Nerdfunk 409: Wir und das Netz werden langsam vergesslich

Die einen in unserer Sendung (Matthias) spüren das Alter – in Form einer leichten nerdischen Midlife-Crisis, die sich mit der Frage in den Raum drängt: Was, wenn wir plötzlich an all den Neuerungen keinen Spass mehr haben und möchten, dass alles so bleibt?

Die anderen (Bernhard, ein Fragesteller bei Kummerbox Live) finden es ganz gut, dass das Internet gewisse Anzeichen des Alterns zeigt, konkret: vergesslich wird. Denn nicht alles, was im Netz steht, sollte da für immer und ewig zu finden sein. Und während wir vor einiger Zeit eine Sendung darüber gemacht haben, wie man das Vergessen verhindert, geht es heute darum, der digitalen Gedächtnisschwäche Vorschub zu leisten: Wie tilgt man Informationen aus dem Netz?

Gewisse Alterserscheinungen zeigt auch der PC, an dem Roger seit Jahren bastelt. Er verliert zwar keine Daten, friert aber gelegentlich ein. Liegt es am antiquierten CD-Laufwerk? Und wie kriegt Roger die Hörspiele für seine Kinder dennoch von der CD auf den iPod?

Zuletzt eine zeitlose Frage: Die nach den Hackern und der persönlichen Sicherheit. Muss man als Betroffener des CCleaner-Hacks nur um seine Sicherheit fürchten, wo Matthias geschrieben hat, man sei mit einem «blauen Auge» davongekommen? Immerhin da können wir sagen: Die Zeit heilte diese Wunde, und das sogar ziemlich schnell…

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Nerdfunk 404: Sendungsende nicht gefunden

Dieses Mal wird in der Sendung keine wortwörtliche Tischbombe gezündet, aber im übertragenen Sinn wirbeln sehr viele Themen und Sendungsideen durcheinander: So vieles drängt sich auf: Kevins Ferien in Griechenland, Matthias’ Erkältung und die besten Gegenmittel; der sciencefictionmässige Soundeffekt, der uns am Anfang ins Grübeln versetzt – und die Frage, ob nach diesem Wahl- und Abstimmungswochenende wieder eine Rede von der Kanzel herab notwendig wird. (Spoiler: Nein.)

Wir besinnen uns aber auf unsere Pflichten und beschäftigen uns zur Hauptsache mit den Hörerinnenfragen. Von denen haben wir nämlich mehr als genug, vor allem wegen Apple: Warum kann Margrit nach dem Update ihres iPads nicht mehr zwei Apps parallel benutzen? Weswegen ärgert sich Pierre über NFC? Wurden wir brandschwarz angelogen, wie er vermutet? Und erhält Susanne jetzt endlich ihr iPhone mit zwei SIM-Karten-Slots?

Auch sonst können wir uns nicht über mangelndes Frage-Aufkommen beklagen: Wie bringt Ricardo seine Daten vom alten Android-Telefon aufs neue? Und Nik fragt sich: Muss er sich wirklich bieten lassen, dass in seiner App SmartTravelling die teuer erworbenen Stadtpläne schon nach einem Jahr nicht mehr benutzbar waren?

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Nerdfunk 400: An der Tischbombe schnüffeln

Die vierhundertste Sendung Digital/Nerdfunk, und wir sind noch immer nicht so richtig erwachsen. Zum Beispiel hatten wir noch immer keinen Plan für diese Sendung. Feiern oder ernsthaft senden?

Falls wir ernsthaft senden, dann steht Kummerbox Live an – Hörerinnenfragen wären nämlich genügend vorhanden: Der Umstieg auf Glasfaser, die tolle, kostenlose Nik Collection von Google zusammen mit Photoshop Elements nutzen und die alte Frage nach dem Virenscanner. (Um nur einige zu nennen.)

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Nerdfunk 395: Weiblicher Undercover-Nerd

Kevin schlägt sich mit seiner Sanitärinstallation herum und erhält nun endlich eine WC-Spülung – so stellen wir es uns zumindest vor, bis er uns nach der Sommerpause dann ausführlich Bericht erstatten wird. Für diese Folge von Kummerbox Live springt Yael Textor von der Stadtfilter-Redaktion in die Bresche. Und wir erfahren: Es gibt sie, die Inkognito-Nerdinnen: Sie zelebrieren ihre Neigung für Technik nicht und sie entwickeln wegen eines neuen Handys keine Obsession. Aber sie müssen sich auch nicht einem Mann an die Brust schmeissen, wenn Photoshop den Handstand macht.

Wir erfahren etwas über Yaels Lieblings-Gadget, das zwar nicht volldigital ist, aber von dem Matthias auch mal fasziniert war. Und es werden sogar ein paar Probleme geklärt: Wie beackert man in Outlook im Team ein gemeinsames Postfach? Was sind die Geheimnisse der Bilderkennung beim iPhone? Und: Wie bringt man einen Sprachkurs von 1995 wieder zum Laufen?

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Nerdfunk 391: Analoges Karma und digitale Unzugänglichkeiten

Einer dieser Tage, wo man besser im Bett geblieben wäre: Kevin sieht sich mit der unlösbaren Aufgabe konfrontiert, den richtigen Duschkopf zu finden und Matthias fragt sich, ob sich sein iPad (oder Apple generell) gegen ihn verschworen hat. Und dann setzt auch noch der Studiocomputer mitten in der Sendung aus…

Trotzdem findet bis zum bitteren Ende eine Kummerbox-Live-Sendung statt – in der wir nur sehr wenige Fragen beantworten, was aber nicht höheren Mächten, nicht dem Karma, dem Universum, einem Gott oder Teufel anzulasten ist, sondern einzig und allein unserem Hang zu Ausschweifungen – und Marcels Frage, die sich nun einmal nicht so einfach beantworten lässt. Er will nämlich wissen, wie man Familienerinnerungsstücke in digitaler Form dauerhaft aufbewahrt und seinen Nachkommen vermacht. Eine Frage, auf die es nur eine unbefriedigende Antwort gibt. Nämlich: Am sichersten sind nach wie vor analoge Erinnerungsstücke.

Weitere Fragen: Warum will Tamedia urplötzlich uralte Mailadressen verifizieren? Und: Wie schlimm ist es, wenn Safari nicht alle Cookies löscht?

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Nerdfunk 388: So ein CAK!

Kummerbox live mit ein bisschen Vorgeplänkel, das zu einer Idee für eine kommende Sendung führt – die sich kurz mit CAK umschreiben liesse – «Computer aided Kreativität» nämlich.

Was die Hörerinnenfragen angeht, schaffen wir immerhin vier Stück. Nämlich: Wie findet man ein Android-Smartphone, das nicht schon kaputt geht, wenn man es bloss schief anschaut? Was kann man tun, wenn Mailpartner Anhänge bekommen, die sie nicht öffnen können?

Wie zum Geier trägt man seine Termine ein, dass bei einem Flug über die Zeitzonengrenzen hinweg im Kalender nicht das komplette Chaos ausbricht? Und: Was tun, wenn auf dem Computer kein freier Speicherplatz mehr vorhanden ist?

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Nerdfunk 382: Und es ward Vim

Heute ist der Digitalmagazin-Veteran Raoul René Melcer als Vertretung von Kevin Rechsteiner im Studio. Er hat dem Nerdtum nicht etwa abgeschworen, sondern ist im Gegenteil nerdiger unterwegs als der Rest des Teams zusammen: Er braucht keinen Mac und kein Windows, sondern ist mit Linux unterwegs. Und er hat sich im Glaubenskrieg um den richtigen Editor – bei dem Windows Notepad oder Microsoft Word keine valide Option ist – auf die Seite von Vi(m) geschlagen.

Derart aufgestellt, schaffen wir es zwar nicht, die ganze Hörerpost abzuarbeiten. Aber immerhin beantworten wir die Frage von Roger, wie man sich bei der Softwarewahl nicht abhängig macht. Wir besprechen Mariannes Frage, wie sie das richtige Laptop wählt und ob sie sich von ihren missionierenden Mac-Freunden bekehren lassen soll – und was sie tun kann, wenn in China, wo sie mit dem Laptop bloggen will, das Internet nicht funktioniert. Und Dani fragt, wie man am iPhone unkompliziert einen Anhang in ein neues Mail übernehmen kann.

Links zur Episode: http://www.nerdfunk.ch/nerdfunk-382/

Nerdfunk 379: Nerdische Identitätskrise

Es ist langsam nicht mehr zu übersehen. Wir Nerds sind mitten dabei, eine mittelgrosse Identitätskrise zu entwickeln. Da dachten wir, das Netz macht alles besser – und sehen doch, dass es vor allem den Spinnern, Hetzern und Hassern eine Plattform verleiht. Da ist dieser Artikel in der Sonntagszeitung, der (un)passend zum Frauentag darüber berichtet, wie nun manche Leute jetzt auch gegenüber den Frauen noch jeden Rest von Anstand verlieren. Einer Entwicklung, an der die sozialen Medien und ihre Filterblasen nicht unschuldig sind.

Und da war die Sache mit Daniele Ganser. Eigentlich eine Belanglosigkeit, wenn in Facebook und auf Twitter nicht unübersehbar gewesen wäre, wie weit das Misstrauen schon vorangeschritten ist und wie viele Leute lieber an die grosse, vertuschte Verschwörung als an die durch die Fakten abgedeckte «offizielle» Darstellung glauben. Und irgendwie scheinen wir es in dieser Diskussion verlernt zu haben, einander zuzuhören, statt uns gegenseitig missionieren zu wollen. Da kommen wir nicht darum herum, selbst ein bisschen zu missionieren und an die erste (und einzige) ungeschriebene Nerdregel zu erinnern, die da lautet: Leben und leben lassen.

Aber eigentlich ginge es um Kummerbox Live – und ein paar Probleme lösen wir denn auch: Wir erklären, wie man Videoclips herunterlädt, wenn es sich nicht um Youtube handelt – denn dort gibt es ja viele Methoden zum Download.

Erich will wissen, ob die Schweiz in Sachen mobilem Internet für Touristen eigentlich ein Entwicklungsland ist. Wir glauben nicht – denn die Methoden, die im Ausland funktionieren, um ohne horrende Kosten am Handy zu surfen, müssten auch für Ausländer in der Schweiz praktikabel sein. Das sind Prepaid-SIM-Karten wie hier in Frankreichs, die man mit einem mobilen WLAN-Router nutzt (siehe auch So surfen Sie im Ausland günstig). Was die Tarife und SIM-Karten angeht, gibt es eine Übersicht bei Dschungelkompass.ch und (schon etwas älter) bei Comparis.ch. In Frage kommen zum Beispiel lebara.ch und Coop Mobile.

Und schliesslich holt uns die USB-C-Sache am neuen Macbook Pro ein. Magnus will an seinem brandneuen Apple-Laptop einen älteren externen Bildschirm anschliessen und scheitert dabei. Wir versuchen, mit Hilfe dieses Support-Beitrags Licht ins Dunkel zu bringen.

Die Links zur Episode: http://www.nerdfunk.ch/nerdfunk-379/

Nerdfunk 374: Routine oder Freiheit?

Kevin war in Kap Verde und ist gerade noch rechtzeitig für die heutige Kummerbox-Live-Sendung zurückgekommen. Kap Verde? Darüber müssen wir natürlich reden: Was hat ihn dorthin verschlagen? Mit welchen Eindrücken ist er zurückgekommen? Und weil Kevin auch auf dieser Reise sein Videotagebuch geführt hat, stellt sich nerdtechnisch die Frage: Wie lädt man ein Full-HD-Video nach Youtube hoch, wenn die Internetverbindung im Hotel auf der langsamen Seite angesiedelt ist?

Für Matthias, der gerade im Hamsterrad des Alltags rödelt, drängen sich noch zwei weitere Fragen auf: Wie schafft es Kevin, diese Projekte in seinen Alltag zu integrieren, wo er auch sein Unternehmen am Laufen und die Kunden zufriedenzustellen hat? Und wie halten wir Nerds es eigentlich mit der Routine – ist sie uns manchmal lästig? Oder sind wir doch ganz froh, wenn schon am Morgen absehbar ist, was der Tag so bringen wird?

Nach diesem Moment der Selbstfindung tun wir natürlich auch, wozu wir gekommen sind: Wir gehen auf die Anliegen der Zuhörer ein:

Adrian sieht an seinem iPad immer wieder eine Fehlermeldung in Safari: «Die Webseite wurde neu geladen, da es ein Problem damit gab». Hans Jakob fragt, was der beste Weg ist, Inhalte aus den Mediatheken von SRF und Co auf seinen smarten Fernseher zu bringen – der gar nicht so smart ist, weil er das nicht von Haus aus kann. Und Paul fragt: Wann ist es eigentlich Zeit für einen neuen Computer?

Die Links zur Episode gibt es unter http://www.nerdfunk.ch/nerdfunk-374/

Nerdfunk 365: Wir simulierten Nerds

Die Welt ist nur eine Simulation und wir leben in einer Matrix. Das haben Wissenschaftler neulich hieb- und stichfest bewiesen.

Es hilft aber trotzdem nichts: Wir müssen uns mit Donald Trump abfinden und heute wieder einmal eine schöne Folge von Kummerbox live abliefern. Und das tun wir, in gewohnt konzentrierter Manier – aber nicht ohne einen Exkurs darüber zu wagen, wie wichtig geregelter Schlaf auch für uns Nerds ist.

Nichstdestotrotz haben wir es geschafft, vier komplexe Fragen abzuarbeiten:

*) TomTom fragt, was man tun kann, wenn der Mac plötzlich vor Viren warnt. Die Links dazu: Das Gratisantivirenprogramm von sophos.com und ClamXav aus der Open-Source-Welt.
*) Reto kann mit seinem Provider Ziknet keine Mails mehr an Nutzer mit Hotmail versenden. Sind die bei Ziknet alles Versager und Pfeifen, wie Reto glaubt – oder ist die Sache mit den Mails vielleicht doch etwas komplizierter?
*) Heinz hat ein Problem mit PDF-Dateien: Google hat nämlich die Gewohnheit, ihm die Adressen dieser Dateien vorzuenthalten, sodass er sie nicht auf seiner Website oder in Mails verlinken kann. (Beispiel: Die PDF-Datei Massnahmen zur Jodversorgung in der Schweiz)
*) Und Martin: Er bezieht sich wohl auf Matthias’ Digitales Patentrezept Wenn die Cloud ein Chaos anrichtet und fragt, was man tun kann, wenn sich plötzlich die Bilder in der Fotos-App vervielfältigen.

Und noch zwei abschliessende Links: Der Gründer von Tesla und SpaceX, Elon Musk, glaubt, dass wir alle in einer Simulation leben. Und You want it darker.

PS: Alle schönen Donald-Trump-Witze bitte an nerdfunk ät stadtfilter Pünktli ch! Danke!

Die Shownotes mit allen Links gibt es hier: http://www.nerdfunk.ch/nerdfunk-365/