Konsumverzicht

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The honeybees, she don't deserve you. It's an energy field created by all living things.
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It surrounds us and penetrates us. It binds the galaxy together.
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Radio Stadtvita.
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Und da ist unser Physiker vom Dienst, der Digi Chris mit einem neuen Headset.
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Genau, ich hoffe es klingt besser als letztes Mal. Sorry für die Tonqualität,
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mir ist irgendwie ein Headset...
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Bist du draufgehockt?
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Lustigerweise, unter Windows, unter dem Geschäfts-Laptop läuft es.
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Ich war gestern in meinem Workshop, glaube ich, 1,5 Stunden, alles gut.
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Und jetzt habe ich das gleiche Headset wie Kevin, frage mich nicht nach dem
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Modell, ich muss die Schachtel holen, das ist jetzt Kabelbund,
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das andere ist mit Bluetooth gewesen.
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Und wenn ich 2 Meter oder vielleicht 30 cm neben dem Empfänger gewesen bin,
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hat es mich während der Sendung teilweise rausgerührt. Das haben wir ja mal
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dieses Jahr gehabt, wo ist der Chris?
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Ich habe keine Ahnung wieso, aber eben
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Wir kommen später noch dazu, man hätte jetzt halt doch noch mal Konsum gewagt.
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So richtig gut klingt das aber nicht, ehrlich gesagt. Das ist mehr so ein Headset,
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wo du so Konferenzen machst, aber kein Podcast. Das ist ja das Gleiche.
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Was der Kevin hat.
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Ja, das klingt auch nicht besonders gut.
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Ja, aber ich musste in eine Studie kommen, aber ich bin heute noch beim Waffen
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und ich hätte jetzt noch immer auf Winterthur gestanden.
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Ah, ich habe gemeint, er hätte so eine schlimme Frisur gemacht,
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dass die nicht mehr ins Radio getragen hat.
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Ich wäre schon gekommen, aber es wäre zu knapp geworden, aber ich weiss auch,
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was wir bei unserer lustigen Homeoffice-Policy haben, ja, man sollte vielleicht
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auch wieder mal physisch vor Ort sein.
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40 zu 60, 40 zu 60 ist die Regulierung bei uns. Ist die bei euch auch so?
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Also zwei Tage Home, drei Tage im Office einfach begründet.
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Wirklich, also nicht 100 Seiten, ein Satz, also wir hatten das bei jemandem, ja,
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er sei krank, seine Tochter sei krank von der Schule, er huscht ihn,
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es würde glaube ich nichts bringen, wenn er jetzt könnte.
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Ah, ja.
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Ein Satz ist schon okay.
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Also, ich bin trotz dem huscht, dann bin ich ins Studio gekommen.
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Also gut, hast du noch irgendeinen Schwank, den wir loswerden müssen oder sollen
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wir noch ein bisschen Musik hören?
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Also ich kann nur sagen, was halt lustig ist oder so.
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Doch ein Schwank, ok, ja.
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Schiffe und so. Momentan sind ja ein paar Schiffe, ich sage jetzt,
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gefangen dort im Nahen Osten.
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Und wenn ich jetzt denke, wäre das Zeug letztes Jahr passiert,
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dann wäre meine Norwegenkreuzfahrt nicht stattgefunden.
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Eine schweige Minute für die...
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Nein, also ich meine, ob du jetzt auf eine Kreuzfahrt gehst oder was auch immer,
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wenn dann wirklich die Ferien irgendwie ins Wasser fallen.
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Also ob du jetzt auch langläufeln gehst und wenn es dann halt irgendwie im Januar
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irgendwo in einem Schwoll 30 Grad ist und die Langlaufläupe nicht offen ist, dann ist das blöd.
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Also was du immer machst, wann halt die Ferien, da freust du dich drauf.
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Und ja, ich weiss, dass nicht jeder mit Kreuzfahrt, was ich anfange,
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aber ich freue mich jetzt auf die Mittelmeerfahrt in einem Monat.
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Und wenn halt irgendetwas dann kurzfristig abgesagt wird, dann ist es wahrscheinlich
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einer der grössten Früsten, die du haben kannst.
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Ja, wir hoffen, dass das nicht passiert. Und jetzt doch noch ein bisschen Musik,
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wenn du nichts dagegen hast.
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Und die, die hier lernen, sind die Lake mit Club Night.
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Die schenken wir uns heute, die Club Night. Dafür machen wir natürlich.
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Nerdfunk.
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Nerdfunk.
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Da ist der Nerdfunk mit Patch Tuesday. Wir machen wieder mal so ein Update zu
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den News aus der digitalen Welt.
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Und unser News-Chef ist wie immer der Digi Chris.
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Der Digi, was passiert so in der digitalen Welt?
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Ich habe so das Gefühl, und eben immer wenn wir eine Sendung vorbereiten,
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suchen wir ja einen Sendungstitel.
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Oft machst du das. und ich habe heute mal den Titel gewählt, Konsumverzicht.
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Und jetzt nicht, dass wir jetzt wollen, ihr solltet nichts mehr posten im Migrant und so.
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Es gibt einfach ein paar News, die tatsächlich, selbst wenn man etwas will kaufen,
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teilweise nicht so möglich ist.
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Und ich fange mir mal bei Apple an. Apple hat ja diverse Produkte.
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Wahrscheinlich wie die bekannt ist natürlich klar, die iPhones und die MacBooks,
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aber sie haben ja auch stationäre Computer also den Mac Mini, das kleine Ding,
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wo, ja es ist viel kleiner als ein bisschen zu schachten, du hast ein Mac Studio
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und die sind jetzt plötzlich nicht mehr lieferbar, also wenn du jetzt ein neues Gerät brauchst,
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Blöd gelaufen und man spekuliert natürlich, dass das allgemein damit zu tun
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hat, weil die Komponenten ein bisschen knapp werden.
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Es sind vor allem die Geräte, die eine höhere Speicherausstattung haben.
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Darum ist das... Also Apple hat nicht gesagt, warum das so ist.
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Aber man kann vermuten, dass sie dann lieber ihre Speicherchips in die Handys
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einbauen und in die billigeren Geräte oder in die Masse wieder die,
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die vielleicht ein wenig weniger gefragt sind. Oder hast du eine andere Theorie?
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Ich glaube es durchaus, weil grundsätzlich, würde ich jetzt auch sagen,
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die meisten Leute denken bei Apple-Computern eben an ein MacBook,
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an ein Air oder an ein Pro.
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Oder jetzt, ja, das haben wir ja auch schon gesprochen, an ein Nio.
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Und das sind, da wird auch irgendjemand an der Excel oder, wie heisst es, Numbers.
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Numbers, genau.
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Wir haben jetzt 16 Speicherchips, machen wir die alle in ein Mac Studio oder
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machen wir es in 8 MacBook Pro?
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Genau.
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Das ist eine wirtschaftliche Entscheidung. Die Komponenten sind nicht verfügbar oder schwer verfügbar.
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Apple wird sicher langfristige Lieferverträge haben, aber auch irgendwann ist
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ihr Lager leer. irgendwann wird dann in einem Vertrag auslaufen und dann,
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ja, also ich kann es verstehen, was die da gemacht haben.
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Du findest das, ja.
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Also Apple ist nicht eine wohltätige Organisation, also wenn ich CEO wäre von
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einem börsenkompierten Unternehmen, ja.
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Darf ich jetzt da ein bisschen polemisch reinfahren? Wenn es so wäre wie früher,
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weisst du noch, was früher war?
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Dort hast du deinen Computer selber aufmachen, hast du reingeschaut,
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und gefunden, da hat es noch ein Bänkli frei, wo ich ein bisschen RAM könnte
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dreidrucken und dann bist du im Laden gepostet und hast ihn selber reingetan
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und dann ist der Kessel geflickt gewesen.
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Also das ist natürlich klar, also ja ich würde auch sagen, ein Mac Mini,
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okay, ich will den vielleicht nicht selber aufmachen, aber den Mac Studio vielleicht, warum nicht?
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Also, und da könnte man ja schon auch natürlich es hat schon auch ein bisschen
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damit zu tun, dass Apple an diesen RAM,
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Wenn du mehr Speicher haben wolltest, wie der Katalogmässig vorgesehen ist,
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hast du ja schon immer wahnsinnig draufgelegt bei Apple.
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Und das ist jetzt irgendwie halt noch die Steigerung davon.
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Dann hast du einen Kredit müssen aufnehmen, teilweise. Das ist einfach ganz klar.
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Aber eben, wenn es das noch gibt, und ich weiss auch noch, wie ich damals Anekdote
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bei Zulost und Martin irgendwie, weiss ich nicht, bei meinem 8.
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Geburtstag, wo wir meinen Mac LC von 4 auf 10 Mega Ram upgraded haben.
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Ja.
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Weil wir einfach zusammen diese Speicherriegel reingedruckt haben.
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Und ja, du müsstest nur die Speicher-Riegelchen noch irgendwo irgendwo kaufen
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können, ob es jetzt Digitec oder so ist.
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Genau, und das Problem ist dann natürlich, kaufen könntest du es vielleicht
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sogar noch, während auch dort wäre es teuer, wahrscheinlich bei Digitec oder
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so, aber du kämmst es schon über.
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Aber einbauen ist halt ein Problem, weil sie haben keine freien Bänkechen,
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gibt es eben nicht mehr. Das ist ein kleines Problem.
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Ja, und ist wahrscheinlich auch etwas, ja, wie sagen wir, eben mit Reparierbarkeit,
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was ist das Mac Rumors, wo da immer gute Übersichten gibt, wie du ein Gerät reparieren kannst.
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Ich habe bei mir das auch gesagt, ich rede jetzt mit dir an einem MacBook Air,
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da habe ich noch einen HP Tower PC und da ist das Netzteil halt mal kaputt gegangen.
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Also gut, ich habe es nicht selber geschafft, aber ich hatte halt einen guten
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Kollegen, der mir halt geholfen hat, aber jetzt nicht gerade ohne irgendwie
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wie sagt man das, nicht Leuchbistolen, weisst du, dass du das geliebte Zeug wegbringst?
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Ja, genau, es ist alles hingeliebt und dann musst du den Kleber lösen und so,
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das habe ich ehrlich gesagt, kein Bock.
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Ich habe mal tatsächlich probiert, ich glaube, mein 386er, der hat,
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Da hast du den Prozessor herausziehen können. Dann habe ich einen anderen Prozessor probiert.
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Ja, den hast du gesteckt?
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Genau, den war gesteckt und dann hast du einen anderen einstecken können.
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Und dann ging er allerdings nicht mehr.
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Blöd. Ich weiss nicht. Wahrscheinlich hätte man das dann... Heute würdest du
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natürlich zum Chat-Ship hineingehen und sagen, was muss ich noch beachten?
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Und dann hat er gesagt, du musst vorher im BIOS, oder ich weiss auch nicht,
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was man noch machen muss.
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Oder musst du dich ehrlich sagen, dass du die Heizung anbelangt hast?
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Ah, dass er durchbrannt ist, das wäre natürlich besonders glücklich.
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Ich sage mal wegen der Statik.
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Es ist doch doch sie.
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Du musst die Heizung anbelangen.
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Ja, mit denen musst du vorsichtig umgehen, sonst hast du es durchgeschmörert,
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bevor du es eingebaut hast.
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Ich habe auch ehrlich gesagt, dass ein paar von diesen Beinen dann ein bisschen
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abgeknickt haben. Und ich war froh, dass ich den Prozessor trotzdem zurückbringen konnte.
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Und er hat ihn, glaube ich, nicht so
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genau angeschaut. Sonst hätte er ihn wahrscheinlich nicht mehr genommen.
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Aber das ist auch inzwischen verjährt, kann man sagen.
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Also macht man heute nicht mehr, ist auf eine Art schade. Es geht ein bisschen
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ein Bastlertum verloren.
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Wobei, ich hätte heute auch genug Hobbys. Ich brauche nicht noch mal so eins.
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Aber es geht dann noch weiter. du hast eben gerade schon den Händler erwähnt,
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der uns nichts zahlt für die Sendung, nicht sponsert und darum wir auch seinen
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Namen jetzt nicht mehr erwähnen.
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Also der hat ja auch so Lieferprobleme und das hat dann tatsächlich mit den politischen,
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Situation zu tun, dass da natürlich eben ich glaube jetzt nicht unbedingt,
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dass die Komponente so richtig durch die Strasse von Hormus die meisten gefahren werden,
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aber mit dem Krieg muss man natürlich zum Teil auch einfach Umwege fliegen und die Lieferketten,
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vom fernen Oster bei uns da sind halt einfach nicht so einfach.
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Das finde ich immer noch überraschend eigentlich also eben wie es an ganz komischen
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Enden dann auch so Auswirkungen hat, die Geopolitik.
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Ja und teilweise wenn halt eben über die Strasse von Hormus der Treibstoff geht
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und nein der PC hat keinen Treibstoff, aber vielleicht irgendwie das Schiff
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oder das Flugzeug, wo er dann irgendwie Tram-Wrigel bringen würde,
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braucht Treibstoff, ja wenn man das vielleicht nicht hat, nehme ich jetzt auch
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an, dass man das halt irgendwie priorisiert und
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Ich weiss jetzt auch nicht, welche Produkte genau von denen kommen,
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aber ich sehe einfach, wie abhängig das Zeug ist.
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Die Kunden haben einfach noch Softwareprobleme gehabt.
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Weil wenn man auch denkt, was hat früher eben der PC-Eller, der hat vielleicht
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100 Produkte gehabt, wenn es hochkommt. 200?
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Ja, vielleicht 500, aber ja, heute sind es 20'000 und es kommt halt alles just
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in time, wie das angeliefert wird.
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Eben, und dann hat er halt noch ihren alten Prozessor gehabt,
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hat er halt vielleicht mal, ja,
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ich bin auch nicht der PC-Bauer, aber vielleicht ein älteres RAM-Regel gegeben,
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aber er kann schon halt RAM überkommen und ja, das ist natürlich alles hochkomplex
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und hochautomatisiert und wahrscheinlich hat der Filialleiter,
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gut, es gibt einen Händler, insofern darf man jetzt zu nehmen sagen,
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das Wiedig hat es einen Phobis gegeben, das kannst du vielleicht auch noch.
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Ja, ja, selbstverständlich.
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Und da hat wahrscheinlich der Filialleiter genau gewusst, ja wir haben noch
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3 GeForce, 2,56 Grafikkarten, ja die kann man einbauen und er hat auch gesagt,
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ja aber mit dem Mainboard darfst du keine Voodoo Karten nehmen,
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musst du eine GeForce nehmen,
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weil sonst bootet Windows nicht und so Sachen.
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Also ja ich weiss nicht, da bist du halt in der PC-Lade.
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Er hat natürlich entsprechend mehr gekostet und hat genau gesagt,
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nein, aber die Konfiguration,
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Die du willst, die wird nicht laufen. Also im Wobis sind schon nicht alle,
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die da mit gestanden sind, so gut informiert gewesen, weil ich mich richtig erinnere.
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Ich weiss nur, ich bin mit einem Kollegen und der eine, das ist wahrscheinlich
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der Filialeiter, der ist wirklich absolut top gewesen.
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Nein, es hat die schon gegeben, absolut, da hast du schon recht.
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Aber irgendwie haben wir nichts gelernt aus Corona, oder?
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Also irgendwie ist es genau immer noch gleich empfindlich wie vor fünf Jahren.
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Und ich meine, wir jammern jetzt da über die Komponenten und so,
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kann man vielleicht sagen «First-World-Problems».
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Aber ich habe dann auch gelesen, dass da natürlich eben ein grosser Teil von
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den Düngemitteln durch die Strasse von Horm ausgehen und das könnte dann vielleicht
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noch nicht dieses Jahr, aber dann so nächstes Jahr zum Problem werden,
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weil das sich auf die Lebensmittelproduktion auswirkt.
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Und das ist schon noch bemerkenswert, finde ich.
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Ja, ganz deftig und was mir auch mal aufgefallen ist, ich glaube sogar immer
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auf Facebook oder auf Twitter da eben bei uns, ich sage jetzt auch,
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Grossverteiler, ich wollte, wie gesagt,
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Frischkäse kaufen und es hat halt irgendwie den Frischkäse nachgebracht,
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da war einfach das ganze Gestell leer gewesen, den gleichen Hersteller,
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aber dann der mit irgendwie Promassal und die Kräuter, das habe ich jetzt auch dazu gerne voll.
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Und jetzt irgendwie muss ich auch sagen,
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Da hatte es auch noch Knobbeln und Zwiebeln dran, dann ist es durchgehebt im Digi-Crew.
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Wir haben das auch gesehen in den News, dass du teilweise, dass ich sage,
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jetzt ja, ein Grossverteiler mit Unilever, Nestle, ja, Franzschlösli Streit
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hat, aber dann hat es ja gar nichts mehr.
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Das frage ich mich einfach, wieso hast du teilweise einfach ein Produkt nicht?
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Hat einfach jemand im SAP den
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Falschen Knopf gedruckt? Ist das nicht bei den Migros letztlich auch so gewesen,
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glaube ich, nicht nur bei den Milchprodukten generell, vielleicht nicht nur
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bei den Frischkässen? Ich glaube, bei den Migros.
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Entweder Rüeblie oder Tomaten, könnte man es mal irgendwie nicht haben.
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Und es ist, glaube ich, wirklich nur einer, der am SAP ist geschult gewesen.
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Oder du hast das Ticket nicht gesehen.
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Nein, ich glaube, dort ist tatsächlich auch noch was gewesen wegen dem Wetter
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und so. Aber ja, trotzdem.
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Gut, das ist ja schon 20 Jahre her. Ich habe mal einen wirklich super Vortrag
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gehört vom SAP-CC-Leiter von der Mikro, der erklärt, wie es mit dem Stillprozess geht.
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Das ist hochinteressant.
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Müssen wir vielleicht doch mal die SAP-Sendung, die du uns in zehn Jahren schwach
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bist, machen? Aber du, nur kurz, was das angeht.
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Wenn so ein Bug, wenn jetzt SAP von einem Tag auf den nächsten weg wäre,
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weil irgendwie in einem zentralen Server wird ein falsches Update ausgeliefert,
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und dann kippt eine von diesen Installationen nach der nächsten um.
0:16:46–0:16:48
Wie würde es dann aussehen bei
0:16:48–0:16:51
der Logistik? Was würde alles nicht mehr funktionieren am nächsten Tag?
0:16:52–0:16:55
Also er hat noch gesagt, im Mikro, sie hängen einen Fallback,
0:16:55–0:16:59
dass du so anscheinend in der Filiale hängen jetzt eine Grundbestellung.
0:16:59–0:17:01
Ja. Gut, das ist vor 20 Jahren gewesen.
0:17:02–0:17:02
Ja.
0:17:03–0:17:06
Aber also, du wirst dann sicher ein Brot haben, vielleicht hast du jetzt nicht
0:17:06–0:17:11
dein Brot mit Dinkelkörnchen, aber du kannst mindestens, ich sage jetzt, ein Pfünderli.
0:17:11–0:17:16
Und du kannst vielleicht, ja, jetzt nicht Hafermilch, gut, es wird veganer ein
0:17:16–0:17:17
bisschen blöd, aber du kannst sicher noch Milch.
0:17:18–0:17:23
Sie haben schon ein paar Fallbacks, wo das noch irgendwie funktionieren würde.
0:17:23–0:17:28
Aber ich finde das eine gute Idee. Vor etwa zwei Jahren hatte ich eine Phase,
0:17:29–0:17:37
in dem ich das Genre der Zivilisationen um Bücher, Thriller gelesen habe.
0:17:37–0:17:43
Dort gab es ganz viele Gründe, warum die Zivilisation zusammenklappt.
0:17:43–0:17:47
Es wird zu warm, es wird zu kalt, es wird Klimawandel.
0:17:47–0:17:55
Der Strom fällt weg, weil irgendein Terrorist da zugeschlagen hat.
0:17:55–0:17:57
Aber das wäre eigentlich noch eine schöne Prämisse.
0:17:57–0:18:02
SAP geht um und dann sind wir drei Wochen später, da herrscht Anarchie in der
0:18:02–0:18:07
Strasse, weil nichts mehr funktioniert in dieser Logistikwelt.
0:18:08–0:18:14
Du kannst es so sagen, momentan und viele Systeme noch, gibt es schon ein Wort
0:18:14–0:18:18
On-Prem oder zumindest beim Outsource, Es ist noch bei dir. Ja, genau.
0:18:18–0:18:22
Die SOP will jetzt halt, das nennt sich Surprise, das darf ich sagen,
0:18:23–0:18:25
und es gehen viele Firmen auf das.
0:18:25–0:18:31
Wenn dann natürlich das SAP-Rechenzentrum umkippt und diverse grosse Konzerne sind,
0:18:31–0:18:32
Ja, genau.
0:18:33–0:18:38
Also ob das jetzt ein Migros ist, ja. Ich glaube zum Beispiel bei der ZKB läuft
0:18:38–0:18:41
eigentlich ein Banking, also das Core-Banking läuft nicht auf SAP,
0:18:41–0:18:47
aber wenn jetzt die SAP mal wirklich das Rechenzentrum umkippt, ja, dann wird es lustig.
0:18:47–0:18:51
Also ich würde jetzt hoffentlich von unseren Banken erwarten,
0:18:51–0:18:55
dass die jetzt nicht alles würden in fremde Cloud sein schiefeln. Ich nehme schon an.
0:18:55–0:18:59
Die werben noch ein paar Backups an, but you never know. Ich habe auch schon
0:18:59–0:19:02
gesehen, Systeme, wo umkippt sind, wo du es nie gedacht hast.
0:19:02–0:19:04
Nicht nur bei uns, aber ich meine, eben...
0:19:05–0:19:09
Kann man auch sagen, ich bin auch eine SOP-Veranstaltung, du redest mit anderen
0:19:09–0:19:13
Kunden und ja, machst du ein Disaster-Recovery,
0:19:14–0:19:19
wie es einfach ein Power, ich kann nicht mehr reden, wie es einfach ein Powercut,
0:19:19–0:19:21
dass wenn du wirklich mal den Strom wegziehst.
0:19:21–0:19:23
Ja, zum schauen, ob es dann wieder startet.
0:19:24–0:19:29
Ja, und eben zuerst müsste der USV kommen, dann müsste der Generator kommen,
0:19:29–0:19:31
dann müsste der Vollback kommen, ja, wie meint der Kunde, ja.
0:19:32–0:19:35
Es ist gar nichts mehr gekommen. Oh, jetzt hat man noch den Storage geschnottet.
0:19:36–0:19:40
Oh, okay. Aber dann hat es sich wenigstens gelohnt, das mal ausprobieren.
0:19:40–0:19:44
Es war natürlich gut, weil es ein geplanter Disaster-Incovery war.
0:19:45–0:19:47
Es sind wenigstens ein paar Techniker und Zeit.
0:19:48–0:19:52
Ich erinnere in diesem Zusammenhang gerne an Tschernobyl. Das ist ja eigentlich
0:19:52–0:19:56
auch passiert, weil sie so einen Test gefahren haben.
0:19:57–0:20:00
Ich habe letztens auf dem SRF einen schönen Podcast dazu gegeben.
0:20:01–0:20:05
Dann ist der, der dort am Schallpult Als er gehockt ist, war noch nicht ganz erfahren.
0:20:06–0:20:12
Generell war der Reaktor ein bisschen exzentrisch.
0:20:12–0:20:18
Dann wurde aus diesem Test ein Ernstfall. Wir erinnern uns vielleicht noch daran.
0:20:19–0:20:24
Aber wenn wir schon in diesem apokalyptischen Modus sind, lassen wir dann gerade
0:20:24–0:20:27
über das Anthropic sprechen. Es gibt ein neues Unternehmen.
0:20:29–0:20:33
Das auch eine KI herstellt.
0:20:33–0:20:38
Sie hatten sich vor ein paar Wochen etwas Ärger mit dem Pentagon und mit Matt Trump.
0:20:39–0:20:44
Jetzt haben sie aber ein neues Modell herausgezogen, das heisst Claude Mythos.
0:20:45–0:20:52
Oder klar, die Mythos Preview. Und da haben sie gesagt, das sei so gefährlich,
0:20:52–0:20:55
das können wir also nicht auf die Welt loslassen.
0:20:55–0:20:59
Das können wir jetzt nur ein paar ausgesuchte Unternehmen über,
0:20:59–0:21:06
weil das sei so gut im Auffinden von Sicherheitslücken, dass wenn man das jetzt
0:21:06–0:21:08
auf die Welt loslassen würde,
0:21:09–0:21:14
dann würden so viele Hacker mit diesem ganz viel Sicherheitslücken finden und sofort ausnutzen,
0:21:14–0:21:17
dass die Zivilisation wahrscheinlich zusammenkrachen würde.
0:21:18–0:21:24
Chris, wie schätzt du das ein? Ist das eine echte Gefahr oder ist das eine gute PR?
0:21:25–0:21:32
Sowohl als auch, würde ich sagen. Also eben, ich habe auch, und das habe ich
0:21:32–0:21:37
glaube auch in ein Dokument geschrieben, ich habe jetzt zum Beispiel die Kai,
0:21:38–0:21:40
wo wahrscheinlich keine Gefahr für die Menschen ist.
0:21:40–0:21:44
Suna habe ich jetzt wieder gekündigt, weil irgendwann, nicht dass es schlecht
0:21:44–0:21:45
wäre, aber nach einem Jahr...
0:21:45–0:21:47
Jetzt haben sie gerade ein neues Modell rausgetun, Five Five.
0:21:48–0:21:51
Aber weißt du, nach einem Jahr hast du wahrscheinlich den Tante,
0:21:51–0:21:56
den Gott, der Arbeitskollege am Chef, hast du jedem einen Song zum Geburtstag
0:21:56–0:21:58
gemacht und ein zweites Mal wäre es langweilig.
0:21:58–0:21:59
Ja, gut, das stimmt.
0:21:59–0:22:03
Dann habe ich auch gesagt, komm, die 5 Stutzen ist jetzt auch nicht viel, aber ja, weg damit.
0:22:04–0:22:09
Ich wollte dann auch mal etwas ausprobieren mit Claude, ich habe auch gerade wieder mit SAP zu tun.
0:22:10–0:22:14
Ich versuche ein Skript zu optimieren und ich kann mir schon vorstellen,
0:22:14–0:22:20
dass so eine KI so eine Sicherheitslucke ein bisschen schneller finden als mir.
0:22:20–0:22:26
Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Ich verspreche es, wir haben auch Hörer,
0:22:26–0:22:27
die schon gevibe-coded haben.
0:22:28–0:22:33
Wir machen eine Sendung zu diesem Thema, weil ich finde, das hat wirklich ein riesiges Potenzial.
0:22:33–0:22:39
Auch für Hobby-Bastler, wenn ich mich bezeichne. Ich habe schon einiges damit dargestellt.
0:22:40–0:22:45
Ich habe genau das gemacht. Ich habe einen Programmcode von mir,
0:22:45–0:22:52
den ich handisch fabriziert habe, noch aus der Prä-KI-Ära mal so einer KI vorgesetzt
0:22:52–0:22:54
und gesagt hat, beurteile mir mal,
0:22:55–0:23:01
die Qualität, also konkret ist es um meine Spiele gegangen, das Click-O-Mania.
0:23:01–0:23:06
Und dann hat er so gesagt, ja, man sehe da schön, dass es ein typisches Windows-Projekt sei.
0:23:06–0:23:12
Und darum können wir es auch nicht ganz einfach auf iOS portieren,
0:23:12–0:23:18
weil da ist natürlich die Logik für die Anzeige am Bildschirm und die Spiellogik
0:23:18–0:23:21
sei sehr eng miteinander verwoben.
0:23:21–0:23:25
Und heute wäre es natürlich der modernen Ansätze entsprechend,
0:23:25–0:23:27
dass man das ein bisschen mehr trennt und so.
0:23:27–0:23:31
Und dann hat er gesagt, hey, jetzt aber mal ganz ehrlich, wie beurteilst du das?
0:23:32–0:23:37
Was ist die Qualität? Was gäbe ich ihm für eine Note? Und dann hat er so eine
0:23:37–0:23:39
ganz knapp genügende Note gegeben gefunden.
0:23:39–0:23:43
Man merkt, es sei so ein bisschen ein engagierter Amateur am Berg gewesen,
0:23:43–0:23:48
aber es sei halt schon noch die eine oder andere Lücke drin.
0:23:49–0:23:54
Früher mussten wir den Speicher reservieren, dann mussten wir ihn wieder freigeben
0:23:54–0:23:55
und wenn du das nicht gemacht hast,
0:23:55–0:24:06
dann gibt es ein Speicherloch und dann anständige Fehlerbehandlung,
0:24:06–0:24:11
also Ausnahmebehandlung, wenn etwas unerwartetes auftritt und so.
0:24:11–0:24:15
Das sei auch ein bisschen rudimentär ausgebaut. Also sehr schön.
0:24:15–0:24:20
Darum kann ich mir das auf eine Art so sehr gut vorstellen, dass wenn du so
0:24:20–0:24:24
eine KI gut trainierst, dann find ich halt einfach Sicherheitslöcher,
0:24:24–0:24:28
die zum Teil schon seit Jahren oder Jahrzehnten,
0:24:30–0:24:35
in solche Projekte hineinstecken und wir haben es ab und zu gesehen,
0:24:35–0:24:40
wenn das irgendein Open-Source-Projekt ist, das dann halt einfach quer durch
0:24:40–0:24:45
das ganze Internet gebraucht wird, dann könnte das schon recht fatale Auswirkungen haben.
0:24:45–0:24:50
Von dem her gesehen, finde ich, kann man sich das vorstellen, dass das stimmt, oder?
0:24:51–0:24:55
Ja, aber eben auch, jetzt kann man auch sagen, man hat ja mal vor,
0:24:55–0:25:00
was ist das, zwei Jahre, im SSH-Themen hatte es ja ein Spector,
0:25:00–0:25:07
der ironisch einen Microsoft-Mitarbeiter gefunden hat. Damals hat er wahrscheinlich noch keine KI gehabt.
0:25:07–0:25:09
Nein, der hat das noch von Hand gefunden.
0:25:10–0:25:16
Er war ja ein Guter. Wenn wirklich der SSH-Themen offen gewesen wäre,
0:25:16–0:25:17
dann hätte es aber wirklich geklöpft.
0:25:18–0:25:21
Ja, genau. Dann wäre wahrscheinlich das Internet,
0:25:23–0:25:28
im Besitz von den Hackern. kann man sagen. Ja, das ist, ich finde das recht bemerkenswert.
0:25:28–0:25:31
Ich bin noch nicht sicher, ob die Strategie dann funktioniert,
0:25:31–0:25:35
wenn du sagst, du gibst das jetzt Zugang nur zu ganz wenigen,
0:25:35–0:25:39
du gibst den Guten den Zugang und die Bösen müssen noch ein bisschen warten
0:25:39–0:25:42
und so, bis die Guten dann die schlimmsten Löcher haben können flicken.
0:25:42–0:25:45
Aber eben, auch wenn du ein Guten bist, das kann ja auch ein Böse mit einem Guten schaffen.
0:25:45–0:25:49
Ja, ja, natürlich, das ist ja häufig so, dass genau so passiert es dann.
0:25:49–0:25:51
Und ich bin sehr gespannt.
0:25:52–0:25:55
Also das könnte auf eine Art noch unterhaltsam werden, werden.
0:25:56–0:26:02
Aber vielleicht hätte die Sendung heissen, das ist Konsumverzicht,
0:26:02–0:26:04
ja, oder vielleicht einfach Preppen.
0:26:04–0:26:09
Wir müssten vielleicht zum... Was müssen wir stapeln? Mineralwasser im Keller?
0:26:10–0:26:15
Mineralwasser, Bier, Töpfel, Powerbanks.
0:26:16–0:26:24
Ja, genau. Und ich würde sagen, tue noch, falls ihr eben... Ich habe ja letztens erzählt von dieser,
0:26:25–0:26:29
Als ich offline war, weil mein Internet nicht mehr ging, laden vielleicht noch
0:26:29–0:26:31
ein paar Torrents runter.
0:26:32–0:26:36
Das ist legal in der Schweiz. Einfach nicht wieder verteilen, das ist wichtig.
0:26:36–0:26:41
Wir dürfen sie nur ziehen und nicht stossen.
0:26:41–0:26:45
Und dann ist alles okay. Also genau das wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.
0:26:45–0:26:48
Nein, ich glaube, so schlimm wird es nicht sein. Aber man sagt ja,
0:26:49–0:26:52
es könnte eine andere Sache machen, wie das Ding.
0:26:52–0:26:57
Es könnte biologische Waffen machen oder sowieso Cyberangriff und so.
0:26:58–0:27:03
Aber ich meine, das ist ja auf eine Art so ein bisschen ein Damoklesschwert,
0:27:03–0:27:05
wo wir ja schon länger damit rechnen.
0:27:05–0:27:09
Also es gibt ja die, die sagen, hey, irgendwann mal kommt das Quantencomputing
0:27:09–0:27:14
und dann gibt es kein Passwort mehr, das noch sicher ist und das Prinzip vom
0:27:14–0:27:16
Passwort ist dann sowieso obsolet.
0:27:18–0:27:25
Es ist noch lustig, aber bist du eher auf den Doomsday-Seiten oder denen,
0:27:25–0:27:27
die sagen, nein, es kommt dann sonst.
0:27:28–0:27:32
Also eben, ich habe noch irgendwo ein Screenshot, wo, glaube ich,
0:27:32–0:27:34
der Maggie, ich sage jetzt vor vielleicht zwei oder drei Jahren,
0:27:35–0:27:37
mal in unseren, da sind wir schon auf Freema gewesen,
0:27:41–0:27:45
chatopenai.com der Maggie hat mal den Link gepostet, ich sage es vor drei Jahren.
0:27:46–0:27:49
Und dann eben habe ich gefragt, ja, welche Flüsse fliessen durch Birnenstorf?
0:27:50–0:27:53
Und er so dilemmatisch, ja, sehr gut, ja.
0:27:53–0:27:57
Und dann ich irgendwie, ist 3, heisst 3,3,7 eine Primzahl. Und ja,
0:27:57–0:28:02
das ist eine Primzahl, weil es nur fünfteilbar war. Nur schon in zwei Jahren.
0:28:04–0:28:11
Und da ist so viel passiert. Und ich glaube, die Entwicklung steigert sich exponentiell.
0:28:11–0:28:12
Also wenn man dann vielleicht schon...
0:28:13–0:28:18
Ende Jahr wieder unser Realitätsabgleich. Keine Ahnung, vielleicht bin ich dann
0:28:18–0:28:23
gar nicht da, sondern kann hier ersetzen für diese Sendung.
0:28:23–0:28:29
Ja, übrigens, das habe ich erst letztendlich entdeckt, ich habe mal gemerkt,
0:28:29–0:28:35
dass ich zum allerersten Mal, als ich über OpenAI geschrieben habe, dass das schon 2021 war.
0:28:36–0:28:41
Und zwar, da haben sie, glaube ich, als allererstes, ich habe nur so auf einen
0:28:41–0:28:46
Artikel verlinkt, wo jemand über das DALI geschrieben hat.
0:28:46–0:28:51
Das war die Bilderkai und die ist herausgekommen.
0:28:51–0:28:54
Eben dort schon früher.
0:28:54–0:28:58
Und ich kann sogar einen Screenshot darstellen von solchen Bildern,
0:28:59–0:29:02
die man hier generieren konnte. Ist das nicht DALI das.
0:29:02–0:29:07
Was du lokal installieren musstest? Meine Grafikkarte, meine Hats, ja.
0:29:07–0:29:11
Ram-Krise, glaube ich, hat 12 Giga gehabt. Ist das nicht das,
0:29:11–0:29:16
was du mit 200'000 Python-Skript installieren musst?
0:29:16–0:29:20
Ja, doch, das kann gut sein, dass das noch so war.
0:29:20–0:29:27
Ich habe es nicht selber installiert, ich habe tatsächlich nur auf den Blogpost von OpenAI verwiesen.
0:29:27–0:29:32
Aber das ist schön am Blog, du merkst, dass dir so Sachen schon begegnet sind,
0:29:32–0:29:34
bevor du sie eigentlich begegnest. Und ich habe hier geschrieben,
0:29:34–0:29:40
faszinierend und interessant, aber man merkt dem Text an, dass ich nicht erwartet
0:29:40–0:29:42
habe, was da auf uns zukommt.
0:29:42–0:29:46
Also so gesehen, ja, vielleicht kommt jetzt tatsächlich mit dem Mythos,
0:29:46–0:29:48
mit dem Claude-Mythos auch die Apokalypse auf uns zu.
0:29:49–0:29:54
Aber wir haben noch ganz kurz Zeit für ein letztes Thema. Welches willst du auswählen, Digi Chris?
0:29:55–0:30:00
Ich frage dich einfach, liest du deine Bücher physisch oder auf dem Kindle? Und wie lange noch?
0:30:00–0:30:04
Hören sie meistens, aber ich habe tatsächlich einen von diesen Kindles,
0:30:04–0:30:09
die hier betroffen sind, wo du diese Meldung herausgesucht hast.
0:30:11–0:30:15
Also, deswegen ist es eben, bei Kindle kannst du Bücher natürlich,
0:30:16–0:30:19
du kannst sie runterladen, dann hast du kein Problem.
0:30:20–0:30:25
Und wenn du die je nachdem bei Amazon legal kaufst und du es als Gerät hast
0:30:25–0:30:31
und Kindle halten ewig, ich muss echt sagen, die sind wirklich stabil, auch der Akku hält,
0:30:31–0:30:34
dann heisst es irgendwann Amazon, ja, fuck you,
0:30:35–0:30:42
tschüss, Du kannst jetzt deine gekauften Bücher nicht mehr lesen und eben das
0:30:42–0:30:50
ist das Zeug, wenn du es online gut kaufst, also ich sage jetzt nicht so bei dem Handler,
0:30:50–0:30:52
wenn du ein Buch kaufst, eine Zeitschrift,
0:30:53–0:30:55
wenn halt der Handler Konkurs geht und es nicht mehr will,
0:30:56–0:30:59
dann ist es einfach Zugriff verweigert, blöd.
0:31:00–0:31:03
Aber ja, bei Amazon finde ich auch, dass sie das einfach abstellen.
0:31:04–0:31:06
Du kannst die Bücher manuell draufbringen.
0:31:07–0:31:12
Ich weiss nicht, ich glaube, der, wo ich mal einen hatte, der war der erste,
0:31:12–0:31:16
wo so einen Mobilfunk, einen versteckten drin hatte.
0:31:17–0:31:21
Entschuldigung, den man nicht direkt brauchen konnte, aber den man Bilder via
0:31:21–0:31:24
Flatrate abladen konnte. Das ging jetzt nicht mehr.
0:31:24–0:31:28
Dann könntest du ihn schon mit USB anschliessen und die Bücher noch manuell
0:31:28–0:31:32
transferieren. Allerdings nur solche ohne DRM.
0:31:32–0:31:36
Also die, die du gekauft hast, bei Amazon selber. Die bringst du,
0:31:36–0:31:38
glaube ich, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht mehr darauf.
0:31:39–0:31:45
Weil die DRM oder die Entsperrung findet quasi dann bei diesem Transfer statt.
0:31:45–0:31:47
Und das ist einfach schon idiotisch natürlich.
0:31:48–0:31:52
Dass man sagt, es zeigt wieder einmal, warum die Leute schon recht haben.
0:31:52–0:31:57
Dass man sagt, man muss die Geräte einfach unter eigener Kontrolle haben.
0:31:57–0:32:07
Also in der Theorie, wenn du jetzt Harry Potter 17 im Amazon-Store gekauft hast und das Tor ist weg,
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dann könntest du natürlich Harry Potter 17 via Torrenten laden und dann läuft es.
0:32:13–0:32:19
Und das ist immer die Sache, dass du als ehrlicher Tipp bist und dass dir das
0:32:19–0:32:23
nicht schnallt, dass dann Leute sagen, ja, aber habe ich dann Garantie?
0:32:24–0:32:29
Ich weiss nicht mehr wie das Buch heisst. Bei meiner Oma liegt auch noch ein
0:32:29–0:32:34
uraltes Buch mit der alten Schriftart. Fraktur.
0:32:35–0:32:36
Fraktur, ja ja.
0:32:37–0:32:41
Ja, das kannst du heute noch. Kannst du lesen?
0:32:42–0:32:45
Oder Sütterlin, die kann ich nicht mehr richtig lesen.
0:32:45–0:32:48
Also du könntest es noch lesen. Gut, ich habe jetzt keine Kids,
0:32:49–0:32:50
aber ich könnte auch irgendwie...
0:32:51–0:32:55
Mein Briefungstext in der Kante ist der Hauptmann von Köpenick.
0:32:55–0:32:57
Das Buch ist auch noch irgendwo.
0:32:57–0:33:01
Also eben, könnte ich auch mal irgendwie oder meinem Urenk oder so geben und
0:33:01–0:33:02
dann kann er es noch lesen.
0:33:02–0:33:05
Und wahrscheinlich, wenn ich ihm dann würde, in 50 Jahren ein Kindle kann,
0:33:06–0:33:08
ja, so ein... Was ist ein USB?
0:33:09–0:33:12
Nein, der Kindle hat ein Micro-USB. Was ist ein Micro-USB-Charger?
0:33:12–0:33:17
Genau. Also, wir müssen aufhören und wir lernen, keine Kindle kaufen,
0:33:17–0:33:21
sondern nur offene E-Book-Reiter, die es auch gibt. Also, guten Abend miteinander. Tschüss miteinander.

Digichris hat zwar sein neues Headset rechtzeitig bekommen, doch ansonsten knarzt es in den Lieferketten. Apple kann Macs mit bestimmten Speicherkonfigurationen nicht mehr liefern und Galaxus warnt bereits, dass sich die Auslieferung von Produkten verzögern kann – rächt sich die «Just in Time»-Logistik jetzt?

In der heutigen Folge Patch Tuesday sprechen wir nicht nur über diese – von manchen vielleicht als First-World-Problems belächelte Schwierigkeiten. Wir diskutieren auch darüber, dass Amazon alte Kindle-Versionen nicht mehr unterstützt. Das führt dazu, dass funktionstüchtige E-Book Reader nur noch auf Umwegen mit neuem Lesestoff bestückt werden können.

Schliesslich geht es (womöglich) auch um Serien wie «Cobra 1» und «Fruit Love Island», die Risiken von Anthropics neuestem, extrem leistungsfähigen KI-Modell, das Sicherheitslücken findet und Waffen bauen könnte – und um die Frage, wie gut uns das neue «Trump-Phone» gefällt. „Konsumverzicht“ weiterlesen

Die unterschätzte Medienrevolution – Teil 2

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

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Laurie Anderson, sie rennt für einmal nicht den Hügel durch,
0:00:09–0:00:12
sondern sie malt so ein schönes Mandala.
0:00:13–0:00:15
Und jetzt haben wir einen Jingle, oder nicht?
0:00:22–0:00:27
Stadtvielder. Guten Abend, die Herren. Ich glaube, Kevin ist aufgetaucht.
0:00:27–0:00:30
Anders kann ich die Geräusche nicht interpretieren, die ich hier höre.
0:00:31–0:00:33
Es ist fröhlich, ich spüre dich nicht mehr.
0:00:33–0:00:35
Oder hast du recht?
0:00:36–0:00:38
Ja, dreht völlig durch.
0:00:38–0:00:42
Gut. Geht es dir ähnlich?
0:00:42–0:00:43
Weißt du, ehrlich?
0:00:46–0:00:48
Jetzt läuft noch jemand durch und dann müssen sie schimpfen,
0:00:48–0:00:50
wenn jemand durchläuft, das regt sie auf.
0:00:51–0:00:54
Ich verträge es gerade nicht mehr. Es ist den ganzen Tag so.
0:00:54–0:00:57
Und jetzt ist Ostern, dann bin ich ein bisschen mehr zu Hause gewesen und dann
0:00:57–0:00:59
hast du das den ganzen Tag gedreht.
0:01:00–0:01:01
Ehrewort, stresset es dich ein bisschen?
0:01:03–0:01:04
Es ist wie ein Kind.
0:01:05–0:01:05
Ja.
0:01:05–0:01:11
Ich erlebe, ich habe mir das immer überlegt, wahrscheinlich so wie ich Hühner
0:01:11–0:01:16
habe, ist etwa 5% von dem, wie es sich anfühlt, wenn man einen eigenen Mensch hat.
0:01:16–0:01:17
Ja.
0:01:17–0:01:21
Ich glaube, ich bin gestresst, wenn ich nicht rum bin und die Hühner allein
0:01:21–0:01:25
zu Hause sind, weil Fuchs kommen können. Aber mit einem Kind ist das noch crazier.
0:01:25–0:01:28
Und ich meine, sie machen da ein bisschen, dann jammern sie ein bisschen.
0:01:28–0:01:31
Aber ich kann sie ignorieren. Ein Kind kann sie nicht einfach...
0:01:31–0:01:33
Ja, genau. Nur eine gewisse begrenzte Zeit kannst du es nicht ignorieren.
0:01:33–0:01:38
Und wir langen die 5% lang. Es ist okay. Es ist gut. Ich muss kein Kind haben.
0:01:39–0:01:43
Gut, der Unterschied zum Kind ist, sagen wir, da kommt nur eins aufs Mahl.
0:01:43–0:01:47
Aber wenn du ja deine Hühner so die Eier ausbrüten lässt, dann hast du vielleicht
0:01:47–0:01:50
dann gerade irgendwie so eine ganze Armada, so eine Schwette von...
0:01:50–0:01:53
Aber jetzt sind sie wirklich voll in Fahrt, he?
0:01:53–0:01:57
Ja, jetzt drehen wir es durch. Ich weiss nicht, was heute los ist. Es ist Binnert.
0:01:58–0:02:01
Also ich würde dann ein bisschen mehr in den Regeln rauf und zu machen.
0:02:01–0:02:04
Ich kann nicht mehr versuchen, mich stumm zu schalten, wenn ich nichts sage.
0:02:06–0:02:11
Ja, das ist vielleicht generell eine gute Idee. Über das wollte ich mal noch reden wollte.
0:02:12–0:02:17
Aber nein, ich würde sonst den Regler runterziehen, wenn ich daran denke.
0:02:18–0:02:25
Und Digi-Chris, bei dir auch irgendwelche Tiere oder Wesen, sagen wir im weitesten
0:02:25–0:02:29
Sinn, die den Frühling spüren, die unter dem Eindruck von Hormonen stehen?
0:02:30–0:02:32
Nein, nicht wirklich. Soweit alles gut.
0:02:32–0:02:36
Bei dir höhlen zu viel mehr mit der Auschammung. Was ist passiert?
0:02:36–0:02:40
Ich weiss, mein Herz hat ein Streich und das Neue ist schon im Warenkorb im
0:02:40–0:02:43
Digitec. Also wir töten es das nächste Mal wieder besser.
0:02:44–0:02:47
Genau, jetzt haben wir einfach so ein bisschen... Man behauptet einfach,
0:02:47–0:02:51
du seist in der Tropfsteinhöhle oder so, live aus der Tropfsteinhöhle.
0:02:52–0:02:55
Oder eben auf dem Schiff, als ich erst in einem Monat wieder bin, aber gut, ja.
0:02:56–0:03:00
Auf dem Schiff, ja gut, aber dort würde es nicht so höhlen lassen, oder?
0:03:01–0:03:05
Nein, also ich bin jetzt tatsächlich auf dem MacBook-Mikrofon,
0:03:05–0:03:10
weil ich es nicht geschafft habe, mein Headset, das Mic anzubringen mit alles
0:03:10–0:03:13
Neustart. Also sorry, wenn es etwas blöd klingt.
0:03:13–0:03:16
Also wieder mal ein etwas mittelwelles Feeling.
0:03:16–0:03:18
Es war schon schlimmer, ehrlich gesagt.
0:03:18–0:03:22
Aber das neue HZ ist schon im wahren Korb von Digitech.
0:03:22–0:03:25
Heute sind sowieso, glaube ich, etwas erschwert in Bedingungen.
0:03:25–0:03:28
Ich hatte noch Aperot wegen Geburtstagen und so.
0:03:28–0:03:33
Und ich weiss nicht, gibt es ein Promillelimit, das man zum Radio machen darf?
0:03:34–0:03:38
Ich glaube, auf Radio Stadtfilter, wie ich jetzt mal behaupte,
0:03:38–0:03:41
ist es sicher höher, als beim SRF.
0:03:41–0:03:43
Wobei, keine Ahnung.
0:03:44–0:03:47
Ich glaube, beim Stadtbilder darf man nur im Studio nicht trinken.
0:03:47–0:03:50
Vorher hat es, glaube ich, keine Reglementierung wie viel.
0:03:50–0:03:51
Genau.
0:03:52–0:03:56
Ich sage nur, Jahresabschluss, Digitalität, äh, Realitätsabgleich,
0:03:57–0:04:00
ja, ja, da haben wir immer noch Mineralwasser, was uns die Menge bringt.
0:04:00–0:04:04
Genau, genau. Zwischen jeder Folge, die man an mich aufgenommen hat,
0:04:04–0:04:05
gab es eine runde Mineralwasser.
0:04:06–0:04:10
So ist das schon so gewesen. Nein, ich musste heute auf Geburtstag anstossen,
0:04:10–0:04:11
da hat man keine andere Wahl.
0:04:11–0:04:17
Das ist jetzt einfach so. Aber ich würde sagen, wir schaffen diese Sendung heute sowieso.
0:04:19–0:04:24
Abgesehen davon, Digi-Chris, etwas in deinem Leben sonst, was wir noch darüber reden müssen?
0:04:25–0:04:26
Nichts, was auf den Sender gehört.
0:04:27–0:04:28
Du machst immer so Andeutungen.
0:04:29–0:04:33
Nein, nein, es ist jetzt wirklich... Ich schreibe da in das Freemo dann noch.
0:04:33–0:04:33
Okay.
0:04:36–0:04:38
Eher positiv oder eher negativ?
0:04:38–0:04:40
Leider eher negativ.
0:04:40–0:04:45
Okay, also. Wir drücken dir schon mal die Daumen und ich fordere alle Hörerinnen
0:04:45–0:04:49
und Hörer darauf, dass es,
0:04:49–0:04:52
wir wissen jetzt nicht wie schlimm oder wie wenig schlimm, dass es ist,
0:04:52–0:04:58
aber so die esoterisch-spirituellen Wellen in Richtung Digi-Chris schicken.
0:04:59–0:05:02
Genau, und Kevin, sonst, abgesehen von den Hühnern, alles Palette,
0:05:02–0:05:06
heute ist es schön warm gewesen, ich bin gerade joggen und dann ist es ein bisschen
0:05:06–0:05:08
Frühling oder fast so Sommerfeeling aufgekommen.
0:05:08–0:05:13
Eigentlich gibt es schon auch Grund, um das Leben positiv zu sehen, oder?
0:05:13–0:05:18
Ich glaube schon. Also mir geht es wieder massiv besser, seit die Sonne da ist. Es tut mir schon gut.
0:05:19–0:05:23
Ich müsste mal irgendeinen Weg finden, um den Winter irgendwo anders zu verbringen.
0:05:24–0:05:28
Ja, du mit deiner Orientierung im Norden hast es natürlich besonders schwierig.
0:05:28–0:05:32
Es ist einfach suboptimal dort oben, weil ich gehe im Winter auch nicht hoch,
0:05:32–0:05:33
weil es ist wie nicht los.
0:05:34–0:05:39
Ich muss irgendwo... Es muss eigentlich gar nicht... Eigentlich würden die Berge
0:05:39–0:05:40
wahrscheinlich langen.
0:05:42–0:05:48
Wir hatten ja mal die Idee, im Winter, im Jahreswechsel, auf Island zu gehen.
0:05:48–0:05:50
Und das war schon noch speziell.
0:05:50–0:05:52
Wir haben dann auch gefunden, wir gehen nicht nur auf Island,
0:05:52–0:05:56
sondern wir gehen dann noch in den Norden von Island, auf Akureyri.
0:05:56–0:06:03
Und dort hast du dann so irgendwie... Am 11.30 Uhr ist dann mal hell geworden oder so.
0:06:03–0:06:07
Und dann am 2.30 Uhr ist schon wieder dunkel geworden. Und das ist schon noch
0:06:07–0:06:11
speziell. Also ich habe dann gemerkt, dass ich...
0:06:12–0:06:16
Umgekehrt habe ich auch schon erlebt, so einfach ein Tag hell,
0:06:16–0:06:20
also auch am Morgen, am 2 Uhr noch hell. Weil an das kann man sich schon eher
0:06:20–0:06:25
gewöhnen, weder nur noch so 2-3 Stunden Sonnen am Tag.
0:06:25–0:06:29
Man ist dann auch einfach immer müde. Das ist etwas, was ich immer merke im
0:06:29–0:06:32
Sommer in Norwegen, wo es immer hell ist, wenn ich viel mehr Energie habe,
0:06:32–0:06:34
am Feier am Morgen aufstehen. Ja, das stimmt.
0:06:35–0:06:38
Wenn es am 11 Uhr, hey, was willst du denn am 9 Uhr aufstehen?
0:06:38–0:06:42
Nein, dann ist es so easy, wenn du aufstehen. Ich habe viel mehr Mühe dann.
0:06:43–0:06:47
Wir sind dann auch auf die Idee gekommen, im Winter in Island in die blauen
0:06:47–0:06:48
Lagunen hineinzuschauen.
0:06:48–0:06:51
Nachher waren wir so erbärmlich verkältert.
0:06:51–0:06:55
Aber gut, das gehört jetzt nicht an, weil wir ein ernsthaftes Thema haben.
0:07:10–0:07:15
Und Kevin, du hast gefunden, wir docken doch einfach da an, wo wir letzte Woche aufgehört haben.
0:07:15–0:07:20
Letzte Woche waren wir so ein bisschen analytisch und chronologisch,
0:07:20–0:07:22
aktualisch, historisch.
0:07:23–0:07:26
Wenn ich so darf sagen, heute sind wir, glaube ich, eher ein bisschen emotional
0:07:26–0:07:27
unterwegs. Ist das richtig?
0:07:28–0:07:31
Heute habt ihr eigentlich mein Konzept, das ich mir gemacht habe,
0:07:32–0:07:34
über den Haufen gehört. Entschuldigung. Kann man eigentlich so sagen.
0:07:34–0:07:38
Ich habe mir da ein bisschen überleicht. Und dann sind wir gekommen und wir
0:07:38–0:07:41
sind ja dann einfach mal crazy gegangen, weil ich dachte,
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hey, wir könnten dir ja ein bisschen Podcasts vorstellen und dann könnten wir
0:07:45–0:07:47
noch ein bisschen Hörbücher machen und dann könnten wir noch ein bisschen KI
0:07:47–0:07:50
rein und dann haben wir angefangen.
0:07:50–0:07:52
Seht, jetzt siehst du mal, wie es mir immer geht.
0:07:53–0:07:54
Was ist mit euch?
0:07:55–0:07:57
Es war mit Matthias, ich bin zu früh gewesen.
0:07:58–0:08:02
Nein, ich knüpfe jetzt gerade bei der Frage, wo ich mich bei der letzten Sendung
0:08:02–0:08:05
gefragt habe. Wann hört ihr das? Was?
0:08:07–0:08:13
Wo? Wann? Und wie lange? Was ist mit euch?
0:08:13–0:08:18
Es ist eine berechtigte Frage. Man kann ja in diesem Pocket Cast,
0:08:18–0:08:20
den ich habe, reinschauen.
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Da gibt es eine persönliche Statistik.
0:08:22–0:08:25
Ich finde sie jetzt wahrscheinlich gerade... Ah doch, da steht sie.
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Also ich habe insgesamt seit ich die App brauche, also wahrscheinlich seit etwa
0:08:30–0:08:38
15, 16 Jahren, habe ich 215 Tage Podcasts gehört nonstop. Das ist also bald ein Jahr.
0:08:39–0:08:44
Das ist ein jahrelang Podcast-Kloss. Also ein Arbeitsjahr, hast du?
0:08:44–0:08:48
Ja, genau. Wenn ich für das Geld überkämmte, wäre das recht gut.
0:08:49–0:08:53
Ich lasse wirklich zu recht vielen unmöglichen Gelegenheiten.
0:08:54–0:08:58
Digi, Chris und ich haben es letzte Woche schon angedeutet, auch zum Hausarbeit,
0:08:59–0:09:03
zum Pendeln, zum Sport, zum Spazieren oder so.
0:09:03–0:09:07
Da habe ich viele Podcasts und ich pay... Also eben, ein Teil davon,
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wo ich würde sagen, nicht ein unbeträchtlicher Teil von diesen 215 Tagen sind
0:09:12–0:09:15
natürlich einfach gepennt gewesen. Dann will ich dann mal eingeschlafen bei der Zuhö.
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Schlafst du auch ein, DigiCrystal Podcasts?
0:09:20–0:09:24
Ja, das habe ich glaube, sogar mal am, ja, auch am berühmten Podcast am Jean-Claude
0:09:24–0:09:26
Frick mal als Kompliment machen wollte.
0:09:27–0:09:30
Er schrieb ja, ich schlafe mit deinen Podcasts ein.
0:09:32–0:09:35
Er hat irgendwie vielleicht gesehen, dass, also, nein.
0:09:35–0:09:38
Er hat mich schon geschnallt, also. Nein, sie sind nicht langweilig,
0:09:38–0:09:41
aber ich finde es einfach, sie sind in Stimme.
0:09:41–0:09:45
Ist einschlafen. Also nein, aber im positiven Sinn.
0:09:47–0:09:51
Also eben gerade zum Einschlafen, wenn du gehen kannst, wenn du arbeiten kannst,
0:09:52–0:09:55
nein, kann ich nicht, weil ich auch eh halb, fünf Minuten ein Teams-Call.
0:09:56–0:09:59
Aber ja, wenn ich halt ins Dessin gehe.
0:09:59–0:10:02
Nein, zum Arbeiten geht es nicht. Das ist schon so.
0:10:02–0:10:06
Und auch die Reise hat in den Sinn, geht halt zwei Stunden und da ist halt so
0:10:06–0:10:08
ein Podcast schon nach Hause benettet.
0:10:09–0:10:12
Wenn ich jetzt gar nicht arbeite, ich meine, das sind 10 Minuten S-Bahn,
0:10:12–0:10:18
da kannst du jetzt vielleicht, ja, eben ein 100 Sekunden Wissen vom SRF hören,
0:10:18–0:10:22
aber wahrscheinlich keine Ahnung, ja.
0:10:23–0:10:28
Ja, ich bin gerade so ein Laber-Podcast, wo du dich wirklich konzentrieren musst.
0:10:28–0:10:32
Ja, genau. Aber Kevin, was machst du denn in dieser Zeit, wo du,
0:10:32–0:10:36
auf Englisch sagt man, Downtime hast, so eine Zeit, wo du einfach überbrücken musst?
0:10:37–0:10:39
Gibt es das gar nicht in deinem Leben wegen den Hühnern und so?
0:10:40–0:10:45
Also ich weiss aber nicht genau, wann das ist, diese Zeit zu überbrücken.
0:10:45–0:10:49
Das Ding ist, also ein Faktor, definitiv entscheidend, mein Arbeitsweg ist,
0:10:50–0:10:54
also jetzt mit dem Auto, mit dem Auto schon 3 Minuten.
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Ja gut, das ist ein bisschen kurz.
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Mit dem Velo 10. Also ich kann schon podcastlos, aber kommst du ja auch nicht vorwärts.
0:11:02–0:11:03
Nein.
0:11:03–0:11:10
Das ist so ein Punkt. Und dann, ich bin halt nicht so viel mit dem Auto unterwegs, merke ich halt schon.
0:11:11–0:11:15
Ich nutze es viel, aber für kurze Strecken. Also auch da wieder,
0:11:15–0:11:18
ich komme nicht auf eine gewisse Menge.
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Und dann, Podcasts zu hören und nebenbei etwas zu machen, das ist für mich recht
0:11:27–0:11:32
schwierig, weil dann denke ich, ich komme ja in diesem Podcast nicht mitüber.
0:11:32–0:11:35
Also ich meine, wenn ich irgendetwas beim Auto am Werken bin,
0:11:35–0:11:39
wäre es eigentlich perfekt, aber dann mache ich irgendetwas und schraube irgendetwas
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rum und dann denke ich, ja gut, es hat 20 Minuten verpasst, weil ich irgendwie
0:11:42–0:11:45
da an etwas rumgeschraubt habe und nicht so gehört habe.
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Das ist das, was mich so ein bisschen stresst. Und dann so zu Hause hören,
0:11:52–0:11:55
ich könnte ja über Laut sprechen, aber das mache ich irgendwie auch nicht.
0:11:56–0:12:01
Ja. Also ich habe es nicht gefunden, wie ich das sinnvoll mache.
0:12:01–0:12:06
Ich glaube, das muss man wirklich in seinen Alltag einbauen können.
0:12:06–0:12:11
Und ich, also das, was du sagst, dass ich manchmal gewisse Teile verpasse, das geht mir genauso.
0:12:12–0:12:14
Und dann finde ich aber einfach, das ist so.
0:12:16–0:12:20
Bei den Hörbüchern passiert das manchmal auch und dort wird es ein bisschen schwieriger.
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Wenn du die Handlung verpasst hast, dann fängt sie an zu schiessen und dann
0:12:24–0:12:27
musst du überlegen, gehst du jetzt zurück oder nicht.
0:12:27–0:12:31
Aber bei den Podcasts sage ich, wenn ich jetzt da ausgefadert bin zwischendurch,
0:12:31–0:12:33
dann ist es egal, das ist einfach, wie es ist.
0:12:34–0:12:38
Und damit habe ich wirklich hervorragend gelernt, leben. Und das ist so.
0:12:40–0:12:42
Ich muss mich ein bisschen entschuldigen, weil ich glaube, ich war vor allem
0:12:42–0:12:48
ich, der dieses ursprüngliche Konzept ein bisschen durcheinandergebracht hat.
0:12:48–0:12:53
Ich entschuldige mich auch gegenüber der Hörerschaft, weil die Shownotes,
0:12:53–0:12:57
die wir in der heutigen Folge haben, die sind ein bisschen abartig.
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Ich habe Folgendes gemacht.
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Ich bespreche ja schon seit ungefähr 15 Jahren mindestens, auch ab und zu in
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meinem Blog, in Podcasts.
0:13:07–0:13:12
Dann habe ich dem Chat-GPT gesagt, habe ich den in den Agenten-Modus versetzt
0:13:12–0:13:17
und gesagt, da, schau mal, unter dieser Adresse findest du ganz viele Podcast-Besprechungen.
0:13:17–0:13:21
Geh die mal durch, sammle die zusammen und du mir sie thematisch sortieren.
0:13:21–0:13:24
Und dann hat er das gemacht und es ist wirklich wahnsinnig viel zusammengekommen.
0:13:25–0:13:29
Aber es wäre doch schade, wenn wir jetzt nicht ein bisschen auf dem Fundus aufbauen
0:13:29–0:13:33
würden und ein bisschen mit Besprechungen operieren an dieser Stelle.
0:13:33–0:13:37
Nein, es ist mega cool. Also ich habe ja gar nicht gewusst, dass es so viele gibt.
0:13:37–0:13:41
Vor allem, dass man so viel auch durchhören kann, weil ich habe dann jetzt die
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Liste angeschaut und habe dann gedacht, ich kenne schon ein paar,
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aber ich habe in der ersten Folge schon wieder abgehängt.
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Ja, genau. Da muss man wahrscheinlich ein bisschen... Diggy Chris,
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wie geht es dir, wenn du bei einem Podcast nicht reinkommst?
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Wie schnell geht es, bis du abhängst und sagst, ich höre ihn,
0:13:59–0:14:00
ich höre ihn nicht mehr weiter?
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Ich glaube, so analog Kevin, es kann schon wirklich ein paar Minuten dauern,
0:14:05–0:14:10
wo du einfach findest, vielleicht auch der Sprecher passt, dass ich weiss,
0:14:10–0:14:14
ja, meine Stimme passt vielleicht auch an jedem, dann bist du halt weg.
0:14:15–0:14:18
Dann vielleicht je nachdem giebe ich dir noch eine Chance, wenn sie irgendwie neu sind.
0:14:19–0:14:24
Aber ja, ich wäre auch schon relativ schnell wieder weg. Durchhunde ich allenfalls,
0:14:24–0:14:26
dann irgendwann wieder zurück.
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Ja, ich habe schon auch so Podcasts. Ich habe auch das Gefühl,
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wenn ich ihn mal abonniere, also ich bin zurückhaltend beim Abonnieren,
0:14:33–0:14:36
weil man findet, wenn ich ihn abonniert habe, dann muss ich ihn auch hören.
0:14:36–0:14:41
Und da musste ich eine Lernkurve beschreiten, dass man gefunden hat,
0:14:41–0:14:44
nein, man kann auch wirklich punktuell.
0:14:44–0:14:50
Also beim Tagesgespräch vom SRF, wo ich ab und zu höre, höre ich aber nur punktuell,
0:14:50–0:14:54
wenn ich finde, jetzt haben sie wieder so einen, was weiss ich was,
0:14:54–0:14:56
irgendwie den Chef der Swiss Seig geladen oder so.
0:14:57–0:15:00
Der ist zwar eigentlich auf eine Art nicht schlecht gewesen,
0:15:00–0:15:05
aber er erzählt dann immer so, gehörst du den PR-Sprech durch und es geht eine
0:15:05–0:15:09
halbe Stunde und nach fünf Minuten fängt es mich an, aber aufregen.
0:15:09–0:15:13
Dann höre ich auch auf oder suche mir die überhaupt nur punktuell aus.
0:15:13–0:15:17
Aber sonst in aller Regel lasse ich wirklich durch. Und wenn wir gerade vielleicht
0:15:17–0:15:20
einsteigen wollen, hätte ich gerade eine aktuelle Empfehlung.
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Da ist ja die Artemis 2 Mission. Sind ihr da dabei?
0:15:26–0:15:32
Begeistert euch das, das kleine Raumschiff, das jetzt gerade um den Mond herumkreist
0:15:32–0:15:34
ist und jetzt dann wieder zu uns zurückkommt?
0:15:34–0:15:37
Ist das ein Thema für euch? Kevin?
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Ich habe heute erfahren, dass ein Kunde von mir Teilung gemacht hat. Ah, cool.
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Weisst du, wie geil.
0:15:42–0:15:46
Ja, mega. Und er hat es einfach so gesagt, ja, weisst du, vielleicht müssen
0:15:46–0:15:50
wir das mal auf die Homepage stellen, dass ich da etwas gemacht habe. Ja, voll.
0:15:50–0:15:53
Mega. Jetzt müssen wir jetzt Signatur und überall. Ja, weisst du,
0:15:53–0:15:57
sind wir jetzt etwa 10 Jahre dran gewesen und ja, sonst sind sie fertig.
0:15:57–0:16:01
Ja, also ich verfolge es nicht so, ich verfolge es so halbaktiv.
0:16:02–0:16:05
Ich komme es mit, über was passiert und gehe zwischendurch mal wieder schauen,
0:16:05–0:16:08
was passiert ist. Aber ich habe jetzt nicht den Podcast dazu gehört.
0:16:08–0:16:10
Und es gibt einfach einen Podcast dazu.
0:16:10–0:16:15
Ich habe den von der BBC. Der heisst 13 Minutes to the Moon.
0:16:15–0:16:18
Das ist eigentlich 2019 ist der rausgekommen.
0:16:18–0:16:22
Und hat dann die ursprünglichen Apollo-Missionen nochmal aufleben lassen,
0:16:23–0:16:26
die ich da wirklich sehr schön produziert gefunden habe.
0:16:26–0:16:29
Also wirklich enorm spannend, wie das gewesen ist.
0:16:29–0:16:35
Weil eben die erste Mission, wo sie ja dann gelandet sind, dann tatsächlich auch.
0:16:35–0:16:41
Dort war es ja spitz auf den Knopf, dass der Eagle dann wirklich am richtigen
0:16:41–0:16:43
Ort runtergekommen ist, weil sie dann geschaut und geschaut haben und keine
0:16:43–0:16:47
Landestellung gefunden haben und sind dem Mond immer näher gekommen, während 13 Minuten.
0:16:48–0:16:54
Dann ist vorher noch der Computer abgekackt, der ihnen eigentlich hätte helfen sollen.
0:16:54–0:16:59
Und es war dann eigentlich nur der Frau zu verdanken, die diese Software programmiert hat.
0:17:01–0:17:05
Er war eigentlich überlastet, aber er hat dann aber angefangen,
0:17:06–0:17:11
schlau mit dieser Programmierung richtig zu priorisieren. Darum kamen sie dann trotzdem ab.
0:17:11–0:17:17
Die haben diesen Podcast neu aufgelegt und machen jetzt jeden Tag eine Folge
0:17:17–0:17:22
mit viel Begeisterung, wo man erfährt, was alles an so einer Mission dahinge.
0:17:23–0:17:27
Ich habe gemerkt, ich mache seit
0:17:27–0:17:35
knapp anderthalb Jahren auch ein Projektmanagement ab und zu und merke,
0:17:35–0:17:42
ich bin recht froh, Digi Chris, dass ich nicht an einer Mondlandung Projektmanagen muss.
0:17:42–0:17:48
Ja, ist so. Und ich würde sagen, natürlich, man weiss, ich bin schief begeistert,
0:17:48–0:17:51
aber natürlich, wenn du siehst, dass so eine Rakete hochgeht,
0:17:52–0:17:55
da bist du wahrscheinlich auch als kleiner Junge schon, hast du gesehen, boah, geil.
0:17:55–0:17:59
Ich würde es vielleicht nicht gerade so einen Podcast hören,
0:17:59–0:18:03
vielleicht mal eine Folge, aber klar, es ist eine riesige Faszination.
0:18:04–0:18:10
Und eben, du hast gesagt, es ist von der BBC, das wird sicher auch mit enormem
0:18:10–0:18:17
Aufwand produziert. Wird auch die Facts stimmen und 100% korrekt sein?
0:18:17–0:18:25
Man kann sich fragen, Journalismus sollte eine gewisse Distanz zu diesem Untersuchungsobjekt haben.
0:18:25–0:18:32
Aber man merkt schon, die sind alle begeistert und es ist ähnlich wie beim Sportjournalismus,
0:18:32–0:18:37
wo man manchmal auch die professionelle Distanz vermisst.
0:18:37–0:18:41
Aber hier kann man ja sagen, wenn man sagt, man ist pro Wissenschaft,
0:18:41–0:18:48
das kann man durchaus sein, dann kann man auch eigentlich das ein bisschen feiern, was die machen.
0:18:51–0:18:56
Das ganze Politische kann man wahrscheinlich schlecht ausblenden,
0:18:56–0:18:58
es wird ab und zu angesprochen.
0:18:59–0:19:07
Aber das war schon in den 1960er-Jahren, als die ersten Missionen zu dem Mond geflogen sind.
0:19:08–0:19:13
Das Rennen ins All war und der Kampf der Systeme, wer ist jetzt da zuerst,
0:19:13–0:19:16
du die SSR oder die USA, das ist schon spannend.
0:19:16–0:19:24
Sonst gerade jemand in die Runde einen aktuellen Podcast, welcher etwas aufgreift,
0:19:24–0:19:25
was gerade jetzt passiert?
0:19:26–0:19:29
Ich habe nichts, was jetzt gerade passiert. So, ein aktuelles.
0:19:30–0:19:32
Ich weiss nicht, was der letzte.
0:19:32–0:19:34
Ich glaube, der nächste, was du vorstellst, das ist auch wieder,
0:19:35–0:19:38
eben, es ist nicht ein aktuelles Thema, das ist jetzt aber gerade rausgekommen.
0:19:39–0:19:42
Und dort habe ich aber auch nur ganz kurz wieder einmal reingelassen.
0:19:43–0:19:45
Du meinst, welcher?
0:19:46–0:19:47
Riefenstahl.
0:19:47–0:19:51
Ja, genau. Den habe ich eher so ein bisschen verrissen, ehrlich gesagt.
0:19:51–0:19:53
Können wir vielleicht gegen Schluss dazu?
0:19:53–0:19:55
Ich frage noch schnell den Digi, Chris. Hast du gerade etwas,
0:19:56–0:19:57
das dich aktuell beschäftigt?
0:19:58–0:20:01
Ja, es geht halt wieder ums Schiff.
0:20:02–0:20:02
Okay.
0:20:03–0:20:07
Und jetzt halt, wir wissen ja, und das sehen wir vielleicht an der Zapfsäule,
0:20:07–0:20:12
ja, wir haben ja, glaube ich, leider ein bisschen Krieg im Iran.
0:20:12–0:20:17
Und es gibt einen Podcast, der wirklich gut produziert ist, Cruiserix.de,
0:20:17–0:20:19
das ist der Franz Neumeyer.
0:20:19–0:20:25
Er war mal beim Chip, also auch Journalist. Er hat auch schon unzählige Preise
0:20:25–0:20:28
bekommen für seine Reiseberichterstattung.
0:20:28–0:20:33
Und die haben vor zwei Folgen einmal die ganze Situation im Nahen Osten.
0:20:34–0:20:38
Das ist, wenn du mit einem Schiff bist. Also wirklich gut produziert,
0:20:38–0:20:39
gebe ich dir den Link noch.
0:20:40–0:20:44
Bist du dann auch mal in der Strasse von Hormuz unterwegs gewesen?
0:20:45–0:20:47
Ich habe das, aber das war im 19. Jahrhundert.
0:20:47–0:20:47
Ja.
0:20:49–0:20:53
Also es ist schön und ich muss sagen, die Region, also Oman,
0:20:55–0:20:57
Abu Dhabi, Dubai ist sicher schön.
0:20:57–0:21:01
Also ja, aber ich meine jetzt, ich habe es mir eben auch überlegt,
0:21:01–0:21:05
vielleicht sogar diese Saison runterzugehen. Ja, zum Glück habe ich es nicht gemacht, sonst.
0:21:05–0:21:06
Ja, genau.
0:21:06–0:21:13
Und ich finde auch dort, der Franz Neumeyer macht das so hochprofessionell,
0:21:14–0:21:18
recherchiert das gut, eben mir schwafelt, also ja, ich habe es auch schon als
0:21:18–0:21:22
Kompliment bekommen, Zitat, ihr schwafelt, aber ich finde es cool.
0:21:23–0:21:28
Und er halt eben als, gut, du hast einen journalistischen Background,
0:21:28–0:21:32
der Franz auch, und er macht das so gut, das finde ich toll.
0:21:32–0:21:36
Und eben auch er als Kreuzfahrer, Kreuzfahrer, er nimmt es durchaus auch mal
0:21:36–0:21:40
kritisch, eben weil so Schiffe die töten ja irgendwas ausstossen.
0:21:41–0:21:42
CO2 meinst du?
0:21:43–0:21:51
Also, was für Emissionen es auch immer sind, du hast halt ja mal 5000 Leute
0:21:51–0:21:54
plötzlich auf Santorini oder auf
0:21:56–0:22:00
jetzt ist mir gerade Traum gefallen, aber du hast halt ein Overtourism,
0:22:00–0:22:01
das ist ein generelles Problem.
0:22:01–0:22:04
Also den Overtourism hat ja nicht nur mit Schiff zu tun.
0:22:04–0:22:08
Ja, genau, aber du siehst ihn zum Beispiel mit Venedig oder so.
0:22:08–0:22:13
Genau, Venedig. Er macht das relativ gut und ich finde, ja...
0:22:14–0:22:20
Sie halten sich auch relativ kurz. Ich sage jetzt auch so etwa plus minus 30 Minuten.
0:22:20–0:22:22
Also jetzt musst du noch mal sagen, wie er heisst, der Podcast.
0:22:24–0:22:24
CruiseTrix.de
0:22:24–0:22:30
Okay, und dann kann man auch mehr aus politischem Interesse hören,
0:22:30–0:22:32
wenn man jetzt nicht unbedingt auf die Schiffe abfährt, oder?
0:22:33–0:22:37
Ja, es ist einfach interessant. Und wenn du vielleicht mal auf so ein Schiff willst,
0:22:38–0:22:44
und eben, die haben diverse Themen, Die Engelbäben hatten den Chefkoch,
0:22:44–0:22:48
der erklärt hat, wieso sie jetzt ein vegans Menü haben.
0:22:48–0:22:50
Ja, weil sonst die Veganer nicht mehr kommen.
0:22:51–0:22:55
Und solche Sachen ist durchaus sehr interessant.
0:22:56–0:23:00
Und wenn es einem nicht gefällt, dann schmeisst man halt den Podcast wieder weg.
0:23:00–0:23:04
Genau, genau. Das ist wirklich so. Man kann das auch ausprobieren.
0:23:04–0:23:07
Und man sollte es vielleicht nicht so machen, wenn ich am Anfang gesagt habe,
0:23:07–0:23:10
dass man sich verpflichtet fühlen muss, den Zendlosen zu hören.
0:23:10–0:23:13
Das gilt übrigens auch für euch jetzt gerade, zumindest diejenigen, die im Radio sind.
0:23:14–0:23:19
Wenn ihr im Radio hört, tut mir leid, es geht noch 14 Minuten bis es richtige Musik wiederkommt.
0:23:20–0:23:23
Aber ein Podcast könnt ihr natürlich problemlos weiterspringen.
0:23:24–0:23:26
Das soll aber keine Aufforderung sein.
0:23:27–0:23:29
Also ich würde sagen, ich kann übrigens,
0:23:30–0:23:34
Das widerspricht meinem Vorurteil, muss ich ganz ehrlich sagen.
0:23:34–0:23:39
Ich kann heute brühwarm berichten, dass ich aus erster Hand von Thomas Aschi
0:23:39–0:23:41
weiss, dass er auch Podcasts hört.
0:23:41–0:23:50
Mein Vorurteil wäre, dass in diesem politischen Bereich noch Zeitungslesen stattfindet.
0:23:50–0:23:54
Aber nein, er hört natürlich ein bisschen, und dass man vielleicht für uns keine
0:23:54–0:23:59
Unausgewogenheit vorwerfen kann, Er hört dann so Sachen wie «Weltwochendaily»
0:23:59–0:24:03
oder «Bern» einfach mit Markus Somm und Dominik Foisi.
0:24:03–0:24:07
Er hat sich schon ganz beunruhigt gefragt, was jetzt mit dem Podcast passiert,
0:24:07–0:24:10
wenn Dominik Foisi zu der NZZ wechselt.
0:24:11–0:24:18
Das kann ich immer so halb anfühlen. Ich höre Markus Somm in diesem Podcast mit Schawinski.
0:24:18–0:24:27
Und ich finde, wenn er sich ein wenig zügeln würde, dann wäre es manchmal noch recht interessant.
0:24:28–0:24:33
Aber er meint, mehr in diese Krawallecke zu gehen. Und das finde ich eher schlecht.
0:24:34–0:24:37
Gut, der absolute Krawallbruder, wahrscheinlich der Vorgänger,
0:24:37–0:24:40
hatte mal einen Podcast gehabt, Roger gegen Roger.
0:24:40–0:24:43
Ja, genau. Also Roger Köppler, er ist ja winzig. Und ja,
0:24:44–0:24:46
Es weiss jeder, was ich vom Köppel halte.
0:24:47–0:24:47
Nein, sag es noch mal.
0:24:48–0:24:51
Er ist ein sehr sympathischer Mensch.
0:24:51–0:24:51
Sehr gut.
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Die haben sich so geprügelt. Ich habe es fast lustig gefunden.
0:24:57–0:25:03
Ich habe es genossen, wie die sich einfach eine halbe Stunde auf den Ring gegeben haben.
0:25:03–0:25:08
Ich finde, gerade was das angeht, finde ich die Idee dahinter,
0:25:08–0:25:14
dass man sagt, egal wie unterschiedlicher Meinung man ist, man spricht trotzdem miteinander.
0:25:14–0:25:18
Das finde ich eigentlich eine ganz gute Idee und ich finde, wir haben ja auch
0:25:18–0:25:21
schon in diesem Podcast mit Leuten gesprochen, die nicht der gleichen Meinung waren.
0:25:22–0:25:25
Und ich finde das wirklich ein gutes Prinzip. Und solange man miteinander redet,
0:25:25–0:25:30
ist es besser, wenn man dann anfängt, Raketen aufeinander zu schiessen und solche
0:25:30–0:25:32
Sachen. Also eben, das absolut.
0:25:32–0:25:38
Aber dort finde ich das Prinzip, vielleicht würde dort noch ein Moderator gut
0:25:38–0:25:41
tun, der versucht zu moderieren und zu sagen,
0:25:42–0:25:45
dass die nicht einfach aufeinander losgehen und sich nicht immer aufschaukeln,
0:25:45–0:25:50
sondern dass man auf die Argumente eingeht. Aber nur eine solche Idee.
0:25:50–0:25:55
Also ich meine, jetzt Philippe Leuterniger scheitert aus dem Stadtenrat aus,
0:25:55–0:26:00
Ex-Arena-Domateur vielleicht hat er ja Zeit und die anderen können dort noch irgendwas machen.
0:26:00–0:26:06
Ja, wobei er hat natürlich so seine politische Unschuld auch verloren. Ja, klar.
0:26:06–0:26:10
Aber ja, ist mir jetzt einfach so, eben, wo ich, glaube, angefangen habe und
0:26:10–0:26:15
ich sage jetzt, ja, im weitesten Sinn kannst du ja sagen, die Arena ist auch ein Podcast.
0:26:15–0:26:18
Ja, den kann man gut ohne Bild geniessen.
0:26:18–0:26:21
Und eben, der Leuterniger am Anfang, der Dompteur, also ja, ich meine,
0:26:22–0:26:25
ja, da bin ich noch, das klingt jetzt, ja, nein, ich bin wahrscheinlich,
0:26:26–0:26:30
was ich war, ja, das eine, also ich habe mich angefangen, politisch zu interessieren
0:26:30–0:26:34
und als ich angefangen, die Arena zu schauen, war halt der Leuterniger der Moderator gewesen.
0:26:35–0:26:39
Ja, ich habe den auch in Erinnerung, absolut. Und jetzt vielleicht noch,
0:26:39–0:26:42
um bei den Tipps ein bisschen weitermachen, das ist ein brandneuer,
0:26:43–0:26:49
den habe ich gerade vorher noch gehört, den ich da hinkam, der ist aus der Reihe «Zeit».
0:26:49–0:26:55
Also diese «Zeit» hat wirklich, finde ich, einige ganz gute Podcasts,
0:26:55–0:26:57
zum Beispiel der, der man aus Schweizer Sicht auch hören kann,
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«Servus, grüße, hallo», die eigentlich eine sehr schöne Idee dahintersteckt.
0:27:02–0:27:05
Und sie machen es auch gut, die drei Herren dort. dass sie finden,
0:27:06–0:27:13
wir haben ja da den Dachraum, wie man es so nennt, Deutschland, Österreich, Schweiz.
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Und die versuchen uns über die Alpen weg die Verständigung dieser Länder zu
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vereinfachen. Und das finde ich recht gut.
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Und das finde ich eine Stärke von Podcasts.
0:27:25–0:27:28
Aber ich wollte eigentlich von einer anderen Zeit Podcast rauswählen.
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Das ist der, und jetzt sind wir beim True Crime angekommen, weil letzte Woche
0:27:32–0:27:35
angetreten ist. Das ist ein Zeitverbrechen.
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Und da hat es in letzter Zeit zu viel Familiendramen und zu viele Kinder,
0:27:41–0:27:43
die ermordet worden sind.
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Das höre ich manchmal auch nicht. Aber das mal eine spannende Sache von Madame
0:27:48–0:27:50
Macaron. Brigitte heisst sie, glaube ich.
0:27:51–0:27:57
Sie wurde auf das Übelste von gewissen Kreisen verleumdet. wurde,
0:27:57–0:28:02
indem man sagte, sie sei eigentlich ein Mann und so Sachen.
0:28:02–0:28:07
Und dann hat sie dann halt gefunden, jetzt ist genug und hat dann die Leute
0:28:07–0:28:09
angefangen an zu klagen und da findet jetzt so ein.
0:28:11–0:28:16
Prozesse statt strafrechtliche Prozesse, wo man dann Leute sagt, hey,
0:28:16–0:28:21
wo ist eigentlich die Grenze von Meinungsfreiheit und kann man auch behaupten,
0:28:21–0:28:25
dass das Satire war, wenn man einfach jemandem ständig sagt,
0:28:25–0:28:27
der sei eigentlich ein Mann und alles sei gelogen und so.
0:28:27–0:28:35
Das finde ich noch recht gut und das geht natürlich auch über den normalen True-Crime-Kützl heraus.
0:28:35–0:28:42
Da würde ich dich fragen, ob du True-Crime-Hörer bist und ob du findest,
0:28:43–0:28:45
ist es rein voyeuristisch oder
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ist es besser, wenn es dann schon einen gesellschaftlichen Aspekt hat?
0:28:51–0:28:54
Ich habe am Anfang Zeitverbrechen gehört.
0:28:57–0:29:01
Und also ich habe nur Zeitverbrechen gehört, ich glaube, ich weiss nicht,
0:29:01–0:29:04
ob es der erste war, aber es war ein früherer, der mit dem gekommen ist.
0:29:04–0:29:06
Und ich weiss auch nicht, wer mir gesagt hat, ich muss das hören.
0:29:06–0:29:10
Und dann habe ich das gehört und irgendwann habe ich gefunden, ich muss es nicht mehr.
0:29:11–0:29:11
Ja.
0:29:11–0:29:18
Also es bringt für mich oft so ein destruktives Bild auf die Menschheit,
0:29:18–0:29:25
weil wir immer extremer in Fälle herausgenommen haben, wo Ausnahmen sind.
0:29:26–0:29:31
Und ich möchte nicht Mord und Totschlag hören, ich möchte positives Zeug hören,
0:29:31–0:29:34
weil auf dieser Welt, eben nochmal, wir haben so viel Scheisse,
0:29:34–0:29:37
die gerade läuft und ich möchte jetzt nicht irgendeinen hören,
0:29:37–0:29:40
der dann die Kinder missbraucht und versagt und come on.
0:29:41–0:29:46
Und ja, spannend zum Zuhören, aber hat für mich irgendetwas gehabt,
0:29:46–0:29:50
was ich dann so gefunden habe, was nehme ich jetzt mit nach dem Podcast,
0:29:51–0:29:55
dass ich eigentlich davon muss ausgehen, dass jeder irgendein psychopatisch am Ende versagt.
0:29:56–0:30:02
Und dann habe ich einfach aufgehört zu hören und ich vermisse es null. Es ist mir wie gleich.
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Ich muss es nicht mehr haben. Ich schaue wirklich auch keine Dokumentarfilme
0:30:07–0:30:11
und nichts mehr, weil ich merke, ich will es nicht wissen. Es ist okay.
0:30:12–0:30:15
Das verstehe ich sehr gut und mir geht es häufig ähnlich.
0:30:16–0:30:22
Trotzdem muss ich zugeben, so kleine Schwäche für so True Crime und ich lese ja auch,
0:30:23–0:30:31
Ich habe früher noch an Dirk geschaut, als er noch nicht entehrt wurde. Oder Horst Tappert.
0:30:33–0:30:37
Den Nazi-Vorwurf zum Opfer gefallen ist.
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Ich höre gerne «True Crime», aber ich finde auch, wenn es einfach nur um das
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Verbrechen geht und um die Abgründe, um den Voyeurismus, dann finde ich es nicht so toll.
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Aber wenn es noch ein bisschen mehr dran ist, eben zum Beispiel die wahre Weisskragenverbrechen,
0:30:55–0:31:00
so hat meine Besprechung geheissen über so einen Podcast von den Süddeutschen,
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die in 1,9 Milliarden lügen,
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dann haben sie den Wirecard-Skandal aufgearbeitet.
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Und das ist dann natürlich etwas anderes.
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Da geht es nicht um Mord und Totschlag, obwohl der Typ, der dort war,
0:31:14–0:31:19
ist heute in Russland und ist dort Geheimagent und wer weiss, was er dort alles macht.
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Aber dort war es eigentlich ein Wirtschaftskrimi. Und das ist natürlich dann
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plötzlich schon spannend, Wenn man sieht,
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wie viel einfacher es ist, in diesem Bereich der Hochfinanz mit Verbrechern zu kommen,
0:31:34–0:31:41
als wenn man eine Bank auszunehmen versucht hat, wie es letzte Tag in Winterthur
0:31:41–0:31:45
bei der UBS eine probiert hat. für die, die das mitbekommen haben.
0:31:45–0:31:51
Und darum, oder eben, so etwas wie «Klenk und Reiter» könnte ich empfehlen, das ist der Wiener.
0:31:54–0:31:59
Gerichtsmediziner, der jahrelang halt dann erzählt, was er da für Leute auf
0:31:59–0:32:01
dem Tisch gab und was er daraus gelehrt hat.
0:32:01–0:32:07
Das ist auch noch eine recht interessante, spannende Perspektive auf das Ding
0:32:07–0:32:11
«True Crime». «Diggy Chris» ist das etwas, wo du etwas damit anfangen kannst
0:32:11–0:32:15
oder da die erste Hände ab bei Verbrechen.
0:32:16–0:32:24
Sehr, sehr selektiv. SRF hat einen True Crime Podcast, weil es einen gab, wegen Rupperswil.
0:32:25–0:32:28
Und jetzt hätte ich fast gesagt, den Fall habe ich fasziniert.
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Ist das falsche Wort? Nein, schockiert wäre es ein richtiger Wort.
0:32:32–0:32:35
Zumal wir haben den Mitarbeiter gehabt, der hat dann den Täter,
0:32:35–0:32:41
ja, T.N, gekannt, weil beide sind anscheinend Fussballtrainer gewesen.
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Und ich weiss noch, wo das rausgekommen ist, ist Stecher wieder, wie es ins Büro kam.
0:32:45–0:32:45
Ja.
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Also, ja, da sei ich neben ihm gestanden und so.
0:32:50–0:32:53
Und den Fall hat mich jetzt einfach, ich sage jetzt, interessiert.
0:32:53–0:32:58
Aber dort habe ich jetzt wirklich selektiv, es gibt glaube ich drei Folgen, runtergeladen.
0:32:59–0:33:02
Du schaust halt mal im Podcatcher, ich habe auch Pocket Casts,
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aber es ist jetzt nicht unbedingt was ich will, aber es gibt so viele andere
0:33:07–0:33:11
Podcasts und ich bin auch nicht jeden Tag 10 Stunden im Zug.
0:33:13–0:33:17
Ja, das geht mir dann doch auch so. Also reden wir noch über die Schar,
0:33:17–0:33:21
was für Schar es vielleicht sonst noch gibt, wo ihr findet, dass auch die Podcasts
0:33:21–0:33:26
besonders gut funktionieren, oder wo Podcasts ein besonders gutes Medium ist.
0:33:26–0:33:31
Und da hat Kevin das schon kurz angetönt. Ich finde Geschichte,
0:33:31–0:33:36
also ich tue recht gerne über Geschichte, da gibt es auch einige Geschichtspodcasts
0:33:36–0:33:39
und eben in dieser Liste, in diesen Shownotes.
0:33:39–0:33:45
Wo ich euch schon angedroht habe, die heute besonders umfangreich geworden sind,
0:33:45–0:33:47
dann gibt es auch einige Geschichtspodcasts.
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Und der, den Kevin schon angedeutet hat, das war zu der Leni Riffenstahl.
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Da hat der WDR etwas gemacht, alles Geschichte.
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Eben die Leni Riffenstahl, Influencerin des Bösen, schon den Titel habe ich nicht so gut gefunden.
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Und den würde ich jetzt sagen, den habe ich dann letztlich erst spannend gemacht,
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gut gemacht, mit vielen O-Tönen und so.
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Aber was mich dort am Schluss wirklich gestört hat, ist, dass die Frau, die das gemacht hat,
0:34:13–0:34:19
einfach wollte ihrem Posthum ein Geständnis abbringen, dass sie sagt,
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jawohl, ich habe mit diesen Nazis,
0:34:21–0:34:27
paktiert, ich habe für Adolf Hitler PR gemacht, ich habe die Inszenierungen
0:34:27–0:34:32
gemacht, die mit dazu beigetragen haben, dass am Anfang vielleicht die Leute für den,
0:34:33–0:34:37
Nationalsozialismus sich anfangen zu begeistern und so. Und das hat sie halt nicht gemacht.
0:34:37–0:34:41
Und das finde ich, das hat für mich den Blick zu sehr eingeengt.
0:34:41–0:34:46
Ich habe gefunden, eigentlich muss, es ist beides wahr, dass sie das natürlich
0:34:46–0:34:48
gemacht hat, aber es ist auch wahr.
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Und Kevin, da docken man dann bei deiner Leidenschaft fürs Kino an.
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Es ist halt auch wahr, dass sie bis heute noch das Kino beeinflusst.
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Ja, das ist so. Ich glaube, darum habe ich einerseits viel gehört,
0:35:03–0:35:07
Werke, Künstler, die Diskussion haben wir in den letzten Jahren mehrmals gehabt.
0:35:08–0:35:12
Kevin Spacey, was Filmen geht, Rammstein, also da gibt es die enste Frage.
0:35:12–0:35:15
Ja, genau. Der Derrick habe ich schon erwähnt.
0:35:15–0:35:20
Ja, genau. Ich habe aus dem Grund halt reingelassen, weil es mich wundert,
0:35:21–0:35:28
um was geht es jetzt in diesem Podcast? Und dann denke ich, es geht nur darum,
0:35:28–0:35:30
dass man jetzt sozusagen sie hat für die Nazis geschafft.
0:35:30–0:35:33
Sie ist schuld, dass das Reich entstanden ist.
0:35:33–0:35:37
Und darum, ich glaube, ich habe zwei Folgen gewollt und nachher auch wieder
0:35:37–0:35:40
abgehängt, weil ich fand, ja, ist okay.
0:35:40–0:35:44
Ja, genau, ich habe dann gefunden, und das ist eben so die Andeutung,
0:35:45–0:35:50
dass wenn man sich bei Wirtschaft bei Artemis 2 ist, ist das völlig in Ordnung,
0:35:50–0:35:55
finde ich, wenn man so ein bisschen als Fanboy auftritt für Raumfahrtmissionen und so.
0:35:55–0:35:59
Da kann man dagegen sein, man kann dafür sein, aber man kann einfach das auf
0:35:59–0:36:02
eine Art feiern, dass wir Menschen jetzt wieder mal etwas anderes machen,
0:36:02–0:36:05
wie der stupide Seich, wie wir sonst so zu tun haben.
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Aber jetzt in dem Fall, sie einfach nur wollen, das hat wirklich,
0:36:10–0:36:16
und es hat dann wirklich das verstellt, dass man Böse kann sein.
0:36:16–0:36:22
Man kann sich für das Böse einsetzen, aber trotzdem Kunst schaffen.
0:36:22–0:36:27
Das ist einfach eine Tatsache. Und wenn man sich auf die Eingelassen hätte,
0:36:28–0:36:30
wäre wahrscheinlich der Podcast besser rausgekommen.
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Jetzt sind wir schon kurz vor dem Überziehen. Kevin, das ist eigentlich deine
0:36:35–0:36:38
Sendung. Ich habe sie jetzt weggesagt. Du hast mich schon geschultet.
0:36:38–0:36:42
Wir machen dann Teil 3, weil du bist nicht einmal in einem Viertel.
0:36:43–0:36:52
Es ist alles in den Shownotes. Ihr habt 218 Tage Material, wenn ihr all das durchhört.
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Es ist kein Aufzug. Vielleicht noch die Aufforderung in die HörerInnerschaft,
0:36:58–0:37:00
wenn ihr gute Podcasts habt.
0:37:01–0:37:03
Das wäre cool. Dann können wir Teil 3 machen.
0:37:03–0:37:07
Würden wir sehr gerne machen mit euren Tipps. Aus Genre vielleicht auch,
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wo wir gar nicht so auf dem Schirm haben.
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Wenn ihr sagt, es gibt einen guten Sportpodcast, dann würde ich das da treuhänderisch
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weitergeben am Publikum.
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Und jetzt dürft ihr auf Radio Stadtfilter wieder Musik hören.
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Die, die uns per Podcast hören, geht es weiter an den Podcatcher,
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was auch immer als nächstes ansteht. Wir wünschen viel Spass.
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Schönen Abend.

Im zweiten Teil unserer kleinen Podcast-Serie schauen wir darauf, was aus der Medienrevolution geworden ist. Podcasts sind längst kein Nischenmedium mehr: Sie sind kommerziell etabliert, audiovisuell geworden und tief in Plattformen eingebaut. In den USA hat Youtube sich zur meistgenutzten Podcast-Plattform entwickelt und der Konsum wächst deutlich weiter.

Gleichzeitig bleibt die Frage offen, was vom ursprünglichen Podcast-Geist übrig geblieben ist: dem freien, abonnierbaren, unabhängigen Medium.

Daneben sprechen wir über eine benachbarte Audioform, die ebenfalls stark an Bedeutung gewonnen hat: das Hörbuch. Plattformen wie Spotify investieren gezielt in den Ausbau des Marktes. Das zeigt: Audio ist heute nicht mehr bloss Begleitmedium, sondern ein eigenständiger Teil der Medienlandschaft.

Und schliesslich fragen wir uns, was man mit Audio selbst machen kann: Kann man sich zum Lernen eigene Podcasts bauen? Vieles spricht dafür. Neuere Studien zeigen, dass Podcasts beim Verstehen, Behalten und bei der Selbststeuerung des Lernens hilfreich sein können.

Respektive: Kevin wollte über diese Dinge sprechen. Dann kam Matthias mit den längsaten (von KI zusammengetragenenen) Shownotes mit Podcast-Besprechungen und -Empfehlungen ums Eck, und der Plan war dahin. Wir versprechen aber hoch und heilig: Wir kommen auf das Thema und die hier angesprochenen Aspekte zurück!

„Die unterschätzte Medienrevolution – Teil 2“ weiterlesen

Die unterschätzte Medienrevolution

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:02–0:00:10
Gies mit Opey du Cocaine Wo auch immer das könnte sein Ich weiss es nicht Ihr
0:00:10–0:00:12
Hört die Radio-Stadtfilter.
0:00:12–0:00:17
Und der Digi Chris ist da Weisst du wo das Opey du Cocaine ist?
0:00:19–0:00:20
Nein, nicht wirklich.
0:00:21–0:00:25
Dort geht keine Kreuzfahrt hin, ist das richtig? Nein. Okay,
0:00:25–0:00:27
ich bin wahnsinnig laut. Ich hoffe, ich bin nicht mehr so laut.
0:00:28–0:00:32
Sonst kommt der Kai und reisst mir das Mikrofon weg. Hey, wie geht's dir so Digi Chris?
0:00:33–0:00:37
Wie gesagt, gewisse Sachen gehören auf den Sender. Du hörst nachher noch von
0:00:37–0:00:45
mir, aber ich glaube, wir müssen noch ein Feedback von Megi geben, wegen Mediatheken.
0:00:45–0:00:49
Und er hat eine App, eine App auf Windows,
0:00:49–0:00:53
Linux, ja, sorry, Megge, natürlich gibt es auch auf Linux,
0:00:54–0:00:59
Mediathek View und das ist tatsächlich so eine Art Aggregator,
0:00:59–0:01:08
wo dir die Mediatheken von SRF, praktisch von den öffentlich-rechtlichen Sender zusammenbringt.
0:01:08–0:01:12
Das habe ich natürlich, ich habe sie gekannt, dass sie aber nicht offiziell
0:01:12–0:01:14
ist, habe ich sie nicht erwähnt. Also vielen Dank, Maggie.
0:01:16–0:01:20
Ich liebe die App. Und ja, eben, was wäre mir Ronny, der Maggie,
0:01:21–0:01:26
der so kleine Recherche-Lucken aufzeigt.
0:01:26–0:01:30
Mir, ich habe die auch schon gesehen, oder ein Vorgänger, ich glaube,
0:01:30–0:01:34
es hätte mal eine Windows-Version oder einfach so die als App sonst gegeben,
0:01:35–0:01:38
wo auch hast du Sachen daraus runterladen können. Aus dieser kannst du jetzt
0:01:38–0:01:39
nichts runterladen, oder?
0:01:40–0:01:45
Doch, doch. Ah, dann ist wahrscheinlich finde ich das einfach der Nachfolger
0:01:45–0:01:47
der App, die ich mal kennengelernt habe.
0:01:47–0:01:52
Und das ist sehr praktisch, es unterstreicht eigentlich meinen Punkt,
0:01:52–0:01:57
den ich am Schluss gemacht habe, dass wenn man diese öffentlich-rechtlichen
0:01:57–0:02:00
slash Service-Public-Angebote bündeln würde,
0:02:00–0:02:06
dass man dann da schon ein gutes Ding zusammenbrächt, in dem vielleicht auch
0:02:06–0:02:09
dem Netflix und so Parole bieten könnte.
0:02:10–0:02:13
In der Tat, und du könntest natürlich sogar noch weitergehen. Wie gesagt,
0:02:14–0:02:21
Mediatek View nimmt dir einfach die Streams zusammen und je nachdem hast du
0:02:21–0:02:24
halt in Deutschland, ich sage jetzt überspitzt, da dort nicht,
0:02:24–0:02:25
musst du halt das VPN haben.
0:02:26–0:02:30
Aber theoretisch könntest du sagen, wenn jemand öffentlich-rechtlich ist,
0:02:30–0:02:35
ob das jetzt Schweiz, Deutschland, Schweden oder was auch immer ist,
0:02:35–0:02:40
dass einfach die Sache frei verfügbar ist, ist immer ein schwieriges Wort.
0:02:40–0:02:42
Ja, ich weiss, was du meinst.
0:02:43–0:02:48
Aber einfach so, wenn jetzt halt jemand, ein Schweden in der Schweiz wohnt,
0:02:48–0:02:54
dass der halt auch vom, was ist das, SVT, ich kann nicht gut Schwedisch,
0:02:54–0:02:57
aber, you know, I mean, dass man das könnte haben.
0:02:58–0:03:04
Also, das funktioniert so weit gut. Und eben, du kannst im Mediathekenview auch sagen, willst du in
0:03:06–0:03:13
geringer Auflösung oder halt in HD, also dann hast du halt auch für einen Kreuzfahrtok um 2 GB,
0:03:14–0:03:18
aber also oder halt da dort, was auch immer, Tagesschau,
0:03:19–0:03:24
das geht, also die App funktioniert super und eben du hast dann ein File,
0:03:24–0:03:29
wo du halt auf dieses Device kannst laden und eventuell halt mal irgendwo kein
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5G hast, läuft also so eine tolle App.
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Genau, genau. Also das mit dem Offline und wirklich runterladen,
0:03:36–0:03:38
das ist ein heisser Tipp.
0:03:38–0:03:41
Also wenn er auch wieder mal ein bisschen… Eben, ich habe ja erzählt,
0:03:41–0:03:43
dass ich letzte Offline gewesen bin.
0:03:43–0:03:48
Und wenn man sich dort ein bisschen wie ein Eichhörnchen an so ein gewisses
0:03:48–0:03:53
Lager anschafft, dann ist man auch nicht aufgeschmissen, wenn mal das Internet nicht geht.
0:03:53–0:03:58
Also ich bin im Fall kurz davor, mein Netflix jetzt wirklich… Ich finde,
0:04:00–0:04:05
Netflix wurde immer teurer und das Angebot wurde immer schlechter.
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Jetzt ist bei mir der Moment ...
0:04:11–0:04:18
Eintroffen, wo die Abwärtskurve quasi die anderen übersteuert.
0:04:18–0:04:23
Ja, also ich habe es jetzt halt noch in Ihrer Promo drin.
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Ich sage jetzt so, weil ich der liebe Sohn bin, die Eltern haben es noch.
0:04:29–0:04:29
Verstehe.
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Ich sage hier, wie der Sohn im Mann finanziert Netflix, wenn man so schön sagt.
0:04:35–0:04:38
Also ja, ist lustig, das mache ich auch. Und solange ich noch höre,
0:04:38–0:04:42
ja, ich finde noch was dann, ja, eben, ich meine,
0:04:43–0:04:48
ja, als Sohn, hast du ein paar Sachen bekommen, sagst du, komm,
0:04:48–0:04:52
die paar Stutze dann zahlst du halt noch dann, gehst halt dem voucher,
0:04:52–0:04:57
geh posten und dass halt dann die Mutter oder der Vater noch irgendwas auf Netflix schauen können, ja.
0:04:57–0:05:00
Aber bei Netflix ist es so, dass die neuerdings anfangen zu motzen,
0:05:00–0:05:03
wenn du nicht am gleichen Ort immer schaust, oder?
0:05:03–0:05:08
Ich habe bei mir einen ganz eigenen Account, den ich noch als Promo habe.
0:05:08–0:05:15
Ich habe den Eltern auf ihren Account, den ich so gut habe und auflöte.
0:05:15–0:05:21
Das macht man als Sonnemann, der wahrscheinlich auch profitiert hat, als man klein war.
0:05:21–0:05:24
Also du bist ein sehr grosszügiger Sonnemann. Ich würde sagen,
0:05:24–0:05:30
wir hören nochmals ein Stück und dann geht es gleich los in drei Minuten mit der Hauptsendung.
0:05:40–0:05:45
Ich habe hier Bond-Vibes erwartet, mit Spike von GoldenEye, aber nütisch gewesen.
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Nerdfunk Herzlich willkommen zu Nerdfunk.
0:06:01–0:06:04
Ich habe ja oft über das Internet abgelästert in letzter Zeit,
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aber heute feiern wir eine Erfolgsgeschichte.
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Vor 20 Jahren, so ungefähr, sind die
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Podcasts so richtig in Schwung gekommen und trotz Vereinnahmungsversuch durch
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Spotify und vielleicht einer Überdosis an True Crime hält der Boom eigentlich
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bis heute an und als eigenständiges und ich würde sogar sagen als ehrliches
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Informations- und Unterhaltungsmedium.
0:06:30–0:06:35
Digi Chris, bist du ein Podcast-Fan? Wenn ja, wann bist du eingestiegen?
0:06:36–0:06:41
Ich weiss es nicht mehr ganz genau. Ich nehme an, einer der ersten Podcasts
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war sogar von dir wahrscheinlich, der noch beim Dagi war.
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Dann ist irgendwann ein Mass von, ich sage jetzt, Rechsteiner,
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also Martin Rechsteiner, Jean-Claude Fricco, die haben ja schon ewig angefangen.
0:06:54–0:06:55
Ja, genau.
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Bits und so ist massiv später gekommen. Also ich kann nur sagen,
0:07:00–0:07:02
Bits und so ist der Grund, dass ich da bin.
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Jetzt wundert uns dann wirklich mal der Timo. Heisst der Timo,
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gell? Der muss mal ein Bier an uns spendieren.
0:07:12–0:07:15
Also ich kann übrigens an Basti das Mail schrieben, er hat auch geantwortet,
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aber er hat Zitat, ich habe nicht mal die Backups von meinem eigenen Podcast,
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weil ich jetzt wirklich denke...
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Und so etwas schimpft sich, Nerd.
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Ja, weil ich glaube auch, als ich noch lange da war, die ersten Podcasts hier
0:07:31–0:07:35
haben auch vielleicht weniger professionell getönt.
0:07:36–0:07:40
Ja genau, das war aber auch am Anfang ein Teil des Charmes natürlich.
0:07:40–0:07:47
Kevin Rechsteiner, du hast ja sogar auch deine eigenen Podcasts gemacht, zwischendurch.
0:07:47–0:07:51
Aber du hast mir gesagt, du siehst eigentlich dazu, selber zu hören,
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bist du erst später gekommen, also nicht vor 20 Jahren, sondern wann?
0:07:57–0:08:00
Ich kann es nicht mehr genau sagen, aber ich bin mit der ganzen Podcast-Geschichte
0:08:00–0:08:02
relativ spät eingestiegen.
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Ich habe vorher wahrscheinlich Podcasts gehört, aber mehr so einzelne Episoden,
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die mich dann gerade interessiert haben.
0:08:12–0:08:19
Und nicht wirklich so durchgehend ganze Podcast-Reihen.
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Ich glaube wirklich eingestiegen vor zehn Jahren ungefähr.
0:08:25–0:08:57
Ja. Zeitung verzichten,
0:08:57–0:09:01
weder auf Podcasts, wobei eben mein Arbeitgeber macht ja auch Podcasts,
0:09:01–0:09:02
also so gesehen ist es okay.
0:09:03–0:09:07
Aber für mich ist das wirklich wichtig und ich informiere mich breit,
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ich höre gerne Themen, wo ich in der Zeitung wahrscheinlich
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Artikel jetzt zu irgendeinem Thema, das mich so mässig interessiert,
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würde ich überblättern, aber wenn es ein Podcast ist, wo jemand
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das spannend und lebig erzählt, dann kann man mich damit einfangen,
0:09:24–0:09:27
also ich glaube, es ist wirklich Und eben also die drei Thesen.
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Erstens vor 20 Jahren, 2006, ist es richtig losgegangen, obwohl es Podcasts
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als Technik und als Namen auch schon früher gegeben hat.
0:09:38–0:09:41
Zweite These-Podcasts sind heute kommerziell angekommen.
0:09:43–0:09:46
Trotzdem ist es eigentlich eine unterschätzte Medienrevolution gewesen,
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weil man kann sagen, es hat eigentlich das lineare Radio auf eine nachhaltige
0:09:52–0:09:59
und auch hörerfreundliche Art und Weise für eine digitale und nicht lineare Ära transformiert.
0:09:59–0:10:05
Digi Chris, du als unseren Experten für lineare Medien, wirst du das unterschreiben?
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Also vielleicht auch, wenn wir noch... deinen Arbeitgeber redet,
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der hat ja einen täglichen Podcast, wo du auch öppendier bist,
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wo ich jetzt muss sagen, und wenn die zuhören, sonst gibst du dir das Feedback,
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ich finde den genial, also das nennt sich Apropos, oder?
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Genau, ja.
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Und eben, das ist ein täglicher Podcast von der Thamedia Group oder der Takes Group,
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wo sie halt ein Thema nehmen, also es kann mal ein Nerd-Thema sein,
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es kann mal ein sozialpolitisches Thema sein,
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wo ich jetzt wirklich auch im Zug immer gerne los und es ist so wie wenn du
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wahrscheinlich in der NZZ den Leitartikel liest, wo halt ein wenig länger ist,
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du gehst das Thema etwas tiefer ein,
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es wird gut kommentiert, eben wenn du da bist freut es mich immer noch mehr.
0:10:55–0:11:00
Und ja, es ist halt teilweise, wenn du jetzt, ich sage jetzt eben,
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ich, wo ich halt viel im Zug bin, ist einfach das Medium Podcast,
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finde ich einfach sehr angenehm zu hören.
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Ja, ich finde auch den Podcast, also jetzt, ich fände ihn auch gut,
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wenn ich noch nie der gewesen wäre.
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Was ich sehr schön finde, ist, kannst du einfach dorthin gehen,
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irgendetwas erzählen und irgendjemand muss es dann schneiden und es klingt nachher
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super. Also das finde ich noch recht bemerkenswert.
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Das würde dieser Sendung da vielleicht auch gut tun.
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Aber genau. Dadurch, dass es nicht live ist, kannst du auch noch mal zweimal
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ansetzen, wenn du irgendeinen Mist erzählt hast.
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Das ist schon auch noch gut. Aber was ich eigentlich wollte sagen, ist,
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Wir haben bei dieser Tamedia auch natürlich all die Entwicklungen durchgemacht.
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Wir haben heute die riesige Webseite, wo eigentlich ein riesiger Umschlagplatz
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ist von Inhalt aus allen möglichen Quellen und auf dieser Webseite ist gerade
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im Sekundentakt fast schon die Artikel jagen und du kommst eigentlich nicht
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mehr hinein und hast das Gefühl,
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dass ein modernes Medienunternehmen eine industrielle Herstellungsfabrik von solchen Inhalten sei.
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Es geht für mich manchmal auch den Kontakt oder die Identifikation mit dem Medium verloren.
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Früher hast du in der Zeitung, wenn du die durchblättert, hast du eigentlich
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jeden einzelnen Artikel und jeden Journalist gekannt und beim Namen und hast
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gewusst, für was das steht.
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Und heute, wo du von ganz vielen Redaktionen Inhalte hast und von den Süddeutschen
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werden Sachen eingespielt, und es gibt auch noch andere Content-Kooperationen
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und natürlich auch inzwischen werden Sachen aus dem Welschland übersetzt und so.
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Das ist schön und finde ich eigentlich gut, aber es geht Identifikation oder
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Gefahr ist da, dass die verloren geht und ein Podcast stellt dir wirklich wieder
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her, weil du die Leute hörst, du hast die Stimmen im Ohr und so.
0:13:02–0:13:10
Und ja, Kevin, das Podcast als Intims-Medium, das geht dir auch so oder was
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schätzt du denn sonst so?
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Ich finde eigentlich spannend, dass wenn ich gerade früher Podcasts gelöst habe
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und dann habe ich oft die Leute nicht googelt.
0:13:21–0:13:26
Ich habe denen einfach zugelöst und dann mit der Zeit hörst du dir die Stimme
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zu und wie sie erzählen und was sie für Haltungen haben und wie sie Sachen sehen.
0:13:30–0:13:36
Und dann kannst du dir einen Mensch vorstellen und ich bin erstaunlich oft richtig
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gelegen, so vom Typ Mensch.
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Wenn du dann irgendwie ein Podcast los bist mit vier Leuten,
0:13:42–0:13:45
viele Podcasts sind oft so, das sind vier, fünf, sechs Leute oder so,
0:13:45–0:13:49
die dann zusammenreden, und dann habe ich anhand von Podcasts die können sagen,
0:13:49–0:13:50
das ist jetzt die Person,
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und habe dann das noch verifiziert, und es hat also oft sehr genau gestimmt.
0:13:55–0:13:59
Also ich glaube, ein Podcast bringt so ein bisschen das Persönliche rüber,
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was bei einem geschriebenen Ding auch passiert, aber wahrscheinlich viel schwieriger
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zu erkennen ist, wenn du nicht regelmässig die gleichen Leute liest.
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Also auch beim Schreiben, haben die Leute einen Stil, den du gerne hast oder nicht?
0:14:15–0:14:15
Absolut.
0:14:15–0:14:19
Aber ich glaube, beim Podcast ist das wie so ein bisschen direkter.
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Man nennt das ja auch eine parasoziale Beziehung, weil man eigentlich das Gefühl
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hat, man kenne diese Leute und mir ist es so zwei, drei Mal passiert,
0:14:28–0:14:32
dass ich Leute, die ich lange gelassen habe, in Form von Podcasts,
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dann direkt kennengelernt habe oder auch Gespräche mit ihnen geführt habe.
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Und das war immer ein bisschen komisch.
0:14:38–0:14:40
Ich hatte inzwischen das Gefühl, ich könne jetzt einfach zuschauen.
0:14:41–0:14:46
Wenn ich mir das gewöhnt bin vom Podcast, bis mir wieder eingefallen ist.
0:14:46–0:14:50
Aha, nein, halt, die Person ist ja jetzt da in Echtzeit vorhanden und es geht
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nur weiter, weil ich wieder etwas sage.
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Also das ist doch ganz lustig. Und, aber eben, meine dritte These nach,
0:14:56–0:15:01
ich würde sagen, in der Anfangsphase von 2006 ist das nicht absehbar gewesen.
0:15:01–0:15:11
Dort ist das eigentlich, ist das, der Podcast ist so ein Radio für eine digital-affine
0:15:11–0:15:16
Bubble für Nerds, die gerne von irgendwelchen Themen erzählten.
0:15:16–0:15:20
Und wir erinnern uns vielleicht, DigiChris, du, es gab auch so Sendungen,
0:15:20–0:15:26
die dann fünf Stunden lang gingen, weil die Leute über alles geredet haben und
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nie zum Punkt gekommen sind.
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Ja, und das ist ja bei uns so, also ich habe ja wirklich tatsächlich im Büro
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auch Leute, die uns gerne hören und die dann sagen, ja ihr solltet mehr als
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eine halbe Stunde machen,
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also das höre ich immer wieder und vielleicht noch sowas wegen digitaler Fin,
0:15:45–0:15:50
wenn du denkst, damals im 06, hast du öfter zum Podcast schauen,
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gut, schau, dummes Zeug, hören, hast du dein iPod noch mit dem Lightning Connector
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und dem Mac anzuhängen, musst du das in iTunes schauen und heutzutage wird der
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Podcast, wenn es dann läuft,
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automatisch auf Android oder iPhone.
0:16:13–0:16:16
Es ist schon ein bisschen mehr Mainstream geworden.
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Das ist es absolut. Das ist eigentlich ein gutes Stichwort.
0:16:19–0:16:23
Ich könnte in diesem Moment zu meiner Timeline übergehen.
0:16:23–0:16:27
Ich habe nämlich gefunden, ich teile das mal so in Meilenstein einteilen.
0:16:28–0:16:30
Und ich würde sagen, es sind vier
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Meilensteine dabei herausgekommen. 2006, was ist ein Podcast?
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Ihr findet dann auch in den Shownotes die Artikel, die ich dazu geschrieben
0:16:41–0:16:45
habe, weil ich habe ja dann da es passt wirklich das mal noch recht gut,
0:16:46–0:16:48
dass ich da das anhand von den Artikeln, die ich geschrieben habe,
0:16:48–0:16:50
könnte das ein bisschen abklappern.
0:16:50–0:16:57
2006 erklärte man, was ein Podcast ist, woher der Name kommt und wie man sie
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hört und wie man sie selbst macht.
0:17:04–0:17:07
Erklärt, auch für Leute, die das selber machen wollen. 2008,
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das ist so ein Zwischenmeilenstein, würde ich mal sagen.
0:17:11–0:17:15
Dort war es eben immer noch so, dass man wieder Tiggy Christus beschrieben hat.
0:17:15–0:17:23
Man musste es am Computer runterladen und dann übertragen via iTunes auf mobile
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Geräte, MP3-Player oder so.
0:17:26–0:17:30
Und dann konnte man das zusammenstellen. Und ich würde aber sagen,
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2015 war dann der nächste grosse Meilenstein.
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Dort kamen die neuen Erzählformate. Und dort ist Serial, der Podcast, den viele kennen.
0:17:44–0:17:48
Kevin hat mir gesagt, dass er hier «Astown» gelassen hat.
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Das ist, glaube ich, aus der gleichen Küche wie das Serial.
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Also dort sind eigentlich auch, und ich glaube, es war ein Teil davon,
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vom Erfolg, dass zwei Sachen zusammengekommen sind.
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«True Crime», die Bewegung oder die Leute, die sich dafür anfangen zu interessieren,
0:18:06–0:18:12
und der Podcast, der dann neu erzählt hat, dass er eigentlich fast eine literarische
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Erzählform gewählt hat.
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Also journalistische Erzählung oder literarischer Journalismus,
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wie man das immer nennen will.
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Also es gibt einen Erzähler, der selber eine Figur ist in einer Geschichte,
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in denen er etwas erfährt und dann immer weitergrabbt.
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Es gibt die Atmosphäre, Interviewschnippsel, Feature-Elemente,
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es klingt wie ein Hörspiel, mit Musik natürlich auch, mit Ambient,
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also mit Umgebungsgeräusche und so.
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Und das ist wirklich, glaube ich, für mich war das eine Erweckung.
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Ich könnte fast sagen, Kevin, ist es dir auch so gegangen mit «Astown»?
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Es ist für mich einfach... Ich habe vorher schon This American Life gehört,
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je nach dem Thema, das mich interessiert hat.
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Das waren eigentlich immer Hotcodes, die eine Person aus Amerika aufgriffen
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haben und dann mit Serial probierten sie mal etwas anderes und eine Geschichte erzählt,
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die über mehrere Folgen ging. ist.
0:19:23–0:19:30
Ich finde S-Town einfach eine faszinierende Geschichte und von der Erzählung her gut.
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Aber dort geht es mir auch wirklich um die Figuren, die vorkommen und ich einfach
0:19:35–0:19:38
spannend finde und spannend erzählt finde.
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Und ich komme jetzt wieder zurück zum Anfang, weil du hast gesagt,
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der Podcast ist eigentlich gross vor der 2006.
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Und ich widerspricht dem ein bisschen, Ich kann mich erinnern,
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dass ich S-Town wollte hören.
0:19:55–0:19:59
Da hast du irgendeine Podcast-App gebraucht. Da hast du mir gesagt,
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irgendwelche RSS-Feeds integrieren.
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Es ist einfach... Der Podcast ist, glaube ich, zu einem Zeitpunkt,
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wo S-Town rauskam, vor 8-9 Jahren, ein Thema war.
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Es war Mainstreaming.
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Man hat den Podcast angefangen zu reden.
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Aber die Implementierung für Laien ist schon noch kompliziert gewesen.
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Ja, genau. Und darum habe ich das Gefühl, so die Verbreitung von Podcasts hat,
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eigentlich in den letzten vielleicht 5-6 Jahren nochmal Fahrt aufgenommen,
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wo auch Spotify gesagt hat, so wir integrieren jetzt Podcast.
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Ich glaube, dort ist es dann wie so voll integriert worden für die Leute,
0:20:39–0:20:42
weil sie gar nicht mehr gecheckt haben, was ist jetzt ein Podcast,
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was ist kein Podcast, was einfach in der App verfügbar war.
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Und vorher hat man halt wirklich in unserer Mittags-Podcast-App die Feeds abonnieren. Was...
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Das war wahrscheinlich schon ein bisschen kompliziert, um das zu machen.
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Ja, du hast absolut recht. Und es ist eigentlich kein Widerspruch zu meiner
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Timeline, weil das wäre, was du jetzt gesagt hast, das wäre eigentlich von mir
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aus gesehen der letzte Meilenstein.
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Der ist, würde ich sagen, wenn es so war, ich muss schnell nachschauen, ich blätter.
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2021, dort sind die grossen Plattformen aufgesprungen. Dort kam Apple an Bord mit Abos,
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wo man die Finanzierung, die Monetarisierung neu zu denken konnte.
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Aber ich glaube vor allem Spotify war dort wichtig, indem es das in die App gebracht hat.
0:21:35–0:21:41
Genau wie du sagst, Leute, die keine RSS-Feeds abonnieren wollen und denen das
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suspekt ist, Die konnten das auf eine einfache Weise machen.
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Das wurde von den Hardcore-Podcastern kritisiert.
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Man sagt, Spotify vereinnahmt hier ein Geschäft und steckt das in seine App.
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Dabei wäre ein Podcast ein offenes Medienformat.
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Das müsste es auch ausserhalb geben.
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Ich würde trotzdem sagen, das war ein bisschen die Sput. Aber inzwischen funktioniert
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es, denke ich, dass die beiden Welten gut aneinander vorbeikommen.
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Also wer mag, hört z.B. uns über Spotify.
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Aber natürlich die echte Art und Weise ist das,
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über einen Podcatcher zu machen, wie Pocketcast oder so.
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Und ja, genau. Digi Chris, du bist natürlich der Pocketcast-Mensch, oder?
0:22:36–0:22:44
Ja, und wir haben Leute, die tatsächlich sagen, wenn ein Podcast kein RSS-Feed
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hat, ist es kein Podcast.
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Also ja, da bin ich auch zweig gespalt, also wo ist jemand los,
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das ist mir eigentlich egal,
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aber grundsätzlich ich habe schon ein bisschen den oben so das Gedanke,
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dass wir uns überall so können hören, also wir sind jetzt wahrscheinlich kein
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Böhmermann, wir sind nicht so sexy und so,
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dass wir jetzt uns wahrscheinlich über 20 Euro pro Monat rachen rühren.
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Es geht übrigens auch über Sienamal Bits und so, dass du ein Premium haben kannst,
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auch in einem Podcatcher.
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Hast du halt einfach einen lustigen URL, das geht auch.
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Genau, es geht eigentlich. Und
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Dass die halt sich, ja, tatsächlich, die müssen ja auch leben davon, das geht schon.
0:23:32–0:23:37
Aber also für mich ist der Podcast schon eher so ein bisschen was in Richtung
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RSS und nicht so plattformexkursiv.
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Das ist jetzt einfach, das ist nur meine Meinung.
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Nein, ist auch meine Meinung. Und ich würde gerade noch gerne über die Monetarisierung
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reden, aber an dieser Stelle,
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der Kevin hat es nämlich schon erwähnt, müssen wir vielleicht einem Mann ein
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Attribut zahlen, der eigentlich als Vater dieser modernen Form des Podcasts
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und vor allem auch dieser modernen Form von Erzählung gilt.
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Das ist eben der Mann, der für «This American Life» gearbeitet hat.
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Das ist eigentlich eine Radiosendung, öffentlich-rechtliches US-Radio,
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wenn man dem so sagen möchte.
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Es ist nicht genau vergleichbar mit dem öffentlich-rechtlichen Radio hier in Europa.
0:24:17–0:24:20
Aber es kommt dem einigermassen nach.
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Der heisst Ira Glass. Und der hat eben so die Erzählmethode entwickelt,
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wo eben eigentlich, und man fragt sich ein bisschen, dass das Radio selber auch
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zu Europa nicht selber früher gemerkt hat,
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dass das Radio, oder man hat es vielleicht schon gemerkt, man hat auch so intime
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Sendungen, sage ich jetzt mal, gemacht,
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aber die sind dann immer spät in der Nacht gekommen, ab dem Elf oder so,
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dann hat man vielleicht ein bisschen mäßig auf den...
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Und tagsüber hat man dann immer so sehr distanzierte Nachrichten vorgelesen.
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Wir sind das Radio, wir sind sehr seriös und distanziert und so.
0:25:05–0:25:13
Und dass das Audio eigentlich ideal wäre für das, das hat man erst später gemacht.
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Aber Kevin, um nochmal auf deine... Ich weiss nicht, vielleicht hast du keine
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Lust darüber zu reden, aber du hast ja auch mal so eigene Podcasts gemacht,
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die dann auch relativ aufwendig sind.
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Produziert hast. Hast du das aus Experimentierfreude gemacht oder hast du das
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Gefühl gehabt, jetzt habe ich den Durchbruch?
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Ich habe das Gefühl jetzt nicht den Durchbruch, wie mit all meinen Sachen.
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Nein, das ist für mich wirklich ein rein Gewunderding gewesen,
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um mal zu schauen, wie aufwendig ist so eine Geschichte zu machen,
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wenn du so etwas mal durchdenkst.
0:25:50–0:25:54
Und ich glaube, das ist das, was ich auch beim Podcast S-Town halt spannend
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finde, was am Anfang eigentlich mit dieser Person, mit dem Protagonisten zu tun hat.
0:26:01–0:26:05
Und eigentlich aber das Projekt immer wieder weglecken, weil es findet,
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das ist nicht spannend oder wir haben zu wenig Material und es ist nicht gut
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und ich glaube, das ist halt mit diesen produzierten Podcasts ein grosses Thema,
0:26:13–0:26:17
das ich auch mal auf YouTube, ich habe eben das Video nicht mehr gefunden mit
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dem Ira Glass Fischlissound Podcast und er sagt, Sie fangen halt mega viele Geschichten an,
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die dann aber im Sand verlaufen, die unbrauchbar sind.
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Und ich glaube, das ist so ein Ding, dass vieles wird einfach so einen Stundenfriedhof
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und am Schluss hast du gar kein gescheites Resultat und dann verwirfst du es.
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Und ich habe dann mehrere Podcasts ausprobiert, also wirklich so von Laber-Podcast
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über einen Podcast mit Christian Walti,
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mit einem Pfarrer zu aufwendig produziert, damit irgendwelche Einschnitte und
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Sachen aus YouTube und so.
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Für mich war es wirklich ein Probieren und dann halt wie ich es herausfinde,
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wenn du aufwendig produzieren willst, dann ist es eine Stunde für dich.
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Dann ist ein Podcast, der eine Stunde geht,
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wahrscheinlich 20 Stunden Arbeit, mindestens.
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Glaube ich auch. Und es ist ja wirklich verblüffend, was da heute bei so einem
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aufwendig produzierten Podcast, wie viele Leute das da beteiligt sind.
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Also da gibt es auch Komponisten, da gibt es Produzenten, da gibt es Leute, die schneiden und so.
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Ich habe es vorhin angedeutet, beim Apropos, dort gibt es einfach einen Produzent,
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aber immerhin, der macht die Arbeit.
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Und wir machen jetzt unsere Podcasts, das ist immer quasi live-to-tape,
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da gibt es nicht mehr viel Nachproduktionen.
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Aber es ist schon ein wahnsinniger Aufwand, würde ich jetzt sagen.
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Und was würdet ihr dann sagen, den Kritikern, die sagen, es ist aber auch ein
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bisschen etwas verloren gegangen von dieser Anfangszeit, zum Beispiel von dem
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Community-Gedanken und dem Gefühl.
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Ich erinnere mich, ich bin einmal 2013 in Zürich am HörerInnen-Treffen gewesen mit dem Team Pridloff.
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Der Name sagt euch vielleicht auch etwas, wenn er Podcast-Hörerinnen von der
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ersten Stunde sind. Der war hier in Zürich.
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Den habe ich ein bisschen aus den Augen verloren, weil seine fünf Stunden Podcasts
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irgendwann mal zu lang geworden sind.
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Und weil er manchmal gewisse Podcasts wie der CRE, die ich eigentlich sehr gerne
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damit gelassen habe, dann so unregelmässig gekommen sind, dass ich da den Faden verloren habe.
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Aber ist da aus der Anfangszeit ein bisschen etwas verloren gegangen oder gibt es das immer noch?
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Also ich meine, heute gibt es Laber-Podcasts, die das Hallenstadion füllen.
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Stichwort, wie heisst der Podcast, der Schweizer, der fast unaussprechlich ist?
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Zivi-Li-Ari-Di-Ring. Kevin, Digi-Chris, wisst ihr, ich schaue, wen er heisst.
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Zivi-Ari-Di-Ring.
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Bin ich richtig gewesen?
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Ja.
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Ah, das hätte man jetzt selber nicht zu. Also, ist etwas verloren gegangen aus der Anfangszeit?
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Digi Chris, was meinst du, dass wir diese Laber-Podcasts heute nicht mehr so,
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oder fast ein bisschen untergehen in der Masse der Produktion?
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Ich meine, teilweise sind wir ja auch ein Laber-Podcast, kann man mal ganz ehrlich sagen.
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Da würde ich vehement widersprechen. Wir haben immer ein Thema,
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wir haben meistens Eine Idee, über was es gehen soll und wie es geht.
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Aber wir labern, ja.
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Wir labern und eben, wie gesagt, da habe ich auch Feedback und tatsächlich und
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nochmal, wenn einfach jemand zu dir an den Arbeitsplatz kommt,
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hey, das letzte Mal, ich habe nichts verstanden, wenn man, glaube ich, mal über Linux spricht,
0:29:59–0:30:02
aber hey, ich habe das cool gefunden, das finde ich jetzt,
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also ja, darf ich mich als Podcast machen?
0:30:07–0:30:13
Ja, darf ich, ja, ich bin ja da dabei. das finde ich cool, wenn dir Leute in
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Persona Feedback geben, das finde ich das schönste vom Podcasting,
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was es überhaupt gibt Kevin,
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Was meinst du aus deiner Sicht ist durch die Kommerzialisierung und dass man
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mehr Werbung hört heute und dass es also die dynamische Werbung gibt und dass
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die Leute immer irgendwie dann doch noch werben dafür,
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für ein Study oder was auch immer oder für ein Like irgendwo und ein Klick auf die Glocken im Spotify.
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Ist es dir das nerviger geworden oder würdest du sagen, das ist der alte Lauf der Dinge?
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Das ist der Lauf der Dinge, glaube ich. Das ist einfach so, das wird ja alles,
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professionalisiert und kommerzialisiert.
0:30:57–0:31:01
Ich habe einen kleinen Einschub, weil wir ja so gut recherchiert haben.
0:31:01–0:31:04
Zivadili-Ring hat sich gerade heute getrennt.
0:31:04–0:31:05
Oh nein!
0:31:06–0:31:11
Mal, das ist jetzt heute, ich kann es jetzt googeln, ob es wirklich Zivadili-Ring ist. Es ist so.
0:31:11–0:31:14
Es ist, glaube ich, einer der erfolgreichsten Podcasts in der Schweiz.
0:31:15–0:31:17
Ja, die haben jetzt gerade auch nicht bekannt gegeben.
0:31:18–0:31:19
Nicht, dass ich den gelost hätte,
0:31:20–0:31:26
Aber Ich habe den auch nie gehört, aber ich habe viele Podcasts nicht gehört, das ist eben schon so.
0:31:27–0:31:31
Ich finde es schlimm, nein, ich finde es nicht schlimm.
0:31:32–0:31:37
Natürlich geht es auch auf YouTube, dort habe ich es eigentlich schlimmer gefunden,
0:31:37–0:31:39
dass alles professionalisiert worden ist.
0:31:39–0:31:44
Es ist alles Mittel zum Zweck, es ist alles noch, eben dort noch Werbung,
0:31:44–0:31:46
dort noch eine Erwähnung, dort noch ein Like.
0:31:47–0:31:57
Ich glaube aber es hat mittlerweile so viele gute Podcasts die von öffentlichen oder eben so,
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halb öffentlichen Orten kommen die halt das Werbeding nicht haben, das ich so finde,
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das stört mich eigentlich nicht, weil ich muss ja dann nicht hören, wenn ich nicht will Ja.
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Es geht mir auch so, ich bin gut in die Werbung überspringen und das würde ich
0:32:13–0:32:15
sagen, das wäre ein Fall für Kai.
0:32:15–0:32:20
Wieso kann mir Kai nicht suchen in meinem Podcatcher, wenn die Werbung vorbei ist?
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Aber das gibt vielleicht die Möglichkeit demnächst mal. Und ich würde sagen,
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ich habe es noch lustig gefunden, wenn ich zurück schaue.
0:32:28–0:32:32
Es gibt wirklich einige Podcasts, die recht lang laufen.
0:32:33–0:32:37
Und wo ich lange, lange dabei gewesen bin oder immer noch dabei bin.
0:32:38–0:32:43
Es ist tatsächlich so, wahrscheinlich «Bits und so», «Tiggy Chris» ist auch
0:32:43–0:32:47
der Podcast, den ich inzwischen wahrscheinlich am längsten höre.
0:32:47–0:32:50
Und dann gibt es solche, die ich aufgehört habe, sie zu hören,
0:32:50–0:32:53
weil sie sich zu fest weiterentwickelt haben.
0:32:54–0:32:58
Das ist, würde ich sagen, «This Week in Tech» von Leo Laporte.
0:32:58–0:33:02
Der ist ja auch so einer, der eigentlich zum Urgestein der Podcast gehört und
0:33:02–0:33:06
eben so einen Tech-Podcast, den es schon 2005 gab.
0:33:07–0:33:12
Und der ist dann aber, je mehr, dass er auch von dieser Werbung gelebt hat und so,
0:33:12–0:33:15
und je grösser die Operation geworden ist, also der hat dann wirklich so einen
0:33:15–0:33:21
Podcast-Verlag oder wenn man immer dem, ich will sagen, Produktionsstudio aufbaut,
0:33:21–0:33:24
dann sind die immer länger geworden, dass er mehr Werbung einpacken kann und so.
0:33:25–0:33:28
Und dann ist es irgendwann einmal mühsam geworden und dann habe ich aufgehört.
0:33:29–0:33:34
Und dann hat es aber auch die gegeben, die haben sich nicht so weiterentwickelt
0:33:34–0:33:36
und darum aufgehört haben.
0:33:37–0:33:43
Das sind die, die zum Teil ewig gegangen sind.
0:33:46–0:33:52
Wie heisst der eine Podcast? Das ist mir entfallen vom Tim Pritlove. Ah, Freakshow, genau.
0:33:53–0:33:57
Der ist nie unter vier Stunden fertig. Das geht einfach nicht.
0:33:57–0:34:01
Aber Holger Klein, In dem würde ich noch einen kleinen Shoutout machen,
0:34:02–0:34:06
was er mit seinem Freund macht, seit auch Uhrzeiten.
0:34:06–0:34:10
Das ist schon recht beeindruckend, auch von der Konstanz her.
0:34:10–0:34:16
Und ich würde sagen, wenn ihr noch einen Shoutout habt für die ganzen,
0:34:17–0:34:21
wie soll ich sagen, die Podcasts mit Durchhaltevermögen, dann machen wir das noch.
0:34:21–0:34:25
Und sonst würden wir auf jeden Fall mal dann aus moderner Sicht dann mal noch
0:34:25–0:34:28
unsere Lieblings-Podcasts vorstellen, oder? Was haltet ihr davon?
0:34:29–0:34:34
Also ich habe jetzt gerade meinen Podcatcher offen, wenn ich mal vorgreifen darf.
0:34:34–0:34:40
Und was jetzt im Feed ist, ist Datenschutzplaudere von Martin Steiger und von Andi von Gutten.
0:34:40–0:34:41
Kann man auch sehr gut hören.
0:34:42–0:34:47
Dann hast du den Digitec-Podcast, Bits und So, du hast Medientalk von SRF.
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Den höre ich auch, ja.
0:34:50–0:34:55
Die Medienwoche von Christian Meier, Stefan Winterbauer. Du hast Holger Uftan,
0:34:55–0:34:56
Apfelfunk, Sprechkabine.
0:34:57–0:35:02
Ja, eben, du hast, ich glaube, bei mir einen guten Mix.
0:35:03–0:35:07
Sehr gut. Ich wollte eigentlich die aktuellen Tipps noch ein bisschen aufbewahren,
0:35:08–0:35:10
aber da fällt uns dann vielleicht trotzdem noch etwas ein.
0:35:10–0:35:17
Und Kevin, ein famous last word von dir oder ein Podcast-Tipp aus deiner tiefsten Vergangenheit?
0:35:18–0:35:21
Nein, ich möchte in der nächsten Sendung darüber reden, wie ihr Zeit habt,
0:35:21–0:35:22
so viele Podcasts zu hören.
0:35:23–0:35:24
Ach, das erkläre ich dir gerne.
0:35:24–0:35:24
Das nehme ich Wunder.
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Ich pende dich, Kevin.
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Ich pendle und ich mache Hausarbeit.
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Ich fahre viele Säsine.
0:35:35–0:35:37
Nerdfunk. Nerdfunk. Nerdfunk.
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Nerdfunk.

Im Internet ging in den letzten Jahren alles den Bach runter. Alles? Nein, nicht ganz. Eine mediale Neuerung, die vor zwanzig Jahren auf dem Plan erschien, konnte sich nicht nur halten, sondern prosperiert bis heute. Und ja, auch hier gibt es Vereinnahmungstendenzen der grossen Tech-Plattformen, kommerzielle Auswüchse und inhaltliche Fehlentwicklungen – doch denen zum Trotz haben wir es mit einer Erfolgsgeschichte zu tun.

Podcasts sind eine Bereicherung unseres Medienmixes. Radio 2.0 ist nicht bloss Dudelfunk, sondern Unterhaltung, Information und eine neue Form des Journalismus. Und dank dieser abonnierbaren Sendungen erfuhr die Audiosparte eine beträchtliche Aufwertung und konnte sich gegenüber dem omnipräsenten Internetvideo nicht nur behaupten, sondern zu einer eigenständigen Medienform entwickeln.

Das ist für uns Grund genug, dem Podcast in diesem Jubiläumsjahr ein Kränzchen in Form einer mehrteiligen Serie zu widmen. Zum Auftakt schauen wir zurück: Wie war das damals, als 2006 unser iPod  plötzlich nicht nur Musik spielte, sondern auch zum Informationsvermittler mutierte?

Und ja, wir wissen schon, dass die Technologie bereits ganz zu Beginn der Nullerjahre erfunden wurde. Aber vor 2006 kamen sie in Schwung – nicht zuletzt, weil auch der «Digitalk» als Vorläufer des Nerdfunks auf Sendung ging. „Die unterschätzte Medienrevolution“ weiterlesen

Wie weiter mit der SRG und dem linearen Fernsehen?

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:05–0:00:09
«Suyono» mit «Lucid Dreams» Und ihr träumt nicht, ihr hört das hier.
0:00:09–0:00:11
«In der Stadt sind oft komisch.» «Das ist nur eine Frage der Zeit,
0:00:11–0:00:12
bis wir es rauskriegen.»
0:00:14–0:00:17
«Stadtfilter» «Stadtfilter» und «Diggy Chris, ich habe einen Jingle gefunden,
0:00:20–0:00:22
ohne Megaherzangabe, ist das nicht toll?».
0:00:22–0:00:24
«Fristig, ich glaube.»
0:00:25–0:00:28
«Und, wie geht es dir so? Sagen wir mal, ich habe etwas herausgefunden,
0:00:28–0:00:32
weisst du was? Wie lange heisst du schon Digi-Chris?
0:00:33–0:00:37
Ui, das ist 07.
0:00:37–0:00:44
07. Wir sagen, nächstes Jahr feiern wir dein 20-jähriges Digi-Chris-Jubiläum.
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Ich habe herausgefunden, dass du ja topmodern bist.
0:00:48–0:00:53
Die Jugendlichen, die Jungen von heute, sagen genauso, wie du heisst. ist.
0:00:53–0:01:02
Sie sagen aber nicht, sie sagen nicht, sie sagen zum Beispiel Bro oder Alte oder so.
0:01:02–0:01:04
Oder sie sagen eben Digi für,
0:01:06–0:01:12
Digi ohne Chris für, ich weiss, ich glaube es ist Kürzel für Dicker oder so. Oder nicht?
0:01:12–0:01:17
Ja, bei mir ist ja damals, als ich gebloggt habe, um das Digital-TV gegangen.
0:01:18–0:01:22
Also nicht Digi. Was haltest du davon? Kevin ist Er ist leider noch nicht da,
0:01:23–0:01:24
sonst könnten wir das mit ihm besprechen.
0:01:24–0:01:29
Wenn wir dich jetzt Digi nennen müssen, voll jugendsprachlich. Digi, Jo. Jo.
0:01:30–0:01:35
Also, das war meine Idee. Aber sonst Digi. Digi.
0:01:37–0:01:39
Alles gut? Alles fit im Schritt?
0:01:40–0:01:43
Sowie gut und sonst Sachen, die nicht auf den Sender gehören.
0:01:43–0:01:48
Ach so, sehr gut. Genau, ich wollte noch ein paar Chuck Norris-Witze raus suchen,
0:01:49–0:01:50
aber da bin ich leider nicht mehr dazukommen.
0:01:51–0:01:52
Aber ist,
0:01:55–0:01:58
vielleicht auch besser. Oder soll man? Sag.
0:01:58–0:02:02
Ich weiss es gar nicht mehr. Ich glaube auch, ihr mit zwei, drei generieren
0:02:02–0:02:09
natürlich irgendwie glaube Ich glaube, im SOP-Bereich, Chuck Norris braucht
0:02:09–0:02:12
nicht S-Develop, die Tabellen passen sich selber an.
0:02:13–0:02:20
Das finde ich sehr gut. Ich habe mal Chuck Norris erwähnt, den ich über den
0:02:20–0:02:22
Internet Explorer geschrieben habe.
0:02:22–0:02:26
Was ist Parallel von Chuck Norris und dem Internet Explorer?
0:02:26–0:02:31
Sie sind beide quasi unzerstörbar. Da habe ich eben den Witz gebracht,
0:02:32–0:02:36
Chuck Norris ist vor drei Tagen gestorben, aber jetzt geht es ihm wieder besser.
0:02:38–0:02:42
Nein, apropos Intertexplorer, also auch nicht viel intern, also jetzt muss ich sagen,
0:02:43–0:02:44
Es geht in SPKM.
0:02:45–0:02:52
Nein, nein, natürlich, wir sind schon lange Edge, aber im Edge gibt es einen Compability Mode.
0:02:52–0:02:53
Ja, ja, genau, ich weiss es.
0:02:53–0:02:58
Und wir haben auch die neue Abwendung vom BW läuft nicht.
0:02:58–0:03:04
Und dann... Oh, die läuft in der... Ähm, der Compability-Motor und da habe ich
0:03:04–0:03:05
halt auch jemanden vom...
0:03:06–0:03:06
Ja...
0:03:06–0:03:09
Wie weiss ich was, 2017 rein...
0:03:10–0:03:13
Ich habe die Familie mal gelaufen, aber diese Neuanwendung nicht mehr.
0:03:14–0:03:17
Gut, es ist jetzt los, man hat ein braves Ticket gemacht, testet,
0:03:17–0:03:21
aber ich habe immer gewusst, dass es das überhaupt gibt.
0:03:21–0:03:24
Ja, den gibt es natürlich. Du, die Brösmel ist wahnsinnig. Ich hoffe,
0:03:24–0:03:27
du bleibst uns erhalten während dieser Sendung.
0:03:27–0:03:34
Hast du vielleicht eine Alufolie auf deinen Router gelegt, wie man das früher empfohlen hat?
0:03:34–0:03:39
Eigentlich nicht und ich sitze wirklich in 10 cm vom Dongle.
0:03:39–0:03:43
Ja, letzte Woche oder vorletzte Woche war ja mein Internet weg.
0:03:43–0:03:47
Und zwar ist dann wirklich etwas kaputt gegangen bei Init7.
0:03:47–0:03:53
Ich bin bei ihnen vorbeigegangen und habe herausgefunden, dass wir einen Stammhörer haben bei Init7.
0:03:53–0:03:55
Ich muss mich entschuldigen.
0:03:55–0:04:00
Felix heisst du, glaube ich, mein Namensgedächtnis lässt mich wieder im Stich.
0:04:00–0:04:04
Ich bin nicht mehr ganz sicher, aber auf jeden Fall Felix oder allenfalls mit
0:04:04–0:04:05
einem anderen Vornamen.
0:04:06–0:04:10
Herzliche Grüße und ich bin froh, dass es wieder geht, weil Ohne Internet zu
0:04:10–0:04:15
Hause, fünf Tage lang, ist also recht eine Herausforderung, muss ich euch sagen.
0:04:15–0:04:17
Kevin, hallo. Ah, der Kevin ist da.
0:04:18–0:04:19
Hello. Hallo, grüß dich. Ja, ich bin jetzt auch da.
0:04:20–0:04:23
Also, sehr gut. Ich würde schnell sagen.
0:04:23–0:04:26
Wegen fünf Tagen ohne Internet, wahrscheinlich, deine Töchter,
0:04:26–0:04:28
die mir am meisten schreien, oder nicht?
0:04:28–0:04:31
Das ist tatsächlich ein bisschen ein Problem gewesen, natürlich.
0:04:32–0:04:33
Darf ich das jetzt erzählen?
0:04:33–0:04:39
Nein, wahrscheinlich darf ich das nicht erzählen. Aber ich wusste aus meiner
0:04:39–0:04:41
Vergangenheit als Computerjournalist,
0:04:42–0:04:49
wenn man Fernsehen schauen kann ohne einen offiziellen Kabel zu haben.
0:04:52–0:04:58
Aber ich habe das Kabel wieder abgezogen, für die, die mich jetzt anzeigen wollen, wegen...
0:04:58–0:04:59
Zeige ich es draus.
0:05:00–0:05:05
...Piraterie, ja. Also, wenn ihr das wissen wollt, von mir geheime Informationen...
0:05:05–0:05:08
Nein, schneide ich nachher raus, sonst wäre es noch schlimmer.
0:05:09–0:05:13
Kevin, wie läuft es bei dir so? Internet geht hoffentlich.
0:05:14–0:05:18
Internet geht? Ich habe die Probleme nicht, die ihr habt. Ich habe 5G-Internet.
0:05:18–0:05:20
Das ist einfach sehr schwankend,
0:05:20–0:05:21
Aber es läuft.
0:05:22–0:05:28
Und was hast du da so für einen Datendurchsatz im Monat? Kannst du das dir anzeigen lassen?
0:05:29–0:05:30
Im Monat?
0:05:30–0:05:33
Oh mein Gott. Oder im Jahr oder im Tag oder so. Ich weiss nicht.
0:05:33–0:05:37
Ich kann schauen, glaube ich. Ich habe so eine App, die ich mir natürlich installiert habe.
0:05:37–0:05:42
Und der sagt mir, Datennutzung in diesem Monat ist 113 GB.
0:05:43–0:05:48
Naja, gut. Das ist fast noch im Rahmen. Aber das ist dann wirklich nicht gerosselt.
0:05:49–0:05:53
Sonst heisst es ja quasi Flatrate. Das ist nicht gerosselt. Aber irgendwann
0:05:53–0:05:56
wirst du drosselt, aber du wirst nicht. Das ist noch gut.
0:05:57–0:05:58
Ich kann crazy gehen.
0:05:59–0:05:59
Ja, sehr gut.
0:06:00–0:06:06
Ich weiss, wie ein Stammhörer, der hat irgendwie etwa 10 Mal wie Kevin und wird auch nicht drosselt.
0:06:07–0:06:13
Auch alles übers... Vielleicht müssen wir... Aber ein Terabyte im Monat,
0:06:14–0:06:18
das ist aber noch... Da musst du aber recht fleißig...
0:06:18–0:06:25
Diese Person hat etwa 27'000 Smartphones und er ist sogar mal bei uns im Podcast
0:06:25–0:06:27
gewesen. Ich möchte dir denken, wer es ist.
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Ich muss jetzt nochmal scharf nachdenken.
0:06:32–0:06:37
Eigentlich ist es nicht so viel. Nein. Was ist ein guter Film?
0:06:38–0:06:43
Maximale Auflösung eines Films, die wir jetzt gerade runterladen können, Avatar vielleicht.
0:06:43–0:06:44
Ja, dann...
0:06:44–0:06:50
Ich gehe jetzt schnell in die Illegale-Tauschbörse, Avatar, etwas in der crazy
0:06:50–0:06:54
Grösse, hat, bei size natürlich, alles andere ist ja nicht spannend.
0:06:57–0:07:00
Also, wir müssen jetzt hier anfangen, aber sagst du es noch schnell.
0:07:01–0:07:04
Avatar Ultra HD hat 72,1 GB.
0:07:04–0:07:09
Ja gut, dann musst du 10 so Filme und dann noch ein wenig chatten und dann hast
0:07:09–0:07:11
du es geschafft. Also, und jetzt geht es los.
0:07:14–0:07:24
«Nerdfunk» Herzlich willkommen zum «Nerdfunk»
0:07:27–0:07:32
Hier ist der Nerdfunk mit Digi Chris und Kevin... Nein, ich hätte nicht Digi
0:07:32–0:07:35
sagen müssen. Mit dem Digi. Mit dem Digga.
0:07:35–0:07:40
Und Kevin Rechsteiner, wenn ihr die Pre-Show gehört habt, verstehen die Gag
0:07:40–0:07:42
und finden ihn wahrscheinlich immer noch nicht lustig.
0:07:42–0:07:45
Aber Digi, wir werden uns noch mal sehen. Wir haben heute über ein Thema gesprochen,
0:07:45–0:07:48
das du ausgesucht hast und warum müssen wir über das sprechen?
0:07:50–0:08:01
Ja, wir haben vor zwei Wochen zum dritten Mal in elf Jahren über die SRG abgestimmt.
0:08:01–0:08:11
Und das dritte Mal hat sich das Schweizer Stimmvolk für den Moloch ausgesprochen
0:08:11–0:08:14
und sogar relativ deutlich Und klar,
0:08:14–0:08:19
für viele ist das RG, du stellst den Fernseher an und schaust die Tagesschau,
0:08:19–0:08:22
du schaust die Landfrauenküche und ja,
0:08:22–0:08:28
irgendwann müssen wir uns schon fragen, wie geht es jetzt weiter mit dem Fernseher,
0:08:28–0:08:33
mit dem linearen Fernseher, wenn du einstellst und was ich übrigens jemanden
0:08:33–0:08:36
mache, einfach durchzählst auf irgendwelchen exotischen Kanälen.
0:08:36–0:08:39
Du machst das tatsächlich noch. Ich habe ja in der Pre-Show erzählt,
0:08:39–0:08:44
dass ich wieder mal aus technischen Gründen ganz normales Fernsehen schauen musste.
0:08:45–0:08:49
Und ich finde das fast unmöglich. Ich kann fast nicht mehr durchzappen.
0:08:49–0:08:54
Und dann kommt es noch dazu, wenn so ein smarter Fernseher mit dem digitalen
0:08:54–0:08:58
Fernseher... Also analog ist es wenigstens noch einigermassen zügig gegangen bei dem Zappen.
0:08:58–0:09:00
Aber mit dem digitalen Fernseher musst du ja je nachdem warten.
0:09:00–0:09:04
Du wirst zwei Sekunden, bis er noch den Sender gewechselt hat.
0:09:05–0:09:08
Das Zappen macht ja keinen Spass mehr digital, kann man das so sagen.
0:09:09–0:09:12
Kommt auf das Gerät an, ist es sicher besser geworden, also ich meine,
0:09:12–0:09:14
ich bin ja schon lange dabei, am Anfang ist es tatsächlich,
0:09:15–0:09:19
sie haben teilweise, ja, zum vielleicht ein bisschen technisch werden,
0:09:19–0:09:24
du hast auf einem Kanal, auf einer Frequenz, hast du im digitalen, ich sage jetzt,
0:09:25–0:09:31
acht Sender und die haben es dann so gemacht, dass die Frequenz immer gleich
0:09:31–0:09:35
bleibt, dass es den Tuner nicht neu tunen, synchronisieren, whatever,
0:09:35–0:09:39
aber es ist klar, es kann schon länger gehen Und ich glaube,
0:09:39–0:09:44
die UPC hat mal eine Box gehabt, wo es wirklich ein Zapp-Equal war.
0:09:44–0:09:47
Aber das konnten sie dann auch irgendwann mit Software-Updates fixen.
0:09:48–0:09:52
Kevin, tust du noch zappen? Oder anders gefragt, ich bin fast sicher,
0:09:52–0:09:55
dass du nicht mehr zappst. Anders gefragt, wann hast du das letzte Mal zappt?
0:09:56–0:10:00
Ich habe ja schon... Ich habe eigentlich nie einen Fernseher besetzt.
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Das ist eigentlich noch lustig.
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Aber hast du das nicht beruflich gemacht? Das mit dem Fernseher und so?
0:10:06–0:10:09
Ich habe das beruflich gemacht. Ich habe das mal gelernt.
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Ich habe das mal auseinandergeschraubt und so. Nein, ich bin in einem Radio-Fernseh-Geschäft
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gross geworden und das war das war.
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98, 99, 2000, so dort.
0:10:21–0:10:21
Ja.
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Das ist noch sehr lineares Fernsehen, das ist so knapp mal mit,
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mit, ui, jetzt wird das geheißen, du hast keine Zahlungen, und dann hat es dir
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irgendeine Sendung aufgenommen.
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Showview. Nein, Show. Showview, danke.
0:10:35–0:10:39
Showview, crazy. Und dann habe ich so viel Fernsehen geschaut,
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und dann habe ich irgendwann gefunden, wenn ich dann mal eine Wohnung hatte,
0:10:41–0:10:44
dann kaufe ich mir einen grossen Fernsehen, und das habe ich dann nie gemacht.
0:10:44–0:10:46
Ich habe mir nie einen Fernsehen gekauft.
0:10:46–0:10:50
Und dann habe ich glaube am Anfang, immer wenn ich in ein Hotel gekommen bin,
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habe ich den Fernseher geschaltet und habe durchgezappt. Das mache ich seit Jahren.
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Ja.
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Beim Zappen bin ich komplett draus. Ich bin beim Fernsehen eigentlich komplett draus.
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Ich bin eigentlich auch draus. Ich schaue noch, was ich mache.
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Ich mache es zeitversetzt, Tagesschau schauen oder so. Aber sonst eigentlich
0:11:10–0:11:12
wirklich, dass ich jetzt wieder hinschauen und eine Sendung schaue,
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dann, wenn sie ausgestrahlt wird. das ist also seit Jahren nicht mehr vorgekommen
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und ohne Sport passiert glaube ich nicht mehr.
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Also Digi Chris du wolltest eigentlich sagen es wäre gescheiter gewesen,
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man hätte die SRG abgeschafft, weil wir brauchen sie ja nicht mehr,
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weil das macht niemand mehr so.
0:11:29–0:11:32
Überhaupt nicht jetzt auch gerade Tagesschau, ich muss sagen wenn ich jetzt
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um halb acht nicht gerade mit euch würde reden, würde ich vermutlich einfach
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schnell, wenn ich jetzt zufällig zu Hause bin die Schlagzeile zumindest von
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der Tagesschau schauen, weil ich glaube immer noch
0:11:42–0:11:49
von der Audi weil auch die visuellen Anbieter haben die SRG mit Abstand die
0:11:49–0:11:51
beste journalistische Qualität.
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Das ist unbestreitend. Und wenn ich jetzt mit euch fertig bin,
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schaue ich schnell die Schlagzeile.
0:11:58–0:12:02
Alles gut. Und dass ich tatsächlich etwas...
0:12:04–0:12:09
Linear schaue. Also wenn ich jetzt vielleicht weiss, sie redet im Kassensturz,
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ja, ich mache mal wieder mein Liebesbeispiel,
0:12:12–0:12:15
Kreuzfahrträder ein im Vergleich, dann bin ich sofort gesehen,
0:12:15–0:12:19
dann würde ich es live schauen, aber klar, ich schaue auch das meiste,
0:12:19–0:12:22
wie sagen wir, on demand und eben, wenn ich halt einfach mal,
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ich sage jetzt vor mein Bett gehe,
0:12:24–0:12:28
Zep schalte auch mal eben beim Swisscom TV auf, weiss ich was,
0:12:28–0:12:32
die arabischen Sender einfach mal zu schauen, was zeigen die,
0:12:32–0:12:39
Das finde ich in der jetzigen Situation nicht unbedingt Bauchtanz oder Kamelrennen,
0:12:39–0:12:41
das finde ich einfach noch exotisch.
0:12:41–0:12:45
Da hast du früher keine Chance gehabt, weil du 20 Sender übertragen konntest.
0:12:45–0:12:55
Du geniessst einfach die Weltreise in visueller Form. Das verstehe ich natürlich schon.
0:12:55–0:12:59
Jetzt ist mir noch etwas eingefallen. Also den Tatort schaue ich manchmal in
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Echtzeit, weil früher konnte man auch so schön Twitteren dazu.
0:13:04–0:13:08
Also man konnte lesen, was die Community so schreibt und sich selber daran beteiligen.
0:13:08–0:13:12
Das habe ich eigentlich noch nicht gefunden, aber das ist ja mit Twitter gibt
0:13:12–0:13:15
es ja in dem Sinn nicht mehr und darum gibt es auch das Erlebnis nicht mehr.
0:13:15–0:13:19
Aber ich glaube, aus Nostalgie hänge ich dem nachher so ein bisschen nahe.
0:13:20–0:13:25
Aber es ist mehr so, weil ich sonst nicht weiss, was ich mit meinem Sonntagabend anfange.
0:13:25–0:13:29
Was eben, was du jetzt auch erwähnt hast, bei Twitter und eben,
0:13:29–0:13:33
ich weigere mich eigentlich X zu sagen, der Second Screen, das hat irgendwie
0:13:33–0:13:35
auch, das ist ja schon vielleicht 10 Jahre her,
0:13:36–0:13:40
und ESC gegeben, die haben auch Twitter und hast du Leute gehabt,
0:13:40–0:13:44
die niemals einen ESC geschaut hätten, die haben dann halt auch gesagt,
0:13:44–0:13:47
sie hegt den Fernseher wahrscheinlich schon ewig nicht mehr eingegangen,
0:13:47–0:13:50
das sind so geniale Tweeter und
0:13:51–0:13:56
Du hast dann teilweise fast den Schweizer Egg verpasst, weil du all diese Tweets angeschaut hast.
0:13:56–0:14:01
Also wir stellen schon fest, es gibt diese Momente noch, oder vielleicht erinnert
0:14:01–0:14:04
mich uns einfach noch daran, aber so die, wie nennt man die?
0:14:05–0:14:08
Auf Englisch gibt es einen Begriff, wo mir jetzt nicht einfallen,
0:14:08–0:14:11
so die Fireplace Moments oder irgend so etwas.
0:14:11–0:14:18
Ich tue nachher noch schnell googeln, aber Kevin, hast du dann irgendeine Berührung
0:14:18–0:14:22
mit der SRG oder gar nicht? spielt diese Rolle in deinem Leben?
0:14:22–0:14:29
Ich glaube, ich habe ganz viele Berührungen mit der SRG.
0:14:29–0:14:31
Also ich habe jetzt gesagt, ich schaue nicht Fernsehen, das heisst aber nicht,
0:14:31–0:14:38
dass ich nicht online nein, also ich schaue auf dem Laptop, so ich gehe in eine
0:14:38–0:14:40
Mediathek oder irgendwie so
0:14:41–0:14:45
aber man geht halt immer von dem ich sitze vor dem Fernsehen
0:14:46–0:14:50
und schaue jetzt Fernsehen aus Und dort bin ich halt nicht der Kunde und ich
0:14:50–0:14:55
glaube, auch bei dieser Abstimmung hat man ja genau die Leute wie mich geholt
0:14:55–0:14:59
und gesagt, du brauchst das gar nicht, weil du hast ja gar keinen Fernseher.
0:15:01–0:15:07
Und ich habe aber eigentlich die Idee vom linearen Fernsehen,
0:15:07–0:15:10
finde ich eigentlich schon noch etwas Cooles.
0:15:10–0:15:15
Also, wenn ich mich so an die Wetten, dass oder so erinnere,
0:15:15–0:15:18
dann hat man sich auch darauf gefreut, dass die gekommen sind.
0:15:19–0:15:20
Und dann habe ich jetzt einmal geschaut.
0:15:21–0:15:26
Das ist halt wie so ein wenig verloren gegangen und ich glaube,
0:15:26–0:15:28
ich habe auch wie schöne Erinnerungen gehabt,
0:15:29–0:15:35
dass wir wie als Familie vor dem Fernseher gesessen sind und du hast Fernsehen
0:15:35–0:15:38
geschaut und du hast nicht schnell Pause machen können,
0:15:38–0:15:42
sondern du musst dann irgendwie die Werbung abwarten, dass du etwas trinken
0:15:42–0:15:44
kannst oder irgendjemand musste schnell gehen oder so.
0:15:44–0:15:51
Und das habe ich eigentlich noch witzig gefunden und finde es vielleicht ein
0:15:51–0:15:53
bisschen schade, dass du das wie so nicht mehr erlebst.
0:15:54–0:15:57
Ich weiss nicht, ob der Begriff Fireplace Moment ist, ich finde es aber ein
0:15:57–0:16:01
guter Begriff und ich nehme den. Die Fireplace Moments, die gibt es nicht mehr.
0:16:01–0:16:03
Nein, das ist nicht der richtige Begriff.
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Ich finde den super, den nehmen wir.
0:16:06–0:16:11
Ich habe mehrere Kais gefragt inzwischen und keiner hat sie wirklich gewusst.
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Also vielleicht habe ich den jetzt auch erfunden.
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Du bist jetzt ein Shakespeare, du hast jetzt etwas zu sagen.
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Ah, sehr gut. Sonst nicht geschafft, aber immerhin alles. Nein, das nehme ich gerne.
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Also man kann sagen, dass egal wie, dass es mit der SRG weitergeht,
0:16:27–0:16:33
aber so die Klammern, die Momente, wo alle sich damit identifizieren können,
0:16:33–0:16:34
die sind schon wichtig, oder?
0:16:35–0:16:40
Also eben, ich erinnere mich, dass ich in der Schule, in der Primarschule immer
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der Aussenseiter gewesen bin, weil ich als einziger nie das Wetten-Das gesehen
0:16:44–0:16:46
habe und weil wir keinen Fernseher gesehen haben.
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Ich wüsste noch ein Wort. Strassenfäger?
0:16:49–0:16:50
Ja, genau.
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Ich habe dir auch schon mal erzählt, eine Anekdote, dass meine Eltern geschäftlich
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sind, vielleicht am Wochenende weg gewesen, dann kam die Grossmami zu mir und
0:17:03–0:17:04
man hat Wetten-Das geschaut.
0:17:05–0:17:11
Jedes Mal, als der Gottschalk reinkam ist, hat sie sich fürchterlich über sein Outfit aufgeregt.
0:17:11–0:17:11
Ja.
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Einfach so Sachen, ich weiss noch einmal
0:17:15–0:17:17
ist David Hasselhoff gekommen. Ich war dort auch noch nicht so alt.
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Und da hat sogar mir jeder gesagt, ja, der Christian, er darf das schauen.
0:17:24–0:17:29
Aber er muss dann, nachdem David Hasselhoff gesungen hat, ist logischerweise
0:17:29–0:17:32
immer am Schluss gekommen, sofort ins Bett. Ja.
0:17:33–0:17:37
Ich meine, das war auch legendär mit Überziehen und so, dass es halt eine halbe
0:17:37–0:17:40
Stunde oder dreiviertel Stunde lang gegangen ist, diese Sendung.
0:17:41–0:17:45
Und alle Kinder haben das toll gefunden, weil sie eigentlich länger aufbleiben konnten.
0:17:45–0:17:50
Aber jetzt im Ernst, das geht uns noch so, aber wenn du heute aufwachst,
0:17:50–0:17:51
dann hast du das nicht mehr.
0:17:51–0:17:54
Und dann gibt es auch diesen Moment nicht mehr. Oder dann gibt es vielleicht
0:17:54–0:18:00
die, die zufälligerweise vom TikTok-Algorithmus das gleiche Video eingespielt
0:18:00–0:18:04
bekommen haben und dann das so ein gemeinsamer Moment ist.
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Aber er hat schon nicht ganz die gleiche Flughöhe, oder Kevin?
0:18:08–0:18:12
Es gibt es noch beim Sport. Ich glaube, das ist der einzige Bereich,
0:18:12–0:18:20
wo sich halt rein von der, wie sagt man dem, Sport musst du live sehen,
0:18:20–0:18:21
wenn du ein Sportfan bist.
0:18:22–0:18:27
Und ich glaube, dort entsteht für mich auch während der WM oder während der
0:18:27–0:18:31
EM ein bisschen das Gefühl, ich schaue sonst nie die Spiele,
0:18:31–0:18:34
das interessiert mich nicht, ich schaue keine Sportübertragungen, also
0:18:35–0:18:38
Es ist noch wichtig, Superbowl ist wichtig, Formel 1 ist wichtig,
0:18:38–0:18:41
das sind die grossen Sporteventen, wo viele Leute dann schauen,
0:18:41–0:18:43
die sonst nichts mit Sport zu tun haben.
0:18:43–0:18:48
Ich bin beim Fussball eigentlich nur, weil wir das Public Viewing im Kino machen, dabei.
0:18:49–0:18:54
Aber dort habe ich so das Gefühl, wenn es dann so das Finalspiel ist und man
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ist dann schon irgendwie zwei Stunden vorher dort,
0:18:57–0:19:01
dann finde ich so, es entsteht das kollektive Gefühl von, hey,
0:19:01–0:19:04
jetzt schauen wir irgendetwas miteinander.
0:19:05–0:19:07
Und das sind glaube ich die einzigen Momente, wo es noch gibt.
0:19:08–0:19:13
Ich glaube nicht einmal, dass man das reproduzieren kann im Sinn einer Familie,
0:19:13–0:19:19
die sagt, heute schauen wir jetzt einen Film zusammen, weil es halt wie so immer verfügbar ist.
0:19:19–0:19:24
Netflix macht das nicht exklusiv, sondern du kannst den Film zu jedem Zeitpunkt
0:19:24–0:19:29
starten, du kannst jede Zeit pausieren, du kannst nochmal schauen.
0:19:29–0:19:34
Und das habe ich eigentlich immer spannend gefunden, auch beim linearen Fernsehen.
0:19:34–0:19:38
Du hast gewusst, der Film kommt dann, entweder du nimmst ihn auf,
0:19:38–0:19:41
oder du musst nachher irgendwo in deinem Kollegenkreis irgendjemand suchen,
0:19:41–0:19:47
wo den aufgenommen hat, oder du wartest vier Monate und dann kommt er nochmal
0:19:47–0:19:48
irgendwann im Fernsehen.
0:19:48–0:19:52
Das stimmt. Wir haben auch schon darüber gesprochen, dass die Momente,
0:19:52–0:20:00
in denen das nicht ständig verfügbare Habe von allem, ein Wert an sich ist.
0:20:01–0:20:06
Die OSCAR-Verleihe ist mir eingefallen. Es gibt Leute, die dort wachgeblieben sind.
0:20:07–0:20:10
Ah ja, das stimmt. Die war erst gerade letzte. Aber es ist wirklich nicht mehr viel.
0:20:10–0:20:16
Und ich erinnere mich bis heute noch, dass ich die Twin Peaks angefangen habe zu schauen.
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Das war, glaube ich, Anfangs 90er Jahre wahrscheinlich.
0:20:21–0:20:24
Und dann musste ich ins Militär einrücken.
0:20:25–0:20:29
Und darum weiss ich bis heute nicht, wer die Laura Palmer umgebracht hat.
0:20:29–0:20:33
Also das ist, das ist, das hat sich auch nicht mehr schliessen lassen und ich
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könnte jetzt natürlich heute das Twin Peaks nochmal schauen, aber es wäre irgendwie.
0:20:36–0:20:40
Hat irgendjemand noch Videokassetten von dem, wo man die irgendwie durchlehnen kann?
0:20:40–0:20:45
Oh ja, bitte. So mit Kassetten und also die fetten VHS, genau.
0:20:45–0:20:48
Du hast auch eine Serie gehabt, die wirklich ganz linear war,
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eben 24 mit Kiefer Sutherland, die ist ja eigentlich in Echtzeit abgelaufen.
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Und damals auch halt jede Woche eine Folge und ich weiss noch,
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dort hat es sogar ein Forum gegeben, wo irgendwie 24 Spoilers gehabt hat und
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dort sind wirklich Gerüchte rumgegangen,
0:21:05–0:21:11
dass ein Produzent tatsächlich so ganz ganz kleine Häppchen gesagt hat,
0:21:11–0:21:16
weil die Serie war immer fertig, dann hast du einen Trailer gehabt und dann
0:21:16–0:21:18
sieht es aus, oh, ist jetzt Jack Bauer gestorben?
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Und er hat dann so ganz kleine Sachen, und es ist schon ewig gehört,
0:21:24–0:21:26
dass Charles Logan, also der Präsident,
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der Verbrecher ist, der hat das wirklich, wenn du all seine Hinweise zusammengestellt
0:21:32–0:21:33
hast, hat es dann gewusst.
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Und wahrscheinlich, ich könnte mir vorstellen, das ist ein Produzent von der
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Serie gewesen, aber der hat so viel Attraction für die Serie gemacht,
0:21:41–0:21:43
dass die Leute dran geblieben sind.
0:21:43–0:21:45
Also ja, das war auch noch lustig.
0:21:45–0:21:51
Aber man muss ja sagen, Kevin, durch das, dass Filme nicht mehr für ein,
0:21:51–0:21:55
oder auch Serien nicht mehr für ein riesen Publikum funktionieren müssen,
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ist es ja eigentlich erst möglich wurde, dass es erzählerisch ein bisschen komplexer
0:22:00–0:22:03
geworden sind und auch anspruchsvoller und ohne.
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Das vergessen wir vielleicht, dass die Serie, also Magnum habe ich auch mit
0:22:09–0:22:11
gern geschaut, aber jetzt erzählerisch
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ist es jetzt nicht ein wahnsinnig anspruchsvolles Ding gewesen.
0:22:15–0:22:18
Aber dort gibt es jetzt auch schon wieder Gegenbewegung.
0:22:19–0:22:19
Ja.
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Wenn man neue Serien schaut, ich habe letzte irgendwas, was ist es für Serien?
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Ich habe es schon wieder vergessen, das hat mich aufgeregt. Ich habe einfach
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eine Folge von etwas geguckt, wo jemand gesagt hat, ihr müsst schauen, wegen Gründen.
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Und ich habe das geguckt und dort ist mir aufgefallen, das war eine Netflix-Serie.
0:22:36–0:22:40
Und ich habe dann so gedacht, wieso sagen die alles dreimal?
0:22:43–0:22:47
Wieso? Ich sehe, was ihr macht, warum erzählert ihr mir das nochmal?
0:22:48–0:22:54
Bin ich dumm? Also, hä? Und dann habe ich nachgeschaut, weil es hat mich dann
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ein Wunder gemacht. Ich habe gedacht, warum ist das so?
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Second Screen Phänomen. Die Leute schauen nicht mehr Netflix,
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sondern sie haben das Handy noch offen und dann verpasst es die Handlung.
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Also wird die Handlung mittlerweile so geschrieben, dass der Plot immer wieder nochmal erzählt ist.
0:23:15–0:23:19
Wie Teletubbies musst du es dreimal wiederholen, dass die Leute das checken.
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Wenn du das bewusst und aktiv schaust, dann denkst du, es ist richtig schlecht.
0:23:27–0:23:30
Weil ich bin ein Kinolüger. Genau.
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Ich gehe gerne ins Kino und dann schaue ich den Film und dann schaust du den
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Film mit vollem Bewusstsein.
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Und ich kann mega gerne, wenn du in einem Film etwas hast, wo du zwar, du nimmst es wahr,
0:23:42–0:23:47
aber nicht so bewusst, dass es ein Kameraschränk auf ein Bild ist,
0:23:47–0:23:53
Sondern du checkst das aus dem Kontext, was hat das jetzt für eine Bedeutung.
0:23:53–0:23:55
Und es ist nicht so zu offensichtlich.
0:23:55–0:23:59
Und jetzt bei der Serie ist es so, dass man es dreimal offensichtlich machen
0:23:59–0:24:01
muss. Du musst zuerst das Familienbild zeigen.
0:24:02–0:24:05
Dann muss er noch sagen, dass er verlassen worden ist von seiner Frau.
0:24:06–0:24:11
Und dann muss der Kollege noch reinkommen und ihm nochmal über sein Schicksal ausfragen.
0:24:12–0:24:14
Und dann haben die Leute checkt. Das haben mich ein bisschen aufgeregt.
0:24:14–0:24:17
Das verstehe ich. Früher war es wirklich ein Show-don't-tell,
0:24:17–0:24:21
wenn man Geschichte im Film zeigt.
0:24:22–0:24:26
Aber hey, Digi, Chris, hey Digi, müssen wir noch ein bisschen politisch werden.
0:24:28–0:24:32
Es hat jetzt die Abstimmung gegeben und dann kam unser Medienminister,
0:24:32–0:24:37
Herr Rösti, und fand, sie haben zwar die Initianten verloren,
0:24:37–0:24:40
aber trotzdem muss man ihnen ihre Anliegen ganz ernst nehmen.
0:24:40–0:24:44
Und wir müssen jetzt schauen, dass das SRF ja keine Unterhaltung macht.
0:24:44–0:24:48
Also wir haben ja genau über die Momente gesprochen, die wir eigentlich gefunden
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haben, die wären ja noch wichtig oder die haben früher das Fernsehen ausgezeichnet,
0:24:53–0:24:55
so die Unterhaltungsmomente, die ja vielleicht doch...
0:24:56–0:25:04
Also ich würde sagen, das schafft das Fernsehen schon auch immer noch die Momente
0:25:04–0:25:08
zu bieten, die alle anzudocken können, aber das ist halt häufig,
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nicht unbedingt jetzt die Unterhaltung, sondern wir,
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weil gerade heute oder gestern irgendwann einmal ist das Ritchie-Meme herumgeschleckt
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worden, aus der, Digi Chris, das sagt ja vielleicht etwas,
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aus der Fernsehsendung Auf und Davon heisst die, und die tatsächlich,
0:25:24–0:25:27
die schaue ich an mich, und das ist der Richie,
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von fast zum Traktor aus, der Richie, genau, nicht der Richie,
0:25:31–0:25:33
obwohl es auf Kanada ausgewandert ist.
0:25:33–0:25:37
Du siehst, sogar der Kemin kennt das. Und das sind doch die Momente,
0:25:37–0:25:38
die sind eben schon noch wichtig.
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Und wenn jetzt gerade, wenn der Herr Rösti sagt, man darf keine Unterhaltung
0:25:42–0:25:45
mehr machen, dann würde genau die tolle Fernsehsendung wegfallen.
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Da sind wir eigentlich nicht einverstanden, oder?
0:25:48–0:25:51
Nein, überhaupt nicht. Unterhaltung, man könnte darüber reden,
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es fällt jetzt SRF Hollywood Spielfilme zu zeigen.
0:25:54–0:25:56
Da kann ich sagen, da kann man auch ein bisschen Budget sparen.
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Aber ich muss auch sagen, ich habe auch Leute in der Familie, die lieben den Juggler.
0:26:02–0:26:07
It's not my thing, aber die Geschmäcker sind verschieden. Aber so eine Serie
0:26:07–0:26:12
produzieren, ist wahrscheinlich für den Privaten verdammt schwer.
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Ja.
0:26:14–0:26:18
Also jetzt einfach finanziell. Also klar, ich hätte die Schauspieler,
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aber das sind halt irgendwann Schauspieler X, X und X viel.
0:26:22–0:26:25
Dann tut ihr meine CFO und sagt, nein, machen wir nicht.
0:26:26–0:26:30
Jetzt, ja, auch irgendwie SRF bei der Eute und so Sachen.
0:26:30–0:26:36
Das macht niemand. Das regelt den Markt nicht. Das kann sich nie refinanzieren.
0:26:36–0:26:37
Das glaube ich auch nicht.
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Und klar, man kann sich jetzt fragen, soll jetzt halt irgendein Champions League
0:26:41–0:26:47
Spiel soll das halt zu 3+. Wenn sie das Geld haben, tut dir ja nicht weh,
0:26:47–0:26:51
auch wenn du vielleicht kurz vor dem Elfmeter Werbung hast.
0:26:51–0:26:54
Das würde ich jetzt nicht sagen, aber eine gewisse Unterhaltung.
0:26:55–0:27:00
Wie hat es geheiss, die Netflix-Initiative? Ach, jetzt ist es mir gerade entfallen.
0:27:00–0:27:05
Wir hatten doch das mit dem Anteil, dass Streaming...
0:27:05–0:27:06
Lex Netflix.
0:27:06–0:27:07
Lex Netflix, ja.
0:27:10–0:27:17
Dass man Schweizer Content hat und da hat die SRF die Mittel, das zu produzieren.
0:27:17–0:27:24
Wenn sich dann vielleicht mal ein 3 Plus beteiligen will, ist ja gut.
0:27:24–0:27:28
Also ich finde ja wirklich, es ist halt tatsächlich so, wenn das jeder zahlen
0:27:28–0:27:32
muss, dann muss man auch ein breites Spektrum an Inhalten anbieten.
0:27:33–0:27:39
Sonst haben die, die bis jetzt gesagt haben, ich schaue ja nie etwas,
0:27:39–0:27:44
und das, was ich schaue, trotzdem, das gefällt mir nicht. Da haben wir gefunden, nein.
0:27:44–0:27:48
Ich meine, mit diesem Argument kannst du nicht kommen. Aber wenn du das Angebot
0:27:48–0:27:54
jetzt radikal ausdünnen würdest, dann hätten die eben irgendwann mal doch recht.
0:27:54–0:27:58
Von mir aus gesehen müsste keine Sekunden Champions League dort laufen,
0:27:58–0:28:01
aber ich verstehe, dass es Leute gibt, die das sehen wollen.
0:28:01–0:28:08
Kevin, also sind wir uns einig, viel würde ich jetzt nicht weglassen.
0:28:08–0:28:10
Oder hast du irgendetwas auf dem Schirm, das man jetzt findet,
0:28:10–0:28:12
das ist jetzt absolut nutzlos?
0:28:12–0:28:19
Das hat es mit Sicherheit. Ich schwöre, es hat Sachen, wo ich das finde.
0:28:20–0:28:23
Ja, wo du das findest, aber wo man jetzt objektiv irgendwie sagen könnte.
0:28:23–0:28:29
Genau. Es geht ja dort um etwas anderes. Also es geht darum, dass
0:28:30–0:28:35
dass wir ein Angebot haben, das ich vielleicht nicht wahrnehme.
0:28:35–0:28:40
Und dann haben die Leute, die die Initiativen ergreifen, das Gefühl,
0:28:40–0:28:44
das ist jetzt so schlimm, dass wir jetzt eine Abstimmung machen müssen.
0:28:44–0:28:49
Ich bin ein Autokind. Ich bin immer mit dem Auto unterwegs.
0:28:49–0:28:54
Jetzt können wir eine Abstimmung machen, wo ihr sagt, wir streichen alle Parkplätze
0:28:54–0:28:56
in der Stadt, weil wir diese ja nicht brauchen.
0:28:57–0:28:58
Ja, genau.
0:28:59–0:29:03
Macht ja verdammt Sinn. Und das ist das, was mich aufgeregt hat,
0:29:03–0:29:07
dass ich so denke, können wir das nicht miteinander machen?
0:29:07–0:29:11
Nur weil ich keine Formel 1 schaue, heisst das ja nicht, dass man das streichen muss.
0:29:12–0:29:16
Nur weil ich nicht Samstag jass schaue, heisst das ja auch nicht,
0:29:16–0:29:19
dass man das streichen muss. Es hat ja irgendwelche Leute, die das gut finden.
0:29:20–0:29:25
Es wird irgendeine Gruppe Menschen geben, die entscheidet, wir machen die Geschichte
0:29:25–0:29:31
und dann wird man das machen und aus der Erfahrung kann man nachher sagen,
0:29:31–0:29:34
es hat funktioniert oder es hat nicht funktioniert.
0:29:35–0:29:39
Und darum regt mich so die Zeug manchmal auf, wo man so das Gefühl hat,
0:29:39–0:29:41
man kann über etwas entscheiden.
0:29:41–0:29:44
Nur weil ich jetzt der König von der Welt bin und das Gefühl habe,
0:29:44–0:29:47
ich brauche das nicht, und ich das entscheiden, finde ich so.
0:29:47–0:29:49
Nein, du kannst das nicht entscheiden.
0:29:50–0:29:55
Man kann ja, eigentlich könnte man ja aus der Beobachtung raus, die wir gemacht haben,
0:29:55–0:30:05
dass eben Dass die Welt immer mehr in einzelne Bubbles zerfällt und die Segmentierung viel grösser wird.
0:30:05–0:30:10
Dass man nicht mehr ein Wett'n'dass hat, das sicher nicht alle toll finden.
0:30:11–0:30:15
Früher haben die eine, Mireille Mathieu, wenn sie im Wett'n'dass kam,
0:30:15–0:30:17
dann waren nicht alle glücklich.
0:30:20–0:30:23
Man hat viel mehr die Fragmentierung und die Einzelinteressen,
0:30:23–0:30:24
da muss man doch eigentlich sagen,
0:30:25–0:30:31
da muss sich das SRF noch breiter aufstellen und es muss auch im Streaming oder
0:30:31–0:30:36
auf TikTok oder so Inhalte anbieten, die du jetzt im Fernsehen nicht machen könntest.
0:30:36–0:30:44
Aber dass trotzdem auch die Medienanstalt noch stattfindet im Leben von den Leuten,
0:30:44–0:30:48
die mit linearem Fernsehen und einmal einschalten und mit diesen Themen gar
0:30:48–0:30:53
nichts mehr anfangen können, weil sonst landen die dann bei irgendwelchen Inhalten
0:30:53–0:30:58
und so und werden überhaupt nicht mehr abgeholt von dieser Idee,
0:30:59–0:31:07
dass man jetzt da doch noch journalistisch sorgfältig mit unter Rahmenbedingungen
0:31:07–0:31:11
ein Programm produziert, das auch gewisse Qualitätsansprüche erfüllt.
0:31:12–0:31:15
Also Digikrismen müsste eigentlich verlangen, dass es noch viel vielfältiger
0:31:15–0:31:17
werden müsste, als es heute ist.
0:31:17–0:31:21
Eigentlich schon. Wenn man jetzt ein Zeug nimmt, was gerade im Iran passiert,
0:31:22–0:31:24
oder halt einfach dort im Orient.
0:31:24–0:31:27
Da könntest du einen Tagesschaubeitrag von drei Minuten machen.
0:31:28–0:31:31
Wir haben es gehört, Aufmerksamkeit, ich sage jetzt von einem Teenager.
0:31:32–0:31:36
Ist etwas kleiner. Die SRF hat einen Social-Media-Kanal und dann haben sie halt
0:31:36–0:31:39
jemanden, der das in 30 Sekunden erklärt.
0:31:39–0:31:44
Es ist natürlich klar, nicht so komplex, aber er weiss, was es ist.
0:31:44–0:31:48
Und eben auch, wer macht das ausser die SRF? Weil bei SRF glaubst du,
0:31:48–0:31:52
es sind Leute, die haben Journalismus studiert, die wüssten, was es ist.
0:31:52–0:31:56
Ja, da kannst du auch sagen, wenn du jetzt jemand anderes hast,
0:31:56–0:32:01
der das macht, in gleicher Qualität und damit gewinnen kann, Be my guest.
0:32:03–0:32:08
Sonst gibt es einen Ombudsman, den dich beklagen kannst, wenn du es nicht gut
0:32:08–0:32:11
findest. Oder es gibt einen Programmbeschwerden, den du machen kannst.
0:32:12–0:32:17
Probiere mal, bei einem TikToker einen Ombudsman zu finden. Oder einen Programmbeschwerden
0:32:17–0:32:20
zu machen. Es gibt auch einen Twitterer.
0:32:20–0:32:24
Der ein absoluter Tesla-Fan ist. Und wenn es irgendwo den Eilen nicht gerade
0:32:24–0:32:26
vergötet, macht er immer Beschwerden.
0:32:27–0:32:30
Und sie werden aber immer abgelehnt. Logisch. Also ich würde jetzt wirklich
0:32:30–0:32:33
sagen, ich habe es auch hier geschrieben,
0:32:34–0:32:38
ich würde jetzt sagen, SRF ist vielleicht ganz, ganz, ganz, ganz,
0:32:38–0:32:42
ganz leicht links, aber sicher nicht so rechts wie die Weltwoche. Also by far.
0:32:42–0:32:45
Ja, das ist eine schwierige Diskussion. Ich weiss nicht, ob wir jetzt,
0:32:46–0:32:49
wir haben eigentlich nur noch eine Minute, ob wir die aufmachen wollen.
0:32:49–0:32:55
Also tendenziell zeigt sich einfach, dass als Journalist wirkst du vielleicht
0:32:55–0:32:59
oft links, weil du auch natürlich dich um Veränderung kümmerst.
0:32:59–0:33:05
Und konservative Leute wollen, dass alles so bleibt, wie es ist.
0:33:05–0:33:10
Aber für den Journalismus ist nicht sehr interessant, wenn du schreibst,
0:33:11–0:33:13
es ist heute alles so geblieben, wie es schon immer gewesen ist.
0:33:13–0:33:17
Dann hast du nämlich deine Zeitung oder auch dein Fernsehprogramm nicht gefallen.
0:33:17–0:33:19
Dort ist es interessanter, wenn,
0:33:20–0:33:24
offen bist für Veränderung und über diese Berichte, musst du sie ja nicht immer gut finden.
0:33:24–0:33:31
Aber die Offenheit grundsätzlich, dass sich Sachen nicht gleich bleiben,
0:33:32–0:33:36
das ist inhärent bei diesem Journalismus, würde ich jetzt mal so sagen.
0:33:36–0:33:42
Aber zum Schluss noch ein kleiner Programm-Tipp oder ein Blogpost.
0:33:42–0:33:47
Ich habe einen interessanten Podcast zu diesem Thema gehört.
0:33:47–0:33:51
Ich habe ihn dann auch besprochen. Er ist eigentlich für den deutschen und den
0:33:51–0:33:56
österreichischen Raum gedacht, oder ist der Podcast gewesen.
0:33:57–0:34:00
Der sich dort Gedanken darüber gemacht hat, mit welchen Mitteln,
0:34:00–0:34:04
dass der öffentlich-rechtliche Raumfunk zukunftstauglich werden könnte.
0:34:04–0:34:08
Und eben eine Idee ist zum Beispiel, und das ist heute schon so,
0:34:08–0:34:15
dass die Mediatheken auf einer Open-Source-Lösung basieren und auch interoperabel sind.
0:34:15–0:34:19
Das heisst, dass man zum Beispiel in der Mediathek vom ZDF dann auch Inhalte
0:34:19–0:34:24
von der ARD und von ART und von der USAT einblenden und das ein bisschen mischen.
0:34:24–0:34:30
Und dadurch, dass man die Inhalte dann auf mehreren Plattformen ausspielen kann,
0:34:30–0:34:31
dass man dann eben auch einsteigt.
0:34:32–0:34:38
Ein grösseres Angebot hat. Und dass in so einer Mediathek, wenn man alle öffentlich-rechtlichen
0:34:38–0:34:39
Inhalte, man kann ja das gut ausdehnen,
0:34:40–0:34:46
man könnte auch Sachen aus der Schweiz und aus Frankreich und aus Italien und
0:34:46–0:34:50
wo es überall öffentlich-rechtliche Sender gibt, mit Untertitelung und wie auch immer drin,
0:34:51–0:34:55
dann hast du ein grösseres Angebot und dann wirkst gegenüber einem Netflix oder
0:34:55–0:35:01
einem YouTube oder einem TikTok eben nicht mehr so schmächtig als Inhaltsanbieter,
0:35:01–0:35:03
sondern du hast eben mehr zu bieten.
0:35:03–0:35:09
Und ich glaube tatsächlich, wir haben es heute mit so fetten Plattformen zu tun.
0:35:09–0:35:14
Und wenn man es schaffen würde, dass das, auch wenn sie natürlich nicht im Sinne
0:35:14–0:35:19
von so geschlossenen Plattformen sind, wie wir immer kritisieren bei den Tech-Konzernen und so,
0:35:20–0:35:26
aber wenn sie den Eindruck haben von einer geballten Inhaltsladung von so einer grossen Plattform,
0:35:26–0:35:30
dass sie dann auch die öffentlich-rechtlichen oder Service-Bubliquus,
0:35:30–0:35:34
wie es bei uns heisst, auch ein bisschen zukunftsträchtiger könnten wahrgenommen
0:35:34–0:35:38
werden, weil sie eben mit Netflix und so mithalten können.
0:35:39–0:35:46
Kevin, einen möglichen Weg oder hast du, was wäre so dein famous last word für das Thema?
0:35:46–0:35:49
Es braucht, glaube ich, Zeit und Geduld, um das zu verstehen,
0:35:50–0:35:53
weil öffentliche Medien sind nie, nie cool.
0:35:53–0:35:56
Ja. Sie brauchen immer eine Auseinandersetzung.
0:35:56–0:36:00
Ja, so ist es, finde ich. Und Digi Chris, du hast das ganz letzte Wort.
0:36:00–0:36:05
In Sachen Mediatheke, to quote Mr. Reagan, tear down that wall.

Die SRG hat den Kampf gegen die Halbierungsinitiative gewonnen. Auf diesem Sieg ausruhen kann sich der Service Public in der Schweiz nicht: Die Gebühren sinken dennoch, zwar nicht auf 200, aber auf 300 Franken. Ein rigides Sparprogramm mit Hunderten Entlassungen ist bereits angekündigt, und auch Medienminister Albert Rösti vertritt weiterhin eine harte Linie: Die Anliegen der Initiative müssten «ernst genommen» werden. Es drohen strengere Vorgaben bei der neuen Konzession mit weniger Sport und Unterhaltung und weniger Texte im Netz, um die Verleger gnädig zu stimmen.

Wir nehmen das zum Anlass, über die Zukunft der SRG zu diskutieren: Wie müsste sie sich aufstellen, um, wie während des Abstimmungskampfes gefordert, «dort zu sein, wo das Publikum heute ist»? Muss sie Abstriche beim Programm machen oder braucht es einen Schutz des Status Quo, wie es eine Online-Petition fordert?

Es gibt viel zu bereden: Müsste sich die SRG zu einer Plattform wandeln, um zukunftsfähig zu sein? Liegt der Schlüssel für den Erfolg in der Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland und Österreich – und wie lang schauen wir überhaupt noch lineares Fernsehen? „Wie weiter mit der SRG und dem linearen Fernsehen?“ weiterlesen

Schlepptop oder PC-Monster? Tipp für den Computerkauf

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:03–0:00:07
Radio, Kulturradio, Kulturradio, Stadtfilter.
0:00:08–0:00:11
Ah, und jetzt weiss ich, warum ich mich nicht gehört habe. Haha,
0:00:11–0:00:13
also ich sage nochmal das, was ich gesagt habe.
0:00:14–0:00:19
Ich tue so, wie wenn nichts passiert wäre. Da ist «At the Races» von Massa und
0:00:19–0:00:22
da ist euer Kulturradio, sagen wir das da.
0:00:22–0:00:26
Man weiss selber nicht, warum das so cool ist. Also, das ist einfach cool.
0:00:26–0:00:29
Radio Stadtfilter. 96,3 Megahertz.
0:00:30–0:00:33
Digi Chris, auch cool unterwegs. Falscher Jingle. Ja, falscher Jingle.
0:00:33–0:00:36
96,3 Megahertz ist vorbei.
0:00:38–0:00:39
Was machen wir da?
0:00:40–0:00:44
Ja, irgendwann werden wir die Jingle aussortiert haben.
0:00:45–0:00:51
Oder es kommt auch zur UKWR-Ressource. Ich meine, wenn das SRF wieder nach der
0:00:51–0:00:54
gewohnen Abstimmung zurück will, ja, kommen wir vielleicht auch zurück.
0:00:55–0:00:59
Ich habe keine Ahnung. Vielleicht fangen wir mit Mittelwellen an.
0:01:00–0:01:05
Dann wäre das 530 kHz oder so.
0:01:05–0:01:08
531 kHz, das ist immer durch 9 teilbar.
0:01:10–0:01:14
Ah, jetzt sieht man hier. Das ist interessant.
0:01:14–0:01:18
So weit arbeiten wir uns heute nicht in die Materie einschaffen.
0:01:19–0:01:26
Du warst zwar letzte Woche nicht dabei, aber unsere Retrosendung hat das Feedback ausgelöst.
0:01:26–0:01:30
Ja, ich habe es gelesen, aber du kannst das besser.
0:01:31–0:01:37
Kurt hat geschrieben, weil ich habe ja schon hier eine Fairleistung fabriziert,
0:01:37–0:01:41
ich habe noch die Sendung, die es um Retro-Themen ging,
0:01:41–0:01:48
mit einer Schallplatte aufzuhören, wo wir die Möglichkeit hätten, hier hinten zu sehen,
0:01:48–0:01:52
etwas abzuspielen, aber ich war dann leider zu wenig gut vorbereitet.
0:01:53–0:01:57
Aber der Kurt tut mir aus der Bredouille helfen, er schreibt nämlich,
0:01:57–0:02:02
damit du bei zukünftigem ähnlichen Thema nicht in Schwierigkeiten kommst,
0:02:02–0:02:09
bezüglich Einsatz eines Musikstücks ab Vinyl Langspielplatten schicke ich dir drei solche zu.
0:02:09–0:02:12
Er hat mir diese geschickt. Ich spiele sie jetzt trotzdem digital,
0:02:12–0:02:17
aber ich glaube das zählt, weil es ursprünglich ab Vinyl kommt.
0:02:17–0:02:24
Er hat diese mit dem Revox-Plattenspieler B791 mit Tangential-Tonarm.
0:02:24–0:02:29
Wenn ihr den vor Augen habt, dann wisst ihr, das war wahrscheinlich das einzige Modell.
0:02:29–0:02:35
Vielleicht auch nicht. Jetzt erzähle ich etwas. Aber wo der Tonarm nicht so
0:02:35–0:02:40
diagonal schräg in die Rille kam, sondern der ist parallel zu der Rille.
0:02:41–0:02:45
Hast du das vor Augen? das Ding, über die Platte gefahren worden,
0:02:46–0:02:49
mit wahrscheinlich einem ganzen, einem komplizierten Mechanismus.
0:02:50–0:02:54
Also, klar, also meine Eltern haben natürlich so einen Plattenspieler gehabt,
0:02:55–0:03:02
und ich glaube, das von den besten, also wirklich wahrscheinlich den Rolls-Royce,
0:03:02–0:03:04
oder eben die Rolex unter den Plattenspieler.
0:03:05–0:03:08
Also, ich würde sagen, jetzt hören wir uns das Produkt an,
0:03:09–0:03:12
wahrscheinlich können wir es nicht mehr ganz hören, er hat mir drei verschiedene
0:03:12–0:03:17
Ich habe mich geschickt und ich habe jetzt das Letzte rausgesucht von Jennifer
0:03:17–0:03:20
Rush und das heisst Ave Maria.
0:03:31–0:03:36
Und die Musik, die Kurt digitalisiert, die knistert nicht und sie rauscht nicht,
0:03:37–0:03:38
auch wenn sie ab Vinyl kommt.
0:03:39–0:03:41
Du bist eigentlich fast ein bisschen schade.
0:03:41–0:03:47
Ja, ich habe auch das Gefühl. Das Retro-Gefühl stellt sich nicht so schnell
0:03:47–0:03:49
ein, wenn es knistert. Sollen wir das?
0:03:49–0:03:52
Wir nehmen den Refrain noch einmal mit.
0:03:54–0:03:55
Ave Maria
0:04:20–0:04:26
Und Ave Maria, könnte man sagen, wenn ihr Pre-Show gehört habt und wenn ihr
0:04:26–0:04:30
so einen grossen, dicken, alten, schweren Laptop oder so einen Computer habt.
0:04:31–0:04:35
Wir wollen uns DigiChris heute darum kümmern, wenn man den vielleicht ein bisschen
0:04:35–0:04:41
moderner und eleganter und leichter und so sich ausstattet.
0:04:41–0:04:46
Wir wollen darüber reden, wie man heute eigentlich einen Computer kauft.
0:04:46–0:04:49
Bist du zufälligerweise gerade in der Verlegenheit, dass du das machen müsstest?
0:04:50–0:05:01
Nein, ich bin auf einem M4 MacBook Air 60 RAM 512, der plus minus wirklich ein Jahr alt ist.
0:05:02–0:05:05
Weil eben unsere Podcast-Software Thailand läuft ja auf Mac.
0:05:06–0:05:13
Also der läuft noch perfekt. Und links von mir steht noch ein HP Tower.
0:05:13–0:05:17
Der ist jetzt etwa 5 Jahre alt. Also eine Windows-Maschine.
0:05:19–0:05:23
Jetzt bist du weg, hoffentlich nicht, sonst muss ich die Sendung alleine machen.
0:05:23–0:05:26
Du hast vorher schon ein bisschen geknistert und so, jetzt sind wir gespannt.
0:05:26–0:05:32
Ein Gamespielen, ja. Aber ja, nein, momentan brauche ich keine neue Pizza,
0:05:32–0:05:33
weil ich nicht im Lotto gewonnen habe.
0:05:34–0:05:38
Ah, ja, über das reden wir dann gerade noch. Wir müssen im Lotto gewinnen vorher,
0:05:38–0:05:43
weil der Auslöser ist eigentlich, das hast du vielleicht mitbekommen,
0:05:43–0:05:47
Digi Chris, das ist das Apple-Produkt, das es neuerdings gibt.
0:05:47–0:05:50
Die haben ein MacBook Neo herausgebracht.
0:05:50–0:05:55
Und überraschend und für Apple eher untypisch ist, dass es sehr günstig ist.
0:05:55–0:05:59
Also günstig, man bekommt es für ungefähr 600 Franken in den Läden.
0:06:00–0:06:06
Und das Gerät hat die Konkurrenz verunsichert. Der Asus-Chef hat behauptet,
0:06:06–0:06:08
das sei ein Schock für den ganzen Markt.
0:06:08–0:06:11
Und da wollen wir uns fragen, ist das jetzt nicht vielleicht ein bisschen übertrieben,
0:06:11–0:06:16
wenn ein Computer einfach so relativ günstig ist. Er ist günstig.
0:06:16–0:06:17
Darüber können wir sprechen.
0:06:17–0:06:22
Wir haben das aber als Steilvorlage genommen, um uns zu überlegen,
0:06:22–0:06:23
auf was man schauen muss.
0:06:23–0:06:26
Muss man einen KIP-PC kaufen?
0:06:26–0:06:31
Muss man, wenn man viel RAM möchte? Digi-Chris hat es auch schon erwähnt,
0:06:32–0:06:33
weil es teurer geworden ist.
0:06:35–0:06:41
Oder wie machen wir das am besten? Ich würde ganz am Anfang damit anfangen,
0:06:41–0:06:47
hast du das Gefühl, dass das MacBook Neo wirklich den Markt so wird durcheinanderwirbeln?
0:06:47–0:06:51
Ich habe auch gelesen, und das findet ihr dann auch in den Artikeln in den Show
0:06:51–0:06:54
Notes, dass man das Gefühl hat, in einem sinkenden Markt,
0:06:55–0:07:00
also im Moment kaufen die Leute offenbar weniger Computer, weniger Laptops,
0:07:00–0:07:04
da gehen die Umsätze zurück, aber in diesem Markt wird Apple mit diesem Gerät
0:07:04–0:07:06
zulegen. Hast du das Gefühl, wird das so sein?
0:07:07–0:07:13
Ich habe zwei Theorien. Das eine ist, ich glaube, es gibt UVB, also
0:07:16–0:07:20
unverbindlicher Verkaufspreis ist, glaube ich, bei 649 Franken, wenn es mir recht ist.
0:07:20–0:07:21
Ungefähr, ja.
0:07:22–0:07:28
Und ja, ich persönlich würde einfach sagen, was mich jetzt einfach stört,
0:07:28–0:07:32
und dann kommen wir später noch, 8 GbR, aber wenn du jetzt...
0:07:32–0:07:34
Ja, genau, das können wir noch.
0:07:34–0:07:40
An Schulklassen denkst, wenn du jetzt wirklich, und ich kenne das auch von,
0:07:40–0:07:44
die haben halt iPads, wenn du jetzt ein Notebook hast, wenn du jetzt in einer
0:07:44–0:07:45
Schule bist, ich sage jetzt vielleicht
0:07:47–0:07:51
Primarschule, Sec, ja, dann wirst du wahrscheinlich schon nicht 60 GB RAM brauchen.
0:07:52–0:07:57
Das könnte schon was machen und ich glaube auch, für viele Leute eisst es einfach
0:07:57–0:08:02
mal, Apple ist Qualität und halt eben vielleicht Asus und so.
0:08:04–0:08:07
Also, oder auch HP, fahr mal so ein Snowbook rauf. Also,
0:08:08–0:08:12
Jeden Notebook, ich sage jetzt mal Windows Notebook, den ich für die Familie
0:08:12–0:08:19
installiere, mache ich Windows zuerst einfach platt, weil da so viel Sony schiesst Dreck drauf.
0:08:19–0:08:22
Die beliebte Crapware, die immer noch drauf ist.
0:08:22–0:08:28
Ich habe ein Gerät von HP genau übergekommen zum Testen. Da ist dann auch der Link in den Show Notes.
0:08:29–0:08:32
Ein Fold, nein nicht ein Fold. Wer hat es geheißen? Ich habe es vergessen.
0:08:32–0:08:34
Ich kann mir doch auch geben.
0:08:34–0:08:37
Neo kann ich mir wenigstens noch merken. Ich habe viel.
0:08:38–0:08:39
Matrix müsste ich auch wieder mal schauen.
0:08:39–0:08:43
Genau, genau. Aber das konnte ich mir nicht merken, wie das heisst.
0:08:43–0:08:45
Und das hat auch schon so die Crapware drauf gehabt.
0:08:45–0:08:49
Und das ist wirklich ein bisschen... Also mit dem könnte man mal aufhören, glaube ich.
0:08:49–0:08:52
Auch wenn es vielleicht ein paar Franken teurer wäre. Aber ich kann mir nicht
0:08:52–0:08:59
vorstellen, dass das so viel ausmacht, dass die Schmälerung vom Nutzererlebnis gerechtfertigt ist.
0:08:59–0:09:03
Aber trotzdem würde ich sagen, gehen wir in Medias Res, Chris.
0:09:04–0:09:11
Fangen wir mal an mit dieser Evaluation und sagen, was für eine Geräteform braucht man?
0:09:11–0:09:15
Tower, All-in-One oder Laptop? Ist das zwingend?
0:09:16–0:09:20
Muss es ein Convertible sein, wo man ein Tablet daraus machen kann?
0:09:20–0:09:25
Oder vielleicht sogar ein Mini-PC, den du irgendwo unter den Schreibtisch kleben
0:09:25–0:09:27
kannst und nicht im Blick hast?
0:09:27–0:09:31
Was sind deine Favoriten im Moment?
0:09:31–0:09:33
Es kommt auf an.
0:09:36–0:09:42
Also, schauen wir jetzt mal für den Durchschnitts-User.
0:09:42–0:09:46
Da würde ich schon zu einem Laptop gehen.
0:09:46–0:09:52
Du machst vielleicht nicht so ganz viel, aber vielleicht schreibst du trotzdem
0:09:52–0:09:54
mal in einem Brief. Vielleicht bleibst du etwas längeres.
0:09:55–0:09:58
Da ist so physikalische Tastatur schon noch kein Begut.
0:09:59–0:10:05
Ja, also ich bin ja wirklich mit diesen Tauern, diesen grossen Kisten,
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die du aufschrauben konntest und auch Karten austauschen und so bin ich aufgewachsen
0:10:11–0:10:14
und die haben mich auch so sozialisiert.
0:10:14–0:10:18
Das heisst, ich habe mich wahnsinnig lange gebraucht, um mich von denen loszulösen.
0:10:18–0:10:20
Aber sogar ich habe mich losgelöst.
0:10:20–0:10:28
Weil ich glaube, es ist irgendwie wie die Ära, wo du zu Hause auch in deiner
0:10:28–0:10:33
Wohnung vielleicht ein Büro gehst oder einen Schreibtisch, wo dann der Tower fix gestanden ist,
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das ist wirklich vorbei, glaube ich.
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Weil du bist flexibler mit dem, kannst du einen neuen Tannen nehmen,
0:10:40–0:10:41
kannst auch mal am Küchentisch damit arbeiten.
0:10:43–0:10:48
Ich bin immer ein grosser Verfechter von einem richtigen Bildschirm,
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einer externen Tastatur, einer richtigen Maus. Ich arbeite eigentlich gerne so.
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Aber es gibt auch überall Fänge, die...
0:10:59–0:11:03
Und es ist ja wirklich... Wenn du dich erinnerst, dass du dich früher an einen
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externen Bildschirm angeschlossen hast, dann musstest du zuerst Treiber installieren
0:11:07–0:11:12
und so, dass du überhaupt etwas gesehen hast. und Grafik und alles.
0:11:13–0:11:16
Und jetzt ist das heute eigentlich nicht mehr so. Das heisst,
0:11:16–0:11:24
du kannst die auch extern mit und fast überall geht es mit USB-C.
0:11:24–0:11:27
Oder wenn du noch HDMI hast, bist du eigentlich gut aufgestellt.
0:11:27–0:11:33
Also ich habe jetzt gerade, wenn ich mit dir rede, ist mein MacBook an meinem
0:11:33–0:11:35
Dock eigentlich, also im Geschäfts-Dock.
0:11:35–0:11:40
Ein HP, Dockingstation, Du kannst ein Macbook,
0:11:40–0:11:46
ein Geschäfts-Notebook, ein iPad, das läuft alles, das geht,
0:11:46–0:11:50
weil ich auch gerne eine Tastatur-Errichtung habe.
0:11:51–0:11:55
Ich habe mir im Geschäft und zu Hause, das haben wir sogar privat gekauft,
0:11:56–0:11:58
die genau gleich Tastatur.
0:12:00–0:12:05
Ich weiss, wir haben auch Mitarbeiter, die haben, wie heisst das,
0:12:05–0:12:08
Apple Keyboard, also die externe Tastatur von Apple.
0:12:09–0:12:11
Oh, Magic, irgendetwas.
0:12:11–0:12:16
Irgendwas, ja, also ich würde, wenn ich mal da etwas mache, drehe ich durch,
0:12:16–0:12:21
aber natürlich, wenn du dich an das gewohnt bist, wenn du das zu Hause hast im Geschäft, ja.
0:12:21–0:12:21
Ja, ja.
0:12:21–0:12:28
Fein, ist alles gut. Und jetzt finde ich noch schnell beim Tower.
0:12:28–0:12:34
Ob die doch ein bisschen gamen, das wird dann halt auf einem MacBook schwierig.
0:12:35–0:12:39
Genau, aber da könnte man über dieses andere Lieblingsthema reden,
0:12:39–0:12:43
nämlich mit dem Cloud Gaming, wo dann eigentlich gestreamt wird.
0:12:43–0:12:46
Also auch das Problem kann man lösen. Ich würde sagen, tatsächlich,
0:12:46–0:12:50
heute ist man einfach flexibler mit so einem Notebook.
0:12:50–0:12:55
Wir haben das auch so, also wir haben einen Bildschirm, wir haben Tastatur und
0:12:55–0:13:00
Maus, aber wir können zum Zweiten an dem gleichen, mit unterschiedlichen Notebooks,
0:13:00–0:13:03
an der gleichen Peripherie schaffen,
0:13:03–0:13:06
dass das für Homeoffice für alle,
0:13:07–0:13:10
Familienmitglieder geeignet ist, die Ausstattung. Ich finde das recht gut.
0:13:10–0:13:14
Ja, was ich auch noch mal sagen muss, bei Homeoffice, aber das ist jetzt nur für mich,
0:13:14–0:13:18
und das geht nicht einmal um das Gerät, also ich habe bei mir im Homeoffice
0:13:18–0:13:26
zwei Bildschirme, Wenn du gerade im SOP bist, hast du auf dem rechten Bildschirm Outlook und Teams,
0:13:26–0:13:28
auf dem linken Bildschirm schaffst du
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Da ist jetzt halt einfach so etwas, also auch bei uns, ich weiss nur,
0:13:32–0:13:36
wie es bei dir ist im Büro, wir haben auch überall wirklich zwei Bildschirme.
0:13:36–0:13:38
Das ist bei uns inzwischen auch so, ja.
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Es ist schon kaibe praktisch.
0:13:41–0:13:45
Genau, das kann man so. Es ist tatsächlich so. Und wenn wir eben,
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vielleicht können wir dann gerade elegant zu der Bildschirmgrösse überleiten,
0:13:49–0:13:54
weil wenn wir sagen, ein Laptop ist heute der Standard und es gibt eigentlich,
0:13:54–0:13:55
ich würde wirklich sagen,
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wenn du gute Gründe hast, so ein All-in-One-PC.
0:13:58–0:14:03
Ich bin auch mit dem iMac nie wirklich warm geworden, weil irgendwie,
0:14:03–0:14:05
ich weiss auch nicht, was ist der Sinn davon?
0:14:06–0:14:09
So richtig günstig ist er nicht, so richtig leistungsfähig ist er nicht.
0:14:09–0:14:14
Ich habe lieber einen Monitor und externe Rechner.
0:14:14–0:14:17
Also zum den iMac-Verteidiger, wo der halt rausgekommen ist,
0:14:17–0:14:22
wo eben Steve Jobs noch gelebt hat, ist das natürlich tatsächlich das Gerät
0:14:22–0:14:27
gewesen, wo halt eben, ich sage jetzt auch Familien ins Internet gebracht hat.
0:14:27–0:14:28
Und was hast du noch gehabt?
0:14:28–0:14:32
Du hast glaube ich Infrarot gehabt, du hast ein 3 oder 6er Modem gehabt,
0:14:33–0:14:36
du hast glaube ich 10 mit Evernet gehabt.
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Also das ist schon damals, finde ich für die Familie, ist das wahrscheinlich
0:14:40–0:14:43
genial gewesen und das hat jetzt das Zeug revolutioniert.
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Ja, das stimmt. Aber ich würde sagen, es war eine andere Zeit.
0:14:49–0:14:54
Notebooks waren im Vergleich noch grösser und teurer auch. Und schwerer.
0:14:55–0:15:00
Und Akku so eine halbe Stunde Film schaue und dann ist es weg gewesen.
0:15:00–0:15:04
Meine PC habe ich mal geliebt, aber auf eine Art...
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Ich würde vielleicht doch lieber einen Raspberry Pi, wo ich irgendwie unter
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das Buffet klebe. oder so, dahinter das Buffet oder so.
0:15:18–0:15:23
Aber genau, da gibt es sicher Anwendungsfälle, aber ich glaube in aller Regel,
0:15:23–0:15:26
sind wir da mit dem Laptop gut bedient.
0:15:26–0:15:33
Also ich habe es schon angedeutet, es gibt ja dann auch noch so die in der Windows-Welt
0:15:33–0:15:36
muss man sich wahrscheinlich als erstes dann auch die Frage stellen,
0:15:36–0:15:40
will ich so einen KI-PC, sie haben einmal Copilot Plus PC,
0:15:41–0:15:44
geheissen, also das heisst, der hat spezielle Hardware drin,
0:15:45–0:15:51
also so ein NPU, so ein neuronaler Prozessor, der im KI-Bereich mehr kann als
0:15:51–0:15:55
ein normaler Prozessor, würdest du sagen, das ist etwas, was man jetzt heute
0:15:55–0:15:56
muss haben, wo man muss darauf schauen?
0:15:58–0:16:01
Nein, und wenn, dann würde ich, jetzt ist es mir gerade ein Fall,
0:16:01–0:16:03
wie das Ding heisst, wo man immer Screenshots macht,
0:16:04–0:16:09
wenn man würde, du kannst es irgendwie abklemmen, dass es irgendein Service
0:16:09–0:16:13
gibt, also nein, würde ich sagen, brauchst du absolut nicht, nein.
0:16:14–0:16:17
Wenn es halt dabei ist, dann hast du es, aber ich würde dann wirklich,
0:16:18–0:16:24
wenn du die Kiste einrichtest, in den Privacy-Settings, ich rede so viel Englisch,
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dass du die halt abklemmst, weil...
0:16:29–0:16:36
Ja, ich finde das nicht so lustig, dass dieses Windows jedes Mal ein Screenshot macht.
0:16:36–0:16:41
Nur, dass du dann irgendwie noch einmal herausfindest, in welchem Hotel du vor fünf Jahren warst.
0:16:41–0:16:43
Würde ich jetzt also sagen, ja, weg damit.
0:16:44–0:16:45
Recall heisst das Ding.
0:16:45–0:16:46
Genau.
0:16:46–0:16:50
Ich wollte es auf dem Testgerät, das ich zur Verfügung hatte,
0:16:50–0:16:53
ausprobieren, mal zu schauen, ob es wirklich so schlimm ist,
0:16:53–0:16:54
wenn ich es mir vorstelle.
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Ich habe es dann aber allerdings auch nicht zum Laufen gebracht,
0:16:58–0:17:06
Man musste auch noch ein paar Einstellungen treffen, die auf diesem Testgerät gar nicht möglich sind.
0:17:07–0:17:10
Darum habe ich gefunden, dass ich es eigentlich bleiben lasse.
0:17:10–0:17:16
Es ist tatsächlich so, dass die Idee grundsätzlich sinnvoll wäre,
0:17:16–0:17:21
dass man heute in einem Laptop solche Möglichkeiten einbaut,
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dass man die KI lokal ausführen kann.
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Apple macht ja das, ich glaube wahrscheinlich auf dem MacBook Neo läuft,
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würde ich jetzt behaupten keine Apple Intelligence, aber sonst auf allen neuen
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Geräten, die mit dem M sowieso Prozessor kannst du gewisse Sachen,
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zum Beispiel so Textbearbeitung,
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also irgendetwas zusammenfassen oder umformulieren oder so wenn du das mit KI machst,
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macht es das direkt auf dem Gerät und die KI beschleunigt auch gewisse Sachen,
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die du so installierst Aber bei Microsoft in Windows passiert das eigentlich
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gar nicht. Also die einzige.
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Die Funktion, die wirklich auf dem Gerät selber basiert, sind die Studio-Effekte.
0:18:05–0:18:12
Wenn du die Kamera angehängt hast, kannst du nicht deine Kommunikationssoftware
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machen, wo du deine Videokonferenzen führst, also den Hintergrund weich rechnen.
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Wenn du das von Google mitmachen lässt, sieht es einfach recht amateurhaft aus.
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Und wenn du dich etwas bewegst, dann siehst du, wie dieser unschärfe Effekt
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hier im Kopf rein rennt mit einer Sekundenverzögerung, weil das halt einfach
0:18:33–0:18:34
sehr rechenintensiv ist.
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Und so etwas kannst du dann direkt mit dem MPU, also mit dem neuronalen Prozessor,
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auf dem Gerät selber machen, also in Windows nach.
0:18:46–0:18:50
Und das wird viel besser. Kannst dich auch noch ein bisschen aufhübschen lassen
0:18:50–0:18:55
und den Ton verbessern und so vom Gespräch.
0:18:55–0:18:58
Also das ist sinnvoll, aber das ist das Einzige. Und für das würde ich sagen,
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lohnt sich der Aufpreis wahrscheinlich nicht.
0:19:01–0:19:03
Nein, absolut nicht.
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Also jetzt haben wir wahnsinnig viel Zeit verbraucht für ein Video.
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Aber nach den Monitoren hast du doch noch gesagt.
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Genau, Bildschirmgrösse. Ich glaube, das ist auch, kann man nicht sagen,
0:19:15–0:19:19
das ist das Richtige, sondern DigiChris ist da auch wieder so, es kommt darauf an.
0:19:19–0:19:25
Also ich kann sagen, mein Setup eben vor mir ist ein 28 Zoll Monitor mit 4K
0:19:25–0:19:30
und rechts davon ist ein 24 Zoll, der halt nicht 4K ist.
0:19:30–0:19:34
Das ist für mich perfekt. Wir haben auch einen Entwickler im Geschäft,
0:19:34–0:19:39
der so ein riesiges Monster hat, so ein Curved-Ding.
0:19:39–0:19:43
Und wenn du halt mal im Homeoffice bist und mit dem dann eine Teamsession hast,
0:19:43–0:19:45
dann sagst du, ja, ich sehe nichts.
0:19:46–0:19:51
Ja genau, dass das auf deinem Laptop-Monitor aber verkleinert wird,
0:19:51–0:19:52
dann siehst du wirklich gar nichts mehr.
0:19:53–0:19:56
Das hatten wir auch schon mit dem Entwickler und der hat gesagt,
0:19:56–0:20:00
er hätte schon die allergrösste Textschrift eingestellt und dann hat er das für mich gesehen.
0:20:00–0:20:07
Aber eben jetzt für alle, die uns zuhören, das ist jetzt mein Setup.
0:20:08–0:20:11
Es passt für mich, aber eben, wenn jetzt jemand halt, ich sage jetzt,
0:20:11–0:20:12
ist ja nicht despektiert, ich mal
0:20:13–0:20:17
alle drei Monate irgendein Word-Dokument gedrückt? Vielleicht sogar,
0:20:17–0:20:20
ich sage jetzt mal böse gesagt, ein 17-Zoll-Zier-Monitor-Lange?
0:20:20–0:20:24
Ja, also eben, Monitorgrössen sind unterschiedlich.
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Ich habe lange immer wirklich auf ganz kleinen Monitor gearbeitet und bin darum
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auch Weltmeister gewesen mit Alt-Tabulator durch alle Programme durch.
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Das finde ich heute angenehmer, mit mehr Monitor zu arbeiten.
0:20:36–0:20:41
Aber ich könnte darum auch immer auf einem relativ kleinen Notebook-Laptop oder
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Notebook-Monitor und neigen dazu, 12 Zoll oder so zu nehmen.
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Und schon 14, 15 Zoll, finde ich, macht das Gerät wahnsinnig viel grösser,
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viel schwerer. Du schleichst mehr mit rum.
0:20:57–0:21:02
Und der Gewinn effektiv ist dann doch relativ wenig, vor allem wenn es dann
0:21:02–0:21:06
anströpselt im Geschäft an einem externen oder an zwei externen Monitor.
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Darum ist mein Plädoyer in aller Regel eher für das kleinere und das leichte Gerät.
0:21:12–0:21:16
Aber wie gesagt, da sind einige unterschiedlich.
0:21:16–0:21:19
Eben, also wir reden jetzt natürlich vom Notebook.
0:21:20–0:21:25
Also klar, ich sage es für das private User. Und eben, wenn du jetzt den
0:21:26–0:21:30
Ja, gibt es vielleicht nicht, dass du sowohl im Geschäft als auch zu Hause eine
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Dockingstation hast. Da macht es auch keinen Unterschied.
0:21:33–0:21:38
Ich meine, du bist auch mit den Entwicklern unterwegs. Ich glaube,
0:21:38–0:21:40
wir haben einen Entwickler, der hat drei Monitore.
0:21:41–0:21:46
Links so ein, wie sagen wir, ein Hochkantmonitor, den er codet.
0:21:46–0:21:50
Dann hat er halt einen 4K-Monitor in der Mitte und rechts nochmal einen.
0:21:50–0:21:55
Also der hat drei Monitore, aber für den ist das so, der ist hochproduktiv.
0:21:55–0:22:01
Aber der ist jetzt wahrscheinlich nicht repräsentativ für unsere Zuhörer.
0:22:01–0:22:04
Nein, ich bin eigentlich mit zwei Monitoren manchmal schon überfordert.
0:22:05–0:22:07
Ich mache es eigentlich ungefähr wie du.
0:22:07–0:22:12
Wir haben jetzt Teams, sondern Slack, das auf die einen Seite zu tun und auf
0:22:12–0:22:17
dem anderen so die Dinge, die ich wirklich arbeite. Vielleicht noch E-Mail oder so auf dem anderen.
0:22:17–0:22:20
Aber ich vergisse manchmal, dass ich noch einen zweiten Monitor habe,
0:22:21–0:22:23
dann misst mein Slack nicht mehr.
0:22:23–0:22:26
Das haben wir jetzt nicht gemacht müssen. Mal den Megy fragen,
0:22:26–0:22:31
wie er eigentlich codet und auf wie viele Monitoren. Das wäre mal was, wenn du uns zulässt.
0:22:31–0:22:36
Genau. Feedback bitte. Genau, also das ist wirklich Geschmackssache.
0:22:36–0:22:40
Ich kann immer noch auch, glaube ich, auf relativ kleinen Bildschirmen arbeiten.
0:22:40–0:22:44
Aber machen wir doch weiter und kommen zum heiklen Thema, glaube ich, Digi Chris.
0:22:44–0:22:47
Und das ist das, was du schon angedietest hast. Das ist das,
0:22:47–0:22:51
wo den Preisunterschied heute wahrscheinlich auslöst.
0:22:51–0:22:55
Also wie viel Ram, wie viel Arbeitsspeicher brauchst und wie viel Festplatten.
0:22:56–0:22:58
Was ist dein Orientierungspunkt?
0:22:59–0:23:01
Ich würde es persönlich
0:23:02–0:23:07
Wenn man jetzt ein Notebook braucht, ich würde schon sagen, 16 GB RAM,
0:23:08–0:23:13
das würde ich machen, ob jetzt Mac, Windows und Linux, das könnte man wahrscheinlich
0:23:13–0:23:18
auch den Mac im Vortrag halten, dort kommst du mit 8 Uhr, aber ich glaube,
0:23:18–0:23:22
mit Windows und macOS hast du keine Freude mit 16 GB,
0:23:23–0:23:27
und ja, auch wenn du 200 Franken mehr zahlst, würde ich jetzt dringend raten,
0:23:27–0:23:28
zu 16 GB zu gehen, aber eben,
0:23:29–0:23:38
das ist nur meine Meinung, von der Fischplatte her ja mit 256 du findest
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Man gut ich.
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Habe aber auch nebentraut das habe ich auch mal im letzten Realitätsabgleich
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ich habe noch eine externe SST mit 2 Terra dann geht es
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Das ist wirklich Geschmackssache, würde ich sagen. Aber wenn man nicht zum allerersten
0:23:57–0:24:02
Mal einen Laptop kauft, dann hat man ja eine Übersicht, wie viele Daten man hat.
0:24:03–0:24:08
Ich habe tatsächlich, als ich meinen Computer der Letzte gekauft habe,
0:24:08–0:24:13
der jetzt auch gerade hier vor mir steht, in beiden Fällen geklotzt und fand,
0:24:14–0:24:17
16 GB ist schön, aber ich nehme jetzt 32.
0:24:17–0:24:20
Das war auch noch günstiger hier.
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Und ich fand auch 1TB, aber ich nehme jetzt 2. Und ich habe eigentlich beide es nicht bereut.
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Ich habe 2 Riesen gezahlt für das HP Notebook, weil es gerade nach einer Weihnachtsaktion war.
0:24:37–0:24:42
Und man muss schon sagen, in der Apple-Welt hat mich die gleiche Konfiguration
0:24:42–0:24:47
das doppelte oder annähernd doppelte Kost, wahrscheinlich so dreieinhalbtausend St.
0:24:47–0:24:52
Und dann hätte ich, was ich da auch habe, einen schönen Touch-Bildschirm, um das auch zu erwähnen.
0:24:52–0:24:55
Eigentlich müsste er von mir aus gesehen nicht unbedingt Touch sein.
0:24:56–0:24:59
Zwei Sachen finde ich praktisch. Hier im Studio kann ich jetzt schön mit dem
0:24:59–0:25:03
Finger hoch und runter wischen, um zu schauen, wo wir gerade sind.
0:25:03–0:25:07
Ja, aus dem Manuskript, ja aus dem Dokument. Das ist recht praktisch.
0:25:07–0:25:12
Und eben auch so an Präsentationen oder an Schulungen finde ich das gut,
0:25:12–0:25:13
wenn man mit dem Finger arbeiten kann.
0:25:14–0:25:17
Und was auch noch praktisch ist mit dem Stift, ich habe einen Stift dazu,
0:25:17–0:25:24
man kann schön PDFs mit dem Stift unterschreiben und sonst müsste ich es ausdrücken,
0:25:24–0:25:25
unterschreiben und wieder einscannen.
0:25:27–0:25:30
Ich denke, was man halt auch noch aus den Hörern sagen muss,
0:25:31–0:25:34
wenn du ein Notebook hast, speziell Apple, wenn du jetzt eben sagst,
0:25:34–0:25:40
ja, ich gehe jetzt auf 8 GB und mit auf 16, ja, forget it, bei einem Notebook
0:25:40–0:25:41
kannst du das nicht machen.
0:25:42–0:25:48
Und praktisch, wenn du jetzt merkst, es geht absolut nicht, im blödsten Fall
0:25:48–0:25:51
ist halt, ich sage jetzt dein Notebook an deiner Tochter, kaufst du noch ein.
0:25:52–0:25:58
Natürlich im Big Tower damals, wo eben die Riesendinge Ich kann es auch mal
0:25:58–0:26:01
ins Dokument geschrieben, das die Phobis noch verkauft hat.
0:26:01–0:26:04
Dort hast du halt das Riegel reingedrückt, dann ist es gegangen.
0:26:04–0:26:07
Das habe ich tatsächlich auch noch gemacht. Früher noch.
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Genau. Und ja, das würde ich heute auch nicht mehr empfehlen.
0:26:12–0:26:16
Obwohl ich tatsächlich mal bei einem MacBook eine drehende Festplatte ersetzen
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lassen habe durch ein SSD.
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Das hat etwas gekostet.
0:26:22–0:26:23
Fast nicht mehr möglich.
0:26:26–0:26:30
Also ich könnte sehen, wie meine zwei Linke haben, aber wenn du das zu einem
0:26:30–0:26:34
Händler bringst, ja, wenn du Pech hast, ist dann das Notebook geschrottet.
0:26:34–0:26:39
Also dann denkst du wirklich, und ich kann sagen, also die MacBook,
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die sind gute Qualität, die halten lang, also denkst du, ist halt 200 Stunden
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mehr ausgeknallst, zwei Stufen Also wirklich aus Nachhaltigkeitsgründen.
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Ein MacBook für einen Consumer hat locker 10 Jahre.
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Man muss ihn vielleicht am Schluss ständig am Strom haben, aber das hat locker 10 Jahre.
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Es kommt darauf an, dass mein letztes MacBook nicht so lange gelebt hat.
0:27:06–0:27:14
Aber vor allem auch, weil sich Apple von Intel wegbewegt hat zum Apple Silicon.
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Und sie haben den Ast relativ schnell abgesagt und das war ein bisschen das Problem.
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Aber 10 Jahre finde ich jetzt viel, ich habe schon Computer 10 Jahre gebraucht, das stimmt.
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Aber da kann einem etwas dazwischen kommen. Aber 5 bis 7, 8 würde ich sagen, auf jeden Fall.
0:27:35–0:27:41
Und darum eben, beim RAM kann man sagen, dort lohnt es sich von mir aus wirklich das Klotzen.
0:27:41–0:27:45
Wenn du das Gefühl hast, du möchtest ein schönes lokales LLM,
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also ein grosses KI-Sprachmodell, ausführen, die brauchen einfach RAM ohne Handy.
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Mit 16 bist du schnell an der Grenze.
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Mit 32 kannst du schon ein dickeres Laufen lassen, das mehr kann und so.
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Wir haben es auch schon gesagt, für die richtig guten Sprachmodelle KI Du kannst
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nicht mit einem Laptop mit einem Serverausstattung, die einen oder zwei Terabyte Speicher hat.
0:28:13–0:28:18
Das spielst du in einer anderen Liga.
0:28:18–0:28:20
Aber trotzdem für kleine Anwendungsfälle.
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Für das brauchst du dann auch mehr Festplattenspeicher. Die liegen dann auch dort rum.
0:28:27–0:28:32
Darum kann man sagen, auch wenn es etwas teurer ist, wenn man dort auf der sicheren
0:28:32–0:28:36
Seite möchte, würde ich dort eher nicht sperren, aber,
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in aller Regel ist, glaube ich, gerade was der Massenspeicher angeht,
0:28:42–0:28:46
also die SSD, kannst du dich an dem gut orientieren, was du bis jetzt drin hast
0:28:46–0:28:49
und dann kannst du ein bisschen, was weiss ich was,
0:28:50–0:28:54
das tut sich ja, bei mir tut sich das schön linear weiterentwickeln,
0:28:54–0:28:59
also ich kann so genau prognostizieren, wie viele Speicher ich brauche in zehn
0:28:59–0:29:01
Jahren und kann Wie kann man das dann ausrechnen?
0:29:02–0:29:08
Ja, ich hätte es noch mal gesehen. Ich glaube, unser Prod-SAP hat 4 Terraram drin.
0:29:09–0:29:12
Ja, genau, das kann ich mir gut vorstellen, dass das ist.
0:29:12–0:29:15
Also, wir müssen, wir haben noch 5 Minuten, machen wir ganz zügig.
0:29:15–0:29:18
Wir wollen hier das Thema umfassend behandeln.
0:29:18–0:29:22
Anschlüsse ist natürlich immer so viel wie möglich, würde ich sagen.
0:29:23–0:29:26
Ein oder zwei USB-C wären mir zu wenig.
0:29:27–0:29:31
Was ist von dir aus gesehen der Minimalstandard dort?
0:29:31–0:29:35
Ja, was habe ich jetzt so gut? Im MacBook habe ich halt zwei USB-C,
0:29:35–0:29:39
aber ich habe jetzt auch noch einen Hub dran. Den habe ich auch schon mal gepickt.
0:29:40–0:29:46
Ja, also zwei USB-C sollten es schon sein und da muss man auch beim MacBook näher aufpassen.
0:29:47–0:29:50
Am einen USB-C kannst du keinen Monitor anschliessen.
0:29:50–0:29:53
Das eine ist einfach langsam und genau.
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Und du hast dann auch kein...
0:29:57–0:30:00
Wie heisst der Ladeport? MagSafe?
0:30:00–0:30:01
Genau, ja.
0:30:01–0:30:07
Je nachdem, was du machst, hast du eine Maus, dein Hub und wenn du laden willst,
0:30:08–0:30:10
wird es schon schwierig.
0:30:10–0:30:14
Einfach mal überlegen, was mein Szenario ist.
0:30:14–0:30:19
Genau, das ist absolut so. Ich habe jetzt auch zwei USB-C. Der eine brauche
0:30:19–0:30:21
ich meistens zum Laden zu Hause.
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Es gibt natürlich auch Docs, die laden und Daten übertragen gleichzeitig.
0:30:26–0:30:30
Dann brauche ich eigentlich nur einen und du kannst den zweiten noch für etwas anderes brauchen.
0:30:31–0:30:36
Das hat jetzt noch einen USB-A, also einen breiten, das ist auch noch praktisch
0:30:36–0:30:40
für Webcams und ältere Sachen, da bin ich ab und zu noch froh.
0:30:40–0:30:43
Natürlich ein Klinkenstecker für Kopfhörer, ich würde sagen,
0:30:43–0:30:45
das gehört immer noch dazu.
0:30:45–0:30:53
HDMI, ich kann keinen und ich vermisse den jetzt nicht so. und Kartenleser und
0:30:53–0:30:55
Ethernet und all diese Sachen.
0:30:55–0:30:59
Das würde ich sagen, kann man heute über Docks lösen, aber es kann sein,
0:30:59–0:31:04
wenn man das häufig braucht, dann ist es schon angenehmer, wenn es gerade eingebaut ist.
0:31:04–0:31:08
Was für dich noch ein Tipp ist, wenn es über tatsächlich sich entscheidet,
0:31:09–0:31:14
einen Notebook zu kaufen und einen Dock unbedingt schauen, dass diese Docks
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auch Power Delivery haben.
0:31:16–0:31:20
Ja. Sonst hast du im blödsten Fall, also mein Dock kann das,
0:31:20–0:31:27
Wenn du dein Notebook als Dock hast, dann kommt kein Strom über.
0:31:27–0:31:31
Also dann musst du noch mit deinem Netzteil einfach schnell schauen.
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Ich habe mal wegen einem Dock geschaut.
0:31:35–0:31:39
Beschreibung lesen, also ob jetzt Digitec, Prag, Interiscount,
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steht dort einfach wirklich zu schauen, dass es heisst, Power Delivery ist,
0:31:44–0:31:45
glaube ich, ein Fachwort.
0:31:45–0:31:49
Genau, da musst du auch nur etwas anstöpseln. Ich und wir haben jetzt im Büro
0:31:49–0:31:55
das auch so, dass alles an einem Kabel, zu einem Kabel rauskommt und zu Hause habe ich einen,
0:31:56–0:32:03
separaten, einfach ein simples USB-Döckchen zum Anhängen und dann noch das Stromkabel.
0:32:03–0:32:10
Geht auch, aber eben, Das ist praktisch, wenn man natürlich gerade alles in einem hat.
0:32:10–0:32:15
Dann ganz zum Schluss, Digi Chris, was würdest du sagen, was ist so eine Preisfrage,
0:32:15–0:32:20
wenn man jetzt ein bisschen mit höheren Ansprüchen kommt, wie wir das geschildert
0:32:20–0:32:24
haben, dann kommt man mit diesen 500 oder 600 Franken schon nicht durch.
0:32:24–0:32:30
Wie viel würdest du sagen, würdest du aufrühren, dass du gut ausgestattet bist?
0:32:30–0:32:34
Also ich bin ja repräsentativ, aber ich würde sagen,
0:32:35–0:32:41
ja, bleiben wir beim Mac, also ich würde sagen, das aktuelle M5R,
0:32:41–0:32:47
eben ich sage jetzt 512, 60 GbM, da kommen wahrscheinlich schon viele, viele Leute.
0:32:47–0:32:49
Ja, und wie viel kostet das etwa?
0:32:50–0:32:52
Ist das etwa 1200 St.
0:32:52–0:33:00
Ich würde auch sagen, man kommt um 1'100 bis 1'200 gut ausgestattete Rechner
0:33:00–0:33:06
rüber, je nachdem, was man seine Vorlieben hat und so.
0:33:06–0:33:13
Und in der Apple-Welt ist quasi beliebig nach oben offen.
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Ja, du kannst, glaube ich, ein MacBook Pro auf 5'000 Euro rüberkonfigurieren.
0:33:17–0:33:18
Ja, genau.
0:33:18–0:33:22
Das muss ja nicht, aber eben wie gesagt, jetzt nochmal, was ich schon gesagt
0:33:22–0:33:27
habe, wenn jetzt jemand sich entscheidet, ich kaufe mir jetzt halt ein neues
0:33:27–0:33:31
Notebook, dann würde ich, wenn es jetzt vielleicht eine blöde Zeit ist,
0:33:31–0:33:34
halt doch noch einen Stufe weiter hochgehen, weil...
0:33:34–0:33:38
Aber du wirst es nicht aufrüsten können. Du hast keine Chance,
0:33:38–0:33:42
wenn ich jetzt mein M4-Hand und 2.30 Gigorem will.
0:33:42–0:33:46
Nein, vergiss es, dann müsstest du im blödsten Fall das Notebook wegschmeissen.
0:33:46–0:33:49
Gib lieber 200 Franken mehr aus und halte es zwei Jahre mehr.
0:33:49–0:33:51
Das ist auch sehr nachhaltig, würde ich sagen.
0:33:51–0:33:54
Genau so ist es. Und jetzt haben wir fast schon ein bisschen überzogen.
0:33:55–0:33:56
Ich würde das auch so sagen.
0:33:56–0:34:01
Und ich, wie gesagt, wenn du in der Windows-Welt kommst, wenn du bis auf 1'500
0:34:01–0:34:05
oder 2'000 Uhr gehst, kommst du wirklich auch ein Luxus-Ding über, wo...
0:34:05–0:34:07
Dann hast du einen Ferrari.
0:34:07–0:34:08
Ja, genau.
0:34:08–0:34:13
Aber ja, gewisse Leute mit Windows Nein will ich nicht, verstehe ich auch.
0:34:13–0:34:15
So ist es. Also, und jetzt hören
0:34:15–0:34:20
wir nicht pünktlich, sondern mit einer Minute Überzeit hören wir auf.
0:34:20–0:34:23
Die tun wir natürlich schön eintragen
0:34:23–0:34:28
in unsere Stundenbuchhaltung und kompensieren sie dann sonst mal.
0:34:28–0:34:33
Und wir hören dann, für die, die die Pre-Show gehört haben, noch mal ein Stück,
0:34:33–0:34:35
das Kurt uns geschickt hat.
0:34:35–0:34:39
Das heisst «Born to be alive». Wir wünschen dir eine gute Zeit.
0:34:39–0:34:40
Habt's gut.
0:34:40–0:34:41
Tschüss miteinander.

Wer hätte das gedacht? Apple bringt mit dem Macbook Neo einen Laptop für knapp 600 Franken in die Läden und verunsichert die Konkurrenz – gemäss Asus-Chef sei das ein «Schock für den ganzen Markt». Ist das übertrieben oder tatsächlich die neue Preismarke, an der man sich als Computerkäufer oder -käuferin im Einsteigerbereich heute orientiert?

Eine Steilvorlage für uns, für Klarheit zu sorgen: Was gilt es zu beachten, wenn ein neuer Computer angeschafft werden soll? Welche Bauform und Bildschirmgrösse wären zu empfehlen, wie viele Gigabytes braucht das Speichermedium und wie viele Anschlüsse sind optimal? Muss es ein «AI PC» sein oder tut es auch ein völlig normales Modell? Nüchterne Kaufempfehlungen mit dem Blick aufs Wesentliche! „Schlepptop oder PC-Monster? Tipp für den Computerkauf“ weiterlesen

Die guten, alten Zeiten?

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0:00:07–0:00:12
Hingehaut mit Blind Butcher, also der blinden Metzger.
0:00:12–0:00:15
Und haben wir noch Zeit für eine Pre-Show? Ich weiss es gar nicht,
0:00:15–0:00:17
machen wir eine ganze kurze.
0:00:18–0:00:22
Willst du das Radio zur Schnurren, Mann? Hey, yes, Radio zur Schnurren.
0:00:23–0:00:26
Kevin hat sein MacBook in den Griff bekommen. Hallo, Kevin.
0:00:28–0:00:32
Mehr oder weniger. Irgendwie habe ich ein Verzögerungsding drin.
0:00:32–0:00:33
Aber ich glaube, jetzt beruhigt es sich.
0:00:33–0:00:37
Jetzt klingt es eigentlich recht okay. Und sonst, ich habe schon angefangen,
0:00:37–0:00:40
mein Notprogramm zu starten.
0:00:40–0:00:42
Weisst du, was mein Notprogramm wäre? Willst du es wissen?
0:00:42–0:00:44
Was ist dein Notprogramm?
0:00:44–0:00:48
Oder soll ich es erst dann verraten, wenn ich es zum allerersten Mal brauchen muss?
0:00:49–0:00:53
Dann gehören wir es ja. Vielleicht wäre es... Vielleicht brauchen wir das mal.
0:00:53–0:00:56
Genau. Darum verrate ich es jetzt nicht. Ich habe jetzt gerade was zu sagen.
0:00:56–0:00:57
Das ist eine Überraschung.
0:00:57–0:01:01
Genau. Lassen wir es bei der Überraschung. Ihr müsst darauf hoffen,
0:01:02–0:01:06
dass irgendwann mal einer nicht im Studio schafft, um herauszufinden,
0:01:06–0:01:07
was das Notprogramm ist.
0:01:07–0:01:10
Und jetzt fangen wir mit 30 Sekunden Verspätung mit unserer Sendung an.
0:01:23–0:01:24
Und Matthias Schüssler.
0:01:25–0:01:27
Was ist das für ein Jingle?
0:01:27–0:01:32
Das ist der Jingle, den wir gebraucht hätten, wenn du ganz alleine eine Sendung machst.
0:01:33–0:01:35
Haben wir den schon mal abgespielt?
0:01:35–0:01:37
Ich habe eigentlich, ich brauche ihn jetzt mal.
0:01:37–0:01:38
Ah, okay.
0:01:38–0:01:42
Das ist schön. Es ist heute deine Show. Sag uns, um was es geht.
0:01:42–0:01:46
Es geht heute um vielleicht die guten alten Zeiten.
0:01:46–0:01:52
Nein, das ist ein Thema, das ich schon lange herumträge. Und das ist vielleicht
0:01:52–0:01:55
ein philosophisches Thema, aber ich glaube, es wird noch ein spannendes Thema.
0:01:55–0:02:01
Und zwar, ich habe gerne alte Autos.
0:02:03–0:02:07
Ich kann es nicht genau beschreiben, was ich bin. Ich bin sehr technikaffin.
0:02:07–0:02:10
Ich finde das ullass. Ich finde aber halt auch alte Seiche mega cool.
0:02:13–0:02:19
Und was mir jetzt aber aufgefallen ist, so in den letzten Jahren,
0:02:19–0:02:22
vielleicht einen Monat, das ist eben gar nicht so lange her,
0:02:22–0:02:26
ist, dass mega viele Produkte auf den Markt kommen,
0:02:26–0:02:34
entweder im Retro-Look oder halt alte Produkte wieder gar nicht im Retro-Look
0:02:34–0:02:38
sind, sondern einfach es sind alte Produkte und man bringt die wieder auf den Markt.
0:02:38–0:02:43
Also natürlich schon mit neuem Material gemacht, aber es sind eigentlich die alten Produkte.
0:02:44–0:02:46
Und ich wollte ein bisschen mit dir über,
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das Reden und herausfinden, ob ich jetzt einfach ein alter Mann bin?
0:02:52–0:02:56
Hat das ehrlich gesagt, wäre das meine erste Vermutung gewesen?
0:02:56–0:03:01
Ist das nicht dann, wenn man so langsam ein bisschen alt wird und nostalgisch
0:03:01–0:03:03
zurückgeschaut, wie es früher gewesen ist?
0:03:04–0:03:11
Ich habe ja in meinem Blog auch eine Retro-Rubrik, die ist nicht besonders umfangreich,
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aber es hat doch schon ein paar Sachen drin, die man kann.
0:03:15–0:03:20
Und eben zum Beispiel der Beitrag, wo ich an dem Mittelalter-Festival war,
0:03:21–0:03:26
im letzten Herbst, im Oktober, hier in Winterthur, wo all diese Leute aber von
0:03:26–0:03:30
einer Zeit geträumt haben, wo sie gar nie kennengelernt haben.
0:03:30–0:03:33
Also niemand von uns hat im Mittelalter gelebt. Aber bei dir geht es mehr um
0:03:33–0:03:37
die Zeit, die du mal erlebt hast, früher, wo alles besser war.
0:03:38–0:03:41
Nein, nicht einmal unbedingt. Also es hat auch viele. Ich habe ja ein bisschen
0:03:41–0:03:45
rausgesucht, was gerade alles so im Retro-Stil kommt. und habe einfach mal so
0:03:45–0:03:49
ein paar Produkte zusammengetragen und ich sage jetzt mal,
0:03:50–0:03:52
Ja, über die Hälfte von dem spricht mich gar nicht an. Ja.
0:03:53–0:03:59
Das ist nicht meins. Es ist aber etwas, was mir auffällt, dass Hersteller halt
0:03:59–0:04:02
auf eine Retro-Schiene gehen,
0:04:03–0:04:09
und oft auch ein Publikum abholen, das das gar nicht erlebt haben.
0:04:10–0:04:15
Das war bis jetzt immer meine Überlegung, dass du die Retro-Geschichte vor allem
0:04:15–0:04:19
machst für Leute, die das erlebt haben und dann nostalgische Gefühle bekommst.
0:04:20–0:04:23
Aber ich glaube nicht nur, dass es das ist.
0:04:24–0:04:30
Nein, aber ist es nicht einfach... Erstens ist es ein kapitalistischer Auswuchs.
0:04:30–0:04:35
Du kannst halt, jetzt ein bisschen böse gesagt, da musst du nichts Neues erfinden.
0:04:35–0:04:37
Du schaust einfach, was es früher gegeben hat.
0:04:37–0:04:42
Du hast es mehr oder weniger gut abkupfert und hast mit minimalem Aufwand eine
0:04:42–0:04:50
neue Einnahmequelle oder Produktlinien oder so erschaffen, die einerseits Nostalgiker
0:04:50–0:04:52
anspricht und andererseits die,
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die einfach jeder Furz mitmachen.
0:04:57–0:04:59
Oder ist das etwas böse?
0:05:00–0:05:04
Ich weiss nicht, ob das so funktioniert. Ich bringe jetzt gleich noch mal ein
0:05:04–0:05:05
Beispiel eines Produkts.
0:05:05–0:05:08
Das ist jetzt nicht etwas sehr Aktuelles, das gibt es schon länger.
0:05:10–0:05:13
Aber die Firma Casio mit ihren Uhren.
0:05:15–0:05:21
Das ist für mich so ein Beispiel. Wer, sorry, aber wer kauft so eine Uhr?
0:05:21–0:05:24
Also so eine Digital-Uhr wie in den 80er Jahren.
0:05:24–0:05:30
So eine Digital-Uhr wie in den 80er Jahren. Und das ist ein Ding.
0:05:31–0:05:33
Dass Leute das cool finden.
0:05:34–0:05:38
Und ich weiss nicht warum. Also ich habe null Erklärung für das.
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Ich habe ehrlich gesagt die Uhren auch schon gesehen. Sie waren ja wirklich wüscht.
0:05:43–0:05:49
Das muss man schon sagen. Sie haben so einen Technoiden, also sie mögen dozumal ja...
0:05:49–0:05:52
Dozumal sind es wahrscheinlich super futuristisch gewesen.
0:05:52–0:05:56
Ich habe auch eine Digital-Uhr gehabt, allerdings nicht eine von Casio,
0:05:56–0:06:00
sondern eine von... Ah, jetzt müsste ich überlegen. Vielleicht fällt es mir noch ein nachher.
0:06:01–0:06:05
Aber das ist schon irgendwie... Man hat das Gefühl, die Zeiger sind ja gut,
0:06:05–0:06:09
schön und recht, aber jetzt hast du die Ziffern, es ist ein bisschen einfacher zum Ablesen und so.
0:06:11–0:06:15
Als Techfreak hast du es natürlich schon cool gefunden. Du hast eine Stopp-Uhr,
0:06:15–0:06:19
hast zwar nie etwas stoppen müssen, aber ich weiss gar nicht,
0:06:19–0:06:20
was sie noch alles konnte.
0:06:21–0:06:27
Aus heutiger Sicht fast nichts, aber als Techfreak hast du dich trotzdem leicht gekützelt gefühlt.
0:06:29–0:06:34
Die Casio benennen das auch wirklich so. Die sagen dem Casio Vintage Collection.
0:06:35–0:06:45
Und so eine Uhr kostet irgendwie zwischen 40 und 200 in diesem Rahmen sind die.
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Für die heutige Zeit, die können ja nichts. Ich dachte, vielleicht könnte man
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es über das Argument holen, dass es eine hochwertige Uhr ist. Das ist es nicht. Es ist,
0:06:59–0:07:05
Schön zur Diskussion, aber eigentlich ist es auch nicht.
0:07:05–0:07:11
Es ist irgendeine Kultgeschichte und spricht aber gleich junge Leute an.
0:07:11–0:07:14
Ich habe schnell im Internet geschaut und die Casio-Uhren werden auch von Leuten
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zwischen 20 und 30 gekauft und die sind raus bei den 80er Jahren.
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Die haben das nicht erlebt.
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Dann gibt es aber auch so komische Vermengungen von aktuellem politischem Zustand und der Retrosache.
0:07:31–0:07:34
Ich habe jetzt zum Beispiel so eine Digital-Uhr gesehen, wo dann noch so die
0:07:34–0:07:43
Pride-Fahnen drin haben und einen Snoopy, der auf so einem farbigen LGBTQ-Plus-Regenbogen liegt.
0:07:44–0:07:49
Und das ist mir jetzt ehrlich gesagt ein wenig zu viel in einen Topf geworfen.
0:07:50–0:07:55
Das finde ich dann auch komisch, das möchte ich jetzt auch nicht.
0:07:56–0:08:03
Aber wie grenzen wir das scharf vom Kapitalismus ab, der einfach alles macht?
0:08:03–0:08:09
Wir grenzen das nicht vom Kapitalismus ab. Wir nehmen das am reinen Kapitalismus
0:08:09–0:08:14
zuordnen, aber dass es funktioniert, das stummt mich.
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Dass Leute spricht das ja in irgendeiner Form an, wo du sagst, das muss ja,
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also anderes Beispiel, Ikea hat jetzt eine ganze Linie ausgebracht im Stil von den 80er Jahren.
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Heisst, alles mit dem orange, braun, abfuhrteufel, rund, genau,
0:08:40–0:08:43
wirklich hässlich. Also nicht schön.
0:08:43–0:08:45
Also ich finde es nicht schön.
0:08:45–0:08:49
Also das ist dann, aber so 70er Jahre, oder? Dann auch die Muster und so.
0:08:49–0:08:54
Ja, ja, genau. Ja, ja, so 70er, 80er Jahre. Wirklich das eben hässlich. So.
0:08:54–0:08:55
Die sind wirklich wüsst.
0:08:55–0:09:00
Aber die müssen sich jetzt überlegen. Ikea hat ja eigentlich ein Zeug,
0:09:00–0:09:03
das funktioniert. Wieso würde man dann so etwas rausgeben?
0:09:04–0:09:07
Es muss ja dann schon irgendetwas haben, wo die Leute sagen,
0:09:08–0:09:11
cool, das erinnert mich an eine frühere Zeit.
0:09:11–0:09:14
Oder Leute, die das gar nicht erlebt haben, sagen, Ich glaube nicht,
0:09:14–0:09:16
dass die sagen, das ist schön.
0:09:16–0:09:17
Ja.
0:09:19–0:09:25
Nein, schön ist es wirklich nicht. Wenn du es erlebt hast, dann verstehe ich es einig.
0:09:25–0:09:32
Das können wir empirisch sagen, dass das Wüst ist. Wenn wir jetzt gerade das Zweite so bestimmen.
0:09:33–0:09:38
Ich meine, der Fortschritt hat ja schon auch die angenehme Nebenwirkung,
0:09:38–0:09:40
dass Sachen besser werden.
0:09:41–0:09:47
Und darum Ich weiss jetzt nicht, warum möchtest du dann noch mit einer Uhr herumdrucken,
0:09:47–0:09:53
wo jedes Handy einfach mehr kann? Was ist der Nutzen? Das verstehe ich nicht.
0:09:55–0:09:59
Das verstehe ich eben auch nicht. Und das ist sehr oft bei den Vintage-Sachen ist das eben so.
0:09:59–0:10:05
Es ist eigentlich ein bisschen ein Rückschritt, aber es gibt dir und das ist
0:10:05–0:10:08
vielleicht eine Erklärung, es gibt dir so eine haptische Erfahrung.
0:10:08–0:10:09
Ja.
0:10:09–0:10:19
Und das könnte sein, dass man das dann im Hirn wie mit mit Qualität gleichstellt.
0:10:20–0:10:20
Ja.
0:10:21–0:10:23
Ja, ich weiss es nicht.
0:10:27–0:10:32
Anderes Beispiel sind Fotokameras. Dort ist es ein Ding geworden,
0:10:33–0:10:40
dass eigentlich jeder Hersteller Kameras rausgibt im Vintage-Stil oder so,
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wie Kameras früher ausgesehen haben.
0:10:43–0:10:46
Jetzt gibt es den Trend von den Schlüsselanhängerkameras, was auch noch lustig
0:10:46–0:10:52
ist. Also man nimmt eigentlich eine Kamera wie so die iVAD-Kameras und macht
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die eine Schlüsselanhängergrösse.
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Und ich glaube, wer ist das? Rolay oder so.
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Hat glaube auch eine rausgegeben, die so eine Rolay-Minikamera gab.
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Ja genau, die sieht aus wie irgendeine alte Analogkamera und die kann man sich
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dann so um den Hals hängen und hat irgendwie zwei Megapixel und unbrauchbar.
0:11:13–0:11:13
Ja.
0:11:14–0:11:14
Also...
0:11:15–0:11:18
Aber das Kamera-Ding ist ein gutes Beispiel. Ich habe nämlich,
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das war vor fünf Jahren, die Nikon ZF-C zum Testen.
0:11:26–0:11:31
Die ist genau, was du sagst, das ist so ein Retromodell. ZF-C.
0:11:31–0:11:36
Die ist angelehnt an die FM2.
0:11:37–0:11:41
Also das ist eine richtige Kamera, wo die eine sich noch daran erinnert.
0:11:41–0:11:45
Und hat natürlich, also eben, mit allen Kompromissen und Unterscheiden,
0:11:46–0:11:47
also es hat den Hebel nicht,
0:11:47–0:11:50
den du den Film transportiert hast, das könnte auf eine Art,
0:11:50–0:11:53
ist es ein bisschen schade, hätte man nicht sich etwas einfallen lassen können,
0:11:53–0:11:56
was der Hebel würde machen im digitalen Zeitalter oder so,
0:11:57–0:12:01
aber dafür hat sie natürlich ein Display, wohl oder übel, aber ich habe ihr
0:12:01–0:12:09
trotzdem so ein bisschen etwas abgewöhnen können, weil sie einen dazu bringt,
0:12:09–0:12:14
wieder fotografischer zu arbeiten, manuelle Einstellungen zu nehmen.
0:12:15–0:12:18
Es hat so ein Rädchen oben durch, wo du drüllen kannst und dann kannst du schön
0:12:18–0:12:21
die Beliechtungszeit einstellen.
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Also die musst du dann nicht in irgendeinem Menü machen und so. Das hat schon etwas.
0:12:28–0:12:35
Ich möchte mich jetzt beim Fotografieren wieder mehr auf den Kern konzentrieren,
0:12:36–0:12:41
dann kann das tatsächlich mit so einer Kamera dir gelingen, sage ich jetzt mal.
0:12:41–0:12:47
Aber muss sie dann auch noch so retro ausgesehen oder so? Ich weiss es nicht.
0:12:48–0:12:55
Ich glaube, die Nikon-Kamera hat oben die Regler gehabt, zum Beispiel Beliechtungsschritte
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und so, hast du oben über Regler einstellen, was zuspielen,
0:12:58–0:13:01
die digitale Kamera sich irgendwo im Menü machst, beziehungsweise über irgendwelche
0:13:01–0:13:05
Shortcuts oder so, und dann siehst du es nur auf dem Display, beziehungsweise, ja.
0:13:06–0:13:11
Und die hat das halt mit Regler gelöst. Ich weiss nicht, wie gut sich die Kamera verkauft hat.
0:13:11–0:13:15
Es ist halt also, eben, watch das.
0:13:15–0:13:19
Aber der nächste Schritt wäre ja dann eigentlich, dass du gerade findest,
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okay, ich tue jetzt wieder analog fotografieren und nehme Filme hinzuführen
0:13:23–0:13:26
und du sie entwickelst selber. Das wäre dann...
0:13:26–0:13:32
Das ist dann aber wie eine Entwicklung, die parallel läuft zum Retro-Ding. Ja.
0:13:33–0:13:37
Also auch die Platte, die wiederkommt, ist ja auch ein Bereich.
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Und auch die Analogfotografie, die man schon 17 Mal gesagt hat,
0:13:40–0:13:43
die ist jetzt tot. Die ist nicht tot.
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Da gibt es noch 11 Leute, die das machen.
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Und das werden wieder ein bisschen mehr. also das ist die kurzsten aber nicht,
0:13:53–0:13:54
Geht es da um Retro?
0:13:55–0:14:00
Ja, ich glaube, wir müssen das schon klar abgrenzen.
0:14:00–0:14:07
Das Retro als Konsumphänomen, also zum Produkt labeln und Leute abholen,
0:14:07–0:14:10
das macht ja auch keinen Aufwand.
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Da kaufst du etwas und ob du etwas damit verbindest oder etwas schön findest,
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das ist ja dann eigentlich egal.
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Wenn du gerade bei der Analogfotografie sagst, dass du eine alte Kunst- oder
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Kulturtechnik, eine Kunstform am Leben behalten möchtest,
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findest du sie immer noch wichtig oder machst sie auch explizit als Gegentrend zum Digitalen.
0:14:39–0:14:45
Wenn jeder Double mit jedem Handy 50 Bilder am Tag macht, dann entwertet das.
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Und heute eben sowieso mit der Caina, wo noch ein paar Double extra kommen,
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wo dann noch ganz viele Bilder mehr machen, wo sie überall hinstellen,
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dann entwertet das die Kunstform vom Bild.
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Und wenn man da wieder ein bisschen die Hürde nachsetzt, um so ein Bild herzustellen,
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dann tut das auf eine Art den Wert wieder
0:15:08–0:15:11
Zurückbringen. Kann man sich fragen, ob das so ist?
0:15:11–0:15:18
Ich weiss es nicht, weil die Massen an Bilder und die bringst du dann trotzdem nicht weg aus der Welt.
0:15:19–0:15:25
Aber das mit der Kulturtechnik und das auch mit den fotografischen Eigenschaften
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von Filmen und Licht beschäftigen, das ist auf jeden Fall nicht verkehrt, glaube ich.
0:15:30–0:15:33
Und das kannst du analog besser als digital.
0:15:34–0:15:38
Ja, und ich glaube, ich habe mit der Sendung auch mehr wirklich in diesen Bereichen
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in den Kommerzfaktoren.
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Also man möchte gerade bei diesen Kameras oder so, man möchte den Vintage-Look
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haben, aber gleichzeitig möchte ich eine Kamera haben, die eigentlich den heutigen
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technologischen Möglichkeiten entspricht.
0:15:57–0:16:03
Und trotzdem irgendwie das Gefühl von alt auslöst.
0:16:03–0:16:10
Und ich glaube, ich habe wirklich nicht ganz verstanden, warum macht man das?
0:16:10–0:16:14
Oder eben, warum funktioniert das kommerziell? Weil ich glaube,
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dass es kommerziell funktioniert.
0:16:17–0:16:21
Und vielleicht ist aber die spannende Zielgruppe einfach,
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ich sage jetzt wirklich, Männer ab 40 oder so, die das vielleicht irgendwie
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erlebt haben und sagten, hey cool, ich möchte das wieder haben.
0:16:32–0:16:33
Das kann ich wirklich nicht sagen.
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Es geht ja weiter. Ich habe ein Beispiel gefunden, Turnschuhe,
0:16:39–0:16:42
ein riesiges Thema. Ist das überhaupt nicht meine Weib?
0:16:43–0:16:46
Ich habe keine Ahnung, ich habe Schuhe, die habe ich auch, aber das ist gerade
0:16:46–0:16:48
das Einzige, was ich über Schuhe weiss.
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Sie kommen ab Füße, genau.
0:16:50–0:16:56
Sie kommen ab Füße, etwa das. Über Turnschuhe könnte man eine Sendung machen.
0:16:56–0:16:59
Nicht mit mir, aber ich weiss schon, dass das ein Thema ist.
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Das ist ein riesiges Ding, aber wir haben alle keine Ahnung.
0:17:02–0:17:04
Auf jeden Fall, Turnschuhe ist ein Ding.
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Adidas zum Beispiel leitet irgendwelche Turnschuhe aus den 80er Jahren wieder
0:17:08–0:17:12
auf, die nach einem Modell aus den 80er Jahren gemacht sind.
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Sind Nike und mit irgendwelchen Schuhen, die auch aus den 80er Jahren sind oder
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noch früher, teilweise 70er Jahre und legen die Schuhe wieder auf und man sagt,
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man nimmt jetzt das gleiche Design wieder und scheinbar ist das ein Ding.
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Und bei Turnschuhen habe ich wirklich das Gefühl, das geht dann so ein bisschen
0:17:30–0:17:35
vor allem Jugendliche auch an, die dann das Zeug auch sammeln oder so. Keine Ahnung.
0:17:36–0:17:40
Also Turnschuhe ist ein Bereich, wo ich nicht ganz verstehe, wie es funktioniert.
0:17:40–0:17:43
Aber dort gibt es vielleicht einfach die, Das ist ein Merkmal,
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um sich von anderen zu unterscheiden.
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Und dann kannst du sagen, das ist doch typisch der Trend am Schluss,
0:17:50–0:17:56
wenn du ganz extrem betrachtest, ist modebewusst sein eigentlich einfach der
0:17:56–0:18:02
Ausdruck davon, dass du einen gewissen Trend schneller checkst als andere und
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radikaler verinnerlichst.
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Also damit zeigst du eigentlich, dass du eine Antenne dafür hast,
0:18:11–0:18:14
dass du schneller bist, dass du es dir vielleicht auch leisten kannst,
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wenn du die Leute, die halt ihre Klamotten anhaben, bis es auseinanderfallen.
0:18:18–0:18:22
Also von ganz Fast Fashion geht ja auch in diese Richtung, dass man wirklich
0:18:22–0:18:24
einfach den Durchsatz erhöht.
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Am Schluss, ich glaube, ein Teil von diesen sogenannten modebewussten Leuten,
0:18:30–0:18:35
die machen einfach alles mit, um es mitzumachen, schreibt bitte böse E-Mails,
0:18:35–0:18:36
wenn ihr nicht einverstanden seid.
0:18:37–0:18:41
Ich würde mich freuen, wenn ihr sagen würdet, der alte Mann erzählt von Sachen,
0:18:41–0:18:42
die da nicht draus kommt.
0:18:45–0:18:48
Das passiert viel zu wenig in dieser Sendung. Darum spitz ich es jetzt noch
0:18:48–0:18:49
ein bisschen weiter zuspitze.
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Also ich glaube, ein Teil davon ist einfach nur reine performative Darstellung
0:18:56–0:19:01
nach aussen, dass man sozusagen auf der Höhe der Zeit ist und sich von den anderen unterscheidet,
0:19:01–0:19:04
die dann das erst drei, vier Wochen später oder gar nie checken.
0:19:05–0:19:12
Aber das ist doch ein völliger Unterschied. Also wenn zu dieser Retrobestrebung
0:19:12–0:19:13
von diesen Leuten vielleicht,
0:19:14–0:19:19
die sagen, sie haben einfach ein Bewusstsein für früher, Oder dann gibt es die,
0:19:19–0:19:24
die schon auch Nostalgie und sentimental werden und das Gefühl haben,
0:19:25–0:19:30
früher sei das Leben einfacher gewesen und früher hätte man weniger kämpfen
0:19:30–0:19:31
mit allem, was wir da zu tun haben.
0:19:32–0:19:35
Und früher ist vielleicht, also, dass man vielleicht finden kann,
0:19:35–0:19:41
hey, der Fortschritt geht, der fängt so schnell, ich hätte gerne wieder den Moment,
0:19:41–0:19:46
wo, was weiss ich was, wo einfach das Radio hast du einschalten müssen und dann
0:19:46–0:19:49
ist der Sender gekommen und hast nicht noch irgendwie...
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Radio ist jetzt vielleicht ein blödes Beispiel, weil genau dort ja die uralte
0:19:54–0:19:57
Technik, danke mir, ist schon wie es immer noch funktioniert.
0:19:58–0:20:02
Aber sagen wir eben, beim Telefon, wo du nicht hast wieder schauen musst,
0:20:02–0:20:06
was mit dieser SIM-Karte los ist und wie dein PIN ist und so,
0:20:06–0:20:07
oder? Weisst du, wie ich meine?
0:20:08–0:20:14
Das ist vielleicht auch so. Dass man an eine einfachere Welt erinnert.
0:20:14–0:20:21
Spannend finde ich aber das ganze Audio-Thema, weil dort spielt es ja auch mega drin.
0:20:22–0:20:25
Also im Audio-Bereich, also,
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Hast du noch eine Stereoanlage zu Hause?
0:20:28–0:20:32
Ich habe keine Stereoanlage zu Hause, aber ich stehe natürlich in einem Studio,
0:20:32–0:20:36
wo hinter mir Plattenspieler sind und ich habe schon mit viel Vergnügen mit
0:20:36–0:20:38
diesen Plattenspielern auch Sendungen gemacht.
0:20:39–0:20:45
Okay. Ich habe eben auch keine Stereoanlage mehr. Ich verfolge halt die Welt immer noch.
0:20:45–0:20:50
Das finde ich eigentlich noch spannend, obwohl ich eigentlich seit 20 Jahren,
0:20:50–0:20:55
nein, mehr, ja nicht mehr im Audio- und Videobereich unterwegs bin.
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Finde ich immer noch spannend, was für Geräte rauskommen und auch,
0:20:58–0:21:02
wieso die ganzen Hi-Fi-Komponentenwelt immer noch funktionieren.
0:21:02–0:21:07
Also Leute, die sich einfach sagen, ich möchte wieder eine Stereo-Lage haben und es gibt.
0:21:08–0:21:13
Die Stereo-Lage gibt es in verschiedenen Grössen, also es gibt 43 cm und 27
0:21:13–0:21:16
cm sind so Normgrössen und 43, das sind die Grossen,
0:21:17–0:21:21
und in dieser Welt passiert immer noch viel, man kann halt immer noch CD-Player
0:21:21–0:21:25
kaufen und auch DAB-Radios, die auf diese Komponenten passen.
0:21:26–0:21:30
Und da gibt es jetzt einerseits natürlich die Entwicklung, dass gewisse Hersteller
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sagen, also B&O ist zum Beispiel sehr bekannt bei dem, dass sie einfach sagen,
0:21:35–0:21:39
wir haben unsere Stil, wir haben unsere Linien und unsere Geräte passen einfach
0:21:39–0:21:40
vom Look her immer zusammen.
0:21:41–0:21:45
Also das B&O Gerät sieht immer aus wie ein B&O Gerät. Natürlich ein bisschen
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moderner und weniger modern, aber grundsätzlich, sie haben ihre Linien.
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Und jetzt gibt es aber andere Hersteller, die dann irgendwo mal gesagt haben,
0:21:53–0:22:00
ja gut, jetzt haben wir irgendwelche Display und Digital und LED und so Scheissdreck
0:22:00–0:22:04
alles dran und die gehen jetzt wieder zurück und sagen,
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ja jetzt hast du nur noch Knöpf und du hast jetzt so alte LCD Display wieder
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oder es sieht einfach wirklich wieder aus wie vor.
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30 Jahre und so als bewusste Entscheidung, okay, wir hören jetzt wieder auf
0:22:17–0:22:22
mit es muss noch farbig rundum mit LED beleuchtet sein, sondern es hat jetzt
0:22:22–0:22:25
keine Beleuchtung mehr, es hat ein LCD-Display wo nicht mehr leuchtet.
0:22:25–0:22:27
Finde ich auch eine mega spannende Entwicklung.
0:22:28–0:22:32
Ja, das verstehe ich gut und um auch bei dieser Musik noch anzusetzen,
0:22:32–0:22:40
ich habe gemerkt, da mit Platten Sendung machen und ich hätte eigentlich mich vorbereiten sollen.
0:22:40–0:22:45
Ich schaue, ich renne nachher ganz noch und schaue, ob ich diese Sendung mit
0:22:45–0:22:48
einem analogen Stück ab Vinyl aufzuhören kann.
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Das hätte ich jetzt wahrscheinlich vorbereiten müssen, aber egal.
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Du machst eine ganz andere Sendung. Hier hast du die Playlist auf dem Computer
0:22:58–0:23:00
und spielst eins nach dem anderen.
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Und mit der Platte hast du die Platte in den Händen. Und häufig steht,
0:23:05–0:23:11
nach hinten drauf, hast du gerade ausführlich, also kannst du das Cover anschauen,
0:23:11–0:23:12
natürlich, wenn dir langweilig ist.
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Und das Cover ist gross.
0:23:14–0:23:15
Das Cover ist gross.
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Wenn du es ausbreitest, ist es 60 cm breit, das ist riesig.
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Dort hat es dann in diesen Platten häufig auch noch wirklich Informationen,
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wenn du nicht weisst, was ich sage, kannst du ein bisschen von dieser Plattenhülle vorlesen.
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Es ist einfach wirklich schon ein anderes Ding,
0:23:32–0:23:39
dass du noch den physischen Kontakt zu diesen Medien und nicht einfach irgendetwas
0:23:39–0:23:45
aus dem Internet oder ab Streaming oder ab einer Festplatte spielst. Das verstehe ich schon.
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Und das glaube ich, das sind wir glaube ich mental und emotional dieser Entwicklung,
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dieser Digitalisierung und Virtualisierung hinken wir noch hintendrin.
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Was heisst hinken wir hintendrin? Ich hoffe auch nie, dass wir das Bedürfnis,
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so Sachen physisch zu erfahren, nicht unbedingt zu verlieren.
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Ich finde das schon auch ein Wert für sich.
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Finde ich auch. Also es ist eigentlich etwas Schönes.
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Also, eben auch da, du musst wie mal irgendwie die Erfahrung gemacht haben und
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sagen, okay, es ist anders, wenn du eine Platte hörst. Es ist ein anderes Bewusstsein.
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Und ich mache den Vergleich halt immer mit dem Kino, das hat jetzt nichts mit
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Retro zu tun oder so, aber das sagen mir halt viele Leute, dass wenn du ins
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Kino gehst, nimmst du den Film ganz anders wahr, als wenn du den zu Hause schaust.
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Und es hat nicht nur mit der Grösse der Linwand zu tun, sondern es hat wirklich
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auch mit dem Bewusstsein zu tun.
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Und vielleicht ist das ja auch genau der Faktor, was ausmacht bei der Retro-Geschichte.
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Also jetzt vielleicht auch bei der Digitalkamera, wo du dann anstatt über irgendwelche
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Funktionstasten Beliechtungszeit einstellen musst.
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Dass du einfach so einen Drehregler hast und durch das nimmst du das schon anders wahr.
0:25:13–0:25:13
Ja.
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So ist es. Entschuldigung, ich bin da hinten gewesen und habe...
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Du hast eine Platte gesucht.
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Das Mischpult habe ich jetzt aufgestartet. Ich muss mal schauen,
0:25:22–0:25:26
ob ich da noch schnell... Ich müsste das ganze Hure Mischpult umstellen.
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Ich schaue mal noch schnell.
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Falls du noch etwas zu erzählen hättest, könntest du das jetzt machen.
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Nein? Ja, ich habe noch etwas zu erzählen. Ah, sehr gut. Das finde ich auch
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eine spannende Geschichte.
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Also wenn ihr euch mal so ein bisschen mit Produktdesign oder so beschäftigt,
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googelt mal schon den Dieter Rams das ist ein ich glaube holländischer,
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belgischer oh jetzt ist schon wieder halbwissen woher das der kommt,
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er ist in Deutschland gross geworden, aber er ist glaube ich ursprünglich Holländer,
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was immer der Dieter Rams hat viel für die Firma Braun gestaltet und von ihm
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kommen sehr ikonische Designs, weil er hat sehr reduziert geschafft,
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sehr einfach geschafft man sagt auch, dass Apple sehr viel von seinem Design
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eigentlich übernommen hat und so von seinem Stil, wie er es geschafft hat.
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Und es gibt eine Firma, die heisst Teenage Engineering.
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Die machen Synthesizers und Audiogeräte und Lautsprecher.
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Also ein Synthesizer ist eigentlich etwas, was ich kann...
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Ein Musiksignal reingeben und dann kann ich mit verschiedenen Reglern Höhen,
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Tiefen und Pitch also halt den Ton verändern, einfach gesagt.
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Und die machen so Produkte und lustig ist vielleicht können wir das in die Show
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Notes tun, die Produkte sehen nicht aus wie klassische Musikprodukte,
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wie es halt aussehen sondern sie haben also den,
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retro 80er Jahr Look also es
0:27:04–0:27:10
sind graue Gehäuse mit orangen und grünen Knöpfen und es sieht einfach so,
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es sieht alles so ein wenig nach alt aus und es ist sehr durchgedenkt eigentlich vom Design her.
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Es entspricht einfach nicht, also es sieht komplett anders aus als andere Musikgeräte.
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Und finde ich auch sehr spannende Entscheidung, dass die gesagt haben,
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okay wir machen jetzt einfach mal irgendwelche Synthesizer, wo es viel mehr auf dem Markt gibt.
0:27:31–0:27:34
Und von anderen Herstellern und die haben gesagt, wir machen die einfach komplett anders.
0:27:34–0:27:40
Die sehen bei uns jetzt einfach anders aus und die haben irgendwie Erfolg mit dem. Finde ich witzig.
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Wunderbar. Also das haben wir ein Schlusswort. Wir müssen heute einigermassen pünktlich aufhören.
0:27:46–0:27:50
Ich glaube, ich schaffe es nicht mehr. Ich kann tatsächlich...
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Sie gönnt jetzt nicht mehr.
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Sie gönnt. Ich habe den Plattenspieler aufgestartet.
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Allerdings ist mir jetzt wirklich nicht klar, wenn der Kai das Mischbull konfiguriert
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hat, dass ich den jetzt direkt da überbringen würde. Also eben.
0:28:06–0:28:06
Egal.
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Retro funktioniert halt gleich nicht immer. Manchmal ist digital und neu gleich
0:28:10–0:28:13
besser. Nein, funktioniert ja auch nicht immer. Wir wissen es nicht.
0:28:14–0:28:14
In dem Fall.
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Schreibt uns eure besten Retro-Produkte, die ihr im Einsatz habt.
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Die neu sind, aber alt ausgesehen. Das nennt mich Wunder.
0:28:22–0:28:25
Das ist eine sehr gute Idee. Das würde mich auch interessieren.
0:28:25–0:28:31
Und ja, ich glaube, da haben wir wirklich viel auch aus der Community noch Inputern,
0:28:31–0:28:37
die wir weiter liefern können, was sich an dieser Retrofront tut.
0:28:38–0:28:43
Ich habe zum Beispiel eine wunderbare App auf dem iPhone, die mir das allererste
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iPhone-Betriebssystem simuliert. Wirklich?
0:28:49–0:28:50
Wie heisst das?
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Das heisst, ich muss nachschauen.
0:28:54–0:28:57
Aber eben, es ist auch wieder so ein Retro-Ding. Ich weiss nicht, wer das braucht.
0:28:58–0:29:01
Ich springe darauf an und denke, oh, mega cool, ich würde es ausprobieren,
0:29:01–0:29:02
aber eigentlich ist es unbrauchbar.
0:29:02–0:29:07
Also im Softwarebereich gibt es natürlich, den haben wir jetzt völlig ausklammert.
0:29:07–0:29:08
Den haben wir völlig weglassen.
0:29:08–0:29:14
Da gibt es einen riesen Bereich, dass du inzwischen alte Betriebssysteme im
0:29:14–0:29:15
Browser laufen lassen kannst.
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Ich habe ja Ende letztes Jahr das Gefühl gehabt, ich müsse jetzt ein Bild im
0:29:22–0:29:30
allerersten Photoshop 1.0 von 91 oder 92 bearbeiten.
0:29:30–0:29:33
Und ich habe es auch nicht gebracht, es geht im Browser-Effekt.
0:29:34–0:29:39
Aber es ist recht aufwendig und man kann sich ein bisschen fragen, für was es gut ist.
0:29:39–0:29:47
Aber so gesehen bin ich im Fall echt auch ein bisschen anfällig für das Retro-Zeug. Aber genau.
0:29:47–0:29:51
Das ist glaube ich ein gutes Schlusswort. Es ist aufwendig und man weiss eigentlich
0:29:51–0:29:54
nicht genau, warum man es macht, aber irgendwie macht man es eben gleich.

Kevin mag alte Autos. Und damit ist er nicht ganz alleine. Immer wieder kommen moderne Produkte im Retro-Look auf den Markt. Retro-Spiele erleben ein Revival. Aber warum haben Retro-Produkte auch einen Charme für Leute, welche diese Zeit gar nie erlebt haben?

Matthias und Kevin tauchen tief in die Welt der Retro-Produkte ein. Warum kommen so viele Produkte im Design der 70er und 80er Jahre zurück auf den Markt? Ist es die Sehnsucht nach einer einfacheren Zeit, der Wunsch nach haptischen Erlebnissen oder schlichtweg cleverer Kapitalismus?

Wir diskutieren über Casio-Uhren und warum junge Leute heute wieder digitale Klassiker aus den Achtzigern tragen. Was hat es mit IKEA «Nytillverkad» auf sich? Warum kommen die wirklich hässlichen orange-braunen Muster der Siebziger zurück? In der Fotografie verstehen wir, worin der haptische Reiz einer Kamera wie der Nikon Zfc besteht, die sich auf die manuelle Bedienung konzentriert – und warum Leute mit Film und Entwicklungsbädern gegen die Flut der digitalen Bilder aus Smartphones und KI ankämpfen.

Im Bereich des Audio-Designs untersucht Kevin den Einfluss von Design-Ikonen wie Dieter Rams und modernen Synthesizern von Teenage Engineering.

„Die guten, alten Zeiten?“ weiterlesen

Social-Media-Verbot für die Jungen? (Oder doch besser für die Alten?)

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:10–0:00:13
Die Sendung von Julia zum Februar.
0:00:13–0:00:17
Und wir schicken dem Februar noch ein müdes Bälle hinterein. Okay?
0:00:20–0:00:23
Mr. Alan, what is it? 1, 2, 3, 7.
0:00:24–0:00:26
Radio Stadtrichter.
0:00:28–0:00:30
Grüeziwoll, Kevin. Bist du müde?
0:00:30–0:00:30
Guten Tag.
0:00:31–0:00:32
Nein, du tust frisch.
0:00:32–0:00:34
Nein, ich bin müde.
0:00:34–0:00:37
Ah, müde. Okay. Lied es am Februar? Halt den noch an?
0:00:38–0:00:43
Nein, ich hatte gerade einen langen Tag. Und ich habe nicht gut geschlafen.
0:00:43–0:00:44
Letzte Nacht ist ein alter Mann.
0:00:45–0:00:47
Schlaft nicht gut. Unbrauchbar am nächsten Tag.
0:00:48–0:00:53
Ja, das könnte ich ein Wörtchen mitreden. Das gibt dann so...
0:00:53–0:00:56
Hast du Frühlingsmüdigkeit? Ist das etwas, was du merkst?
0:00:58–0:01:02
Früher hätte ich gesagt, ja, ich merke Frühlingsmüdigkeit. Heute inzwischen
0:01:02–0:01:08
würde ich sagen, ist die Frühlingsmüdigkeit zu einer allgemeinen Lebensmüdigkeit übergangen.
0:01:10–0:01:15
Es tut jetzt schlimmer als es ist. Aber ja, das Leben ist anstrengend. Ich finde schon.
0:01:18–0:01:22
Und das Problem ist, glaube ich, auch vom Älterwerden. Es ist ja so,
0:01:22–0:01:25
dass Wenn du ganz jung bist, hast du eigentlich nichts zu tun,
0:01:25–0:01:27
dann ist es eine grosse Freiheit.
0:01:28–0:01:32
Je älter das wirst, desto mehr so Sachen sammeln sich an.
0:01:32–0:01:39
Gerade wenn ich eher gut ist, mit Sachen anzufangen, aber nicht so gut ist, mit Sachen aufzuhören.
0:01:39–0:01:48
Es gibt immer mehr und gleichzeitig nimmt dein Bedürfnis nach Erholung und dein Körper,
0:01:48–0:01:55
das nicht mehr so mag, dass dieser Teil zu nimmt und dann geratet das in ein Ungleichgewicht.
0:01:55–0:02:00
Das sind so zwei gegenläufige Linien und die schneidet sich irgendwann mal und ab dann wird es schlimm.
0:02:03–0:02:07
Ach, vielleicht ist es so.
0:02:09–0:02:13
Jetzt müsst ihr die Theorie da schön runter haben, dann könnte man einen TikTok-Kanal
0:02:13–0:02:17
aufmachen und ein bisschen Mörsen verramschen und so.
0:02:19–0:02:20
Irgendwas, weiss ich was.
0:02:20–0:02:26
Das Problem ist, dein Name ist behaftet, das geht nicht gut. Wegen dieser Salz.
0:02:26–0:02:27
Ah, dieser verdammt Salz.
0:02:28–0:02:32
Die verdammt Salz. Die Schüsselertheorie wird gleich mit Salz verbunden.
0:02:33–0:02:35
Da bin ich fast sicher, dass es diese Verbindung macht.
0:02:37–0:02:40
Ich weiss nicht, ob ich das erzählen darf, aber meine Frau hat ja mal einen
0:02:40–0:02:44
von ihren Arbeitskollegen, der genau auf diese Salz abgefahren ist,
0:02:45–0:02:49
hat sie ein bisschen veralbert. in dem sie ihm ein riesiges Geschenk gemacht hat.
0:02:49–0:02:56
Sie hat nämlich ganz viel Salz, unterschiedliche Arten, also Streusalz und Kochsalz und so gekauft.
0:02:57–0:03:01
Und dann haben wir so Zettel drauf gemacht und gesagt, weil ich das angelangt
0:03:01–0:03:04
habe, hat sich das jetzt in Schüsslersalz verwandelt.
0:03:04–0:03:10
Und ich habe es von unten, vom Keller runtergetragen und darum ist es jetzt
0:03:10–0:03:12
auch ein Schüsslersalz. Das war noch lustig.
0:03:13–0:03:17
Und sie hat behauptet, er hätte es verdreht. Also man hätte diesen Witz mit
0:03:17–0:03:18
ihm machen können, aber jawohl.
0:03:18–0:03:23
Also wenn ihr das auch mal vorhabt, wenn ihr einen esoterischen Kollegen habt
0:03:23–0:03:30
oder eine Freundin oder sonst irgendeinen Verwandten, dann wäre ich also bereit gegen Spenden.
0:03:30–0:03:37
Nein, also ich könnte vor der Sendung hier im Studio vorbeikommen und ich würde das Salz durch...
0:03:37–0:03:39
Du würdest Salz berühren.
0:03:39–0:03:42
Genau, ich würde es berühren. Und sonst, wenn wir uns... Vielleicht ist es ja
0:03:42–0:03:47
schlecht, dass wir uns treffen können, wegen der Distanz und so.
0:03:47–0:03:50
Dann könnte man das aber auch telepathisch machen. Ich glaube,
0:03:50–0:03:51
das würde auch funktionieren.
0:03:52–0:03:53
Also so mental.
0:03:54–0:03:56
Mental? Fernsalz?
0:03:57–0:04:00
Fernsalz. Fernverschüsslerung vom Salz, genau.
0:04:01–0:04:06
Das ist eine Dienstleistung, die ich sofort anbieten kann. Also,
0:04:06–0:04:09
und jetzt steigen wir voll knallhart mit unserer Sendung ein.
0:04:24–0:04:30
Australien hat es vorexerziert, man kann die sozialen Medien in Pflicht nehmen,
0:04:30–0:04:34
man kann sie jetzt ein bisschen akandar nehmen, könnte man vielleicht sogar sagen.
0:04:34–0:04:40
Die haben im Dezember 2025 ein Verbot für Jugendliche, also für Kinder und Jugendliche
0:04:40–0:04:45
unter 16 Jahre eingeführt. Die dürfen jetzt nicht mehr auf TikTok,
0:04:45–0:04:49
sie dürfen nicht mehr auf Facebook und auf die anderen grossen Plattformen.
0:04:49–0:04:55
Und inzwischen haben auch andere Nationen, andere Länder überlegt,
0:04:55–0:04:57
sich das ebenfalls einzuführen.
0:04:58–0:05:02
Bei einigen ist die Entwicklung schon recht weit vorgeschritten.
0:05:02–0:05:07
Frankreich, Grossbritannien, Indonesien, Malaysia, Neuseeland und Spanien zum
0:05:07–0:05:10
Beispiel. Bei uns in der Schweiz gibt es auch so Diskussionen,
0:05:10–0:05:15
aber da hat man das Gefühl, ist die Begeisterung für so ein Social Media Verbot
0:05:15–0:05:16
ein wenig weniger gross.
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Und ich frage mal, Kevin, ganz knallhart, investigativ, bist du dafür für so
0:05:23–0:05:24
ein Verbot oder dagegen?
0:05:26–0:05:32
Gott, jetzt kann ich jetzt sagen, ich bitte dafür und dann sagen wir einen schönen
0:05:32–0:05:34
Abend, wir wünschen dir eine schöne Woche, bis nächstes Mal.
0:05:34–0:05:43
Ja ich glaube wir haben schon noch luft zum 25 minuten das redet ich weiß es wirklich nicht.
0:05:45–0:05:48
Das ist eine gute Ausgangslage, wenn man es eigentlich nicht weiss.
0:05:49–0:05:53
Mir ist es fast lieber, wenn die Leute schon mit einer knallharten Meinung kommen
0:05:53–0:05:55
und es dann nur noch darum geht, sie zu verteidigen.
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Weil ehrlich gesagt, ich weiss es eigentlich auch nicht.
0:05:58–0:06:05
Ich finde, ich habe gewisse Sympathien für diese Idee, habe aber auch mich in
0:06:05–0:06:09
der Vorbereitung auf die Sendung mit den Gegenargumenten beschäftigt und die
0:06:09–0:06:10
haben mich eigentlich auch überzeugt.
0:06:10–0:06:16
Und darum bin ich am Schluss ein bisschen differenziert. Aber fangen wir doch mal an.
0:06:16–0:06:24
Es gibt den E-Safety-Commissioner, der dann gefunden hat, ja wohl Online-Sicherheit.
0:06:24–0:06:29
Und es hat vorher wirklich auch viele, also in Australien reden wir jetzt,
0:06:29–0:06:33
wirklich viele Leute gegeben, unter 16, die auf diesen Plattformen waren.
0:06:33–0:06:43
Die sind zum Beispiel Snapchat 440'000, Instagram 350'000 und TikTok 200'000.
0:06:44–0:06:48
Und dann haben wir gefunden, jawohl, man müsse jetzt das absichern,
0:06:48–0:06:51
weil die Kinder einfach nicht sicher sind auf diesen Plattformen.
0:06:51–0:06:56
Und das erste Problem ist natürlich, wie tut man eigentlich das Alter feststellen, Kevin?
0:06:56–0:07:01
Wie würdest du das jetzt machen, wenn du sagst, du wärst Kevin Zuckerberg und
0:07:01–0:07:04
müsstest das einführen, jetzt australien wirst du das machen
0:07:04–0:07:08
Verifikation über
0:07:08–0:07:14
idee ja das funktioniert relativ gut und einfach und jetzt weiß ich aber nicht
0:07:14–0:07:19
wie australien die idee reglementierte das weiß sie nicht aber die wert also
0:07:19–0:07:26
wird ja wie geht es hat man ob alter x die idee hast du das selber machen,
0:07:30–0:07:32
Das mit den Kreditkarten funktioniert,
0:07:35–0:07:40
aber kommt man auch rundherum. Ich glaube, die Idee ist wie der schlechte Weg,
0:07:40–0:07:43
aber es ist ein Datenschutzproblem, natürlich ein massives.
0:07:44–0:07:44
Genau.
0:07:44–0:07:45
Das kann ich natürlich auch sehen.
0:07:46–0:07:46
Genau.
0:07:46–0:07:49
Darum bin ich wieder Ja, aber Nein.
0:07:51–0:07:54
Ich weiss nicht, wo muss man das mit der Idee machen?
0:07:55–0:07:59
An verschiedenen Orten, wo du die Idee abfotografieren musst und ein Selfie
0:07:59–0:08:02
machen musst. Ich musste das auch schon für irgendetwas machen.
0:08:02–0:08:06
Du musst sogar mit deiner Idee vor die Kamera sitzen und dann überprüfen sie dich.
0:08:07–0:08:10
Ich habe sogar mal einen Artikel darüber geschrieben, über das Schweizer Unternehmen,
0:08:11–0:08:14
das das Verfahren dann auch noch ein bisschen sicherer macht.
0:08:15–0:08:20
Weil sonst gibt es Leute, die dann auch das inszenieren.
0:08:21–0:08:24
Also wenn sie vor der Kamera sitzen oder mittels KI so klingt,
0:08:25–0:08:29
wie wenn sie die Person wären, auf dem Ausweis drauf und so.
0:08:30–0:08:34
Da kann man auch wirklich bescheissen, aber da gibt es auch die Methoden, um dagegen zu halten.
0:08:35–0:08:40
Ich habe das auch schon gemacht. Ich glaube, ich habe mal online die Möglichkeit gegeben,
0:08:41–0:08:48
um ein Mobilfunk-Abo abzuschliessen und dann musstest du das machen.
0:08:49–0:08:55
Vorher musstest du allein wegen dieser Identifikation in einen Online-Shop laufen.
0:08:55–0:09:02
Durch diese Methode konnte man das auch digital im Internet machen.
0:09:03–0:09:09
Die einfachste Methode ist Selbstangabe. Das ist wie auf gewissen Webseiten
0:09:09–0:09:12
für Erwachsenenunterhaltung. dann klickst du auf «Ich bin 18» und dann geht's los.
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Das ist eine Traumensbasis.
0:09:14–0:09:19
Genau. Das ist jetzt für die Plattformen vielleicht tatsächlich nicht so die schlaueste Idee.
0:09:19–0:09:23
Denn du hast es schon angedeutet mit den Kreditkarten, die man darf.
0:09:24–0:09:27
Das ist mir nicht ganz bewusst gewesen, aber es scheint tatsächlich so zu sein,
0:09:27–0:09:30
man muss 18 sein, dass man so eine Kreditkarte bekommt, weil man,
0:09:30–0:09:36
ja gut, ist vielleicht schlau, wenn die 16-Jährigen Geld, die sie nicht haben, können verjubeln.
0:09:36–0:09:39
Ich weiss aber nicht, ob das eben wirklich so ist, weil heute hast du ja auf
0:09:39–0:09:42
der EC-Karte hinten drauf eine Kreditkarte und ich weiss es eben nicht.
0:09:43–0:09:48
Mal, du kannst sie unterscheiden. Sie wissen glaube anhand, sie wissen glaube, was was ist.
0:09:49–0:09:53
Genau, dort ist das Problem, dass natürlich nicht alle eine Kreditkarte haben.
0:09:54–0:09:57
Und dann heisst es, dann bist du zwar erwachsen, aber kannst du trotzdem nicht
0:09:57–0:10:00
auf diese Plattformen, weil du keine Kreditkarte hast. Das wäre auch ein bisschen doof, oder?
0:10:00–0:10:08
Und ich glaube, es wäre eine gute Idee, wenn man nicht einen Zwang zu den Kreditkarten
0:10:08–0:10:10
würde. Wobei, das wäre vielleicht auch mal eine Sendung wert.
0:10:10–0:10:15
Also ohne Kreditkarte kommst du im Internet ja immer noch nicht wahnsinnig weit,
0:10:15–0:10:18
wenn du Shopping betreiben willst oder so. Also in der Schweiz kannst du die Wind nehmen.
0:10:18–0:10:23
Ich glaube in der Schweiz schon, aber sonst wird es dann schnell dünn.
0:10:23–0:10:28
Genau. Dann gibt es so die biometrische Analyse, also eben du hättest ein Selfie
0:10:28–0:10:32
in die Kamera und dann probiert es anhand von dem, also ohne dass du noch einen
0:10:32–0:10:35
Pass hast, einfach festzustellen, wie alt das die Person ist.
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Aber natürlich eben auch das kann man scheissen nach Strich und Faden.
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Dann nimmst du halt sonst je nachdem einfach ein anderes Selfie von irgendjemandem.
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Und eben, wir müssen ja uns da auch keine Illusionen hingeben,
0:10:48–0:10:53
Die Unternehmen, so meta und so, würden die Daten, du hast es angeht,
0:10:53–0:10:57
nicht nur brauchen, um dein Alter festzustellen, sondern die wären dann immer dort.
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Und sie würden allerhand Möglichkeiten herausfinden, um auch deine und meine
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Gesichtsdaten zu verwerten, zu monetarisieren und so.
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Wir glauben gar nicht darum, dass sie das machen würden, sondern einfach ein
0:11:12–0:11:15
grundsätzliches Misstrauen, um zu sagen, ich möchte eigentlich gar nicht,
0:11:16–0:11:17
dass sie das haben. Ja, ja.
0:11:18–0:11:21
Auch wenn sie sagen, wir schwören, dass wir nichts damit machen.
0:11:21–0:11:24
Das ist so, nein, ihr, nein, einfach nicht.
0:11:25–0:11:29
Genau, und dann gibt es noch die Verhaltensanalyse, dort schaut man den Leuten
0:11:29–0:11:32
einfach zu und sagt dann, der könnte jetzt so und so alt sein.
0:11:32–0:11:34
Aber, also ehrlich gesagt.
0:11:35–0:11:42
Dort wird es dann schon sehr schwammig. Das ist dann wie so mit deinen Schüsselsalz,
0:11:42–0:11:44
die du über die Luft schütteln.
0:11:44–0:11:47
Das wäre auf dem gleichen Niveau.
0:11:47–0:11:49
Ja, etwas so.
0:11:49–0:11:56
Ja, das sehe ich auch so. Und letztens bin ich auf YouTube gewesen und dort hat mir YouTube gesagt,
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wir haben dir dein Profil angepasst, weil wir sind nicht sicher,
0:12:01–0:12:05
ob du Du bist schon 18 Jahre alt und dann sagte ich, danke vielmals YouTube.
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Es war tatsächlich möglich, dass meine Tochter vielleicht mit dir geredet.
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Eben, ein kleiner Mensch im Haushalt und dann war es das.
0:12:13–0:12:19
Genau, das kommt natürlich auch noch dazu. Das Problem ist sowieso,
0:12:19–0:12:25
ob auch der, der den Altersausweis oder Nachweis erbracht hat, auch das Konto benutzt.
0:12:26–0:12:28
Das wäre dann schon mal die Nachsprache. Aber wir könnten sagen,
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wenn wir jetzt schon die E-ID hätten, wir haben die angenommen und vielleicht,
0:12:33–0:12:36
wenn es gut kommt, dann ist es schon 2026.
0:12:37–0:12:40
Im Laufe dieses Jahres können wir sie dann irgendwann mal brauchen oder uns
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vielleicht zumindest mal anmelden für so eine E-ID.
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Aber wenn wir die hätten, dann können wir sagen, das wäre die Lösung.
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Dann kann man zu Facebook gehen und sagen, da ist meine E-ID und die sagt aber
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nur, jawohl, der Typ ist schon 18+.
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Er sagt nicht, wie alt ich bin, sondern er erfüllt die Zugangskriterien und dann kommt man nie.
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Das wäre eigentlich das Ei des Kolumbus. Oder siehst du das anders?
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Grundsätzlich ja, auch wieder. Aber was ist jetzt? Ich bin Doppelbürger.
0:13:16–0:13:20
Ja, genau. Und im einen Land ist es so und im anderen ist es anders.
0:13:20–0:13:26
Ja, genau. Dann bin ich wahrscheinlich, vielleicht jetzt nicht Deutschland,
0:13:26–0:13:28
weil die diskutieren es ja glaube ich auch schon.
0:13:29–0:13:34
Aber ich bin Schweizer und ich bin Kroatien.
0:13:34–0:13:37
Und in Kroatien ist es erlaubt, in der Schweiz nicht.
0:13:37–0:13:42
Dann mache ich mir einfach einen kroatischen Account und verifiziere mich dort.
0:13:42–0:13:46
Ja, genau. Und ich meine, es kann ja auch sein, dass du ein Ausländer bist,
0:13:46–0:13:49
der dauerhaft in einem anderen Land wohnt. Ja, genau.
0:13:52–0:13:58
Vielleicht hast du dann dort ein lokales, aber es ist einfach nicht so ganz gerecht.
0:13:58–0:14:01
Und dann gibt es natürlich auch die V-Pans, ist dann die Frage,
0:14:02–0:14:09
wie wichtig ist dann dein Geburtsort versus wirklich dein Aufenthaltsort.
0:14:09–0:14:11
Sonst wenn du einfach in den Ferien mal irgendwo bist, für die,
0:14:12–0:14:17
die kein V-Pan einrichten können, dann machen sie halt das, wenn sie mal Zitalien
0:14:17–0:14:20
in den Ferien sind, machen sie dann ihr Konto oder so.
0:14:20–0:14:24
Also es ist halt ein bisschen löchrig, würde man schon meinen.
0:14:25–0:14:30
Und ich glaube, bei vielen Sachen schaut man halt auf Australien.
0:14:30–0:14:35
Also Australien hat ja auch sehr striktes Waffengesetz eingeführt seit dem Adeptat,
0:14:36–0:14:38
das damals war, und dann haben sie einfach gesagt, okay, wir verbieten alle
0:14:38–0:14:41
Waffen fertig, gibt es einfach nicht mehr, Diskussion erledigt.
0:14:41–0:14:44
Und sie sind jetzt auch die Ersten, die sagen, okay, Social Media gibt es nicht mehr.
0:14:44–0:14:48
Aber Australien hat einfach, sie haben einfach einen Vorteil,
0:14:48–0:14:54
sie sind eine Insel. Und es ist geografisch schon mega schwierig,
0:14:54–0:14:58
dort irgendetwas drauf zu bringen. Also,
0:14:59–0:15:03
Sehr einfach gesagt, jetzt im Technischen ist einfach, sie können einfach den
0:15:03–0:15:08
ganzen Datentransfer abfangen und einfach die sozialen Netzwerke theoretisch
0:15:08–0:15:09
einfach komplett zumachen.
0:15:09–0:15:13
Also sie haben dort einen kleinen Vorteil. Mit den Waffen ist ja das Gleiche.
0:15:13–0:15:17
Es ist relativ schwierig, auf die Inseln nur schon Waffen drauf zu bringen.
0:15:17–0:15:20
Also es ist relativ einfach zu sagen, wir verbieten alle Waffen,
0:15:20–0:15:25
aber in Europa sind halt die Grenzen so nahe aufeinander, dass es dann,
0:15:25–0:15:30
es ist eine ganz andere Ausgangslage, die wir haben. die viel schwieriger ist.
0:15:31–0:15:36
Genau, und gesamteuropäisch sieht es jetzt nicht so aus, als ob da so eine Initiative
0:15:36–0:15:39
käme, dass die EU sagen würde, wir führen das jetzt ein.
0:15:39–0:15:41
Und dann würde es natürlich auch für die Schweiz ein bisschen anders aussehen.
0:15:43–0:15:47
Facebook, typischerweise, tut ja immer so, als wenn die Schweiz zu der EU gehören
0:15:47–0:15:50
würde. Also alles, was für die EU gibt, gilt für uns auch.
0:15:51–0:15:54
Das ist ja bei vielen von diesen Tech-Konzernen so. Ausser bei Apple,
0:15:54–0:15:58
dort ist es explizit anders. Die Schweiz behandeln die Schweiz immer als Inseln.
0:16:00–0:16:03
Darum haben wir z.B. auch nicht die alternativen App-Stores,
0:16:03–0:16:04
die es in der EU schon länger gibt.
0:16:05–0:16:09
Aber das nur als Randbemerkung. Vielleicht interessiert euch noch,
0:16:09–0:16:13
was passiert, wenn man bescheisst, also wenn vielleicht sogar die Eltern ihren
0:16:13–0:16:17
Kindern helfen würden, diese Limiten auszuhebeln.
0:16:17–0:16:22
Das heisst zumindest in Australien ist es jetzt so, dass es hier keine Strafe
0:16:22–0:16:25
gibt, weder für die Kinder noch für die Eltern, aber für die Tech-Konzern,
0:16:25–0:16:30
denen droht Bussen, wenn sie da zu viele Kinder durchlassen.
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Vielleicht, ich weiss nicht, schon ab einem Kind Bussen wären es ein bisschen.
0:16:35–0:16:35
Schon ein Million.
0:16:36–0:16:43
Ja, genau. Also diskutieren wir doch über die Gründe dafür, was aus deiner Sicht
0:16:43–0:16:45
dann knallhart dafür sprechen würde.
0:16:45–0:16:50
Es ist eigentlich schon klar, oder? Das Problem ist, wir reden schon seit Jahren
0:16:50–0:16:56
und wenn nicht Jahrzehnte darüber, Es passiert Mobbing auf diesen Plattformen, sie sind ungesund.
0:16:56–0:16:59
Wir haben vor ein oder zwei Wochen darüber gesprochen.
0:16:59–0:17:04
Die sozialen Medien machen Abhängung, sie machen Züchtung, sie befördern Selbstbild
0:17:04–0:17:12
unter Umständen negativ, sie befördern Depressionen, sie machen alles Wüsten.
0:17:14–0:17:21
Wenn man einfach darauf schaut, Wenn du sagst, dass man diese Probleme mit einem
0:17:21–0:17:24
Schlag löst, und es ist eine relativ einfache Gesetzgebung, also wieso machen wir das nicht?
0:17:26–0:17:31
Grundsätzlich ja. Also ich verstehe den Ansatz, dass man sagt,
0:17:31–0:17:35
man muss junge Menschen auch vor dem schützen, junge Menschen,
0:17:35–0:17:40
die halt auch im Selbstbild noch nicht gefestigt sind, wo Sachen,
0:17:40–0:17:48
die auf sozialen Medien passieren, viel grösser Impact haben,
0:17:49–0:17:52
als wenn du das mit 30 siehst.
0:17:53–0:17:56
Wahrscheinlich mehr Lebenserfahrung. Es geht gerade mehr um das.
0:17:58–0:18:04
Und dass die sozialen Medien all das gemacht haben, sie machen abhängig,
0:18:04–0:18:08
sie reagieren auf. Es klingt jetzt immer so negativ, wenn man das so sagt.
0:18:09–0:18:14
Es ist ja auch nicht so, dass die sagen, wir wollen, dass die Plattform dich abhängig macht von uns.
0:18:15–0:18:20
Sie möchten natürlich, dass der Benutzer möglichst viel Zeit auf dieser Plattform verbringt.
0:18:20–0:18:24
Möglichst viele Zeit auf dieser Plattform verbringt er, wenn er interessante
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Inhalte sieht und interessante Inhalte sind halt oft,
0:18:28–0:18:34
viele Fake News oder so Ragebait oder irgend so Sachen, wo dann einfach die
0:18:34–0:18:37
Leute halt darauf anspringen, weil das halt ein einfacher Mechanismus ist.
0:18:38–0:18:44
Ja, darum wird es halt ungesund. Ich glaube nicht, dass Social Media grundsätzlich schlecht wäre.
0:18:45–0:18:53
Es sind Mechanismen, die man eingebaut hat, um Wachstum zu haben und mehr Leute
0:18:53–0:18:55
auf dieser Plattform, die schlecht sind.
0:18:55–0:19:02
Ich glaube, es würde ein soziales Netzwerk funktionieren, wenn man diesen Algorithmus anpassen würde.
0:19:03–0:19:06
Das ist genau so, wie du sagst. Und ich finde es noch spannend,
0:19:07–0:19:13
dass man diesen Konzernen nicht unterstellen kann, dass das aus reiner...
0:19:13–0:19:16
Also Meta würde ich jetzt nicht aus der Verantwortung lassen.
0:19:16–0:19:21
Von diesem Konzern weiss man schon lange, dass sie auch interne Studien gemacht
0:19:21–0:19:26
haben, wo sie sagen, wie gefährlich das ist für die Kinder und trotzdem die
0:19:26–0:19:30
einfach nichts, wirklich null Lehren daraus gezogen haben.
0:19:30–0:19:35
Und darum muss ich sagen, der wichtigste Grund, den ich sehe,
0:19:35–0:19:41
ist, wofür so ein Verbot spricht, ist einfach, diese auch in Verantwortung zu nehmen.
0:19:42–0:19:46
Und vielleicht auch als Drohkulissen aufzubauen, sagen, jetzt macht wirklich
0:19:46–0:19:51
ernsthaft etwas, kümmert euch ernsthaft um den Jugendschutz,
0:19:51–0:19:56
macht etwas, zeigt, was ihr macht und lasst euch kontrollieren.
0:19:56–0:19:59
Also wir wollen auch wirklich nicht einfach ein paar schöne Worte hören am Schluss,
0:19:59–0:20:05
sondern belastbare Resultate, wo wir sehen, jawohl, das bringt etwas jetzt, ihr meint es ernst.
0:20:05–0:20:09
Und dann könnte man sagen, wenn ihr das so macht, dann okay,
0:20:09–0:20:14
dann lassen wir das Verbot bleiben, dann glauben wir euch, dass ihr das ernsthaft um...
0:20:14–0:20:18
Aber wenn es dann halt nach einer gewissen Zeit immer noch nichts passiert ist,
0:20:18–0:20:26
dann könnte ich mir so als Verbot halt als letzte Möglichkeit schon vorstellen. Und
0:20:27–0:20:32
Ja, aber eben, es ist glaube ich wirklich, das habe ich noch wollen sagen,
0:20:32–0:20:35
so die Wechselwirkung, dass halt, ich finde noch erstaunlich,
0:20:35–0:20:40
wie glärig, man muss eigentlich auch sagen, dass halt, dass die Nutzerinnen
0:20:40–0:20:42
und Nutzer gewesen sind und wirklich auch,
0:20:43–0:20:45
gerade also bei TikTok und so hat man das Gefühl,
0:20:45–0:20:50
wer da intensiv drauf ist, der könnte vielleicht den Algorithmus nicht genau
0:20:50–0:20:51
beschreiben, wie der funktioniert,
0:20:51–0:20:56
aber der entwickelt das Gespür dafür und dann gibt es halt all die Leute,
0:20:56–0:21:02
die wissen, wie man den ausnutzt oder wie man den für seine eigene Reichweite ...
0:21:03–0:21:08
Man kann ja inzwischen auch bei vielen Plattformen Monetarisierung betreiben.
0:21:08–0:21:14
Das heisst, man kann selber Geld verdienen, wenn man reichweitenstarken Inhalte erzeugt.
0:21:14–0:21:18
Was vielleicht auch ein bisschen problematisch ist, weil das natürlich alle
0:21:18–0:21:19
Mechanismen verstärkt.
0:21:19–0:21:28
Aber die Leute, die das machen, die wissen sehr genau, wie man die unternatürliche
0:21:28–0:21:32
Ausblendung von jeglichem Verantwortungsbewusstsein,
0:21:32–0:21:35
die Algorithmen für sich selber schaffen lässt.
0:21:35–0:21:43
Und das ist auch eine fatale Komplizenschaft von vielen dieser sogenannten Content Creators.
0:21:44–0:21:49
Ja, ich glaube, das Ding ist, also das haben wir eigentlich gar nicht gesagt,
0:21:50–0:21:57
um was geht die Diskussion, beziehungsweise was sind,
0:21:58–0:22:00
von welchen Plattformen reden wir.
0:22:00–0:22:07
Weil ich glaube, das ist so ein Faktor, wo man redet zwar vom Gleichigen, aber es ist gleich ein,
0:22:13–0:22:17
Probleme, die gar nichts miteinander zu tun haben. Also wir haben Social Media
0:22:17–0:22:20
Plattformen, ich sage jetzt da wirklich Facebook, Instagram, TikTok.
0:22:21–0:22:26
Das sind die Sachen. Das haben wir gesagt, das ist das eben Falschnachrichten,
0:22:26–0:22:30
schlechtes Bild von sich selber, also mit Influencer, mit was immer,
0:22:30–0:22:33
wo dir etwas vorlebt, was du eh nicht hast. Das ist das Einte.
0:22:34–0:22:37
Und nachher gibt es aber die ganzen Kommunikationsplattformen,
0:22:37–0:22:41
wo ja auch ein Problem sind, wo man dann einfach sagt, hey, ich habe jetzt da
0:22:41–0:22:44
im IK ich habe irgendein Bild generiert und schicke das über WhatsApp in den
0:22:44–0:22:47
Klassenchat ein, ist dann das auch Social Media?
0:22:48–0:22:53
Weil dort reden wir von ganz einer anderen Geschichte, wo aber auch ein Problem ist.
0:22:53–0:22:59
Also das ganze Vernetzte unter den Menschen ist auch ein Faktor.
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Und ich glaube, nur Social Media aufheben löst einen Teil des Problems,
0:23:06–0:23:07
aber bei weitem nicht alles.
0:23:08–0:23:15
Ja, schwenken Ihr findet dann die Blogposts, die ich erwähne,
0:23:15–0:23:19
auch in unseren Shownotes, alle verlinkt, von den Leuten, die sagen,
0:23:19–0:23:24
das ist eine Skilösung für ein echtes Problem, wo man zum Beispiel sagt,
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das würde gar nichts helfen, wenn man die Jugendlichen einfach aussperrt.
0:23:33–0:23:38
Dann bleiben die Plattformen genauso, wie sie sind. Das Geschäftsmodell verändert sich nicht.
0:23:38–0:23:43
Sie sehen keinen Zwang oder keine Pflicht, irgendetwas zu verändern.
0:23:43–0:23:48
Vielleicht ist Mark Zuckerberg sogar beleidigt und ändert darum gerade extra nichts.
0:23:48–0:23:52
Weil ich finde, wenn ihr nicht lieb seid zu mir, dann bin ich auch nicht so besonders lieb zu euch.
0:23:54–0:23:59
Und die Leute, die vielleicht vulnerable sind, obwohl sie schon älter sind,
0:23:59–0:24:03
die sind genauso vulnerable und all die Mechanismen, die schwierig sind,
0:24:04–0:24:05
bleiben genauso intakt.
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Das finde ich eigentlich eine recht einleuchtende
0:24:11–0:24:16
Auch die digitale Gesellschaft, die ebenfalls findet, dass es nicht nachhaltig
0:24:16–0:24:18
sei, wenn man das einfach verbietet, die sagen,
0:24:19–0:24:23
Es gibt wirklich auch keine wissenschaftliche Grundlage, dass man sagt,
0:24:24–0:24:30
die sozialen Medien, die Nutzung, die psychischen Beiträchtigungen auslösen,
0:24:31–0:24:35
sondern es gibt wahnsinnig viele andere Faktoren,
0:24:36–0:24:43
die auch so ein Jugendlicher in seiner Hoffnung beinträchtigen können.
0:24:43–0:24:47
Zum Beispiel muss man ja nur normale Nachrichten schauen und lesen.
0:24:47–0:24:49
Dann sieht man das. Es gibt auch Leistungsdruck.
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Es ist einfach wirklich schwierig. Und dann fast das Argument,
0:24:54–0:24:56
das mich am meisten überzeugt hat,
0:24:57–0:25:03
Wenn man sagt, man verlangt von den Jugendlichen, dass sie digitale Teilhabe
0:25:03–0:25:04
lehren, dass sie verstehen,
0:25:04–0:25:09
wie die Medien funktionieren, dass sie das lernen können, dass sie sich Medienkompetenz
0:25:09–0:25:14
aneignen und dass sie auch die Möglichkeit haben,
0:25:14–0:25:20
mit ihren Altersgenossen sich mit diesen Mitteln, die nun mal wirklich wichtig
0:25:20–0:25:23
sind in unserer Welt, auszutauschen, wenn man ihnen diese wegnimmt,
0:25:23–0:25:28
dann nimmt man ihnen erstens etwas weg und zweitens verhindert man,
0:25:28–0:25:31
dass sie das auch wirklich lernen können und dann zack sind sie 16 und dann
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haben sie aber noch nie ein Facebook gebraucht oder ein TikTok und dann sollten
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sie es gerade von sofort können und wollen alles aufholen und dann kann man
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sich schon vorstellen es wird nicht unbedingt besser
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Definitiv nicht und also ich gebe ja am KV Schule und ich habe oft so das Gefühl,
0:25:50–0:25:54
man müsste ja eben die Kompetenzen irgendwo vermitteln in der Schule oder was
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immer Aber das kann eine Schule nicht.
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Ich meine, es wäre das langweiligste Fach dieser Welt.
0:26:02–0:26:07
Es kommt ja sogar vor im KV, ich muss ja diesen Umgang vermitteln.
0:26:07–0:26:10
Aber es ist das Schrecklichste überhaupt.
0:26:11–0:26:16
Es muss ja wie schon in einer Generation stattfinden, die mit dem gross geworden
0:26:16–0:26:21
ist, die mit dem Sattelfest ist und dann ihren Kindern das wie weitergeben kann.
0:26:21–0:26:25
Und ich glaube, jetzt sind wir halt wirklich so in einer Zwischenwelt,
0:26:25–0:26:31
weil es ist noch niemand mit Social Media gross geworden, der jetzt schon Kinder hat.
0:26:33–0:26:39
Und ich glaube, die Generation kommt. Also es wird eine Generation kommen,
0:26:39–0:26:41
die die Eltern Social Media erlebt haben, sagen, das ist scheisse.
0:26:42–0:26:47
Und wir versuchen unsere Kinder jetzt dort hinzubringen, dass es vielleicht
0:26:47–0:26:50
nicht mehr so nutzt wird, wie sie es selber genutzt haben. Keine Ahnung.
0:26:51–0:26:55
Ja, ich finde natürlich, das ist eigentlich das Ideale, dass Kinder zusammen
0:26:55–0:26:59
mit ihren Eltern das lernen und dann die Eltern auch ehrlich sind,
0:26:59–0:27:02
wenn sie selber überfordert sind und wo sie selber anstehen.
0:27:03–0:27:08
Und zugeben, wenn es selber auf Facebook oder auf Twitter ausgetickt sind und
0:27:08–0:27:14
sich wieder drei Stunden lang mit jemandem gefetzt hat über ein völliges idiotisches
0:27:14–0:27:16
Thema, über einen Typ, der unbelehrbar ist,
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also eben, ich glaube, das würde helfen,
0:27:20–0:27:24
wenn man ein Kind einem nicht nur als positives, sondern ab und zu vielleicht
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auch als negatives Beispiel wahrnehmen würde.
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Aber eben, das ist klar, das gibt es nicht in jeder Familie, Aber ja,
0:27:33–0:27:37
das ist tatsächlich ein Problem, dass es halt einfach Familien gibt,
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wo die Kinder noch vieles nicht lernen, wo man eigentlich können müsste und
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wo ich heute in der Gesellschaft wichtig wäre.
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Auch noch ein Argument, das jemand gesagt hat, das ich recht gut finde.
0:27:50–0:27:53
Ich habe das auf dem verfassungsblog.de gefunden.
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Er hat gesagt, man spricht hier über die Jugendliche statt mit ihnen.
0:27:57–0:28:00
Ich finde auch, das machen wir jetzt zwar auch, aber aufrufen,
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wenn ihr Jugendliche seid, unter 16, kommen die uns in die Sendung.
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Wir müssen sehr gerne mit euch auch über das Thema sprechen.
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Es ist also eine offizielle Einladung.
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Und jetzt sagt man, das wäre besser,
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Abgesehen davon, dass auch Kinder Grundrechte haben und dort gehört auch dazu,
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dass sie sich untereinander auf diese Art und Weise austauschen, wie sie das wollen.
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Und wenn das halt mit sozialen Medien ist, dann wäre es wirklich auch ein bisschen
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übergriffig, ihnen das zu verbieten.
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Leuchtet mir alles ein und darum bin ich eigentlich inzwischen auch gegen so
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ein Verbot, obwohl es mir am Anfang eingeleuchtet hat aus diesen eingangs erwähnten Gründen.
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Und ich habe mir dann überlegt, aber hör mal, lange Zeit haben wir das eigentlich
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geschafft, dass man Medien so gemacht hat, dass man auch die allermeisten Zeitungen
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und Zeitschriften umliegen konnte.
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Kinder konnten sie anschauen und auch das Fernsehprogramm war tagsüber und am
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Abend, am Vorabend so, dass Kinder schauen konnten.
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Es ist vielleicht nicht immer alles, was dort gesagt wurde oder gesendet oder
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gestanden ist, ist wirklich für Jugendliche geeignet gewesen.
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Aber die Jugendlichen haben ja auch so ihre eigenen Interessen und so und schauen
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dann vielleicht schon eher Sachen, die für sie passen.
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Und darum ist die Idee entstanden, wie wäre es dann, wenn man einfach die sozialen
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Medien so gestalten würde, dass auch Jugendliche sich da bewegen könnten,
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ohne dass man Angst haben muss.
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Ist das Bedürfnis so gross für die Leute, dass man sich die allermeisten Dinge diskutieren kann,
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dass, wenn es ein Kind sei, ich finde es langweilig oder es interessiert mich
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nicht, aber keinen psychischen Schaden davor trägt.
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Aber so eine Plattform willst du ja nicht haben.
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Also wer will dann so eine Plattform in der heutigen Welt, wo es ja nur um Profit geht?
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Und wenn du jetzt eine Plattform so baust, dann sind dort vier Leute drauf.
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Du meinst Mastodon?
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Zum Beispiel, also es muss nicht einmal Mastodon sein, wo Mastodon,
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glaube ich, ist das Problem, es ist zu technisch, das ist das Problem.
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Es ist nicht sexy, aber wenn du eine Plattform bäuchst, die positiv und für
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alle und so, dann will niemand drauf.
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Sie müssten ja nicht mal unbedingt positiv sein. Sie müssten ja zum Beispiel
0:30:37–0:30:46
einfach keinen Inhalt automatisch algorithmisch den Leuten unter die Nase reiben.
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Aber dann wird die Plattform ja langweilig. dann springen ja die Leute ab,
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weil sie ja wieder ... Sie werden ja langweilig.
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Ja, aber wäre das so schlimm, wenn die sozialen Medien ein bisschen langweiliger
0:30:58–0:31:00
wären, wieder jetzt, wo sie eine Süchte machen?
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Welche Firma macht dieser Ansatz, der sagt, hey, komm mal auf eine Plattform,
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wo niemand drauf ist, weil sie langweilig ist?
0:31:09–0:31:13
Meinst du, wenn man jetzt Facebook so umbauen würde, dass der Algorithmus einem
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wieder, wie früher, nicht mehr nur würde den ganzen AI-Slop vorspielen,
0:31:19–0:31:23
sondern einfach nur das Zeug von den Leuten, die du folgst, chronologisch.
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Meinst du, Facebook wäre langweilig, weil niemand mehr postet,
0:31:28–0:31:31
weil das Kind eigentlich schon im Brunnen nicht geht?
0:31:31–0:31:37
Nein, wir haben uns auch etwas anderes gewöhnt. Ich glaube, es wäre langweilig.
0:31:38–0:31:40
Es wäre unerträglich langweilig.
0:31:40–0:31:42
Ist das unumkehrbar, meinst du?
0:31:43–0:31:48
Es bräuchte einen Moment, aber in dem Moment, wo die Verfügbarkeit von anderen
0:31:48–0:31:50
Plattformen da ist, springe ich ab.
0:31:51–0:31:56
Ja, ich bin ihm nicht ganz sicher. Also ich sehe die Kritik und ich finde auch, ja.
0:31:56–0:32:02
Aber ich finde auch, es hat wirklich auch in der Welt vor sozialen Medien interessante
0:32:02–0:32:08
Medien gegeben, die keine Algorithmen gebraucht haben, die ständig Randale fabriziert haben.
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Ich glaube, das würde wahrscheinlich eine Durststrecke geben,
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wo man diese Plattformen langweilig finden würde.
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Wäre für viele Leute, inklusive mich, heilsam, wenn es mal ein bisschen langweiliger wäre.
0:32:22–0:32:29
Ich habe dann gefunden, man könnte ja auch das klassische Ding von Tagsüber
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ist quasi weniger erlaubt, wenn die Jugendlichen dabei sind,
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weder nach dem 10. Nach dem 10 kannst du die Unanstalten...
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Und dann ist Sodom und Gomorra.
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Genau, da wird dann kein Kind mehr da. Und am Morgen sind die Posts dann alle wieder weg.
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Cool, nur noch Katzenvideos, aber in der Nacht?
0:32:50–0:32:54
Dann musst du dich auch entscheiden, ob du das jetzt machen willst.
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Dann musst du aufbleiben, um Facebook noch das grusige Zeug zu schauen.
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Oder sonst gehst du halt ins Bett und findest, ich schaue am Morgen dann wieder
0:33:02–0:33:09
Katzenvideos an. Ich weiss es nicht, aber kurz vor der Sendung ist meine Stimme dann noch im Eimer.
0:33:10–0:33:14
Aber ich würde das gerne mal ausprobieren und ich würde gerne Herrn Zuckerberg
0:33:14–0:33:16
zwingen, dass wir das alle ausprobieren können.
0:33:17–0:33:21
Und ich würde sagen, wenn ihr eine gute Idee habt, wie wir das Problem lösen
0:33:21–0:33:22
können, dann schreibt das.
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Ich habe unsere Mailadresse schon lange nicht mehr gesagt.
0:33:26–0:33:31
Auf nerdfunk, stadtfilter.ch gerne auch Feedback zu dieser Sendung und zu allem
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anderen, die ihr bei uns gehört.
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Und Kevin, Hast du noch ein schönes Schlusswort zu dem Thema?
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Ich warte jetzt bis es abends um 10 Uhr ist und dann gehe ich auf Facebook und
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schaue, ob das Adam und Gomorra ist.
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Bis dann!

Australien führte am 10. Dezember 2025 als erstes Land weltweit ein Gesetz ein, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren eigene Konten bei vielen grossen Social-Media-Plattformen verbietet. Zahlreiche Nationen erwägen, ebenfalls solche Gesetze einzuführen. Auch in der Schweiz gibt es eine solche Diskussion, allerdings mit weniger Begeisterung als in Frankreich, Grossbritannien, Indonesien, Malaysia, Neuseeland und Spanien.

Trotzdem fragen wir: Wäre das eine Methode, die Jugendlichen effektiv zu schützen? Oder ist es im Gegenteil bloss eine Scheinlösung, die den Betroffenen ihre Mitsprache nimmt – und obendrein verhindert, dass sie rechtzeitig eigene Medienkompetenz aufbauen können?

Wir diskutieren diese Fragen und stellen eine provokative These in den Raum: Wie wäre es, wenn die sozialen Medien – und alle, die sich dort aufhalten – sich so aufführen würden, dass auch Kinder sich nicht gefährdet fühlen müssen? „Social-Media-Verbot für die Jungen? (Oder doch besser für die Alten?)“ weiterlesen

Wenn der Mac Mini kurz davorsteht, wegen der KI in die Luft zu fliegen

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:05–0:00:12
Gorillaz mit The Happy Dictator Go and tell your master that we have been charged
0:00:12–0:00:14
by God with a sacred quest
0:00:16–0:00:17
Radio Stadtfelder.
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Da sind wir auf dieser heiligen Mission. Und bei dieser heiligen Mission ist
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beteiligt der Digi Chris. Hallo.
0:00:25–0:00:25
Hallo, hallo.
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Und Kevin Rechstein, er ist auch da.
0:00:29–0:00:30
Guten Tag.
0:00:30–0:00:35
Guten Tag. Wie geht es dir? Guten Tag. Ich habe nichts vorbereitet.
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So lustig ist es bei unserer Online-SMS-Social-Media-Shit. diese Woche ist schon
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die Luft draussen und haben hier etwas.
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Oder ist alles nur noch Shit, dass eigentlich die ganzen sozialen Medien würden
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in die Rubrik hier passen?
0:00:52–0:00:55
Kevin? Ich glaube, bei mir ist nichts passiert, was mich aufgeregt hat,
0:00:55–0:00:57
diese Woche. Ich würde es gerade überlegen.
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Wenn du zu lange überlegen musst, zählt es nicht.
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Nein, ich glaube aber wirklich nicht. Also es gibt jetzt nicht etwas, was ich sagen müsste.
0:01:07–0:01:13
Es ist halt ganz viel, was mich aufgeregt hat. Aber nicht Social Media Ja, mässig.
0:01:13–0:01:17
Bist du überhaupt noch Social Media? Oder ist das vorbei bei dir?
0:01:17–0:01:23
Also viel ist eben nicht mehr. Instagram ist noch. Aber eben auch nicht mehr so viel.
0:01:24–0:01:27
Aber du, Digi Chris, du hast dich wieder mit Leuten angelegt,
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oder? Gar nicht richtig den Annahmen.
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Ja, mit meinem besten Freund mit dem C.Z, ja. Könnte noch sein.
0:01:36–0:01:38
C.Z?
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Abgewählt.
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Ah, der Carlo Zanetti?
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Fast Carlo, jaja.
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Heisst er nicht Carlo?
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Claudio.
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Ach, Claudio, Entschuldigung. Der hat mich mal blockiert und seitdem ist Ruhe.
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Sorry, ist vielleicht besser. Nein, es ist jetzt halt wegen der, wie sagen wir,
0:02:06–0:02:11
Halbierungsinitiative. Ich glaube, ich komme jetzt irgendwie fast mehr,
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also positiv, also gegen die Vorlage über die Timeline als dafür.
0:02:18–0:02:23
Aber ich bin wahrscheinlich alle befürwortlich einfach blockiert und dann stimmt es auch wieder.
0:02:24–0:02:29
Bei mir ist es eigentlich auch so. Ich sehe ab und zu vor allem das Plakat am
0:02:29–0:02:34
Bahnhof von diesen aufgestellten jungen Menschen,
0:02:34–0:02:40
die wahnsinnig fest haben, weil sie jetzt irgendwie vielleicht 100 Franken sparen würden.
0:02:41–0:02:45
Also ob die jetzt nicht an einem Wochenende, würdest du durchlaufen,
0:02:45–0:02:46
so etwas für Drogen oder so.
0:02:49–0:02:55
Ich habe ein Plakat gesehen, das heisst «Endlich mehr Geld für Benzin!» Das
0:02:55–0:02:58
habe ich auch ein mega gutes Plakat gefunden.
0:02:58–0:03:05
Ich dachte dann, wirklich, wie weit kommst du mit so wenig Geld?
0:03:06–0:03:11
Ja, mit dem SUV kommst du einmal im Quartier durch die 30er Zone.
0:03:12–0:03:15
Das habe ich jetzt ein ganz schlechtes Argument gefunden.
0:03:16–0:03:19
Ja, ich glaube, also mit dem Geld musst du wirklich nicht kommen.
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Also es gibt sicher Leute, würde ich sagen, für die ist die Bilage eine Belastung,
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aber dann kannst du ja eigentlich auch hinzugehen und sagen,
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tue mich bitte auszunehmen.
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Ich glaube, wenn du sozial dir das nicht leisten kannst, musst du das nicht zahlen.
0:03:33–0:03:37
Und alle anderen würde ich sagen, ist das Geld jetzt nicht so das Kriterium.
0:03:38–0:03:41
Ich glaube, das Geld ist das schlechteste Argument, das es gibt.
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Also ich glaube, man kann ziemlich viel diskutieren, aber das Geld nicht. Den finde ich.
0:03:47–0:03:54
Und dann eben mehr Geld fürs Benzin. Wenn du so viel Geld nicht hast,
0:03:55–0:04:00
dass du denkst, ich muss das sparen zum Benzin haben, dann hast du kein Auto.
0:04:00–0:04:04
Dann ist das ja im Grundsatz teuer.
0:04:06–0:04:12
Dann hast du ein E-Bike und du hast es beim Nachbarn geheimlich aufladen.
0:04:12–0:04:14
So etwas. Das würde ich auch sagen.
0:04:14–0:04:18
Also, sehe ich das richtig? Das ist in zwei Wochen, wissen wir es,
0:04:18–0:04:22
oder? In der übernächsten Sendung ist der Schuss draussen und wir haben dort... Ja.
0:04:24–0:04:27
Und ja, bei uns ist auch, ich sage jetzt in der Gemeinde, und nein,
0:04:27–0:04:36
ich sage keinem, bei uns im Gemeinde gibt es auch mehr Kandidatinnen als Sitz
0:04:36–0:04:38
und auch die andere Kandidatin.
0:04:38–0:04:42
Ich bin halt wirklich etwas noch trinken und dann sie so, ja,
0:04:42–0:04:45
sie sagt die und die und sie kandidiert.
0:04:45–0:04:49
Und auch wenn sie absolut wahrscheinlich kein Argument hatte,
0:04:49–0:04:54
aber sie war nicht und eben, sie ist 20 Jahre jünger als ich und ja,
0:04:54–0:04:58
also du kandidierst und ich bin, ja gut, meine Stimme herrscht.
0:04:58–0:05:04
Einfach so nach dem Motto, du bist jung, du kandidierst und ich, ja, ich...
0:05:04–0:05:07
Also ohne weltanschauliche Prüfung?
0:05:07–0:05:12
Ich habe es einfach gefunden, es ist schön, dass du als junge Dame kandidierst
0:05:12–0:05:13
für den Gemeinderat, für den Abt.
0:05:13–0:05:21
Ja, gut, Also es war jetzt nicht unbedingt jemand, der für massvoll da war.
0:05:22–0:05:24
Das habe ich schon ausgespürt.
0:05:24–0:05:27
Immerhin. Ich hätte jetzt eigentlich die 30 Sekunden noch gerne dafür genutzt,
0:05:27–0:05:30
um zu sagen, hey, geht bitte wählen.
0:05:30–0:05:34
Es sind Wahlen, es sind Abstimmungen gleichzeitig.
0:05:35–0:05:39
Ich habe eine wahnsinnig lange Liste für den Winterthur-Gemeinderat.
0:05:39–0:05:41
Alles von Hand, liebe Stimmenzähler.
0:05:41–0:05:46
Die eine Liste, die von Hand ausgefüllt ist, die ist von mir gekommen.
0:05:47–0:05:48
Sagen wir nachher danke.
0:05:49–0:05:56
Und eben, wenn ihr den Sender hört, liegt euch wahrscheinlich das Nein bei dieser
0:05:56–0:05:58
SRG-Initiative relativ nah.
0:05:59–0:06:05
Wir verletzen unsere Konzession nicht, wenn wir das noch gut finden würden.
0:06:06–0:06:10
Und jetzt fangen wir aber an. Ich weiss, Christi, dir liegt noch etwas auf der
0:06:10–0:06:13
Zunge, aber in einer Woche haben wir dann noch mal Gelegenheit,
0:06:13–0:06:14
auf das Thema zurückzukommen.
0:06:14–0:06:17
Aber jetzt fangen wir mit unserer Hauptshow an.
0:06:32–0:06:37
Da ist der Nerdfunk auf Radio Stadtfilter und wir machen wieder mal Patch Tuesday.
0:06:37–0:06:42
Das heisst, wir bringen euch newsmässig, was die digitale Welt angeht, auf den neuesten Stand.
0:06:43–0:06:50
Und da ist ein Newsmaster. Ich fürchte fast, er hat wieder so ein Xbox-Thema. Kann das sein?
0:06:51–0:06:55
Ja, könnte ja noch sein, weil eben bei der...
0:06:55–0:06:59
Wir wissen ja, es gibt ja die Konsole. Du hast ja die Xbox von Microsoft,
0:07:00–0:07:07
du hast die PS5 von Sony und du hast Switch 2 von Nintendo und irgendwie hat
0:07:07–0:07:10
es da einen Personalwechsel gegeben.
0:07:11–0:07:14
Der von Xbox ist geswitcht worden, kann man sagen.
0:07:15–0:07:19
Ich weiss nicht, ob er nicht einfach, er sei ganz schön 40 Jahre im Unternehmen
0:07:19–0:07:24
gewesen, ob er vielleicht einfach denkt, ja okay, schön miteinander mit meinen
0:07:24–0:07:27
Aktienoptionen, ja, gehe ich.
0:07:28–0:07:32
Und ja, ich muss sagen, ich habe ja eine Xbox,
0:07:32–0:07:39
also ich bin jetzt da nicht so ideologisch wie vielleicht auf dem Kreuzfahrtschiff und jetzt, ja,
0:07:40–0:07:47
das Problem ist vielleicht, dass einfach die Xbox gegen Playstation ist auch ein graben Kampf.
0:07:48–0:07:55
Wahrscheinlich schon damals, als ich in der Schule war, war es ein wenig abgestunken
0:07:55–0:08:00
und die Xbox hat jetzt anscheinend den Krieg der Konsole.
0:08:01–0:08:09
Tatsächlich verloren. Also scheint so, eben neue Chefin Spencer ist weg.
0:08:10–0:08:15
Und ja, jetzt ist die Frage, sie sagt, man geht zurück zu der Xbox.
0:08:15–0:08:20
Und das heisst auch, dass du, wenn du ein gewisses Spiel willst,
0:08:21–0:08:23
wieder musst du Xbox kaufen.
0:08:23–0:08:29
Von dem ist man ja ein bisschen weggekommen, dass die so mehr Plattform unabhängiger geworden sind.
0:08:29–0:08:33
Aber jetzt hast du, ich habe auf Golem gelesen heute, oder vor kurzem einmal,
0:08:34–0:08:38
dass es sei, nein, es ist glaube wirklich heute, dass könnte sowieso sterben,
0:08:38–0:08:41
die Xbox, die hat ihren Zenit überschritten.
0:08:41–0:08:45
Und ich weiss, ich bin seinerzeit von Microsoft auf London eingeflogen worden,
0:08:45–0:08:47
wo man sich das noch hat leisten können.
0:08:47–0:08:50
Dann haben sie die Xbox vorgestellt und das ist eine riesen Prallerei.
0:08:51–0:09:00
Aber irgendwie, Kevin, was meinst du, der Konsolenkrieg hat eine Sprengkraft verloren.
0:09:02–0:09:08
Also ich habe die Playstation 5 rausgekommen, habe ich die YouTube-Videos geschaut
0:09:08–0:09:11
wegen der Grafik, weil es mich einfach wundern genommen hat, wo wir gerade sind.
0:09:12–0:09:17
Das habe ich geschaut, wo die Playstation 5 wie... Die haben das ja so verknappt
0:09:17–0:09:20
irgendwie. Ich weiss gar nicht, ob es die jetzt einfach so gibt.
0:09:21–0:09:22
Aber da hat es die irgendwie nicht so gegeben.
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Und dann hat es natürlich aus dem Playstation 5 raus, haben es eine Grafikvergleich
0:09:27–0:09:31
mit der Xbox, was natürlich nicht ganz berechtigt ist, weil Playstation schon
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die 5. Neuestige Generation ist.
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Ich bin mit diesen Konsolen... Ich spiele es halt nicht. Ich bin wie ein bisschen raus.
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Aber wenn ich jetzt irgendjemandem müsste eine Konsolen empfehlen,
0:09:42–0:09:45
würde ich jetzt, glaube ich, heute sagen eine Switch.
0:09:45–0:09:46
Ja, ich auch.
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Also, so rein vom Gefühl, aber ich kann jetzt einfach nicht sagen, warum eigentlich.
0:09:54–0:09:58
Das ist jetzt einfach wie so. Ich habe jetzt das Gefühl, Switch ist das coolste,
0:09:58–0:10:00
damit du unterwegs spielen kannst, du hast zwei Kontrollen in der Hand,
0:10:00–0:10:02
kannst zum Fernsehen anhängen.
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Das ist mir irgendwie noch ein cooles Konzept.
0:10:05–0:10:08
Familienfreundlich, würde ich sagen, so im Vergleich. Vielleicht müssen wir
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mal so eine Gaming-Sendung machen.
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Weil heute haben wir ja, und für die Leute, die jetzt da schon finden,
0:10:16–0:10:17
Ich finde, das Thema interessiert mich nicht.
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Wir haben dann auch noch ein bisschen mainstreamigere Themen,
0:10:20–0:10:22
wenn man das so sagen darf.
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Aber ich würde jetzt... DigiChrist muss dann noch dringend etwas loswerden. Ich würde auch sagen...
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Ist das nicht ein Überbleibsel der Vergangenheit, die Konsole überhaupt?
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Du hast ein iPad, du hast wahrscheinlich ein iPhone und alles.
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Aber was Kevin auch gesagt hat, wegen der Switch.
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Du hast die Switch und ich glaube das Coole in der Switch. du hast so viele einfache Spiele.
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Du bist der Donkey Kong, du kumpfst nach links nach rechts und kumpfst irgendwie auf Fässer.
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Alles gut. Und du hast halt teilweise, vor allem auf der PS5, hast du Games.
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Da hast du 80, 100 Stunden, bis du mal irgendwie, ich sage jetzt,
0:11:03–0:11:06
durch die erste Steuer gekommen bist. Also ist jetzt ein bisschen übertrieben.
0:11:06–0:11:13
Aber einfach, wenn du jetzt halt dich will unterhalten, ob du im Flugzeug bist oder wherever du bist,
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ist wahrscheinlich auch ein Switch, was Kevin sagt und selbst Switch 1 ist in
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meinen Augen noch, sie ist zwar langsam,
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also sie wird je nach dem Game ein bisschen warm, aber das ist auch noch eine
0:11:26–0:11:30
schöne Konsole, ich habe noch Switch 1 zu Hause, ist perfekt,
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wenn du dich einfach willst unterhalten.
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Go for it.
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Absolut. Also jetzt haben wir doch das Konsolenthema ein bisschen ausbreitet.
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Ich würde sagen, vielleicht machen wir zu dem tatsächlich mal eine Sendung.
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Jetzt aber, Digi Chris, wenn du nichts dagegen hast, ich will wirklich über
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das Thema reden, das mir in letzter Zeit am meisten begegnet ist.
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Und das ist das Open Claw. Wer von euch beenden?
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Keine Ahnung kann. Keine Ahnung kann.
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Hast du es installiert auf deinem Laptop? Hast du den Mut gehabt?
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Gute Frage. Nein, ich bin ja nicht wahnsinnig. Sonst wäre es mir gegangen,
0:12:05–0:12:10
wie diese Frau von Meta, Sicherheitschefin bei Meta, die hat gefunden,
0:12:10–0:12:13
sie macht das mal. Sie nimmt die Software.
0:12:14–0:12:18
Man muss für Summer You, heisst die, ich nehme an, das ist ein chinesischer
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Name, wahrscheinlich spricht man anders aus, die hat gefunden,
0:12:21–0:12:22
ja, was kann schief gehen?
0:12:22–0:12:27
Und man muss erklären, oder Kevin, die Software, das ist so ein Agent,
0:12:27–0:12:35
den man installiert und dann gibt man dem alle seine Daten, Er wird vor allem auf den Macs aktiv.
0:12:35–0:12:38
Ich glaube man kann ihn auch unter anderem System brauchen, aber bei den Macs
0:12:38–0:12:43
ist er irgendwie ausgelegt. Und dann kann er alle die Daten damit arbeiten,
0:12:44–0:12:48
Ihr erinnert euch, vielleicht vor ein paar Wochen oder Tagen,
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ist das Moldbook durch den Pressgang.
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Ich glaube, wir haben sogar darüber gesprochen.
0:12:53–0:13:02
Das ist dort, wo dann die KI-Bots, die sich gegenseitig aufs Dach gegeben haben
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und über die Menschen herzogen.
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Also die KIs haben ein soziales Netzwerk und lästert über die Menschen.
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Und jetzt aber eben bei dieser Frau, Summer You, ist es passiert,
0:13:16–0:13:20
sie hat nämlich die KI dann angefangen, alle ihre Mails löschen und sie hat gesagt,
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sie hätte zu ihrem Mac rennen und irgendwie wahrscheinlich aus dem Stromkabel
0:13:28–0:13:31
rausreissen, dass noch ein paar von ihren Mails übrig geblieben sind.
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Kevin, wer hätte das können ahnen?
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Also man muss vielleicht wirklich schnell sagen, was die Idee ist von Open Club,
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beziehungsweise wo es jetzt halt einen Schritt weiter geht.
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Und zwar ist es eigentlich eine künstliche Intelligenz-Software im weitesten
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Sinn, wo aber eigentlich wie ein Programm auf meinem Laptop funktioniert.
0:13:56–0:14:01
Das heisst, ich installiere es auf meinem Laptop, ich gebe dem oder ich kann
0:14:01–0:14:05
dem sämtliche Rechte auf all meine Daten, all meine Mails, all meinen Kalender,
0:14:05–0:14:11
alle Rechte geben und dann kann ich mit dem über einen beliebigen Weg interagieren.
0:14:11–0:14:16
Es kann ein WhatsApp-Chat sein oder irgendwie findet eine Kommunikation statt
0:14:16–0:14:23
und das Spannende oder der Gamechanger der Software ist, dass die sich selber organisiert.
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Also wenn ich denen sage, hey, schneid mir ein Video, dann schaut die in meinen
0:14:28–0:14:31
Daten, wie kann ich das machen, wie kann ich ein Video schneiden.
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Jetzt habe ich keine Videoschnittsoftware, jetzt geht es in meine Mails,
0:14:35–0:14:38
hat sie irgendwo eine Lizenz-Key, vielleicht von einer Software,
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dann geht sie sich die Software holen und installiert sich das selber.
0:14:42–0:14:46
Also, die fängt selber an interagieren und an entscheiden.
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An der Aufgabe, die man ihr halt stellt. Das heisst, jetzt wird es sehr eingriffig
0:14:53–0:14:56
ins System und dadurch halt auch mega gefährlich.
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Und ich meinte sogar, der Entwickler hat gesagt, installiert es nicht durch eurem Gerät,
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sondern nehmen irgendein Gerät, welches ihr frisch abgestanden habt,
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welches ihr Daten aktiv drauf klingt, dann wisst ihr, was dort drauf ist und
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dann könnt ihr arbeiten.
0:15:13–0:15:16
Also es ist wirklich nicht die Idee, das einfach zu installieren.
0:15:16–0:15:21
Aber ich finde es halt als Konzept etwas mega Spannendes.
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Peter Steinberger heisst der Mann, der das entwickelt hat. Und der ist jetzt
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inzwischen, glaube ich, bei OpenAI.
0:15:30–0:15:35
Also die haben engagiert und gefunden, hey, junger Mann, ich glaube er ist Österreicher,
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du hast interessante Ideen, wir stellen dich an.
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Das heisst, es ist eine Frage der Zeit, dass wir das vielleicht in einer kontrollierteren
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Fassung schon installieren werden und auf unserem Gerät arbeiten lassen werden.
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Digi Chris, trotz allem, du hast gesagt, du verstehst nichts davon.
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Nein, jetzt komm schon wieder rein. Also es ist ja eigentlich,
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wie wenn du, also ich will jetzt heute böse, aber also wie wenn du irgendeinem
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random Support-Mitarbeiter via Teamviewer Zugriff auf dich.
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In das Notebook ist. Ja, ja, genau.
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Ich glaube, er ist irgendwo, ich habe glaube ich ein Interview gesehen,
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wo er sogar, eben wenn er Österreicher ist, die Zeit im Bild war,
0:16:20–0:16:21
habe ich so ein bisschen gesehen.
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Ja, und du musst halt...
0:16:25–0:16:32
Ich kann auch bei mir sagen, wenn ich etwas mit Chat-CBD teste und jetzt Daten umkopieren will,
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vielleicht auch produktive Subdaten, mache ich es vielleicht zuerst auf C-Temp,
0:16:38–0:16:42
bevor ich es vielleicht auf S-Prot mache.
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Das wäre vielleicht schon eine gute Idee.
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Also das ist eine bewährte Sache, dass man so eine Def-Umgebung hat,
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auch für Softwareentwickler.
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Das kann man durchaus empfehlen.
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Das wäre vielleicht schon noch schlau, wenn du es schnell umkopierst und dann
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das Koron hängst. Und ja, dann musst du halt echt...
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Ich habe es auch schon gesagt. Auch wenn es die KI eine PowerShell generiert,
0:17:08–0:17:12
schau mal jemanden schnell überall rüber, glaubst du jetzt echt,
0:17:12–0:17:15
dass der God nichts kaputt macht?
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Ja, aber Kevin, ich meine, das ist schon sehr verlockend, dass du einen Agenten
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hast, der eigentlich alles auf deinem Computer machen kann.
0:17:26–0:17:30
Und er ist vielleicht einigermassen... Also wenn du zum Beispiel das Vibe-Coding...
0:17:30–0:17:32
Ich kann ja heute vielleicht ein bisschen erzählen, was ich noch gemacht habe.
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Ich habe ein bisschen Vibe-Coded.
0:17:34–0:17:40
Ich habe mit dem AI-Studio von Google ausprobiert und habe gefunden,
0:17:40–0:17:46
wie lange es eigentlich dauert, bis ich so ein Clique-O-Mania würde entwickeln mit dieser KI,
0:17:47–0:17:50
die ich vor Jahren selber programmiert habe.
0:17:50–0:17:56
Und es ist einfach um eine halbe Stunde versus vier Wochen.
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Und Kevin, würdest du, wenn es jetzt dem Herrn gelingt, bei OpenAI das noch
0:18:05–0:18:09
ein bisschen abzusichern, würdest du dann so eine KI auf deinem Computer loslassen?
0:18:13–0:18:18
Ich glaube, irgendwann ja. Ich habe das Gefühl, ich wäre noch offen dem Gegenüber.
0:18:19–0:18:23
Ich müsste aber, das ist halt das Problem, das nicht funktioniert,
0:18:24–0:18:30
ich hätte gerne, dass die KI nichts kann und ich muss sie aktiv füttern.
0:18:31–0:18:36
Das heisst, wenn sie irgendwo ansteht, dass sie mir sagt, willst du mir jetzt
0:18:36–0:18:38
Zugriff geben auf das und das?
0:18:38–0:18:44
Es müsste alles so Sandbox-mässig sein, wo ich wirklich sage,
0:18:44–0:18:49
möchte ich ihr jetzt Zugriff geben auf alle meine Mails oder mache ich ihr von
0:18:49–0:18:52
diesen Mails einfach schnell ein PDF und gebe ihr das.
0:18:53–0:18:58
Ich hätte, glaube ich, Mühe über einen Vollzugriff auf alles,
0:18:58–0:19:04
vor allem, wenn die KI halt erstens von einer externen Firma ist und zweitens
0:19:04–0:19:05
nach extern kommuniziert.
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Ja, genau das wäre auch mein Ding. Eigentlich würde ich Sie machen lassen, alles was sie will.
0:19:13–0:19:19
Das ist etwas überspitzt gesagt. Dann bist du vielleicht auch effizient.
0:19:19–0:19:22
Aber ich möchte, dass sie das auf meinem Gerät macht.
0:19:22–0:19:25
Und auch, dass die KI selber bei mir läuft und nicht irgendwo in der Cloud.
0:19:26–0:19:30
Dass man z.B. auf meinem Gerät kann sie machen, was sie will.
0:19:31–0:19:35
Aber ich möchte immer noch eine Sicherungskopie haben.
0:19:36–0:19:40
Oder dass ich quasi alles, was ich sie unbewacht machen lasse.
0:19:40–0:19:43
Dass sie mir dann schön Berichte erstattet, was sie gemacht hat.
0:19:43–0:19:47
Und dass ich alles rückgängig machen kann. Also dass nichts passiert,
0:19:47–0:19:49
was unwiderruflich ist.
0:19:49–0:19:53
Das fände ich blöd. Und dass sie vor allem auch bei allem, was nach Hause geht,
0:19:53–0:19:58
was mit dem Internet kommuniziert wird, dass dort extra Vorsicht gewaltet.
0:19:59–0:20:00
Ich würde sagen, read-only.
0:20:00–0:20:00
Oder?
0:20:02–0:20:06
Also nach dem Motto, wenn du jetzt würdest sagen, schau mal,
0:20:06–0:20:10
wann ist die Schwiegermutter das letzte Mal bei mir gewesen und was haben wir gegessen?
0:20:10–0:20:13
Wenn sie jetzt deine Mails liste, okay.
0:20:13–0:20:16
Aber wenn sie dann vielleicht die Schwiegermutter schreibt, ja,
0:20:16–0:20:22
und du bist nächsten Mittwoch eingeladen und es gibt wieder irgendwie Spaghetti
0:20:22–0:20:24
Garbenhara, ja, das willst du vielleicht nicht.
0:20:24–0:20:28
Aber so ein Read-only, aber wirklich voll Zugriff nehmen, wenn du halt mal nicht schaust.
0:20:28–0:20:33
Oder wenn sie kaufen würde, sagen wir jetzt, die Schwiegermutter kommt alle
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Woche mal auf Besuch und das heisst,
0:20:36–0:20:40
wir haben gesagt, ihre Lebenserwartung ist 20 Jahre alt, sie kriegt gerade diese
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Spaghetti und vor allem auch den Schinken zu einem sehr günstigen Preis und
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dann kaufen wir doch für die nächsten 20 Jahre mal Schinken.
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So etwas könnte ich dann machen, wenn wir ihn finden würden. Das vielleicht nicht.
0:20:55–0:21:02
Also dort brauche ich diese Kontrolle. Aber selber auf meinem Computer würde ich ihr auch.
0:21:02–0:21:06
Ich würde auch ihr noch gerne beim Arbeiten zuschauen. Du auch, Kevin.
0:21:07–0:21:10
Einfach mal schauen, was sie macht. Ich glaube, das wäre halt das,
0:21:11–0:21:14
was so, so habe ich es verstanden, spannend an OpenCloud, dass man fragen kann,
0:21:14–0:21:15
was hast du jetzt genau gemacht?
0:21:16–0:21:19
Und dass sie dir dann sagt, ja, weisst du, ganz easy, ich habe nur das Mail
0:21:19–0:21:22
und habe das und habe dann die Software installiert und bin dann gekommen und
0:21:22–0:21:23
habe das gemacht, um dir das zu liefern.
0:21:24–0:21:28
Ich glaube, das fände ich spannend, um so ein bisschen zu verstehen. Was macht das denn?
0:21:29–0:21:32
Ja, und umgekehrt. Ich glaube, einfach, wenn die mir zuschauen würde,
0:21:32–0:21:37
würde sie sehen, so und so viele Sachen, wo ich ständig, routinemässig mich wiederhole.
0:21:37–0:21:43
Also zum Beispiel, was weiss ich, was mache ich? Ich mache manchmal ein Backup von meinem Blog und so.
0:21:43–0:21:48
Oder wenn ich etwas blogue, ich schicke Bilder in diesen Ordnern und dort habe
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ich meine anderen Daten und mein Recherchenmaterial steckt im dritten Ordner.
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Also ich glaube, wenn mir dort eine KI zuschauen würde, würde ich recht schnell
0:21:57–0:21:59
kapieren, was ich eigentlich mache.
0:22:00–0:22:02
Und könnte dann sagen, hey, ich habe begreift, was du machst.
0:22:02–0:22:06
Jetzt mache ich das für dich. Und du machst in dieser Zeit etwas anderes.
0:22:07–0:22:11
Oder gehst du aufs Sofa ein bisschen Füße hochlagern, das wäre ja auch noch schön.
0:22:11–0:22:17
Aber dort kommt dann eben wieder das Ding, wo ich denke, ich komme ja ein bisschen aus der IT.
0:22:18–0:22:18
Genau.
0:22:18–0:22:24
Und manchmal ist es einfach so, hey, ich mache das, Vertrauensbasis, ist eben nicht so geil.
0:22:26–0:22:29
Ich habe das jenemal erlebt, dass mir so Backup-Software sagen,
0:22:29–0:22:32
ich habe das jeden Tag gemacht, hey, Vertrauensbasis.
0:22:32–0:22:35
Ich habe dir jeden Tag ein Mail geschickt, dass ich es gemacht habe.
0:22:35–0:22:39
Und nachher gehst du schauen, das letzte Mal gemacht haben sie vor sieben Monaten.
0:22:40–0:22:45
Und bei der KI habe ich manchmal auch das Gefühl, sie würde mir dann schon die Tasks abnehmen.
0:22:45–0:22:49
Und sie würde mir auch immer sagen, habe ich gemacht, habe ich mich darum gekümmert, alles in Ordnung.
0:22:49–0:22:51
Und wenn du dann irgendwann sagst, jetzt hätte ich es gegeben,
0:22:51–0:22:57
und sagst, oh, ich habe dann nur so ein Textpfeil gespeichert, ist das schlimm.
0:22:57–0:22:58
Ja genau, genau.
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Oder eben so das, du hast nicht mehr so viel Platz auf dieser Festplatte.
0:23:06–0:23:09
Ich will dich jetzt nicht belästigen mit diesem Problem, also lösch ich doch
0:23:09–0:23:13
hier einfach das Bilderarchiv von deinen Kindern. Die haben vor zehn Jahren,
0:23:13–0:23:14
Die brauchst du nicht mehr.
0:23:14–0:23:20
Genau, die sind alt. Das würde ich absolut schon sehen, das Problem.
0:23:22–0:23:25
Digi Chris, noch ein letzter Kommentar dazu. zu.
0:23:25–0:23:30
Ich zwinge dich dann nachher noch ein bisschen dazu, über das Social Media Ding zu reden.
0:23:30–0:23:34
Ich weiss, du hättest dann noch... Du darfst dann dafür das Schlussthema wählen.
0:23:34–0:23:36
Okay, ist das ein Deal? Machen wir so.
0:23:36–0:23:39
Ja, können wir machen. Also wirklich einfach aufpassen. Also klar,
0:23:40–0:23:45
es kann, die keine Sachen können euch helfen, aber eben immer noch schauen.
0:23:45–0:23:49
Auch wir drei, die es wahrscheinlich noch zu weiteren Zeilen gehen, lesen.
0:23:50–0:23:57
Leset doch, was euch jetzt... Auch wenn es Chat-GPT ist, lesen doch die Ziele.
0:23:58–0:24:03
Und wenn vielleicht vor dem AC-Doppelpunkt steht, vielleicht eher nicht ausführen. Könnte blöd sein.
0:24:03–0:24:08
Wenn es gerade auf der produktiven SAP-Instand sind, obwohl die alle auf Linux
0:24:08–0:24:09
sind, aber ja, you know what I mean.
0:24:10–0:24:14
Also ich glaube, wir können, eben, das ist die Sicherheitschefin von Meta,
0:24:14–0:24:18
die fast ihre Mails verloren hat, aber ich glaube, wir werden noch ganz viele
0:24:18–0:24:22
so Geschichten hören, bis dann das einigermassen sicher funktioniert.
0:24:23–0:24:29
Also, Nächstes Thema, es gibt jetzt einen Prozess in Los Angeles.
0:24:29–0:24:35
Dort hat eine Person die sozialen Medien verklagt.
0:24:35–0:24:40
Sie hat wirklich einen Rundumschlag gemacht gegen TikTok, gegen Snapchat.
0:24:41–0:24:44
Und die meisten haben dann gefunden, okay, wir lassen uns auf einen Deal ein.
0:24:44–0:24:48
Aber Meta hat gefunden, wir gehen vor Gericht mit dieser Person.
0:24:49–0:24:56
Und die sagt, wir Userinnen und User werden von diesen Social Media Plattformen
0:24:56–0:24:58
mit Absicht süchtig gemacht.
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Zum Beispiel mit dem erntlosen Scrollen, das heisst, wenn du auf Insta bist,
0:25:02–0:25:07
das kommt nie als Ende von diesem Feed, sondern es kommt immer etwas Neues.
0:25:08–0:25:12
Und es macht auch etwas mit uns.
0:25:12–0:25:17
Es gibt uns ein falsches Körpergefühl, weil alle sehen das so gut aus,
0:25:17–0:25:21
Alle brauchen natürlich Filter, alle brauchen nur ihre besten Fotos.
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Alle bescheissen heutzutage mit KI.
0:25:24–0:25:29
Aber das ändert ja nichts daran, dass vielleicht Teenager, Kinder,
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junge Menschen dadurch ein Problem bekommen, Gefahr von Depressionen,
0:25:34–0:25:38
Angstzuständen und zufriedenheit vielleicht im wenigsten schlimmen Fall.
0:25:38–0:25:42
Das ist ja eigentlich, über das reden wir schon länger. Und jetzt aber gibt
0:25:42–0:25:47
es so eine Klage und das ist eigentlich noch recht spannend,
0:25:47–0:25:49
empfinde ich, Digi Chris, hast du das mitverfolgt?
0:25:49–0:25:54
Weil man vergleicht das so mit dieser Tabakindustrie, die haben auch lange Zeit
0:25:54–0:25:57
behauptet, nein, rauchen, macht nichts.
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Die, die behaupten, es sei ungesund, die sind nur Spielverderber und so.
0:26:01–0:26:06
Und das könnte so ein Tabakmoment sein von den sozialen Medien. Gesäst du das auch so?
0:26:07–0:26:11
Könnte so sein. Ich meine, ich merke es selber, du schaust halt mal auf Instagram,
0:26:12–0:26:16
du hast halt jetzt bei mir, ich habe vielleicht ein bisschen Schiffsvideo als
0:26:16–0:26:22
du hast und so und ja dann schaust du noch mal dort und dann siehst noch mal die und so.
0:26:22–0:26:26
Ja es hat sicher ein Suchtpotenzial.
0:26:26–0:26:31
Jetzt ist die Frage natürlich, willst du Instagram scrollen mit Tabak vergleichen,
0:26:31–0:26:36
weil Tabak hat offenbar, also nein ich rauche nicht, aber hat,
0:26:36–0:26:39
oder nein man kann sagen, Tabak hat,
0:26:40–0:26:45
nachweislich schlechte Folgen, also ja, ist nicht so gut, aber ja,
0:26:45–0:26:50
ich glaube schon, ich merke selber, ja, Logo, es hat ein Suchtpotenzial und
0:26:50–0:26:52
ich meine, ich bin jetzt auch, ich bin nicht mehr nachgezählt,
0:26:52–0:26:53
ich bin ein bisschen älter.
0:26:54–0:27:00
Ja, ich finde auch, die Türen liegen natürlich hoch für so einen Prozess,
0:27:00–0:27:03
weil man kann nicht einfach sagen, ich habe das Gefühl und so,
0:27:03–0:27:06
man muss da mit härteren Fakten kommen.
0:27:07–0:27:10
Aber ich glaube, wenn man sich selber beobachtet, Kevin, du hast gesagt,
0:27:11–0:27:14
ausser Insta bist du nicht mehr so unterwegs auf den sozialen Medien,
0:27:14–0:27:17
aber es ist schon schwierig, die Pfote davon zu lassen, oder?
0:27:18–0:27:22
Ja, aber das weiss man, dass es dieser Mechanismus ist. Man muss wirklich die
0:27:22–0:27:26
gleichen Schritte machen wie bei einem Entzug.
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Ich muss wirklich weg von dem.
0:27:28–0:27:34
Und ich glaube, ich habe meinen Weg gefunden, dass ich gesagt habe,
0:27:35–0:27:39
ich habe Social Media, aber auf dem Tablet.
0:27:39–0:27:39
Ja.
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Nicht mehr auf dem Handy und nicht mehr auf dem PC. Das heisst,
0:27:43–0:27:47
jedes Mal, wenn ich den Impuls hatte, ich wollte schnell auf Facebook oder Instagram
0:27:47–0:27:50
oder TikTok, hätte ich mein Tablet in die Hand nehmen müssen.
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Und dadurch ist es halt immer weniger geworden.
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Und das war mein Weg, um einfach abzugewöhnen. Ich kenne aber viele,
0:27:58–0:28:03
die, wenn du es auf dem Handy hast, dann gehst du halt immer wieder rein.
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Finde ich einen sehr guten Tipp. Ich bin auch kurz davor, die Apps alle vom
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Handy zu rühren. Dich, Chris.
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Das ist ein guter Punkt, Kevin. Und wahrscheinlich kannst du auf dem Tablet
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einen 27-ständigen Speer gehen, dass du auch bis mal auf das Ding kannst.
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Das habe ich dann nicht. Ich kann das Tablet in die Hand nehmen,
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ich könnte starten. Es wäre easy.
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Es reicht wirklich nur schon, ich muss das Tablet in die Hand nehmen.
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Das ist aber ein sehr guter Punkt. Eben.
0:28:34–0:28:34
Ja.
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Das Handy ist bei dir, das Tablet ist vielleicht nicht so gross,
0:28:43–0:28:45
aber du musst zum Tablet laufen.
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Und es ist vielleicht auch so, du musst zum Kühlschrank laufen, um ein Ding rausnehmen.
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Und das ist aber wirklich ein super Punkt und das wäre auch etwas für eine eigene Sendung.
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Das Problem ist ja auch noch, dass es in den USA so eine gesetzliche Regelung
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heisst, die Section 230 heisst,
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dass man die sozialen Medien eigentlich nicht verklagen kann,
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weil die haben vor vielen Jahren mal gesagt,
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wir sind nur die Vermittler von diesen Inhalten, wir tun die nicht selber herstellen,
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also tragen wir keine Verantwortung dafür, sondern die liegen bei den Nutzerinnen und Nutzer.
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Und eben, sonst wären wahrscheinlich, kann man sagen, in den Anfangszeiten die
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YouTube und Facebook und so gar
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nie entstanden, wenn da ein Haftungsrisiko bestanden wäre, ursprünglich.
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Aber Kevin, das ist heute doch nicht mehr zeitgemäss, oder?
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Heute greifen diese Plattformen so in die Inhalte ein und mit ihren Algorithmen
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sind sie so verantwortlich dafür, was wir sehen und was wir nicht sehen,
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dass wir das eigentlich nicht mehr, die müssen Sie sind haften für den Führern, siehst du das auch so?
0:29:58–0:30:05
Sie müssten, aber da sind wir ja weit weg von dem, was müsste sie und was ist.
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Also, ich glaube, das Ding ist halt wieder eine zu starke Lobby,
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wo man das, man verkackt das wieder.
0:30:16–0:30:20
Es wird, also, ich weiss nicht, ich bin gespannt, wie es in Australien rauskommt.
0:30:20–0:30:23
Dass die einfach gesagt haben, dann fertig geht, nicht. Australien ist halt eine Insel.
0:30:24–0:30:26
Die haben auch komische Tiere dort, wo es sonst nirgends gibt.
0:30:26–0:30:29
Die können wahrscheinlich Sachen machen, Dort gelten andere Regeln.
0:30:30–0:30:31
Das ist wahrscheinlich so.
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Ich glaube, es wird mega schwierig, das zu regulieren.
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Dort sind ganz viele intelligente Leute dabei, die mir dann,
0:30:43–0:30:48
wie kann ich belegen, dass das abhängig macht.
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Was ist der Beweis für das? Das ist so schwierig.
0:30:52–0:30:53
Ja, gut.
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Es ist ja nicht ein, wenn ich sage, du darfst nicht mehr scrollen, es ist ja nicht das.
0:31:00–0:31:05
Es ist ja nicht die Inhalte, es ist ja nicht die Farbe, es ist ja die Kombination
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von diesen tausend Parametern. was es ausmacht.
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Ja, ich bin ja leider kein Jurist, sonst würde ich das vielleicht verstehen,
0:31:13–0:31:16
aber ich habe das Gefühl, warum müsste ich eigentlich so hart beweisen,
0:31:16–0:31:18
dass das gefährlich ist.
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Weil wenn ich irgendein Produkt in Umlauf bringe, irgendein technisches Gerät,
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dann brauche ich so ein gutes Signal, das bescheinigt,
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das gilt auch, wenn man nicht schwarz aus China importiert für irgendwelche
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Geräte, dass man keinen Stromschlag bekommt.
0:31:38–0:31:43
Eigentlich muss man beweisen, dass die gefährlich sind und nicht umgekehrt sagen,
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hey, beweisen doch eigentlich ihr mal, dass das alles okay ist.
0:31:48–0:31:54
Hat jemand eine Theorie? Ist jemand juristisch? Digi Chris, hast du doch nicht einmal Jus studiert?
0:31:54–0:32:01
Nein, Jus, ich hatte mal Rechtswissenschaft 1, 2, 3. Aber ja,
0:32:02–0:32:08
Ich glaube, es ist so, wie halt, du kannst ja nicht am Mikro verbieten,
0:32:08–0:32:11
den Popcorn nicht mehr zu verkaufen.
0:32:12–0:32:14
Ja, wenn er explodiert, schon.
0:32:14–0:32:20
Ja, aber du hast im Mikro den Schocki-Popcorn. Ich liebe den Schocki-Popcorn vom Mikro.
0:32:20–0:32:25
Und jedes Mal, wenn ich mir so eine hole, ist er tot sicher am Abend leer.
0:32:26–0:32:26
Ja.
0:32:26–0:32:31
Weil halt einfach gehst du wieder an. Und was Kevin gesagt hat,
0:32:32–0:32:34
du scrollst nochmal und ja, dann nimmst du nochmal aus Popcorn,
0:32:35–0:32:39
nochmal aus Popcorn, irgendwann ist es leer und dann merkst du eben wie...
0:32:39–0:32:42
Aber es ist ja immer noch ein Unterschied, wenn du selber in den Laden das kaufen
0:32:42–0:32:45
und sagst, ich weiss jetzt, auf was ich mich einlasse.
0:32:46–0:32:51
Weder wenn ein Produkt absichtlich so gestaltet ist, dich voll bei dieser Schwäche
0:32:51–0:32:54
zu verwischen und auszunehmen.
0:32:54–0:33:00
Jetzt haben wir leider für das allerletzte Thema nicht mehr so richtig Zeit,
0:33:00–0:33:02
ausser wir bringen es in 30 Sekunden ein.
0:33:03–0:33:08
Wir müssen dann aber pünktlich aufhören, weil mit dem Cosmic FM geht es dann
0:33:08–0:33:09
gerade weiter mit Muli da auf dem Sender.
0:33:10–0:33:14
Ich würde einfach sagen, wenn ihr wirklich gut investiert hättet,
0:33:14–0:33:17
dann hättet ihr nicht irgendwie UBS-Faktien gekauft, ihr hättet,
0:33:17–0:33:19
glaube ich, einfach RAM gekauft.
0:33:19–0:33:25
Da wäre ihr echt, ich hätte es nur für jemanden müssen, eine US-Bestik kaufen
0:33:25–0:33:28
und einfach lustig, 256 GB,
0:33:28–0:33:35
25, 32 GB, 26 GB, aber generell, also RAM, ja, hättet ihr irgendwie noch ein
0:33:35–0:33:38
bisschen RAM-Regal, äh, Riegel im Regal,
0:33:39–0:33:42
Riegel im Regal, dann, ja, müsst ihr vielleicht nie mehr arbeiten.
0:33:43–0:33:46
So ist es und, wenn wir da noch einen Tipp geben können, ich habe das in dem
0:33:46–0:33:50
Artikel gelesen, den du da dazu hast, Es lohnt sich nicht, sagen die.
0:33:51–0:33:53
Ich weiss allerdings nicht, wie zuverlässig die Aussage ist,
0:33:53–0:33:58
auf Besserung zu warten, sondern die Preise behaupten, die werden vom Speicher
0:33:58–0:34:01
nicht so schnell runterkommen. Ist das auch unsere Prognose?
0:34:03–0:34:05
Es wird so sein.
0:34:05–0:34:08
Es wird potenziell schlimmer. Also wenn ihr jetzt halt neue PC wollt,
0:34:08–0:34:11
dann jetzt kaufen, weil sonst es wird nicht besser.
0:34:12–0:34:17
Kevin, ist das nicht immer unser Tipp? Warten lohnt sich in den seltensten Fällen.
0:34:17–0:34:23
Ist das so? Ich bin eigentlich sehr eine geduldige Person. Und manchmal lohnt es sich.
0:34:23–0:34:28
Nerdfunk. Wenn ich nicht ein Nerdfunk zu wenig nerdig sei, reklamieren Sie auf
0:34:28–0:34:31
dem Nerdfunk-Ads statt Twitter.ca.
0:34:31–0:34:33
Nerdfuck

Was kann schiefgehen, wenn man sich den Posteingang von einer KI aufräumen lässt? Antwort: Alles. Ausgerechnet eine Sicherheitsforscherin bei Meta hatte die Idee, sich vom viel zitierten KI-Agenten Openclaw beim Aufräumen ihres Postfachs helfen zu lassen. Doch die künstliche Intelligenz ging nicht sehr behutsam an die Sache heran, sondern begann eine wilde Löschaktion. Um ihre Kommunikation zu retten, musste Summer Yue zu ihrem Mac Mini rennen und eingreifen, als «sei sie ein Bomben-Entschärfungskommando».

Hätte man dieses Risiko nicht vorausahnen können? Diese Frage diskutieren wir in der heutigen Ausgabe von Patch Tuesday. Ausserdem besprechen wir den möglicherweise wegweisenden Prozess gegen Social-Media-Unternehmen in Los Angeles, das mögliche Sterben der Marke XBox und Ransomware im Gesundheitswesen. „Wenn der Mac Mini kurz davorsteht, wegen der KI in die Luft zu fliegen“ weiterlesen

Der Unabhängigkeitskampf hat begonnen!

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:10–0:00:16
Les Fair mit Fuck and Run und ich bin mir nicht sicher, ob das als Motto für
0:00:16–0:00:19
heute Abend taugt. Ist das ein Alarm, der da hinten kommt?
0:00:20–0:00:24
Ja, das ist so geil. Es brennt.
0:00:24–0:00:25
Aber tatsächlich.
0:00:25–0:00:29
Studio brennt. Tatsächlich. Yeah, Studio brennt. Yeah.
0:00:35–0:00:39
Ich weiss nicht, ob man den Jingle noch spielen darf nach Gra Montana.
0:00:39–0:00:41
Da noch Digi Chris, was meinst du?
0:00:41–0:00:43
Wir sollten vielleicht mal einen einspielen lassen.
0:00:44–0:00:49
Also, wenn ihr euch, wie soll ich sagen, angefasst fühlt von diesem Jingle,
0:00:49–0:00:50
dann nehmen wir noch einen anderen.
0:00:52–0:00:57
Juhuuu! Gegen den kann man nichts einwenden, oder? Ist der politisch unkorrekt?
0:00:57–0:01:00
Nein, ich würde sagen, der ist völlig in Ordnung. Digi Chris,
0:01:00–0:01:01
wie geht's? Wie steht's?
0:01:03–0:01:09
So gut, eigentlich alles gut. Auch beruflich, persönlich beruflich persönlich,
0:01:09–0:01:14
Bist du befördert worden, gibt es Melonen fürs neue Jahr kann es krachen lassen.
0:01:14–0:01:21
Das darf ich jetzt da nicht sagen aber es geht gut und ich muss einfach sagen, wenn du
0:01:22–0:01:29
ich bin ja im SAP Bereich und einfach Leute einfach so, ich will das, ich mach,
0:01:30–0:01:35
mach, mach wir sind noch nicht bereit, als wenn Leute von Gesellschaften,
0:01:35–0:01:40
die auf SAP kommen mit so enthusiastisch sind. Ich will das.
0:01:40–0:01:47
Das finde ich wirklich absolut schön und ich habe dir da schon Scheed ausgefüllt.
0:01:47–0:01:52
Aber ist das Höflichkeit oder ist es einfach Ungeduld?
0:01:53–0:02:00
Also ich glaube die Person macht wirklich ihren Job zu 150%.
0:02:00–0:02:01
Okay.
0:02:02–0:02:06
Also positiv, ich finde es wunderschön.
0:02:06–0:02:06
Ja.
0:02:07–0:02:11
Vielleicht noch etwas, wenn man nicht... Doch, es hat mit SAP zu tun.
0:02:11–0:02:17
Ich bin, ja, das ist auch 15 Jahre her, als ich den Arbeitgeber gewechselt habe,
0:02:18–0:02:19
mit Leuten mal ins Wallis nach.
0:02:20–0:02:23
Vom alten Arbeitgeber, ja, gehen.
0:02:24–0:02:32
Nein, nicht mal Skifahren, einfach, wir sind ins Wallis. und es ist ja leider heute wie sagen wir
0:02:35–0:02:42
ein Bahnhof verschüttet worden und hey warte mal ich war in dem Bahnhof also
0:02:42–0:02:48
klar es ist 15 Jahre her aber der ist halt einfach der ist so markant gewesen der ist erkenntlich so
0:02:50–0:02:54
es sind 15 Jahre her aber trotzdem aber
0:02:54–0:02:58
Du müssen das Wallis nicht sowieso abschreiben mit der Klimaerwärmung.
0:02:58–0:03:00
Ist das dann nicht irgendwann mal vorbei?
0:03:00–0:03:04
Ich sage jetzt lieber nichts über das Wallis. Ich sage lieber nichts, sonst gibt es Böse.
0:03:04–0:03:09
Ich habe schon auf Twitter genug Kommentare über den Kanton geschrieben. Jetzt reicht es.
0:03:09–0:03:14
Ja, ich habe gelesen, dass du auf Twitter von ganz harmlosen Leuten blockiert
0:03:14–0:03:19
wirst, weil du manchmal wieder dein Mund nicht unter Kontrolle also die Person.
0:03:19–0:03:21
Also der Politologe
0:03:21–0:03:25
Du meinst den Marko Kovic, der auch schon in dieser Sendung war, muss man sagen.
0:03:25–0:03:29
Also ich habe ihn angemeldet, er hat mich geblockt, er wüsste es auch nicht.
0:03:29–0:03:31
Also nein, wirklich, wie ich jetzt denke, also...
0:03:32–0:03:41
Ich habe ihn jetzt noch nie angepisst und er hat gesagt, ich kann mir vorstellen,
0:03:41–0:03:49
dass es Leute gibt, die ihn wahrscheinlich ziemlich deftigen Dingen schlimmer
0:03:49–0:03:53
als ich je mache und vielleicht hat er halt mal überreagiert.
0:03:53–0:03:57
Aber du, er hat ja eine Kontaktadresse, ich habe ihn gefragt.
0:03:57–0:03:59
Ah, du hast dann wirklich so Versöhnlichkeiten?
0:04:00–0:04:03
Also ich habe jetzt wirklich gefragt also ich weiss ja
0:04:04–0:04:08
ich schreibe manchmal kontrovers aber ich habe jetzt einfach nichts zu dir geschrieben,
0:04:09–0:04:14
was irgendwie beleidigend sein habe ich irgendwie was gemacht,
0:04:15–0:04:18
ich meine kannst du sagen, du bist halt eben, du gehst auf Kreuzfahrt,
0:04:18–0:04:21
Du bist jetzt, ah gut, nein, das
0:04:21–0:04:24
darf man jetzt nicht mehr sagen da hat es Reklamationen gegeben aber nein.
0:04:24–0:04:29
Also we are fine again, also Alles gut mit ihm.
0:04:29–0:04:33
Es gibt natürlich Apps, Linkblocker, eine Browser-Erweiterung,
0:04:33–0:04:37
wo man mehrere Leute aufs Mal blocken kann.
0:04:37–0:04:41
Auch gewisse, die in so einem Kontext auftaucht sind.
0:04:41–0:04:45
Das wäre durchaus möglich, dass Leute, wenn er vielleicht so etwas braucht,
0:04:45–0:04:49
dann halt du als Kollateralschaden hängen bleibst.
0:04:49–0:04:55
Aber ich sehe schon, dass bei gewissen Leuten das trifft, wenn man blockiert
0:04:55–0:04:59
wird. Ich habe den einen NZZ-Gerichtsreporter, ich weiss nicht mehr,
0:04:59–0:05:01
wenn er heisst, der hat mich mal blockiert.
0:05:01–0:05:04
Und zwar, eigentlich war es ein bisschen ein Missverständnis,
0:05:04–0:05:07
weil das noch zu der Zeit war, wo man nicht konnte,
0:05:09–0:05:13
Tweets retweeten und dann habe ich seinen Tweet zusammengefasst,
0:05:13–0:05:15
oder hast du ihn retweeten können, ich weiss nicht mehr genau.
0:05:16–0:05:21
Ich glaube, du hast ihn retweeten, aber er ist dann nicht unten angehängt worden,
0:05:21–0:05:24
sondern er ist einfach RT und dann ist der Text drin gestanden.
0:05:25–0:05:28
Dann habe ich aber noch selber etwas dazu geschrieben und dann habe ich es so
0:05:28–0:05:29
gekürzt, dass es ein bisschen,
0:05:30–0:05:32
missverständlich wurde und dann ist es so beleidigt gewesen,
0:05:33–0:05:35
statt dass er stolz gewesen wäre, dass ich ihn retweeten hätte,
0:05:36–0:05:40
hat er mich blockiert und bis heute hat er das nicht, aber so geht es.
0:05:40–0:05:44
Der RT, ja ja, der RT haben wir auch noch gehabt, ganz ganz früh,
0:05:44–0:05:44
da hast du ja geschrieben,
0:05:45–0:05:46
RT über Mr.
0:05:46–0:05:47
Clico, blablabla.
0:05:48–0:05:51
Da hast du auch DM schreiben und dann hast du direkt, das sind noch die Zeit,
0:05:52–0:05:55
da ist Twitter noch, da ist die Welt noch in Ordnung gewesen.
0:05:56–0:05:59
Irgendjemand, ich glaube auch noch gesagt, ja eben, also klar,
0:06:00–0:06:06
wir folgen uns, wir können DM schreiben, aber ja, dass du du kannst ja random
0:06:06–0:06:08
persons nicht mehr DM schreiben.
0:06:08–0:06:09
Nein.
0:06:09–0:06:12
Ausser du bist natürlich verified.
0:06:12–0:06:16
Ja, du zahlst. Ja, genau. Gut, also das ist...
0:06:16–0:06:22
Also übrigens, ich hätte ein super Angebot, ich könnte dir Bitcoins geben für
0:06:22–0:06:29
so und so, also allhöher Bitcoins. Nein, also, genau, was ich meine.
0:06:29–0:06:31
Du bist Mona Fetsch und verkaufen.
0:06:32–0:06:33
Ich bin Mona Fetsch.
0:06:34–0:06:39
Bitcoins. Genau, die wollen wir immer Bitcoins und Alain Berset früher,
0:06:39–0:06:41
da wollte man auch immer Bitcoins verkaufen.
0:06:41–0:06:46
Aber Alain Berset, der hasst doch alle. Der ist doch der mit der Stumpe und
0:06:46–0:06:48
dem Bier auf der 3-Parade.
0:06:48–0:06:51
Und mit dem Helikopter oder mit dem Privatflugzeug.
0:06:51–0:06:55
Wo ich auf die falsche Frequenz gelandet bin.
0:06:55–0:07:00
Ja, er ist dann mal im französischen Luftraum reingetragen und er wäre fast abgeschossen worden.
0:07:01–0:07:04
Und er wollte seine Geliebte besuchen. Aber über das spricht man ja eigentlich
0:07:04–0:07:06
nicht in der Schweiz, weil wir sind,
0:07:09–0:07:11
Mit den meisten Bundesraten gehen wir nicht um.
0:07:13–0:07:15
Dem einen, der dann mal abgewählt wurde.
0:07:16–0:07:19
Wer war das? Ein verdammter Geheimplan.
0:07:20–0:07:21
Bevor es,
0:07:23–0:07:27
politisch ausartet, wir haben zwar keine, wir dürfen glaube ich wirklich auch
0:07:27–0:07:33
mal eine richtig politische Sendung machen, aber in 30 Sekunden fängt dann unsere
0:07:33–0:07:37
Hauptsendung an und dann haben wir auch eine Art ein Thema, das ein bisschen politisch ist.
0:07:39–0:07:43
Und wir verraten jetzt aber noch nicht, was es ist. Und ich würde sagen,
0:07:44–0:07:50
soll ich jetzt noch 15 Sekunden überbrücken durch nicht sagendes Klabern?
0:07:51–0:07:54
Ich könnte jetzt so sagen, eigentlich würde ich sagen, hey,
0:07:55–0:08:01
ich bin zu faul, man könnte die Sendung abbrechen, weil, ja,
0:08:01–0:08:07
und, let's go, und eben das Zeug, was du, was wir da werden sagen,
0:08:09–0:08:17
da bin ich zu faul, das zu machen, Aber du weisst jetzt, auf was ich hinaus will.
0:08:17–0:08:20
Genau, und jetzt haben wir 15 Sekunden zu lang gemacht.
0:08:38–0:08:43
In Hamburg hat kurz vor dem neuen Jahr, nämlich am 28.12.2025,
0:08:44–0:08:48
ein Kongress vom Chaos Computer Club stattgefunden.
0:08:48–0:08:53
Der hat einen unaussprechlichen Namen, 39C3 hat der Kongress geheissen.
0:08:53–0:08:57
Dort ist einer aufgetreten, den man vielleicht kennt, vielleicht auch nicht.
0:08:57–0:09:01
Ich weiss nicht, ob du ihn noch kennst. Marc-Uwe Kling, der hat dort,
0:09:01–0:09:09
wie soll ich sagen, einen Vortrag gehalten, einen Vortrag und wir können ja
0:09:09–0:09:12
mal ein bisschen drehören, was er eigentlich so gesagt hat.
0:09:12–0:09:15
Weisst du, was das Problem am Internet ist?
0:09:16–0:09:18
Zu viele Links führen nach rechts.
0:09:20–0:09:24
Das Problem am Internet. Er hat aber nicht nur über das hergezogen.
0:09:24–0:09:29
Er hat dann zum Beispiel auch gesagt, was die Konzerne eigentlich mit uns machen
0:09:29–0:09:33
und warum das Internet sonst noch ein Problem ist.
0:09:33–0:09:37
Ich glaube, ich bin süchtig, sage ich. Alle sind süchtig. Alle wurden mit voller
0:09:37–0:09:39
Absicht süchtig gemacht. Das ist ein anderes Problem.
0:09:39–0:09:41
Jedenfalls bin ich Fan des Rechts auf Links.
0:09:42–0:09:46
Genau, man muss das noch erklären. Marc-Uwe Kling, ihr kennt den vielleicht
0:09:46–0:09:48
am ehesten, wenn ihr Kind habt.
0:09:49–0:09:52
Es gibt ein lustiges Kinderbuch, das «Neinhorn» heisst.
0:09:52–0:09:55
Und dort ist es ein Einhorn, der immer «Nein» sagt.
0:09:55–0:10:03
Und darum verdirbt es allen die Laune und die kuschelige Stimmung in dem Meerland.
0:10:03–0:10:07
Er hat aber auch die Kängurukroniken geschrieben.
0:10:07–0:10:13
Die hatte ich jetzt selber nicht so ganz auf dem Schirm. Aber wenn er mit dieser
0:10:13–0:10:15
hohen Stimme spricht, dann ist das das Känguru.
0:10:15–0:10:20
Er führt einen Dialog mit sich selber und einem Känguru auf und sie diskutieren,
0:10:21–0:10:22
was das Problem am Internet ist.
0:10:22–0:10:26
Und er hat da durchaus auch eine Ahnung davon, weil er hat selber Bücher geschrieben,
0:10:27–0:10:33
zwei, die sich eigentlich mit dem Thema beschäftigen, mit den grossen Tech-Konzernen
0:10:33–0:10:37
und was passiert, wenn die zu viel Macht bekommen.
0:10:37–0:10:48
Quality Land kann ich sehr empfehlen. Das ist eine Welt, wo die Unternehmensberater
0:10:48–0:10:50
die Macht übernommen haben.
0:10:50–0:10:55
Und alles funktioniert nach Kriterien, in denen man sich gegenseitig bewertet
0:10:55–0:11:02
wird, wie das der Fall ist, wenn man diese sozial-mediale Massstäbe anwendet.
0:11:02–0:11:04
Digi-Chris, ist er dir ein Begriff?
0:11:04–0:11:07
Hast du von diesem Mann schon gehört? Hast du etwas von ihm gelesen? von ihm vielleicht?
0:11:08–0:11:11
Ich habe einen Teil vom...
0:11:12–0:11:17
YouTube-Video gesehen und eben gerade was du sagst, gegenseitig bewerten,
0:11:18–0:11:22
da kommt mir ein Schweizer Konzern in den Sinn und ja, der Migros.
0:11:23–0:11:27
Also irgendwo ist das, glaube ich, doch auch eben, die haben ja McKinsey als
0:11:27–0:11:31
Berater gehabt und dann haben sie das wegschmissen und das haben sie wegschmissen,
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so würde ich jetzt einfach so sagen,
0:11:33–0:11:39
auf dem ersten Ding, ja, kommt das doch irgendwie ein bisschen wieder rein.
0:11:39–0:11:44
Also, er hat an diesem Kongress, in seinem Vortrag über die Tech-Konzern herzoggen.
0:11:45–0:11:50
Er hat eben gesagt, wir sind mit Absicht süchtig gemacht worden und er hat aber
0:11:50–0:11:51
auch gesagt, wir sind wie die Frösche.
0:11:52–0:11:56
Wir sind Frösche, denen ein Amphibien Wellnessbereich versprochen worden ist,
0:11:56–0:12:01
aber in Wahrheit haben Mark Zuckerberg und seine Polygarchen-Kumpel uns alle
0:12:01–0:12:05
in diesen riesigen Topf geworfen und das Wasser so langsam erhitzt,
0:12:05–0:12:09
dass wir lange Zeit nicht gemerkt haben, dass da nicht nur ein Haar in der Suppe
0:12:09–0:12:11
ist, sondern dass wir die Suppe sind.
0:12:11–0:12:16
Finde ich recht gut beschreiben. Ich glaube, wenn man so auch über die Zeit
0:12:16–0:12:22
schaut, wie das Facebook so verändert worden ist, dann sieht man tatsächlich,
0:12:22–0:12:25
dass es am Anfang eigentlich okay war.
0:12:26–0:12:30
Wir hatten alle Freude gehabt, uns dort mit unseren Kumpels und Kumpelinnen
0:12:30–0:12:34
und Familienmitgliedern, Freunden, Arbeitskolleginnen zu unterhalten und dann
0:12:34–0:12:36
ist es immer schlimmer geworden.
0:12:36–0:12:41
Aber eben tatsächlich, graduell ist die Hitze immer weiter erhöht worden.
0:12:41–0:12:44
Und Sex war gar nicht so.
0:12:45–0:12:48
Er sagt dann auch noch, Frösche würden das eigentlich schon merken.
0:12:48–0:12:51
Sie sind auf eine Art noch ein bisschen gescheiter,
0:12:53–0:12:58
weder wir Menschen, könnte man so sagen. Er hat sich dann auch über KI unterhalten
0:12:58–0:13:03
und hat dann Folgendes gesagt zu Künstler, Politiker und Chatbots.
0:13:03–0:13:07
Jedenfalls spucken Large Language Models eben leider nicht nur Unwahrheiten
0:13:07–0:13:09
aus, sondern wahrscheinlich klingende Unwahrheiten.
0:13:09–0:13:12
Alan Moore hat geschrieben, Künstler lügen, um die Wahrheit aufzuzeigen,
0:13:13–0:13:14
Politiker lügen, um die Wahrheit zu vertuschen.
0:13:15–0:13:19
Ich möchte einen dritten Satz hinzufügen. Ein Chatbot lügt, weil er keinen Plan hat, was er sagt.
0:13:20–0:13:23
Er ist nur ein Papagei in einem Käfig aus Wahrscheinlichkeiten.
0:13:23–0:13:26
Er wirkt aber auf die Nutzenden wie ein Universalexperte.
0:13:26–0:13:30
Manchmal stimmt halbwegs, was er verzapft, aber in vielen anderen Fällen ist
0:13:30–0:13:32
er nur eine Kompetenz-Simulation.
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Genau. Und dann nach dem Rundumschlag ist er dann eigentlich zu dem Thema gekommen,
0:13:38–0:13:44
wo es an diesem Kongress auch darum ging und wo wir lustigerweise ja auch im
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letzten Jahr schon noch ein bisschen vor dem Chaos-Computer-Club-Treffen darüber
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diskutiert haben. Er hat dann nämlich das gesagt.
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Je mehr US-Tech benutzt wird, desto erpressbarer wird die Welt, sage ich. Genau.
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Mal ganz abgesehen davon, dass, wie ich bei anderer Gelegenheit schon erwähnt
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habe, Big Tech durch sein digitales Quasimonopol bei Werbung und Verkaufsinteraktionen
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massiv Geld aus der Realwirtschaft absaugt und noch nicht mal ernsthaft Steuern dafür zahlt.
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Aber, frage ich, jetzt kommt doch hoffentlich ein Aber.
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Das Känguru springt auf den Wohnzimmertisch, ballt die Faust und ruft in feinstem
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Roland-Emmerich-Pathos, Wir werden nicht schweigend in der Nacht untergehen.
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Wir werden nicht ohne zu kämpfen vergehen.
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Heute feiern wir gemeinsam unseren digitalen Independence Day.
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Der Digitale Independence Day, der sogenannte DID, oder auf Deutsch der Digitale
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Unabhängigkeitstag, der DUT.
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Das ist die Abkürzung davon.
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Digi-Chris Day wurde ausgerufen oder ausgerufen.
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Stimmen wir damit ein? Ist das eine gute Idee? Die digitalen Unabhängigkeitstage,
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wir haben eben, wie gesagt, auch schon darüber gesprochen.
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Es ging im letzten Jahr darum, dass man sich von den USA abkoppeln möchte.
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Aber so richtig viel ist nicht passiert, oder?
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Ja, und ich kann es bei mir gesehen. Ich bin einfach zu faul. Du bist zu faul.
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Du hast es in der Pre-Show angedeutet.
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Ja, also ich finde, was er sagt, stimmt zu 100%. Aber was willst du machen?
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Und ich glaube, du hast ja im Dokument ein paar Dinge gemacht.
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Aber es führt noch ein bisschen aus.
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Aber ja, ich stimme ihm vollkommen zu. Aber es ist so, wie wenn du am Neujahrstag
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sagst, ich gehe jetzt ins Fitnessstudio.
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Du gehst zweimal ins Fitnessstudio und dann gehst du nie mehr.
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Also ich würde von mir sagen, dass ich tatsächlich zwar nicht ins Fitnessstudio
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gehe, aber ich habe mir vor einigen Jahren vorgenommen, regelmässig Sport zu
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machen und ich mache das.
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Ich bin vielleicht das leuchtende Beispiel, dass nicht alle Hoffnung verloren ist.
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Also, aber wir hören Marco W. Kling nochmal.
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Er erklärt uns jetzt nämlich, wie der digitale Unabhängigkeitstag,
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der DUT, eigentlich würde funktionieren.
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An jedem ersten Sonntag im Monat ist DIT der digitale Independence Day.
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Oder auf Deutsch der digitale Unabhängigkeitstag, der DUT. Ist das so?
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Noch ist das nicht so, gibt das Känguru zu, aber es könnte doch bald so sein. Und was passiert am Dit?
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Am Dit nimmt man sich Zeit, diesen einen Wechsel durchzuführen,
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von dem man schon sehr lange weiß, dass man ihn machen könnte.
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Es mangelte nur am Moment, es auch zu tun.
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Also zum Beispiel weg von X zu Mastodon, von WhatsApp zu Signal oder Threema,
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von Google zu Ecosia oder DuckDuckGo, mal in die Mediathek gucken und dafür
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Prime kündigen, von Amazon zur lokalen Buchhandlung.
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Oder, wenn man nicht ohne großen Versandhändler klarkommt, dann halt so Otto,
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Konrad oder einem beliebigen anderen altdeutschen Vornamen.
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Ja, aber Digi Chris, so wie er schildert, klar, wir sind alle ein bisschen faul,
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aber so richtig viel Arbeit macht es nicht, oder?
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Also ich würde jetzt sagen, vielleicht ist es ein Beispiel, Mastodon,
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also von X zu Mastodon, das wäre kein Problem.
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Man könnte auch finden, okay, ich gebe die sozialen Medien gerade ganz auf,
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das würde ja vielleicht eher sogar helfen. Aber WhatsApp zu Signal oder Threema
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ist sicher nicht ganz einfach.
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Aber Google zu Ecosia. Oder sagt man eigentlich Ecosia? Er hat,
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glaube ich, Ecosia gesagt.
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Ich würde Ecosia sagen, aber das ist ein anderes Thema.
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Duck, duck, go. Also einfach eine alternative Suchmaschine nehmen.
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Wir haben auch schon über kagi.com gesprochen. Da sind wir ja alle,
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glaube ich, ein bisschen Fan davon. Das wäre jetzt machbar, oder?
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Da musst du einfach deinen inneren Schweinehund überwinden und dann machst du es.
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Aber eben, was man gehört hat, wegen der E-Mails, also jetzt mein Gmail überziehen,
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schwierig und ich glaube, wie immer einen eigenen E-Mail-Server,
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also wenn ich jetzt halt wirklich irgendwie Chris at
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hoste, dann müsste ich wahrscheinlich an Kevin eben 5 Stunden Beratung zahlen,
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dass man wirklich sagt, dass mein E-Mail-Server dicht ist,
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weil ja klar, ich kann einen Docker-Container hochziehen mit einem E-Mail-Server,
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das schaffe ich, aber dass er dann sicher ist, eben muss ich sagen, Kevin,
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bist du mal so lieb, kommst du.
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Ja, er hofft für 150 Stunden in der Stunde, hat er ja mal gesagt.
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Also, das machen wir. Also, ja, klar.
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Aber eben, Sandra, ja, was du gesagt hast, du gehst auf Google,
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es ist so, und ich kenne Leute, Die haben ihren Browser und ich sage jedem,
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nein, nein, nein, nein, nein, die gehen in den Browser-Suchzeilen ZKB.
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Also ich nehme auch mal Google filtre die Böse-Links raus.
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Sie gehen nicht in www.zkb.ch, sie gehen in ZKB.
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Und dann googeln sie zuerst und klicken den ersten Treffer an.
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Ja, so Leute gibt es auch in meiner Verwandtschaft.
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Also ich versuche es nicht rauszuprügeln. Und eben, zuerst Brüggel ist ihnen
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das mal raus und bis ich dann sage, eben,
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geh zu DuckDuck, go, geh suchen, hey, also, bis dann, ich sage es auch mal,
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drei Gerede, Thunberg, as watch, das ist immer so mein liebster Beispiel, also,
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wenn selbst mir oder selbst ich als IT-Affine zu faul ist.
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Aber dann müssen wir kapitulieren, heisst das. Wir sind verloren, alles ist, alles lasst.
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Und wir können diese Sendung aufhören und traurige Musik spielen.
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Ich sehe also, es ist was so.
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Ich habe es dir immer früher gesagt, also ich glaube einfach,
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wenn selbst ich zu faul bin, ist es uhurischwierig.
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Aber du kannst dann wenigstens mal denken, dass du vielleicht deine Daten mindestens
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nicht bei Dropbox hast, sondern nimm es wenigstens zu einem europäischen Anbieter. Also, genau.
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Mit der Dropbox können wir anfangen. Ich habe jetzt übrigens Alice Lost gefunden. Da ist Alice Lost.
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Also, alles verloren, Digi Chris. Alice Lost von Les Yeux Sans Visage.
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Nein, das war ein Witz. Natürlich machen wir das selbst wieder.
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Es ist natürlich nicht alles verloren, aber vielleicht können wir es nicht.
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Wie ich sage jetzt, die Tage waren wunderbar, aber so idealistisch,
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wie Sie sagen, werden wir es nicht schaffen.
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Aber vielleicht wenigstens, ich sage jetzt zu einem EU-Provider,
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das Zeug holen, ist schon mal etwas Erstes.
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Das Problem, man sieht, gerade das Gmail ist ein gutes Beispiel,
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warum es eigentlich wirklich nötig wäre,
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E-Mail war ja als offener Standard gedacht, wo du nicht an einen Anbieter gekettet bist.
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Natürlich, irgendwann hast du deine E-Mail-Adressen, aber sogar wenn die...
0:21:30–0:21:35
Ich habe Matthias at Clickomania.ch, mit dem kann ich irgendwo hingehen.
0:21:35–0:21:38
Ich könnte das, glaube ich, auch zu Google nehmen, wenn ich will,
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aber will ich natürlich nicht.
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Mit dem bin ich völlig mobil, ohne dass ich jemals meine E-Mail-Adressen ändern
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müsste, die ändern, kann ich den Provider wechseln. Das habe ich auch schon
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gemacht, abgesehen davon.
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Und da haben wir uns einfach von dem Google einlullen lassen,
0:21:52–0:21:56
weil mit dem Gmail, eben früher hast du einfach deinen Provider gehabt,
0:21:57–0:22:00
der dir die Mails einfach vorgehalten hat, bis zu dem Moment,
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wo du sie runtergeladen hast.
0:22:02–0:22:06
Und dann hast du sie aber auf deinen Computer runtergeladen und auf dein eigenes
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Gerät. Und dann sind sie da gewesen.
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Und dann hast du auch dein Archiv. Dann hast du auch von dem einen zum anderen
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wechseln und hast immer noch deine alten Mails gehabt.
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Und dann ist Google gekommen und hat gesagt, wäre das nicht toll,
0:22:18–0:22:21
wenn wir alles für dich hosten würden und du müsstest das nicht machen.
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Und du hast Web-Mail und pipapo und kannst das auf verschiedenen Geräten benutzen.
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Und dann haben wir uns einlullen lassen.
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Und jetzt sind wir natürlich ein bisschen geschuld. Und jetzt, aber...
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Was heisst denn das, dass wir jetzt... in dem... das sollten wir jetzt...
0:22:36–0:22:41
Und gerade Gmail finde ich jetzt... Also Gmail ist ja wirklich kein gutes Produkt, oder?
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Also hast du schon mal jemals... Es ist jetzt ein bisschen besser geworden,
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seit ich die Kai noch drin hatte.
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Ich finde tatsächlich ab und zu eines von diesen Mails, die du suchst.
0:22:51–0:22:53
Aber früher hast du ja nie ein Mail gefunden in diesem Gmail.
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Ich finde das grässlich. Also es ist wirklich ein schlechtes Produkt und da
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müsstest du sagen, warum braucht das überhaupt noch etwas?
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Und wenn ich schon gerade am Ranten bin, oder respektive sagen wir, wenn wir am,
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Ein von diesen Rezepten möchte man verbreiten, wie man sich an diesem Dut unabhängiger machen kann.
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Also der Google Chrome ist ja auch ein wirklich grässlich schlimmer Browser.
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Warum nimmt man nicht Firefox?
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Da machst du dich weniger abhängig und hast erst noch ein besseres NutzerInnen-Erlebnis.
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Das verstehe ich nicht, warum überhaupt nur jemand auf dieser Welt der Chrome
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braucht, oder dann noch eine von diesen,
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Chrome-Varianten, wie zum Beispiel Microsoft Edge. Und jetzt sagst du mir,
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warum, dass du das machst.
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Eben, der innere Schweinehund, die Macht der Gewohnheit.
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Also ich kann es mir, ich kann es so sagen, im Büro so, was halt büromässig
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ist, bin ich im Edge, wo ich eingeloggt bin.
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Tatsächlich Edge?
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Der Edge ist bei uns ein Standardbrowser und ja, ich habe den Firefox auch, wenn ich, also ja,
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und jetzt wirst du mich wahrscheinlich aufs Handy gerühren, Aber ich kann den
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Firefox tatsächlich, wenn ich mal etwas testen will, wo ich garantiert nirgends
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eingeloggt bin, ja, wir reagieren jetzt.
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Und nochmal, du hast das Wort so viel gesagt, der innere Schweinehund,
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du bist dich irgendwie gewöhnt.
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Ja, gut.
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Es gibt so viele alternative Browser.
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Wenn du dich wahrscheinlich ein paar Minuten-Stunden mit Firefox befassen würdest,
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würdest du ihn benutzen, aber der Chrome macht ja eigentlich,
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was du willst.
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Also hörst du mal, wenn du den Chrome aufmachst und dann machst du die Lesenzeichen-Liste
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auf, dann erschlägt die dich einfach.
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Das ist einfach, ich weiss es nicht, hat da jemals irgendeiner von Google überlegt,
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wenn man den Browser nutzerfreundlich machen könnte? Also ich finde,
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ich nutze ihn ja nicht einmal gern.
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Bei uns ist der Chrome im Büro auch Pflicht und da können wir natürlich auch
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ein bisschen auf ein Problem sprechen wir haben auch die ganze Google-Umgebung
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und da kann ich jetzt nicht sagen, tut mir leid, ich,
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verweigere mich der, weil dann sagen sie, okay, schön war, aber leider tränen
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sich da unsere Wege weil ich glaube, wenn sie wählen ob Google Workspace oder Matthias Schüssler,
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dann würde ich sagen, dann hätte der Konzern es sich einfacher machen. Aber ja...
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Das sehe ich schon, aber privat kannst du ja auch ein Alternativprogramm leben.
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Das tut dir vielleicht auch gut, wenn du nicht in einem System drin bist,
0:25:52–0:25:54
sondern immer noch über den Tellerrand ausschaust.
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Ja, aber das Zeug ist halt auch, wenn du jetzt halt, und eben das ist der Login-Effekt,
0:26:02–0:26:07
du hast halt die Bookmarks und alles, hast du im Chrome mein Logo,
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du könntest das zum Firefox rausziehen, aber eben,
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es funktioniert und eben, das nehme ich vollkommen auf meine Kappe,
0:26:17–0:26:20
dass ich einfach zu faul bin, dass du mal sagst, jetzt, ja,
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auf meinem PC jetzt baute ich nur noch Linux, da kommen wir vielleicht später noch dazu,
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und, ja, mache ich, dann hast du halt einfach einen Tag, bist dran,
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nimmst du das Zeug über, eben deine Office, ich habe keine Office Makros, aber
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Ja, es ist bei mir und bewusstlich, es ist die verdammte Bequemlichkeit.
0:26:47–0:26:52
Ich glaube, wie soll ich sagen, ich nehme dich jetzt vielleicht an dieser Stelle
0:26:52–0:26:57
trotzdem, obwohl ich dich vorher auch kritisiert habe, ich nehme dich trotzdem in Schutz.
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Es ist natürlich, je länger man dran ist und je mehr man sich zurecht findet,
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desto schwieriger wird es sich umzugewöhnen.
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Also ich hätte wirklich Mühe, sagen wir, wenn ich jetzt den grossen Schritt
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wagen möchte und Windows hinter mir lassen würde, dann würde es mich jeden Tag anscheissen.
0:27:18–0:27:22
Weil ich einfach gewisse Sachen, die ich aus dem FF kann unter Windows,
0:27:23–0:27:29
müsste ich bei Linux googlen oder mir vom OpenAI helfen lassen.
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Nein, das ist eben nicht gut. Eben genau, ist auch nicht so gut.
0:27:35–0:27:43
Das ist Teil des Problems. Einerseits macht es uns schwer, aber es zeigt natürlich
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auch, warum es nötig wäre,
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weil die Unternehmen alles dazu machen, uns wirklich einzusperren.
0:27:50–0:27:55
Sie tun immer etwas offen, aber hinter den Kulissen machen sie alles,
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damit wir möglichst schlecht wegkommen können.
0:27:58–0:28:03
Ich glaube, dass mit dieser KI jetzt, wenn du die daran gewünscht,
0:28:03–0:28:07
dass jetzt in diesem Workspace, ich habe es erwähnt, ich habe lange Zeit,
0:28:07–0:28:11
habe ich einfach das Gmail überhaupt nicht gebraucht, weil ich die Suchfunktion so schlecht finde.
0:28:12–0:28:16
Aber jetzt findest du, okay, jetzt hat es die KI drin, jetzt wird alles noch
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ein bisschen einfacher und du kannst sogar die...
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Die Flows kannst du machen, also das heisst, ich habe jetzt in diesem Google
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Workspace einen wunderbaren Flow,
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also ein Flow ist so ein Agent, der jeden Morgen automatisch wird ausgelöst,
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dann geht er in meine Mailbox rein,
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sucht die wichtigsten Mails, schaut zuerst Mails von Arbeitskollegen,
0:28:37–0:28:40
dann sucht er die Pressemeldungen durch und fasst mir das alles schön zusammen.
0:28:41–0:28:46
Und es ist wunderbar, aber ich weiss genau, Das ist wirklich eine Weggabbelung.
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Wenn du jetzt sagst, ich gewöne mich an das, ich lasse mich auf das ein,
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dann kommst du nie mehr weg.
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Dann bist du so abhängig, dann ist es passiert.
0:28:55–0:29:00
Und darum finde ich, ich glaube, es ist tatsächlich, wahrscheinlich ist jetzt
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der letzte Moment, wo wir das machen wollen.
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Und sie, ich finde es ist schwierig mit ihren Empfehlungen, sie sagen dann zum
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Beispiel, die Messenger abzulösen, finde ich recht schwierig.
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Wir haben über das auch schon gesprochen.
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Ich meine, du allein kannst problemlos von WhatsApp aufs Reimen wechseln,
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aber wenn halt so und so viele Leute dort sind, im WhatsApp,
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und die sagen, hey, interessiert mich nicht, ich habe keine Lust,
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dann hast du halt keine Wahl.
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Dann musst du zwei Gleise fahren. Wir machen das zum Beispiel.
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Wir haben jetzt schon längstens für unsere Kommunikation auf Streama gewechselt,
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aber mit anderen Leuten muss ich halt wohl oder mit dem WhatsApp machen.
0:29:42–0:29:46
Aber vielleicht darf man einfach auch seine Ansprüche nicht zu hoch setzen,
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oder? Weil sonst scheitere ich auf jeden Fall.
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Aber wenn du sagst, ich gebe mich... Also es ist vielleicht wie beim Kampf gegen
0:29:55–0:30:00
den Klimawandel, wenn du sagst, ich will von jetzt auf sofort kein CO2 mehr
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ausstossen, dann scheitern.
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Dann hast du keine Chance, sogar wenn du, sagen wir, wildkürliches Beispiel,
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nie mehr auf den Kreuzfahrt gehst.
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Dann sparst du zwar CO2, aber vielleicht ist es ja dann trotzdem noch mit dem
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sonstigen Konsum produziert.
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Also eben, dann kannst du sagen, eine Reduktion ist doch besser,
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wenn du einfach sagen, ich kapituliere, bevor ich angefangen habe.
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Also ich kann sagen, ich kompensiere, nicht kapitulieren.
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Ja, also ich kompensiere mein CO2-Ausstoss für den nächsten Cruis-Farce,
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aber schau, das Zeug ist, es hat mal eben in unserem und jetzt sage ich das
0:30:39–0:30:44
Wort wieder, es hat mal eine, es ist zu der ganzen Familie.
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Da, da hast du noch das Signal ins Schluss. Signal, da ist der Familienchat.
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Aber dann müsstest du zu jedem Familienmitglied, dann hättest du aber nur mal
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die Familie und hättest du vielleicht den Arbeitskollegen, der das nicht will,
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ja, den hast du dann noch nicht.
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Aber der hat das anscheinend tatsächlich gemacht, in den ganzen Familien-Chat der Extended Family
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hat er auf Signal migriert. Super, also Respekt, aber hey, da musst du zu jedem gehen.
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Und ich glaube auch, dann würden gewisse, ich sage, das ältere Familienmitgliedern
0:31:20–0:31:24
sagen, hey, spinnst du eigentlich, was willst du?
0:31:24–0:31:29
Ja, das Problem ist tatsächlich so. Wir haben auch in unserer Familie das WhatsApp,
0:31:30–0:31:36
in der einen Hälfte meiner Familie, muss man sagen, haben wir das WhatsApp eliminiert.
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In der anderen Hälfte gibt es noch ein bisschen.
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Und dann siehst du aber auch mit dem Threema, das ist ja kostenpflichtig, dass du die App kaufst.
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Sie kostet zwar nur ein oder zwei Franken, dann hast du Familienmitglieder im
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Ausland, die, die kein Zahlungsmittel haben, vielleicht keine Kreditkarte hinterlegt in der Playstore.
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Und wie kommen denn die an das Threema? Dann kommst du auf die Idee,
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okay, man kann ja die Apps verschenken.
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Und dann findest du, ja, aber nein, Google verschenkt Apps nur,
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also bei Google gibt es die Verschenke-Funktion gar nicht von Apps,
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die gibt es nur bei Apple.
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Und dann findest du, okay, dann schicke ich so eine Geschenkkarte dort hin und
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dann merkst du, nein, die sind nur im eigenen Land gebrauchbar und dann findest
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du irgendwie, ach, das sind doch blöde Sechen.
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Man muss schon ein bisschen hart im Nehmen sein.
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Aber um noch einmal Marco Huber klingt zu hören, er hat ja schon auch,
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ich glaube, ein bisschen geht es darum, mit diesem Revolutzertum Druck aufzusetzen,
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weil ohne Druck geht es wahrscheinlich nicht.
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Dafür braucht es jedoch öffentlichen Druck, fährt das Känguru fort.
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Und der DIT wäre quasi eine monatliche digitale Demonstration für mehr digitale
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Unabhängigkeit. ein wiederkehrender Anlass für unsere eventgeilen Medien über das Thema zu berichten.
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Es macht überdies auch mehr Spaß, wenn man den Polygarchen zusammen den Rücken kehrt.
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Ja, vielleicht hat er da schon recht, wenn da ein wenig Druck gekommen ist und
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das nicht jeder für sich macht,
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sondern wenn man sich zusammen diesen Proligarchen entgegenstellt und wenn die
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klickgeilen Medien mitmachen,
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dann könnte es schon funktionieren, oder?
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Aber siehst du das am Horizont, dass da eine Bewegung entsteht?
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Nein, überhaupt nicht, weil eben, selbst wenn ich jetzt sage,
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ich bin zu faul für so Sachen, wie soll ich das, ich sage jetzt jemandem,
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ich sage jetzt meine Eltern, die jetzt auch nicht gerade ganz gaga sind in Sachen Technik.
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Nein, die sind voll...
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Sie sind da, aber wenn ich sage, hey, jetzt musst du Freema nehmen,
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jetzt musst du halt alle Kontakte, wir wahrscheinlich auch
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Kontakte in Freema reinnehmen, aber dann ist das Tante Rudi nicht da.
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Es ist einfach, wir sind komfortabel.
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Ja, aber ich meine.
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Ich sage es immer so, ich schreibe in der IT, ich mache das und das und in der
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Regel komme ich nach Hause und dann möchte ich eigentlich nicht mit Scheisse dealen.
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Dann möchte ich, dass es funktioniert.
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Und wenn jetzt bald auch... Nein, die Wiscumbox, die läuft auf Android.
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Das ist jetzt nicht einmal so schlimm, aber... You know what I mean?
0:34:34–0:34:39
Das teilweise dann einfach mal selbst das IT-Dealer, ich sage jetzt in der Freizeit,
0:34:39–0:34:44
und das merke ich bei mir, willst du vielleicht einfach nicht mehr basteln?
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Basteln. Irgendwann reicht es.
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Ja, ich glaube, du hast damit recht. Das ist auch mein Eindruck,
0:34:51–0:34:57
dass die Leute zum Beispiel das Thema der Privatsphäre die Schnauze voll.
0:34:58–0:35:04
Vor zehn Jahren, eben im letzten Jahrzehnt, haben wir sich über den Edward Snowden-Skandal
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aufgeregt und über Cambridge Analytica und so.
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Und es ist ja nicht besser geworden, also macht man uns keine Illusionen. So mit der KI.
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Aber jetzt kommt noch die KI, wo man die Privatsphäre-Debatten noch einmal führen könnte.
0:35:18–0:35:23
Aber alle haben das Gefühl, es lohnt sich nicht mehr, es ist irgendwie alles verloren.
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Vielleicht hätte ich doch einfach den Allis lost sollen, ich kann ihn dann noch einmal spielen.
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Alles los. Nein, aber ich finde...
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Ich muss mal sagen, schnell, wegen der KU-Buch, du sagst, Privatsphäre,
0:35:36–0:35:43
egal welches Unternehmen, ich will ja nicht wissen, was Leute beruflich in die KU tatschen.
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Ich will es schon wissen, aber ich glaube, es sind Abgründe,
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ja. Nein, also eben, das...
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Ich muss ehrlich gesagt sagen, ich bin nicht ganz so negativ,
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wie du jetzt gerade da findest.
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Vielleicht schliessest du ein wenig zu fest von dir selber auf andere.
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Wenn ich etwas in keinen touch, und wenn es nur ein verdammt,
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einfach jesse bitte, dann anonymisiere ich dich.
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Ah nein, ich meine jetzt nicht mal...
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Schämt sie für listening.
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Ich meine jetzt nicht mal... Ich habe nicht mal das gemeint,
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sondern eben so zu sagen, ich will nicht mit Scheissen belästigt werden,
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wenn ich dich zitieren darf. Nein, aber...
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Ich weiss es ja auch nicht, aber... Vielleicht muss man da auf die junge Generation
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zählen und vielleicht hat die dann mal die Schnauze voll, wenn sie da gegängelt wird.
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Also ich glaube, bei den sozialen Medien,
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und Digi Chris, du wirst jetzt mit den Augen rollen, aber ich werde dann demnächst
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auch mal mit dir und mit Kevin darüber reden, ob wir eigentlich die sozialen
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Medien erst ab 16 machen müssten, auch bei uns, wie in anderen Ländern.
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Das ist ein wichtiges Thema, das ich finde.
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Vielleicht haben die dann mal ein bisschen mehr Revoluzertum.
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Aber ich glaube, ich sehe es ehrlich gesagt auch nicht so ganz.
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Aber ich würde es auch nicht ausschliessen. Also wenn ich zum Beispiel schaue,
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wie Microsoft sich jetzt aufführt mit dem Windows, dann haben die Leute vielleicht
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schon mal von dem Windows die Schnauze voll so sehr, dass sogar ich dann finde, okay,
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jetzt nehme ich halt das Linux und ab und zu noch den Mac, um mich ein wenig von Linux zu erholen.
0:37:25–0:37:28
Aber das kann nicht mehr so weitergehen.
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Übrigens, für alle die Leute die noch nicht gemerkt haben, dass Windows 10 Auto
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Support ist, echt Linux installieren, das läuft sehr gut und wir könnten hier im Stadtfilter...
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Nein, das darf man nicht senden.
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Wir haben noch einmal einen Walk-In-Stand, einen Linux Walk-In-Stand,
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da wäre ich sogar dabei und ich glaube ich würde da viele Leute finden,
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die helfen würden, Leute auf ihrem alten Laptop Linux zu installieren.

Noch im alten Jahr wurde der «Digital Independence Day» (DID), respektive der «digitale Unabhängigkeitstag» (DUT) ausgerufen.

Am 39C3-Kongress des Chaos Computer Club in Hamburg erklärte Bestseller-Autor Marc-Uwe Kling, wie diese Revolution funktionieren soll: An jedem ersten Sonntag im Monat überlegen sich Teilnehmer und Teilnehmer, wie und wo sie die Abhängigkeit der Tech-Konzerne reduzieren könnten – indem X durch Mastodon ersetzt wird, Whatsapp Signal oder Threema weichen muss, statt der Google-Suchmaschine Ecosia oder Duck Duck Go zum Zug kommt und die Mediathek der öffentlich-rechtlichen Medien die Rolle von Amazon und Netflix übernimmt.

Es soll eine entspannte Revolution werden, bei der kein Blut fliesst – aber dafür idealerweise deutlich weniger Geld über den grossen Teich zu den Tech-Oligarchen. Wir diskutieren diese Initiative, geben unsere eigenen Tipps ab und fragen uns, ob hier reine Idealisten am Werk sind oder ob der Zug schon abgefahren ist. „Der Unabhängigkeitskampf hat begonnen!“ weiterlesen

Die geheime Welt der Pokémon-Karten

Transkript anzeigen (falls vorhanden)

0:00:04–0:00:08
Und das ist genau das richtige Stück für den Mann, der hier im Studio ist.
0:00:09–0:00:12
Er ist hier im Studio, der Mann. Es ist unglaublich.
0:00:21–0:00:22
Morgenabend.
0:00:22–0:00:22
Oh.
0:00:25–0:00:29
Okay, so viel dazu. Guten Morgen. Ich würde sagen, guten Morgen.
0:00:29–0:00:32
Oder vielleicht, dass es nicht ganz so schlimm ist, machen wir noch.
0:00:32–0:00:33
Welche könnten wir noch machen?
0:00:34–0:00:37
Sagt man, wie wäre es mit dem?
0:00:38–0:00:39
Radio Stadt, bitte.
0:00:42–0:00:44
Kevin, bist du gut aufgestanden?
0:00:44–0:00:46
Ich bin gut aufgestanden.
0:00:46–0:00:49
Sehr gut. Und du bist da im Studio?
0:00:49–0:00:54
Ja, ich habe jetzt mal so ein bisschen, was wir lange angedacht haben,
0:00:54–0:00:58
so ein bisschen probiert zu planen, dass ich meine Termine auf Winterthur verlege,
0:00:58–0:01:01
weil dann bin ich auch so ein bisschen gerade mal da in der Nähe,
0:01:01–0:01:03
wo es hilft, weil dann ist nicht irgendein Notfall, wo ich muss,
0:01:04–0:01:07
weil die Idee ist ja, dass ich irgendwann die Sendungen da so ein bisschen auch
0:01:07–0:01:12
anfangen, Weiter steuern, managen, DJen. Wie sagen wir das?
0:01:13–0:01:14
Moderieren. Nein, fahren.
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Was sagen wir das? Fahren.
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Man fährt die Sendung.
0:01:18–0:01:22
Man fährt Heissluftballons und Sendungen.
0:01:22–0:01:28
Hoffentlich nicht an die Wand. Der Eggman war ein super Stück von den Beastie Boys.
0:01:29–0:01:33
Wie geht es den Hühnern? Legen sie fleissig?
0:01:33–0:01:33
Nein, das ist Nebel.
0:01:34–0:01:35
Nebel? Nebel.
0:01:35–0:01:39
Aber soll ich eine Hühnergeschichte erzählen? Bitte. Ich habe ja schon lange
0:01:39–0:01:44
herausgefunden, dass die schon dumm sind, aber trotzdem nicht so dumm.
0:01:44–0:01:48
Und jetzt habe ich folgende Geschichte, und zwar einer von meinen Gückel.
0:01:49–0:01:54
Der hat, ich weiss nicht, was er hat, aber es hat ihn am Auge verwischt.
0:01:54–0:01:58
Also man hat wie gesehen, auf der Hornhaut, er hat irgendeinen Schramm oder so.
0:01:59–0:02:02
Und dann sind ja Hühner brutal und er wird einfach geplagt.
0:02:02–0:02:03
Ehrenwort.
0:02:03–0:02:06
Ja, es ist schrecklich. Also es ist wirklich, sie lassen ihn dann nicht mehr
0:02:06–0:02:08
ans Essen an und so weiter. Und das ist ein bisschen mühsam.
0:02:09–0:02:14
Und der Tagdauer ist das easy, da kann er sich irgendwo hochstellen oder so.
0:02:14–0:02:17
Und er hat sich wieder mit abgefunden. Aber er kommt auch nicht an das Essen
0:02:17–0:02:20
runter. Das heisst, ich kann jetzt jeden Abend einfach schnell rausgenommen und ihm Essen geben.
0:02:21–0:02:26
Und was ich jetzt spannend finde, ist, dass er das Muster hat relativ schnell
0:02:26–0:02:30
verstanden, dass wenn ich am Abend herläufe, weiss er schon,
0:02:30–0:02:32
jetzt gibt es etwas zu essen.
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Der erste Schritt war, er hat angefangen zu muckerlen auf seinem Stängel,
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weil ich dachte, jetzt komme ich dran.
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Und dann dachte ich, wie weit kann man das treiben? Und habe dann einfach mal
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bei der Voliere, beim Eingang gewartet und geschaut, kommt er zu mir?
0:02:48–0:02:53
Und das macht er. Also er checkt jetzt, ich bin es, er kommt dann nur bei mir.
0:02:54–0:02:57
Er kommt runter und kommt zu mir, weil er checkt, es gibt Essen.
0:02:57–0:03:01
Und jetzt bin ich gespannt, wie lange das geht, bis er meine Steuererklärung kann machen.
0:03:03–0:03:07
Ja, oder eher, dass er findet, du bist jetzt sein persönlicher Butler und musst einfach parieren.
0:03:07–0:03:10
Gut, das ist bei allen Haustieren. Ja. An das habe ich mich gewöhnt,
0:03:10–0:03:13
dass ich jetzt, ich bin sein Mitarbeiter Nummer eins.
0:03:14–0:03:20
Ja, genau, es gibt ja diesen lustigen Cartoon von Ausserirdischen,
0:03:20–0:03:23
den Menschen beobachten und dann sehen sie so einen Mann, der mit seinem Hund
0:03:23–0:03:28
spazieren geht und dann muss der Mann den Geckl vom Hund zusammenhassen und
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dann findet ihr eh nichts.
0:03:29–0:03:35
Da ist völlig klar, wer da der Chef ist und wer muss barrieren.
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Das ist eigentlich noch lustig.
0:03:40–0:03:40
Hühner.
0:03:41–0:03:41
Hühner.
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Aber ich finde den Nebel im Moment mühsam, ehrlich gesagt.
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Es finden alle mühsam. Aber mir geht es besser als in den letzten Jahren.
0:03:55–0:03:59
Ich kann aber nicht genau sagen, warum. Es ist nicht so, dass ich etwas geändert hätte.
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Oder mehr in der Sonne wäre. Oder Sauna. Oder Ernährung. Ich weiss nicht,
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man kann ja alles machen.
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Ich habe nichts geändert. und diesen Winter habe ich nicht so Mühe wie er schon. Das ist noch schön.
0:04:12–0:04:19
Ja, aber leider ist es nicht so, dass wir Menschen so berechenbar funktionieren würden.
0:04:19–0:04:22
Dass wir immer sagen können, das war jetzt das selber Rezept.
0:04:23–0:04:25
Aber es ist gut, dass man sagen kann, ich habe nichts geändert und es ist besser.
0:04:26–0:04:30
Das auf jeden Fall. Also, wir ändern nichts an unserem System.
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Wir fangen fast pünktlich an mit der eigentlichen Sendung.
0:04:34–0:04:43
NERDFUNK Herzlich willkommen zum Nerdfum NERDFUNK Ich bin Nerds am Mikrofon
0:04:43–0:04:46
Kevin Recksteiner und Matthias Schiessler,
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Es ist ein Thema, das mich aus der Distanz schon lange beschäftigt.
0:04:53–0:04:55
Ich weiss nicht, ob ich es in einer Sendung angekündigt habe,
0:04:56–0:05:01
aber ich habe es auch angekündigt, dass ich eine Sendung machen möchte zu diesem Thema.
0:05:01–0:05:03
Und da muss ich jetzt schnell sagen.
0:05:04–0:05:06
Es… Du musst dich rechtfertigen.
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Ich bin wahrscheinlich in wahnsinnig viel Halbwissen hin, Weil ich etwas aus
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der Ferne beobachte, aber mit einer gewissen Faszination.
0:05:19–0:05:22
Ich löse noch nicht auf, was es ist. Ich komme zuerst mit einer Frage.
0:05:22–0:05:25
Hast du irgendetwas in deinem Leben gesammelt?
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Sammelst du noch irgendetwas? Vielleicht kommt jetzt so eine Offenbarung,
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dass ich so eine crazy Briefmarktsammlung habe oder crazy Kaffiranddeckerli oder so.
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Wir haben diese Sendung schon einmal über das Sammeln gemacht und dann habe
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ich das Geständnis abgelegt, dass ich die Kaffee-Ramm-Deckel-Sammlung
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den Bekannten von meinen Eltern völlig schlecht behandelt hat.
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Auch als Kind nicht?
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Nein, ich glaube nicht. Was hätte man in den Anfang des 70er-Jahren...
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Panini-Bildchen?
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Nein, couldn't care less. Wahrscheinlich hätte es das gegeben,
0:06:05–0:06:08
aber das hätte mich wirklich so etwas von nicht interessiert.
0:06:09–0:06:18
Ich meine, ich habe Glas, die Glasmurmeln, die Kugeln, Das war ein Ding in meiner
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Welt, wo Leute das gesammelt haben.
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Ja.
0:06:21–0:06:26
Dann farbige Nucke. Nein, wir kommen jetzt dort hin.
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Das hat sie, ich schwöre. Dann die Troll mit diesen farbigen Haaren.
0:06:32–0:06:36
Die kommen mir so leicht bekannt vor, aber die hätten mir jetzt auch...
0:06:36–0:06:40
Ich hatte tatsächlich einen Setzkasten, aber ich habe wahrscheinlich den in
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meiner ganzen Jugend nicht vollbracht.
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Kindereierfiguren? Happy Hippos?
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Das hat es nicht so gegeben in meiner Familie.
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Was hast du für eine Kindheit?
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Ja, eine trostlose und traurige Kindheit, aber das ist ein anderes Thema.
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Das fangen wir heute nicht an, sonst kunst du nämlich mit deinem Thema nicht mehr.
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Ich habe das Thema heute eben auch nur am Rand erlebt und ich weiss es eigentlich
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nur, dass mein Bruder hat das gesammelt und zwar reden wir heute über das Thema Pokémon-Karten,
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wo ich glaube so den Hype in den 2000er gehabt hatten und vielleicht schon ein
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bisschen vorher und dort war mein Bruder 12, 13 und er war in diesem Pokémon-Karten.
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Karten-Game drin gewesen und hat die Pokémon-Karten gesammelt.
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Wie ist er denn die gekommen?
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Das weiss ich eben nicht und er weiss es auch nicht mehr.
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Wahrscheinlich hat er so einen Kabel einen A gefixt.
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Wahrscheinlich, das ist das farbige Nuki-Phänomen oder die Troll.
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Das fängt irgendwann mal an und dann fängt man an das zu sammeln und,
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Ich bin, glaube ich, über jemanden in meinem Umfeld gekommen,
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der Pokémon-Karten sammelt und mir dann einen YouTube-Kanal empfohlen hat,
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wo es darum geht, dass einer die Pokémon-Säcke mit den Karten aufmacht.
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Aber bevor wir anfangen, musst du mir noch erklären, was für dich die Faszinierung
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ist. Wir haben ja auch schon die Sammlungssendung gemacht, wo du dich vielleicht noch erinnerst.
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Ja, das ist mega nahe an dem dran.
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Ja.
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Aber so crazy weit weg.
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Ja, aber wenn jemand zum Beispiel wertvolle Vinylschallplatten sammelt, dann verstehe ich das.
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Das ist niemals vergleichbar mit dem.
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Aber ich sage ja, es gibt einen wesentlichen Unterschied, dass bei den Vinylschallplatten
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verstehe ich nämlich, Obwohl es mir zu mühsam wäre.
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Ich glaube, wir irgendwie... Ich fände dann irgendwie doch...
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Die Musik ist ja trotzdem das gleiche Musikstück.
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Ob du die Platte kaufst, die die erste Pressung war, oder ob du sie heute kaufst,
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die tausendste Pressung, oder ob sie im Spotify los ist. Es ist das gleiche Musikstück.
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Also darum ist mir mehr Musik wichtig...
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Jetzt geht es los mit den Kommentaren. Ich weiss es. Das ist jetzt sehr gefährlich,
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was ich jetzt gesagt habe.
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Ich verstehe es zumindest theoretisch, aber mir wäre es trotzdem zu mühsam,
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meine Lebenszeit darauf zu verwenden, irgendeine wertvolle Erstpressung hineinzurellen.
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Das ist ja meine persönliche Dinge, das ist aber keine Abwertung gegenüber.
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Aber so eine Karte, die dir nichts nützt, das verstehe ich nicht.
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Aber das ist eben, glaube ich, das, was ich genau an dem spannend finde,
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weil ich dem zuschauen und,
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Ich verstehe das ja gar nicht.
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Ah, du verstehst es auch nicht?
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Also, ich checke mittlerweile, wie funktioniert die Welt und was gibt es für
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Karten und wie ist der Mechanismus aufgebaut. Das kann ich nachher auch alles erklären.
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Aber warum, den habe ich nicht. Den habe ich nicht ganz verstanden,
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weil es Leute gibt, die Pokémon-Karten sammeln, aber nichts mit der restlichen
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Pokémon-Welt zu tun haben.
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Also nicht die Spiele spielen, nicht die Comics lesen, nicht die Comics schauen,
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sondern es geht nur um die Karten und sie spielen auch das Spiel nicht.
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Also es geht nur um die Karten. Und diesen Mechanismus habe ich nicht ganz.
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Warum? Also wie landet man dort?
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Kann ich dir leider nicht helfen.
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Es sind viele erwachsene Leute, die 30, 40 plus sind und dort unterwegs sind.
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Also man kann sagen, diese Sendung ist eigentlich wie zwei Atheisten,
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die versuchen, den katholischen Glauben zu erklären.
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Bisschen, aber ich schaue dem zu und ich schaue dem mit sehr viel Liebe zu,
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weil ich diese Leute einfach extrem spannend finde.
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Darf ich jetzt gerade ein bisschen böse? Das ist einfach das innere Kind,
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das du ein bisschen pflegst.
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Wenn du in der Buchhandlung durch die Selbsthilfeabteilung laufst,
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dann hat das Buch auf dem grössten Stapel wie du dein inneres Kind lieben lernst.
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Und wenn du mit diesen Karten umgehst, dann ist das der erste Schritt dazu,
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dass du und dein inneres Kind ihr zusammen ein Hobby haben miteinander.
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Aber ich habe ja gar keine Karte. Ich schaue dir nur zu.
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Aber ich rede jetzt von denen, die das machen, oder?
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Vielleicht. Aber es gibt ja gewisse Mechanismen,
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wo man vielleicht auch dann versteht, was die Begeisterung von diesem Sammeln
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ist oder wie die Welt funktioniert.
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Also der Clou ist ja, du hast die Panini-Karten erwähnt, das ist ja immer der
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Gegend, dass eigentlich das Fieber künstlich angeheizt wird,
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indem es nicht alle Karten gleich häufig gibt.
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Es gibt seltene Karten und es gibt weniger. Aber das ist ja ein Entscheid,
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den jemand getroffen hat und hat gesagt, ich mache jetzt diese Karte,
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das ist selten, aus völlig willkürlichen Gründen.
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Nicht, wenn du jetzt sagst, wenn du jetzt was weiss ich warst,
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gehst du Gold waschen in der Tour oder so, dann wenn du dort ein Stückchen, ein Nugget findest,
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dann hast du Glück gehabt und dann ist das aber so eine höhere,
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nein, höhere Macht ist jetzt aber wirklich.
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Du hast ja die Booster-Packs, die du kaufst, und es ist wie Schatzsuche.
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Es ist einfach künstlich erzeugt.
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Also es ist eigentlich, weil wir heute nicht mehr im Wilden Westen gehen,
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den Gold Rush mitmachen und dort tatsächlich unser Leben riskieren und dann
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vielleicht, wenn man ein riesiges Nugget findet,
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von den Gangsters verschossen werden.
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Darum machen wir jetzt künstlich die Situation mit Pokémon-Karten her.
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Voll. Das ist der Deal. Und so funktioniert es. Gut.
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Und vielleicht schnell zum Erklären, dass wir schnell in die Welt abtauchen.
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Eben, halbwissen, bisschenwissen.
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Es gibt YouTube-Videos, die gehen eine Stunde, wo das alles erklären.
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Ich versuche es jetzt mal kurz, um knackig zu machen. Pokémon...
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Karten ist ein Kartenspiel, das kann man spielen.
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Ah, man kann es spielen,
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Okay. Ursprünglich war es als Spiel gedacht. Also du hast Figuren,
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die haben gewisse Skills und Möglichkeiten, die haben gewisse Punktzahlen und
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dann kannst du die irgendwie übereinander legen. Es ist ein Spiel, wo man...
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Es ist ein Wegquartett, wo der eine schlägt, der andere.
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Es geht in die Richtung, aber du kannst dir halt wie deine Pokémon-Sammlung
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selber zusammenstellen und dann gleich beraten.
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Ah, okay, gut.
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Und das war eigentlich die ursprüngliche Idee. Und eigentlich hat man das Ganze
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nur gemacht, um die Spiele zu pushen.
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Also es hat halt Gameboy-Spiele gegeben, Super Nintendo-Spiele.
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Und dann hat man die Kartenspiele dazu entwickelt.
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Und das ist dann halt so ein ganzes System wurde, das eigentlich.
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Karteneditionen rausgekommen sind, synchronisiert mit den Spielen.
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Und immer wenn ein neues Spiel rausgekommen ist, hat man dann ein neues Kartenset gemacht.
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Also das Kartenset hat dann schnell irgendwie 300-400 Karten,
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wo man halt so Päckchen muss kaufen.
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Und dadurch ist halt die Welt riesig geworden. Also man redet jetzt von irgendwie
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25 Jahren und irgendwie ich glaube mittlerweile irgendwie 20 Editionen,
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die es gibt mit je 400 Standardkarten.
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Und dann hat es immer noch zu jedem Set nicht nur die Standardkarten gegeben,
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sondern es hat noch so Specialkarten gegeben mit Hologramm-Effekt oder dann
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eben Reversed Hologramm.
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Das heisst Entweder ist Pokémon-Motiv Hologramm
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oder alles rundum ist Hologramm und dann hat es Sondereditionen gegeben und
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Zusatzeditionen und Promopackungen und durch das ist halt die Welt von diesen
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Pokémon-Karten extrem gross geworden und ist aber eigentlich über Jahre,
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Ich glaube, das war sehr nischig, das hat man nicht wirklich mitbekommen.
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Und jetzt explodiert nochmal das Social Media nach den 2000ern,
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wo dann wirklich Leute angefangen haben, ihre Kartensammlungen öffentlich zu teilen,
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und eben so Packungen aufreissen, um zu schauen, ob wir da jetzt irgendeinen Spezialhard finden.
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Was ist denn da der Aspekt? Das kommt ja von Japan. Was ist der Aspekt?
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Ist das eine besondere Faszination? Weil es für uns noch etwas exotisch wirkt,
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wie wenn man Mangas liest oder Animes schaut oder so?
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Verstehe ich nicht ganz, was bei Pokémon so ein Ding ist.
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Also der Entwickler von Pokémon hat ja gesagt, er hätte einfach die Idee von
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einer Welt, wie es Insekten gibt.
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Also Pokémon sind eigentlich seine Insekten.
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Ah, okay.
0:16:26–0:16:30
Und dadurch gibt es einfach so viel und dann können die durch bestimmte,
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... Upgrades? Das ist jetzt wieder halbwissen, wie das heisst,
0:16:35–0:16:39
aber sie können sich so weiterentwickeln. Von den Pokémon gibt es dann so eine Evolutionsstufe.
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Dass es dann ein kleines Pokémon ist und dann wird es ein mittleres Pokémon,
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und dann wird es ein drachen oder so.
0:16:45–0:16:50
Und das habe ich in der Karte halt auch, dass es so verschiedene Stufen gibt,
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von schlechten Pokémon zu eben diesen super Pokémon.
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Also was mir aufgefallen ist, ist das eigentlich Zufall, aber ich glaube,
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wir haben ein super Timing, weil ich heute,
0:17:03–0:17:05
bevor ich da hinkam bin, noch mal geschaut habe zu diesem Thema,
0:17:05–0:17:11
habe ich eine ganze Schwette von Schlagzeilen gefunden, wo das 30-Jahr-Jubiläum,
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das könnte...
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Ja, ja, voll.
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Genau heute sein, oder so.
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Oh, ist das genau heute? Das weiss ich nicht.
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Also es sind, auf jeden Fall hat es, wenn ich da noch mal schaue,
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es hat Artikel, die vor drei Stunden rausgekommen sind, die,
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die wir schnell waren, sind gestern schon rausgekommen.
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Also ich glaube, wir sind da irgendwie voll auf dieser Welle.
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Also das ist natürlich...
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Sonst verpassen wir ja... Das ist voll geplant so.
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Behaupte jetzt mal. Wir verpassen sonst die Trends meistens,
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aber finde ich super. Also ist recht.
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Wir sind jetzt voll dabei.
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Also wir haben zwar keine Ahnung, aber wir sind wenigstens pünktlich, sagen wir es so.
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Voll. Und jetzt wollen wir zusammen etwas machen.
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Okay. Ah, okay. Also. Ich sehe dich zum ersten Mal in echt.
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Ich auch. Ich habe noch nie ein Pokémon... Das ist jetzt ein sogenanntes Pokémon,
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Boosterpack, glaube ich. Da hat es...
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Oh Gott, zehn Karten drin. Es hat zehn Karten drin.
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Wir sind jetzt in der Edition im Zeitalter, ich weiss auch nicht, wie das heisst.
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Scarlet and Violet. Das ist das, was jetzt gerade passiert.
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Und ich habe jetzt zwei so Pack aufgenommen, dass der Matthias und ich das in
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der Radiosendung aufmachen können.
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Und dann vielleicht mal so ein bisschen live erklären, was wir auf diesen Karten
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sehen oder was wir verstehen, auf diesen Karten zu sehen.
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Und ich habe eine App, wo wir schauen können, was der Wert von diesen Karten ist.
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Was jetzt nicht so cool ist, weil das ist ein neues Set.
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Wahrscheinlich hat es da nicht so teure Karten drin. Vielleicht hat es aber
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schon teure Karten drin.
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Darf man die aufmachen oder tut man dir nicht den Wert ruinieren?
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Also das habe ich das Gefühl, ist eine Geschichte bei Pokémon.
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Du kannst das 20 Jahre behalten und dann ist der Wert... Ja.
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Also das Pack kostet irgendwie 5,90 oder so, 6 St.
0:19:06–0:19:08
Ah, du hast 12 Franken ausgeben?
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Ich habe 12 Franken für die Sendung ausgeben. Okay, das ist schon mal...
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Danke, auch unseren Sponsoren, der das möglich macht.
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Unser Sponsor für die heutige Sendung ist Pokémon. Nein, natürlich nicht.
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Der Kevin, und Kevin sind gut geholfen, der Brüscher.
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Aber ich habe jetzt gefunden, wir können zusammen unseren ersten Pokémon-Pack
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aufmachen und mal schauen, was passiert.
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Und jetzt, man muss das natürlich schön aufmachen. Wichtig ist,
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die Karte dürfen keinen Knick haben.
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Das muss wirklich... Man darf auch nicht reinschneiden. Ui, jetzt ist es mir
0:19:37–0:19:38
schon fast am Boden gefallen.
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Ich nehme jetzt trotzdem... Darf ich mein Messer nehmen? Du darfst dein Messer
0:19:42–0:19:43
nehmen. Oder wo ist es dann?
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Man kann es oben gut aufreissen.
0:19:46–0:19:49
Ah, man kann es aufreissen. Dann nehme ich nicht das Messer.
0:19:51–0:19:52
Also da...
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Was die damals machen...
0:19:56–0:19:57
Mit Gebiss.
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Man muss... Jetzt muss ich schnell überlegen. Ich glaube, die vordersten drei
0:20:02–0:20:06
Karten, die muss man hinternehmen, weil ich glaube, das sind die guten.
0:20:07–0:20:08
Also man darf es nicht sehen.
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Und dann muss man die vordersten drei hinternehmen. Und dann hat es noch so
0:20:12–0:20:18
Pokémon-Live-Karten drin, wo man virtuell Pokémon... Das kann man vor drei, das ist nichts.
0:20:19–0:20:21
Also eins, zwei, drei.
0:20:21–0:20:24
Eins, zwei, drei. Und die muss man hinternehmen und dann...
0:20:24–0:20:27
Ich habe eine, die etwas unanständig aussieht, ehrlich gesagt.
0:20:27–0:20:30
Cool. Habe ich dir nicht Pokémon gegeben, sondern etwas anderes?
0:20:31–0:20:36
Nein, aber wie soll ich sagen? Es sieht aus wie das eine Emoji.
0:20:36–0:20:39
Wenn du das überkommst, dann weisst du, was die Sache ist.
0:20:39–0:20:41
Und wie heisst dieses Pokémon?
0:20:42–0:20:43
Das vorderste?
0:20:43–0:20:43
Ja.
0:20:43–0:20:45
Also jetzt muss ich zuerst die drei hinteren tun.
0:20:46–0:20:46
Ja.
0:20:47–0:20:49
Dann heisst es Impidimp.
0:20:50–0:20:50
Impidimp.
0:20:51–0:20:51
Impidimp.
0:20:51–0:20:58
Ich habe Rye Horn. Das nehme ich gar nichts. Ist egal.
0:20:58–0:21:00
Muss man auf die Zahlen schauen, was es unten dran hat.
0:21:01–0:21:07
Also es hat unten links hat es einen Punkt, wahrscheinlich einen schwarzen. Es hat eine Nummer.
0:21:08–0:21:15
Also ich sehe jetzt, mein Pokémon ist 74 von 142 und es hat einen Punkt nachher. Also was?
0:21:15–0:21:20
Ohne links. Ich hätte jetzt meine Leserbrille mitnehmen. Ich sage das. Ah, unten links.
0:21:21–0:21:21
Also ein Punkt?
0:21:22–0:21:22
Ja, genau.
0:21:22–0:21:29
Oder ein Viereckchen oder ein Stern. Das gibt an, wie selten die Karte ist.
0:21:29–0:21:32
Und ein Punkt, das ist einfach eine normale Karte. Das ist überhaupt nichts
0:21:32–0:21:36
Spezielles. Ich kann das schnell in meiner App einscannen.
0:21:37–0:21:39
Meine Karte hat...
0:21:42–0:21:44
Meine Karte hat einen Verb für 4 Cent.
0:21:44–0:21:48
4 Cent? Also das heisst, du bist über den Tisch gezogen worden?
0:21:48–0:21:53
Ja genau, ich bin richtig über den Tisch gezogen worden. Nicht so schlimm. Ich habe...
0:21:57–0:22:02
Lumineon. Oh, ich habe ein Viereckchen. Das ist eine Karte, das heisst Uncommon.
0:22:02–0:22:04
Das heisst, die ist ein bisschen seltener.
0:22:06–0:22:08
Ich habe mehrere Viereckchen, wenn ich das sagen darf.
0:22:08–0:22:10
Crazy, die kostet 7 Cent.
0:22:11–0:22:12
7? Aha.
0:22:12–0:22:12
7 Cent.
0:22:14–0:22:18
Also Viereckli heisst, dass das auf dem Spitz steht.
0:22:19–0:22:20
Jetzt bist du hooked.
0:22:21–0:22:23
Merkst du schon. Noch nicht so richtig.
0:22:23–0:22:26
Nein, du hast nur ein Viereckli, das ist nicht so cool.
0:22:26–0:22:30
Wenn die jetzt 5'000 St. wären, dann kämen wir Streit über, ob du mir die jetzt geschenkt hast.
0:22:30–0:22:33
Die ist 5 Cent wert, das ist ein Mix.
0:22:35–0:22:38
Eben, aber wenn ich jetzt eine habe, die die Allerdeuerste ist von allen,
0:22:39–0:22:41
wem gehört sie, dann hast du mir sicher.
0:22:41–0:22:42
Dir, das ist so.
0:22:44–0:22:46
Also, ein Sternchen habe ich auch noch.
0:22:46–0:22:53
Ein Sternchen wäre, glaube ich, gut. Sternchen heisst, äh, Reverse Holo. Ist sie holographisch?
0:22:55–0:22:57
Äh, holographisch, ja, sie glänzt ein bisschen.
0:22:57–0:23:01
Ich habe auch so eine glänzige, die so ein bisschen glänzt.
0:23:01–0:23:02
Ja, genau. Genau, genau.
0:23:02–0:23:08
Die kostet, hat die einen Preis? Wurde sie jetzt Geld von mir?
0:23:08–0:23:12
Das App, das App, das App will Geld von mir! Come on! Jetzt habe ich zu viel
0:23:12–0:23:14
gescannt, jetzt kann ich nicht mehr sagen.
0:23:15–0:23:17
Ich müsste jetzt im Internet schauen, was es kostet.
0:23:19–0:23:27
Ja, ich habe ein Reverse-Holo, also das heisst, alles rund um das Motiv glänzt, aber das Motiv nicht.
0:23:27–0:23:28
Ja, genau.
0:23:28–0:23:33
Und ich habe ein Holo, das heisst, das Motiv glänzt.
0:23:34–0:23:39
Ja, ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass das crazy gut ist, was ich da habe.
0:23:40–0:23:45
Sotig, ich habe auch zwei Reverse-Holo und ein Holo, wenn man das sagt.
0:23:46–0:23:50
Und eben das ist die Unanständigung, die ich gemeint habe.
0:23:51–0:23:52
Aha, okay.
0:23:54–0:23:56
Warte, ich lese mal, was heisst da noch.
0:23:58–0:24:02
Aber ich komme wirklich nicht daraus, was das heißt.
0:24:03–0:24:09
You may attach any number of Pokémon tools to your Pokémon during your turn.
0:24:10–0:24:12
Aber ich glaube, das ist also noch schwierig,
0:24:13–0:24:13
Oder? Was?
0:24:13–0:24:17
Jetzt könntest du dann auch so Tools. Also eigentlich, ich glaube,
0:24:17–0:24:21
die Echard, die ich gemeint habe, die heisst Okaberry.
0:24:21–0:24:23
Und das ist aber...
0:24:24–0:24:28
Dich kannst du irgendwie an einem Pokémon anhängen oder so.
0:24:28–0:24:32
Ja, das ist dann eben das Spielchen. Aber das spielt niemand.
0:24:33–0:24:37
Das Spielchen findet niemand cool. Es geht nur ums Sammeln.
0:24:38–0:24:41
Ich muss eine andere App abladen, weil ich wollte ja nicht für die App zahlen.
0:24:41–0:24:44
Ich habe jetzt irgendwie zehn Karte eingeschickt und jetzt ist wieder...
0:24:45–0:24:47
Muss man wieder zahlen, das wollte ich nicht.
0:24:47–0:24:53
Wir haben mit dem interessanten Teil hier... ...haben wir sicher 10 Minuten
0:24:53–0:24:54
von dieser Sendung bestritten.
0:24:54–0:24:56
Das heisst, wir haben noch so etwa 9 Minuten.
0:24:57–0:25:00
Aber du bist nicht hooked, merke ich. Nein. Du bist nicht in diesem Game.
0:25:00–0:25:01
Nicht im geringsten.
0:25:01–0:25:05
Ach, ich eben auch nicht so ganz. Aber ist ja gleich. Jetzt haben wir die Karten.
0:25:06–0:25:08
Jetzt kommt eben der nächste Schritt. Also jetzt habe ich eine Karte,
0:25:08–0:25:12
die ich grundsätzlich schon finde, die ist wertvoll. Ja.
0:25:12–0:25:16
Also es kann sein, dass du, wenn du Karten aus einem Pack rausziehst,
0:25:16–0:25:23
dass sie schon mal grundsätzlich einen Wert hat von 50, 60 Franken oder so.
0:25:23–0:25:28
Ja, also dass du dann wirklich mehr drin hast, als du das Geld dafür zahlt hast.
0:25:28–0:25:34
Genau. Und dann kann man die Karte aber sogenannt graden lassen.
0:25:35–0:25:37
Das heisst, ich schicke dann die Karte ein.
0:25:38–0:25:46
Da gibt es eine Firma PSA, die dann eine Bewertung macht, wie gut ist jetzt
0:25:46–0:25:51
die Qualität dieser Karte im Sinne von wie gut ist der Druck,
0:25:51–0:25:55
hat es irgendwelche Druckfehler drauf, hat es irgendwie Stellen am Rand,
0:25:55–0:25:58
ist alles schön zentriert gedrückt,
0:25:59–0:26:05
hat es irgendwelche Nacken drin, Druckfehler, was immer und die vergämt dann
0:26:05–0:26:09
dieser Karte ein sogenanntes Rating.
0:26:09–0:26:17
Die Karte kommt zurück in einen Plastikbehälter, wo sie versiegelt ist und hat die Bewertung darauf.
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Alles, was über 9 ist, sage ich jetzt mal, dort wird es dann interessant.
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Also eine normale Karte, die ich jetzt hier in der Hand habe,
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kann einen Wert von 40 Franken haben.
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Und wenn die jetzt aber PSA 10, also die höchste Wertung, die beste Qualität,
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keine Fehler hat, dann kann sich der Wert einfach schnell verzehnfachen.
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Und das sind halt dann die gesuchten Karten, wo es dann eigentlich darum geht,
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Ich möchte eine Karte, vielleicht eine möglichst alte Karte von 1999,
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die aber nicht bespielt worden ist.
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Das heisst, die eigentlich im Neuzustand ist, die graded ist.
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Und das ist dann gesucht.
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Und dort entsteht der Wert von diesen Karten.
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Also, wenn wir verstehen wollen, warum das vielleicht, obwohl wir eben beide
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ein bisschen nicht so richtig in dem Game drin sind, dann kann man sagen,
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ein von diesen Erfolgsfaktoren ist schon, dass das Prinzip die Leute bei den Stangen behalten.
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Und dann ist es aber auch noch das Cross-Medialen, oder?
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Dazu hast du gesagt, es ist eigentlich, mit dem Gameboy hat es angefangen,
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dann hat es die Karte gegeben.
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Und dann gibt es aber auch irgendwie noch Videospiele und Filme und Serie und
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alles, Merch gibt es dazu.
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Und das hat einfach so der Mix am Schluss gestimmt, dass man sich hier einbegeben
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kann und immer wieder etwas Neues findet, wo man sich damit beschäftigen kann,
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wenn man warm geworden ist im Alltag.
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Ja, genau. Und es wird halt durch Pokémon auch wirklich gut bewirtschaftet im Sinne von, es gibt,
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Das sind jetzt einfache Booster-Packs, die ich da gekauft habe,
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wo man einfach zehn Karten drin hat. Genau.
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Und im Normalfall ist es so, dass man eben sieben einfach normale Karten drin
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hat, die ziemlich unspektakulär sind. Und dann drei, die so ein bisschen cooler sein können.
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Ja. Und dann gibt es aber so Trainer-Packs, wo ich dann wie eine Box kaufe.
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Und dort hat es dann aber vielleicht sechs Packungen drin,
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plus noch irgendeine Bonus-Karte, plus irgendetwas und dann gibt es von diesen
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Boxen gibt es dann halt auch verschiedene Versionen, dass man dann wie so ein
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bisschen gewisse Spezialkarten gibt es dann nur dort,
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Das macht halt nochmal so das Exklusive aus, dass man dann halt die Boxen sucht.
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Und was Pokémon auch macht, sind dann wirklich noch so special, special Sachen.
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Es hat zum Beispiel, die hätte ich gerne, das ist wirklich eine Karte, die ich cool finde.
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Es gibt eine Pikachu-Karte, wo er den Van Gogh oder so Hut anhat.
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Und das hat es nur an einem Tag in diesem Museum gegeben.
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Verstehe.
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Und die ist natürlich auch super gesucht. Also die kostet sich die 1'500 Franken
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oder so. Was auch absurd ist.
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Also ich habe noch ein wenig KI für mich recherchierenland. Die hat gesagt,
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es gibt 50 Milliarden Karten, die sind produziert worden, was ja schon eine
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absurde Menge ist. Das muss man schon sagen.
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Wie viele Menschen gibt es? 10 Milliarden. Also eigentlich müsste rein rechnerisch
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jeder 2 haben und wir haben 10,
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2 müssen nicht.
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Okay, genau. Dann 15 Sprachen in mehr als 80 Ländern.
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Es gibt offizielle Weltmeisterschaften, das sind 2004.
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Und eben so einzelne Karten, wenn man diese an Auktionen bringt,
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dann können so 6-7 Stellungen betragen.
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Das ist schon eigentlich, dann bist du auch im Investorenbereich drin.
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Es gibt wahrscheinlich eine breite Zielgruppe mit den Kindern,
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den Sammlern, denen, die es ernsthaft meinen und die, die wahrscheinlich die
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Nerds oder einfach die Irren, könnte man sagen.
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Ich glaube, die gibt es auch.
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Und das ist eine solche Kehrseite. Seit der Hype wurde wirklich ein Problem,
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dass ganz viele Leute, die nicht in die Welt gehören, die sich nicht mit dem
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identifizieren können,
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Sachen einfach als Investition anschauen und dann einfach anfangen Pokémon-Boxen zu plündern,
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in der Hoffnung, dass die in 20 Jahren irgendwelchen Wert haben.
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Also die kaufen das und gehen in ein Gestell und warten. Denn es ist ein Ding,
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dass die Pokémon-Karte eine Investition über die Zeit sein könnte.
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Und wenn wir Glück haben in 20 Jahren, dann wird die Wert irgendwie verzeinfacht.
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Um bei deinem anderen Hobby noch anzudocken, wenn wir jetzt wirklich reich werden
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wollen, was machen wir dann?
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Sammeln wir dann Pokémon-Karten, investieren wir in Kryptos?
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Übrigens, wie geht es uns an Kryptos?
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Nein, nein. Wir sind nicht auf Feld 1 dort. Das ist nicht gut im Moment.
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Aber das erholt sich. Das kommt gut.
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Okay. Oder würden wir, was weiss ich was, irgendeinen Kai-Betrug aufziehen?
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Ich würde den Kai-Betrug machen. Das ist am lukrativsten. Nein,
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was mir einfach auffällt ist,
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und vielleicht ist da der Nerd-Teil für mich halt wichtig, dass ich merke,
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in dieser Pokémon-Welt oder an einer Comic-Con, wo sich Leute verkleidet,
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oder halt wirklich, wo Nerds unterwegs sind.
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Dass in der Zeit, in der wir heute sind, die einfach nicht,
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Es geht einfach scheisse auf dieser Welt und ich habe das Gefühl,
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die Nerds, die funktionieren ein bisschen anders,
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die lassen sich in Ruhe, sie sind ein bisschen netter zueinander und man akzeptiert
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sich eher einmal und hilft einander und das ist wahrscheinlich auch nicht überall so,
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aber in dieser Pokémon-Karten-Welt habe ich jetzt schon oft erlebt,
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dass man dann, hey, ich suche bestimmte Karten und dann wird die für jemanden gesucht.
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und da muss man nicht noch etwas am Preis draufhauen, sondern man ruft an dieser
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Person an und sagt, ich kann sie da für 60 Std. Wurzeln und sie wird weitergeben. Ja.
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Man hat früher gemeint, Nerds sagen bessere Menschen und dann ist irgendwie,
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haben wir herausgefunden, Mark Zuckerberg hat behauptet, er sei ein Nerd oder
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so und ist dann nicht so ein guter Mensch gewesen.
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Der ist gleich ein Elon Musk und jetzt der Bill Gates noch, wo er nochmal mit
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dem Zug von den Epstein-Files nochmal viel grösiger ist.
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Ich bin nicht sicher, ob das wirklich stimmt. Wir können jetzt sagen,
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die haben alle immer nur so Duels, als wären es Nerds, und dann ist aber doch
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der Kapitalist durchgebrochen.
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Und das ist nicht die echte Nerds. Wobei, eben also so ganz kann man das kapitalistische
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Ding von diesen Pokémons ja nicht kennen.
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Nein, auch nicht.
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Also so gesehen, weiss ich nicht, ob die Theorie stimmt. Aber wir müssen pünktlich
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aufhören. Ich habe noch ein Pokémon-Stück gefunden.
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Es gibt ein Pokémon-Stück. Es heisst Wet Lag, wir hören es gerade.
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Und hast du noch irgendein abschliessendes Wortenerkenntnis?
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Nein, ich glaube, es war halbwissen, wenn jemand wirklich, wirklich eine Ahnung hat von dem.
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Kommt mal in die Sendung, ich fände es wirklich spannend, nochmal über das Thema zu reden.
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Dann machen wir die genau gleich Sendung, nochmal.
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Mit Fachwissen. Das mal richtig, okay.
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Also, wet leg jetzt dann gerade und...
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Tschüss zusammen.
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Tschau miteinander.
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Das ist der Nerd für Maxi.

Sind Pokémon-Sammelkarten noch eine Nische oder sind sie schon im Mainstream angekommen? Was irgendwann mal auf dem Schulplatz angefangen hat, ist mittlerweile zu einem weltweiten popkulturellen Phänomen angewachsen. Ein Schatz – eine seltene Karte – kann mehrere tausend Dollar wert sein.

Seit ihrer Einführung in den späten 1990er-Jahren wurden Milliarden Karten gedruckt, internationale Turniere organisiert und spektakuläre Auktionserlöse erzielt. Was ist das Erfolgsrezept? Vermutlich, dass Nostalgie, spielerischer Wettbewerb und reale Verdienstmöglichkeiten aufeinandertreffen. Wir versuchen, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, auch wenn es längst nicht alle Teammitglieder (Matthias) verstanden haben. „Die geheime Welt der Pokémon-Karten“ weiterlesen