51
Ich habe auch gelesen, und das findet ihr dann auch in den Artikeln in den Show
0:06:51–0:06:54
Notes, dass man das Gefühl hat, in einem sinkenden Markt,
0:06:55–0:07:00
also im Moment kaufen die Leute offenbar weniger Computer, weniger Laptops,
0:07:00–0:07:04
da gehen die Umsätze zurück, aber in diesem Markt wird Apple mit diesem Gerät
0:07:04–0:07:06
zulegen. Hast du das Gefühl, wird das so sein?
0:07:07–0:07:13
Ich habe zwei Theorien. Das eine ist, ich glaube, es gibt UVB, also
0:07:16–0:07:20
unverbindlicher Verkaufspreis ist, glaube ich, bei 649 Franken, wenn es mir recht ist.
0:07:20–0:07:21
Ungefähr, ja.
0:07:22–0:07:28
Und ja, ich persönlich würde einfach sagen, was mich jetzt einfach stört,
0:07:28–0:07:32
und dann kommen wir später noch, 8 GbR, aber wenn du jetzt...
0:07:32–0:07:34
Ja, genau, das können wir noch.
0:07:34–0:07:40
An Schulklassen denkst, wenn du jetzt wirklich, und ich kenne das auch von,
0:07:40–0:07:44
die haben halt iPads, wenn du jetzt ein Notebook hast, wenn du jetzt in einer
0:07:44–0:07:45
Schule bist, ich sage jetzt vielleicht
0:07:47–0:07:51
Primarschule, Sec, ja, dann wirst du wahrscheinlich schon nicht 60 GB RAM brauchen.
0:07:52–0:07:57
Das könnte schon was machen und ich glaube auch, für viele Leute eisst es einfach
0:07:57–0:08:02
mal, Apple ist Qualität und halt eben vielleicht Asus und so.
0:08:04–0:08:07
Also, oder auch HP, fahr mal so ein Snowbook rauf. Also,
0:08:08–0:08:12
Jeden Notebook, ich sage jetzt mal Windows Notebook, den ich für die Familie
0:08:12–0:08:19
installiere, mache ich Windows zuerst einfach platt, weil da so viel Sony schiesst Dreck drauf.
0:08:19–0:08:22
Die beliebte Crapware, die immer noch drauf ist.
0:08:22–0:08:28
Ich habe ein Gerät von HP genau übergekommen zum Testen. Da ist dann auch der Link in den Show Notes.
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Ein Fold, nein nicht ein Fold. Wer hat es geheißen? Ich habe es vergessen.
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Ich kann mir doch auch geben.
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Neo kann ich mir wenigstens noch merken. Ich habe viel.
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Matrix müsste ich auch wieder mal schauen.
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Genau, genau. Aber das konnte ich mir nicht merken, wie das heisst.
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Und das hat auch schon so die Crapware drauf gehabt.
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Und das ist wirklich ein bisschen... Also mit dem könnte man mal aufhören, glaube ich.
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Auch wenn es vielleicht ein paar Franken teurer wäre. Aber ich kann mir nicht
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vorstellen, dass das so viel ausmacht, dass die Schmälerung vom Nutzererlebnis gerechtfertigt ist.
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Aber trotzdem würde ich sagen, gehen wir in Medias Res, Chris.
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Fangen wir mal an mit dieser Evaluation und sagen, was für eine Geräteform braucht man?
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Tower, All-in-One oder Laptop? Ist das zwingend?
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Muss es ein Convertible sein, wo man ein Tablet daraus machen kann?
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Oder vielleicht sogar ein Mini-PC, den du irgendwo unter den Schreibtisch kleben
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kannst und nicht im Blick hast?
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Was sind deine Favoriten im Moment?
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Es kommt auf an.
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Also, schauen wir jetzt mal für den Durchschnitts-User.
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Da würde ich schon zu einem Laptop gehen.
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Du machst vielleicht nicht so ganz viel, aber vielleicht schreibst du trotzdem
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mal in einem Brief. Vielleicht bleibst du etwas längeres.
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Da ist so physikalische Tastatur schon noch kein Begut.
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Ja, also ich bin ja wirklich mit diesen Tauern, diesen grossen Kisten,
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die du aufschrauben konntest und auch Karten austauschen und so bin ich aufgewachsen
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und die haben mich auch so sozialisiert.
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Das heisst, ich habe mich wahnsinnig lange gebraucht, um mich von denen loszulösen.
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Aber sogar ich habe mich losgelöst.
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Weil ich glaube, es ist irgendwie wie die Ära, wo du zu Hause auch in deiner
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Wohnung vielleicht ein Büro gehst oder einen Schreibtisch, wo dann der Tower fix gestanden ist,
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das ist wirklich vorbei, glaube ich.
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Weil du bist flexibler mit dem, kannst du einen neuen Tannen nehmen,
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kannst auch mal am Küchentisch damit arbeiten.
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Ich bin immer ein grosser Verfechter von einem richtigen Bildschirm,
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einer externen Tastatur, einer richtigen Maus. Ich arbeite eigentlich gerne so.
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Aber es gibt auch überall Fänge, die...
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Und es ist ja wirklich... Wenn du dich erinnerst, dass du dich früher an einen
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externen Bildschirm angeschlossen hast, dann musstest du zuerst Treiber installieren
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und so, dass du überhaupt etwas gesehen hast. und Grafik und alles.
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Und jetzt ist das heute eigentlich nicht mehr so. Das heisst,
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du kannst die auch extern mit und fast überall geht es mit USB-C.
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Oder wenn du noch HDMI hast, bist du eigentlich gut aufgestellt.
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Also ich habe jetzt gerade, wenn ich mit dir rede, ist mein MacBook an meinem
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Dock eigentlich, also im Geschäfts-Dock.
0:11:35–0:11:40
Ein HP, Dockingstation, Du kannst ein Macbook,
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ein Geschäfts-Notebook, ein iPad, das läuft alles, das geht,
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weil ich auch gerne eine Tastatur-Errichtung habe.
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Ich habe mir im Geschäft und zu Hause, das haben wir sogar privat gekauft,
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die genau gleich Tastatur.
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Ich weiss, wir haben auch Mitarbeiter, die haben, wie heisst das,
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Apple Keyboard, also die externe Tastatur von Apple.
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Oh, Magic, irgendetwas.
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Irgendwas, ja, also ich würde, wenn ich mal da etwas mache, drehe ich durch,
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aber natürlich, wenn du dich an das gewohnt bist, wenn du das zu Hause hast im Geschäft, ja.
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Ja, ja.
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Fein, ist alles gut. Und jetzt finde ich noch schnell beim Tower.
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Ob die doch ein bisschen gamen, das wird dann halt auf einem MacBook schwierig.
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Genau, aber da könnte man über dieses andere Lieblingsthema reden,
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nämlich mit dem Cloud Gaming, wo dann eigentlich gestreamt wird.
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Also auch das Problem kann man lösen. Ich würde sagen, tatsächlich,
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heute ist man einfach flexibler mit so einem Notebook.
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Wir haben das auch so, also wir haben einen Bildschirm, wir haben Tastatur und
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Maus, aber wir können zum Zweiten an dem gleichen, mit unterschiedlichen Notebooks,
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an der gleichen Peripherie schaffen,
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dass das für Homeoffice für alle,
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Familienmitglieder geeignet ist, die Ausstattung. Ich finde das recht gut.
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Ja, was ich auch noch mal sagen muss, bei Homeoffice, aber das ist jetzt nur für mich,
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und das geht nicht einmal um das Gerät, also ich habe bei mir im Homeoffice
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zwei Bildschirme, Wenn du gerade im SOP bist, hast du auf dem rechten Bildschirm Outlook und Teams,
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auf dem linken Bildschirm schaffst du
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Da ist jetzt halt einfach so etwas, also auch bei uns, ich weiss nur,
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wie es bei dir ist im Büro, wir haben auch überall wirklich zwei Bildschirme.
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Das ist bei uns inzwischen auch so, ja.
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Es ist schon kaibe praktisch.
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Genau, das kann man so. Es ist tatsächlich so. Und wenn wir eben,
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vielleicht können wir dann gerade elegant zu der Bildschirmgrösse überleiten,
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weil wenn wir sagen, ein Laptop ist heute der Standard und es gibt eigentlich,
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ich würde wirklich sagen,
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wenn du gute Gründe hast, so ein All-in-One-PC.
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Ich bin auch mit dem iMac nie wirklich warm geworden, weil irgendwie,
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ich weiss auch nicht, was ist der Sinn davon?
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So richtig günstig ist er nicht, so richtig leistungsfähig ist er nicht.
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Ich habe lieber einen Monitor und externe Rechner.
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Also zum den iMac-Verteidiger, wo der halt rausgekommen ist,
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wo eben Steve Jobs noch gelebt hat, ist das natürlich tatsächlich das Gerät
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gewesen, wo halt eben, ich sage jetzt auch Familien ins Internet gebracht hat.
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Und was hast du noch gehabt?
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Du hast glaube ich Infrarot gehabt, du hast ein 3 oder 6er Modem gehabt,
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du hast glaube ich 10 mit Evernet gehabt.
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Also das ist schon damals, finde ich für die Familie, ist das wahrscheinlich
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genial gewesen und das hat jetzt das Zeug revolutioniert.
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Ja, das stimmt. Aber ich würde sagen, es war eine andere Zeit.
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Notebooks waren im Vergleich noch grösser und teurer auch. Und schwerer.
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Und Akku so eine halbe Stunde Film schaue und dann ist es weg gewesen.
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Meine PC habe ich mal geliebt, aber auf eine Art...
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Ich würde vielleicht doch lieber einen Raspberry Pi, wo ich irgendwie unter
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das Buffet klebe. oder so, dahinter das Buffet oder so.
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Aber genau, da gibt es sicher Anwendungsfälle, aber ich glaube in aller Regel,
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sind wir da mit dem Laptop gut bedient.
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Also ich habe es schon angedeutet, es gibt ja dann auch noch so die in der Windows-Welt
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muss man sich wahrscheinlich als erstes dann auch die Frage stellen,
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will ich so einen KI-PC, sie haben einmal Copilot Plus PC,
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geheissen, also das heisst, der hat spezielle Hardware drin,
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also so ein NPU, so ein neuronaler Prozessor, der im KI-Bereich mehr kann als
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ein normaler Prozessor, würdest du sagen, das ist etwas, was man jetzt heute
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muss haben, wo man muss darauf schauen?
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Nein, und wenn, dann würde ich, jetzt ist es mir gerade ein Fall,
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wie das Ding heisst, wo man immer Screenshots macht,
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wenn man würde, du kannst es irgendwie abklemmen, dass es irgendein Service
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gibt, also nein, würde ich sagen, brauchst du absolut nicht, nein.
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Wenn es halt dabei ist, dann hast du es, aber ich würde dann wirklich,
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wenn du die Kiste einrichtest, in den Privacy-Settings, ich rede so viel Englisch,
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dass du die halt abklemmst, weil...
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Ja, ich finde das nicht so lustig, dass dieses Windows jedes Mal ein Screenshot macht.
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Nur, dass du dann irgendwie noch einmal herausfindest, in welchem Hotel du vor fünf Jahren warst.
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Würde ich jetzt also sagen, ja, weg damit.
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Recall heisst das Ding.
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Genau.
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Ich wollte es auf dem Testgerät, das ich zur Verfügung hatte,
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ausprobieren, mal zu schauen, ob es wirklich so schlimm ist,
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wenn ich es mir vorstelle.
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Ich habe es dann aber allerdings auch nicht zum Laufen gebracht,
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Man musste auch noch ein paar Einstellungen treffen, die auf diesem Testgerät gar nicht möglich sind.
0:17:07–0:17:10
Darum habe ich gefunden, dass ich es eigentlich bleiben lasse.
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Es ist tatsächlich so, dass die Idee grundsätzlich sinnvoll wäre,
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dass man heute in einem Laptop solche Möglichkeiten einbaut,
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dass man die KI lokal ausführen kann.
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Apple macht ja das, ich glaube wahrscheinlich auf dem MacBook Neo läuft,
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würde ich jetzt behaupten keine Apple Intelligence, aber sonst auf allen neuen
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Geräten, die mit dem M sowieso Prozessor kannst du gewisse Sachen,
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zum Beispiel so Textbearbeitung,
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also irgendetwas zusammenfassen oder umformulieren oder so wenn du das mit KI machst,
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macht es das direkt auf dem Gerät und die KI beschleunigt auch gewisse Sachen,
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die du so installierst Aber bei Microsoft in Windows passiert das eigentlich
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gar nicht. Also die einzige.
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Die Funktion, die wirklich auf dem Gerät selber basiert, sind die Studio-Effekte.
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Wenn du die Kamera angehängt hast, kannst du nicht deine Kommunikationssoftware
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machen, wo du deine Videokonferenzen führst, also den Hintergrund weich rechnen.
0:18:17–0:18:24
Wenn du das von Google mitmachen lässt, sieht es einfach recht amateurhaft aus.
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Und wenn du dich etwas bewegst, dann siehst du, wie dieser unschärfe Effekt
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hier im Kopf rein rennt mit einer Sekundenverzögerung, weil das halt einfach
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sehr rechenintensiv ist.
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Und so etwas kannst du dann direkt mit dem MPU, also mit dem neuronalen Prozessor,
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auf dem Gerät selber machen, also in Windows nach.
0:18:46–0:18:50
Und das wird viel besser. Kannst dich auch noch ein bisschen aufhübschen lassen
0:18:50–0:18:55
und den Ton verbessern und so vom Gespräch.
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Also das ist sinnvoll, aber das ist das Einzige. Und für das würde ich sagen,
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lohnt sich der Aufpreis wahrscheinlich nicht.
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Nein, absolut nicht.
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Also jetzt haben wir wahnsinnig viel Zeit verbraucht für ein Video.
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Aber nach den Monitoren hast du doch noch gesagt.
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Genau, Bildschirmgrösse. Ich glaube, das ist auch, kann man nicht sagen,
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das ist das Richtige, sondern DigiChris ist da auch wieder so, es kommt darauf an.
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Also ich kann sagen, mein Setup eben vor mir ist ein 28 Zoll Monitor mit 4K
0:19:25–0:19:30
und rechts davon ist ein 24 Zoll, der halt nicht 4K ist.
0:19:30–0:19:34
Das ist für mich perfekt. Wir haben auch einen Entwickler im Geschäft,
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der so ein riesiges Monster hat, so ein Curved-Ding.
0:19:39–0:19:43
Und wenn du halt mal im Homeoffice bist und mit dem dann eine Teamsession hast,
0:19:43–0:19:45
dann sagst du, ja, ich sehe nichts.
0:19:46–0:19:51
Ja genau, dass das auf deinem Laptop-Monitor aber verkleinert wird,
0:19:51–0:19:52
dann siehst du wirklich gar nichts mehr.
0:19:53–0:19:56
Das hatten wir auch schon mit dem Entwickler und der hat gesagt,
0:19:56–0:20:00
er hätte schon die allergrösste Textschrift eingestellt und dann hat er das für mich gesehen.
0:20:00–0:20:07
Aber eben jetzt für alle, die uns zuhören, das ist jetzt mein Setup.
0:20:08–0:20:11
Es passt für mich, aber eben, wenn jetzt jemand halt, ich sage jetzt,
0:20:11–0:20:12
ist ja nicht despektiert, ich mal
0:20:13–0:20:17
alle drei Monate irgendein Word-Dokument gedrückt? Vielleicht sogar,
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ich sage jetzt mal böse gesagt, ein 17-Zoll-Zier-Monitor-Lange?
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Ja, also eben, Monitorgrössen sind unterschiedlich.
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Ich habe lange immer wirklich auf ganz kleinen Monitor gearbeitet und bin darum
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auch Weltmeister gewesen mit Alt-Tabulator durch alle Programme durch.
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Das finde ich heute angenehmer, mit mehr Monitor zu arbeiten.
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Aber ich könnte darum auch immer auf einem relativ kleinen Notebook-Laptop oder
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Notebook-Monitor und neigen dazu, 12 Zoll oder so zu nehmen.
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Und schon 14, 15 Zoll, finde ich, macht das Gerät wahnsinnig viel grösser,
0:20:54–0:20:56
viel schwerer. Du schleichst mehr mit rum.
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Und der Gewinn effektiv ist dann doch relativ wenig, vor allem wenn es dann
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anströpselt im Geschäft an einem externen oder an zwei externen Monitor.
0:21:06–0:21:12
Darum ist mein Plädoyer in aller Regel eher für das kleinere und das leichte Gerät.
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Aber wie gesagt, da sind einige unterschiedlich.
0:21:16–0:21:19
Eben, also wir reden jetzt natürlich vom Notebook.
0:21:20–0:21:25
Also klar, ich sage es für das private User. Und eben, wenn du jetzt den
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Ja, gibt es vielleicht nicht, dass du sowohl im Geschäft als auch zu Hause eine
0:21:30–0:21:33
Dockingstation hast. Da macht es auch keinen Unterschied.
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Ich meine, du bist auch mit den Entwicklern unterwegs. Ich glaube,
0:21:38–0:21:40
wir haben einen Entwickler, der hat drei Monitore.
0:21:41–0:21:46
Links so ein, wie sagen wir, ein Hochkantmonitor, den er codet.
0:21:46–0:21:50
Dann hat er halt einen 4K-Monitor in der Mitte und rechts nochmal einen.
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Also der hat drei Monitore, aber für den ist das so, der ist hochproduktiv.
0:21:55–0:22:01
Aber der ist jetzt wahrscheinlich nicht repräsentativ für unsere Zuhörer.
0:22:01–0:22:04
Nein, ich bin eigentlich mit zwei Monitoren manchmal schon überfordert.
0:22:05–0:22:07
Ich mache es eigentlich ungefähr wie du.
0:22:07–0:22:12
Wir haben jetzt Teams, sondern Slack, das auf die einen Seite zu tun und auf
0:22:12–0:22:17
dem anderen so die Dinge, die ich wirklich arbeite. Vielleicht noch E-Mail oder so auf dem anderen.
0:22:17–0:22:20
Aber ich vergisse manchmal, dass ich noch einen zweiten Monitor habe,
0:22:21–0:22:23
dann misst mein Slack nicht mehr.
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Das haben wir jetzt nicht gemacht müssen. Mal den Megy fragen,
0:22:26–0:22:31
wie er eigentlich codet und auf wie viele Monitoren. Das wäre mal was, wenn du uns zulässt.
0:22:31–0:22:36
Genau. Feedback bitte. Genau, also das ist wirklich Geschmackssache.
0:22:36–0:22:40
Ich kann immer noch auch, glaube ich, auf relativ kleinen Bildschirmen arbeiten.
0:22:40–0:22:44
Aber machen wir doch weiter und kommen zum heiklen Thema, glaube ich, Digi Chris.
0:22:44–0:22:47
Und das ist das, was du schon angedietest hast. Das ist das,
0:22:47–0:22:51
wo den Preisunterschied heute wahrscheinlich auslöst.
0:22:51–0:22:55
Also wie viel Ram, wie viel Arbeitsspeicher brauchst und wie viel Festplatten.
0:22:56–0:22:58
Was ist dein Orientierungspunkt?
0:22:59–0:23:01
Ich würde es persönlich
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Wenn man jetzt ein Notebook braucht, ich würde schon sagen, 16 GB RAM,
0:23:08–0:23:13
das würde ich machen, ob jetzt Mac, Windows und Linux, das könnte man wahrscheinlich
0:23:13–0:23:18
auch den Mac im Vortrag halten, dort kommst du mit 8 Uhr, aber ich glaube,
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mit Windows und macOS hast du keine Freude mit 16 GB,
0:23:23–0:23:27
und ja, auch wenn du 200 Franken mehr zahlst, würde ich jetzt dringend raten,
0:23:27–0:23:28
zu 16 GB zu gehen, aber eben,
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das ist nur meine Meinung, von der Fischplatte her ja mit 256 du findest
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Man gut ich.
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Habe aber auch nebentraut das habe ich auch mal im letzten Realitätsabgleich
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ich habe noch eine externe SST mit 2 Terra dann geht es
0:23:50–0:23:57
Das ist wirklich Geschmackssache, würde ich sagen. Aber wenn man nicht zum allerersten
0:23:57–0:24:02
Mal einen Laptop kauft, dann hat man ja eine Übersicht, wie viele Daten man hat.
0:24:03–0:24:08
Ich habe tatsächlich, als ich meinen Computer der Letzte gekauft habe,
0:24:08–0:24:13
der jetzt auch gerade hier vor mir steht, in beiden Fällen geklotzt und fand,
0:24:14–0:24:17
16 GB ist schön, aber ich nehme jetzt 32.
0:24:17–0:24:20
Das war auch noch günstiger hier.
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Und ich fand auch 1TB, aber ich nehme jetzt 2. Und ich habe eigentlich beide es nicht bereut.
0:24:29–0:24:37
Ich habe 2 Riesen gezahlt für das HP Notebook, weil es gerade nach einer Weihnachtsaktion war.
0:24:37–0:24:42
Und man muss schon sagen, in der Apple-Welt hat mich die gleiche Konfiguration
0:24:42–0:24:47
das doppelte oder annähernd doppelte Kost, wahrscheinlich so dreieinhalbtausend St.
0:24:47–0:24:52
Und dann hätte ich, was ich da auch habe, einen schönen Touch-Bildschirm, um das auch zu erwähnen.
0:24:52–0:24:55
Eigentlich müsste er von mir aus gesehen nicht unbedingt Touch sein.
0:24:56–0:24:59
Zwei Sachen finde ich praktisch. Hier im Studio kann ich jetzt schön mit dem
0:24:59–0:25:03
Finger hoch und runter wischen, um zu schauen, wo wir gerade sind.
0:25:03–0:25:07
Ja, aus dem Manuskript, ja aus dem Dokument. Das ist recht praktisch.
0:25:07–0:25:12
Und eben auch so an Präsentationen oder an Schulungen finde ich das gut,
0:25:12–0:25:13
wenn man mit dem Finger arbeiten kann.
0:25:14–0:25:17
Und was auch noch praktisch ist mit dem Stift, ich habe einen Stift dazu,
0:25:17–0:25:24
man kann schön PDFs mit dem Stift unterschreiben und sonst müsste ich es ausdrücken,
0:25:24–0:25:25
unterschreiben und wieder einscannen.
0:25:27–0:25:30
Ich denke, was man halt auch noch aus den Hörern sagen muss,
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wenn du ein Notebook hast, speziell Apple, wenn du jetzt eben sagst,
0:25:34–0:25:40
ja, ich gehe jetzt auf 8 GB und mit auf 16, ja, forget it, bei einem Notebook
0:25:40–0:25:41
kannst du das nicht machen.
0:25:42–0:25:48
Und praktisch, wenn du jetzt merkst, es geht absolut nicht, im blödsten Fall
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ist halt, ich sage jetzt dein Notebook an deiner Tochter, kaufst du noch ein.
0:25:52–0:25:58
Natürlich im Big Tower damals, wo eben die Riesendinge Ich kann es auch mal
0:25:58–0:26:01
ins Dokument geschrieben, das die Phobis noch verkauft hat.
0:26:01–0:26:04
Dort hast du halt das Riegel reingedrückt, dann ist es gegangen.
0:26:04–0:26:07
Das habe ich tatsächlich auch noch gemacht. Früher noch.
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Genau. Und ja, das würde ich heute auch nicht mehr empfehlen.
0:26:12–0:26:16
Obwohl ich tatsächlich mal bei einem MacBook eine drehende Festplatte ersetzen
0:26:16–0:26:19
lassen habe durch ein SSD.
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Das hat etwas gekostet.
0:26:22–0:26:23
Fast nicht mehr möglich.
0:26:26–0:26:30
Also ich könnte sehen, wie meine zwei Linke haben, aber wenn du das zu einem
0:26:30–0:26:34
Händler bringst, ja, wenn du Pech hast, ist dann das Notebook geschrottet.
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Also dann denkst du wirklich, und ich kann sagen, also die MacBook,
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die sind gute Qualität, die halten lang, also denkst du, ist halt 200 Stunden
0:26:44–0:26:50
mehr ausgeknallst, zwei Stufen Also wirklich aus Nachhaltigkeitsgründen.
0:26:51–0:26:55
Ein MacBook für einen Consumer hat locker 10 Jahre.
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Man muss ihn vielleicht am Schluss ständig am Strom haben, aber das hat locker 10 Jahre.
0:27:01–0:27:06
Es kommt darauf an, dass mein letztes MacBook nicht so lange gelebt hat.
0:27:06–0:27:14
Aber vor allem auch, weil sich Apple von Intel wegbewegt hat zum Apple Silicon.
0:27:15–0:27:22
Und sie haben den Ast relativ schnell abgesagt und das war ein bisschen das Problem.
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Aber 10 Jahre finde ich jetzt viel, ich habe schon Computer 10 Jahre gebraucht, das stimmt.
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Aber da kann einem etwas dazwischen kommen. Aber 5 bis 7, 8 würde ich sagen, auf jeden Fall.
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Und darum eben, beim RAM kann man sagen, dort lohnt es sich von mir aus wirklich das Klotzen.
0:27:41–0:27:45
Wenn du das Gefühl hast, du möchtest ein schönes lokales LLM,
0:27:45–0:27:50
also ein grosses KI-Sprachmodell, ausführen, die brauchen einfach RAM ohne Handy.
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Mit 16 bist du schnell an der Grenze.
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Mit 32 kannst du schon ein dickeres Laufen lassen, das mehr kann und so.
0:27:59–0:28:05
Wir haben es auch schon gesagt, für die richtig guten Sprachmodelle KI Du kannst
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nicht mit einem Laptop mit einem Serverausstattung, die einen oder zwei Terabyte Speicher hat.
0:28:13–0:28:18
Das spielst du in einer anderen Liga.
0:28:18–0:28:20
Aber trotzdem für kleine Anwendungsfälle.
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Für das brauchst du dann auch mehr Festplattenspeicher. Die liegen dann auch dort rum.
0:28:27–0:28:32
Darum kann man sagen, auch wenn es etwas teurer ist, wenn man dort auf der sicheren
0:28:32–0:28:36
Seite möchte, würde ich dort eher nicht sperren, aber,
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in aller Regel ist, glaube ich, gerade was der Massenspeicher angeht,
0:28:42–0:28:46
also die SSD, kannst du dich an dem gut orientieren, was du bis jetzt drin hast
0:28:46–0:28:49
und dann kannst du ein bisschen, was weiss ich was,
0:28:50–0:28:54
das tut sich ja, bei mir tut sich das schön linear weiterentwickeln,
0:28:54–0:28:59
also ich kann so genau prognostizieren, wie viele Speicher ich brauche in zehn
0:28:59–0:29:01
Jahren und kann Wie kann man das dann ausrechnen?
0:29:02–0:29:08
Ja, ich hätte es noch mal gesehen. Ich glaube, unser Prod-SAP hat 4 Terraram drin.
0:29:09–0:29:12
Ja, genau, das kann ich mir gut vorstellen, dass das ist.
0:29:12–0:29:15
Also, wir müssen, wir haben noch 5 Minuten, machen wir ganz zügig.
0:29:15–0:29:18
Wir wollen hier das Thema umfassend behandeln.
0:29:18–0:29:22
Anschlüsse ist natürlich immer so viel wie möglich, würde ich sagen.
0:29:23–0:29:26
Ein oder zwei USB-C wären mir zu wenig.
0:29:27–0:29:31
Was ist von dir aus gesehen der Minimalstandard dort?
0:29:31–0:29:35
Ja, was habe ich jetzt so gut? Im MacBook habe ich halt zwei USB-C,
0:29:35–0:29:39
aber ich habe jetzt auch noch einen Hub dran. Den habe ich auch schon mal gepickt.
0:29:40–0:29:46
Ja, also zwei USB-C sollten es schon sein und da muss man auch beim MacBook näher aufpassen.
0:29:47–0:29:50
Am einen USB-C kannst du keinen Monitor anschliessen.
0:29:50–0:29:53
Das eine ist einfach langsam und genau.
0:29:54–0:29:55
Und du hast dann auch kein...
0:29:57–0:30:00
Wie heisst der Ladeport? MagSafe?
0:30:00–0:30:01
Genau, ja.
0:30:01–0:30:07
Je nachdem, was du machst, hast du eine Maus, dein Hub und wenn du laden willst,
0:30:08–0:30:10
wird es schon schwierig.
0:30:10–0:30:14
Einfach mal überlegen, was mein Szenario ist.
0:30:14–0:30:19
Genau, das ist absolut so. Ich habe jetzt auch zwei USB-C. Der eine brauche
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ich meistens zum Laden zu Hause.
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Es gibt natürlich auch Docs, die laden und Daten übertragen gleichzeitig.
0:30:26–0:30:30
Dann brauche ich eigentlich nur einen und du kannst den zweiten noch für etwas anderes brauchen.
0:30:31–0:30:36
Das hat jetzt noch einen USB-A, also einen breiten, das ist auch noch praktisch
0:30:36–0:30:40
für Webcams und ältere Sachen, da bin ich ab und zu noch froh.
0:30:40–0:30:43
Natürlich ein Klinkenstecker für Kopfhörer, ich würde sagen,
0:30:43–0:30:45
das gehört immer noch dazu.
0:30:45–0:30:53
HDMI, ich kann keinen und ich vermisse den jetzt nicht so. und Kartenleser und
0:30:53–0:30:55
Ethernet und all diese Sachen.
0:30:55–0:30:59
Das würde ich sagen, kann man heute über Docks lösen, aber es kann sein,
0:30:59–0:31:04
wenn man das häufig braucht, dann ist es schon angenehmer, wenn es gerade eingebaut ist.
0:31:04–0:31:08
Was für dich noch ein Tipp ist, wenn es über tatsächlich sich entscheidet,
0:31:09–0:31:14
einen Notebook zu kaufen und einen Dock unbedingt schauen, dass diese Docks
0:31:14–0:31:16
auch Power Delivery haben.
0:31:16–0:31:20
Ja. Sonst hast du im blödsten Fall, also mein Dock kann das,
0:31:20–0:31:27
Wenn du dein Notebook als Dock hast, dann kommt kein Strom über.
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Also dann musst du noch mit deinem Netzteil einfach schnell schauen.
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Ich habe mal wegen einem Dock geschaut.
0:31:35–0:31:39
Beschreibung lesen, also ob jetzt Digitec, Prag, Interiscount,
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steht dort einfach wirklich zu schauen, dass es heisst, Power Delivery ist,
0:31:44–0:31:45
glaube ich, ein Fachwort.
0:31:45–0:31:49
Genau, da musst du auch nur etwas anstöpseln. Ich und wir haben jetzt im Büro
0:31:49–0:31:55
das auch so, dass alles an einem Kabel, zu einem Kabel rauskommt und zu Hause habe ich einen,
0:31:56–0:32:03
separaten, einfach ein simples USB-Döckchen zum Anhängen und dann noch das Stromkabel.
0:32:03–0:32:10
Geht auch, aber eben, Das ist praktisch, wenn man natürlich gerade alles in einem hat.
0:32:10–0:32:15
Dann ganz zum Schluss, Digi Chris, was würdest du sagen, was ist so eine Preisfrage,
0:32:15–0:32:20
wenn man jetzt ein bisschen mit höheren Ansprüchen kommt, wie wir das geschildert
0:32:20–0:32:24
haben, dann kommt man mit diesen 500 oder 600 Franken schon nicht durch.
0:32:24–0:32:30
Wie viel würdest du sagen, würdest du aufrühren, dass du gut ausgestattet bist?
0:32:30–0:32:34
Also ich bin ja repräsentativ, aber ich würde sagen,
0:32:35–0:32:41
ja, bleiben wir beim Mac, also ich würde sagen, das aktuelle M5R,
0:32:41–0:32:47
eben ich sage jetzt 512, 60 GbM, da kommen wahrscheinlich schon viele, viele Leute.
0:32:47–0:32:49
Ja, und wie viel kostet das etwa?
0:32:50–0:32:52
Ist das etwa 1200 St.
0:32:52–0:33:00
Ich würde auch sagen, man kommt um 1'100 bis 1'200 gut ausgestattete Rechner
0:33:00–0:33:06
rüber, je nachdem, was man seine Vorlieben hat und so.
0:33:06–0:33:13
Und in der Apple-Welt ist quasi beliebig nach oben offen.
0:33:13–0:33:17
Ja, du kannst, glaube ich, ein MacBook Pro auf 5'000 Euro rüberkonfigurieren.
0:33:17–0:33:18
Ja, genau.
0:33:18–0:33:22
Das muss ja nicht, aber eben wie gesagt, jetzt nochmal, was ich schon gesagt
0:33:22–0:33:27
habe, wenn jetzt jemand sich entscheidet, ich kaufe mir jetzt halt ein neues
0:33:27–0:33:31
Notebook, dann würde ich, wenn es jetzt vielleicht eine blöde Zeit ist,
0:33:31–0:33:34
halt doch noch einen Stufe weiter hochgehen, weil...
0:33:34–0:33:38
Aber du wirst es nicht aufrüsten können. Du hast keine Chance,
0:33:38–0:33:42
wenn ich jetzt mein M4-Hand und 2.30 Gigorem will.
0:33:42–0:33:46
Nein, vergiss es, dann müsstest du im blödsten Fall das Notebook wegschmeissen.
0:33:46–0:33:49
Gib lieber 200 Franken mehr aus und halte es zwei Jahre mehr.
0:33:49–0:33:51
Das ist auch sehr nachhaltig, würde ich sagen.
0:33:51–0:33:54
Genau so ist es. Und jetzt haben wir fast schon ein bisschen überzogen.
0:33:55–0:33:56
Ich würde das auch so sagen.
0:33:56–0:34:01
Und ich, wie gesagt, wenn du in der Windows-Welt kommst, wenn du bis auf 1'500
0:34:01–0:34:05
oder 2'000 Uhr gehst, kommst du wirklich auch ein Luxus-Ding über, wo...
0:34:05–0:34:07
Dann hast du einen Ferrari.
0:34:07–0:34:08
Ja, genau.
0:34:08–0:34:13
Aber ja, gewisse Leute mit Windows Nein will ich nicht, verstehe ich auch.
0:34:13–0:34:15
So ist es. Also, und jetzt hören
0:34:15–0:34:20
wir nicht pünktlich, sondern mit einer Minute Überzeit hören wir auf.
0:34:20–0:34:23
Die tun wir natürlich schön eintragen
0:34:23–0:34:28
in unsere Stundenbuchhaltung und kompensieren sie dann sonst mal.
0:34:28–0:34:33
Und wir hören dann, für die, die die Pre-Show gehört haben, noch mal ein Stück,
0:34:33–0:34:35
das Kurt uns geschickt hat.
0:34:35–0:34:39
Das heisst «Born to be alive». Wir wünschen dir eine gute Zeit.
0:34:39–0:34:40
Habt's gut.
0:34:40–0:34:41
Tschüss miteinander.

Wer hätte das gedacht? Apple bringt mit dem Macbook Neo einen Laptop für knapp 600 Franken in die Läden und verunsichert die Konkurrenz – gemäss Asus-Chef sei das ein «Schock für den ganzen Markt». Ist das übertrieben oder tatsächlich die neue Preismarke, an der man sich als Computerkäufer oder -käuferin im Einsteigerbereich heute orientiert?

Eine Steilvorlage für uns, für Klarheit zu sorgen: Was gilt es zu beachten, wenn ein neuer Computer angeschafft werden soll? Welche Bauform und Bildschirmgrösse wären zu empfehlen, wie viele Gigabytes braucht das Speichermedium und wie viele Anschlüsse sind optimal? Muss es ein «AI PC» sein oder tut es auch ein völlig normales Modell? Nüchterne Kaufempfehlungen mit dem Blick aufs Wesentliche! „Schlepptop oder PC-Monster? Tipp für den Computerkauf“ weiterlesen

Die guten, alten Zeiten?

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0:00:07–0:00:12
Hingehaut mit Blind Butcher, also der blinden Metzger.
0:00:12–0:00:15
Und haben wir noch Zeit für eine Pre-Show? Ich weiss es gar nicht,
0:00:15–0:00:17
machen wir eine ganze kurze.
0:00:18–0:00:22
Willst du das Radio zur Schnurren, Mann? Hey, yes, Radio zur Schnurren.
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Kevin hat sein MacBook in den Griff bekommen. Hallo, Kevin.
0:00:28–0:00:32
Mehr oder weniger. Irgendwie habe ich ein Verzögerungsding drin.
0:00:32–0:00:33
Aber ich glaube, jetzt beruhigt es sich.
0:00:33–0:00:37
Jetzt klingt es eigentlich recht okay. Und sonst, ich habe schon angefangen,
0:00:37–0:00:40
mein Notprogramm zu starten.
0:00:40–0:00:42
Weisst du, was mein Notprogramm wäre? Willst du es wissen?
0:00:42–0:00:44
Was ist dein Notprogramm?
0:00:44–0:00:48
Oder soll ich es erst dann verraten, wenn ich es zum allerersten Mal brauchen muss?
0:00:49–0:00:53
Dann gehören wir es ja. Vielleicht wäre es... Vielleicht brauchen wir das mal.
0:00:53–0:00:56
Genau. Darum verrate ich es jetzt nicht. Ich habe jetzt gerade was zu sagen.
0:00:56–0:00:57
Das ist eine Überraschung.
0:00:57–0:01:01
Genau. Lassen wir es bei der Überraschung. Ihr müsst darauf hoffen,
0:01:02–0:01:06
dass irgendwann mal einer nicht im Studio schafft, um herauszufinden,
0:01:06–0:01:07
was das Notprogramm ist.
0:01:07–0:01:10
Und jetzt fangen wir mit 30 Sekunden Verspätung mit unserer Sendung an.
0:01:23–0:01:24
Und Matthias Schüssler.
0:01:25–0:01:27
Was ist das für ein Jingle?
0:01:27–0:01:32
Das ist der Jingle, den wir gebraucht hätten, wenn du ganz alleine eine Sendung machst.
0:01:33–0:01:35
Haben wir den schon mal abgespielt?
0:01:35–0:01:37
Ich habe eigentlich, ich brauche ihn jetzt mal.
0:01:37–0:01:38
Ah, okay.
0:01:38–0:01:42
Das ist schön. Es ist heute deine Show. Sag uns, um was es geht.
0:01:42–0:01:46
Es geht heute um vielleicht die guten alten Zeiten.
0:01:46–0:01:52
Nein, das ist ein Thema, das ich schon lange herumträge. Und das ist vielleicht
0:01:52–0:01:55
ein philosophisches Thema, aber ich glaube, es wird noch ein spannendes Thema.
0:01:55–0:02:01
Und zwar, ich habe gerne alte Autos.
0:02:03–0:02:07
Ich kann es nicht genau beschreiben, was ich bin. Ich bin sehr technikaffin.
0:02:07–0:02:10
Ich finde das ullass. Ich finde aber halt auch alte Seiche mega cool.
0:02:13–0:02:19
Und was mir jetzt aber aufgefallen ist, so in den letzten Jahren,
0:02:19–0:02:22
vielleicht einen Monat, das ist eben gar nicht so lange her,
0:02:22–0:02:26
ist, dass mega viele Produkte auf den Markt kommen,
0:02:26–0:02:34
entweder im Retro-Look oder halt alte Produkte wieder gar nicht im Retro-Look
0:02:34–0:02:38
sind, sondern einfach es sind alte Produkte und man bringt die wieder auf den Markt.
0:02:38–0:02:43
Also natürlich schon mit neuem Material gemacht, aber es sind eigentlich die alten Produkte.
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Und ich wollte ein bisschen mit dir über,
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das Reden und herausfinden, ob ich jetzt einfach ein alter Mann bin?
0:02:52–0:02:56
Hat das ehrlich gesagt, wäre das meine erste Vermutung gewesen?
0:02:56–0:03:01
Ist das nicht dann, wenn man so langsam ein bisschen alt wird und nostalgisch
0:03:01–0:03:03
zurückgeschaut, wie es früher gewesen ist?
0:03:04–0:03:11
Ich habe ja in meinem Blog auch eine Retro-Rubrik, die ist nicht besonders umfangreich,
0:03:11–0:03:15
aber es hat doch schon ein paar Sachen drin, die man kann.
0:03:15–0:03:20
Und eben zum Beispiel der Beitrag, wo ich an dem Mittelalter-Festival war,
0:03:21–0:03:26
im letzten Herbst, im Oktober, hier in Winterthur, wo all diese Leute aber von
0:03:26–0:03:30
einer Zeit geträumt haben, wo sie gar nie kennengelernt haben.
0:03:30–0:03:33
Also niemand von uns hat im Mittelalter gelebt. Aber bei dir geht es mehr um
0:03:33–0:03:37
die Zeit, die du mal erlebt hast, früher, wo alles besser war.
0:03:38–0:03:41
Nein, nicht einmal unbedingt. Also es hat auch viele. Ich habe ja ein bisschen
0:03:41–0:03:45
rausgesucht, was gerade alles so im Retro-Stil kommt. und habe einfach mal so
0:03:45–0:03:49
ein paar Produkte zusammengetragen und ich sage jetzt mal,
0:03:50–0:03:52
Ja, über die Hälfte von dem spricht mich gar nicht an. Ja.
0:03:53–0:03:59
Das ist nicht meins. Es ist aber etwas, was mir auffällt, dass Hersteller halt
0:03:59–0:04:02
auf eine Retro-Schiene gehen,
0:04:03–0:04:09
und oft auch ein Publikum abholen, das das gar nicht erlebt haben.
0:04:10–0:04:15
Das war bis jetzt immer meine Überlegung, dass du die Retro-Geschichte vor allem
0:04:15–0:04:19
machst für Leute, die das erlebt haben und dann nostalgische Gefühle bekommst.
0:04:20–0:04:23
Aber ich glaube nicht nur, dass es das ist.
0:04:24–0:04:30
Nein, aber ist es nicht einfach... Erstens ist es ein kapitalistischer Auswuchs.
0:04:30–0:04:35
Du kannst halt, jetzt ein bisschen böse gesagt, da musst du nichts Neues erfinden.
0:04:35–0:04:37
Du schaust einfach, was es früher gegeben hat.
0:04:37–0:04:42
Du hast es mehr oder weniger gut abkupfert und hast mit minimalem Aufwand eine
0:04:42–0:04:50
neue Einnahmequelle oder Produktlinien oder so erschaffen, die einerseits Nostalgiker
0:04:50–0:04:52
anspricht und andererseits die,
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die einfach jeder Furz mitmachen.
0:04:57–0:04:59
Oder ist das etwas böse?
0:05:00–0:05:04
Ich weiss nicht, ob das so funktioniert. Ich bringe jetzt gleich noch mal ein
0:05:04–0:05:05
Beispiel eines Produkts.
0:05:05–0:05:08
Das ist jetzt nicht etwas sehr Aktuelles, das gibt es schon länger.
0:05:10–0:05:13
Aber die Firma Casio mit ihren Uhren.
0:05:15–0:05:21
Das ist für mich so ein Beispiel. Wer, sorry, aber wer kauft so eine Uhr?
0:05:21–0:05:24
Also so eine Digital-Uhr wie in den 80er Jahren.
0:05:24–0:05:30
So eine Digital-Uhr wie in den 80er Jahren. Und das ist ein Ding.
0:05:31–0:05:33
Dass Leute das cool finden.
0:05:34–0:05:38
Und ich weiss nicht warum. Also ich habe null Erklärung für das.
0:05:38–0:05:43
Ich habe ehrlich gesagt die Uhren auch schon gesehen. Sie waren ja wirklich wüscht.
0:05:43–0:05:49
Das muss man schon sagen. Sie haben so einen Technoiden, also sie mögen dozumal ja...
0:05:49–0:05:52
Dozumal sind es wahrscheinlich super futuristisch gewesen.
0:05:52–0:05:56
Ich habe auch eine Digital-Uhr gehabt, allerdings nicht eine von Casio,
0:05:56–0:06:00
sondern eine von... Ah, jetzt müsste ich überlegen. Vielleicht fällt es mir noch ein nachher.
0:06:01–0:06:05
Aber das ist schon irgendwie... Man hat das Gefühl, die Zeiger sind ja gut,
0:06:05–0:06:09
schön und recht, aber jetzt hast du die Ziffern, es ist ein bisschen einfacher zum Ablesen und so.
0:06:11–0:06:15
Als Techfreak hast du es natürlich schon cool gefunden. Du hast eine Stopp-Uhr,
0:06:15–0:06:19
hast zwar nie etwas stoppen müssen, aber ich weiss gar nicht,
0:06:19–0:06:20
was sie noch alles konnte.
0:06:21–0:06:27
Aus heutiger Sicht fast nichts, aber als Techfreak hast du dich trotzdem leicht gekützelt gefühlt.
0:06:29–0:06:34
Die Casio benennen das auch wirklich so. Die sagen dem Casio Vintage Collection.
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Und so eine Uhr kostet irgendwie zwischen 40 und 200 in diesem Rahmen sind die.
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Für die heutige Zeit, die können ja nichts. Ich dachte, vielleicht könnte man
0:06:52–0:06:58
es über das Argument holen, dass es eine hochwertige Uhr ist. Das ist es nicht. Es ist,
0:06:59–0:07:05
Schön zur Diskussion, aber eigentlich ist es auch nicht.
0:07:05–0:07:11
Es ist irgendeine Kultgeschichte und spricht aber gleich junge Leute an.
0:07:11–0:07:14
Ich habe schnell im Internet geschaut und die Casio-Uhren werden auch von Leuten
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zwischen 20 und 30 gekauft und die sind raus bei den 80er Jahren.
0:07:19–0:07:20
Die haben das nicht erlebt.
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Dann gibt es aber auch so komische Vermengungen von aktuellem politischem Zustand und der Retrosache.
0:07:31–0:07:34
Ich habe jetzt zum Beispiel so eine Digital-Uhr gesehen, wo dann noch so die
0:07:34–0:07:43
Pride-Fahnen drin haben und einen Snoopy, der auf so einem farbigen LGBTQ-Plus-Regenbogen liegt.
0:07:44–0:07:49
Und das ist mir jetzt ehrlich gesagt ein wenig zu viel in einen Topf geworfen.
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Das finde ich dann auch komisch, das möchte ich jetzt auch nicht.
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Aber wie grenzen wir das scharf vom Kapitalismus ab, der einfach alles macht?
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Wir grenzen das nicht vom Kapitalismus ab. Wir nehmen das am reinen Kapitalismus
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zuordnen, aber dass es funktioniert, das stummt mich.
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Dass Leute spricht das ja in irgendeiner Form an, wo du sagst, das muss ja,
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also anderes Beispiel, Ikea hat jetzt eine ganze Linie ausgebracht im Stil von den 80er Jahren.
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Heisst, alles mit dem orange, braun, abfuhrteufel, rund, genau,
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wirklich hässlich. Also nicht schön.
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Also ich finde es nicht schön.
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Also das ist dann, aber so 70er Jahre, oder? Dann auch die Muster und so.
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Ja, ja, genau. Ja, ja, so 70er, 80er Jahre. Wirklich das eben hässlich. So.
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Die sind wirklich wüsst.
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Aber die müssen sich jetzt überlegen. Ikea hat ja eigentlich ein Zeug,
0:09:00–0:09:03
das funktioniert. Wieso würde man dann so etwas rausgeben?
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Es muss ja dann schon irgendetwas haben, wo die Leute sagen,
0:09:08–0:09:11
cool, das erinnert mich an eine frühere Zeit.
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Oder Leute, die das gar nicht erlebt haben, sagen, Ich glaube nicht,
0:09:14–0:09:16
dass die sagen, das ist schön.
0:09:16–0:09:17
Ja.
0:09:19–0:09:25
Nein, schön ist es wirklich nicht. Wenn du es erlebt hast, dann verstehe ich es einig.
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Das können wir empirisch sagen, dass das Wüst ist. Wenn wir jetzt gerade das Zweite so bestimmen.
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Ich meine, der Fortschritt hat ja schon auch die angenehme Nebenwirkung,
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dass Sachen besser werden.
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Und darum Ich weiss jetzt nicht, warum möchtest du dann noch mit einer Uhr herumdrucken,
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wo jedes Handy einfach mehr kann? Was ist der Nutzen? Das verstehe ich nicht.
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Das verstehe ich eben auch nicht. Und das ist sehr oft bei den Vintage-Sachen ist das eben so.
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Es ist eigentlich ein bisschen ein Rückschritt, aber es gibt dir und das ist
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vielleicht eine Erklärung, es gibt dir so eine haptische Erfahrung.
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Ja.
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Und das könnte sein, dass man das dann im Hirn wie mit mit Qualität gleichstellt.
0:10:20–0:10:20
Ja.
0:10:21–0:10:23
Ja, ich weiss es nicht.
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Anderes Beispiel sind Fotokameras. Dort ist es ein Ding geworden,
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dass eigentlich jeder Hersteller Kameras rausgibt im Vintage-Stil oder so,
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wie Kameras früher ausgesehen haben.
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Jetzt gibt es den Trend von den Schlüsselanhängerkameras, was auch noch lustig
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ist. Also man nimmt eigentlich eine Kamera wie so die iVAD-Kameras und macht
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die eine Schlüsselanhängergrösse.
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Und ich glaube, wer ist das? Rolay oder so.
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Hat glaube auch eine rausgegeben, die so eine Rolay-Minikamera gab.
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Ja genau, die sieht aus wie irgendeine alte Analogkamera und die kann man sich
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dann so um den Hals hängen und hat irgendwie zwei Megapixel und unbrauchbar.
0:11:13–0:11:13
Ja.
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Also...
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Aber das Kamera-Ding ist ein gutes Beispiel. Ich habe nämlich,
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das war vor fünf Jahren, die Nikon ZF-C zum Testen.
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Die ist genau, was du sagst, das ist so ein Retromodell. ZF-C.
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Die ist angelehnt an die FM2.
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Also das ist eine richtige Kamera, wo die eine sich noch daran erinnert.
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Und hat natürlich, also eben, mit allen Kompromissen und Unterscheiden,
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also es hat den Hebel nicht,
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den du den Film transportiert hast, das könnte auf eine Art,
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ist es ein bisschen schade, hätte man nicht sich etwas einfallen lassen können,
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was der Hebel würde machen im digitalen Zeitalter oder so,
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aber dafür hat sie natürlich ein Display, wohl oder übel, aber ich habe ihr
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trotzdem so ein bisschen etwas abgewöhnen können, weil sie einen dazu bringt,
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wieder fotografischer zu arbeiten, manuelle Einstellungen zu nehmen.
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Es hat so ein Rädchen oben durch, wo du drüllen kannst und dann kannst du schön
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die Beliechtungszeit einstellen.
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Also die musst du dann nicht in irgendeinem Menü machen und so. Das hat schon etwas.
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Ich möchte mich jetzt beim Fotografieren wieder mehr auf den Kern konzentrieren,
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dann kann das tatsächlich mit so einer Kamera dir gelingen, sage ich jetzt mal.
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Aber muss sie dann auch noch so retro ausgesehen oder so? Ich weiss es nicht.
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Ich glaube, die Nikon-Kamera hat oben die Regler gehabt, zum Beispiel Beliechtungsschritte
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und so, hast du oben über Regler einstellen, was zuspielen,
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die digitale Kamera sich irgendwo im Menü machst, beziehungsweise über irgendwelche
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Shortcuts oder so, und dann siehst du es nur auf dem Display, beziehungsweise, ja.
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Und die hat das halt mit Regler gelöst. Ich weiss nicht, wie gut sich die Kamera verkauft hat.
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Es ist halt also, eben, watch das.
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Aber der nächste Schritt wäre ja dann eigentlich, dass du gerade findest,
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okay, ich tue jetzt wieder analog fotografieren und nehme Filme hinzuführen
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und du sie entwickelst selber. Das wäre dann...
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Das ist dann aber wie eine Entwicklung, die parallel läuft zum Retro-Ding. Ja.
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Also auch die Platte, die wiederkommt, ist ja auch ein Bereich.
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Und auch die Analogfotografie, die man schon 17 Mal gesagt hat,
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die ist jetzt tot. Die ist nicht tot.
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Da gibt es noch 11 Leute, die das machen.
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Und das werden wieder ein bisschen mehr. also das ist die kurzsten aber nicht,
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Geht es da um Retro?
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Ja, ich glaube, wir müssen das schon klar abgrenzen.
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Das Retro als Konsumphänomen, also zum Produkt labeln und Leute abholen,
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das macht ja auch keinen Aufwand.
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Da kaufst du etwas und ob du etwas damit verbindest oder etwas schön findest,
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das ist ja dann eigentlich egal.
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Wenn du gerade bei der Analogfotografie sagst, dass du eine alte Kunst- oder
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Kulturtechnik, eine Kunstform am Leben behalten möchtest,
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findest du sie immer noch wichtig oder machst sie auch explizit als Gegentrend zum Digitalen.
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Wenn jeder Double mit jedem Handy 50 Bilder am Tag macht, dann entwertet das.
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Und heute eben sowieso mit der Caina, wo noch ein paar Double extra kommen,
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wo dann noch ganz viele Bilder mehr machen, wo sie überall hinstellen,
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dann entwertet das die Kunstform vom Bild.
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Und wenn man da wieder ein bisschen die Hürde nachsetzt, um so ein Bild herzustellen,
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dann tut das auf eine Art den Wert wieder
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Zurückbringen. Kann man sich fragen, ob das so ist?
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Ich weiss es nicht, weil die Massen an Bilder und die bringst du dann trotzdem nicht weg aus der Welt.
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Aber das mit der Kulturtechnik und das auch mit den fotografischen Eigenschaften
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von Filmen und Licht beschäftigen, das ist auf jeden Fall nicht verkehrt, glaube ich.
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Und das kannst du analog besser als digital.
0:15:34–0:15:38
Ja, und ich glaube, ich habe mit der Sendung auch mehr wirklich in diesen Bereichen
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in den Kommerzfaktoren.
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Also man möchte gerade bei diesen Kameras oder so, man möchte den Vintage-Look
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haben, aber gleichzeitig möchte ich eine Kamera haben, die eigentlich den heutigen
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technologischen Möglichkeiten entspricht.
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Und trotzdem irgendwie das Gefühl von alt auslöst.
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Und ich glaube, ich habe wirklich nicht ganz verstanden, warum macht man das?
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Oder eben, warum funktioniert das kommerziell? Weil ich glaube,
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dass es kommerziell funktioniert.
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Und vielleicht ist aber die spannende Zielgruppe einfach,
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ich sage jetzt wirklich, Männer ab 40 oder so, die das vielleicht irgendwie
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erlebt haben und sagten, hey cool, ich möchte das wieder haben.
0:16:32–0:16:33
Das kann ich wirklich nicht sagen.
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Es geht ja weiter. Ich habe ein Beispiel gefunden, Turnschuhe,
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ein riesiges Thema. Ist das überhaupt nicht meine Weib?
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Ich habe keine Ahnung, ich habe Schuhe, die habe ich auch, aber das ist gerade
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das Einzige, was ich über Schuhe weiss.
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Sie kommen ab Füße, genau.
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Sie kommen ab Füße, etwa das. Über Turnschuhe könnte man eine Sendung machen.
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Nicht mit mir, aber ich weiss schon, dass das ein Thema ist.
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Das ist ein riesiges Ding, aber wir haben alle keine Ahnung.
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Auf jeden Fall, Turnschuhe ist ein Ding.
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Adidas zum Beispiel leitet irgendwelche Turnschuhe aus den 80er Jahren wieder
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auf, die nach einem Modell aus den 80er Jahren gemacht sind.
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Sind Nike und mit irgendwelchen Schuhen, die auch aus den 80er Jahren sind oder
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noch früher, teilweise 70er Jahre und legen die Schuhe wieder auf und man sagt,
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man nimmt jetzt das gleiche Design wieder und scheinbar ist das ein Ding.
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Und bei Turnschuhen habe ich wirklich das Gefühl, das geht dann so ein bisschen
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vor allem Jugendliche auch an, die dann das Zeug auch sammeln oder so. Keine Ahnung.
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Also Turnschuhe ist ein Bereich, wo ich nicht ganz verstehe, wie es funktioniert.
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Aber dort gibt es vielleicht einfach die, Das ist ein Merkmal,
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um sich von anderen zu unterscheiden.
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Und dann kannst du sagen, das ist doch typisch der Trend am Schluss,
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wenn du ganz extrem betrachtest, ist modebewusst sein eigentlich einfach der
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Ausdruck davon, dass du einen gewissen Trend schneller checkst als andere und
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radikaler verinnerlichst.
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Also damit zeigst du eigentlich, dass du eine Antenne dafür hast,
0:18:11–0:18:14
dass du schneller bist, dass du es dir vielleicht auch leisten kannst,
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wenn du die Leute, die halt ihre Klamotten anhaben, bis es auseinanderfallen.
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Also von ganz Fast Fashion geht ja auch in diese Richtung, dass man wirklich
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einfach den Durchsatz erhöht.
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Am Schluss, ich glaube, ein Teil von diesen sogenannten modebewussten Leuten,
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die machen einfach alles mit, um es mitzumachen, schreibt bitte böse E-Mails,
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wenn ihr nicht einverstanden seid.
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Ich würde mich freuen, wenn ihr sagen würdet, der alte Mann erzählt von Sachen,
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die da nicht draus kommt.
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Das passiert viel zu wenig in dieser Sendung. Darum spitz ich es jetzt noch
0:18:48–0:18:49
ein bisschen weiter zuspitze.
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Also ich glaube, ein Teil davon ist einfach nur reine performative Darstellung
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nach aussen, dass man sozusagen auf der Höhe der Zeit ist und sich von den anderen unterscheidet,
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die dann das erst drei, vier Wochen später oder gar nie checken.
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Aber das ist doch ein völliger Unterschied. Also wenn zu dieser Retrobestrebung
0:19:12–0:19:13
von diesen Leuten vielleicht,
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die sagen, sie haben einfach ein Bewusstsein für früher, Oder dann gibt es die,
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die schon auch Nostalgie und sentimental werden und das Gefühl haben,
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früher sei das Leben einfacher gewesen und früher hätte man weniger kämpfen
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mit allem, was wir da zu tun haben.
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Und früher ist vielleicht, also, dass man vielleicht finden kann,
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hey, der Fortschritt geht, der fängt so schnell, ich hätte gerne wieder den Moment,
0:19:41–0:19:46
wo, was weiss ich was, wo einfach das Radio hast du einschalten müssen und dann
0:19:46–0:19:49
ist der Sender gekommen und hast nicht noch irgendwie...
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Radio ist jetzt vielleicht ein blödes Beispiel, weil genau dort ja die uralte
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Technik, danke mir, ist schon wie es immer noch funktioniert.
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Aber sagen wir eben, beim Telefon, wo du nicht hast wieder schauen musst,
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was mit dieser SIM-Karte los ist und wie dein PIN ist und so,
0:20:06–0:20:07
oder? Weisst du, wie ich meine?
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Das ist vielleicht auch so. Dass man an eine einfachere Welt erinnert.
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Spannend finde ich aber das ganze Audio-Thema, weil dort spielt es ja auch mega drin.
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Also im Audio-Bereich, also,
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Hast du noch eine Stereoanlage zu Hause?
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Ich habe keine Stereoanlage zu Hause, aber ich stehe natürlich in einem Studio,
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wo hinter mir Plattenspieler sind und ich habe schon mit viel Vergnügen mit
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diesen Plattenspielern auch Sendungen gemacht.
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Okay. Ich habe eben auch keine Stereoanlage mehr. Ich verfolge halt die Welt immer noch.
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Das finde ich eigentlich noch spannend, obwohl ich eigentlich seit 20 Jahren,
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nein, mehr, ja nicht mehr im Audio- und Videobereich unterwegs bin.
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Finde ich immer noch spannend, was für Geräte rauskommen und auch,
0:20:58–0:21:02
wieso die ganzen Hi-Fi-Komponentenwelt immer noch funktionieren.
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Also Leute, die sich einfach sagen, ich möchte wieder eine Stereo-Lage haben und es gibt.
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Die Stereo-Lage gibt es in verschiedenen Grössen, also es gibt 43 cm und 27
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cm sind so Normgrössen und 43, das sind die Grossen,
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und in dieser Welt passiert immer noch viel, man kann halt immer noch CD-Player
0:21:21–0:21:25
kaufen und auch DAB-Radios, die auf diese Komponenten passen.
0:21:26–0:21:30
Und da gibt es jetzt einerseits natürlich die Entwicklung, dass gewisse Hersteller
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sagen, also B&O ist zum Beispiel sehr bekannt bei dem, dass sie einfach sagen,
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wir haben unsere Stil, wir haben unsere Linien und unsere Geräte passen einfach
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vom Look her immer zusammen.
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Also das B&O Gerät sieht immer aus wie ein B&O Gerät. Natürlich ein bisschen
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moderner und weniger modern, aber grundsätzlich, sie haben ihre Linien.
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Und jetzt gibt es aber andere Hersteller, die dann irgendwo mal gesagt haben,
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ja gut, jetzt haben wir irgendwelche Display und Digital und LED und so Scheissdreck
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alles dran und die gehen jetzt wieder zurück und sagen,
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ja jetzt hast du nur noch Knöpf und du hast jetzt so alte LCD Display wieder
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oder es sieht einfach wirklich wieder aus wie vor.
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30 Jahre und so als bewusste Entscheidung, okay, wir hören jetzt wieder auf
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mit es muss noch farbig rundum mit LED beleuchtet sein, sondern es hat jetzt
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keine Beleuchtung mehr, es hat ein LCD-Display wo nicht mehr leuchtet.
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Finde ich auch eine mega spannende Entwicklung.
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Ja, das verstehe ich gut und um auch bei dieser Musik noch anzusetzen,
0:22:32–0:22:40
ich habe gemerkt, da mit Platten Sendung machen und ich hätte eigentlich mich vorbereiten sollen.
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Ich schaue, ich renne nachher ganz noch und schaue, ob ich diese Sendung mit
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einem analogen Stück ab Vinyl aufzuhören kann.
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Das hätte ich jetzt wahrscheinlich vorbereiten müssen, aber egal.
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Du machst eine ganz andere Sendung. Hier hast du die Playlist auf dem Computer
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und spielst eins nach dem anderen.
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Und mit der Platte hast du die Platte in den Händen. Und häufig steht,
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nach hinten drauf, hast du gerade ausführlich, also kannst du das Cover anschauen,
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natürlich, wenn dir langweilig ist.
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Und das Cover ist gross.
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Das Cover ist gross.
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Wenn du es ausbreitest, ist es 60 cm breit, das ist riesig.
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Dort hat es dann in diesen Platten häufig auch noch wirklich Informationen,
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wenn du nicht weisst, was ich sage, kannst du ein bisschen von dieser Plattenhülle vorlesen.
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Es ist einfach wirklich schon ein anderes Ding,
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dass du noch den physischen Kontakt zu diesen Medien und nicht einfach irgendetwas
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aus dem Internet oder ab Streaming oder ab einer Festplatte spielst. Das verstehe ich schon.
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Und das glaube ich, das sind wir glaube ich mental und emotional dieser Entwicklung,
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dieser Digitalisierung und Virtualisierung hinken wir noch hintendrin.
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Was heisst hinken wir hintendrin? Ich hoffe auch nie, dass wir das Bedürfnis,
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so Sachen physisch zu erfahren, nicht unbedingt zu verlieren.
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Ich finde das schon auch ein Wert für sich.
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Finde ich auch. Also es ist eigentlich etwas Schönes.
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Also, eben auch da, du musst wie mal irgendwie die Erfahrung gemacht haben und
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sagen, okay, es ist anders, wenn du eine Platte hörst. Es ist ein anderes Bewusstsein.
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Und ich mache den Vergleich halt immer mit dem Kino, das hat jetzt nichts mit
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Retro zu tun oder so, aber das sagen mir halt viele Leute, dass wenn du ins
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Kino gehst, nimmst du den Film ganz anders wahr, als wenn du den zu Hause schaust.
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Und es hat nicht nur mit der Grösse der Linwand zu tun, sondern es hat wirklich
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auch mit dem Bewusstsein zu tun.
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Und vielleicht ist das ja auch genau der Faktor, was ausmacht bei der Retro-Geschichte.
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Also jetzt vielleicht auch bei der Digitalkamera, wo du dann anstatt über irgendwelche
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Funktionstasten Beliechtungszeit einstellen musst.
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Dass du einfach so einen Drehregler hast und durch das nimmst du das schon anders wahr.
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Ja.
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So ist es. Entschuldigung, ich bin da hinten gewesen und habe...
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Du hast eine Platte gesucht.
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Das Mischpult habe ich jetzt aufgestartet. Ich muss mal schauen,
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ob ich da noch schnell... Ich müsste das ganze Hure Mischpult umstellen.
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Ich schaue mal noch schnell.
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Falls du noch etwas zu erzählen hättest, könntest du das jetzt machen.
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Nein? Ja, ich habe noch etwas zu erzählen. Ah, sehr gut. Das finde ich auch
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eine spannende Geschichte.
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Also wenn ihr euch mal so ein bisschen mit Produktdesign oder so beschäftigt,
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googelt mal schon den Dieter Rams das ist ein ich glaube holländischer,
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belgischer oh jetzt ist schon wieder halbwissen woher das der kommt,
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er ist in Deutschland gross geworden, aber er ist glaube ich ursprünglich Holländer,
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was immer der Dieter Rams hat viel für die Firma Braun gestaltet und von ihm
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kommen sehr ikonische Designs, weil er hat sehr reduziert geschafft,
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sehr einfach geschafft man sagt auch, dass Apple sehr viel von seinem Design
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eigentlich übernommen hat und so von seinem Stil, wie er es geschafft hat.
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Und es gibt eine Firma, die heisst Teenage Engineering.
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Die machen Synthesizers und Audiogeräte und Lautsprecher.
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Also ein Synthesizer ist eigentlich etwas, was ich kann...
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Ein Musiksignal reingeben und dann kann ich mit verschiedenen Reglern Höhen,
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Tiefen und Pitch also halt den Ton verändern, einfach gesagt.
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Und die machen so Produkte und lustig ist vielleicht können wir das in die Show
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Notes tun, die Produkte sehen nicht aus wie klassische Musikprodukte,
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wie es halt aussehen sondern sie haben also den,
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retro 80er Jahr Look also es
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sind graue Gehäuse mit orangen und grünen Knöpfen und es sieht einfach so,
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es sieht alles so ein wenig nach alt aus und es ist sehr durchgedenkt eigentlich vom Design her.
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Es entspricht einfach nicht, also es sieht komplett anders aus als andere Musikgeräte.
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Und finde ich auch sehr spannende Entscheidung, dass die gesagt haben,
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okay wir machen jetzt einfach mal irgendwelche Synthesizer, wo es viel mehr auf dem Markt gibt.
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Und von anderen Herstellern und die haben gesagt, wir machen die einfach komplett anders.
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Die sehen bei uns jetzt einfach anders aus und die haben irgendwie Erfolg mit dem. Finde ich witzig.
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Wunderbar. Also das haben wir ein Schlusswort. Wir müssen heute einigermassen pünktlich aufhören.
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Ich glaube, ich schaffe es nicht mehr. Ich kann tatsächlich...
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Sie gönnt jetzt nicht mehr.
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Sie gönnt. Ich habe den Plattenspieler aufgestartet.
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Allerdings ist mir jetzt wirklich nicht klar, wenn der Kai das Mischbull konfiguriert
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hat, dass ich den jetzt direkt da überbringen würde. Also eben.
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Egal.
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Retro funktioniert halt gleich nicht immer. Manchmal ist digital und neu gleich
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besser. Nein, funktioniert ja auch nicht immer. Wir wissen es nicht.
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In dem Fall.
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Schreibt uns eure besten Retro-Produkte, die ihr im Einsatz habt.
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Die neu sind, aber alt ausgesehen. Das nennt mich Wunder.
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Das ist eine sehr gute Idee. Das würde mich auch interessieren.
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Und ja, ich glaube, da haben wir wirklich viel auch aus der Community noch Inputern,
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die wir weiter liefern können, was sich an dieser Retrofront tut.
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Ich habe zum Beispiel eine wunderbare App auf dem iPhone, die mir das allererste
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iPhone-Betriebssystem simuliert. Wirklich?
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Wie heisst das?
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Das heisst, ich muss nachschauen.
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Aber eben, es ist auch wieder so ein Retro-Ding. Ich weiss nicht, wer das braucht.
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Ich springe darauf an und denke, oh, mega cool, ich würde es ausprobieren,
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aber eigentlich ist es unbrauchbar.
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Also im Softwarebereich gibt es natürlich, den haben wir jetzt völlig ausklammert.
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Den haben wir völlig weglassen.
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Da gibt es einen riesen Bereich, dass du inzwischen alte Betriebssysteme im
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Browser laufen lassen kannst.
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Ich habe ja Ende letztes Jahr das Gefühl gehabt, ich müsse jetzt ein Bild im
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allerersten Photoshop 1.0 von 91 oder 92 bearbeiten.
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Und ich habe es auch nicht gebracht, es geht im Browser-Effekt.
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Aber es ist recht aufwendig und man kann sich ein bisschen fragen, für was es gut ist.
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Aber so gesehen bin ich im Fall echt auch ein bisschen anfällig für das Retro-Zeug. Aber genau.
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Das ist glaube ich ein gutes Schlusswort. Es ist aufwendig und man weiss eigentlich
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nicht genau, warum man es macht, aber irgendwie macht man es eben gleich.

Kevin mag alte Autos. Und damit ist er nicht ganz alleine. Immer wieder kommen moderne Produkte im Retro-Look auf den Markt. Retro-Spiele erleben ein Revival. Aber warum haben Retro-Produkte auch einen Charme für Leute, welche diese Zeit gar nie erlebt haben?

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